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  #11 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 13:49
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 05.04.2018
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Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Zitat:
An Skywalkers Stelle würde ich das mal in aller Ruhe mit dem behandelnden TA besprechen und fragen, ob eine solche Dosierung überhaupt Sinn macht oder ob es nicht besser wäre, zumindest mal als Versuch über ein, zwei Wochen täglich eine vom Arzt empfohlene Dosis zu verabreichen.
Zitat:
Die Dosierung in dieser Form hat Dir Dein Tierarzt genannt?? Wäre für mich vielleicht ineteressant, mit dem TA mal zu telefonieren.
Es gibt keinen behandelnden TA und gute Gründe dafür. Selbst der, mit dem ich Kontakt hatte - TA im Ruhestand - ist der Ansicht, ich hätte sie schon längst einschläfern lassen sollen, weil sie uns zu große Umstände macht. Das macht sie wirklich, aber es ist meine Arbeit, meine Wäsche und überhaupt meine Angelegenheit, zu entscheiden, ob mir/uns ein Hund zur Last fällt oder nicht. Meine Kleine hat ihren Job immer sehr gut erledigt, wie es ein Fila tun soll, jetzt ist sie alt, aber sie hat immer noch Spaß am Leben. So lange sie den noch hat und ich ihn ihr erhalten kann, soll das geschehen. Ich bin echt die Letzte, die ein Tier nicht einschläfern lässt, weil es so besser ist, bin selbst bei Exit, aber ich lasse sie nicht einschläfern, weil sie unkommod ist.

Das Cortison, das ich ihr gebe, ist eins von meinen, also ein Menschen-Medikament.
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  #12 (permalink)  
Alt 08.02.2019, 15:53
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 05.04.2018
Beiträge: 13
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Ich muß mich entschuldigen für diese Häppchen-Posts, aber der Alltag läßt es im Moment nicht anders zu. Vor ca. sechs Jahren hat meine Maus am Fuß ein Mastzellkarzinom bekommen. Es hat da nicht gestreut, aber der TA hat mir gesagt, ich kann mich darauf einrichten, daß mein Hund an Krebs sterben wird. Vor zwei Jahren bekam sie auf einmal wieder ihre Tage nach vier Jahren und war an sich ganz schlecht beieinander. Beim TA wollte man sie einschläfern. Der Krebs versteht sich. Ich habe sie wieder mit nach Hause genommen und gezielt phytotherapeutisch behandelt, einschläfern lassen hätte ich sie auch noch vor dem WE können. Es hat funktioniert. Unser Spatz sitzt im Moment vor der Wohnzimmertür.
Unsere Wohngemeinschaft sieht so aus: Wir haben ein riesiges Grundstück und dazu viel Freifläche außen rum. Ca. 4000 qm sind hundesicher eingezäunt, davon sind 2200 qm ein Gartengrundstück. Unsere Wohnung befindet sich im ersten Stock. Meine Anna kam, wenn sie mit meinem Mann oder Sohn runtergehen sollte, nicht immer mit der Treppe klar. Bin ich mit ihr runter, ging es bis letztes Jahr. Da ist sie die letzten Stufen hinuntergepurzelt. Seitdem trägt mein Mann sie hinunter. Wenn er da ist. Wir haben ihr dann in der Wohnung ein Klo eingerichtet: eine Fermacell-Platte auf dem Boden und darüber Handtücher, darauf konnte sie sich lösen, wenn es draußen nicht ging. Im Dezember war bei uns oft naßkaltes Wetter und die letzte Dezemberwoche fiel dann viel Schnee. Mein Geißlein hasst Kälte und Nässe und Schnee. Wenn mein Mann sie nach unten tragen wollte, machte sie (zum Teil sehr) deutlich, sie möchte das nicht.
Man merkt ihr aber ebenfalls sehr deutlich an, daß ihr Bewegung fehlt. Wirklich viel Bewegung fand die letzten 24 Monate ohnehin nicht mehr statt, aber sie hat sich bewegt. Das fehlt jetzt komplett seit sechs Wochen. Sie bekommt/bekam Schmerzen, deshalb habe ich auf Cortison zurückgegriffen. Der Schnee ist immer noch da, so daß das Bewegungsproblem bestehen bleibt, so daß ich auch an keine frischen Kräuter rankomme.
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  #13 (permalink)  
Alt 10.02.2019, 10:47
Benutzerbild von Grazi
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Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Ich muss gestehen, dass mir das Verständnis ein bisschen abgeht. *räusper*

Wenn der letzte TA, mit dem ihr in Kontakt standet, bereits in Rente ist, kann es gut sein, dass er noch einer der "alten Schule" ist, für die ein Hund nicht den Stellenwert hat, den die meisten von uns ihm zugestehen.

