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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wachsende Unsicherheit in der "Stadt"


enouk
03.09.2009, 14:18
Wir haben Dakota ja mit 6 Monaten direkt vom Züchter übernommen. Sie sit dort sicher gut aufgezogen worden war aber wohl nicht sehr oft draußen unterwegs. Am Anfang war sie ein bisschen ängstlich bei Sachen die sie nicht kannte (gelbe Säcke, ein noch liegen gebliebener kleiner Schneehaufen usw), hat aber schnell Vertrauen gefaßt, war neugierig und hat sich schnell überreden lassen zum hingehen und gucken. Jetzt hat sie sich sehr gut eingelebt und ist mittlerweile ganz normal bei den Spaziergängen. Meistens laufe ich ja im Wald oder über Felder hier, auch öfters durch's Dorf (4-5tausend Einwohner). Alles kein Problem. Jetzt war ich in der näheren Vergangeheint zwei Mal in der nächstgrößeren Stadt ( ca 24 tausend Einwohner) und sie war sehr unsicher bis ängstlich und schreckhaft. Finde ich schade - sie muss zwar nicht oft in die Stadt aber vielleicht gibt es mal den ein oder anderen Anlaß dass sie mit muss oder man sie warum auch immer mitnehmen sollte und ich will nicht dass es noch schlimmer wird und irgenwann ein echtes Problem gibt. Die letzten beiden Male hab ich sie mit freundlicher Stimme angesprochen "Komm mit" und bisschen mit so Schnalz-Zungen-Geräuschen gelockt (das mag sie gern, mach ich immer wenn ich mit ihr spiele) und so rasch wie möglich die Stadt verlassen. Sie mag glaub nicht die Lautstärke, die fremden Gerüche vielleicht auch (?), plötzlich zuschlagende Autotüren usw.
Wie würdet ihr vorgehen? Gibt es Tips um es ihr stressfreier zu machen? Oder einfach "dran gewöhnen" und sie oft aber kurz dem "Stress" aussetzen?

thofroe
03.09.2009, 14:37
Hallo Birgit,
ich hatte es bislang immer so gehalten, dass ich mit den Hunden anfänglich fast täglich in die Stadt gefahren bin. Die Hunde, die ich jung(12 wochen) zu mir genommen habe, sind sehr schnell sicher geworden. Bei einem 2 jährigen Fila hat es so 8-10 "Stadtgänge" gebraucht, bis er entspannter reagierte. Ich denke Meideverhalten seitens des Halters wäre das Dümmste, was man machen könnte.
Desweiteren würde ich empfehlen anfänglich nur kurze Aufenthalte durchzuführen und diese dann nach und nach auszudehnen. Bei dem einen oder anderen Hund helfen positive Verstärker(Leckerlis,Streicheleinheiten etc.). Probier einfach aus und sei selbst auch entspannt und ohne Zeitdruck. Ihr bekommt das schon hin:lach2:
LG Thomas

Hola
03.09.2009, 14:37
Da schließ ich mich doch gleich an der FRage an.
Bei uns ist auch kleinstadt feeling aber als ich mal in Neu - Ulm and der Donau war und ein kleines Boot doch tatsächlich die frechheit hatte an uns vorbei zu fahren wars aus mit unserem Hundekind!
Wir sind fast zum Auto zurück gerannt - so kannte ich sie gar nicht!

Marion
03.09.2009, 15:00
Hallo,

mein Jim neigt ja leider auch zu Unsicherheiten und Ängsten und vor allem werden es immer mehr Ängste, also auf immer mehr Dinge bezogen.

Ich habe da mal eine website gefunden durch die ich nun alles viel besser verstehe. Die evtl. Zusammenhänge usw.
Jetzt kann ich zumindest Jim´s Ängste besser verstehen, wenn ich sie ihm auch nicht ganz abnehmen kann, wir können zusammen damit besser umgehen.

Hier der Link:

http://www.tieraerzte-pool.de/tieraerztepool/themen/angstverhalten-bei-hunden/

Ist zwar nicht direkt bzw. ausschliesslich für die Stadt-Ängste geschrieben, aber vielleicht sind es interessante Infos.

