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molossergirl
25.02.2005, 14:57
Hätte mal wieder ne Frage....

was haltet ihr von sogenannten Erziehungsstilen "rein auf Motivation" oder "nur mit positiver Bestärkung".... Also halt Erziehungsstile GANZ OHNE Bestrafen...
Nur mit positiven Erlebnissen....
Haltet ihr das für möglich???? Hat jemand Erfahrung????

DogoGina
25.02.2005, 16:00
Hätte mal wieder ne Frage....

was haltet ihr von sogenannten Erziehungsstilen "rein auf Motivation" oder "nur mit positiver Bestärkung".... Also halt Erziehungsstile GANZ OHNE Bestrafen...
Nur mit positiven Erlebnissen....
Haltet ihr das für möglich???? Hat jemand Erfahrung????

habe zwar wenig erfahrung aber ich denke NEIN
ohne meckern iss nich !!!

Monica
28.02.2005, 19:17
Ich bewundere jene, die das können und damit Erfolg haben.
Ich muss meine schon auch ab und zu mal anmeckern oder mal ein Ruck in die Leine, wenn sie zerren wie blöd weil sie was sehen - ich denke aber, dass sie dies auch ganz gut verkraften und so wie sie mich gestern nach 2 Tagen, wo ich weg war, begrüsst haben, scheinen sie mir das auch nicht nachzutragen! ;)
Grundsätzlich versuche ich aber schon, möglichst viel mit Motivation und Belohnung zu erreichen.

Heidi
28.02.2005, 19:28
das wäre ja zu schön...ohne Mecker..ne ne....Hunde müssen genau wie Kinder grenzen kennen und das geht nun mal nicht ohne Regeln und evtl auch mal ne scharfe Ansage.

feuermohn
28.02.2005, 23:39
Hätte mal wieder ne Frage....

was haltet ihr von sogenannten Erziehungsstilen "rein auf Motivation" oder "nur mit positiver Bestärkung".... Also halt Erziehungsstile GANZ OHNE Bestrafen...
Nur mit positiven Erlebnissen....
Haltet ihr das für möglich???? Hat jemand Erfahrung????

Eine harte Wortwahl oder ein zu scharfer Befehl läßt Versace eher auf Durchzug schalten oder noch wachsamer auf die Umgebung reagieren.
Am Besten gehts spielerisch und durch Ausdauertraining. Dann viel Lob oder gerade abends wenn er Hunger hat auch mit Leckerli.

Wenn ignorieren, sofort mit dem aufhören war wir gerade machten, ihm etwas wegnehmen, "Platz liegen lassen" oder ihn auf seinen Platz schicken Bestrafung ist, dann gehts nicht ohne.
Andere Bestrafungen wende ich nicht an oder sie fallen mir gerade nicht ein.

Fuß gehen lassen ist für mich keine Bestrafung und wende es auch nicht an, wenn er mal unartig war. Das ist für uns notwendig in der Stadt und er soll es mit Freude machen.

In der Hundeschule hat der Trainer Versace einmal "fachmännisch" auf den Rücken gelegt, Knie auf den Brustkorb, damit er folgt.
Ich fand das total Sch.... und Versace hat es nur Angst gemacht.
Wir hatten lange daran zu arbeiten.

feuermohn

Kanalratte0815
01.03.2005, 08:22
mir wäre es lieb wenn es ohne strafe geht...aber um schnellstmöglich an sein ziel zu kommen meinen die meisten das strafe notwendig ist....
und den vergleich mit kindern finde ich echt unmöglich ich werde meine kinder nicht mit strafe, erpressung , manipulation, zum nachdenken und liebsein bewegen im gegenteil...ich denke liebe und verständniss, einfühlungsvermögen, zeit ,geduld, u.s.w. sind der richtige weg ...alles andere ist für mich schlicht und weg schlecht!!!
und regeln haben nichts mit bestrafung zu tun *grrrr
da muss ich gleich an die be**** super nanny denken *halsumdreh*
ich weiss das die meisten hundeschulen mit "gewalt" arbeiten ich finde das unmöglich
so das war meine meinung dazu!!!
ist es aber nicht viel schöner wenn der hund alles mit spass macht ??? ohne seinen willen gebrochen zu haben...
der hund hat auch ein recht etwas mal nicht zu wollen einen schlechten tag zu haben ....
genau wie mein kind desshalb liebe ich es aber nicht weniger !!!
*duckundrenn*