Gerade wenn es dem TA nur um die "Umstände" geht, kann man doch sehr schnell klar machen, dass das irrelevant ist und man weder Kosten noch Mühen scheut, wenn es darum geht, auch einem alten Hund die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, solange es dem Tier gegenüber ethisch vertretbar ist.

Und wenn der TA dafür kein Verständnis hat, dann sucht man sich eben einen anderen Arzt.... und doktort nicht als medizinischer Laie (oder bist du in irgendeiner Weise diesbezüglich geschult?) auf eigene Faust an einem Tier rum.
So sehe ich das zumindest.

Ich bin durchaus eine kritische Patientenbesitzerin, habe selber eine umfangreiche veterinärmedizinische Bibliothek zuhause, informiere mich auch im Netz und tausche mich mit anderen Hundehaltern aus. Aber ich würde es mir nicht zutrauen, bei wirklich (lebens-)wichtigen Dingen nach Gutdünken Medikamente aus dem Humanbereich einzusetzen.

Mein Eindruck ist, dass du Cortison einsetzt, weil du es zufälligerweise gerade zur Hand hast... auch wenn es womöglich vernünftiger wäre, deine Seniorin auf ein gutes Schmerzmittel einzustellen.... an das du aber nicht kommst, weil du keinen Tierarzt konsultierst. Daher auch das Paracetamol.

Korrigiere mich bitte, falls mein Eindruck täuscht.

Leider seid ihr auch in einen blöden Kreislauf reingerutscht. Anna hat Schmerzen und bewegt sich immer weniger...und hat darüberhinaus noch schlechte Erfahrungen mit der Treppen gemacht. Evtl. kommt noch - in dem Alter nicht verwunderlich - ein schlechteres Sehvermögen hinzu, so dass sie alleine ungern runtergeht, andererseits aber vielleicht auch Angst hat, getragen zu werden und nicht klar zu erkennen, wohin der "Flug" geht.

Je weniger sie sich bewegt, desto schlimmer wird aber unter Garantie das Grundproblem. Sie "rostet" regelrecht ein UND die Muskulatur atrophiert.

So gut die Idee mit dem Indoor-Klo auch für akute Krisenzeiten ist, so darf das doch keine Dauerlösung sein. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, sie trotzdem jeden Tag runterzubringen (bzw. sie mit Geschirr, Bauch-/ oder Tragegurt beim Treppensteigen zu unterstützen) und ein bisschen spazierenzugehen. Bei Schnee müsste man denn haben ein größeres Areal räumen, damit sie laufen kann.

Dass ein solches Altertümchen dann gut mit einem warmen Mantel eingepackt wird, versteht sich von selbst.

Darf ich fragen, was Anna noch vom Leben hat? Ganz objektiv gesehen? Wenn sie nicht einmal mehr in den Garten kommt, ihr die Bewegung aber offenbar fehlt? Was macht ihr noch Spaß? Nimmt sie noch Anteil am Familienleben? Genießt sie gemeinsames Kuscheln? Woran merkst du, dass sie Spaß hast, wie du in einem vorherigen Post geschrieben hast?

Das ist nicht als Provokation gedacht! Ich versuche nur zu verstehen....

