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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übersteigerter Wachinstinkt


Dogomama
22.08.2005, 13:27
Hallo,

vielleicht habt Ihr ein paar Tipps für uns. Unser Dogo Amon ist 9 1/2 Monate alt und hat im Haus und auf dem Grundstück schon mit 5 Monaten gewacht (ohne dass wir ihm das beigebracht haben), selbst die Nachbarn, die er über den Zaun sehen kann, werden angeknurrt und verbellt. Am schlimmsten ist es, wenn Besuch kommt. Die Besucher werden erstmal angeknurrt und verbellt; Auch wenn sie schon mehrmals da waren. Wir bekommen Amon dann auch zur Ruhe, nur wenn der Besucher dann aufsteht (z.B. um zur Toilette zu gehen), geht es wieder von vorn los, Geknurre und Gebelle. Wobei es im Wohnzimmer etwas besser ist als auf der Terrasse.
Wir wollen demnächst in die Hundeschule gehen, vielleicht kriegen wir es dann in den Griff. Amon hat bisher nur Welpenschule.

Es grüßt Euch
Dogomama

Beate
22.08.2005, 20:57
komisch anhört ist das er auch bellt und knurrt wenn euer besuch aufsteht um aufs WC zu gehen....????

Wie verhält er sich beim bellen und knurren??? Wirkt er unsicher und geht dabei zurück oder würde er auf den Besuch selbstbewust zugehen??? Ist es eine reaktion aus unsicherheit oder angst oder geht er voll in die Situation rein???

LG Beate

Dogomama
23.08.2005, 08:45
Hallo Beate,

Amon ist wohl eher unsicher, er geht nicht direkt auf die Leute zu, er regt sich nur auf und läuft etwas hinterher. Wenn die Leute auf ihn zugehen, geht er weg. Er lässt sich auch von keinem Fremden anfassen, von Bekannten nur, wenn er sie schon sehr oft gesehen hat und erstmal warm geworden ist. Bis er ca. 5 Monate alt war, ließ er sich auch von jedem Fremden anfassen. Nachdem das mit dem Wachen los ging, ließ er sich von fast keinem mehr anfassen, höchstens von 1 bis 2 Hundebesitzern, die wir immer treffen.

Liebe Grüße
Dogomama

Karin
23.08.2005, 09:07
Hallo,

Wobei es im Wohnzimmer etwas besser ist als auf der Terrasse.
Es grüßt Euch
Dogomama

Aus meiner Erfahrung mit Artu, kann ich mir das nur so erklären. Im Wohnzimmer ist der "Fremde" ja schon im Haus. Auf der Terasse wird es wohl so sein, ihr sitzt zusammen mit dem Besuch dort, der "Fremde" steht auf und geht alleine in euer Haus (zur Toilette). Ihr signalisiert eurem Dogo vielleicht nicht genug, dass ihr damit einverstanden seid. Weiß nicht, ob ich das jetzt so verständlich ausgedrückt habe.

LG Karin

Dogomama
23.08.2005, 09:16
Hallo Karin,

du hast vielleicht recht. Aber wie signalisiert man es am besten, dass man damit einverstanden ist? Vielleicht kannst du uns einen Tipp geben.

Wir wollen ja demnächst auch in die Hundeschule, vielleicht wissen die ja, wie man das steuern kann.

LG Dogomama

Meike
23.08.2005, 09:32
Also ich frag mich was hier übersteigert sein soll und ob ihr euch vorher Gedanken gemacht habt welchen Hund ihr euch da angeschafft habt.

Ein Wachund wacht eben. Er macht seinen Job, ihr könnt ihn dafür nicht böse sein oder ihn strafen. Gebt ihm ein Kommando das es gut ist wenn er den Besuch gemeldet hat und gut ist es. Er ist jung und lernt, jetzt liegt es an euch ihn dazu zu bekommen das er auhört wenn ihr es sagt und er nicht vollkommen eigenständig handelt. Er wird aber trotzdem wachen und ggf. auch schützen, kommt ihr damit nicht klar dann gebt ihn an jemand anderen und schafft euch eine andere Rasse an.

Karin
23.08.2005, 10:02
Hallo Karin,

du hast vielleicht recht. Aber wie signalisiert man es am besten, dass man damit einverstanden ist? Vielleicht kannst du uns einen Tipp geben.

Wir wollen ja demnächst auch in die Hundeschule, vielleicht wissen die ja, wie man das steuern kann.

LG Dogomama

Als Artu (damals 10 Monate) 2 oder 3 Wochen bei uns war, ging das los mit dem Bewachen. Kleines Beispiel, solange Besuch am Tisch saß, sich nur mit uns unterhalten hat, war alles paletti. Er hat den Besuch aber keine Sekunde aus den Augen gelassen. Besuch steht auf, geht in die Küche und öffnet den Schrank, schon stand Artu neben ihm und hat zu verstehen gegeben, das er das besser lassen soll. Ich könnt noch einige solcher Beispiele aufzählen. Alles rügen, alles auf seinen Platz oder rausschicken hat nicht wirklich was gebracht.

Wir haben also die Situation umgedreht. Ich weiß auch nicht ob das räumlich bei dir möglich ist. Wenn ich wußte, es kommt gleich Besuch, hab ich den Besuch alleine (ohne Artu) am Gartentor empfangen. Erst wenn Besuch im Haus war, hab ich Artu dazugeholt. Somit hab ich ihm demonstriert, ich bestimme, wer bei uns ein und ausgeht. Wenn er dann den Besuch kurz angeschnuppert hatte und sich auf seinen Platz legte, gabs ne kleine Belohnung. Das Ganze hat einige Zeit gedauert. Heute ist das alles kein Thema mehr. Er hat verstanden, wir haben den Besuch schon unter "Kontrolle".

Er lässt auch heute die "Fremden" keinen Augenblick aus den Augen. Und wenn niemand von uns mit dabei ist, verbellt er auch die Leute am Zaun. Auch würde ich "Fremde" niemals mit unseren Hunden alleine lassen.

Und bei alledem zu Bedenken, bewachen und beschützen ist auch der Job unserer Hunde und das tun sie auch.