ASTA
01.03.2005, 08:41
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Kinder hast!! Oder besser gesagt, ich HOFFE, Du hast <noch> keine!!! Denn dann wüsstest Du, dass das was Heidi gesagt hat, schon ganz richtig ist!!
Das Wichtigste an Kinder-und Hundeerziehung sind gesteckte Grenzen:klare Ansagen über Erlaubtes und Verbotenes. Das hat nichts mit Gewalt zu tun! Und das die meisten Hundeschulen mit Gewalt arbeiten, halte ich auch für gaaanz leicht überzogen. Da geht der Trend doch eindeutig in die andere Richtung - solange man von HundeSCHULEN redet und nicht von einigen Vereinsplätzen, auf denen es immer noch den guten alten Drill gibt. Ich habe mir etliche Hundeschulen angesehen, da sind auch viele selbsternannte Fachleute dabei - das stimmt. Da bleibt der Erfolg auf der Strecke und sie manchen vieles falsch. Aber das hat mit Gewalt nichts zu tun!
Man braucht für Kinder wie für Hunde vor allem Zeit, klare Ansagen und Konsequenz, das reicht schon. Sowohl bei Hunden - als auch bei Kindern. Und wenn man das wirklich beherzigt, dann braucht man, von ganz wenigen Einzelfällen mal abgesehen, auch keine Supernanny aus dem Fernsehen. Diese Fälle sind meines Erachtens nämlich größtenteils Ergebnisse von unfähigen Eltern, die meinen, Kinder erziehen sich mal eben von selber. Die Gewaltfreie Erziehung heisst bei vielen nämlich, Kinder wie Hunde sich selber zu überlassen. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn das schiefgeht.
Ich habe vieles durch ingnorieren hinbekommen, aber eben nicht alles! Meine Hunde (und meine Pflegetochter, die zu mir kam, nachdem selbst das Jugendamt nicht mehr weiter wusste - früher sagte man schwererziehbar dazu!!!) sind mit sehr viel Ruhe, Konsequenz und klarer Ansage ganz gut geraten. Sicher, es kostet viel Nerven und macht Arbeit, aber für mich hat es sich gelohnt!

Kanalratte0815
01.03.2005, 08:51
@ASTA
bitte definiere mir deine ansicht von
gesteckte grenzen,klare ansagen, erlaubtes und verbotenes
vorallem aber was für dich heisst du machst eben mal ne klare ANSAGE ??*tolles wort*

Kanalratte0815
01.03.2005, 08:57
@ASTA
nochmal...
ich erziehe mein kind mit liebe ,verständniss,zeit, geduld, einfühlungsvermögen,ohne liebesentzug, manipulation ect., d.h. nein du warst böse , du bist böse , geh in dein zimmer, du bekommst erst das wenn du das machst oder das nicht machst...
ich hoffe du hast jetzt verstanden..
ich habe nicht geschrieben das meine hunde und kinder sich selbst erziehen !!
son quatsch
lies bitte richtig!!!!!

Kanalratte0815
01.03.2005, 09:05
@ASTA
bitte für dich !!!!klick (http://www.rabeneltern.org/elternsein/tipps/alternativen.shtm)

Kanalratte0815
01.03.2005, 09:12
@ASTA
klick (http://www.kinderschutzbund-nrw.de/StellungnahmeSuperNanny.htm)

ASTA
01.03.2005, 09:39
@kanalratte
Du wirst mir schon erlauben müssen, dass ich mir >m<ein Urteil bilde und es auch vertrete. Ich hatte über die Erziehung Deiner Kinder kein Wort geschrieben, zumal ich gar nicht wusste, dass Du welche hast. Aber auch dazu hätte ich mir aufgrund einiger Beiträge Gedanken gemacht.
Du willst Deine Kinder ohne Manipulation erziehen. Was ist es denn, wenn Du sagst, Du bekommst erst dies oder das, wenn Du dieses oder jenes getan/gelassen hast?? Sicher hast Du nicht geschrieben, dass Du Deine Kinder sich selber erziehen lässt. Auch das habe ich nicht behauptet - aber im Ernst: Wer würde das wohl auch von sich/seinen Kindern behaupten.
So dämlich würde wohl kaum jemand sein.
Ich möchte diese Diskussion damit von meiner Seite aus beenden - manchmal ist es einfach zwecklos.
Übrigens: ich bin nicht blind - auch wenn ich eine Brille trage. Und rot sehe ich gelegentlich auch, dazu muss es kein Schriftbild sein!
Ach übrigens: "das" schreibt man gelegentlich mit "ss" oder "ß"! :)

