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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : auf "hühnerjagt"


bully_franz
03.05.2008, 11:04
auf unserem heutigen Spaziergang sind wir, wie immer, an einem gehege mit Hühner vorbeigekommen. Bisher hat franz die federviecher immer nur ganz neugierig beobachtet.
heute hat er allerdings ein loch im zaun entdeckt. ich dachte mir rutscht das herz in die hose!
klaro, das er den hühner nichts tun wollte, aber DIE waren davon nicht so überzeugt wie ich *g*
ich satnd da also wild-lockend am zaun und als er endlich kam, musste ich ihn durch das loch ziehen. er hat den ausgang alleine nicht gefunden, oder wollte es nicht *g*

wie reagiert man in einer solchen situation denn richtig?

Bibi
03.05.2008, 12:09
Hallo,
also, ich würde nicht automatisch davon ausgehen das er den Hühner nichts tun wollte(auch wenn die vielleicht zum Teil größer sind als er) der Hund ist nun mal ein Beutejäger, auch wenn das zum Glück bei den Bullys nicht so ausgeprägt ist. Meist ist es immer so das die Hunde erst nur neugierig sind und es dann irgendwann umschlägt und sie das Jagen entdecken und dann gerne öfter versuchen, ist schließlich ein selbstbelohnendes Verhalten. Du hast Glück das es jetzt das erste Mal erst war, einem Jagdtrieb sollte man im besten Falle vorher vorbeugen und nicht abwarten bis es passiert. Ich würde dir raten deinen Hund bei den Hühnern nun anzuleinen und mit ihm zu üben dort entspannt vorbei zugehen. Hühner etc. sollten tabu sein. Übe wenn es geht ein Abruchsingnal und auf Rückruf sollte er natürlich auch reagieren, klappt aber beim Jagen ja oft nicht weils so schön ist ;-) Da geht Abruch manchmal besser. Suche dir öfter "wilde Tiere" an denen du vorbei gehen kannst zum üben.
Viel Erfolg und Konsequenz:lach1:

Tyson
03.05.2008, 13:49
:lach3: Ich habe zum Glück eine gute Versicherung und einen lieben Versicherungsfritzen, als ich dem sagte, daß mein Merlin auf Hühnerjagd war und 9 wertvolle Zuchthühner (die auch auf Ausstellungen gingen) erlegt hat, hat er nur geschmunzelt und die Leute bekamen innerhalb weniger Tage ihr Geld und von mir eine große Entschuldigung, LG Manuela :lach1:

bully_franz
03.05.2008, 14:09
:3D01: ich hoffe ja nicht das es mal soweit kommt *g*
obwohl ich auch (denke ich zumindest) eine recht gute versicherung habe, möchte ich mir DAS gerne ersparen.......

Peppi
04.05.2008, 08:49
Siehe auch Sozialisations- und Prägephasen beim Welpen...:lach2:

bully_franz
04.05.2008, 09:10
ok, danke!

Peppi
04.05.2008, 10:19
Schön an andere Tiere gewöhnen. Ist doch super, wenn Du ihn trotz fliehender Hühner (wie oben angedeutet) noch zu Dir rufen konntest. Wer kann das denn?

Freu Dich über diesen Erfolg und mach das mit allem was keucht und fleucht.

:lach1:

bold-dog
04.05.2008, 10:37
unser Obelix, auch ein french Bully kam mit 6 Jahren aus dem Tierheim zu uns.
Er hat hier bei uns 1 Huhn getötet, den Hahn schwer verletzt und einen Toulosuer-Gänserich getötet(das Tier war schwerer als der Hund !):schreck:
Er hat sich selbst Löcher in den Zaun gemacht, bzw. hat sich darunter durchgegraben.....:schreck:
Mich hat er anfangs mehrmals gebissen ! und ihm was aus dem Maul nehmen, das ging schon gar nicht......bzw. nur mit Verletzungsrisiko !
wäre es ein grosser Hund gewesen, dann hätten wir hier ein Problem gehabt, mit einem 15 kg Wüterich, mit fehlenden Zähnen und kurzer Bulldog-Schnauze werde ich dann aber doch gerade noch so fertig.:p:D
soviel zu : alle Frenchies sind soooooo lieb !

