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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jung zu alt - geht das?


Simone
02.07.2008, 13:26
Hallo!

Mich würde mal Eure ehrliche und gerne auch kritische Meinung interessieren.

Wie Ihr wißt, ist unser Lieschen leider gestorben. Nun lebt noch die Oma Luna bei uns. Luna ist 9 1/2 Jahre alt. Da sie aber sehr krank ist, wirkt sie älter. Sie kann nur noch 15 Minuten spazieren gehen und bei den aktuellen Temperaturen gehe ich mit ihr gar nicht spazieren. Insgesamt ist Luna aber momentan sehr gut zurecht und auch gut drauf. Die kurzen Spaziergänge stören sie nicht, da diese nicht von heute auf morgen begonnen habe, sondern die Spaziergänge über Jahre kontinuierlich weniger wurden. Fremde Hunde mag Luna nicht mehr. Wenn ein anderer Hund an ihr vorbei geht ohne sie zu beachten, ist das kein Problem. Wenn der Hund sie aber fixiert, droht sie auch. Früher machte sie das nicht. Ich denke, dass sie sich gesundheitlich fremden Hunden nicht gewachsen fühlt. Seit Lisa nicht mehr da ist leidet schon. Lisa war ihr Jungbrunnen: Sie rannte immer hinter ihr her und bewegte sich dank Lisa im Garten viel mehr als heute. Heute schläft sie die meiste Zeit. Manchmal schimpft sie einen fremden Hund am Zaun, aber da sie schlecht hört, bekommt sie ohne Lisas Hilfe die anderen Hunde nicht mehr mit.

Als Lisa vor 4 Jahren hier einzog, waren wir skeptisch, ob es für Luna ist oder nicht. Auch damals war sie ja gesundheitlich angeschlagen, zudem mochte sie Welpen nicht so sehr. Bei Lisa war es anders. Sie hat Lisa zunäcsht angezickt und dann die ganze Zeit beobachtet und fixiert. Plötzlich - nach 2 Stunden - sprang sie auf und rannte hin und her, bellte und forderte Lisa zum spielen auf. Seitdem wirkte sie wieder viel jünger.

Tja, und nun meine Frage: Eigentlich hätten wir gerne wieder einen Welpen, aber ich denke, dass ein Welpe für Luna eine zu große Belastung wäre. Andererseits würde er ihr vielleicht auch wieder mehr Energie geben. Was denkt Ihr? Oder habt Ihr vielleicht sogar Erfahrungen dazu gemacht?

moro
02.07.2008, 13:46
hallo simone
ich hatte damals zu meinem 12 jährigen rüden,einen neun wochen jungen welpen dazu gekauft.chef blieb immer der alte und er wurde wieder richtig kindisch.obwohl er eigentlich keine welpen richtig mochte,hatte er sich sofort verliebt.eineinhalb jahre hatte ich meinen alten noch,dann mußte ich ihn erlösen.ich glaube schon das ein welpe einen alten und kranken hund wieder aufbaut.
mfg.arnold

Julie
02.07.2008, 13:58
Hallo Simone,

Deine Luna hat für ihre Rasse ein stattliches Alter erreicht. Und das trotz ihrer Erkrankung. Ein Welpe würde zuviel für sie sein. Man hat eigentlich schon vergessen was für ein Quälgeist so ein Welpe sein kann. Ich denke Lunas Reserven reichen dafür nicht. Gönn ihr das bischen Ruhe und die ungeteilte Aufmerksamkeit noch, solange Du sie hast.

Ich hatte jetzt hintereinander zwei junge Hunde WT. April und November. Ich weiß wovon ich spreche!

