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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verschiedene Fragen zum Bullmastiff


Marti
31.08.2009, 22:23
Hallo Leute,
eine Bekannte von mir interessiert sich sehr für Bullmastiffs und hat mich gerfagt, ob ich mich für sie etwas schlau machen könnte. Der Computer ist nämlich nicht ihr bester Freund ...

Sie würde interessieren:

1) Wie hoch die Lebenserwartung durchschnittlich ist
2) Welche Erbkrankheiten bei der Rasse gehäuft vorkommen
3) Wie es mit der Verträglichkeit aussieht (auch gleichgeschlechtliche Tiere)
4) Ob es Bullmastiffs gibt, die im Hundesport geführt werden (wo auch immer)
5) Ob es häufiger Wesensprobleme gibt (Ängstlichkeit o.ä.)
6) Wie hoch der durchschnittliche Welpenpreis liegt (seriöser VDH-Züchter)

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere etwas dazu sagen kann..

Viele Grüße
Marti

Bullmastiff George
31.08.2009, 23:37
Hallo Marti,
1) Man sagt das der Bullmastiff wird 10-12 Jahre, ich habe auch schon eine Hündin mit 13 Jahre gesehen aber das ist leider nur die Ausnahme.

2) Zu den Erbkrankheiten gehört die Hüftgelenksdysplasie auch HD genannt sowie die Elenbogengelenksdysplasie auch ED genannt, es ist also wichtig das ihr euch einen seriösen Züchter sucht bei den beide Elterntiere auf HD geröngt sind, so wie es beim VDH der Fall ist,
leider können auch die Bullmastiffs sowie alle Molosser an Krebs erkranken.

3)In der Regel ist der Bullmastiff sehr verträglich, mein George z.b. kommt auch mit anderen Rüden gut klar es sei denn sie haben auch seine Größe und mucken auf, darauf hat er kein bock und meckert dann schonmal zurück, ernst wurde es in fast 6 Jahren nur einmal.
Wir waren auch schon auf Veranstsltungen vom Club für Molosser, wo über 20 Bullmastiffs miteinander rumgekaspert haben und alle haben sich prima verstanden, ich denke es liegt an jedem Besitzer selbst wie sein Hund sich entwickelt und das gilt für alle Rassen, wenn dein Hund vom Welpenalter an alles kennen gelernt hat und eine gute Prägungs und Sozialisierungsphase hatte, dann hast du mit s Sicherheit keine Probleme .

4) Du kannst mit einem Bullmastiff sehr viel Hundesport machen wie z.B. Unterordnung, Fährtenarbeit, Agility(etwas abgespeckt natürlich), ich persönlich nehme George mit zum Joggen außer an den warmen Tagen , vom Schutzdienst wird dir jeder abraten muß auch nicht sein, zum Radfahren oder Schwimmen kann dir bestimmt der ein oder andere auch etwas sagen .
Wenn der Hund Gesund ist, ist vieles möglich es gab auch schon Bullmastiffs die zum Rettungshund oder Therapiehund ausgebildet wurden sind.

5) Wesensprobleme kenne ich keine, ein Bullmastiff darf auch nicht ängstlich sein, Zitat Wikipedia:
Er ist treu und anhänglich und zeigt sich besonders sanft und nachgiebig im Umgang mit Kindern. Als geborener Wachhund übernehmen sie diese Rolle instinktiv und verteidigen ihre Familie. Diese Rasse verfügt über ein äußerst ausgeprägtes Gehör und einen erstklassigen Geruchssinn.

Seine Nervenstärke, enorme Selbstkontrolle und Gelassenheit sind sprichwörtlich, sie waren wesentliche Kriterien bei der Entstehung der Rasse. Dadurch ist er natürlich nicht so präzise gehorsam, wie man es bspw. vom Schäferhund oder einigen Jagdhundrassen kennt, bisweilen sogar etwas stur. In der Praxis ist dies gut durch eine Abstufung der Intensität von Befehlen auszugleichen

6) Der durchschnittliche Welpenpreis bei einem VDH Züchter beträgt 1500 Euro, du bekommst mit Sicherheit auch irgendwo einen Bullmastiff für weniger Geld aber das Risiko würde ich lieber nicht eingehen, man sollte sich einen Bullmastiff auch nicht von seinem letzten Geld kaufen weil auch die Tierarztkosten, Versicherung, Steuern und ein vernünftiges Futter nicht ganz billig ist.
Es gibt auch eine Vermittlung für Bullmastiffs in Not wenn es nicht unbedingt ein Welpe sein muß, es verdienen auch ältere Hunde ein nettes zuhause, wir haben unsere Bordeauxdoggen Hündin Elli auch aus dem Tierheim.
Alles zusammen ist der Bullmastiff auf jeden fall ein SUPERHUND den ich nur jeden empfehlen kann, der nich ganz unerfahern im Umgang mit Hunden ist und auch kein Problem damit hat das die Wohnung oder das Haud ab und zu mal ein wenig beschmuddelt wird.

So ich hoffe ich konnte ein wenig helfen
lieben Gruß Peter, Elli & George

Gast20102010
01.09.2009, 12:25
Hallo

Die meisten Bullmastiffs werden um die 6-8 Jahre alt, alles was älter wird, sind schon ausnahmen.
Ich würde mir einen Züchter suchen, der nicht nur HD, sondern auch ED röntgt. Es gibt auch Züchter, die noch das Herz untersuchen lassen. Also, darauf achten, dass der Züchter mehr untersuchen lässt als die vorgeschriebene HD.

So verträglich wie hier beschrieben, sind oft nur die jungen Bullmastiffs. Auf Ausstellungen sind die meisten Hunde auch verträglich, weil es eh schon stressig genug ist und sie abgelenkt sind, obwohl es auch auf Ausstellungen schon oft genug Konflikte gab. Deshalb wird auch immer wieder darauf hingewiesen, die Hunde an der Leine zu führen.

Ich würde auch von zwei Bullmastiff Rüden abraten, da gibt es meistens Probleme und früher oder später landet dann einer in der Notvermittlung. Bei Hündinnen kommt es darauf an, ob sie zusammen aufwachsen. Sehr viele Bullmastiffs leben mit anderen Hunden zusammen, aber die sind meistens auch kleiner. Rüde/Hündin ohne Probleme, alles andere „kann“ Probleme geben und dann muss immer einer gehen - erlebe ich leider zu oft in der BM Notvermittlung.