Konsequenz für uns : Federvieh abgeschafft ! Katzen so gesichert das nichts passieren kann (kein Zutritt für Obelix in den Pferdestall, nur wenn er angeleint ist !)

Obelix ist und bleibt ein Stinkstiefel ! und wir lieben ihn so wie er ist.:herz2:
Jetzt ist er fast 10 und wird auf seine alten Tage wunderlich.....er hat sich zum grossen Schmuser entwickelt, ist sehr liebenswürdig und überhaupt :
er ist ein Klasse-Hund

bully_franz
04.05.2008, 10:46
ooooohhhhhh, so eine schöne graue schnauze!!!! :herz:
ich unterschätze die bullys auch auf keinen fall, denn auch wenn sie klein sind, sind es hunde und die haben nunmal ihre instinkte.
abwer ich habe in dem moment dem franz angesehen, das er den hühner nix böses wollte. naja das kann auch schnell umschlagen, weiß ich ja......

momentan versuchen wir gerade eine schwierige übung. immer wenn mein sohn mit dem fahrrad an ihm vorbei fährt will er hinterher preschen. da muss ich schon mein ganzes lock und lob sortiment anwenden das er auch bleibt. denn wenn er einmal rennt, dann rennt er *g*
er ist ja auch gerade mal eine woche hier und dafür macht er sich echt gut.

besonders rennen tut er, wenn wir nach dem spazieren gehen in unsere straße einbiegen. ENDLICH ZU HAUSE!!!!! wie können wir es auch wagen mit ihm spazieren gehen zu wollen *g*

Peppi
04.05.2008, 10:56
Birgit, man darf doch einen Welpen nicht mit einem Hund aus dem Tierheim vergleichen. Das ist viel wichtiger als der die Tatsache dass es sich um die gleiche Rasse handelt... Jetzt als Welpe hast Du die Chance ihn dran zu gewöhnen.

Und das zwar mit Lob - ABER ANGELEINT. So, dass er nicht ausbrechen kann. Das ist "selbstbelohnend" und macht die Sache schwierig.

Nutzt die Zeit wo er klein ist. So gut lernt er nie wieder. Leine dran, nein sagen, fertig.

Es kann so einfach sein! :lach1:

BeateH
04.05.2008, 11:16
also unsere Elfie (das ist die auf meinem Avatar-Bild) kannte von klein auf Hühner, ihr ist sogar als Junghund mal ein Küken unter den Lefzen durchgelaufen und kam vollgeschleimt auf der anderen Seite wieder raus (und wir hatten natürlich kein Fotoapparat dabei!) Später hat sie trotzdem 3 von unseren Hühner umgebracht. Unsere Hühner laufen völlig frei auf dem Hof und können somit überall hin. Durch Elfie hab ich erstens gelernt, dass Hühner sich in Gefahrensituationen totstellen und dass sie gar nicht soo doof sind. Wir haben unser Grundstück am Haus eingezäunt. Auf beiden Seiten des Zauns sind Bordeauxdoggen, die Hühner haben ganz schnell gelernt, nicht über den Zaun in unser Grundstück zu fliegen, weil da die "böse" BX lebte. Nur wenn neue Hühner angeschafft wurden, waren einige am Anfang selbstmordgefährdet....

Peppi
04.05.2008, 12:14
Ich meinte ja auch nicht den Welpen mit den Hühnern sich selbsst überlassen, sondern ihn auf Hühner zu sozialisieren. Heisst mit dem Hund arbeiten, dass er lernt: Huhn = Freund.

Das sollte i.d.R. beim Hund möglich sein...

BeateH
04.05.2008, 13:58
wir haben natürlich den Welpen auch nicht mit den Hühnern alleine gelassen.. mit den anderen BX hatte ich auch nie Probleme ihnen zu erklären, dass Hühner kein Spielzeug sind, aber Elfie war halt die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt

Peppi
04.05.2008, 16:55
Ausnahmen gibt's! Zustimm :sorry:

Tyson
04.05.2008, 18:44
also unsere Elfie (das ist die auf meinem Avatar-Bild) kannte von klein auf Hühner, ihr ist sogar als Junghund mal ein Küken unter den Lefzen durchgelaufen und kam vollgeschleimt auf der anderen Seite wieder raus (und wir hatten natürlich kein Fotoapparat dabei!) Später hat sie trotzdem 3 von unseren Hühner umgebracht. Unsere Hühner laufen völlig frei auf dem Hof und können somit überall hin. Durch Elfie hab ich erstens gelernt, dass Hühner sich in Gefahrensituationen totstellen und dass sie gar nicht soo doof sind. Wir haben unser Grundstück am Haus eingezäunt. Auf beiden Seiten des Zauns sind Bordeauxdoggen, die Hühner haben ganz schnell gelernt, nicht über den Zaun in unser Grundstück zu fliegen, weil da die "böse" BX lebte. Nur wenn neue Hühner angeschafft wurden, waren einige am Anfang selbstmordgefährdet....

Mein 1. Pyrenäenberghund "liebte" Hühner auch über alles! Leider besaß mein Nachbar auch Selbstmörderhühner! Ich hab sie dann gefangen und wieder rübergeworfen. Leider hat es einmal nicht geklappt, ich komm raus und überall liegen weiße Federn, ich schnell alles weggefegt und just in diesem Moment rief mein Nachbar mir zu ob eines seiner Hühner bei uns sei. Meinem Hund schaute noch das Hühnerbein aus dem Maul! Des lieben Nachbarsfrieden halber log ich ganz tapfer, NEIN, hier ist keins, zum Glück hat er seine Hühner nun auch abgeschafft, er hat nun selbst 2 Hunde, LG Manuela :lach1:

bully_franz
04.05.2008, 19:19
Meinem Hund schaute noch das Hühnerbein aus dem Maul! Des lieben Nachbarsfrieden halber log ich ganz tapfer, NEIN, hier ist keins, zum Glück hat er seine Hühner nun auch abgeschafft, er hat nun selbst 2 Hunde, LG Manuela :lach1:

hihi :lach1:

bold-dog
05.05.2008, 11:05
Peppi : :sorry:kam vielleicht nicht so rüber, aber gemeint hab ich :
Obelix ist ein negativ Beispiel, dafür was aus einem Hund wird wenn so ein Bürschlein als Welpe nicht gut sozialisiert wird.
Auch wenns "nur" ein Frenchie ist.
Da nutzt dann auch kein a-l "Anti-Jagdtraining" mehr ......

Ich oute mich jetzt mal als Sprüh-Halsbandbenutzer :schreck:
Aber auch das wirkte nicht.
Bei Obelix kannste die Patrone leer sprühen, der lässt nicht von seinem Vorhaben ab:boese5:
Das sitzt bei dem so drin.....
Wir haben uns dann einfach mal entschieden den Hund so zu nehmen wie er ist, mit allen Ecken und Kanten.
O.Ton unseres sehr netten und kompetenten Hundetrainers : Bei dem wartest Du am besten bis er blind und taub ist, dann ist gut:D

aber ganz sicher hat man ihn in seinem vorherigen Leben mal nach Mitternacht gefüttert, oder er wurde nass:36:

Tyson
05.05.2008, 17:16
:lach3: Ach Birgit, ich kann Dich gut verstehen. Mein Alfi seines Zeichens HSH genauso wie mein 2. der Merlin, die gleiche Rasse, hätten auch dann nicht losgelassen oder gehorcht und ich bekam Beide als Welpe. Merlin war sogar noch einen Zacken schärfer, wenn der gewuß hätte, daß im Gartenboden Regenwürmer leben, er hätte ihn umgegraben, totsicher! Mir taten immer die armen Igel leid, die ich früh im Garten gefunden habe, er hat versucht alles was im Garten oder darum war zu jagen und leider auch zu töten :sorry: LG Manuela

Napo
05.05.2008, 19:48
Leider habe ich hier auch Erfahrungen. Gute und Schlechte.
Unser erster Neufundländer Theo konnte sich auch mal unter Hühnern austoben. Er hat dann alle gejagt, bis die armen Viecher ohnmächtig waren, hat aber glücklicherweise keines verletzt, er wollte wirklich nur spielen :boese3: .
Der zweite Neufundländer den wir hatten (Alex) dagegen bekam mal das Kaninchen vom Nachbarn zu packen. Der Tierarzt konnte dem armen Tier aber gottseidank nochmal das Leben retten, aber hätte man den Hund nicht noch rechtzeitig mit dem Kaninchen erwischt... :schreck:
Mein lieber Nero konnte keiner Fliege was zuleide tun:herz:. Ob andere Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Igel, Vögel...durften auch alle an sein Futter. Wobei mir bei dem Anblick nicht ganz wohl war, wenn er fraß und drei Katzen auch ihren Kopf in die Schüssel streckten. Ist aber immer gut gegangen.

