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  #1 (permalink)  
Alt 06.02.2019, 13:14
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 05.04.2018
Beiträge: 13
Standard Cortisoneinsatz bei Senioren

Hallo,

meine Hündin (Fila) ist 14 Jahre alt mit den entsprechenden Alterserscheinungen. Seit Dezember bekommt sie bei Krisen (die Hinterbeine sind nicht mehr stabil, sie hat Schmerzen) Cortison. Insgesamt waren es bis jetzt 30 mg Prednisolon, davon einmal 2x5 mg innerhalb von 18 Stunden und die restlichen viermal jeweils 5 mg. Sie wiegt rund 50 kg.

Sie isst und trinkt noch ganz normal und hat normalen Stuhlgang, besonders das letzte Jahr einen Ticken öfter als früher, aber keinen Durchfall oder extrem festen Kot. Das Cortison hat keinen für mich feststellbaren Einfluss auf ihre Verdauung.

Sie spricht sehr gut darauf an. Es geht ihr sichtlich besser, wenn ich ihr eine Tablette gegeben habe. Die Wirkung hält ca. zwei Wochen vor, bis es wieder akut schlechter wird. Die Verschlechterung tritt dann innerhalb von ein oder zwei Tagen ein.

Habt Ihr Erfahrungen mit einer Cortisonbehandlung? Kann ich vielleicht höher gehen in der Dosierung, soll ich es konstant geben, könnte ich es mit Paracetamol kombinieren? Einen TA habe ich bereits gefragt. Er sagte, ich kann tun, was ich für richtig halte, in dem Alter kann man nichts mehr verkehrt machen.
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Alt 06.02.2019, 13:45
Graf / Gräfin
 
Registriert seit: 12.08.2016
Beiträge: 207
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Hallo,
Cortison ist ein gutes Medikament. Mein damaliger Mastiffsenior hatte leider sehr starke Nebenwirkungen gezeigt. Ich habe ihm dann Trocoxil gegeben und wir beide waren glücklich. Er ist damit wirklich schmerzfrei gealtert ohne Schmerzschübe. Eine Dosiserhöhung vom Cortison hat auch immer höhere Nebenwirkungen zur Folge, auch wenn jetzt noch nichts zu merken ist.

VG Amelie-Malu
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  #3 (permalink)  
Alt 06.02.2019, 16:39
Benutzerbild von Faltendackelfrauchen
Faltendackelsüchtig
 
Registriert seit: 25.02.2005
Ort: Franken
Beiträge: 1.410
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Hallo,
danke für Deinen Beitrag. 5 mg alle 2 Wochen ist wenig, sehr wenig. Ich kenne eine derartige Dosierung so nicht. Ich kenne tägliche Cortisongaben. Bei einem mir bekannten DSH (ca. 25 kg) war die Enddosis noch viel höher als 5 mg. Lange Zeit kam sie mit 5 mg TÄGLICH gut klar, wenig Nebenwirkungen. Als meine Frieda (40 kg) im Oktober eine Nervenwurzelentzündung hatte bekam sie über 10 Tage Cortison, beginnend mit 5 mg über mehrere Tage, dann langsam ausschleichend. Sie hat es gar nicht gut vertragen, getrunken wie blöd, wurde undicht, hat gehechelt.....aber seitdem ist sie schmerzfrei. Ich werde aufgrund der Erfahrung und was ich nun hier von Dir lese, das nächste Mal anders dosieren. Entweder niedriger einsteigen oder schneller ausschleichen oder erstmal eine Einmaldosis, wie Du das machst.

Die Dosierung in dieser Form hat Dir Dein Tierarzt genannt?? Wäre für mich vielleicht ineteressant, mit dem TA mal zu telefonieren. Wenn Du magst, kannst Du mir Name und Telefonnummer per PN schicken. Ich würde mich freuen.

LG
FDF mit Frieda
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Alt 08.02.2019, 07:14
Benutzerbild von Grazi
Gremlinfanatischer Mod
 
Registriert seit: 21.04.2005
Ort: Bonn
Beiträge: 26.039
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Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

5 mg Cortison wirken bei deiner Seniorin so lange?
Das ist wirklich erstaunlich.

Ich kenne bei akuten Schüben auch nur die tägliche Gabe von Cortison, normalerweise dann als Cortison-Stoß-Therapie. Sprich: relativ hohe Anfangsdosis und dann wird die Dosis all 3 Tage verringert und schließlich ausgeschlichen.

Grundsätzlich versucht man ja Cortison eher zu vermeiden und nur in Krisen zu geben, da es als Dauermedikation starke Nebenwirkungen hat / haben kann. Bei einem Altertümchen ist das aber tatsächlich ein eher zu vernachlässigender Aspekt.

Ich hätte jetzt eher gedacht, dass bei deiner Hündin eine Dauermedikation angeraten wäre, wenn ein gutes (auf Hunde abgestimmtes) Schmerzmittel nichts bringt. Dann wären aber tägliche Cortison-Gaben normal. Und zwar in einer geringen Erhaltungsdosis, die man bei Verschlechterung der Symptomatik nach oben regulieren kann.