GOLIATH
02.07.2008, 14:00
Hallo liebe Simone...also ich würde einen Welpen holen,ich denke Luna bekommt dadurch noch mal eine Aufgabe und wird bestimmt auch wieder ein bischen aufblühen...und für Dich ist der Schmerz nicht ganz so gross,wenn Luna irgendwann mal gehen muss,so ging es mir auf jeden Fall bei Goliath ,als Atila 14 Tage vor seinem Tod bei mir einzog...Gruss Goliath :lach3:

Julie
02.07.2008, 14:08
Hallo liebe Simone...also ich würde einen Welpen holen,ich denke Luna bekommt dadurch noch mal eine Aufgabe und wird bestimmt auch wieder ein bischen aufblühen...und für Dich ist der Schmerz nicht ganz so gross,wenn Luna irgendwann mal gehen muss,so ging es mir auf jeden Fall bei Goliath ,als Atila 14 Tage vor seinem Tod bei mir einzog...Gruss Goliath :lach3:


Es macht mich betroffen, wenn man dabei nur an seinen eigenen Schmerz denkt. Bis zu einem bestimmten Alter und bei einem noch fitten Hund habe ich überhaupt keine Bedenken und glaube das positive überragt. Aber wenn ein Hund alt und krank ist, dann sollte er bis zu seinem Tod seine wohlverdiente Ruhe vor so einen kleinen Quälgeist haben. Der nachfolgende Welpe hat dann alle Aufmerksamkeit.

Gast20091091001
02.07.2008, 14:17
Ich denke wie Julie. Der 13 jährige Rüde meiner Schwester mag auch keine anderen Hunde mehr und knurrt auch, wenn sie "was von ihm wollen". Er will nur seine Ruhe.
Meinen kleinen Dogo toleriert er zwar, aber ich denke, wenn er einen Wunsch frei hätte, hätte ich keinen kleinen Dogo mehr...
Er ist ihm viel zu wuselig - ständig läuft er hin und will mit ihm spielen oder einfach nur schnuffeln! Das ist ihm viel zu viel. Er hat starke Arthrose und immer wenn er sich "gemütlich" hingelegt hat, kommt der Kleine und er muss sich mühsam wieder aufrappeln.
Wir ersparen ihm das Ganze zurzeit - vielleicht geht es ja besser, wenn mein Kleiner nicht mehr so viel Blödsinn im Kopf hat.

Ausserdem kann es passieren, dass für den (oder die) Kleinen eine Welt zusammenbricht, wenn deine alte Hündin auch geht...

Tyson
02.07.2008, 14:20
Hallo Simone, ich finde Goliath hat recht, auch bei uns sind die Hunde (auch meine Oldies) wieder super gut drauf, spielen und toben mit Jadis. Wenn Luna die Nase voll hat vom Spielen usw. wird sie es dem Welpen schon sagen. So machen die Großen das hier auch. Ich denke ein Welpe wäre die richtige Entscheidung für Dich und Hannah und Luna, LG Manuela:lach1:

Dana
02.07.2008, 14:34
Also ich finde ein Welpe wäre für alle genau das Richtige, Ich denke da ähnlich wie Goliath. Deine Luna hätte dann auch jemanden, der sie noch einwenig aus der "Reserve" lockt. Ich meine für einen alten Hund ist nichts schlimmer als nur noch rumzuliegen, meine Dana ist auch 9 1/2 Jahre alt und das Leben in unserem Rudel tut ihr gut.
Der Verlust von Deiner Lisa ist sehr schlimm, aber Du ersetzt sie ja nicht, Du gibst einem anderen Hunde bloß die Möglichkeit ein schönes Leben zuhaben.


LG
Catharina:lach1:

Ambalou
02.07.2008, 14:38
Hallo Simone,
meine Balou war in etwa so alt, wie Deine Luna als unser Ridgeback Ambar in´s Haus kam. Sie war allerdings noch gesund.
Ich muss sagen, es hat ihr sehr gutgetan, und sie ist nochmal wieder aufgeblüht.
Für meinen Geschmack hat sie Anfangs der kleinen Nervensäge fast zuviel durchgehen lassen ( und wer Ridgebackwelpen kennt, weiß was die an Energie haben) und sich am Schwanz den Deich runterziehenlassen. Da bin ich wenn´s zu nervig wurde aber mal eingeschritten.
Ich denke auch nur mit ihr allein wären die Spaziergänge kürzer geworden, weil das alte Mädchen es ja nicht mehr eingefordert hatte. Aber wer rastet, der rostet und eine lange Zeit hat sie noch jeden Spaziergang mitgemacht. In ihrem letzten Lebensjahr wollte sie dann nicht mehr mitlaufen und das war dann auch o.k.
Nur in Dänemark im Urlaub hat sie nochmal alles mobilisiert und ist sogar einmal allein in die Nordsee abgehauen (an dem einzigen Tag, wo sie trocken bleiben sollte).
Nun ist sie schon über ein Jahr tot und Ambar auch schon ein Herr in den besten Jahren.
Er übt sich momentan als Patenonkel für den Dackelwelpen einer Freundin.

