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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastrieren ja oder nein ?


Aron
17.03.2008, 15:13
Hallo Leute !:35:
Ich habe mal eine Frage an euch, mein Bullmastiff-Mix ist jetzt 10 Monate alt und hat jetzt neuerdings den Drang vom Grundstück zu laufen ich denke mal das an der Pupertät liegt und er den Duft von den Hündinnen jetzt mehr Wahrnimmt. Weil wenn ich mit ihm so ohne Leine gehen, (was ich mit ihm geübt habe) läuft er nicht weg. Jetzt ist meine Frage; wenn das nicht aufhört ob ich ihn besser kastrieren lassen soll ??? Wie war das bei euch ?

thiemo74
17.03.2008, 15:25
dein Hund befindet sich gerade im Flegelalter und versucht seine Grenzen zu finden. Ich schätze er ist von Natur aus ein recht dominanter Rüde.
Ich bin zwar auch Halter eines großen Rüden (der nicht kastriert ist), weiß aber dass durch eine Kastration im Allgemeinen keine Wesensänderung stattfindet, mein Doc meinte, das wäre ein Ammenmärchen,und das glaube ich auch.ich habe so was schon sehr oft beobachtet das sich da nicht viel tut.so hat halt jeder seine meinung.

Hannelie
17.03.2008, 16:07
Hallo Aron,

nun warte es doch erstmal ab, wie er sich entwickelt. Kastrieren kann man immer noch.

Hannelie

Antje
17.03.2008, 16:21
Ich schätze er ist von Natur aus ein recht dominanter Rüde.

Aha. Und das beurteilst Du anhand eines Fotos oder wie?

thiemo74
17.03.2008, 16:32
schätze nicht wissen kleiner Unterschid

Pit
17.03.2008, 16:37
Sind nicht alle BM-Rüden dominant?:sorry:
LG, Pit.

Aron
17.03.2008, 16:41
Also warten werde ich sowieso noch, erst wenn ich mir ganz sicher bin und das bin ich mir ganz und garnicht. Die Dominanz hält sich eigentlich noch in Grenzen ich hoffe das bleibt auch so, gehe auch mit ihm in eine Hundeschule.
Gruss Claudia

Mela
17.03.2008, 16:43
schätze nicht wissen kleiner Unterschid


na ja......:boese3:

jeder Rüde in diesem Alter , möchte ausprobieren !
Warte erst einmal ab , kastrieren bitte nur wenn es unbedingt nötig ist !
Ich habe bisher 2 Rüden kastrieren lassen ( beides Einhoder ) und das Wesen hat sich nicht verändert , die wollten genauso hinter den Mädels her , wie vorher auch !

So ist das nun einmal mit dem männlichen Geschlecht....:lach2:

liebe Grüße
Corinna

luvabulls
17.03.2008, 17:21
Wie bereits Mela und Thiemo geschrieben haben ist dies im Flegelalter ziemlich normal.
Über Thema und Meinungen der Kastration kannst du dir hier ein Bild machen: klickmich (http://www.molosserforum.de/showthread.php?t=3906&page=2)

Ronja
17.03.2008, 18:37
Hallo Claudia :lach3:

Ich schließe mich den anderen an, warte erst mal ab.
Dein Süßer ist doch auch noch sehr sehr jung, da tut sich in der Entwicklung noch sehr viel.
Und lies mal die anderen Beiträge die es hier gibt durch.
Molosser sind erst mit 3 Jahren kpl. fertig.

Jetzt sehe ich das erste mal Deinen wunderhübschen BM-BX-Mix, er ist wirklich sehr schön.
Stell doch mal ein paar Bilder unter Fotos ein, wir würden uns freuen.

:lach1:

Aron
17.03.2008, 18:56
Ich war eigentlich auch immer gegen kastration, das was mich ein bisschen umstimmen könnte ist das der Hund seinen sexualtrieb ausleben möchte und nicht kann. Aber ich warte erst mal ab ihr habt Recht er ist noch sehr jung, ich schau mal wie es sich entwickelt. Danke
Gruss Claudia :)

bmk
17.03.2008, 19:01
ich denke auch, das weglaufproblem kann nicht durch eine kastration gelöst werden oder hat etwas mit interessanten hündinnen zu tun. evtl ist ihm langweilig und er will sich einfach anderweitig beschäftigen, bzw mal die gegend erkunden.
ich würde wegen soetwas nicht kastrieren lassen.

luvabulls
17.03.2008, 19:26
Ich war eigentlich auch immer gegen kastration, das was mich ein bisschen umstimmen könnte ist das der Hund seinen sexualtrieb ausleben möchte und nicht kann.