Falls die Wirkung bei 5 mg schon so dramatisch gut ist, würde ich wohl 3 Tage 5 mg geben und dann auf 2,5 mg runtergehen.... was für 50 kg-Hund wirklich sehr wenig ist....und schauen, ob das ausreicht.

VORHER würde ich aber versuchen, ob nicht eine Dauermedikation mit einem gut verträglichen Schmerzmittel nicht besser wäre.

Darf ich fragen, warum du ihr Paracetamol geben möchtest? War das eine Empfehlung deines Tierarztes? Das würde mich allerdings schon etwas verwundern.

Wir haben immer Previcox im Haus. Das kann man normalerweise relativ bedenkenlos auch dauerhaft geben, wie Langzeitstudien belegen. Normalerweise dosiert man erst mal voll aus und geht dann auf eine deutlich geringere Erhaltungsdosis runter. Mein Oldie bekommt derzeit die Hälfte von dem, was er eigentlich vom Gewicht her bekommen müsste und kommt damit prima zurecht. Ohne Schmerzmittel läuft er zwar auch, doch wenn der "harte Kerl" nicht aufpasst und sich nicht im Griff hat, wimmert oder fiept er dann doch, wenn er z.B. auf die Couch steigt.

Aber: bei jedem Dauereinsatz von starken Medikamenten sollte man zwischendurch die Blutwerte überprüfen, ob sich z.B. die Leber- oder Nierenwerte nicht verschlechtern. Gerade bei Senioren möchte man ja keine zusätzlichen Probleme heraufbeschwören.

Grüßlies, Grazi
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Alt 08.02.2019, 07:57
Benutzerbild von Faltendackelfrauchen
Faltendackelsüchtig
 
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Ort: Franken
Beiträge: 1.410
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Hallo Grazi, ich hab mich ja auch gewundert, dass es 2 Wochen anhält. Ich kenne eine derartige Verabreichung gar nicht. Bin gespannt, ob Skywalker sich dazu nochmal äußert. Die DSH, die ich kannte hat 2 Jahre Cortison als Dauermedi bekommen und man merkte ihr nix an. Weder vom Fell, noch von der "Leibesfülle". Ich war auch sehr erstaunt. Alle anderen Schmerzmittel hat sie nicht vertragen, die Nebenwirkungen waren bei ihr sehr heftig, sofort Magenblutungen. Ob sie allerdings auch Previcox probiert haben, weiß ich nicht.

Da ich ja auch immer wieder vor dem Problem stehe, welche Schmerzmittel ich geben soll, würde mich Previcox sehr interessieren. Hatte ich ja auch früher in Verwendung, aber irgendwie hab ich es als ähnlich wie Rimadyl in Erinnerung. Haben Deine es magentechnisch alle besser vertragen? Bei meiner Kleinen geht Rimadyl anscheinend auf den Magen. Bei Frieda hätte ich aber auch mit Previcox das Problem, dass sie das gegen die Arthrosen bekommt, aber dann doch von heute auf Morgen eine Nervenentzündung in der Schulter bekommen könnte, wie bereits zweimal. Dann hilft nur Cortison. Nur müsste ich ja 2 Tage pausieren, da man Previcox und Cortison ja nicht gleichzeitig geben kann. Hast Du hier auch Erfahrungen? Ich könnte Frieda nicht 2 Tage vor Nervenschmerzen brüllen lassen. Deshalb bin ich froh, dass ich aktuell keine Schmerzmittel geben muss und im zweifelsfall sofort mit Cortison anfangen könnte. Nur wird der Tag kommen, an dem Frieda mit der Hüfte oder sonstigen "Gräten" wieder richtige Probleme hat und Schmerzmittel braucht. Ich wollte ja erstmal CBD probieren, aber das habe ich bisher auch nicht, weil Frieda ja aktuell gut läuft (*klopfaufholz*).... bin auf Deine Antwort gespannt.
LG
FDF
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  #6 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 09:14
Kaiser / Kaiserin
 