Grüßel Marion

luvabulls
03.09.2009, 19:09
Mit Hunden die Städte (noch) nicht kennen gelernt haben gehe ich die ersten Male nur sonntagsmorgen hin. Da ist es noch ruhig, kaum Menschen oder Verkehr und der Hund muss nicht so viel verarbeiten. Dann langsam steigern, wie z.B. nach Ladenschluss wenn die meisten schon wieder zu Hause sind oder Sonntagnachmittag, wenn die ersten Menschen so langsam die Strassencafés aufsuchen. In wenigen Wochen ist dann auch ne Einkaufsmeile ablaufen oder der Besuch eines Marktes kein Problem mehr.
Auch immer gut ist die Begleitung eines stadtgewöhnten Mensch/Hunde-Teams. Hunde schauen sich bei seinen Kollegen immer mal was ab und fühlen sich auch schnell mal sicherer.

Bei grösseren Menschenmengen vermeide ich dass die Hunde angerempelt werden und lasse sie dann hinter mir her laufen. Da ich mit meinen hauptsächlich nur in der Pampa unterwegs bin, üben wir auch immer in Städten. Wie z.B. dass bei jeder Strassen-/Hausecke angehalten wird, um mögliche Überraschungen aus den Querstrassen zu vermeiden und genau so bei Strassenüberquerungen, auch in Fussgängerzonen, wird angehalten und erst auf meinen Befehl überquert. Ebenso Sitz und Platz bei längeren Rotphasen, oder wenns mal für einen Moment nicht weitergeht, weil ins Schaufenster gestarrt werden muss....

Tenne
03.09.2009, 21:47
Tach.

Raoul, Alex und Birgit, was haltet ihr davon wenn wir bei einem der nächsten Sapziergänge dann einfach mal einen Anteil Stadt mit reinnehmen und vielleicht unterstüzt es ja eure beiden,wenn die alten Herrn (Ben & Gandalf) vorlaufen!?!

Na was meint ihr?

Gruß Arnd

enouk
03.09.2009, 21:52
Klar gern! Es war ja auch nicht so dass sie gar nicht mehr wollte aber ich hab gemerkt dass sie sich saumäßig unwohl fühlt und hatte das Gefühl es wird bei jedem Mal schlimmer...

Das schlimmere ist dass sie letzthin mal einen Stromschlag gekriegt hat an einem Zaun (ich habe WIRKLICH nicht erkannt dass es ein E-Zaun ist, es tat mir so schrecklich leid!!) wo Schafe drin waren und sie wollte ganz freundlich schnuffeln. Seitdem hat sie PANIK vor harmlosen Tieren hinter Zäunen und weigert sich weiter zu laufen. Sinkt nieder, bleibt liegen und will nur noch rückwärts weg... Wie ich DAS wieder hin kriegen soll weiß ich nicht...

Sagt mal, wie schätzt ihr (die sie persönlich kennen) Dakota vom Charakter her ein? Sie ist ja schon sehr unterwürfig. Obwohl sie jetzt wo sie aufgetaut ist ja schon Nelly und Gina gut kontert und sich das nicht mehr anmerken lässt. Aber generell ist sie doch nicht ängstlich, oder?

enouk
03.09.2009, 21:53
Ach ja - ALLEN nochmal danke für die Antworten, es ist überall was dabei was ich mitnehmen kann!

luvabulls
03.09.2009, 22:09
Ja das ist ne gute Idee, ging mir heute auch schon mal durch den Kopf, dass wir mal ne Stadt überfallen könnten - jetzt würden die Temperaturen so ne Übung auch zulassen. Lasst uns was ausmachen.

luvabulls
03.09.2009, 22:11
Rottweil zum Beispiel, hätte ja auch einiges zu bieten ......... :lach1:

baanicwu
03.09.2009, 23:27
Rottweil zum Beispiel, hätte ja auch einiges zu bieten ......... :lach1:

Da gibt es ein tolles Rottweiler Standbild.