Tiere haben einen Fortpflanzungstrieb und in den Genuss kommen in der freien Wildbahn nur Alphatiere oder Rudelführer. Der grösste Teil der wildlebenden männlichen Caniden sterben ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und leiden nicht unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb". ;-)

Anne
17.03.2008, 19:42
Der grösste Teil der wildlebenden männlichen Caniden sterben ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und leiden nicht unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb". ;-)


:lach2:

Also ich würde das Grundstück sicher einzäunen.

ich denke mal das an der Pupertät liegt und er den Duft von den Hündinnen jetzt mehr Wahrnimmt.

Wenn du nur "denkst" es liegt an den Hündinnen könnte die Kastration erfolglos sein. Streunt er einfach nur gerne durch die Gegend wird eine Kastration nichts an seinem Verhalten ändern. Durch eine Kastration können die testosterongesteuerten Verhaltensweisen beeinflußt werden, mehr nicht.
Übe mit ihm die Grundstücksgrenze zu akzeptieren und zäune das Grundstück ausbruchsicher ein.

Gast20091091001
17.03.2008, 20:12
Der grösste Teil der wildlebenden männlichen Caniden sterben ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und leiden nicht unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb". ;-)

Sind Füchse, Schakale, Marderhunde und Kojoten nicht auch Caniden?

luvabulls
17.03.2008, 20:27
Sind Füchse, Schakale, Marderhunde und Kojoten nicht auch Caniden?

Ja, allesamt.

Gast20091091001
17.03.2008, 20:43
Das gehört jetzt überhaupt nicht zum Thema (reines Interesse!), aber stirbt der grösste Teil dieser wildlebenden männlichen Caniden ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und leidet nicht unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb"??

luvabulls
17.03.2008, 20:55
Das gehört jetzt überhaupt nicht zum Thema (reines Interesse!), aber stirbt der grösste Teil dieser wildlebenden männlichen Caniden ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und leidet nicht unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb"??

Ja ist wirklich so. Auch bekommen bei den meisten Caniden nur die dominanten Weibchen Junge, die anderen Damen unterstützen oder übernehmen die Aufzucht und werden für diese Aufgabe Scheinträchtig, damit sie Milch geben können - eine Laune der Natur, damit nur die stärksten und gesunden ihre Gene vererben.

Mela
18.03.2008, 06:17
Ja ist wirklich so. Auch bekommen bei den meisten Caniden nur die dominanten Weibchen Junge, die anderen Damen unterstützen oder übernehmen die Aufzucht und werden für diese Aufgabe Scheinträchtig, damit sie Milch geben können - eine Laune der Natur, damit nur die stärksten und gesunden ihre Gene vererben.

ähnlich wie bei unseren Hunden die im Rudel leben..........:lach2:

liebe Grüße
Corinna

Gast20091091001
18.03.2008, 06:42
Wenn Füchse, Schakale, Marderhunde und Kojoten ständig in einem 'festen Rudel' leben würden, würde ich dir uneingeschränkt zustimmen.

luvabulls
18.03.2008, 08:03
Wenn Füchse, Schakale, Marderhunde und Kojoten ständig in einem 'festen Rudel' leben würden, würde ich dir uneingeschränkt zustimmen.

Es gibt ca. 40 verschiedene Canide unterteilt in zwei Unterarten, Canini und Vulpini. Welche genau in einem Rudel leben oder nicht, kann ich dir nicht sagen und schrieb deshalb ja auch von dem meisten Caniden - nicht allen.

Schakale ist ein Übergriff von drei in Afrika und Asien verbreiten Caniden, den Goldschakal, den Schabrakenschakal und den Streifenschakal.

Gold- und Streifenschakal leben wirklich im Paarverbund (wie auch die von dir aufgezählten Füchse, Kojoten und Marderhunde), der Schabrakenschakal fällt da aus der Runde, denn er lebt in einem festen Rudel, in dem nur das Alphapaar Nachkommen erzeugt.

Gast20091091001
18.03.2008, 08:24
Gerade weil es so viele Unterarten gibt, und diese Unterarten sich in ihren Verhaltensweisen teilweise komplett unterscheiden, muß man mit solchen pauschalen Aussagen vorsichtig sein. Ich denke mal, dass der Grossteil der wildlebenden, männlichen Caniden sehr wohl Sexualkontakte zu Weibchen hat bzw. versucht diese auszuleben. (Ob er Neurosen bekommt, wenn's nicht klappt, steht auf einem anderen Blatt).
Aber ist ja wirklich egal: Du meintest wohl Caniden, die im festen Rudel leben.