LG Karin

Karin
23.08.2005, 10:18
Also ich frag mich was hier übersteigert sein soll und ob ihr

wieso ihr

euch vorher Gedanken gemacht habt welchen Hund ihr euch da angeschafft habt.

Jawoll Frau Oberlehrerin

Er wird aber trotzdem wachen und ggf. auch schützen, kommt ihr damit nicht klar dann gebt ihn an jemand anderen und schafft euch eine andere Rasse an.

wenn ich richtig gelesen habe, wollte Dogomama nur wissen wie sie das "Bewachen" besser steuern kann, mann mann schlecht geschlafen oder was?

Dogomama
23.08.2005, 10:29
Hallo Karin,

vielen Dank für deine Infos. Wir werden demnächst auch so vorgehen wie du. Amon wird das schon noch lernen auseinander zu halten, wer ins Haus darf und wer nicht. Wenn er auf dem Grundstück ist, bellt er auch, wenn Fremde am Gartenzaun oder in der Näche vorbeigehen. Das darf er natürlich auch.
Meike muss ich wohl nicht extra kommentieren, das hast du ja schon getan. Vielen Dank dafür.

Liebe Grüße
Dogomama

Mola
23.08.2005, 10:53
Hallo Dogomama!

Genau diese Problematik beschreibt "Jan Fenell" in Ihrem Buch "Mit Hunden leben" und zeigt auch auf wie man den Hund umerziehen kann.
Allerdings wäre es sinnvoller Ihr Erstbuch " Mit Hunden sprechen" zu lesen. Dort beschreibt sie Ihre Erziehungsmethode. Im zweiten Buch schreibt sie über Problemhunde und Lösungen.
Dieses Buch wird sehr kontrovers diskutiert, da es eigentlich immer nur um vier Erziehungsmaßnahmen geht. Wir haben unseren Hund vom ersten Tag an danach erzogen und sind begeistert. Unser Hund "überfällt" weder uns noch unsere Gäste wenn Sie ins Haus kommen.
Vielleicht ist es einen Versuch wert.

Grüße,
Mola

Meike
23.08.2005, 11:06
Im Gegensatz zu dir Karin habe ich sehr wohl gut geschlafen, aber danke der Nachfrage :)

Hier wird von übersteigert gesprochen, das das Verhalten für einen solchen Hund in diesem Alter ist scheint wohl keinem aufgefallen zu sein?

Karin
23.08.2005, 11:23
Im Gegensatz zu dir Karin habe ich sehr wohl gut geschlafen, aber danke der Nachfrage :)

Sorry, wenn ich mit meiner Vermutung daneben lag, die Art und Weise deines Postings, vor allen Dingen dein letzter Satz haben mich halt etwas stutzig gemacht ;)

Hier wird von übersteigert gesprochen, das das Verhalten für einen solchen Hund in diesem Alter ist scheint wohl keinem aufgefallen zu sein?

Lies dir einfach mein letztes Posting durch. Gnade denen, die neben deinem Fachwissen und Kompetenz in Molosserfragen neben dir erblassen :sorry:

LG Karin

Petra
23.08.2005, 11:41
Hallo Dogomama

Ist mühsam wenn der Hund so reagiert wenn Besuch da ist, kann ich verstehen.

Ich denke es ist schwer ein Urteil abzugeben wenn man nicht das "GANZE" von eurem Amon weiss, aber wie Karin schon geschrieben hat. DU / IHR bestimmt wer, wann und wie lange zu Besuch bleibt.

Wo z.B. hat euer Hund normalerweise seinen Platz. Also seinen Schlafplatz. Wie teilt ihr ihm seine Ressourcen ein, etc.

Wie gesagt, es ist schwierig seine Meinung abzugeben. Aber so wie es Karin macht finde ich es gut, oder ihr schickt Amon auf seinen Platz und dort hat er liegen zu bleiben bis ihr ihn dazu holt oder bis euer Besuch wieder weg ist.

Hundeschule ist sicher eine gute Idee, aber solche Probleme werden meist dort nicht behandelt, bzw. können nicht behandelt werden.

Ich wünsche euch aber, dass ihr das bald in den Griff bekommt.

Liebe Grüsse
Petra

Andrea
23.08.2005, 12:27
ich war neulich bei einem Seminar von Herrn Rütter. Der hat eine lustige kleine Szene mit einer Assistentin gespielt, wie man Besuch empfangen sollte:
Der Besucher wird begrüßt, an der Hand genommen und ( die Hand nicht loslassen!!!) durch´s Haus geführt. Dem Hund soll vermittelt werden, daß man den Fremden "im Griff" hat, dieser sich nicht frei bewegen darf, und man ihm das Revier zeigt, ohne daß er gleich etwas wie z.Bsp. die Couch "in Besitz" nimmt. Erst dann erlaubt man dem Besuch sich zu setzen und bedient ihn, sofern man ein höflicher Gastgeber ist, denn der Besuch darf sich natürlich nicht einfach Dinge aneignen, die ihm "nicht zustehen". Der Hund wird dabei völlig missachtet, denn er wird ja nicht "gebraucht"; man hat die Situation als "Hausherr" selbst geregelt.
Versuch´s mal, so kommt man dem Besuch auf eine ganz neue Art näher. :lach1:

Monica
23.08.2005, 12:42
Hallo Dogomama

Natürlich ist solches Verhalten bis zu einem gewissen Grad "normal", ich denke aber trotzdem, dass man dem Hund beibringen kann, dass seine "Hilfe" nicht benötigt wird, indem man ihm zeigt, dass die ganze Situation unter Kontrolle ist.
Was mir gerade so einfällt... kennst Du einen echt souveränen, ruhigen Hund, der vielleicht ein paar Mal bei so Situationen anwesend sein könnte und Amon mit seinem ruhigen Verhalten zeigen könnte, dass es gar keinen Grund gibt sich aufzuregen?
Keine Ahnung, ob das funktionieren würde, wir haben einfach bei unserer Laika (Cane Corso aus der Vermittlung - vom Cane Corso weiss man ja auch, dass er Fremden gegenüber eher misstrauisch ist und sie hat auch nicht nur gutes erlebt in ihrer Vergangenheit) festgestellt, dass sie sich mit der Zeit deutlich ruhiger und entspannter verhalten hat (bei ihr ist der Stress vor allem dann, wenn die Leute kommen, wenn sie mal da sind ist es ok), und zwar ohne dass wir sehr viel dazu getan hätten - ich habe den Eindruck, dass sie sich stark an Duke orientiert, der zwar auch rumhüpft, aber sich total freut wenn jemand zu Besuch kommt. Also ich denke sie hat mit Hilfe von Duke gelernt, dass Besuch nichts schlimmes ist und gibt nun einfach an, jedoch nicht mehr so heftig wie vorher, beruhigt sich schneller wieder und scheint auch einfach entspannter.
Wäre vielleicht mal ein Versuch wert... :35:
Aber ich bin ja kein Experte... :D

Gruss Monica

Dogomama
23.08.2005, 13:03
Hallo,

vielen Dank für eure lieben Ratschläge. Bis auf den, unseren Amon abzugeben und uns einen anderen Hund zu holen (wir würden uns nie von unserer Zuckerschnautze - Ausdruck meines Mannes - trennen, wir haben unser Baby, seit er 12 Wochen alt ist und lieben ihn über alles), werden wir das meiste ausprobieren. Mit der Zeit werden wir das schon hinkriegen.

Es grüßt euch
Dogomama

Jochen
23.08.2005, 15:08
Hallo,

vielen Dank für eure lieben Ratschläge. Bis auf den, unseren Amon abzugeben und uns einen anderen Hund zu holen. Dogomama

Hallo,
also ich habe auch die Luft angehalten, als ich den doch recht (gelinde gesagt) frechen "Ratschlag" von Meike gelesen habe.
Manchmal hat man hier im Forum den Eindruck, dass es einigen wenigen "Damen und Herren" nicht unbedingt um einen hilfreichen Informationsaustausch geht sondern dass sie innerhalb oder außerhalb der eigenen Familie wohl frustriert wurden oder eben (so würde es mein Sohn ausdrücken) einfach "zu viel Elend gesehen" haben und aus diesem Grund nur "Dampf" ablassen wollen und im Forum nach "Krümeln" suchen, die sich für ihre Zwecke eignen könnten......
Das ist sehr schade und absolut überflüssig und vergiftet manchmal die sonst so harmonische Atmosphäre zwischen den "Wissensdurstigen und Ratsuchenden", wird aber zum Glück durch zahlreiche engagierte und wirklich lieb gemeinte Ratschläge anderer "Beitragsstiftender" hier im Forum wieder "relativiert" (siehe z.B. die Beiträge von Karin, Petra, Andrea, Mola....).
Ich finde auch, dass man den Wachtrieb Deines Hundes auf ein normales Level "herunterkanalisieren" sollte. Bei meinem kleinen Boston Terrier hat z.B. das geholfen: verbellte er jemanden hinter dem Zaun, hob ich ihn hoch und ließ ihn von dem fremden "Zaungänger" streicheln. Auch habe ich diese "Bell-Situation" manchmal zusammen mit einem "Köder" absichtlich provoziert, vorher also "Zaungänger" mit Futter präpariert und dann wie oben beschrieben den Hund nicht nur streicheln sondern auch füttern lassen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!
Gruß
Jochen

Karin
23.08.2005, 16:32
Hallo,
hob ich ihn hoch und ließ ihn von dem fremden "Zaungänger" streicheln.
Gruß
Jochen

Hallo Jochen,
hab ich mir grad für meinen "Fall" vorgestellt :D :D :D

da muss ich noch einige Knödel essen!

LG Karin, dein Beitrag ist klasse und triffts genau :lach1:

Meike
24.08.2005, 07:58
Jochen, mach dich nicht lächerlich! Ich hab genug Hunde gesehen wo die lieben Besitzer auf einmal die Kriese kriegten weil sie Verhalten zeigten das für diese Rassen völlig normal ist.

Also hör auf mit deinen dümmlichen Bemerkungen

Dogomama
24.08.2005, 08:22
Zitat von Jochen:

Bei meinem kleinen Boston Terrier hat z.B. das geholfen: verbellte er jemanden hinter dem Zaun, hob ich ihn hoch und ließ ihn von dem fremden "Zaungänger" streicheln.

Hallo Jochen,

vielen Dank für den Tipp. Leider geht das bei meinem Baby nicht, er ist inzwischen 68 cm groß und 49 kg schwer. Aber wir kriegen das schon hin, auch ohne Krise.

Liebe Grüße
Dogomama

Petra
24.08.2005, 08:53
*sichbauhaltvorlachen*

@Jochen: Ich stell mir das auch grad mit meiner Maus vor *gröhl* ich glaube ich würde es nicht mal schaffen sie vom Boden aufzuheben.....! Da müsste ich schon einen Flaschenzug organisieren. Kompliment für Deinem Beitrag. :08:
@Karin: Da würden nicht mal Knödel helfen...! :D:

@Dogomama: Tja, 68cm 49 kg.....da hast du schlechte Karten... :traurig1:
Aber wenn du konsequent dahinter gehst und ihm zeigst wer, wann, was zu bestimmen hat, dann wirst du das schon in den Griff bekommen. Versuche einfach mal seine Ressourcen besser zu kontrollieren/zuzuteilen vielleicht bringt das auch schon was.....! Ist nur ein Tip und kein Erfolgsrezept....!