Aber auch gute BM-Züchter raten davon ab, Rüde/Rüde oder Hündin/Hündin zu halten, weil es einfach zu oft Probleme gab/gibt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber mir wäre das Risiko zu hoch, mich von einem Hund dann trennen zu müssen. Das hat auch nichts mit guter Aufzucht oder Erfahrung zu tun. Bestimmte Wesenszüge lassen sich auch durch eine sehr gute Erziehung nicht verändern, sind sicher handelbar, aber nicht abzuschalten.

In dem Buch „Molosser“ von Walt Weise ist der Bullmastiff eigentlich noch sehr gut und ehrlich beschrieben. Dort steht auch, dass der Bullmastiff Rüde schon gerne stänkert und eine sehr gute Erziehung unumgänglich ist.

Sehr viele Bullmastiffs sind auch wesenschwach, ängstlich oder sehr schreckhaft. Da würde ich mir die Eltern ganz genau ansehen, wie die vom Wesen sind.

Die beschriebenen Wesenszügen, Nervenstärke, Selbstkontrolle und Gelassenheit können die wesentlichen Kriterien bei einem Bullmastiff sein, aber das setzt eine gute und konsequente Erziehung voraus. Auch ein Bullmastiff ist „nur“ ein großer wehrhafter Hund, der sehr gut erzogen werden muss. Leider wurden auch schon viele Bullmastiffs mit nicht mal 2 Jahren eingeschläfert, weil die Besitzer in der Erziehung total versagt haben. Anfangs mag es ja lustig sein, wenn ein kleiner Bullmastiff knurrt oder beißt, aber später einen randalierenden 60 oder 70 Kilo Bullmastiff an der Leine zu haben, ist alles andere als lustig.

Ein Bullmastiff ist ein toller Hund, aber auch kein so einfacher wie sie immer gerne beschrieben werden.
Ich würde auch davon abraten, einen Bullmastiff im 1 oder 2 Stock zu halten, wenn man NICHT die Möglichkeit hat, dass der Hund im Krankheitsfall auch mal im Erdgeschoss schlafen oder leben kann. Der Hund muss ja nicht einmal was an den Gelenken haben, es reicht ja schon eine OP, oder eine Verletzung an den Fußballen. Kein Mensch trägt einen 60 oder 70 Kilo Hund dreimal am Tag in den ersten oder zweiten Stock. Ich finde es unverantwortlich nicht daran zu denken, bei dieser Masse an Hund. Aber auch hier gibt es genug Beispiele bei den Nothunden, die weg mussten, weil sie die Treppen nicht mehr laufen konnten.

Bei den Anschaffungspreisen geht es von 1.500 bis weit über 2.500 Euro. Das wird gerne so erklärt, dass der Hund gute Aussichten auf einen Champion hat und eigentlich in der Zucht bleiben sollte.. also aufpassen, bei solchen Aussagen, ist nur Abzocke.
Die Kosten beim Tierarzt sind natürlich immer höher als bei kleinen Rassen und meistens wirds teuer, weil die Mengen enorm sind.

Das sollte man alles bedenken, bevor man sich für einen Bullmastiff entscheidet. Wie gesagt, eine tolle Rasse aber nicht immer so einfach, wie beschrieben.

Peppi
01.09.2009, 12:50
Das ist doch mal ne "objektive" und ehrliche Rassebschreibung mit Verstand! :lach2:

Ich würde der Vollständigkeit halber ergänzen, dass der BM in einigen Bundesländern unter das jeweilige Landeshundegesetz/Verordnung fällt (=Listenhund).

Bei der Frage nach dem Sport, würde ich immer auf regelmäßiges "Springen" verzichten.

Bullmastiff George
01.09.2009, 13:07
"" Sehr viele Bullmastiffs sind auch wesenschwach, ängstlich oder sehr schreckhaft. Da würde ich mir die Eltern ganz genau ansehen, wie die vom Wesen sind."

Ich denke da hat jeder unterschiedliche Erfahrungen gemacht, ich persönlich habe zum Glück noch keinen Wesenschwachen Bullmastiff gesehen, jeder Züchter der ein wenig Herz und Verstand hat wird solche Hunde auch nicht zur Zucht einsetzten aber die realität sieht manchmal leider anderst aus , da muß ich dir recht geben.

Gast20102010
01.09.2009, 17:53
Das ist doch mal ne "objektive" und ehrliche Rassebschreibung mit Verstand! :lach2:

Ich würde der Vollständigkeit halber ergänzen, dass der BM in einigen Bundesländern unter das jeweilige Landeshundegesetz/Verordnung fällt (=Listenhund).

Bei der Frage nach dem Sport, würde ich immer auf regelmäßiges "Springen" verzichten.

Du hast Recht, das Landeshundegesetz vergesse ich immer, weil sie hier in Hessen nicht mehr auf der Liste stehen.
Und das mit dem Sport ist auch richtig, eigentlich eignen sich die meisten Bullmastiffs absolut nicht zum Sport, weil die meisten einfach zu viel Masse haben. Sport in den jungen Jahren ist wegen der Gelenke auch nicht ratsam. Langsam groß werden lassen, aber auch nicht in Watte packen.

Für den Club mit den drei Buchstaben habe ich mal vor Jahren eine Broschüre "Der Bullmastiff" erstellt. Dort steht auch, dass ein Bullmastiff ca. 150,-- Euro im Monat kosten kann. Dies wurde damals noch von einem Züchter bestätigt, der mit daran beteiligt war.
Dieser Betrag kann grenzenlos erhört werden, wenn etwas ausser der Reihe passiert, wie eine Operation. Dann können ganz schnell mal 1.000,- bis 2.000,-- Euro oder mehr anfallen. Das muss nicht sein, sollte der Geldbeutel aber im Notfall zulassen.

Diese Broschüre wurde damals für 3 Euro verkauft, hatte aber alle wichtigen Infos und dort stand auch, dass ein Bullmastiff 2 1/2 bis 3 Jahre braucht, bis er vollständig entwickelt ist. (Hier darf ich wieder nicht an die neue ZO denken)

Bullmastiff
01.09.2009, 18:34
So verträglich wie hier beschrieben, sind oft nur die jungen Bullmastiffs. Auf Ausstellungen sind die meisten Hunde auch verträglich, weil es eh schon stressig genug ist und sie abgelenkt sind, obwohl es auch auf Ausstellungen schon oft genug Konflikte gab. Deshalb wird auch immer wieder darauf hingewiesen, die Hunde an der Leine zu führen.

Wie bei allen anderen Rassen auch. Es mag nun mal nicht jeder Hund jeden.

Ich würde auch von zwei Bullmastiff Rüden abraten, da gibt es meistens Probleme und früher oder später landet dann einer in der Notvermittlung. Bei Hündinnen kommt es darauf an, ob sie zusammen aufwachsen. Sehr viele Bullmastiffs leben mit anderen Hunden zusammen, aber die sind meistens auch kleiner. Rüde/Hündin ohne Probleme, alles andere „kann“ Probleme geben und dann muss immer einer gehen - erlebe ich leider zu oft in der BM Notvermittlung.