Apropos - wie ist das denn bei Wölfen? Bleiben "heranwachsende" Wolfsrüden für immer in dem Rudel, in das sie hineingeboren werden? Wenn nein, 'was' treibt sie 'warum' davon?

Anne
18.03.2008, 09:14
HMMMM,
der Goldschakal lebt entweder paarweise oder im festen Rudelverband. Das richtet sich in der Regel nach dem Nahrungsangebot.

Füchse leben ebenfalls sehr häufig in großen Familienrudeln auch hier bestimmt das Nahrungsangebot die Lebensweise.

Apropos - wie ist das denn bei Wölfen? Bleiben "heranwachsende" Wolfsrüden für immer in dem Rudel, in das sie hineingeboren werden? Wenn nein, 'was' treibt sie 'warum' davon?

Manchmal JA, manchmal NEIN. Nicht jeder Wolf, der das Rudel verläßt, gründet ein eigenes durch Reproduktion.
Es ist wie bei Herdentieren. Bei den Elefanten z.B. müssen die männlichen Nachkommen die Herde verlassen. Sie bilden dann reine Junggesellenherden. Lediglich zur Brunftzeit (nennt man das bei Elefanten so?), haben die Bullen Kontakt zu den Kühen, nur sehr wenige Bullen kommen in den "Genuß" des Deckaktes.

Gast20091091001
18.03.2008, 09:52
Manchmal JA, manchmal NEIN. Nicht jeder Wolf, der das Rudel verläßt, gründet ein eigenes durch Reproduktion.

Wie ist das bei den (nicht Alpha)Wolfsrüden, die das Rudel nicht verlassen? Gibt es ein Gen, welches den Sexualtrieb unterdrückt, hemmt, ausschaltet? Wie z.B. bei manchen Nagetierarten: Wenn die Population zu gross für das Nahrungsangebot wird, können manche Weibchen & Männchen z.B. unfruchtbar werden. Chinchillas haben doch auch ein Letalfaktor Gen - ich glaube das hat irgendetwas mit der Tarnung zu tun? Wo sind die Kleinnager Experten?:lach1:

Gibt es andere Gründe, warum ein gesunder Wolfsrüde das Rudel verlässt oder verlassen muß - Gründe, die nichts mit dem Sexualtrieb zu tun haben?

Es ist wie bei Herdentieren. Bei den Elefanten z.B. müssen die männlichen Nachkommen die Herde verlassen. Sie bilden dann reine Junggesellenherden. Lediglich zur Brunftzeit (nennt man das bei Elefanten so?), haben die Bullen Kontakt zu den Kühen, nur sehr wenige Bullen kommen in den "Genuß" des Deckaktes.

Genau! Aber jeder Bulle würde gerne in den "Genuss" des Deckaktes kommen und leidet unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb"! So mancher würde vielleicht sogar dafür sterben, nicht wahr?

Ich denke schon, dass der Sexualtrieb eine wesentliche Säule im Leben jedes Caniden ist.

luvabulls
18.03.2008, 10:17
Bei der Diskussion hier geht es doch um einen Bullmastiff-Mix der in einer Familie lebt - also in einem festen Rudel.

[...] muß man mit solchen pauschalen Aussagen vorsichtig sein.[...]

Ich pauschalisiere hier nicht, sondern hab einen Vergleich zu wild lebenden Caniden gebracht. Nicht mit Nager, nicht mit Elefantenbullen - obwohl das Thema sehr interessant ist, hat es mit der Frage zur Kastration des Bullmastiff-Mixes nichts zu tun.

Ich werde mir mühe geben, das nächste mal präziser zu schreiben - versprochen! ;-)

Suse
18.03.2008, 10:53
Nein :-)

Ich lebe zur Zeit nur mit einem erwachsenen Rueden, aber es waren auch schonmal drei. Meiner Meinung nach ist das abstecken der Rangordnung zwischen gut sozialisierten Rueden einfacher als zwischen kastrierten und unkastrierten Rueden. Die scheinen einfach etwas zwischen allen Stuehlen zu stehen. Besonders wenn sie schon vor der Kastration bestimmte verhaltensweisen hatten die typisch fuer unkastrierte Rueden sind wissen Huendinen und andere Rueden nichts mit ihnen anzufangen.