Aber viel Erfolg wünsche ich Dir ! :lach2:

Petra

Jochen
24.08.2005, 11:06
Jochen, mach dich nicht lächerlich! Ich hab genug Hunde gesehen wo die lieben Besitzer auf einmal die Kriese kriegten weil sie Verhalten zeigten das für diese Rassen völlig normal ist.
Also hör auf mit deinen dümmlichen Bemerkungen

Schade, Du hast Deine Aggressionen also doch noch nicht richtig abbauen können, m.E. mußt Du wahrlich nicht unerhebliche Probleme haben.
Es gibt Menschen, die sind sehr zu bedauern, weil sie den ganzen Tag mit sich selbst auskommen müssen.....
Bleib auf dem Teppich und stänkere zu Deiner Aggressionsbewältigung in anderen Foren herum, aber nicht hier! Oder beleidige Dein unmittelbares "Umfeld" und die Menschen, die Dich möglicherweise so frustriert haben und an Deinem bedauernswerten Zustand mit verantwortlich sind.
Es ist absolut unerheblich, wieviele Hundebesitzer Du mit Kriese gesehen hast, nur weil sie die "unpassende" Rasse gewählt haben. Hier im Forum ging es nicht um diese Hundebesitzer sondern um eine Anfrage, wie man einen "übersteigerten" Wachtrieb beeinflussen könnte. Aber was schreib ich da, lesen wirst Du ja selbst können, oder? Also, mach Deine Schublade wieder zu, zieh Deinen Stachel wieder ein und gib eine nachvollziehbaren Tipp, sofern Du einen von Dir geben kannst.

Grazi
24.08.2005, 11:14
Meike hat zwar überzogen reagiert, aber deine Formulierungen sind auch recht derbe (-> Rückschlüsse auf ihren psychischen Zustand sowie "Verweis" des Forums). :(

Ich fänd's echt nett, wenn ihr alle mal wieder auf den Teppich zurückkehren könntet und euch bitte bitte nicht weiter angiften würdet.

Grüßlies, Grazi

Petra
24.08.2005, 11:27
Danke Grazi ! :08:

:peace:

Jochen
24.08.2005, 11:58
Meike hat zwar überzogen reagiert, aber deine Formulierungen sind auch recht derbe
Grüßlies, Grazi

Sorry, aber so kann ich das nicht stehen lassen.
Du verniedlichst die Reaktion von Meike mit "zwar überzogen reagiert", ich empfinde die Empfehlung von Meike (Hund abgeben) als absolut unverschämt und mehr als unpassend, und nicht nur als "überzogen".
Auch habe ich sie nicht des Forums verwiesen sondern lediglich darum gebeten, dass sie ihr Gift in anderen Foren verspritzt. Berücksichtigt sie die elementarsten Grunsätze des Anstands und beschränkt sich auf "gutgemeinte Hilfestellungen" wird sich wohl jeder an ihren "wohlmeinenden Tipps und Ratschlägen" hier im Forum erfreuen, sofern sie welche hat!
Dass sie mich insbesondere als "dümmlich" tituliert ist eine weitere Frechheit, die mich aber nicht weiter berührt, denn ich weiß ja woher es kommt.
Ich kann nur die Empfehlung aussprechen " wehret den Anfängen" und lasst es nicht zu, dass Giftspritzer ein Forum zur "Aggressionsbewältigung" mißbrauchen und so die "Ratsuchenden" sich nicht mehr trauen, hier Fragen zu stellen!

Grazi
24.08.2005, 12:29
Und das, was du jetzt tust, ist keine Giftspritzerei? *seufz*

Im Grunde kannst du dir weitere aufgebrachte Erklärungen sparen, da dein Standpunkt klar ist... mir aber trotzdem jedes Verständnis dafür fehlt. Nichts für ungut, aber für mich ist hiermit EOD.

Gruß, Grazi

Petra
24.08.2005, 13:00
So, ihr Lieben, hier mein Abschluss zu diesem hoffentlich erledigten Thema, oder wie Martin so schön sagen würde:

Seid lieb zueinander ! :13: :lach1:

Ich wünsche allen Forumbesuchern vor allem einem ganz bestimmten :herz:
einen wunderschönen Tag !

Grüessli
Petra & Co.

:lach1:

Putschi1
24.08.2005, 13:12
Hallo Dogomama,

meine 9 Jahre alte BX Dame hatte im Alter von ca. 6 Monaten ähnliche Anwandlungen wie Dein Amon. Desweiteren kam hinzu das Sie auch unbedingt testen wollte ob man nicht noch etwas an der Rangordnung machen könnte :)

Wir haben uns Hilfe durch einen Hundepsychologen geholt der uns seinerzeit sehr wertvolle Tips gegeben hat.

Zuerst ein paar Fragen an das eigene Verhalten / Sprache zum Hund kontrollieren. "Wer geht zuerst durch die Tür ?" oder kommt Sie ungebeten in "mein Territorium zum Schmusen ?" , "sind wir immer konsequent und eindeutig?"

Es gab da also ein paar Misverständnisse. Meine BX dachte "Sie" müßte auf uns aufpassen weil wir ja klar signalisierten das wir im Haus rangniedriger waren !!

Das konnten wir durch viele kleine Dinge im Alltag schnell beseitigen, mit schnellem Erfolg. Unser Wau mußte uns auch vertrauen wenn es klingelte und Besuch kam, das tat er vorher nicht. Anfangs haben wir Sie in Ihren Korb geschickt wenn es klingelte und den Besuch freudig begrüßt und hereingelassen. Unser Hund dürfte an der Begrüßung nicht teilnehmen bis wir es ihr erlaubten. Später dann dürfte Sie wenn es klingelte mit zur Tür und mußte Sitz machen.

Wenn wir den Besuch reinließen dürfte Sie dann auch gleich mit in die Begrüßung mit einbezogen werden. Alles in allem hat so ca. 2 Wochen gedauert.
Unsere Freunde haben uns mit Ihren "Extra Besuchen" dabei toll unterstützt und ich denke mir, üben üben üben...und klar stellen das Euer Hund Euch vertrauen kann...das Ihr schon den richtigen hereinlaßt...

Ich wünsch Euch viel Glück - Ach ja der Hunde Psychologe heißt Frank in der Wieschen falls es von Interesse ist.

Liebe Grüße aus dem endlich sonnigen HH
senden Leila & Xhaxhi

Monika
24.08.2005, 13:22
wie verhält er sich ausserhalb vom grundstück? lässt er sich da von fremden anfassen?

misstrauen, unsicherheit, ängstlichkeit ist m.e. ein schwaches wesen/nervenkostüm und hat, wenn er bis ca. monaten keine auffälligkeiten zeigte eine ursache.