Zwei Rüden zusammen zu halten ist einfacher als mit 2 Hündinnen. Wenn es zwischen den Rüden mal Krach gibt, wird der kurz und schmerlos geführt. Bei Hündinnen ist die Gefahr wesentlich eher gegeben, das das ganze aufs Blut ausgeführt wird.
Und wer sagt eigentlich das eine Kombination Rüde/Hündin ohne Probleme funktioniert. Ich kenne eine Hündin, die zwar mit den meisten Hunden verträglich ist, aber einen Rüden dabei hat, mit dem es überhaupt nicht funktioniert. Wenn die Beiden aufeinander treffen, gibt es sofort einen echten Kampf.

Aber auch gute BM-Züchter raten davon ab, Rüde/Rüde oder Hündin/Hündin zu halten, weil es einfach zu oft Probleme gab/gibt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber mir wäre das Risiko zu hoch, mich von einem Hund dann trennen zu müssen. Das hat auch nichts mit guter Aufzucht oder Erfahrung zu tun. Bestimmte Wesenszüge lassen sich auch durch eine sehr gute Erziehung nicht verändern, sind sicher handelbar, aber nicht abzuschalten.


Das hat schon etwas mit Erfahrung zu tun. Ich kann bei der Wahl meiner Hunde schon dafür sorgen, das es ein Gespann gibt, mit dem es keine Probleme gibt. Wenn ich bereits einen sehr dominanten Rüden habe, dann wird bei der Wahl zum Zweiten ein weniger dominanter genommen. Wenn ich dann als Halter auch die Beiden richtig führe und die Rangordnung beachte, dann ist auch ein richtiges Zusammenleben möglich.

Peppi
01.09.2009, 18:50
1)Wie bei allen anderen Rassen auch. Es mag nun mal nicht jeder Hund jeden.

2) Zwei Rüden zusammen zu halten ist einfacher als mit 2 Hündinnen. Wenn es zwischen den Rüden mal Krach gibt, wird der kurz und schmerlos geführt. Bei Hündinnen ist die Gefahr wesentlich eher gegeben, das das ganze aufs Blut ausgeführt wird.

3) Und wer sagt eigentlich das eine Kombination Rüde/Hündin ohne Probleme funktioniert. Ich kenne eine Hündin, die zwar mit den meisten Hunden verträglich ist, aber einen Rüden dabei hat, mit dem es überhaupt nicht funktioniert. Wenn die Beiden aufeinander treffen, gibt es sofort einen echten Kampf.

4) Das hat schon etwas mit Erfahrung zu tun. Ich kann bei der Wahl meiner Hunde schon dafür sorgen, das es ein Gespann gibt, mit dem es keine Probleme gibt. Wenn ich bereits einen sehr dominanten Rüden habe, dann wird bei der Wahl zum Zweiten ein weniger dominanter genommen. Wenn ich dann als Halter auch die Beiden richtig führe und die Rangordnung beachte, dann ist auch ein richtiges Zusammenleben möglich.

1) Ich kenn den Bullmastiff nicht persönlich, aber das alle Rassen (u.U. einige Linien innerhalb einer Rasse) ein gleiches innerartliches Sozialverhalten an den Tag legen, geht an der Realität vorbei.
Caro hat sehr schön formuliert, dass dem mit Gehorsam bei zu kommen ist - aber das sind zwei Paar Schuhe.

2) Soweit die Theorie...:boese3:

3) man sollte bei einer Frage vielleicht nicht Extreme-Einzelfälle ins Feld führen. I.d.R. ist man mit Hund/Hündin auf der "wahrscheinlich sichereren" Seite.

4) Entschuldige die offenen Worte - aber in dem Zusammenhang von Erfahrung zu sprechen, wenn die alten Dominanztheorien ausgegraben werden, halte ich für anmaßend.

Wie suchst Du denn bei einem Welpen einen dominanten aus, bzw. einen nicht-dominanten (was immer das auch sein soll).

Ich empfehle "Verhaltensbiologie für Hundehalter" von Ganßloser, sowie eine erquickende Google-Recherche zum Thema "Self-full-filling Prophecy".

Nicht böse gemeint.:sorry:

:lach3:

Pit
01.09.2009, 19:26
Bullmastiffs sind klasse. Einsatz der BM mit vielen Fragezeichen.
Und ob es in Deutschland derzeit einen Züchter gibt, dessen Hunde die imaginären 8-10 Jahre erreicht wage ich stark zu bezweifeln - leider.
Vielleicht ist England oder Holland da voraus???
Isch lieb se trotzdem,
Pit.

Rocky
01.09.2009, 19:55
Caros Beschreibung passt super. Alles andere ist Wunschdenken oder Verkaufssgespräch!

BM's sind tolle Hunde, müssen aber liebevoll und konsequent erzogen werden. Der BM hat seine Macken und ist leider nicht immer so gut veträglich wie man es gerne hätte. Ein bieblisches Alter erreichen die Bullmastiffs leider nur selten.

Bullmastiff
01.09.2009, 20:26
1) Ich kenn den Bullmastiff nicht persönlich, aber das alle Rassen (u.U. einige Linien innerhalb einer Rasse) ein gleiches innerartliches Sozialverhalten an den Tag legen, geht an der Realität vorbei.
Caro hat sehr schön formuliert, dass dem mit Gehorsam bei zu kommen ist - aber das sind zwei Paar Schuhe.

Dann belege es doch. Bei welchen Rassen gibt es keine Probleme zwischen Rüden untereinander und bei welchen gibt es die?
Es gibt wenige Ausnahmen - rasseübergreifend - die wirklich absolut komplikationslos mit Artgenossen sind. Bei den meisten Hunden ist es eher der Fall, das sie zwar verträglich und umgänglich sind, aber nicht mit jedem anderen Hund klar kommen.

2) Soweit die Theorie...:boese3:

So weit die Praxis. Ich habe einige dieser Kombinationen kennen gelernt und weiß daher schon, wovon ich schreibe.

3) man sollte bei einer Frage vielleicht nicht Extreme-Einzelfälle ins Feld führen. I.d.R. ist man mit Hund/Hündin auf der "wahrscheinlich sichereren" Seite.

Warum sollte ich als Einwand kein Extrembeispiel bringen? Soll hier heile Welt gespielt werden? In anderen Threads geht Ihr genauso hart ins Gericht. Und genauso sollte man auch hier nicht verschweigen, das es auch Probleme geben kann. Ich gebe Dir aber Recht, wenn Du sagst, das die Wahrscheinlichkeit wesentlich geringer ist, als wenn ich eine der Kombinationen Rüde/Rüde oder Hündin/Hündin halte.