Wir sind dabei!!

enouk
04.09.2009, 06:40
Ich hab selber noch nie ne Stadtführung mitgemacht - ich kann ja fragen ob Hunde erlaubt sind...
Wir könnten bei meinen Eltern ganz hinten am Stadtrand parken und nen netten Weg "hintenrum" rein laufen wo die Hunde auch nochmal frei laufen können.

enouk
04.09.2009, 06:45
e-mail an Tourist-Info ist unterwegs...
Stadtführungen sind leider nur immer Samstags von April bis Oktober - Barbara hast du auch mal Samstags Zeit?

baanicwu
04.09.2009, 07:50
Meistens muss ich um 17.00 Uhr arbeiten.
Sonst müßte ich halt vorher selber wieder fahren, aber das kriegen wir auf jeden Fall geregelt.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob luvabulls eine Stadtführung meinte, oder nur die Stadt anschauen an sich :)

Peppi
04.09.2009, 07:55
Ich würde damit anfangen in der wenig frequentierten Stadt direkt einen Metzger anzusteuern. Das gibt's dann ein dickes Stück Fleisch.

Bei Unsicherheit in der Stadt kannst Du auch leichte Befehle geben. Zum Beispiel Fuß und Absitzen... Sowas lenkt auch manchmal ab.

Einfach testen wie sie reagiert.:lach3:

Nina
04.09.2009, 08:03
Darf ich mich mal einklinken??? Habe auch ne unsicherheit meiner kleinen in der Stadt aber nicht was MEnschen oder Motoren angeht sondern Werbeschilder,Plakatwände etc.
Irgendjemand nen Tip dafür??? Ich habe keine Lust irgendwann noch nen Schaufenster oder ne Werbetafel zu bezahlen da unsere Kleine sie spontan angreift zu vernichtungszwecken!

Marion
04.09.2009, 08:40
Sagt mal, wie schätzt ihr (die sie persönlich kennen) Dakota vom Charakter her ein? Sie ist ja schon sehr unterwürfig. Obwohl sie jetzt wo sie aufgetaut ist ja schon Nelly und Gina gut kontert und sich das nicht mehr anmerken lässt. Aber generell ist sie doch nicht ängstlich, oder?

Hallo Birgit,

ich kenne ja deine Dakota nicht und kann mir kein Urteil erlauben. Ich kann nur als Beispiel von meinem Jim schreiben.
Als er ganz jung war, da erschien er mir kaum ängstlich aber im Laufe seines Lebens sind immer mehr Ängste/Unsicherheiten dazu gekommen.
Ich habe festgestellt, daß es ihm im Ganzen sehr hilft, wenn wir viele schöne Sachen miteinander machen und er auch Aufgaben lösen muß.
Das stärkt ihn gegenüber angstauslösenden Dingen.

Also wir machen viel, wo wir zusammen so richtig lachen und rasante Sachen machen. Hab auf dem Grundstück einen kleinen selbstgebauten Agility-Platz mit Tunnel und Wippe, das macht ihm viel Spaß.
Aber auch Dummy suchen und bringen oder andere kleine Aufgaben.
Da wächst sein Selbstbewusstsein in Bezug auf angstmachende Dinge.

Wir machen die Dinge aber nicht in Verbindung mit angstauslösenden Sachen, sondern einfach so, zu Hause oder im Wald .
Im Ganzen wirkt es sich gut aus.

Ist ja wie bei uns auch, wenn wir Aufgaben meistern und auch viel fröhliches machen, dann stärkt uns das im Ganzen.

Vielleicht ist das ein Stückchen Weg für euch ?

Grüßel Marion

Hola
04.09.2009, 08:55
DAs mit dem Stadt rundgang hört sich doch super an, bin ja mal gespannt.
Übrigens das mit dem Weidezaun hatten wir auch, im Park bei uns als wir im dunkeln nochmal draussen waren ist sie stockvoll dagegen ( sie war auch noch nass vom schwimmen ) da hat gleich alles geleuchtet und sie hat herz zerreissend gejault! War echt schlimm - seitdem hassen wir Kühe obwohl die damals nicht mal auf der Weide waren. Daher dachte ich auch nicht das da Strom drauf ist, sonst hätte ich sie nicht so nah ran gelassen! Aber wenn ich dann zu den Kühen hin gehe und ihnen Gras füttere dann steht sie 5 meter hintger mir und beobachtet das ganze mittlerweile schon recht ruhig. Bin ja schon zufrieden!