Also meiner Meinung nach kann ein Welpe den alten nochmal auf Trab bringen, allerdings hab ich keine Erfahrung mit einem kranken und alten Hund.

Viele Grüße
Berit mit Ambar & unvergessen Balou

Gabi
02.07.2008, 14:47
Hallo Simone, das mit Lisa tut mir sehr leid.
Ich hatte vor Knut 2 Hovawarte aus dem gleichen Wurf. Die Hündin mußte ich mit 12 Jahren erlösen. Da ich Angst hatte, dass Robin zu sehr trauert habe ich Knut dazu geholt. Robin war auch ein richtiger Opa und wollte auch nicht mehr so sehr lange spazieren gehen. wenn er mit anderen zu heftig gespielt hat, ist er oft auch hinten eingebrochen. Knut hat ihn schon sehr gefordert und vielleicht sogar manchmal überfordert. Auf der anderen Seite hatte er auch Phasen, wo man das Gefühl hatte, er wäre in den Jungbrunnen gefallen. Er war aber auch durchaus in der lage, dem kleinen zu sagen, wenn ihm was zu viel wurde. Er blieb bis zum Schluß der Chef. Wir hatten ihn noch ein halbes Jahr und dann mußten wir auch ihn erlösen, weil er vom Krebs zerfressen war. Der Abschied war zwar sehr schwer, aber irgendwie hat es uns sehr gut getan, dass der Kleine da war und uns auf Trab gehalten hat.

Dickbert
02.07.2008, 14:55
Hallo Simone,
das ist eine sehr schwierige Entscheidung.
Ich denke es kommt immer auf den Hund an.
Ich wüsste z.B. das ich Cherry die auch schon 9 Jahre alt und gesund ist mit einen Welpen nicht unbedingt einen Gefallen tun würde. Noch dazu wenn sie gesundheitlich angeschlagen wär.
Digger dagegen hätte mit seinen 9 Jahren sicherlich nichts dagegen.
Wenn Luna freundlich zu Welpen ist würde ich mich schon für einen entscheiden.
Da sie das ja aber nicht unbedingt ist müsste man das ausprobieren vieleicht würde es ja wieder so gut funktionieren wie mit Lisa. Das Problem ist dann nur wenn es doch nicht klappt.:wie:


Grüßlis
Yvonne:lach1:

Julie
02.07.2008, 15:03
Ich muss mich noch mal zu Wort melden, weil mir etwas eingefallen war:

Ich war über eine Woche unterwegs und brachte dann unseren Neuzugang (Welpe) mit. Inzwischen erkrankte meine noch junge Hündin, die zu Hause geblieben war. Sie hatte sich durch einen Zeckenbiss eine Piroplasmose eingehandelt. Es ging ihr nicht gut. Alle naselang wurde der Welpe angenurrt und angefaucht. Gott sei Dank schlug die Behandlung gleich an und das dauerte nur noch zwei Tage und die Ältere akzeptierte den Welpen.
Wenn ich mir aber vorstelle die Krankheit wäre fortlaufend gewesen und das Verhalten wäre immer so weiter gegangen, wäre es auch für den Welpen nicht gerade förderlich gewesen.

