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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übernahme von "nicht-Welpe" - Erfahrungen?


enouk
18.03.2009, 10:55
Hallo,

nachdem es gerade ja so schwierig ist einen Mastiff-Welpen aus einer guten Zucht zu bekommen wurde uns von dem Züchter bei dem wir uns vorgestellt haben von einer Bekannten der züchterin eine 6 Monate alte hündin "empfohlen". Das war der erste Wurf, ziemlich viele, sie blieb einfach übrig. Ist aber gesund und hätte ein super Wesen, ist mit Kleinkindern aufgewachsen. Die Züchter bei denen wir uns vorgestellt haben hatten ihre hündin gedeckt, die hat aber leider nicht aufgenommen, deshalb die Weitervermittlung. Ich vertraue auch der Züchterin sehr dass das ein aufrichtiger und wohlgemeinter Tip war.
Jetzt zur Frage: Habt ihr Erfahrungen wie es ist einen Junghund aufzunehmen? Wir haben zwei kleine Kinder aber das wäre er ja gewohnt. Trotzdem braucht es ja länger bis zum totalen Vertrauen mit den Kleinen wie wenn man einen Hund ganz von Anfang an hat. (Dass man sie nicht unbeaufsichtigt allein läßt ist sowieso klar). Wie lang braucht der um sich einzugewöhnen - werden wir trotzdem ein "tolles Team"? Klar liegt das an mir, aber tut er sich wohl schwerer wie ein Welpe?

Soll ich lieber noch warten bis es doch irgendwann einen Welpe für uns gibt - aber das kann ja mitunter noch ein Jahr oder länger dauern... oder meint ihr das wäre auch ok mit der Junghündin? Ich meine 6 Monate ist ja auch noch fast Welpe. Aber die Haupt-Prägezeit ist halt rum. Mir geht so viel im Kopf rum und ich möchte es doch richtig machen. Meint ihr ich sollte wenn wir sie kriegen zur Hundeschule? Auch wenn sie gut folgt - für die Bindung? Futter nur aus der Hand? Aber sie kommt ja nicht aus einer schlechten Haltung oder so wie mancher Tierheimhund. Ich hatte bis jetzt schon 3 Hunde aber halt alle ab Welpe... und ganz andere Rassen... Bitte helft mir...

Mein Mann hätte am liebsten einen Rüden mit ganz dickem "Bollerkopf". Die gefallen mir ja auch sehr gut aber ist eine Hündin in der Sturm- und Drangzeit nicht vielleicht doch einfacher? Nicht so dominant?
Ich hab sie oder ihn ja nachher den ganzen Tag, er muss ja arbeiten, also bleibt ja doch fast alles an mir hängen...

Seufz... Konnte gestern Nacht von ein Uhr bis halb fünf nicht schlafen vor lauter FRAGEN ÜBER FRAGEN...

Cleo-Leo
18.03.2009, 11:17
Wie alt sind Deine Kinder nochmal ?
Altes Thema....Du bist alleine mit Kindern und jungen Hund (Welpe o.Junghund)
überstürz nix!!!
Gibts die Oma,Nachbarin....nettes Mädel die/das auch mal auf die Kinder aufpassen können ? Vielleicht kannst Du sowas im Vorfeld abklären...

Presa_Kiron
18.03.2009, 11:17
Wir haben uns vor Jahren eine ausgewachserne Dogo Argentino Hündin aus dem Tierheim geholt. Mein Freund war damals absolut dagegen, weil er der Hündin nicht vertraut hat, er wollte lieber einen Welpen, den er so erziehen kann wie er sich das wünscht und er auch weiß woran er ist.
Ich habe mich aber sofort in die Dogo Argentino Hündin aus dem Tierheim verliebt und somit stand für mich fest, dass sie mit nachhause kommen kann.
Anfangs war alles toll, nur nach der Zeit merkte man ihre eigenheiten: Das begann bei Fremden Menschen, die sie nur anknurrte und anbellte - ja sogar beim eigernen Herrchen machte sie nicht halt. Sie war ne Hündin die keine Männer leiden konnte und somit wars schwer. Auch mit anderen Hunden - egal ob Hündin oder Rüde - sie verstand sich mit keinem!

Der Vorteil bei einem Welpen ist, dass du selber darauf achten kannst, was du ihm lernst und wie er sich verhält, an was du ihn gewöhnst. Du kannst ihn noch in die Richtigen Bahnen lenken wenn du verstehst.

Und um deine andere Frage zu beantworten: Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Hündin in der Pubertät um einiges einfacher ist als ein Rüde!
Ich hatte bis jetzt nur Hündinnen und seit kurzem einen Rüden, aber ich hab schon mit vielen Leuten gesprochen und gerade bei so großen Rassen kann der Rüde doch schon sehr dominant sein!

:lach1:

tripwire
18.03.2009, 11:19
hallo enouk,

toll, das du dir vor ab so viele gedanken machst.

eine gute hundeschule würde ich in jedem fall empfehlen.
und für alle anderen fragen: fahrt doch erstmal mit der ganzen familie hin und schaut euch die hündin in ruhe an, ob der funke überspringt, wie sie mit den kindern umgeht und sprich mit der jetzigen besitzerin über deine sorgen und ängste. das hilft bestimmt schon mal.

aber noch was anderes: wie sieht es denn mit dem gesundheitszustand der hündin bzw. der eltern aus? wg hd/ed etc.