Kanalratte0815
01.03.2005, 10:38
meine liebe asta du hast meinen beitrag wieder nicht richtig gelesen...
und ich finde es schade das wir nicht vernünftig disskutieren konnten weil du wilde spekulationen aufstellst und nicht auf den punkt kommst....
und es ist sch*** egal wie ich was schreibe..ODER???hauptsache man versteht mich!
vieleicht haben wir uns auch einfach falsch verstanden..wie es so oft im i-net ist!!
von thema sind wir auch abgekommen! SORRY molossergirl!!

Karin
01.03.2005, 11:13
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Kinder hast!! Oder besser gesagt, ich HOFFE, Du hast <noch> keine!!! Denn dann wüsstest Du, dass das was Heidi gesagt hat, schon ganz richtig ist!!
Das Wichtigste an Kinder-und Hundeerziehung sind gesteckte Grenzen:klare Ansagen über Erlaubtes und Verbotenes. Das hat nichts mit Gewalt zu tun! Und das die meisten Hundeschulen mit Gewalt arbeiten, halte ich auch für gaaanz leicht überzogen. Da geht der Trend doch eindeutig in die andere Richtung - solange man von HundeSCHULEN redet und nicht von einigen Vereinsplätzen, auf denen es immer noch den guten alten Drill gibt. Ich habe mir etliche Hundeschulen angesehen, da sind auch viele selbsternannte Fachleute dabei - das stimmt. Da bleibt der Erfolg auf der Strecke und sie manchen vieles falsch. Aber das hat mit Gewalt nichts zu tun!
Man braucht für Kinder wie für Hunde vor allem Zeit, klare Ansagen und Konsequenz, das reicht schon. Sowohl bei Hunden - als auch bei Kindern. Und wenn man das wirklich beherzigt, dann braucht man, von ganz wenigen Einzelfällen mal abgesehen, auch keine Supernanny aus dem Fernsehen. Diese Fälle sind meines Erachtens nämlich größtenteils Ergebnisse von unfähigen Eltern, die meinen, Kinder erziehen sich mal eben von selber. Die Gewaltfreie Erziehung heisst bei vielen nämlich, Kinder wie Hunde sich selber zu überlassen. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn das schiefgeht.
Ich habe vieles durch ingnorieren hinbekommen, aber eben nicht alles! Meine Hunde (und meine Pflegetochter, die zu mir kam, nachdem selbst das Jugendamt nicht mehr weiter wusste - früher sagte man schwererziehbar dazu!!!) sind mit sehr viel Ruhe, Konsequenz und klarer Ansage ganz gut geraten. Sicher, es kostet viel Nerven und macht Arbeit, aber für mich hat es sich gelohnt!

*unterschreib* :04:

molossergirl
01.03.2005, 14:55
Hallo ihr,
finde es echt schade, dass es mal wieder so enden musste... :( :35: :43:

Wie Waldi
01.03.2005, 15:10
Hallo ihr,
finde es echt schade, dass es mal wieder so enden musste...


Sieh es Kanalratte nach, dass sie von der Hunde- in die Kindererziehung abgerutscht ist. Sowas passiert in einer Unterhaltung...
Also zurück zum Thema:
Ich hab mehrfach schon bekundet, dass ich kein Anhänger von Waldorf-Hundeerziehung ;) bin. Ich lasse mich in der Erziehung nicht durch Vorgaben lenken. Erziehung geschiet aus der Situation heraus. Dabei ist mir meine Persönlichkeit auch wichtig. Wenn ich also meine ich müsste dem Hund durch klare, laute Ansage zu verstehen geben was er zu tun hat, eben weil es die Situation erfordert, dann sage ich mir nicht "aber Wie Waldi, wer schreit hat Angst überhört zu werden *blafasl*" sondern stauch das ungehorsame Vieh eben zusammen. So muss ich mich in meiner Persönlickeit nicht für ein Tier verbiegen. Ich spreche Hunden nicht ab, dass sie die Konsequenzen bei einfachem Handeln (bei komplexen Zusammenhängen sieht das sicherlich anders aus) nicht abschätzen können. Und dann müssen sie eben auch mit den Konsequenzen leben.