Grazi
02.07.2008, 15:11
Ich habe 2x Welpen zu älteren / alten Hunden genommen und 1x eine Seniorin zu zwei erheblich jüngeren Hunden. Es hat zwar immer gut geklappt... aber ich würde diese Entscheidung trotzdem immer von der individuellen Konstellation abhängig machen und nicht sagen, dass der alte Hund generell von dem Junggemüse profitiert.

Vega kam als Welpe zu einem 6-jährigen Doggen-Mix und einem 12-jährigen Terrier-Mix. Also zu zwei (ihrer Rasse entsprechenden) alten Hündinnen. Beide waren zu dem Zeitpunkt aber weitestgehend beschwerdefrei und fit. Die kleine Violetta hat sich relativ wenig mit Vega beschäftigt.... sie fand Welpen nie besonders toll, hat ihr also primär das Hunde-1x1 beigebracht und bei extrem guter Laune mal mit ihr gespielt. Demona hingegen fand Welpen schon immer klasse und genoss es, mit dem Baby herumzutollen.

Zwei Jahre später sah die Situation schon wieder ganz anders aus. Vio lebte nicht mehr und Mortisha kam zu uns. Demi (mit nun 8 Jahren nicht mehr ganz so agil) konnte mit dem Winzling nur noch wenig anfangen und spielte die große graue Eminenz, während Vega die "Mutterrolle" übernahm und sich den lieben langen Tag um den Welpen kümmerte.

Ein extremes "Aufblühen" der älteren Hündinnen konnte ich nicht beobachten, obschon alle Mädels hervorragend miteinander auskamen und sich auch viel miteinander beschäftigten.

Nach Demis Tod kam Shila mit gut 13 Jahren zu einer 3- und einer 1 1/1-Jährigen. Bei ihr konnte man regelrecht sehen, wie gut ihr die beiden jüngeren Hündinnen taten... dies kann aber auch an ihrer Vorgeschichte liegen. Man hatte sich in den letzten Jahren offenbar wenig um sie gekümmert und sie genoss (geniesst) die Action bei uns. Damals war sie ihrem Alter entsprechend aber noch recht gut dabei. Heute - mit einer starken Herzproblematik und schmerzhaften Knochen - würde ich ihr aber ganz sicher keine wuselige "Dauerbespaßung" mehr antun.

Lange Rede, kurzer Sinn: prinzipiell kann es für beide Parteien von Vorteil sein, trotz erheblichen Altersunterschieds mit einem Hundekumpel zusammenzuleben. Ich würde es jedoch immer vom gesundheitlichen Zustand, vom Allgemeinbefinden und von der Toleranz des alten Hundes abhängig machen.... und ganz ehrlich: was ich hier im Forum bisher über Luna gelesen habe, klingt so, als ob ich ihr keine Nervensäge mehr vor die Nase setzen würde! IMO hat sie ihre Ruhe verdient.

Davon einmal abgesehen solltest du den Mehraufwand für dich in Betracht ziehen. Ich z.B. habe drei Hunde mit extrem unterschiedlichen Bedürfnissen und muss immer darauf achten, allen gerecht zu werden. Dazu gehören teilweise auch getrennte Spaziergänge... und Shila "is not amused", wenn ich mir die beiden anderen schnappe, um noch mal mit ihnen loszuziehen... sie aber zuhause bleiben muss. :boese3:

Bei Luna befürchte ich schon fast, dass sie - selbst wenn sie den Welpen wider Erwarten sofort ganz toll fände - körperlich nicht einmal ansatzweise mehr mithalten könnte...

Grüßlies, Grazi

bmk
02.07.2008, 15:14
zwiespältig die situation.
unser filou blühte damals bei krümis einzug auch noch etwas auf mit seinen 13 jahren, er hatte aber nur alterstypische leiden und war nicht ernsthaft krank. ob man luna noch einen welpen zumuten kann musst du am besten wissen simone.
jedenfalls wünsch ich lunchen nur das allerbeste!

