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DON HACKI
03.09.2009, 11:02
Rottweiler werden in Schaffhausen bewilligungspflichtig

Die Kantonsregierung erweitert zum 1. Oktober die Liste potenziell
gefährlicher Hunderassen von vier auf 14. Neu werden auch Rottweiler
bewilligungspflichtig.

Die Schaffhauser Liste wird nach Angaben der Kantonsregierung damit gleich
wie die Thurgauer. Bisher hatte sich Schaffhausen der Zürcher Regelung
angeschlossen.
Auf der Liste der bewilligungspflichtigen Hunde standen nur vier,
ursprünglich als Kampfhunde gezüchtete Rassen: American Staffordshire
Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier und American Pitbull.

Frist von drei Monaten

Neu werden zusätzlich Cane corso, Dobermann, Dogo Argentino, Fila
Brasileiro, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Presa Canario (Dogo
Canario), Rottweiler und Tosa in die Rassentypenliste aufgenommen. Darunter
fallen auch Mischlingshunde der betroffenen Rassen.

Für das Halten solcher Hunde besteht eine Bewilligungspflicht.
Hundebesitzer, die aufgrund der geänderten Rasseliste eine Bewilligung
brauchen, können diese innerhalb von drei Monaten einholen.

Regelung für «Gasthunde» erwünscht

Gleichzeitig wendet sich die Regierung mit einem Schreiben an den Bundesrat
und fordert eine bundeseinheitliche Regelung für den Umgang mit gefährlichen
Hunden. Denn auch von der neuen kantonalen Regelung könnten ausserkantonal
gehaltene Hunde, welche sich besuchsweise im Kanton Schaffhausen aufhalten,
nicht erfasst werden.

Beide Rottweiler, die in Schaffhausen zugebissen haben, waren nur
besuchsweise im Kanton. Der eine kam aus dem Aargau. Er verletzte ein Kind
schwer und wurde eingeschläfert. Der zweite stammt aus Zürich und biss ein
Kind in den Arm. Über sein Schicksal entscheiden die Behörden im Kanton
Zürich.

http://www.landbote.ch/news/webnews/?artikel=720761

Grazi
04.09.2009, 06:30
Am meisten ärgert mich daran die Begründung :boese5::

Die ergänzte Rassentypenliste entspricht nach Angaben des Regierungsrates dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Es entspricht einer Erfahrungstatsache, dass diese Rassen von ihrer genetischen Anlage her eher zu Aggressivität neigen oder zu entsprechendem Verhalten abgerichtet werden können als andere. Zudem haben diese Hunde auf Grund ihrer anatomischen (kräftig-muskulös) und physiologischen (ausgeprägte Kiefermuskulatur) Besonderheiten eine solche Beisskraft, dass bei einem Beißvorfall mit einer erhöhten Gefahr von schweren Verletzungen zu rechnen ist. Diese Hunde sind damit grundsätzlich auch als Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial zu betrachten. Die Aufnahme dieser Hunde auf die Rassentypenliste entspricht zudem nach den jüngsten schweren Beißvorfällen dem aktuellen Schutzbedürfnis der Bevölkerung.

Quelle: Animal Hewalth Online (http://www.animal-health-online.de/klein/2009/09/02/kanton-schaffhausen-10-neue-hunderassen-als-gefahrlich-eingestuft/4355/#more-4355)

Grüßlies, Grazi

Nina
04.09.2009, 07:49
JAa schönes ding!!! Neee is klar und nen DSH kannst de nicht abrichten....das wussten wir doch schon immer und nen Jagdhund der packt das tut auch kaum weh....
Nincht aufregenNinaNichtaufregenNinaNichtaufregenNinaNich taufregenNina

Hola
04.09.2009, 10:22
sagt mal ihr.....hört sich vielleicht total doof an die Frage aber....
Warum beissen Hunde meist Kinder?
Verhalten die sich falsch?
Denkt der Hund das sie im Rang unter ihm sind?
Oder sind sie nur ein leichtes Opfer?
Haben Hunde vor Kindern kein Respekt? Oder weniger wie vor Erwachsenen?

Ich frag nur so blöd weils bei uns ja auch bald so weit ist....
Wie schaut das mit Babys aus?

Peppi
04.09.2009, 10:37
In einigen Fällen bin ich mir sicher, dass der Hund ein Kind nur "mit seinen Mitteln" in die Schranken weisen will. Und das sind Zähne.

Ein Kind hat dann allerdings kein Fell und so sieht das Ergebnis häufig heftig aus.

Wenn ich mir aber dann die Berichte - beispielsweise über Rottweiler-Zwischenfälle angucke - und mir überlege, wie hätte der Kinderkopf wohl ausgesehen, wenn der Rottweiler wirklich in Beschädigungsabsicht zugebissen hätte...