Grüßlies, Grazi
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Don't accept your dog's admiration as conclusive evidence that you are wonderful. (Ann Landers)

Molosser-Vermittlungshilfe und Kampfschmuser-Vermittlungshilfe

Geändert von Grazi (10.02.2019 um 14:59 Uhr)
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  #14 (permalink)  
Alt 10.02.2019, 13:17
Kaiser / Kaiserin
 
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Beiträge: 779
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Danke für deine ehrlichen Worte Grazi! Ich war bei dem Post der Selbstbehandlung ohne Konsultation raus. Genau diese Fragen und Gedanken hatte ich aber auch. Was darf in meinem Ermessen liegen um ein Tierleben noch für lebenswert zu erachten wenn es das vielleicht schon lang nicht mehr ist ?!?!?
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  #15 (permalink)  
Alt 10.02.2019, 18:18
Ritter / Edle
 
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Beiträge: 13
Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Zitat:
Wenn der letzte TA, mit dem ihr in Kontakt standet, bereits in Rente ist, kann es gut sein, dass er noch einer der "alten Schule" ist, für die ein Hund nicht den Stellenwert hat, den die meisten von uns ihm zugestehen.
Es war nicht der letzte TA, mit dem wir in Kontakt standen. Er hat damals einen Hund von mir gerettet (Parvovirose) und gab die Praxis nicht nur aus Altersgründen auf.
Der letzte TA, den ich mit ihr aufgesucht habe, wollte sie schon vor zwei Jahren einschläfern. Wären es damals tatsächlich gynäkologische Tumore gewesen, wäre sie jetzt schon lange nicht mehr am Leben.
Zitat:
Gerade wenn es dem TA nur um die "Umstände" geht, kann man doch sehr schnell klar machen, dass das irrelevant ist und man weder Kosten noch Mühen scheut, wenn es darum geht, auch einem alten Hund die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, solange es dem Tier gegenüber ethisch vertretbar ist.
Und wenn der TA dafür kein Verständnis hat, dann sucht man sich eben einen anderen Arzt....
Den musst Du zuerst einmal finden. Ein Kleintier-Doktor hat bei uns fast keine wirtschaftliche Überlebenschance. Die Anna hatte vor Jahren zwei schwierige Operationen. Der einzige Beißvorfall in ihrem Leben hat sich bei einer TA ereignet, und meinen Hund selbst kann man seitdem ohne Maulkorb keinem Arzt vorstellen. Sie ist sehr sensibel, weiß der Geier, was sie getriggert hat, vielleicht war es der Geruch des Desinfektionsmittels. Sie hat es sehr gestresst. Es reicht schon, wenn sie den Maulkorb sieht. Den Stress muß ich ihr nicht mehr antun. Finanziell gesehen stehen wir gut da, und auch so ist es eher so, daß ich den Kitt aus den Fenstern fressen würde, bevor es einem Herzenstier von mir an etwas fehlt.
Zitat:
und doktort nicht als medizinischer Laie (oder bist du in irgendeiner Weise diesbezüglich geschult?) auf eigene Faust an einem Tier rum.
Ich habe zwar kein Staatsexamen, aber ein Laie bin ich auch nicht.
Zitat:
Aber ich würde es mir nicht zutrauen, bei wirklich (lebens-)wichtigen Dingen nach Gutdünken Medikamente aus dem Humanbereich einzusetzen.
Wieso? Es war ja nicht nach Gutdünken. Dazu sind die meisten Medikamentenwirkstoffe aus dem Humanbereich für Tiere abgeleitet. Ich überprüfe die Wirkung auch zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich bin ja selber krank. Hier wäre auch Fortecortin 8mg u.a. Cortison-Medis verfügbar gewesen. Freitag spätabends hättest Du auch nach Rücksprache 5 mg Prednisolon gegeben, glaube ich. Der Erfolg war ja sichtbar. Ich bin in ca. einer Stunde wieder online.
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  #16 (permalink)  
Alt 10.02.2019, 21:56
Ritter / Edle
 
Registriert seit: 05.04.2018
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Standard AW: Cortisoneinsatz bei Senioren