Dana
02.07.2008, 15:15
@ Julie, meinst Du nicht das es unerheblich ist, wie alt ein Hund ist wenn er krank ist? Da hätte doch jeder schlecht Laune ( auch Mensch), und wäre von jedem anderen genervt.:04:

LG
Catharina:)

Grazi
02.07.2008, 15:18
Ich glaube, das hast du falsch verstanden, Catharina... Julie ging es sich er nicht darum, darauf hinzuweisen, dass ein Hund erkranken kann und deswegen unleidlich ist. Vielmehr habe ich es als Hinweis auf Lunas schwere chronische Erkrankung verstanden, die sich im Grunde nur verschlimmern kann.

Grüßlies, Grazi

Monty
02.07.2008, 16:04
... das ist mit Sicherheit auch abhängig vom Charakter und Temperament des Welpen...

Meine Meinung ist das der Welpe durchaus lernen kann den älteren Hund in manchen Situationen nicht zu stören, nervt der Jungspund und akzeptiert dies nicht, könnten die Hunde immer noch räumlich getrennt werden

Rocky
02.07.2008, 17:24
.... Hundeomas können sehr wohl auch im hohen Alter mit so einem Rabautzen umgehen. Sie könnte dem Kleinen schon mal ein paar Begriffe des Anstands beibringen - auf hündisch und damit sehr schnell einprägsam :lach2: Womöglich schenkst du durch diese "Frischblut-Kur" deiner Luna auch noch zusätzlich ein paar Monate Lebensfreude :herz:

Lieber Gruss
Beat

Peppi
02.07.2008, 18:18
Zuerst würde ich alle die aufgeführten Argumente die sich mit Deinem Schmerz beschäftigen ausklammern, weil das in meinen Augen falsch verstandene Tierliebe ist.

Ansonsten gibt es in meinen Augen keine Pauschal-Antwort und ich würde das von der Oma abhängig machen. Wenn Sie mehr drunter leidet als davon profitiert, dann ein klares Nein. Dann gebe ich meiner Vorrednerin Recht, dass sie einen Anspruch auf ungeteilte Aufmerksamkeit hat.

Kannst Du es nicht mit irgendeinem fremden jungbrunnen testen??? Mal zum Wochenende jemanden einladen, oder so???

Conner
02.07.2008, 18:38
Ich würde es nicht tun sondern die Oma in Ruhe ihr Alter genießen lassen.
Bei so unterschiedlichen Ansprüchen eines Welpen und einer Oma müßtest auch Du Dich zeitlich 2teilen um allen gerecht zu werden.

Faltendackelfrauchen
02.07.2008, 19:06
Hallo,

ich würde niemals einen Welpen oder Junghund zu einem alten kranken Hund holen. Der Alte braucht viel Ruhe, der Junge braucht jemanden zum Spielen. Keiner kann dem anderen geben, was er braucht. Der Alte quält sich, weil er mithalten will, der Junge quält sich vor Langeweile!

Bekannte haben zum 13jährigen Cairnterrier einen 1jährige Mixhündin genommen. Es war für beide sehr, sehr unbefriedigend. Der alte hat sich ständig zurückgezogen, ist geflüchtet, die Junge hat sich zu Tode gelangweilt. Daran konnte auch das Herrchen nichts ändern, der viel Extratouren mit dem Jungspunt unternahm und auch mit ihr Fahrrad fuhr. Nun ist der alte Hund tot, ein junger Rüde ist eingezogen, die beiden spielen, spielen, spielen. Endlich das das junge Mädchen, was es die letzten 3 Jahre nicht gehabt hat.

Es gibt genügend ältere Nothunde! Die haben es dringend nötig, sind vom Wesen her auch nicht alle versaut und leben vielleicht auch so lange wie manche, die man als vermeintlich gesunden Welpen holt.

Tschüss
FDF

Simone
02.07.2008, 20:45
Es gibt genügend ältere Nothunde! Die haben es dringend nötig, sind vom Wesen her auch nicht alle versaut und leben vielleicht auch so lange wie manche, die man als vermeintlich gesunden Welpen holt.

Hallo!