Peppi
04.09.2009, 10:53
Darf ich mich mal einklinken??? Habe auch ne unsicherheit meiner kleinen in der Stadt aber nicht was MEnschen oder Motoren angeht sondern Werbeschilder,Plakatwände etc.
Irgendjemand nen Tip dafür??? Ich habe keine Lust irgendwann noch nen Schaufenster oder ne Werbetafel zu bezahlen da unsere Kleine sie spontan angreift zu vernichtungszwecken!

Wenn ich seh, dass der Grosse auf irgendwas reagiert, dann geht Herrchen mit und das Ding wird untersucht. Bei uns war das z.B. ein Schneemann - der "plötzlich" auf dem Weg stand.

Auch da forder ich Fuß der sitz bei der Annäherung und irgendwann darf er inspizieren.

Hola
04.09.2009, 10:56
so mach ich das auch..daher stand ich auch schon im Park und hab nem Verlassenen rostigen Fahrrad den Sattel gestreichelt und es umarmt - schwupp die Wupp war der Hund neben mir und alles war gut! Seitdem nie wieder Probs mit Rädern!
Manchmal klappts....mit Gelben Säcken stehen wir noch auf Kriegsfuß aber hey ich wollt echt nicht mitten auf der Straße mit nem Müllsack schmusen und reden!

enouk
04.09.2009, 11:03
Stell mir das grad bildlich vor wie Hola immer irgendwelche Gegenstände liebkost... Du hast deinen Ruf in der Nachbarschaft sicher auch schon weg, oder? :-))

Hola
04.09.2009, 11:08
den hat ich schon weg als ich morgens um 5 mit dem Bademantel, Hausschuhen und ner Zigarette im Garten im Schnee rum gestiefelt bin und mich über Hundepippi das ausnahmsweise nicht im Haus sondern draussen gelandet ist, gefreut hab wie eine bekloppte!
Und wenn man uns so die Straße runter Watscheln sieht muß jeder Nachbar Grinsen!

luvabulls
04.09.2009, 11:08
Ich bin mir aber nicht sicher, ob luvabulls eine Stadtführung meinte, oder nur die Stadt anschauen an sich :)

Ja, das meinte ich so nicht wirklich - das machen wir in Eigenregie und setzen uns wenn wir hungrig oder durstig sind und dort wo es uns gefällt.

enouk
04.09.2009, 11:36
ok auch gut. Das mit dem "Stadtbild" klang so nach Stadtführung und historischem Hintergrundwissen... Und ich kann euch nix großartiges drüber erzählen :-)
Aber es wäre sogar möglich gewesen mit fünf großen Hunden an einer ganz normalen Führung teilzunemen, gell! Wenigstens sind sie da tolerant...

Axel & Marina
04.09.2009, 13:08
Hallo ihr Lieben,

wir wohnen in der Satdt und zwar mittendrin, ok jetzt gibt es bestimmt wieder irgendwelche Cleverlies, die bemerken, das Hannover gar keine richtige Stadt ist, aber ok. Uns reicht das als Stadt völlig.

Nun zum Thema:
Elli hatte anfänglich total Angst vor Allem was sie nicht kannte, sie kommt vom Land. Also hat sie auf Alles reagiert..... Kinder auf Inlinern, Leute mit Motarradhelm, Menschen mit großen Einkaufstaschen, etc. Ein Stadtfest war nicht zu meistern......
Wir haben eine Picknickdecke für sie gekauft, auf die sie sich immer legen sollte, wenn wir unterwegs im Restaurant, der Bar oder sonst irgendwo waren. Selbst Maschseefest bei Gosch hat einwandfrei geklappt. Mittlerweile hebt sie nicht einmal mehr den Kopf, wenn jemand vorbeikommt. Sie ist total relaxt, wenn wir auf der Lister Meile sind, bleibt vor dem Geschäft sitzen, wenn wir reingehen etc.
Als wir Ayk bekamen, hat er sich das Verhalten seiner großen Schwester abgeschaut und ist auch völlig relaxt, als sei es das normalste der Welt.

Wenn die Beiden allerdings in unsererm Wochendhaus sind, dann darf sich niemand ihrem Grundstück nähern..... da sind sie dann wieder ganz Hund....
Liebe Grüße
xl

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