In deinem Beitrag wunderte mich aber das der Hund einfach so von Grundstueck wandern kann. Das ist natuerlich ein echtes Problem wenn in Riechweite ein laufige Huendin ist. Besteht fuer euch irgendwie die Moeglichkeit zumindest einen Teil des Grundstueckes sicher einzuzaeunen?

Gast20091091001
18.03.2008, 11:11
Ich werde mir mühe geben, das nächste mal präziser zu schreiben - versprochen! ;-)

So war das nicht gemeint.


Ich würde auch das Grundstück sicher machen, denn ein grosser Teil der in-Familien-lebenden, domestizierten, unkastrierten Caniden will sehr wohl nicht sterben, ohne je Kontakt mit einem Weibchen gehabt zu haben und die hundsgesichtigen Experten, welche ich bisher daheim hatte, leideten allesamt sehr unter dem "nicht ausgelebten Sexualtrieb"...:lach1:

Aron
18.03.2008, 11:50
Hinten im Garten ist es eingezäunt nur es steht in einer Ecke eine Art Brunnen wo er drauf steigt und über den Zaun springt, ich war selber erstaunt das war das erste mal vor ca einer Woche. Und ich habe die woche Beobachtet das er das Versucht wenn er Hunde sieht oder schon riecht !!!
(rechts in der Ecke hinterm Teich auf dem Foto)

zantoboy
18.03.2008, 15:00
Also wir haben beide Varianten gehabt:

Zanto unser BM (leider schon tot) war unkastriert. Fand Hündinnen zwar total klasse, ist aber läufigen Hündinnen nicht hinterhergerannt. Sexualverhalten ist wohl (wie bei Menschen) unterschiedlich ausgeprägt;)

Unser Bobtail wurde mit 8 Monaten kastriert. Interessiert sich auch nicht für Hündinnen wenn sie läufig sind. Wesensveränderung keine. Fellveränderung keine.

Pit
18.03.2008, 17:41
Der Zaun ist ein Witz. Das wird ihn zukünftig nicht aufhalten!:boese3:
Entweder er geht drüber oder durch (selbst erlebt!!).
Mindesthöhe 1.70 m und stabil.
LG,
Pit.

Carolina
18.03.2008, 19:42
Der Zaun ist wirklich kein Hindernis für einen Bullmastiff. Es ist wirklich so, entweder wird der Zaun einfach umgerannt oder er geht problemlos drüber. Ich hatte dann einen stabilen 1,70 Zaun, davor eine Hecke und vor die Hecke einen Wildzaun, das war dann wirklich sicher …

Ich hatte halt auch das Glück, dass hinter unserem Grundstück auch ein großer Rüde wohnte und die beiden mochten sich nicht.

baanicwu
18.03.2008, 20:45
Aus dem Bauch heraus zu entscheiden, ob ein Hund kastriert werden soll, ist meines Erachtens nicht gut.
Falls es eine medizinische Indikation gibt (von min. 2 TA bestätigt) kann man darüber nachdenken.
Den eigenen Hund gut beobachten und ungewünschtes Verhalten unterbinden (falls er das Grundstück verläßt, sofort zurückrufen, usw.), dies aber immer! sollte eigentlich reichen!
Wir hatten bisher immer unkastrierte Rüden (Nico BX-Dogge, Tequila Mastiff und Ben Mastiff) da ist bisher nie zu einem Problem gekommen, auch wenn läufige Hündinnen in den Stehtagen in der Nachbarschaft wohnen.
Alle drei haben (oder hatten) dann wohl ein Fressproblem :)
Gruß baanicwu

Aron
19.03.2008, 09:01
Ich war mit eigentlich auch sicher das ich meinen Rüden nicht kastrieren lasse wenn keine medizinische Indikation besteht. Ich versuche ihm das auch abzutrainieren, das vom Grundstück laufen. Das was mich so nervt das es alle von meinen Bekanntenkreis es besser wissen und die mich bekloppt machen. Ich habe gedacht "vielleicht haben die ja doch Recht", darauf hin habe ich mir gedacht frag doch mal die, die etwas mehr Ahnung haben und zwar im Forum, beim Tierarzt hätte ich mich auch noch erkundigt.
Neuer Zaun kommt im Sommer !!!

Danke für eurer Tips, ihr habt mir sehr weitergeholfen. :lach2:
Gruss Claudia und Aron

Hannelie
19.03.2008, 17:33
Na also, die "Eier" sind erstmal gerettet!

Hannelie

PS. Da fällt mir auf, das passt zu Ostern!

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