Zitat:
Mein Eindruck ist, dass du Cortison einsetzt, weil du es zufälligerweise gerade zur Hand hast... auch wenn es womöglich vernünftiger wäre, deine Seniorin auf ein gutes Schmerzmittel einzustellen.... an das du aber nicht kommst, weil du keinen Tierarzt konsultierst. Daher auch das Paracetamol.
Ein kontinuierliches Schmerzmittel wollte ich eben vermeiden. Das Firocoxib kenne ich schon von der der OP her damals. Ich würde es aber gerade bei der Anna nicht als dauerhafte Schmerzmedikation einsetzen wollen. Auch ohne diese Erfahrungen, vor allem dann nicht, wenn eine regelmäßige Blutbildkontrolle nötig ist. Den Streß tu ich ihr wirklich nicht an. Ich habe gefragt, ob ich ihr eine von meinen Cortisontabletten geben kann. Ja. Also habe ich ihr die niedrigste Dosis von meinem verträglichsten Cortisonmedikament gegeben, eben Prednisolon 5 mg. Das Ergebnis war in unseren Augen mehr als zufriedenstellend. Was wäre auch die Alternative gewesen?
Zitat:
so dass sie alleine ungern runtergeht, andererseits aber vielleicht auch Angst hat, getragen zu werden und nicht klar zu erkennen, wohin der "Flug" geht.
Alleine lasse ich sie nicht mehr hinuntergehen. Wenn mein Mann sie trägt, lässt sie alles hängen. Mein Sohn kann sie fast nicht hinuntertragen, weil sie ihm nicht traut. Sie macht es deutlich, wenn sie runter will, dann hockt sie am Treppenabsatz. Diese Tragehilfen, davon besitzen wir zwei Modelle, waren nicht sehr effektiv und bei ihr nicht beliebt. Ich selbst dürfte sie nicht zur Zeit nicht einmal mehr mit dieser Hilfe hinuntertragen.
Zitat:
Je weniger sie sich bewegt, desto schlimmer wird aber unter Garantie das Grundproblem. Sie "rostet" regelrecht ein UND die Muskulatur atrophiert.
An diesem liegt es, das sehe ich auch so. Man merkt es mittlerweile. Ich versuche, es auszugleichen. Unsere Wohnung/das Stockwerk hat rund 300 qm, aber gegen richtig draußen ist das kein Vergleich. Das scheitert schon am Untergrund. Sie ist aber die letzten Jahre immer im Frühling regelrecht aufgeblüht. Die letzten Tage und heute waren teils sehr sonnig, heute hat sie die Mittagsstunden auf der Dachterrasse verbracht. Aber kaum ist die Sonne weg, will sie wieder rein.
Zitat:
Bei Schnee müsste man denn haben ein größeres Areal räumen, damit sie laufen kann.
Haben wir doch sowieso, nicht wegen dem Hund. Aber ob das geräumt ist, interessiert sie null. Sie geht dann mit, aber es ist klar zu erkennen, daß sie das nur unter Zwang macht. Im nächsten unbeobachteten Moment kehrt sie um und hockt sich vor die Haustür. Dieses Verhalten ist heuer im Winter noch schlimmer geworden.
Zitat:
Darf ich fragen, was Anna noch vom Leben hat? Ganz objektiv gesehen? Wenn sie nicht einmal mehr in den Garten kommt, ihr die Bewegung aber offenbar fehlt? Was macht ihr noch Spaß? Nimmt sie noch Anteil am Familienleben? Genießt sie gemeinsames Kuscheln? Woran merkst du, dass sie Spaß hast, wie du in einem vorherigen Post geschrieben hast?

Das ist nicht als Provokation gedacht! Ich versuche nur zu verstehen....
Das weiß ich, daß es keine Provokation ist. Die meiste Zeit bin ich mit ihr zusammen. Wenn sie gefressen hat, schläft sie. Ansonsten folgt sie mir durch die Wohnung. Geht es mir gesundheitlich bescheiden, schleppt sie ihre beiden Decken direkt vor die Schlafzimmertür und bleibt da liegen wie ein Wächter. Die letzten Jahre ging im Frühling eine Veränderung mit ihr vor. Davon habe ich bei meiner Anmeldung bereits berichtet. Man merkt das auch jetzt schon, als die letzten Tage die Sonne schien. Natürlich nimmt sie auch immer noch am Familienleben teil. Das geht bei ihr gar nicht anders. Wenn sie sich eigenartig still verhält, kam es immer bald zu einer der bereits beschriebenen Krisen. Kuscheln und Massagen ist von jeher ihr Ding. Man kann sie streicheln, bis sie in eine Art Tiefenentspannungszustand fällt. Das war aber schon vom Welpenalter auf so.
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