Jochen
24.08.2005, 13:41
Und das, was du jetzt tust, ist keine Giftspritzerei? *seufz*
Im Grunde kannst du dir weitere aufgebrachte Erklärungen sparen, da dein Standpunkt klar ist... mir aber trotzdem jedes Verständnis dafür fehlt.
Gruß, Grazi
Nein. Ich versuche mit meiner offenen Argumentation lediglich, "den Anfängen zu wehren".
Verständnis für meinen Standpunkt kannst Du nicht aufbringen? Welchen "verwerflichen Standpunkt" habe ich denn???
Eine "Hilfesuchende" wird hier im Forum von einer aggressiven "Tippgeberin" ganz übel "abgerotzt" (man verzeihe mir diesen Ausdruck, aber er ist nun einmal zutreffend), ich halte als unbeteiligter Dritter einfach nur einen "Spiegel" vor dieses Szenario und empfehle einen anderen Umgang (damit ich von den Giftspritzern und Mobbern auch verstanden werde muß ich natürlich ganz deutlich formulieren, welchen Eindruck ich von der Verursacherin dieser mittlerweile wirklich lästigen Diskussion erhalten habe), nun bin ich "das Übel" in diesem Streit? Das kann doch wohl nicht wahr sein!

Dogomama
24.08.2005, 14:28
Hallo Monika,

außerhalb des Grundstücks lässt Amon sich auch nicht von Fremden anfassen, nur von 2 - 3 Hundebesitzern, die wir recht häufig treffen, die anderen werden nicht beachtet, er läuft nur auf die Hundebesitzer zu, weil er mit deren Hunden immer spielen möchte. Wenn Fremde ihn ansprechen, guckt er weg oder manchmal knurrt er sogar. Wenn die Leute sich mit mir unterhalten und Amon nicht ansprechen, setzt er sich neben mich und ist ganz ruhig.
Amon hat allerdings richtig Angst, wenn er kleine Kinder, mit oder ohne Kinderwagen/Karre, trifft. Dann möchte er schnell daran vorbei und ist ganz aufgeregt. Woher das kommt, wissen wir auch nicht.

LG
Dogomama

Ingrid
24.08.2005, 21:51
Ich fänd's echt nett, wenn ihr alle mal wieder auf den Teppich zurückkehren könntet und euch bitte bitte nicht weiter angiften würdet.
Manchmal möcht' ich mich auch gern zum "Wie" räuspern, aber das ist immer kolossal heikel, denn es birgt die Gefahr, dass sich die "Wie"-Ebene durch Rede und Gegenrede derart verselbständigt, dass am Schluss das "Was" des Themas komplett in Vergessenheit gerät.

Darum halt' ich lieber so lange den Schnabel, bis ich zum "Was" etwas beizutragen habe, und lass' den Rest möglichst beiseite. Niemand ist immer gleich gut drauf; wir haben alle unsere Schwankungen in der Tagesform... Und dann hoff' ich auch, dass, wenn ich's mal bin, die danebenhaut, jemand die Grösse hat, meinen "Wie"-Fehler zu übergehen...

Nur so, glaub' ich, ist es überhaupt zu vermeiden, dass das "Wie" mit der Zeit ganze Foren oder sogar grössere Organisationen lähmt und von ihren eigentlichen Zielen abhält.

(Uuups-! Dass ich dies schreibe, ist ein logischer Lapsus. Gerade predigte ich noch, man sollt's lieber sein lassen... Ich anerkenne den unstatthaften Salto und bitte um Verständnis im besten Sinne.)

Grazi
25.08.2005, 07:36
Manchmal möcht' ich mich auch gern zum "Wie" räuspern, aber das ist immer kolossal heikel, denn es birgt die Gefahr, dass sich die "Wie"-Ebene durch Rede und Gegenrede derart verselbständigt, dass am Schluss das "Was" des Themas komplett in Vergessenheit gerät. Yep...du hast vollkommen recht. Da genau dies hier droht, werde ich mich auch nicht weiter dazu äussern und somit kein weiteres Öl ins Feuer gießen.

Grüßlies, Grazi

Monika
25.08.2005, 09:24
ist dein hund ab und an unbeaufsichtigt im garten wo es ev die möglichkeit gab gibt das er von vorübergehenden "geärgert" wurde. ??

irgend ein einschneidendes erlebniss muß es gegeben haben wenn er nicht diese schwächen in gemilderter form schon als welpe "unbemerkt" gezeigt hat. mit wachinstinkt hat es überhaupt nix zu tun, sondern mit einer "unbekanten" verbindung durch negative erlebniss(e) mit fremden. was wiederum zur gefahr werden kann wenn man nicht nun irgend einen schlüsselreitz einbaut durchden der hund alles, für sein empfinden negative, in eurer anwesenheit ignoriert/akzeptiert.

guter hundetrainer der ins haus kommt und mit euch, auch auf spaziergängen beobachtet und tipps gibt, würd ich empfehlen. es ist nicht ein häusliches problem und auch das vertrauen in euch kann da mit einspielen. sicherheit geben, konsequent sein und nicht falsch bestätigen.

Rocky
25.08.2005, 11:52
..... er bleibt sehr distanziert und hat auch schon Leute angebellt.

Hallo zusammen

Bei Besuch bleibt er anfangs immer fern. Er sitzt dann auf der Treppe welche abgesperrt ist. Er kann uns sehen, höhren und riechen. Nach etwa einer Viertelstunde darf er dann kommen und Hallo sagen. Dann geht er auf die Decke und dort bleibt er.

Natürlich hat er seine Freunde, Leute die öfter kommen und er sympatisch findet, bei denen darf er dann auch um den Tisch wuseln. Beim Essen ist er aber auf seiner Decke.

Rocky ist sehr wählerisch und findet nicht alle sofort toll. Er bellt öfters mal Leute an und mag es überhaupt nicht wenn jemand einfach so auf ihn zugeht. In so einer Situation hat er auch schon mal sehr laut angegeben uns sogar geknufft. Es ist nichts passiert, er hat nicht gebissen, der Schreck war allerdings gross. Ich hatte danach ernsthaft mit einem Vertrauensproblem zu kämpfen. Heute stelle mich darauf ein, bin vorsichtiger und weiss, dass man auf so einen kräftigen Hund ein gutes Auge haben muss.