Gabi
18.03.2009, 11:25
hallo enouk,
ich denke eine Patentlösung gibt es nicht. denke die Idee von tripwire ist ganz gut, hinfahren und gucken, wie das Mädel ist.
Ich hatte bisher immer welpen und Daisy ist der erste "gebrauchte" Hund. sie war allerdings schon 5 jahre alt. aber ich muß sagen, wir haben es keinen tag bereut und würden sie immer wieder nehmen, weil sie halt ganz genau zu uns gepasst hat.

cooper08032008
18.03.2009, 11:31
hallo enouk

wir haben auch vor einem jahr einen junghund bei einem züchter erworben leider kann man nie sagen ob alles stimmt was einem erzählt wird wir haben festgestellt im nachhienen das wir ihn so günstig bekommen da er für die zucht ohl nicht zu verwenden war (HD) ...
klar die ersten tage waren nicht einfach er kam aus dem zwinger (beim züchter) in unsere wohnung wo alles so intres war :) ... drei andere hunde, zwei vögel, kinder und er hatte die erste nacht gedacht auf dem küchentisch ist sein schlafplatz aber nach der zweiten nacht war alles schon ruhiger .. ich habe mir im nachhienen auch gedacht das es alles so unüberlegt war .. man weis ja garnicht wie der hund reagiert wir kannten ihn 1 stunde und haben ihn bei nacht und nebel mit nach hause genommen .. das hätte auch böse ins auge gehen können aber ich denke durch unsere ruhige art und das vertrauen das wir in den hund geben haben hat er alles positiv aufgenommen und nun ein jahr später kann ich nur sagen ohne unseren dicken geht nix mehr :)

gruss tanja und die bande

Wie Waldi
18.03.2009, 11:37
Darf ich mal fragen, wie es bei Euch generell mit Hundeerfahrung aussieht?

Peppi
18.03.2009, 11:41
Trotzdem braucht es ja länger bis zum totalen Vertrauen mit den Kleinen wie wenn man einen Hund ganz von Anfang an hat.

Das steht alles andere als fest und es gibt genügend Beispiele die diese These widerlegen.

Sag Deinem Mann das "ganz dicker Bollerkopp" zwar "schön" ist, aber vor dem Hintergrund der Diskussionen um Extrem- und Qualzuchten doch nochmal zu überlegen sei. Das kann auch teuer werden.

Ich würd die Hündin ins Auge fassen. Du hast die Möglichkeit sie mal vorab gründlich durchchecken zu lassen und deutlich weniger Stress als mit einem Welpen! Das ist nicht ohne!

:lach1:

Simone
18.03.2009, 12:47
Ich würde es vom Hund abhängig machen. Besuch ihn und schau ihn und die bisherige Familie Dir genau an!

Wir haben einmal einen ähnlich alten Hund (Bernhardiner) zu uns genommen, was sehr schwer war. Allerdings kam unser Hund aus schlechter Haltung - auch wenn er direkt vom Züchter zu kam... Der Züchter wurde auch aus einigen Gründen aus dem VDH-Club ausgeschlossen, aber das wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Unser Hund kannte nichts: Keine Autos, keine Berge, keine Wiese etc. Er hatte Angst vor Stöcken und Männern, war extrem ängstlich und leider sehr krank. All das wußten wir vorher nicht, aber wir haben leider sehr gutgläubig und spontan gehandelt... Wir schauten uns damals Welpen an, sahen dann unseren Tom und nahmen ihn mit. Ich habe schon gesehen, dass der "Züchter" nicht unseren Vorstellungen entsprach - im Gegenteil - aber wie das so ist: Man sieht den Hund, verliebt sich und will ihn auch da raus holen...

Also: Bitte schau Dir den Hund und die Besitzter sehr gut an!

Filou!
18.03.2009, 12:52
Am fairsten ist doch wohl auch, dass man den Hund erstmal probeweise nehmen darf um zu schauen ob er mit dem Alltag klarkommt, dann merkt man ja schnell ob alles ok ist und ob er so reagiert wie man es gern hätte in bestimmten Situationen. So habe ich es mit meinen "gebrauchten" Hunden immer gemacht! Das sollte auch drin sein, wenn die Besitzer einen älteren Hund "loswerden" wollen, finde ich.

enouk
18.03.2009, 13:33
Danke schon mal für eure vielen Antworten! Unsere Kinder sind 1 1/2 und 3 Jahre. Wir haben Omas und ein Mädchen in der Nachbarschaft die die Kleinen regelmäßig holt (zu sich heim zum spielen, im Sommer Spielplatz usw). In ein paar Wochen geht die "Große" ja in den Kindergarten. Zu der anderen Frage - ich habe Erfahrung mit zwei Huskies (Geschwister, hatten wir gleichzeitig), also eine ganz andere aber ja auch nicht gerade einfache Rasse und mit einem kleinen Spaniel-Pudel-Mischling. Sehr anders, sehr einfach in Haltung und Erziehung... :-)
Ich weiß dass Molosser sicher ganz anders sind aber das "Wesen Hund" meine ich schon zu kennen.
Ich möchte auf jeden Fall hinfahren und mir das Mädchen anschauen, aus Mitleid möchte ich keinen Hund nehmen, das ist mir zu riskant mit den Kiddies. Ob sie gesund ist möchte ich natürlich auch wissen, HD/ED wäre ja echt schlecht, wenn sie wegen anderen Gründen nicht zur Zucht "taugt" weil von mir aus der Schwanz zu kurz ist oder sonst irgendeine äußerliche Lappalie hat ist mir das egal. Wir möchten einen lieben Familienhund und nicht züchten oder auf Ausstellungen.

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