Natürlich gibt es genügend ältere Hunde, aber ein älterer Hund kommt aktuell für uns nicht in Frage. Luna würde keinen erwachsenen Hund in ihrem zu Hause dulden. Zudem muss ich auch sagen, dass ich mir mit einer so kleinen Tochter keinen Nothund ins Haus holen würde. Ich weiß, dass das in vielen Fällen gut geht, aber meine Sorge, dass der Hund am Ende doch etwas erlebt hat, von dem ich nicht weiß und auf irgendeine Bewegung vom Kind unvorhergehen reagiert, wäre mir zu groß. Eine Freundin hat einen Hund vom TH vermittelt bekommen. Der Hund wurde als Anfängerhund und völlig problemlos beschrieben. Es stellte sich dann recht bald heraus, dass er insb. dunkelhaarige Jungs, aber Kinder im allgemeinen, nicht mag. Der arme Hund hat sicher sehr schlimme Erfahrungen gemacht und er ist bei meiner Freundin (ohne Kind) auch gut aufgehoben, aber mir wäre das zum jetzigen Zeitpunkt zu riskant.

@all:
Wie ich befürchtet habe: Es gibt zwei Ansichten und man kann nicht sagen, was der bessere Weg wäre. Ich denke eher, dass wir momentan keinen Welpen zu uns holen werden. Der Gedanken ist aber natürlich da. Das wichtigste ist aber für mich, dass Luna mit der Entscheidung pro oder contra zufrieden ist.

Monty
02.07.2008, 22:25
kommt Zeit - kommt Rat...

wenn der Richtige vor euch steht, wisst Ihr das

... käme event. ein Junger Hund, z.B. halbjährig mit bekannter Vorgeschichte in Frage?

Rocky
02.07.2008, 22:29
.... passt oder nicht. Es kann sein, dass du die Luna komplett überforderst, es muss aber nicht so sein.

Ich würde den Gedanken unbedingt weiter spinnen. Deine Kleine zusammen mit einem Hund aufwachsen zu lassen ist ein sehr schönes Erlebnis für Alle. Ausserdem wird der Abschiedsschmerz, schon Lunas Alters wegen in ein paar Monaten oder Jährchen etwas weniger heftig sein.

Mit deinen Hundeerfahrungen kannst du dieses "Problem" sehr wohl ruhig und allen pessimistischen (gut gemeinten) Zwischenrufen zum Trotz, optimistisch angehen.

Lieber Gruss
Beat

Dani
03.07.2008, 11:09
Hallo Simone !

Wenn ich es wäre würde ich Luna die alleinige Aufmerksamkeit schenken, denn Du weist nicht wie lange sie Dir bleibt und somit erfreu dich das Du dich voll und ganz um sie kümmern kannst und Ihr Beide somit eine intensivere Zeit zusammen genissen könnt. Denn bedenke das der Welpe viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Aber die Enscheidung musst Du selber treffen denn nur Du kennst Deine Luna und weißt was Du Ihr zumuten kannst.

Lieben Gruß Dani :lach3:

nane202
04.07.2008, 16:59
Hallo Simone,

ich denke, ich kann gerade aus eigener, ganz frischer Erfahrung sprechen...

Eika ist 8 Jahre alt und ein bißchen knörzig, wir haben ihre Arthrose gut im Griff, sodass sie unseren großen Spaziergänge mitgeht, nur Fahrrad fährt sie nicht mit, sie ist aber gesundheitlich besser drauf als Luna...und nun ist Lotte eingezogen und sie ist ein richtiger Wirbel...ohne Napoli hätte ich mich jetzt nicht mehr für eine Welpen entscheiden. denn Napoli spielt mit der Kleinen, Eika greift immer nur erzieherisch ein.

Nur Eika Und Lotte wäre für beide Quälerei.

Hermine
04.07.2008, 20:17
Das ist doch sicherlich auch von Hund zu Hund verschieden. Ich habe schon viele alte Hunde gesehen, die mit einem jungen Hund richtig aufgeblüht sind und sich nicht ,,gequält" haben. Sie haben erzieherisch eingegriffen und auch erzieherisch einmal ,,nein" geknurrt, wenn sie nicht wollten und der junge Hund hat es akzeptiert und sich was anderes vorgenommen. Was ist denn, wenn ein junger Hund alleine in einer Familie groß wird, da muss er sich doch auch einfügen und kann nicht ständig ,,Programm" haben!