Gast200912280002
05.05.2008, 19:59
Hallo Manuela,

... Mir taten immer die armen Igel leid, die ich früh im Garten gefunden habe, er hat versucht alles was im Garten oder darum war zu jagen und leider auch zu töten :sorry: LG Manuela

:schreck: IGEL?
da macht doch sogar der Fuchs einen Bogen drum!:schreck:
Wie sah denn die Hundenase danach aus? *auweia*

Liebe grüße- Kati und das Rudel

Tyson
05.05.2008, 21:10
:lach3: Leider waren die immer heil, ich habe mir soooo oft gewünscht, daß er mal Stacheln in der Schnute oder ne kaputte Nase hätte, er war nie verletzt und es waren oft sehr große Igel, LG Manuela

bold-dog
06.05.2008, 09:28
unsere Kuvasz Hündin hat auch alles gepackt was im Garten rumlief : Igel vor allem, und auch Blindschleichen....

Gast20091091001
06.05.2008, 14:53
Ich übe mit dem Kleinen auch gerade das "Tolerieren" von Viechzeug - die Kühe stehen ja wieder auf ihren Weiden! Mein 6 jähriger Rüde ist mir dabei eine Riesenhilfe, er 'beruhigt' den Kleinen ungemein...

Vielleicht kennt ihr ja auch einen (Viechzeug-)erfahrenen, älteren Hund?

Sylvia
06.05.2008, 15:24
Mein Django Bullmastiff/Schäferhundmischling hat mal bei einem Spaziergang ein Huhn geschnappt. Das Huhn war durch den Zaun gekrochen und außerhalb des eigenen Geländes. Selbst Schuld oder????
;)))))
Es hatte auch noch Glück! Mein riesiger Rüde trug das Huhn eine Weile umher. Die Beine links und auf der anderen Seite der Kopf... hingen aus der Schnauze und mein Hund gab freiwillig nach allerdings mehrmaliger Aufforderung seine "Beute" zurück. Das Huhn stand auf und lief gackernd davon.
Igel wurden generell nachts rumgeschleppt. Ronja wild bellend hinterher. Das störte dann doch gewaltig meinen und den Schlaf meiner Nachbarn.
Mit Schrubber und Kehrblech bewaffnet versuchte ich dann immer den beiden Störenfrieden ihr "Spielzeug" wegzunehmen.
Denkste!!!
Man trug den Igel gemeinsam in die hinterste Ecke der Hütte. Wohl wissend, dass Frauchen nicht dort hinkommt.
Mit dem mitgebrachten Schrubber versuchte ich dann immer, den Igel vor zu kullern, um ihn auf dem Kehrblech außerhalb unseres eingezäunten Geländes wider zu beleben und in den Graben zu setzen.
Denkste!
Mein Rüde drängelte mich immer leicht zur Seite, rüpelte mit der Schnauze die Decke über den Igel, legte sich davor und schaute mich so an...
Ist irgendwas? ich bin es... dein Django und ich habe gaaaaaarnichts gemacht.... :)))

Von hinten drängelte dann immer Ronja, weil auch sie den Stachelball haben wollte....
Ich manipulierte meine Hunde meistens aber ich sage euch... jedes Mal musste ich mir was anderes ausdenken, weil sie auf meine kleinen "Tricks" nicht wiederholt reinfielen.
Zum Glück haben die beiden weder Huhn noch unzähligen Igeln nie etwas getan. Nur HABEN WOLLEN…. )))
Nur einmal einer Katze. Aber ich denke, dass die Katze suizidgefährdet war und nur ne schnelle Lösung suchte. Wissend... wer auf unserem Grundstück residiert, schlich sie nachts durch die Blumenrabatte und starb sekundenschnell... noch ehe ich den Ort der Selbsttötung erreichte. WER von den Beiden der Übeltäter war, bleibt ihr ewiges...Geheimnis...