Nanni
01.03.2005, 15:24
Ich spreche Hunden nicht ab, dass sie die Konsequenzen bei einfachem Handeln (bei komplexen Zusammenhängen sieht das sicherlich anders aus) nicht abschätzen können. Und dann müssen sie eben auch mit den Konsequenzen leben.

Dem kann ich nur zustimmen. Ein Hund ist intelligent genug, eine wenn-dann Situation, also die Folgen seiner Handlung zu erkennen. Wäre dem nicht so, könnte/würde kein Hund die einfachsten Ausdrücke befolgen wie Aus oder Nein. Ohne den Gehorsam eines Hundes (gerade bei einem großen Hund) ist das zusammenleben zwischen Mensch und Hund aber nicht möglich bzw. unangenehm - für beide Seiten. Deshalb sollten "Befehle"/Ausdrücke - wie immer man es nennen mag - schon mit gewisser Strenge aber nicht körperlich beigebracht und verfolgt werden.
Denke man muß ein gesundes Mittelmass zwischen antiautoritärer und übermäßig strenger Erziehung finden, aber das ist auch immer noch abhängig von dem Charakter des Hundes und des Menschen....

Faltendackelfrauchen
01.03.2005, 19:46
Hallo zusammen,

seit 17 Jahren habe ich nun Molosser, seit 17 Jahren gehe ich in eine Hundeschule. Mittlerweile habe ich meinen 7. und 8. Hund. Je mehr ich über Hundeausbildung weiß, desto weniger Strafe kommt zum Einsatz. Und je weniger ich mit Strafe arbeite, desto fanatischer lernen meine Hunde, desto süchtiger werden sie nach "Arbeit". Ich rede jetzt vom BH-Training und von Obedience, aber auch von "Alltagskommandos" wie dem "Hier". Dort hat Strafe nichts, aber rein gar nichts verloren, will man einen arbeitsfreudigen, begeisterten Partner. Bin ich mal sauer oder schlecht gelaunt (weil es nicht so klappt) und ich sage ein strenges Wort, fällt Paul in sich zusammen und der ganze Spaß und die Arbeitsfreude ist dahin. Also lasse ich es. Bei Berta habe ich noch extremer nur mit positiver Bestärkung gearbeitet und sie lernt rasent schnell, schneller als Paul, obwohl sie sicher nicht ingelligenter ist. Auch bei bestimmten Problemverhalten (Leute verbellen) funktioniert es perfekt, wenn man dafür sorgt, dass negatives Verhalten nicht gezeigt werden kann, sondern ein Alternativverhalten, das belohnt werden kann.

Damit positive Bestärkung funktioniert, muß der Zeitpunkt der Belohnung stimmen. Das ist bei den meisten Hundebesitzern nicht der Fall, deshalb funktioniert es nicht oder nur solala. Ein wichtiges Hilfsmittel hierfür ist der Clicker, der für ein richtiges Timing (z. B. bei richtigem Verhalten auf Distanz) sorgt.

Im häuslichen Bereich müssen allerdings - wie Rea schon sagte - Regeln aufgestellt und auf deren Einhaltung geachtet werden. Ohne Geschrei, ohne körperliche Gewalt. Das ist das 2. Standbein einer modernen Erziehung. Läßt man sich vom Hund manipulieren (z. B. Hund fordert streicheln, spielen etc. und bekommt es) hat man bei vielen Hunden schnell ein echtes Problem. Diese Problematik wird häufig unterschätzt oder sogar geleugnet.