Sonst ist er aber voll integer, zu uns und seinen tierischen und menschlichen Freunden ist er anhänglich und folgsam. Das er nicht gerade überschwenglich jeden begrüsst ist mit durchaus recht.

Freundlicher Gruss
Beat

Dogomama
25.08.2005, 13:12
Hallo Alle zusammen,

Amon hatte schon Angst vor Kindern, als er wesentlich kleiner war. In den ersten Monaten war er nie unbeaufsichtigt im Garten oder Haus (mein Mann ist immer zu Hause) und es konnte ihn auch keiner ärgern. Wir haben nur rechts und links Nachbarn ohen Kinder, wo jeweils auch noch hohe Zäune bzw. Lebensbäume stehen.
Allerdings hat er als kleiner Welpe auch nie kleine Kinder gesehen (die Familie wo er herkommt hat nur größere Kinder). Er wurde unserer Meinung nach dort nicht genug an die Alltagssituationen herangeführt, da die Elterntiere ihre Unterkunft im Garten hatten (beheizt) und sie sich mit den Welpen frei auf dem ganzen Grundstück bewegen konnten, aber so gut wie nicht ins Haus kamen. Wir haben dann, als wir merkten, dass Amon vor vielen Situationen bzw. Geräuschen Angst zeigte, mit ihm immer wieder alles geübt (Föhn, Staubsauger, mal etwas runterfallen lassen, an lauten Straßen gehen, verschiedene Geräuschkulissen usw.). Bis auf die Angst vor Kindern und seine Unsicherheit bei Besuch hat sich schon alles sehr gut gemacht.

LG
Dogomama

Monika
25.08.2005, 14:28
na also, er hat eine allgemeine wesensschwäche durch ev schlechte sozialisierung. warum sagst du das nicht gleich sondern schreibst das er es erst ab 5 monaten ca. gezeigt hat??

hatte gestern schon gefragt, indirekt, ob er bis ca monate nie auffällig war..... tztztz :boese3:

Dogomama
25.08.2005, 15:14
Hallo Monika,

ich habe das wohl etwas anders bewertet und nicht als Wesensschwäche angesehen da Amon ja die ganzen Umwelteinflüsse nur zu spät kennengelernt hat. Wesensschwäche wäre für mich, wenn es angeboren wäre (da fehlt mir wohl noch die Hundeerfahrung, wir hatten 25 Jahre lang nur Katzen und Hunde hatten wir nur vom Elternhaus her). Obwohl ich dazu sagen muss, als wir Amon mit 12 Wochen holten, hatte er noch keine feststellbaren Ängste, auch nicht in der Welpenschule. Er ließ sich zu dem Zeitpunkt auch noch von allen Leuten anfassen. Das kam dann alles so langsam mit 4 bis 5 Monaten. Aber wie gesagt, die meisten Sachen haben sich inzwischen schon erledigt. Den Rest werden wir wohl auch noch schaffen.

Grüße
Dogomama

morpheus
25.08.2005, 16:16
Hi,

ich hoffe es nicht überlesen zu haben, aber hast du Amon direkt vom Züchter bekommen? Kommt der Züchter aus Deutschland?

Monika
25.08.2005, 19:29
anders gefragt, lies er sich "nur" anfassen oder ist er von sich aus freudig auf alle personen zugegangen???

wenn er sich nur anfassen lies ohne dabei zu sein, dann waren das die ersten unbemerkten anzeichen. wenn er voll dabei war, sprich wirklich gefreut hat dann ist irgend ein fehler unterlaufen.

das sie mal schwächen zeigen in der ein oder anderen situation ist normal, aber so nen wandel gibt es nicht ;)

Grazi
25.08.2005, 21:24
Ich bin jetzt auch etwas ob der Begrifflichkeiten verwirrt. :)

Unter einer Wesensschwäche verstehe ich Mängel, die nur bedingt durch eine sorgfältige Sozialisierung und Heranführen an Unbekanntes ausgebügelt werden können. Also eine generelle Unsicherheit mit mangelndem Selbstbewusstsein, so dass der Hund von sich aus auch kaum exploratives Verhalten zeigt und in Schrecksituationen womöglich unberechenbar (panisch oder aggressiv) reagieren könnte.

Vega z.B. hat als Welpe -so ähnlich wie Amon offenbar- kaum etwas kennengelernt. Laute Geräusche, schnelle Bewegungen, unbekannte Gegenstände haben sie in Schrecken versetzt. Sie kannte weder eine Wohnungshaltung (incl. TV, Musik, klapperndem Geschirr usw.) noch Strassenverkehr, Regenschirme oder fremde Hunde. Das erste Bellen eines fremden Hundes hat sie derart in Panik versetzt, dass sie mir fast aus dem Halsband geschlüpft und auf die Strasse gerannt wäre. Und als sie nicht weiterkam, hat sie sich eingepinkelt. :( Heute ruht sie absolut in sich... dieses Mädel kann kaum noch was schocken. Mit einem "wesensschwachen" Hund wäre mir das sicher nicht geglückt.