Ich hoffe Du verstehst was ich meine. Ich will das nicht schön reden - ganz im Gegenteil. Die Halter haben da zwar versagt - aber ich denke - ein grosser und kräftiger "Familienhund" sollte mit dem obersten Zuchtziel "Nerven wie Drahtseile" gezüchtet werden. In sich ruhend und "Fehlverhalten" der Menschen "verzeihend".

Weiter denke ich das mit den immer verherenderen Folgen jahrelanger Eng- und Inzuchtpraktiken nicht nur die Knochen, etc. leiden - sondern dass von "genetischer Drift" auch Gene betroffen sind, die für ein aufgeräumtes Oberstübchen sorgen.

Es wäre mal eine "seriöse" Statistik interessant, über die Entwicklung. Unter Einbeziehung sämtlicher Faktoren.

Aber das wird wohl schwierig.:traurig2:

Nina
04.09.2009, 10:37
Kinder verhalten sixch meist unbewußt falsch! auch sind diese natürlich selten so ruhig wie erwachsene und damit meine ich auch lautstärke.

Hola
04.09.2009, 10:39
ich verstehe schon was du mit in die schranken weisen meinst.Aber gehört da nicht erst mal ein Knurren oder so vorneweg?
Wenn man das dann ignoriert und es passiert was - gehört der Halter eingeschläfert.

Maiva
04.09.2009, 10:45
Vielleicht ist es beim Rotti auch so wie bei einigen anderen Rassen. Der Rotti ansich war ein schwerer und auch sturer Hund, dem so bald nichts aus der Ruhe brachte. Als Sporthund brauchte man mehr Führigkeit. Mit diesem Zuchtziel ging dann auch ein Teil der Gelassenheit flöten.

Peppi
04.09.2009, 10:47
Aber gehört da nicht erst mal ein Knurren oder so vorneweg?

Soweit die Theorie. Ich glaub ich hab den Schulle in 6 Jahren dreimal knurren hören.

Ich finde aber auch nicht, dass er sich unebdingt vernünftig verhält - oder so, das man das Verhalten ansatzweise mit den Ahnen erklären könnte. Der warnt nicht mit Knurren. Man sieht es ihm an... aber das auch erst nach langer, langer Beobachtungszeit in der man versucht sein kleines Monster zu verstehen.

Ich lass ihn nie mit Kindern allein, obwohl er immer einwandfrei mit Menschen ist. In jeder Situation.

Ich bin aber dafür, dass die Zucht auf sowas eingeht. Denn ich glaube auf lange Sicht hat keine Rasse ne Chance lange zu überleben, wenn die nicht Gesellschaftskompatibel ist. Und egal ob man die Rasse dadurch "verändert", diese Anpassung wird irgendwann nötig.

Kann der Kinski eigentlich knurren? Ich glaub ich hab das noch nie gehört...:lach3:

Peppi
04.09.2009, 10:49
Vielleicht ist es beim Rotti auch so wie bei einigen anderen Rassen. Der Rotti ansich war ein schwerer und auch sturer Hund, dem so bald nichts aus der Ruhe brachte. Als Sporthund brauchte man mehr Führigkeit. Mit diesem Zuchtziel ging dann auch ein Teil der Gelassenheit flöten.

Also da würde ich sofort Golden Retriever und Labrador als Gegenargument ins Feld führen. Ein Musterbeispiel an "Will2please" und absolut gelassen.

Zumindest kenn ich keinen, wo ich denken würde gleich knallts. Egal ob Mensch oder Hund.:traurig2:

Hola
04.09.2009, 10:50
ich weiß auch nicht ob unsere so reichtig eindeutig knurren kann. Wenn sie mal irgendwie was anmeckert (zb Kühe ) dann gibt sie alles mögliche an Geräuschen von sich. Von Bellen über Jaulen und knurren könnte da schon auch irgendwo drin stecken. Aber so ein knurren ganz alleine hab ich noch nie von ihr vernommen!

Hola
04.09.2009, 10:52
Also ich hab ja mittlerwiele auf unseren Gassi runden ein haufen Goldis oder Labbis gesehen. Sie mögen ja nen Will2please haben und gut hören, nett sien zum Menschen usw. aber ich habe noch keinen erlebt der mit meinem oder nem anderen Hund gespielt hat!!! Da war Stöckchen holen und Herrchen anhimmeln wichtiger als mit Artgenossen zu spielen!
Habt ihr auch so erfahrungen?