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Beiträge: 779
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Ich setze Previcox bei unserer kleinen Wölfin jetzt schon 5 Jahre wegen sehr vieler Baustellen als Dauermedikation ein. Nebenwirkungen absolut keine, Blutwerte im Juni perfekt. Und das obwohl sie auch zusätzlich inkontinenzmittel nehmen muss. Previ ist aktuell der „Ferrari“ unter den Schmerzmitteln
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  #7 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 09:39
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 05.04.2018
Beiträge: 13
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Doch, natürlich äußere ich mich noch. Es dauert, weil ich gerade beim Vorhänge waschen bin. Erstmal danke für die Rückmeldungen, sie helfen mir immens weiter.
Zitat:
Eine Dosiserhöhung vom Cortison hat auch immer höhere Nebenwirkungen zur Folge, auch wenn jetzt noch nichts zu merken ist.
Ich muß selbst ab und an Cortison nehmen und sage aus eigener Erfahrung, ich liebe und ich hasse es. Die Nebenwirkungen bei Dauereinnahme oder Dosiserhöhung weiß ich leider nur zu gut. Deswegen bin ich auch so zögerlich bei ihr und möchte mich lieber herantasten. Bei Cortison gilt (für mich): So viel wie nötig, so wenig wie möglich.
Zitat:
Lange Zeit kam sie mit 5 mg TÄGLICH gut klar, wenig Nebenwirkungen.
Eine tägliche Gabe war bisher nicht nötig. Einmal habe ich ihr 2x5mg gegeben und nach Start dieses Threads (wir hatten wieder eine Krise) habe ich ihr am nächsten Tag nochmal 5 mg gegeben. Vorgestern hatte ich nicht den Eindruck, als hätte das einen verstärkten Nutzen gehabt. Aber es ist ja beim Menschen auch so, daß Medikamentendosen manchmal individuell angepasst werden müssen, obwohl die Richtlinie anders lautet.
Zitat:
Sie hat es gar nicht gut vertragen, getrunken wie blöd, wurde undicht, hat gehechelt.....aber seitdem ist sie schmerzfrei. Ich werde aufgrund der Erfahrung und was ich nun hier von Dir lese, das nächste Mal anders dosieren.
Es ist immer individuell, aus eigener Erfahrung (wegen meiner Erkrankungen) kann ich sagen, daß es durchaus vorkommen kann: Patient A, B, C verträgt es gut, Patient D hat mit vielen Nebenwirkungen zu kämpfen und braucht ein anderes Behandlungsschema.

Ich melde mich im Laufe des Tages nochmal.
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  #8 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 11:45
Benutzerbild von Faltendackelfrauchen
Faltendackelsüchtig
 
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Beiträge: 1.410
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Hallo Maychen, hallo Grazi,

danke zur den Infos zu Previcox. Gebt Ihr Magenschutz dazu??

LG
FDF
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  #9 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 12:43
Benutzerbild von Grazi
Gremlinfanatischer Mod
 
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Ort: Bonn
Beiträge: 26.039
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Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Meine Wazis bekommen keinen Magenschutz, weil sie das Previcox ausnahmslos alle sehr gut vertragen.

Bei Vega musste ich früher bei Schmerzmitteln sehr aufpassen, weil sich ihre Nierenwerte fix verschlechtern konnten.... bei Mortisha reagierte die Leber. Das hat sich unter Previcox aber erledigt.

Eingesetzt haben wir es erst, als wir den Eindruck hatten, dass das Rimadyl (Carprofen) bei stärkeren Schmerzen nicht schnell und vor allem nicht gut genug wirkte.

Bei NERVENschmerzen haben wir bislang die Erfahrung gemacht, dass wir nur mit Schmerzmitteln nicht hinkommen, da brauchen wir die entzündungungshemmende und abschwellende Wirkung des Cortisons. Und die gibt es in Kombi mit einem Schmerzmittel (normalerweise nur für den Kurzzeiteinsatz von 1 bis max. 2 Wochen) in Form von PhenPred.... das ich auch immer im Haus habe für den Fall, dass bei Matilda wieder was Schwerwiegenderes auftritt.

Dieses Medikament haben wir im Extremfall auch deutlich länger eingesetzt, weil nichts anderes mehr wirkte... dann aber unter engmaschiger Überwachung.

Cortison sollte nicht mal "einfach so" genommen werden. Daher verstehe ich (als Asthmatikerin und Neurodermitikerin leider selbst cortison-erfahren) nur zu gut, dass man sich etwas sträubt, es zu schnell oder in zu hoher Dosierung zu geben.

Ob diese 5 mg hin und wieder aber tatsächlich einen dauerhafte therapeutischen Nutzen haben und den Körper nicht einfach nur belasten, ist hier die Frage. An Skywalkers Stelle würde ich das mal in aller Ruhe mit dem behandelnden TA besprechen und fragen, ob eine solche Dosierung überhaupt Sinn macht oder ob es nicht besser wäre, zumindest mal als Versuch über ein, zwei Wochen täglich eine vom Arzt empfohlene Dosis zu verabreichen.

Grüßlies, Grazi
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  #10 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 13:38
Kaiser / Kaiserin
 
Registriert seit: 07.06.2011
Beiträge: 779
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Ich gebe auch keinen Magenschutz. Ist einfach nicht nötig. Das Thema Magenschutz ist auch mit Vorsicht zu genießen. Vielfach rät der Tierarzt zu Omeprazol. Die Magensäure des Menschen ist aber nicht mit der des Hundes zu vergleichen und da kann es vorkommen, das man mehr schadet als hilft. Ich gebe in solchen Fällen Vomisan von Inuvet ( Werbung, weil wirklich überzeugt)
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