4) Entschuldige die offenen Worte - aber in dem Zusammenhang von Erfahrung zu sprechen, wenn die alten Dominanztheorien ausgegraben werden, halte ich für anmaßend.

Wie suchst Du denn bei einem Welpen einen dominanten aus, bzw. einen nicht-dominanten (was immer das auch sein soll).

Ich empfehle "Verhaltensbiologie für Hundehalter" von Ganßloser, sowie eine erquickende Google-Recherche zum Thema "Self-full-filling Prophecy".

Nicht böse gemeint.:sorry:

:lach3:

Ich empfehle Learning by doing. In der Zeit als Mehrhundehalter während meiner Ehe, hatte ich immer nur Kombinationen aus 2 oder 3 Rüden im Haushalt. Und ja, ich hatte immer den passenden Gegenpart zum vorhandenen Rüden dazu geholt und nicht ein einziges Mal eine Rauferei zwischen den Hunden.
Wenn man es wirklich will und sich richtig mit seinem Hund und den geplantem Neuzugang beschäftigt, dann ist es auch kein großes Problem.
Was ich aber zum Beispiel nie machen würde, was hier ja mal in der Vermittlung aufgetaucht war, das ich zwei Brüder oder 2 etwa gleichaltrige Hunde zusammen nehmen würde.

Bullmastiff George
01.09.2009, 23:30
Alle Hunde müssen liebevoll und konsequent erzogen werden, sonst tanzen sie einem irgendwann auf dem Kopf herum.

Für mich ist und bleibt der Bullmastiff trotzdem ein SUPERHUND und bin Stolz auf mein Wunschdenken, wenn man alles so negativ betrachtet, wie es hier beschrieben wird sollte man sich überhaupt keinen Hund mehr holen weil es zu jeder Rasse immer ein Pro & Contra gibt, dann aber doch letztendlich alles sch... ist.
Also lieber positiv denken und hoffen das für all unsere Rassen bessere (Lebens)Zeiten kommen.

Peppi
02.09.2009, 07:16
1) Dann belege es doch. Bei welchen Rassen gibt es keine Probleme zwischen Rüden untereinander und bei welchen gibt es die?
2) Es gibt wenige Ausnahmen - rasseübergreifend - die wirklich absolut komplikationslos mit Artgenossen sind. Bei den meisten Hunden ist es eher der Fall, das sie zwar verträglich und umgänglich sind, aber nicht mit jedem anderen Hund klar kommen.

3) So weit die Praxis. Ich habe einige dieser Kombinationen kennen gelernt und weiß daher schon, wovon ich schreibe.

4) Warum sollte ich als Einwand kein Extrembeispiel bringen? Soll hier heile Welt gespielt werden? In anderen Threads geht Ihr genauso hart ins Gericht. Und genauso sollte man auch hier nicht verschweigen, das es auch Probleme geben kann. Ich gebe Dir aber Recht, wenn Du sagst, das die Wahrscheinlichkeit wesentlich geringer ist, als wenn ich eine der Kombinationen Rüde/Rüde oder Hündin/Hündin halte.

5) Ich empfehle Learning by doing. In der Zeit als Mehrhundehalter während meiner Ehe, hatte ich immer nur Kombinationen aus 2 oder 3 Rüden im Haushalt. Und ja, ich hatte immer den passenden Gegenpart zum vorhandenen Rüden dazu geholt und nicht ein einziges Mal eine Rauferei zwischen den Hunden.
Wenn man es wirklich will und sich richtig mit seinem Hund und den geplantem Neuzugang beschäftigt, dann ist es auch kein großes Problem.
Was ich aber zum Beispiel nie machen würde, was hier ja mal in der Vermittlung aufgetaucht war, das ich zwei Brüder oder 2 etwa gleichaltrige Hunde zusammen nehmen würde.

1) Auf einem Mopstreffen wo ich war, verhielt es sich so: Ankommen, Tür auf, Tür zu, ableinen, dem Mopstreiben zuschauen. Unter ca. 40 (!) frei laufenden Hunden (darunter alle Konstellation der Haltung) war exact 1 Exemplar das gestänkert hat.

Beagle als "Versuchstiere" zeigen ein absoulut sicheres Sozialverhalten.

Labrador/G. Retriever: Zu aller, aller mindest in der Zucht von Diensthunden, wird darauf selektiert. Ich kenne - gut sozialisiert - keinen unverträglichen Labrador/G. Retriever.

Bei der Conti, dem Elo, und zahlreichen anderen "jüngeren" Rassen wird die Sozialverträglichkeit m.W. sogar zum Zuchtziel erklärt.

Die Gegenbeispiele aufzuzählen möchte ich vermeiden, weil öffentliches Forum und manch einer das falsch verstehen könnte.

(auch Antwort auf 2) Es geht mir hierbei aber nicht um mögliche Ausreißer und Einzelfälle, sondern um den "Rassedurchschnitt" und eben wieder die "Wahrscheinlichkeit" was ich bekomme.

3) ja klar gibt's die. Aber es gibt auch ausreichend Gegenbeispiele in sämtliche Richtungen: Von Ernstkämpfen Rüde/Rüde und Commentkämpfen (schreibt man das so?) unter Hündinnen.

4) Mehr wollte ich nicht sagen :lach3:

5) Ich hab auch nicht gesagt, dass das gar nicht geht. Die Dominanztheorie stört mich. Das ist m.E. überholt und Schnee von gestern. Und in Welpentagen nicht zu beurteilen (was "objektive" Beobachtungen belegen).

Ich bin der festen Überzeugung bei einer Rassebeschreibung sollte man nichts unter den Tisch kehren. Den Welpen zu liebe :lach1:

Marti
02.09.2009, 08:00
Ich danke allen für ihre Antworten und auch Offenheit!:lach2:

Drei Dinge sind mir noch eingefallen:
- Wie sieht es mit einer Magendrehung aus? Kommt das oft vor bei den Bullmastiffs?

-An was liegt es denn, dass die Lebenserwartung eher gering ist? Krebs, Magendrehung, Spondylose ....?

- Haben die BM´s einen Jagdtrieb, wenn ja, wie hoch?

Peppi
02.09.2009, 10:40
:
1) - Wie sieht es mit einer Magendrehung aus? Kommt das oft vor bei den Bullmastiffs?

2) -An was liegt es denn, dass die Lebenserwartung eher gering ist? Krebs, Magendrehung, Spondylose ....?

3) - Haben die BM´s einen Jagdtrieb, wenn ja, wie hoch?