Will man selbstbelohnende Aktionen (Jagen) in den Griff bekommen, geht es mit positiver Bestärkung natürlich nur, wenn die Bestärkung wichtiger ist, als das Jagdobjekt. Hat der Hund Jagderfahrung, geht es meiner Meinung nach nicht ohne negative Bestärkung (also eine bestimmte Form der neutralen Strafe, die nichts mit dem Menschen zu tun haben darf).

Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis, dass schreiende Menschen nicht für voll genommen werden, sie sind nicht soverän und die Wirkung ist im besten Fall Einschüchterung, was oft zu Angst-Aggressionen führt. Zudem habe ich an mir selbst oft genug feststellen müssen, dass Wut und Aggression von meiner Seite immer ein Zeichen meiner Hilflosigkeit war. Ich kam mit einer Situation nicht anders zurecht und habe meine Aggression dann immer verteitigt (nach dem Motto "das geht nicht anders"). Das hat mich beschämt und nun versuche ich mich zu beherrschen. Somit erziehen mich meine Hunde zur besseren Selbstbeherrschung, was mir in allen anderen Bereichen meines Lebens (z. B. beruflich als "Dienstleister" in der EDV-Branche) viele Vorteile bringt. Allerdings gebe ich zu, dass ich noch nicht perfekt bin, doch wir (meine Hundis und ich) arbeiten an meinem Verhalten..... ;)


Viele Grüße

Faltendackelfrauchen

ASTA
02.03.2005, 08:03
Vielen Danke - ist mir total aus der Seele gesprochen!!!

Könntest Du noch ein Beispiel zur "negative Bestärkung (also eine bestimmte Form der neutralen Strafe, die nichts mit dem Menschen zu tun haben darf)" nennen?
Danke und Gruss
REA

Faltendackelfrauchen
02.03.2005, 08:11
Hallo Rea,

negative Bestärkung ist ein heikles Thema, deshalb habe ich es nur so "angerissen".

Ein Beispiel möchte ich nennen. War reiner Zufall und völlig unabhängig von mir, auch nicht so ohne weiteres widerholbar, zudem gefährlich.

Mein erster Hund war als Fila Brasileiro ein mittelmäßig begeisterter Sichtjäger. Im Alter von 9 Jahren stolperte er gerade in dem Augenblick in ein Loch, als er hinter einem Hasen her wollte (also zu Beginn der Jagdsequenz somit genau im richtigen Augenblick). Von dem Tag an schaute er keinen Hasen mehr an. Allerdings hätte er sich sein Bein brechen oder sonst wie weh tun können.

Tschüss
Faltendackelfrauchen

bold-dog
02.03.2005, 09:46
Katharina hat meiner Meinung nach recht, genauso ist es bei mir auch.
Je länger ich Hunde habe und je mehr Gedanken ich mir darüber mache.....
Aber auch ich werde manchmal laut.... zwar selten aber doch immerhin ab und zu.
Allerdings ist das keine Erziehung bzw. lernen, sondern höchstens das Einfordern eines Verhaltens das normalerweise 100% sitzt.
Denn auf dem Kopf rumtanzen lasse ich mir auch nicht :D
Das fällt wohl dann unter Grenzen setzen. :)

Asta:Negative Bestärker sind :
Klapperdose, Trainings-Discs (wie heissen die Dinger noch ???), master-plus Sprühhalsband, Wasserpistole und solchen Sachen.

ASTA
02.03.2005, 11:47
Danke - ich denke, dass ist ein Fachbegriff, den nicht jeder hier kennt. Deswegen hab ich nochmal nachgefragt. Ich selber arbeite damit sehr selten und eher ungern. Einzig die Wasserpistole nehm ich schon mal.

Vasquez
02.03.2005, 12:33
Ich versuche auch so viel wie möglich mit positiver Bestärkung zu machen.

Das einzige, wo ich mich immer wieder erwische, dass ich mit meinem Latein am Ende bin ist, wenn er die Katzen sieht und dann wieder anfängt zu bellen und zu jaulen.

Und bei mir ist es auch wie bei Faltendackelfrauchen, wenn ich laut werde, dann immer nur, weil ich hilflos bin. Und das merkt er sofort, deshalb kommen wir dann keinen Schritt weiter.