Peppi
04.09.2009, 10:58
Also ich hab ja mittlerwiele auf unseren Gassi runden ein haufen Goldis oder Labbis gesehen. Sie mögen ja nen Will2please haben und gut hören, nett sien zum Menschen usw. aber ich habe noch keinen erlebt der mit meinem oder nem anderen Hund gespielt hat!!! Da war Stöckchen holen und Herrchen anhimmeln wichtiger als mit Artgenossen zu spielen!
Habt ihr auch so erfahrungen?

Du kommst ja auch aus Günzburg! :lach1:

Wenn ich raus fahre, zb. nach Kirchhellen - da wird's ländlich, da werden Hunde auch weniger "sozialisiert". Auf den Hundeplätzen wird "ausgebildet".

Ich rede von den Hunden in der Stadt. Die (sozialisierten!) sind alle zu 100% verträglich.

Und laufen deshalb auch meistens frei im Stadtgarten rum...:schreck:

Hola
04.09.2009, 11:12
so so, lästert ruhig alle über Günzburg!

Nee Spaß bei Seite...

Da geb ich dir recht mit dem Unterschied von Stadt und Land!

BX-Isabell
04.09.2009, 11:22
Vielleicht ist es beim Rotti auch so wie bei einigen anderen Rassen. Der Rotti ansich war ein schwerer und auch sturer Hund, dem so bald nichts aus der Ruhe brachte. Als Sporthund brauchte man mehr Führigkeit. Mit diesem Zuchtziel ging dann auch ein Teil der Gelassenheit flöten.

Also neben meinen Kevin(rotti) konnte eine Bombe einschlagen und er hätte nicht mal mit der Wimper gezuckt.
Er hatte eine sehr hohe Reizschwelle,aber wenn diese überschritten war konnte ihn nichts mehr aufhalten.
Meine Rotti Hündin hatte Kevin immer angezickt,das ging ewig so,bis es zuviel war des Guten,da ist meine Angel im Hohen Bogen davon geflogen.
Und trotzdem war Kevin sehr führig.Nicht sklavisch wie beim SH,aber ich konnte ihn auch inmitten von einer Menschenansammlung ablegen und er blieb liegen.
Aber trotzdem bin ich der Meinung das der jenige der sich einen Rotti(ich rede jetzt von einen richtigen Rotti) anschafft,sich auch einer Fachlichen Überprüfung unterziehen sollte.
Dann passieren auch weniger Unfälle.:lach1:

Emmamama
04.09.2009, 11:32
sagt mal ihr.....hört sich vielleicht total doof an die Frage aber....
Warum beissen Hunde meist Kinder?
Verhalten die sich falsch?


Als mein Rotti-Mädchen zu mir kam, war sie 5 Monate, das hauseigene Kind 6 Jahre. Ich hatte wenig bis keine Erfahrung mit Hundeerziehung, hab viel aus dem Bauch gemacht und mich an den Nachbarshunden orientiert, die sich die Süsse "rangenommen" haben.

Ich hab Kind und Hund natürlich NIE alleine gelassen, aber ich hab mir schon angeschaut, wie die beiden miteienander umgingen.
Ein Klassiker war, dass die Süsse ihre Ruhe wollte und das Kind sie nicht gelassen hat, obwohl es natürlich von mir die entsprechenden Anweisungen hatte. Sie hat daraufhin mehrfach den Platz gewechselt, gegrummelt etc.
Als auch das nix nützte, hat sie gezwickt - ganz leicht in die Haut, was die kleinen hässlichen schmerzhaften Flecken gibt. Wochenlang.
Bis das Kind es endlich kapiert hatte.
Ich hätte jederzeit eingreifen können.

Sie hat das Kind ganz klar als ihren Welpen angesehen, den sie, besonders als sie erwachsen wurde, massregelte und auch beschützte.
Auch wenn das Kind wild mit Erwachsenen rumtobte und heftig quiekte und kreischte, hat sie "eingegriffen". Erst heftig und warnend gebellt und dann auch geschnappt - auf eine Art, dass noch nicht mal Abdrücke zu sehen war, aber ganz klar war, wozu sie bereit war, um "ihr" Kind zu beschützen.

Ich will damit sagen, dass ich der Meinung bin, dass Hunde -auch Rottis- schon die ganze Palette draufhaben und sehr wohl sehr dosiert einzusetzen vermögen.

Als das Kind dann älter wurde und ich befürchtete, dass es zu "Rangkämpfen" im Rudel käme (inzwischen hatte ich deutlich mehr Hundeerfahrung), bin ich dazu übergegangen, den Hund so oft wie möglich vom Kind füttern zu lassen, auf dass sie kapiert, wer Essen verteilt, hat deutlich mehr zu sagen.
Hat vielleicht keine Allgemeingültigkeit, hat aber funktioniert.

LG, Heike

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