1) Ich kenn keine Statistik - würde aber auch hier vorangegangene Generationen zu Rate ziehen und auf "Gewebeschwächen" und Probleme mit den Bändern achten...

2) Engzucht und genetische Verarmung. Manglende Selektion auf "Vittalität". Deine Beispiele sind nur die Ergebnisse dessen.

3) Kann ich nicht's zu sagen.

:lach3:

luvabulls
02.09.2009, 11:28
1) Zu Magendrehungen kenne ich auch keine Zahlen. Ich bin der Meinung dass sie beim BM um einiges weniger oft auftreten als z.B. Mastino, Mastiff oder Bordeaux-Dogge.

2) das sehe ich wie Peppi

3) Die BM's die ich hatte und kenne, haben fast alle einen "Jagdtrieb". Sie wurden zur Menschejagd gezüchtet - Wilderer stellen, umschmeissen und festpacken. Ich würde sagen dass bei 3/4 der BM die mir bekannt sind, den Drang flüchtende Menschen umzuschmeissen, immer noch drin haben.
Interesse auf Wild oder andere Tiere (damit meine ich keine Hunde) haben ca. die Hälfte die ich kenne. Das mit anderen Hunden wurde ja schon besprochen.

katinka
02.09.2009, 12:07
alles wichtige dinge, von den forumsmitgliedern sehr gut erklärt.:lach1:
ich bin aber der meinung, dass es wichtig ist, was der hundeführer bereit ist zu investieren. damit meine ich nicht die finanzielle seite (anschaffung, tierarzt, auto usw.)
sondern zeit und beschäftigung. was will ich persönlich für mich? einen hund, der stundenlang mit mir joggt, über weite km fahrradtauglich ist oder den halben tag alleine hockt? dafür ist der bm meiner meinung nach nicht geeignet. auch in einer kleinen stadtwohnung sehe ich ihn nicht. der besuch einer hundeschule ist in nrw pflicht, würde ich aber auch an allen anderen wohnorten voraussetzen.

super, dass ihr euch vorab informiert.

AlHambra
02.09.2009, 12:10
Zur Haltung von gleich- oder nichtgleichgeschlechtlichen Hunden gibt es sicherlich keinen abschliessenden Tip. Da kann man letztlich nur aus der Erfahrung (auch anderer) schöpfen.

Ich hatte schon die Kombination Hündin / Hündin - klappte super, mAN lag dies daran, daß die eine Dame 6 Jahre älter war und die kleinere sich Tochterähnlich verhielt, zum anderen auch an den Charaktären der beiden Hündinnen !
Zuvor hatte ich Hündin und Rüde, die sich immer vertrugen, aber nicht viel miteinander zu tun hatten (haben wollten ?).

Nun kommt in zwei Wochen zu meiner etwas älteren aber topfitten Hundedame ein kleiner Rüde dazu.
Im Fall der "Alten" wär es aber auch egal gewesen, da sie absolut verträglich und in ihrem Revier tolerant ist (Besuchshunde dürfen auch an den Napf etc).

Aus meiner Erfahrung heraus liegt es ganz wesentlich am Wesen des Hundes.
Ich würde empfehlen, mir ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie der Hund, den man schon hat sich gegenüber fremden Hunden in seinem Revier verhält, ob er sehr eifersüchtig ist etc.

Dann kann man einigermassen austarieren, ob ein zweiter Hund kommen soll / darf und wenn ja, was für ein Geschlecht passt.

Aber wie gesagt, auch dies sind nur (meine) Erfahrungswerte.

enouk
02.09.2009, 13:01
Wir hatten zwei Schwestern aus dem gleichen Wurf. In jungen Jahren gab es einmal jährlich Krieg wer der Chef für das kommende Jahr ist. Wenn das geklärt war, waren sie ein Herz und eine Seele. Als sie älter wurden kamen Kämpfe gar nicht mehr vor, insgesamt war es in 5 Jahren etwa der Fall. Dort hätten sie sich aber glaube ich getötet hätte man sie nicht getrennt. Nach 1 1/2 Jahren kam ein drittes Weibchen hinzu, viel kleinere Rasse - obwohl der Kleine mehr "Privilegien" hatte gab es niemals Probleme von den Großen zur Kleinen und umgekehrt. Ich glaube er war die ganze Zeit der "Welpe"...

ceci
02.09.2009, 16:10
Erfahrungen sind keine Beweise, aber vielleicht trotzdem nützlich und interessant. Und immerhin gilt ja irgendwann der Mehrheitsbeweis;)
Erste Kombi: Nach ca 1,5 Jahren kam zu unserem BM Rüden ein Schäferwelpe, weiblich. Nie Probleme.
Sozialverträglichkeit des Rüden: Bei Unsicherheit ne große Klappe (egal ob Rüde oder Hündin), bishin zu übel an der Leine ziehend. Ernste Vorfälle: Keine. Spaß beim Spazierengehen mit tobenden 60Kilo: manchmal eingeschränkt.
Alter: verstarb kurz vor 12Lebensjahr. Sonst war Gesundheitsstatus gut.
Zweite Kombi, nachdem die Schäferdame ihren 6. Geburtstag feierte kam klein Peggy Sue ins Haus. Jetzt also BM Mädchen Welpe und erwachsene Schäferhündin. Probleme: Dara fand Peggy anfangs völlig blöd, inzwischen ist alles schön. Peggy himmelt ihre große Schwester an.
Gesundheitl. Probleme: ab und an ne Ohrentzündung. Sozialverträglichkeit: Gut, nur Großmäuler werden zurück angebrüllt.
Soweit der Praxisbericht unseres Rudels. Bei Freunden, die vorher auch Schäferhündin/ jüngere BM Hündin hatten, gibt es gleiche Erfahrungen in der internen Verträglichkeit.:lach1:
Ceci

Gast20102010
02.09.2009, 19:23
Aber auch gute BM-Züchter raten davon ab, Rüde/Rüde oder Hündin/Hündin zu halten, weil es einfach zu oft Probleme gab/gibt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber mir wäre das Risiko zu hoch, mich von einem Hund dann trennen zu müssen. Das hat auch nichts mit guter Aufzucht oder Erfahrung zu tun. Bestimmte Wesenszüge lassen sich auch durch eine sehr gute Erziehung nicht verändern, sind sicher handelbar, aber nicht abzuschalten.