Grüßlies, Grazi

Dogomama
26.08.2005, 08:51
Hallo zusammen,

Amon ist nicht von einem Züchter im eigentlichen Sinne. Er kommt von einem Ehepaar mit zwei halberwachsenen Kindern aus Werder b. Potsdam, die eine Dogo-Hündin hatten und einen Dogo-Welpen (Rüden) dazugenommen haben. Als die Hündin mal wieder läufig war und der Rüde 11 Monate alt, ist es passiert. Das Ehepaar war der Meinung, dass der Rüde dazu noch zu jung wäre. Wir haben das dem Paar auch abgenommen. Ich hoffe, es stimmt so.
Als wir Amon dort abholten, war er noch mit 2 Geschwistern da. Amon und seine Geschwister sind freudig auf uns zugekommen, wir konnten alle streicheln und auf den Arm nehmen. Auch die Eltern waren nach anfänglichem Bellen dann zugänglich.
Zu Hause war Amon dann auch erst so. Allerdings hatten wir kurz darauf Besuch von Freunden (Hundeliebhaber) und die Frau war so begeistert von dem Süßen hat ihn dann ziemlich doll gedrückt und geknuddelt, so dass er sich wehrte, quietschte und sogar etwas knurrte. Sie hat ihn dann sofort los gelassen. Vielleicht ist das der Auslöser gewesen. In der Welpenschule ließ er sich dann noch anfassen, allerdings, wenn ich richtig überlege, lief er eigentlich mehr auf die anderen Hunde zu als auf die Leute.
Aber wir merken verstärkt, dass Amon bei den meisten Situationen immer souveräner wird und sind sicher, dass wir das andere auch noch in den Griff kriegen.
Vielen Dank für eure Tipps und die Anteilnahme.
LG
Dogomama

Flo
26.08.2005, 09:21
Das wichtigste ist das ihr nicht aufgebt und zu eurem Hund haltet!!!

Das mit den Tip`s und Analysen hier ist immer so ne Sache, da keiner hier den Hund live gesehen hat.
Fahrt zu einer guten Hundeschule/Trainer und dann soll er sich mal das Problem anschauen.
Ich glaube das wird das beste sein. :lach1:

Haltet uns auf dem Laufenden.

Beste Grüße Flo

KsCaro
26.08.2005, 11:42
Meike hatte nicht ganz unrecht mit ihrem Hinweis auf den Rasseursprung...

Ich bin mit Bobtails aufgewachsen, war deren typisches Hüte-und Wachverhalten gewöhnt.
Bin dann mit meinem Freund zusammengezogen der einen Staff-Mix hat, der nur meldet wenn einer seiner Meinung nach zu dicht an unsere Autos herantritt oder mit freudigem Gefiepse und gespringe bekannten Besuch.

Dann zog meine mittlerweile verstorbene BM-Hündin mit 9 Wochen bei uns ein.
Wir kamen zu ihr wie die Jungfrau zum Kinde und Rasseinfos wurden dann aus dem Inet mit Welpi auf dem Schoß eingeholt.
Ich hatte mich zwar früher sehr intensiv mit der Rassegeschichte und Charakter der BX beschäftigt, aber ein BM ist halt dann doch was anderes.

Lady entwickelte mit 5-6 Monaten ihren Wachinstinkt, der mich erstmal erschrocken hatte weil ich es so weder von den Bobtails noch von unserem Staff her kannte.

Tagsüber und zu Besuch liebster Hund von Welt, in der Dämmerung und im Dunkeln hörte Madame die Flöhe husten und mußte das erstmal mit einem sonoren WuffBrumm kommentieren.

Wenn man einen 5 Monate alten, 25 kg schweren, Leute im Dunkeln anknurrenden Hund an der Leine hat erschrickt man sich halt doch etwas.
Rassegeschichte erneut studiert, Hund verstehen gelernt wieso weshalb warum und meinen "Erziehungs-Guru" angerufen, Situation geschildert und zusätzliche Tipps bekommen und umgesetzt. Das wichtigste war eigentlich, da Lady so ein Sensibelchen war und ich so ein Schisser im Dunkeln, mich ruhig und gelassen zu bekommen. :D

Ich finde gerade unsere Molosser sind sehr sensibel was die Spannungsübertragung von Mensch auf Tier betrifft. Meist muß man erstmal sich "in den Griff" bekommen um dem Hund durch ausgestrahlte Ruhe vermitteln zu können was man eigentlich von ihm will, was OK ist und was deutlich too much ist.

Lady war für mich ein super Lehrer was Verhalten angeht, sie hat nach dieser ca. 3monatigen Eskapade sich nie wieder unangemessen im Verhalten gezeigt.
Sie hätte mich wohl bis aufs Blut verteidigt, aber wenn Frauchen sagte das ist zu akzeptieren dann war es auch so.

Viel Liebe, viel Konsequenz und klare Kommandos brachten uns zum Ziel. Gepaart mit viel Arbeit, Beobachten und Leserei meinerseits.

Gute Bücher sind übrigens "Calming Signals" von Turid Rugaas um die Körpersprache zu analysieren und zu sehen ob er eher aus Angst heraus reagiert oder Euch wirklich "nur" schützen will und "Hunde sind anders" von Jean Donaldson.

Viel Erfolg bei der "Umerziehung/Umlenkung". ;)

LG aus dem Norden,

Caro***

bmk
26.08.2005, 13:59
joschi ist was fremde leute angeht auch das absolute gegenteil von krümi. krümi wollte von allem was lebt begrabscht werden, joschi hats nicht so furchtbar gern- aber er erträgt es. bei bekannten ist es ihm recht.
joschi liebt kinder allerdings über alles. von kindern lässt er sich ohne ende beschmusen und überall begrabbeln. bei erwachsenen geht er dann einfach eg. finde das so völlig ok.mittlerweile passt joschi auch super auf. vor allem wenn er dunkel wird. er ist dann einfach die aufmerksamkeit in person und setzt sich dann hin und betrachtet und analysiert alles ganz genau.

Regula
26.08.2005, 14:42
Meike hatte nicht ganz unrecht mit ihrem Hinweis auf den Rasseursprung...

Der Dogo ist ursprünglich aber kein Wachhund wie BM & co., sondern ein Jagdhund für Wildschweine.

Viele Grüsse, regu.

Donni
26.08.2005, 19:52
Der Dogo ist ursprünglich aber kein Wachhund wie BM & co., sondern ein Jagdhund für Wildschweine.
Das trifft auf den Dogo Argentino zu.
Aber wenn ich mich recht entsinne hat Dogomama einen Dogo Canario...

Regula
27.08.2005, 07:41
Oh entschuldigung, dann war es mein Fehler.

Viele Grüsse, regu.

Flo
27.08.2005, 09:51
Du bist nicht allein Regula ich bin auch von nen Dogo Arg. ausgegangen...