Grazi
07.05.2008, 04:48
Vielleicht kennt ihr ja auch einen (Viechzeug-)erfahrenen, älteren Hund? Leider hilft das auch nicht immer. *seufz*

Da Vega und Demona einen mäßigen bis ordentlich ausgeprägt entwickelten Jagdtrieb haben/hatten, haben wir tunlichst vermieden, dass sie Mortisha zeigen, wie interessant und lustig das Jagen sein kann. In kaninchen- und rehreichen Gegenden kamen die Großen an die Leine und wurden so beschäftigt, dass auch keine Anspannung aufkommen konnte... dass sie keine Witterung aufnahmen. Welpchen durfte derweil frei herumlaufen und zeigte sich überhaupt nicht interessiert.

Kühe und Pferde waren kein Problem, weil die älteren Hündinnen locker und unangeleint an denen vorbei können/konnten.

Tja.... ich war also bester Hoffnung. ;)

Bis zu dem Tag, an dem ein Kaninchen full speed den Weg der unangeleinten Demona und der ebenfalls frei laufenden Mortisha (damals 7 Monate) kreuzte: Demi reagierte gar nicht... dafür preschte der Gremlin hinterher, rauf auf den Bahndamm. :schreck:

An diesem Tag ist Tishas Jagdtrieb entbrannt und wir haben ihn bis dato noch nicht unter Kontrolle. :( Sie ist übrigens ein Frenchie-Mix...

Grüßlies, Grazi

bully_franz
07.05.2008, 06:35
ja, wenn der schlummernde trieb einmal geweckt wird..........
oh man auf den bahndamm!? oh graus :schreck:

Gast20091091001
07.05.2008, 09:07
Hallo Grazi,
Ja, du hast Recht! Man muss zwischen Viechzeug und Viechzeug unterscheiden. Mein 6 jähriger Ridgeback Mix legt so ein desinteressiertes, gelangweiltes und gleichgültiges Gesicht (& "Körpersprache") an den Tag, wenn ich mit dem Kleinen vor einer eingzäunten Herde Kühe, Schafe oder vor Pferden oder Hühnern übe...das ist sehr hilfreich. Ich hab das jetzt zwar ziemlich "vermenschlichend" ausgedrückt, aber jeder weiss wohl, was ich meine.
Anders hingegen, wenn es um Wild geht! Da ist er alles andere als nützlich oder desinteressiert! Er lässt sich zwar gut abrufen, auch wenn er schon hinterher ist, aber wenn er eine z.B. Rehspur aufgenommen hat - und die sitzen ja zurzeit morgens gerne im Raps - kommt er sicherheitshalber auch an die Leine. Nach all den Jahren sehe ich es ihm schon an, wenn er etwas in der Nase hat, aber gerade früh morgens auf den abgelegenen Feldern ist es nie ein "entspannter" Spaziergang mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen...und er landet lieber einmal zu oft an der Leine, als einmal zu wenig.
Allerdings ist er (zum Glück) ein Hund, der nicht "kanalisiert" (in Bezug auf die Aufmerksamkeit) - kann man das so ausdrücken? Ich meine damit, dass er nicht alles andere um sich herum vergisst und nur noch das flüchtende Reh oder den Hasen im Kopf hat, wie z.B. der Setter unserer Nachbarn...
Gibt es dafür einen 'Hunde Fachbegriff'?

bmk
07.05.2008, 09:41
da bin ich ja froh, das joschi und die katzen sich lieben (nuja, untereinander hassen die katzen sich) und der kater immer nur nassgespeichelt unter dem hundemaul hervorkraucht. die miaz wissen aber sehr genau, das man vor dem hund nicht wegrennen sollte, sondern langsam und erhaben auf ihn zu schlendern muss!
manchmal bekommt nämlich auch joschel seine dollen 5 minuten und verfolgt die rennende katz schnelleren schrittes (was immer noch vieeeel zu lahm für die katzorianer ist).

AmericanBoxer
07.05.2008, 10:39
Wenn es ums jagen geht, dann ist mein Dackel/Terrier immer für zu Haben. Katzen werden gejagt, mit Igeln spielt er Fussball, und Frösche sind eines seiner Lieblingsspielzeuge. Natürlich passe ich immer darauf auf, dass er den armen Tierchen nichts passiert.