Ich hatte nicht geschrieben, dass man keine Rüden zusammen halten kann. ich hatte teilweise fünf Hunde zusammen und darunter drei Rüden, davon war aber nur einer ein Bullmastiff Rüde.
Aber hier ging es darum, keine zwei Bullmastiff Rüden oder Bullmastiff Hündinen zusammen aufwachsen zu lassen, das gibt meistens Probleme, natürlich gibt es Ausnahmen. Wenn es passt, kann immer eine sehr freundliche Hündin zu einer zweiten, wenn die auch freundlich ist. Aber ich habe auch geschrieben, dass es Ausnahmen gibt, aber leider auch zu viele Probleme, wenn zwei Bullmastiff Rüden oder Hündinnen zusammen angeschaft wurden.

Dann kommt es schon auch auf die Rasse an. Eine Bekannte von mir hat 4 Huskys zusammen im Haus, alles Rüden, verstehen sich bestens. Oder Beagels, da verstehen sich die Rüden auch sehr gut untereinander und so gibt es noch viele Rassen, gerade bei den Jagdhunden.

Also, mein Beipiel war nur für die Bullmastiffs.

morpheus
02.09.2009, 20:03
Ich persönlich würde die Kombination zweier unkastrierter Rüden auch meiden. Ich habe 2x aus relativer Nähe mitbekommen wie die Kombinationen Riesenschnauer/Riesenschnauzer und Rottweiler/Dogo Argentino bei erfahrenen und begabten Haltern gescheitert sind. Mir erscheint die Kombination Male/Female als die risikoärmste und ich werde dabei bleiben.

Dani
02.09.2009, 21:37
Ich seh das ganz anders. Ich denke nicht das es an den Geschlechtern liegt. Wir selber wie die meisten wissen haben drei Rüden im Haus und die drei verstehen sich blendend. Ich würde auch beim nächsten Hund wieder einen Rüden dazunehmen. Dazu sind wir auch mit den unterschiedlichsten Rüden auf Spaziergängen unterwegs und klappt alles bestens. Von der Dogge bis zum Jack Russel, Beagle, Engl. Bulldogge, Bordeauxdogge, Schäferhund, Labbi, Goldi,etc. .... und was wir sonst noch alles auf unseren Spaziergängen dabei haben. Alles läuft reibungslos unter den Rüden.
Ich denke es ist eine Einstellungsache und man muss immer am Ball bleiben dann klappt das selbst mit nem Dogo Argentino Rüden das weiß ich schließlich aus eigener Erfahrung. Es braucht viel Zeit, Arbeit und Geduld.
War erst gerade 2 Wochen in der Altmark zu Besuch bei Freunden. Unser Jago /Dogo Argentino mochte den Engl. Bulldoggen Rüden auch nicht auf Anhieb. Wir haben dran gearbeitet und nach schon recht kurzer Zeit lief unser Dogo Argentino Jago gemeinsam mit dem Engl. Bulldoggen Rüden über die Wiesen ohne das ne Schleppleine oder sonst was am Hund war.
Das ist aber auch meine Einstellung, meine Ruhe mit der ich daran gehe.
Weil ich weiß das es klappen kann, denn das haben wir schon so oft geübt und auch mit Erfolg gemeistert. Und glaubt mir das sind schon einige Rüden die er erst nicht mochte und die ich ihm dann schmackhaft gemacht habe. Heut freut er sich über die vielen Rüden die wir kennen und es wird sich ausgibig gefreut.
Und kommenden Sonntag nehmen wir den nächsten Rüden in "Angriff". Ein junger Bordeauxdoggenrüde wird unsere Spaziergangstruppe (von 16 bunt gemischen Hunden beider Geschlechter) erweitern. Ich freu mich schon drauf.

Unsere beiden Cane Corso sind da ganz unkompliziert was andere Rüden angeht.
Gut beim Vincenzo ist noch nicht aller Tage Abend mal schauen wie er sich so entwickelt. Wir setzen alles dran das er sich mit anderen Rüden auch weiterhin sehr gut versteht.

Lieben Gruß Dani :lach3:

luvabulls
02.09.2009, 22:51
Weder der CC noch DA ist mit dem BM zu vergleichen, um den es hier ja geht. Deine Hunde sind ursprünglich für Jagd oder zum Viehtreiben gezüchtet worden, da war die Zusammenarbeit unter Hunden ein muss. Nicht so beim BM.
Männerfreundschaften ausserhalb der eigenen vier Wänden ist kein Problem, das schaffte ich sogar mit meinem ersten BM, der alles andere als ein netter Kerl mit anderen Rüden war. Da musste aber die Chemie schon richtig gut stimmen und trotzdem hätte nie einer seiner Kollegen mit zu uns kommen dürfen. Wir konnten auch mit seinem Erzfeind gemeinsam Spazieren gehen, nur durfte der Mindestanstand nicht unterschritten werden. Mit der Zeit begriffen die beiden auch dass es so entspannter war. Aber ich hätte mich nicht getraut die beiden für eine Sekunde unbeaufsichtigt zu lassen.
Auch mit Arbeit, Geduld und am "Ball bleiben" ändert sich der Charakter eines Hundes nie. Man gewöhnt sie wohl daran, aber dass sie sich die Hunde dann trotzdem auch mögen.... hmmmm.... kann ich nicht glauben. Selbst mein Mastiff, der extrem tolerant ist und mit allen Hunden klar kommt, seh ich am Gesichtsausdruck an, ob er einen mag oder nicht.
Ich kenne wirklich sehr viele BM-Halter, auch solche die sich zwei BM-Rüden oder ein BM-Paar oder einer mit einen anderen Grosshund zusammen halten. Aber selbst bei denen gehts nur unter Aufsicht gut. Müssen die Hunde mal alleine bleiben, werden sie getrennt - auch wenn sie es nicht so gerne zugeben.
Ich machte sogar bei einigen BM's die Erfahrung, dass wenn sie von ihrem Partner getrennt wurden und plötzlich alleine waren, sich zum Positiven veränderten und viel umgänglicher wurden. Auch wenn sie vorher als das Dreamteam bezeichnet wurden.
Ich möchte den BM auf keinen Fall schlecht machen, für mich ist und bleibt er ein Traumhund.

bold-dog
03.09.2009, 07:51
wir hatten immer ein reines Rüden-Rudel, darunter lange Zeit 2 Bullmastiffs, 1 Dogge, 1 Barsoi + dann immer noch ein paar Kleine dazu.
Kastrieren lass hab ich sie erst, als einer der beiden BM aus medizin. Gründen kastriert werden musste.
Ich dachte dann es wäre besser, seinen Kollegen auch zu kastrieren.
Da waren sie aber beide schon erwachsen.

Ich konnte auch in dieser Konstellation immer Pfleghunde aufnehmen, Besuch mit anderen Rüden empfangen, andere Leute mit Rüden besuchen gehen etc.
Wir haben niemals trennen müssen, oder konnten sie nicht alleine lassen.
Ich habe z.b. die Hunde, wenns sein musste alle zusammen in meinen "asbach-uralt Golf2" gepackt.