LG
Nadine

molossergirl
02.03.2005, 12:43
so jetzt will ich mich auch mal wieder einbringen....

ich habe die Frage gestellt, weil ich das halt auch selber bei mir beobachtet habe, dass ich leider ganz ohne negativ nicht auskomme... und das nur weil man echt in manchen Situationen nicht weiter weiß...
Ich selber erziehe gerne mit Spielzeug... also mehr so auf den Trieb hinaus.... das macht dem Hund und mir am meisten Spaß, was allerdings wieder mal wie jede Erziehung, nicht auf jeden Hund übertragbar ist....

Dass der Hund gewisse Grenzen braucht, denke ich ist klar... die braucht auch der Besitzer, der erkennen muss wo die Grenze zwischen Hundeerziehung und Übertreibung ist beispielsweise... aber man kann Grenzen einem Hund so "übermitteln" und eben so....

Wie Waldi
02.03.2005, 13:04
Also wenn ich laut werde, dann nicht aus Hilflosigkeit, sondern aus Bequemlichkeit. Im Normalfall hört der Sir auf jedes Kommando. Wenn er aber meint es nicht zu müssen, dann führ ich keinen Seiltanz auf, sondern erhebe die Stimme. Da dies zum Glück äußerst selten nötig ist, ist sich der Sir der Ernsthaftigkeit meines "Wunsches" dann stets bewusst. Von Unsicherheit bei ihm ist dann aber nichts zu erkennen. Er macht eher den Eindruck als wäre er enttäuscht nicht seinen Kopf durchsetzen zu können.
Im Allgemeinen sind Kommandos bei uns eh die Ausnahme. Wir leben so nebeneinander her, versuchen den Anderen nicht zu stressen und sind alle froh darüber, wenn der Tag reibungslos über die Bühne geht.

mara
02.03.2005, 21:54
wie mach ich das nen hund mit dem spielzeug auf trieb hinaus zu erziehn?haben den welpen auch schon nen trieb?
wie muss ich mir das vorstellen z.b. beim sitz? oder ins platz verweisen auf distanz? kann mir das einer erklähren?

vielen dank!!!!

Monika
03.03.2005, 05:30
Richtig spielen mit Hunden.
Ekard Lind


Taschenbuch - 192 Seiten (1997)
Augustus Vlg., Augsb.; ISBN: 3804372546
Kurzbeschreibung:
In diesem Werk wird erstmals eine Methode zur Hundeausbildung vorgestellt, die auf richtigem Spielen, auf Vertrauensbildung und Motivation basiert und jede Form von Zwang vermeidet. Die vom Autor entwickelte Motivationsbalance wird theoretisch und praktisch beschrieben und mit Hilfe von Grafiken, Fotos und Zeichnungen veranschaulicht.

sollte man gelesen haben. ist zwar auf den dsh zugeschnitten aber durchaus zu empfehlen.

molossergirl
03.03.2005, 15:10
Richtig spielen mit Hunden.
Ekard Lind


Taschenbuch - 192 Seiten (1997)
Augustus Vlg., Augsb.; ISBN: 3804372546
Kurzbeschreibung:
In diesem Werk wird erstmals eine Methode zur Hundeausbildung vorgestellt, die auf richtigem Spielen, auf Vertrauensbildung und Motivation basiert und jede Form von Zwang vermeidet. Die vom Autor entwickelte Motivationsbalance wird theoretisch und praktisch beschrieben und mit Hilfe von Grafiken, Fotos und Zeichnungen veranschaulicht.

sollte man gelesen haben. ist zwar auf den dsh zugeschnitten aber durchaus zu empfehlen.


danke....
natürlich hat ein Welpe schon einen Spieltrieb.... du kannst es dir so vorstellen, dass das Spielzeug seine Belohnung ist nicht ein Leckerlie oder Clicker und Leckerlie oder was es da noch so gibt....
Durch das Spielzeug kannst du dem Hund in der Unterordnung den Druck nehmen, der in jeder art von Unterordnung vorhanden ist....

Faltendackelfrauchen
03.03.2005, 19:35
Hallo zusammen,

molossergirl schrieb:
: du kannst es dir so vorstellen, dass das Spielzeug seine Belohnung ist nicht ein Leckerlie oder Clicker und Leckerlie oder was es da noch so gibt....

