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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intermediäre Brücke (IB)


Gast20091091001
23.03.2009, 18:24
Hallo,
Kann mir jemand etwas über die sog. "Intermediäre Brücke" erzählen? Soll bei der Annäherung an einen (starken) Reiz sehr dienlich sein?
Wie wird sie konditioniert - wann wird sie genau angewendet?
Ein paar Beispiele aus der Praxis wären nett!?

Hat jemand einen Literaturtipp?
Kennt jemand das Buch "Clicking With Your Dog: Step-By-Step in Pictures" Peggy Tillmann - taugt das was - auch zu diesem Thema?

Peppi
23.03.2009, 18:25
Ist das das mit dem Hund ansingen?

Gast20091091001
23.03.2009, 18:26
Ist das das mit dem Hund ansingen?

Weiss nicht - darum frag ich! ;)

Peppi
23.03.2009, 18:29
http://www.youtube.com/watch?v=sOudv2cwXdY

:lach2:

Ist das schon namentlich geschützt? Sonst werd ich morgen...

Bahta
23.03.2009, 20:20
Hab die selbe Frage im Kopf rumschwirren, vor allem in welchem Buch die IB thematisiert wird, würd mich auch interessieren. Soweit ich aus den Videos heraus erkennen konnte, wird diese zur Überbückung genutzt, bis das gewünschte Verhalten erfolgt. Wie das "warm" beim Topfschlagen.

Beispiel: "Komm" - Hund läuft an - IB wird als zeitliche Überbrückung eingesetzt, um dem Hund zu verdeutlichen, dass das erwünschte Verhalten noch nicht eingetroffen ist bzw. er aber auf dem richtigen Weg ist - Hund kommt an - "Click"
:35: Ist nur eine Vermutung, die ich aus den Videos der gleichen Frau, erschließen konnte.

Hier ein weiteres Beispiel http://www.youtube.com/watch?v=22DXKgSI3aI&feature=related

katinka
23.03.2009, 22:27
meine sangeskünste sind schrecklich, ich würde es nicht wagen meinem hund das anzutun

Regi
24.03.2009, 04:35
Es gibt unterschieliche Arten von IB, ich erklär das jetzt am Beistpiel von Hundesport, lässt sich besser erklären.

Die eine kenne ich von Eckard Lind, aus dem Video "Richtig spielen mit Hunden" (ist noch aus den 80er Jahren). Der Aufbau erfolg mit vollem Futternapf, den stellt man normal auf dem Boden, signalisiert dem Hund aber mit Körperspannung und Abwehrgesten (z.B Fingerspreizen) dass er noch nicht darf. Der Hund soll eine Erwartungshaltung aufbauen, dann wird er freigegeben und darf fressen. Kann man natürlich auch auf Beute(Spielzeug) übertragen. Wird oft in der Unterordnung gemacht und dient der Motivation, dem Ausdruck und natürlich der "Beherrschung/Kontrolle". Das ist etwas ganz elementares, z.B für den Apport, wo das Holz weggeschmissen wird und der Hund nicht von sich aus hinterher darf und auch noch Augenkontackt halten soll.

Die andere Version ist eben die aus den Videos. Nach dem Motto: Du bist auf dem richtigen Weg, mach weiter, dann kommst du zum Ziel. Dient auch der Motivation. In einer Prüfung z.B. muss der Hund eine "Durststrecke" überwinden. Im Training wird unendlich viel bestätigt, geht in der Prüfung nicht. Da muss er schon mal 5 min ganz ohne Bezahlung laufen. Damit der Hund nicht nach einer Minute sagt: Heute bringt es nichts, ich krieg ja garnix, ich mach nix mehr. Wenn er gelernt hat nach z.B. "gut" kommt irgendwann sein Spielzeug, er muss nur weitermachen, hat aber quasi das Versprechen, du wirst belohnt. "Gut" kannst du in der Prüfung flüstern, ohne auch nur die Lippen zu bewegen, ohne dass es jemand mitbekommt, versetzt es den Hund jedesmal in die Hoffnung doch was zu bekommen und mitzuarbeiten, weil er einfach 100 mal die Erfahrung gemacht hat es lohnt sich.

Beide Versionen kann man kombinieren und ausweiten :D

Peppi
24.03.2009, 08:12
Hab die selbe Frage im Kopf rumschwirren, vor allem in welchem Buch die IB thematisiert wird, würd mich auch interessieren. Soweit ich aus den Videos heraus erkennen konnte, wird diese zur Überbückung genutzt, bis das gewünschte Verhalten erfolgt. Wie das "warm" beim Topfschlagen.

Nach dem "heiss/kalt" Prinzip versuche ich immer den Dicken zu "unterstützen" wenn er Leckerchen oder seinen Ball suchen muss. Das zeigt schon Wirkung. Allerdings benutze ich dabei die für ihn relevanten Marker Worte. (Positiv- und Negativ-Marker).

Ich bin intermediär.:lach1:

Gast20091091001
24.03.2009, 08:26
Es gibt unterschieliche Arten von IB, ich erklär das jetzt am Beistpiel von Hundesport, lässt sich besser erklären.

Die eine kenne ich von Eckard Lind, aus dem Video "Richtig spielen mit Hunden" (ist noch aus den 80er Jahren). Der Aufbau erfolg mit vollem Futternapf, den stellt man normal auf dem Boden, signalisiert dem Hund aber mit Körperspannung und Abwehrgesten (z.B Fingerspreizen) dass er noch nicht darf. Der Hund soll eine Erwartungshaltung aufbauen, dann wird er freigegeben und darf fressen. Kann man natürlich auch auf Beute(Spielzeug) übertragen. Wird oft in der Unterordnung gemacht und dient der Motivation, dem Ausdruck und natürlich der "Beherrschung/Kontrolle". Das ist etwas ganz elementares, z.B für den Apport, wo das Holz weggeschmissen wird und der Hund nicht von sich aus hinterher darf und auch noch Augenkontackt halten soll.

Die andere Version ist eben die aus den Videos. Nach dem Motto: Du bist auf dem richtigen Weg, mach weiter, dann kommst du zum Ziel. Dient auch der Motivation. In einer Prüfung z.B. muss der Hund eine "Durststrecke" überwinden. Im Training wird unendlich viel bestätigt, geht in der Prüfung nicht. Da muss er schon mal 5 min ganz ohne Bezahlung laufen. Damit der Hund nicht nach einer Minute sagt: Heute bringt es nichts, ich krieg ja garnix, ich mach nix mehr. Wenn er gelernt hat nach z.B. "gut" kommt irgendwann sein Spielzeug, er muss nur weitermachen, hat aber quasi das Versprechen, du wirst belohnt. "Gut" kannst du in der Prüfung flüstern, ohne auch nur die Lippen zu bewegen, ohne dass es jemand mitbekommt, versetzt es den Hund jedesmal in die Hoffnung doch was zu bekommen und mitzuarbeiten, weil er einfach 100 mal die Erfahrung gemacht hat es lohnt sich.

Beide Versionen kann man kombinieren und ausweiten :D

Danke ! :lach2:

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