Das kommt drauf am wie man lebt und was man mit den Hunden so macht......
Natürlich müssen klare Srukturen herrschen.
Und die Hundis müssen sich wohlfühlen und das "Rudel muss stimmen".
Und es kann schon mal sein das es ein kleines(wirklich kleines) "Geplänkel" unter Männern gibt(keine Beisserei), das kann vorkommen, ist auch altersabhängig.
Das darf man nicht überbewerten.
Aber dann ist es auch gleich wieder gut, anders als bei Hündinnen.
Sie sind trotzdem dann hinterher wieder gut Freund !

Die Hundetrainer raten immer davon ab 2 Brüder oder 2 Schwestern, also Hunde im gleichen Alter aufzunehmen, weil dann Machtkämpfe zu erwarten sind.
Ich denke wenn ein Altersunterschied besteht, also
das man einen männl.Junghund zu einem erwachsenen, gut erzogenen selbstsicheren Rüden gibt......ja warum denn nicht ?
Gut sozialisierte Bullmastiff Rüden geben hervorragende grosse Brüder, Ersatzväter, oder Sparringspartner ab:herz:
Die kleinen Jungs lieben so was, und sie gucken sich viel von dem "Grossen" ab.
Hunde sind Rudeltiere.
Ich würde immer wieder 2 Bullmastiff Buben haben wollen.

Leider macht mir da meine Tierschutzarbeit oft einen Strich durch die Rechnung.
Es kommt immer anders als man denkt !
Aber bevor ich ins gesetzte Alter komme will ich noch einmal 2 Bullmastiffs haben......vielleicht in ein paar Jahren, wenn einige von unseren Hunden nicht mehr bei uns sind.

Gabi
03.09.2009, 07:59
Also bei Knut (BM)wäre es absolut unmöglich mit einem anderen Rüden ganz gleich welcher Rasse. Ich denk, es kommt auf den einzelnen Hund an. Voher hatte ich mein Leben lang Rüden, die mit allem kompatibel waren. Ich glaube man muß einfach gucken wie sich ein Hund entwickelt. Daisy (BM) wäre es mit gar keinem Hund ein Problem, wenn sie blöd angemacht wird, dreht sie sich um und geht. Zu ihr könnte man ohne Probleme ne weitere Hündin dazu nehmen.

Andrea
03.09.2009, 18:52
Bevor wir unseren BM Rüden bekamen haben wir auch von allen Seiten gehört, daß sie als erwachsene Rüden "keinen anderen Rüden in der Nähe dulden".
Ich hatte das Glück in der Stadt zu wohnen und unserem BM jeden Tag verschiedene Rüden "anzubieten".
Er war nicht immer von allen begeistert und wollte auch oft die Kontrolle über andere Hunde behalten, aber er konnte von mir an der Leine jederzeit an jedem Hund vorbeigeführt werden.
Wenn wir längere Zeit mit einem "Kumpel in spe" zusammen gegangen sind, hat sich die Situation auch entspannt.
Am häufigsten sind es die direkten Begegnungen, die dann eskalieren. Die Jungs sind eben immer mit ihrem Status beschäftigt.
Ich sehe es ähnlich wie Dani. Manchmal gibt´s eben auch "selbst erfüllende Prophezeihungen" und es kommt stark auf den Halter an.

Gast20102010
04.09.2009, 09:32
Bevor wir unseren BM Rüden bekamen haben wir auch von allen Seiten gehört, daß sie als erwachsene Rüden "keinen anderen Rüden in der Nähe dulden".
Ich hatte das Glück in der Stadt zu wohnen und unserem BM jeden Tag verschiedene Rüden "anzubieten".
Er war nicht immer von allen begeistert und wollte auch oft die Kontrolle über andere Hunde behalten, aber er konnte von mir an der Leine jederzeit an jedem Hund vorbeigeführt werden.
Wenn wir längere Zeit mit einem "Kumpel in spe" zusammen gegangen sind, hat sich die Situation auch entspannt.
Am häufigsten sind es die direkten Begegnungen, die dann eskalieren. Die Jungs sind eben immer mit ihrem Status beschäftigt.
Ich sehe es ähnlich wie Dani. Manchmal gibt´s eben auch "selbst erfüllende Prophezeihungen" und es kommt stark auf den Halter an.

Das hat auch niemand bestritten, natürlich können Bullmastiffs mit anderen Rüden geführt werden. Aber das war auch nicht das Thema, sondern zwei erwachsene Bullmastiff Rüden zusammen in einem Haushalt zu halten. Selbst Züchter raten davon ab und selbst hier im Forum ist niemand, der zwei Bullmastiff Rüden in einem Haushalt hält. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber die Realität sieht halt anders aus.

Ich mache seit über 10 Jahre die Bullmastiff Notvermittlung aber in dieser Zeit wurde noch nie ein Bullmastiff Rüde zu einem zweiten Bullmastiff Rüden vermittelt. Das will auch gar keiner, von den Ausnahmen alter und junger BM Rüde mal abgesehen und selbst das klappt nicht immer. Aber es mussten schon zig Bullmastiff Rüden als Nothunde vermittelt werden, weil es auf einmal mit dem zweiten Bullmastiff Rüden im Haus eskalierte. Ich würde mir nicht erlauben, alle diesen Leuten zu unterstellen, in der Erziehung versagt zu haben.

Ich finde es unverantwortlich, hier auf eine Frage nach der Rasse Bullmastiff zu schreiben, dass man mit „etwas“ Fingerspitzengefühl und guter Erziehung auch zwei Bullmastiff Rüden halten kann, wenn man selbst nie zwei Bullmastiff Rüden in einem Haushalt gehalten hat.

Das ist meine Meinung dazu bzw. meine Erfahrung mit der Rasse Bullmastiff, ohne sie negativ dazustellen zu wollen, aber man sollte auch deren karaktereigenschaften nicht verleugnen bzw. schön reden.

Peppi
04.09.2009, 09:59
aber er konnte von mir an der Leine jederzeit an jedem Hund vorbeigeführt werden.

Das kann ich auch. Würde trotzdem nie behaupten mein Hund sei mit "fremden" Rüden verträglich.

Uneingeschränkt verträglich, bzw. sozial kompetent heisst für mich: Hundewiese, Leine ab und diese Hunde klären das tatsächlich in ritualisierter Form unter sich - ohne das man einschreiten muss.