Einmal hat er seinen Rassenamen alle Ehre gemacht und sich mit einem Marder angelegt, der sich in ein Erdloch verkrochen hat. Letzendlich hat er vom Marder einen Zacken reingekriegt.

BeateH
07.05.2008, 13:17
:lach3: Leider waren die immer heil, ich habe mir soooo oft gewünscht, daß er mal Stacheln in der Schnute oder ne kaputte Nase hätte, er war nie verletzt und es waren oft sehr große Igel, LG Manuela

auch das nützt nich immer was Manuela, unser "Ausnahmehund" Elfie hat regelmäßig die Igel aus dem Garten mit reingeschleppt und in ihrem Korb abgelegt. Die hatte so oft die ganze Schnauze voller Stachel und alles rot, aber das hat sie nich wirklich davon abgehalten den nächsten Igel mit nach Hause zu bringen. Ich hab auch mal einen verletzten Igel unterm Wohnzimmerschrank rausgeholt nachdem ich die kaputte Schnauze von Elfie gesehen hab und der Spur von Igelstacheln nachgegangen bin.

Peppi
07.05.2008, 13:50
Ich meine damit, dass er nicht alles andere um sich herum vergisst und nur noch das flüchtende Reh oder den Hasen im Kopf hat, wie z.B. der Setter unserer Nachbarn...
Gibt es dafür einen 'Hunde Fachbegriff'?

Ich glaube man spricht von einem anderen Funktionskreis. Wenn Hund im Funktionskreis Jagen ist und nicht hört/reagiert, bedeutet das nicht das er generell nicht hört/generiert... weil andere Funktionskreis.

Namen sind Schall und Rauch...:lach1:

Napo
08.05.2008, 10:01
Fast jeder Hund, egal welcher Rasse verfolgt ein Tier (der in Frage kommenden Größenrelation), dass von ihm davonrennt. Ich denke der Reiz ist einfach zu stark, als dass ein Hund dem ohne weiteres widerstehen kann. Wenn die Beute gefangen is, oder eben nicht mehr fliehen kann, stellt sich heraus, ob nun gänzlich auf Jagen oder nur auf "Jagenspielen" geschaltet wird.

Gast20091091001
08.05.2008, 10:33
Fast jeder Hund, egal welcher Rasse verfolgt ein Tier (der in Frage kommenden Größenrelation), dass von ihm davonrennt. Ich denke der Reiz ist einfach zu stark, als dass ein Hund dem ohne weiteres widerstehen kann. Wenn die Beute gefangen is, oder eben nicht mehr fliehen kann, stellt sich heraus, ob nun gänzlich auf Jagen oder nur auf "Jagenspielen" geschaltet wird.

Du hast vergessen, deinen Beitrag im Konjunktiv zu schreiben. Mein Hund würde tatsächlich alles jagen - wenn er dürfte.
Weil er nicht darf, hat er auch noch nie "Beute gemacht", obwohl er durchaus die Schnelligkeit, das Durchhaltevermögen und die Nase dafür hätte! Er ist ein Jagdhundmix - wir haben von Anfang an ein Abbruchsignal eingeübt und es immer wieder gefestigt. Allerdings - und da gebe ich dir Recht - ist und bleibt es ein Tier mit einem starken Jagdinstinkt und darum kommt er lieber ab und an an die Leine...nicht, dass doch mal der Reiz zu stark ist...obwohl er beim Hinterherrennen hirntechnisch nicht in einen "anderen Funktionskreis wechselt".
Er hat bisher jede Jagd abgebrochen.

Stimmt garnicht! Hier hat er seine Beute gestellt: :lach1:
http://i275.photobucket.com/albums/jj297/Ongoing_Guerillas/Doggys/DSC_00170001.jpg

Peppi
08.05.2008, 13:02
http://www.amazon.de/Hunde-Erkenntnisse-Herkunft-Verhalten-Evolution/dp/3936188076

das ist das mit dem Jagen sehr gut erklärt

http://www.amazon.de/Die-Pizza-Hunde-Freilandstudien-verwilderten-Verhaltensvergleich/dp/3440104826/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1210248012&sr=1-1

da kann man was über die "Jagderfolge" von Hunden (teilweise auch Wölfen) lesen (und welche Rolle der "Bedarf" beim Jagen spielt. Etwas ähnlich aufschlussreiches existiert m.W. bisher noch nicht.

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