Von daher gesehen muß ich Meike ein Stück weit Recht geben mit dem Rasseurspr.!!!
Der Presa war und ist nun mal ein Wachhund, beim einen bricht es mehr beim anderen weniger und beim einen früher und beim anderen später durch...

Aber bei dem Verhalten deines Hundes würde ich mir doch noch mal professionellen Rat holen.
Du hast keinen Pudel sondern nen Presa Rüden und da darf man niemals vergessen, was für ein Potenzial im Hund steckt wenn er erwachsen ist!!!

Darf ich fragen von welchen Züchter er ist?

Meike
29.08.2005, 11:11
Sobald sich die Hunde jemanden angescglossen haben, werden sie diesen auch bewachen.
Der BB fängt z.B. mit ca. 3 Monaten an, kommen Hunde aus Zwingerhaltung dann wachen sie ggf. gar nicht bzw. nicht so stark wie ein Hund der sich jemanden angeschlossen hat.
Ist doch klar das der sich nicht von Fremden hochnehmen oder ungern anfassen lässt.

Dogomama
29.08.2005, 13:39
Hallo Flo, hallo Meike,

wegen des Züchters habe ich unter # 42 ausführlich berichtet.
Um auf das Anfassen zu kommen. Amon muss sich nicht anfassen lassen, das entscheidet er allein. Wir wollen nur daran arbeiten, dass er es akzeptiert, wenn wir Besuch haben.
Einen ganz kleinen Erfolg hatten wir schon. Am Freitagabend war ein Ehepaar bei uns, das schon mehrmals da war. Als es klingelte, schlug Amon an, wir sagten ihm "Aus Amon, es ist alles ok, geh Körbchen (im Wohnzimmer)". Das machte er auch. Nachdem der Besuch im Haus war bzw. ins Wohnzimmer kam, bellte und knurrte Amon kurz, blieb aber auf seiner Decke. Besuch setzte sich, ich brachte Getränke und dann saßen wir alle 4 am Tisch. Amon beobachtete alles genau und knurrte manchmal ganz leise, später war dann Ruhe. Mein Mann rief Amon im Laufe des Abends zu sich, Amon kam, legte sich zu seinen Füßen, robbte nach und nach weiter zu mir, um dann noch später bei meiner Bekannten an der Hand zu schnüffeln. Toilettegehen des Besuchs wurde nur beim Mann leise beknurrt, aber Amon blieb bei uns am Tisch.
Wir fanden das schon ganz gut und haben uns gefreut.
LB
Dogomama

presa
29.08.2005, 13:56
Ich finde das es sich viele zu leicht machen. Mit der Aussage alleine, dass es halt Schutzhunde sind, kann man so nicht einverstanden sein. Wir haben seit über 10 Jahren Presas. Alleine kommt niemand zu uns ins Grundstück rein. Aber wenn es an der Tür klingelt, ich öffne und sage das Ruhe zu herschen hat, dann ist es auch so. Von einem guten Schutzhund wird auch extreme Nervenstärke und Überlegenheit gefordert. Leider wird oft eine angeborene Wesensschwäche mit Wachhundeeigenschaften verwechselt.

Meike
29.08.2005, 14:01
Reiner, behauptet jemand das Gegenteil?

Super Dogomama, das hört sich doch klasse an, so sollte es sein! :)

KsCaro
29.08.2005, 14:35
@Presa:

Genau das ist der Punkt, ich habe mir eine Rasse aufgrund des Wesens und der Optik angeschafft.
Wenn der Hund dann rassetypisches Verhalten zeigt, wie z.B. Wach-und Schutzinstinkt dann muß ich als Mensch lernen dem Hund klar zu machen bis wohin er gehen kann bzw. das wenn ich als Mensch ein Abbruchsignal gebe dieses auch ohne Murren zu akzeptieren ist.

Ich kann nem Bobtail seinen angeborenen Hütetrieb nicht abgewöhnen, aber ich kann ihm abgewöhnen Menschen wie Schafe in die Hacken zu zwicken um sie zur "Herde" zurück zu treiben.
Ich konnte meiner BM-Hündin ihre Wachsamkeit nicht abtrainieren im Dunkeln, aber ich konnte dafür sorgen das sie -auch wenn es ihr manchmal nicht passte- sich nach einmaligem anzeigen "von Gefahr" ruhig verhält.
Besuch konnte sich bei uns jederzeit frei bewegen, etc.

Es kommt darauf an wie wir als Menschen dem Hund verständlich machen können was ok ist und was nicht, was gefördert wird und was unterbunden.
Und das klappt nunmal besser wenn ich das Verhaltensmuster meines Hundes kenne, einzuschätzen weiß und ggf. umlenken kann.

LG Caro***

PS: Freut mich für Euch Dogomama, so ein kleiner Fortschritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

bmk
29.08.2005, 15:14
Joschi hat heute zum ersten mal gewacht!
Der kleine Bruder meines Männes war zu Besuch und kam morgens in die Küche. Joschi legte plötzlich los und ich hörte eine Seltenheit : Seine Stimme!
Ein Fremder...oh, das war suspekt. Aber nachdem ich gesagt hab das nun Ruhe sein sollte war auch gut und er beschnüffelte den "Fremden" misstrauisch. Als Joschi merkte das er dem Rest der Familie willkommen war wurde er sofort relaxed!

Regula
29.08.2005, 15:40
Leider wird oft eine angeborene Wesensschwäche mit Wachhundeeigenschaften verwechselt.

Reiner spricht da ein wahres Wort. Nervenschwäche ist meiner Meinung nach ein grosses Problem vieler Molosser und wird viel zu oft mit anderen Dingen verwechselt oder mit "schlechte Erfahrungen gemacht" erklärt.

Viele Grüsse, regula.

chakadia2
29.08.2005, 22:41
Unser BM macht gar nichts wenn Fremde kommen. Der ist nur gepannt, ob es was zu Fressen von denen gibt (kommt wahrscheinlich daher, dass er mehr oder weniger im Tierheim groß geworden ist)
Unsere Frenchie schlägt schon eher an, aber nur wenn ihr die Fremden suspekt erscheinen und sie Angst hat.