Klar sieht man immerwieder auch das es nicht klappt - aber

1) hat dann vielleicht jemand seinen Hund falsch eingeschätzt (also das Gegenteil der selbsterfüllenden Prophezeihung)

2) bestätigen Ausnahmen die Regel :lach1:

Maiva
04.09.2009, 10:09
Ich gebe Caro uneingeschränkt Recht. Wie so schön im Molosserbuch steht: Der BM neigt dazu zu raufen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel. Aber es sind halt Ausnahmen. Auch bei Hündinnen muss es nicht glatt gehen. Ein Ehepaar schaffte sich eine Hündin von einem renomierten Züchter an. Leider konnten sie wegen einer Sache ihren Traum von einem BM-Wurf nicht erfüllen. So wurde eine zweite Hündin angeschafft. Nach zwei Jahren des guten Zusammenlebens eskalierte es zwischen beiden. Sie mussten auf ewig getrennt werden. Den Stress ob auch die Türen gut verschlossen sind. Die Kinder auch dahingehend zu beeinflussen auf keinen Fall die Hunde ein Zusammenkommen zu ermöglichen, möchte ich keinen wünschen.
Auf Hundespaziergängen waren BM Rüden immer ein Problem (eine Ausnahme), aber dahingehend, dass sie die Mädchen obwohl nicht heiß nie in Ruhe ließen.

Beate
04.09.2009, 17:23
Sie würde interessieren:

1) Wie hoch die Lebenserwartung durchschnittlich ist

GINA WURDE ETWAS ÜBER 8;5 JAHRE ALT

2) Welche Erbkrankheiten bei der Rasse gehäuft vorkommen
HD / ED/ KREBS - GINA STARB AN KREBS

3) Wie es mit der Verträglichkeit aussieht (auch gleichgeschlechtliche Tiere)
ICH KANN NUR VON MEINER HÜNDIN SPRECHEN - SIE WAR MIT ALLEM VERTRÄGLICH; KONNTE SIE EINE HÜNDIN NICHT RICHEN HAT SIE SIE IGNORIERT ODER UMGANGEN; ERST MIT DEM ALTER UND ALS ICH MIT IHR ALLEINE WOHNTE ( SO DAS LETZTE JAHR ) AKZEPTIERTE SIE KEINE FREMDEN HÜNDINNEN UM MICH HERUM. SIE WAR ABER MIT EIN ZWEI WORTEN ZU ZÜGELN

4) Ob es Bullmastiffs gibt, die im Hundesport geführt werden (wo auch immer)
MIT GINA WAR ICH CA 1,5 JAHRE AUF DEM HUNDEPLATZ U LIEF NUR FÄHRTE UND UNTERORDNUNG. GINA HATTE KEINEN BOCK AUF SCHWIMMEN RADFAHREN ODER LAUFEN. ABER DAS MUSSTE SIE AUCH NIE - ICH HABE AUCH KEINE LUST DARAUF; DA WAREN WIR UNS IMMER EINIG:traurig1:

5) Ob es häufiger Wesensprobleme gibt (Ängstlichkeit o.ä.)
GINA HATTE ANFANGS PROBLEME MIT DER DUNKELHEIT (ANGST) MÄNNERN MIT LANGEN GEGENSTÄNDEN ODER KOPFBEDECKUNG - DIES LAG ABER AN IHREM ERSTEN LEBENSJAHR UND DEN DINGEN DIE DORT PASSIERT SIND. DAS HAT FÜR MICH NICHTS MIT RASSEBEZOGENEN WESENSEIGENSCHAFTEN ZU TUN GEHABT

6) Wie hoch der durchschnittliche Welpenpreis liegt (seriöser VDH-Züchter)
??? MIR UNBEKANNT...


---> das waren unverschämt kurz geantwortete Sätze aus dem leben meiner BM Dame...

Ich denke das die Frage ob der BM zu mir passt, eine der wichtigsten Fragen ist. Denn beim Hund trifft "was nicht passt, wird passend gemacht" nicht zu.

Für mich kommt nichts anders als ein BM mehr in Frage, weil ich mein Herz an meine Maus und an diese Rasse verschenkt habe...

Dich will hier, auch wenn die antworten etwas forsch werden, niemand angreifen, stell Deine Fragen gerne offen...Auch Caros antworten sind sooo realistisch und mit so viel Herz weil sie sieht was alles an BM´s abserviert wird, weis die Besitzer dachten " ach klasse, ruhig, gelassen, familienhund...unkompliziert...den nehmen wir"...

Darf ich fragen ob Deine Freundin schon hunde hatte und welche Rasse / Mischung?

Grüsse
Beate

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere etwas dazu sagen kann..

Peppi
04.09.2009, 19:11
GINA HATTE ANFANGS PROBLEME MIT DER DUNKELHEIT (ANGST)

Nana, ohne selber je einen Bullmastiff besessen zu haben... Rassegeschichtlich verblüfft mich nicht, wenn der BM nachts "anders" reagiert...:lach1:

Beate
05.09.2009, 11:47
"anders" ist gut:rolleyes:, bei Gina hatte das aber andere hintergründe und sie wurde von ihrer erstbesitzerin negativ stark geprägt... was wir aber alles sehr gut u in relativer kurzer zeit hinbekommen hatten.

Wir sollten vor allem nicht vergessen das jeder Hund einen Charakter hat - nicht alle sind gleich, nicht alle wesensstark / ängstlich / dominant und was noch alles über einzelne Rassen geschrieben wird.

Sicherlich können Gewisse "Eckdaten" gefestigt sein...aber jeder Hund ist einmalig und das ist auch gut so.

Wenn ich die Rassebscheribung eines BM lese kann ich im vergleich zu Gina einiges be-ja-en...über anderes nur schmunzeln weil es auf sie gar nicht zugetroffen hat... mit der erziehung unserer Hunde prägen wir ihren Charakter und auch ihre Eigenschaften... und wenn ich heute meinen Welpen nichts von der Welt zeige und er nur in der wohnung sitzt und zwei mal am Tag raus darf zum Geschäft machen, kann ich nicht nach jahren sagen "komisch, sie ist sooo ängstlich, sie hat angst vor autos, vor vielen Leuten, vor Lärm...und dabei hieß es doch es seinen sooo starke Hunde"!...

wir können nur das war die Tiere in sich haben unterstützen und festigen - gutes wie auch schlechtes...

katinka
05.09.2009, 13:07
:lach1:bitte auch einmal schauen in dem thread: verletzung durch den eigenen hund

damit man eine ahnung hat, was da durch die gewichtsklasse und die grobmotorik unserer trottel auf einen zukommen kann

Marti
06.09.2009, 14:38
Danke für alle Antworten! Ich habe ihr alles ausgedruckt. Mal schauen, was dann dabei rauskommt...!:lach2:

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