Peppi
04.07.2008, 20:28
ich denke die Gedanken der "Gegner" drehten sich eher um die Oma und weniger um den Welpen. Da hast Du natürlich Recht. So eine Erzieherin kann eigentlich nur gut sein...:lach1:

Simone
04.07.2008, 21:01
Meine Sorgen und Gedanken gelten auch alle Luna. Ein Welpe würde von Luna sicher profitieren. Ich befürchte aber auch, dass es für sie zuviel sein könnte. Allerdings hatte ich diese Sorgen auch vor 4 Jahren als Lisa einzog und stellte dann genau das Gegenteil fest, denn Luna blühte total auf. Aber heute ist sie natürlich 4 Jahre älter, was eine Menge ist.

käme event. ein Junger Hund, z.B. halbjährig mit bekannter Vorgeschichte in Frage

Grundsätzlich schon, aber das wäre für Luna ja genausoviel Stress wie ein Welpe. Ich denke, dass sie sich dann eher mit einem Welpen arrangieren könnte. Aber meine Tendenz geht eher dazu, Lunchen als Einzelhund zu behalten - auch wenn es mir schwer fällt. Vielleicht ändere ich ja nochmal meine Meinung, das will ich natürlich nicht ausschliessen.

Tyson
04.07.2008, 21:43
Genau, laß Dir Zeit, Du wirst schon die richtige Entscheidung für Lunchen und Euch treffen, LG Manuela:lach2::lach2::lach1:

Rübchen
05.07.2008, 07:40
hallo Simone !
wir hatten damals zu unserer 20 jährigen schäferhundmischung den 5jährigen MAN/CC mix paco geholt -- es ging super gut - die alte dame lebte nochmals richtig auf --- umgekehrt lief es leider schief --- als "frau müller" unsere dogo - hündin im februar starb beschlossen wir, da wir merkten dass paco trauerte - eine ältere hunddame zu holen - leider brachte uns die frau vom tierschutz (sie holt die tiere aus den tötungsstationen in frankreich) keine ältere american bulldog hündin (wie besprochen) vorbei , sondern irgendeinen jagdhundmix ca. 3 jahre alt - unter dem vorbehalt dass wir die hündin zurückbringen können wenn es nicht klappt haben wir es ausprobiert - leider ging es total schief - die hündin wollte sofort das zepter übernehmen und paco bekam - obwohl wir die beiden dann sofort getrennt hatten nach 3 tagen einen schlaganfall - er war total gestresst - ich denke im nachhinein dass es von uns totaler schwachsinn war, denn mit seinen 15 jahren wollte paco nur noch ruhe .........
es kommt auf beide hunde an --- wie gesagt im falle unserer 1. hündin ging es gut als wir paco holten - im falle von paco ging es schief .........
laßt euch zeit ! liebe grüße
elisabeth mit bolle (der noch schläft ) :lach1:

Hermine
05.07.2008, 09:22
Ich würde auch erst einmal abwarten, der Tod der anderen Hündin ist noch nicht so lange her, irgendwann weiß man instinktiv was das Richtige ist.

Lola
08.07.2008, 10:24
Ganz ehrlich Simone ich glaube Luna ist jetzt so ganz glücklich.
Ich glaube Du würdest ihr damit nichts Gutes tun.
Sie ist ja nicht nur alt sondern auch sehr krank.
Wenn ein Welpe ins Haus kommt wird es so sein das Du Dich viel mehr um ihn kümmern musst.
So bleibt sie auf der Strecke.
Und fühlt sich abgeschoben.
Genieße die Zeit mit ihr wo Du sie noch hast!
All zu lange wird sie sicher nicht mehr da sein.
Dann kannst du Dir immer noch einen Welpen holen und mit ihm alle Zeit verbringen ohne schlechtes Gewissen.

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