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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ängstlicher Hund


Cleo-Leo
20.02.2009, 16:32
Eine Frage?
Eine Frage!
Ich hab die Foren durchsucht undhabe irgendwo einen beitrag von Grazi gelesen,das wenn der Hundehalter immer für seinen Hund agiert-wenn ich falsch liege,bitte berichtigen-der Hund ängstlich wird/bleibt,weil er nicht lernt selbst Übereinkünfte zB.mit anderen Hunden zu treffen/Sozialverhalten.
Im Freilauf ja-aber an der Leine?
An der Leine sollte schon der Halter agieren und den Hund vermitteln:Ich kümmere mich um Dein Befinden!Und der Hund sollte gewissheit haben,das er an der Leine eben Ruhe zu geben hat.
Liege ich da falsch?

Cleo-Leo
20.02.2009, 19:44
P.S. Warum frag ich schon wieder so was?
Ich möchte halt ganz sicher gehen,weil man einen 50 kg Molosser mal eben nicht zur Seite zieht,wenns brennt.(wie zB. einen 8kg Jacky)
Hoffe auf Verständnis,danke:lach3:

Niederrhein-Fee
20.02.2009, 20:21
Hallo Cleo-Leo,

es gibt sicher Foris, die das wissenschaftlich erklären können. Ich kann nur aus Erfahrung mit meinen Hunden sagen, daß sie sich an der Leine durch uns am anderen Ende der Leine selbstbewußter und stärker fühlen. Kommt natürlich auch auf den Charakter an.

Wenn ich von weitem irgendetwas kommen sehe und sage so für mich "oh, oh", dann stehen meine Hunde schon stramm "mal sehen, was da kommt. Kann ja nichts passieren, Mama, wir sind ja da". Ich unterlasse diese Äußerungen mittlerweile, da die Hunde sich unnötig für mich stark machen wollen.

Ohne Leine sind sie schon tastender und vorsichtiger, um erstmal die Lage abzuchecken.

Dein Hund ist ja noch Kleinkind und ist sicher nicht so selbstbewußt wie ein erwachsener Hund. Aber da Du Deinen Hund nicht nur an der Leine hast, sondern auch freilaufen läßt, kannst Du ja die unterschiedlichen Verhaltensweisen beobachten und feststellen, ob er bei anderen Hunden ängstlich ist. An der Leine seid Ihr ein Team "mein Hund und ich gegen den Rest der Welt".

Cleo-Leo
20.02.2009, 22:04
Ja,ohne Leine ist sie vorsichtig.
Ich lass sie nicht sofort loslaufen,erst:sitz-Gutti-Komando:Und lauf!
Aber an der Leine baut sie sich manchmal richtig auf und lässt sich wenns richtig arg ist auch nicht mehr ablenken.
Würde ich einfach die Leine loslassen,würde sie spielen wollen(habs einmal ausprobiert mit ner Bekannten ,um zu schauen was passiert)
Würde halt gerne wissen,wie ich sie an der Leine gelassener bekomme.

Grazi
21.02.2009, 05:18
Ich hab die Foren durchsucht undhabe irgendwo einen beitrag von Grazi gelesen,das wenn der Hundehalter immer für seinen Hund agiert-wenn ich falsch liege,bitte berichtigen-der Hund ängstlich wird/bleibt,weil er nicht lernt selbst Übereinkünfte zB.mit anderen Hunden zu treffen/Sozialverhalten.
Im Freilauf ja-aber an der Leine? Hmmm, so habe ich das mit ziemlicher Sicherheit nicht formuliert, weil es a) nicht stimmt und b) es natürlich auch eine sehr individuelle Geschichte ist, in welche Richtung sich ein Hund entwickelt.

Wenn der Halter jedoch jede Interaktion regelt, wird einem Hund eine wichtige Möglichkeit genommen, korrektes Sozialverhalten zu erlernen.... im schlimmsten Fall erzieht man sich so einen Vierbeiner, der überhaupt kein Selbstbewusstsein hat, sich immer nur auf seinen Menschen verlässt und im Fall der Fälle nicht weiss, wie er adäquat auf Artgenossen reagieren soll... oder er entwickelt ein übersteigertes Selbstbewusstsein, weil er ja quasi immer mit seinem Menschen breite Front gegen andere Hunde macht ("Gemeinsam sind wir stark!").

Bitte nicht falsch verstehen: dies soll und ist keine Aufforderung, Hunde immer alles alleine regeln zu lassen!

Für eine saubere Entwicklung braucht man aber Freiräume... muss durch eigene Erfahrungen lernen... muss erkennen, dass man durch unterschiedliche Strategien unterschiedliche Reaktionen hervorrufen kann. Dies wird am besten im freien Kontakt zu Artgenossen erlernt.

Allerdings schaue ich mir gerade bei einem Welpen/Junghund ziemlich genau an, wer uns da entgegenkommt und entscheide dann - gegebenenfalls in Absprache mit dem anderen Hundehalter - ob ein Kontakt zustande kommt oder nicht. Und ich greife auch ein, falls eine Begegnung zu stressig wird oder kippt. Wohlgemerkt: im Freilauf!

An der Leine sehe ich das doch etwas enger, da die Leine den Bewegungsfreiraum des Hundes einschränkt und er dadurch gehandicappt wird. Ein angeleinter Hund darf nicht belästigt werden! Leinenkontakt erlaube ich nur im beidseitigem Einverständnis bei Hunden, die das abkönnen.

Noch eins: in meinem alten Hundeverein hieß es, dass Hunde never ever an der Leine Kontakt machen dürfen, damit sie bei Fremdhundbegegnungen gelassen reagieren und nicht hinziehen. Ich habe mir dadurch aber einen Leinenpöbler herangezogen ("Wenn ich nicht hindarf, muss der andere ja doof sein!") und es hat mich mehr Arbeit gekostet, dieses Verhalten wieder einigermaßen hinzubiegen, als meinen anderen Hunden beizubringen, dass ich entscheide, wann Leinenkontakt gemacht wird und man halt auch mal einfach an einem anderen Hund locker vorbeitrabt.

Grüßlies, Grazi

Lola
21.02.2009, 09:33
Ich kann mich Grazi nur voll und ´ganz anschließen!

Cleo-Leo
21.02.2009, 11:44
Danke,Grazi damit wär meine Frage beantwortet.

Peppi
21.02.2009, 17:02
OT: Da hab ich doch gerade beim Gassi den neuen Revier Bewohner getroffen. Ein junger Dogo A. und ein Schisser vor dem Herrn, ist sogar vor einem Kleinkind weggehüpft und hat versucht sich loszureißen... Herrchen war auch schon ganz fertig!

Cleo-Leo
21.02.2009, 19:23
Sie ist ja mittlerweile kein Schisser mehr,es kommt auf andere voll angriffslustig rüber.

Ah gleich kommt Depeche M im TV-freu-freu

Zumindest zeigt sie keine typischen Anzeichen...,weiß nicht obs ein Verbellen ist,wenn sie sich so ins Zeug legt werde morgen den Tainer treffen und fragen.Nur in der HuSchu klappt ja immer alles.

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