Ein Clicker ist keine Belohnung!! Ein Clicker ist das Versprechen auf eine Belohnung. Diese Belohnung ist in der Regel etwas zu Essen, kann aber auch etwas anderes sein!

: Durch das Spielzeug kannst du dem Hund in der Unterordnung den Druck nehmen, der in jeder art von Unterordnung vorhanden ist....

???? Druck in in jeder art von Unterordnung?? Welcher Druck?? Wenn nur mit positiver Bestärkung geübt wird, gibt es keinen Druck, im Gegenteil. Es ist ein faszinierendes Spiel, nicht mehr und nicht weniger. Der Begriff "Unterordnung" ist eh schon völlig veraltet und unpassend. Druck gibt es in der sog. "Unterordnung" nur dann, wenn Druck über negative Bestärker (Leinenruck, Herumdrücken am Hund, aggressive laute Kommandos etc.) aufgebaut wird.

Viele Grüße
Faltendackelfrauchen

molossergirl
03.03.2005, 19:55
Ein Clicker ist keine Belohnung!! Ein Clicker ist das Versprechen auf eine Belohnung. Diese Belohnung ist in der Regel etwas zu Essen, kann aber auch etwas anderes sein!



ja genau deswegen hatte ich ja als Beispiel "Clicker und Leckerlie" geschrieben... aber gut....

Das mit dem Druck in der Unterordnung.... ja stimmt ich habe es angeschnitten und das war nicht gut,denn das ist wieder ein Thema für sich....

Zeus79
16.03.2005, 09:23
Ha Ha Janina da hast du dir ein geiles Thema rausgesucht.... ich hab nun noch nicht alles durchgelesen..... aber ist echt luschtig hier..... ha ha ha.....

nun ich bin auch ein positiver bestärker...... und man kann nun echt sagen... ich habe die alte konservative art ausprobiert und habe auch umgestellt..... aber wenn mein köter nicht spurrt.... und liebe leutchen ich bin schon seit 9 jahren im Hundesport tätig und bin sehr regelmässig auf Turniere gestarte und man muss zwischen einem sporthund und einem haushund unterscheiden... wir brauchen diese positive bestärkung viel mehr wie jemand der nur täglich mit seinem hund spazieren läuft und nur möchte das der hund auf "hier und sitz" hört..... wir arbeiten mit unseren Hunden Ihr leben lang und die müssen eben lange spass daran haben......
ach ich habe aber auch schon einige Hunde auf den Rücken gelegt.... ich lasse mir doch nicht von so nem Hund sagen wos lang geht.... das würde echt noch fehlen...... aber jeder der sich "einredet" das würde dem Hund angst machen und dann würde er nicht mehr da hin wollen ist echt ein weichei... ha ha ha geile wortwahl gell..... hey leute es ist nun einmal so das genau diese Hunde dich ich auf den rücken gelegt habe...... mich meist lieber haben als ihr eigenes herrchen..... die wissen halt einfach das ich die jenige bin die das sagen hat und hunde wollen sowas und in der natur draussen gehen die auch nicht anderst miteinander um...... das ist halt einfach das leben..... *grins so diskusionen sind echt geil finde ich......

molossergirl
16.03.2005, 11:38
Ha Ha Janina da hast du dir ein geiles Thema rausgesucht.... ich hab nun noch nicht alles durchgelesen..... aber ist echt luschtig hier..... ha ha ha.....




ja gell... find ich auch.... hab gewusst, dass du dich mit diesem Thema vereinbaren wirst... http://www.my-smileys.de/smileys2/invasion.gif

Andrea
16.03.2005, 11:45
wenn Du etwas Sinnvolles zu sagen hast, dann tu es bitte in ganzen Sätzen und etwas konkreter. Es wäre schön, wenn Du dem Thema nicht nur Lacher abgewinnen könntest. Ansonsten können wir auf Deine gequirlte ******* gerne verzichten.

Zeus79
16.03.2005, 14:40
Hey Andre,

du musst den ganzen Text lesen nicht nach der ersten Zeile aufhören......
der rest sind keine kleinen bilderchen sondern das sind auch Buchstaben.....
:o

Kanalratte0815
17.03.2005, 13:45
@zeus79 ganz ruhig!

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