Meine BX Dogge hat mir Kummer gemacht

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Markus
24.05.2005, 19:36
Hallo,

auf dieser Seite geht es um das Thema „Meine BX Dogge hat mir Kummer gemacht” und alles was damit zu tun hat.
Sollte sich in den Beiträgen auf dieser Seite nicht das Richtige finden lassen, frag doch einfach eben direkt hier im Forum nach.

Mit vielen tausenden registrierten Mitgliedern lässt eine passende Antwort ganz bestimmt nicht lange auf sich warten!

Schöne Grüße,
Markus

Putschi1
24.05.2005, 19:36
Hallo Ihr lieben Leute,

meine 9 Jahre alte BX Dogge Xhaxhi ( Djadji ausgesprochen) hat am Sonntag ohne Vorankündigung einen kleinen Hund gebissen.
Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte hätte ich es nicht geglaubt. Sie ist in meinem Besitz seit sie 6 Wochen alt ist, und sie ist eine Seele von Hund. Sie hat noch nie aggressives Verhalten gezeigt, den Wesenstest mit Bravour bestanden und ist immer diejenige die sich normalerweise in brenzlichen Situationen auf "Durchzug" schaltet.
Ich bin sehr irritiert und auch mein Vertrauen ist angekratzt.

War Jemand von Euch schon einmal in einer ähnlichen Situation ?

Die Verletzung wurde mit mehr als 8 Stichen genäht, allerdings meinte der Tierarzt das es trotzallem nur eine leichte Verletzung ist, wenn man die größe meines Hundes in Betracht zieht.

Diese Aussage hat mich leider nicht beruhigt......wahrscheinlich hab auch ich einen kleinen Schock bekommen.... :(

Ich würde mich freuen etwas von Euch zu hören

Nadine
24.05.2005, 19:46
Hallo!
Danke für den Beitrag!

LG Nadine
Monica
24.05.2005, 19:46
Hallo erstmal

Kannst Du die Situation mal etwas genauer schildern? Meinst Du nicht, dass da irgendein Auslöser war, irgendwas vorangegangen ist, bevor sie "ohne Vorankündigung" gebissen hat? :confused:

Caro-BX
24.05.2005, 19:55
Ist der Zwerg plötzlich unter ihr aufgetaucht? Jagdverhalten?

Ingrid
24.05.2005, 20:38
Schau' Dir doch mal hier http://www.molosserforum.de/showthread.php?t=534&page=10&pp=10 im Beitrag Nr. 93 den letzten Absatz an: Da werden Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion geschildert. Vielleicht lohnt sich ja ein Test bei Deinem Döggelchen...

Grazi
25.05.2005, 05:51
Ich schließe mich Ingrids Rat an: gerade wenn aggressives Verhalten offenbar grundlos / unmotiviert und vor allem absolut untypisch für einen Hund ist, sollte man erst einmal bei TA gründlichst abklären lassen, ob evtl. organische Ursachen vorliegen.

Grüßlies, Grazi

Monika
25.05.2005, 07:21
Ich bin sehr irritiert und auch mein Vertrauen ist angekratzt.


Diese Aussage hat mich leider nicht beruhigt......wahrscheinlich hab auch ich einen kleinen Schock bekommen.... :(



nach neun jahren hast du also "gemerkt" das es halt auch "nur" ein hund ist, was da an der leine läuft.... aber gut das es ev die schilddrüse gibt gell :D

Fockenbachmuehle
25.05.2005, 07:32
Vielleicht sollte sie erstmal die genaue Situation schildern, was passiert ist, bevor der Hund ein neues Krankenblatt kriegt. Ein Hund ist nun mal ein Hund und der hat Zähne. Ob das gegenüber kleiner ist, ist für den Ablauf völlig egal.

Gruss,
Frank

Anne
25.05.2005, 08:43
moin putschi,

beschreibe mal genau die situation.
ein hund beißt nicht einfach mal so,es gab mit sicherheit einen auslöser für diesen vorfall.

Faltendackelfrauchen
25.05.2005, 09:52
nach neun jahren hast du also "gemerkt" das es halt auch "nur" ein hund ist, was da an der leine läuft.... aber gut das es ev die schilddrüse gibt gell :D

Liebe Monika,

da ein großer Prozentsatz von Hunden Schilddrüsenprobleme hat, die Untersuchung nicht viel kostet und dadurch eventuell aufwändige, blödsinnige und überflüssige Therapieversuche gespart werden können, halte ich es für sehr wichtig, immer erst mal bei plötzlich auftretenden "Problemen" die einfachen Dinge zu klären. Warum nicht??

Tschüss

Faltendackelfrauchen

Monika
25.05.2005, 10:10
hi

wie ich das hier im forum mitbekommen habe kostet so eine "richtige" schilddr. untersuchung relatiev viel geld.

was will ich bitte bei einem neun jahre alten hund therapieren, also ich für meinen teil würde ihn einfach so nehmen wie er ist, den das hunde im alter "anders" werden ist klar und vielleicht ist der hund ja nur mit dem linken fuß aufgestanden. das "entsetzen" bei den besitzern sollte ev therapiert werden, den hunde sind immer eine gefahrenquelle und ich verlasse mich nie drauf das keiner niemalsnicht was tut was eigentlich ab und an hundliches verhalten ist. da müßten meine eine krankenakte so lang wie von bayern bis hamburg haben wenn ich normales verhalten auf irgendwelche krankheiten schieben würde :eek:

auch mein(e) hunde haben den wesnstest mit bravur bestanden und hab ich deshalb eine garantie das sie nie was anstellen???

Fockenbachmuehle
25.05.2005, 10:38
Ich gebe Monika recht.
Solange hier nichts über den Ablauf geschrieben wird, ist alles nur Mutmassung und Theorie.
Ich bin nur etwas erstaunt, das sofort nach einer krankheitsbedingten "Ausrede" gesucht wird, wenn ein Hund sich erstmalig in seinem Leben mit einem anderen auseinandersetzt.
Gruss,
Frank

Faltendackelfrauchen
25.05.2005, 10:38
... kostet so eine "richtige" schilddr. untersuchung relatiev viel geld.

Laut meinem TA kostet die Untersuchung von T4 und TSH 32 Euro, je weiteren - eventuell nötigen Parameter nochmal zusätzlich 20 Euro!

Ich empfehle eh jedem, der einen älteren Hund hat, alle 6 Monate eine gründliche Vorsorgeuntersuchung (großes Blutbild, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse), EKG. Kostet etwas, aber weniger als zu spät erkannte Krankheiten (hat dem Hund meines Vater das Leben gekostet!)

Oft wird verändertes (aggressives) Verhalten bei alten Hunden einfach auf das Alter geschoben, aber in Wirklichkeit stecken Schmerzen, Hormon- oder sonstige Probleme dahinter.

Tschüss

Faltendackelfrauchen

Ingrid
25.05.2005, 11:36
Ich bin nur etwas erstaunt, das sofort nach einer krankheitsbedingten "Ausrede" gesucht wird, wenn ein Hund sich erstmalig in seinem Leben mit einem anderen auseinandersetzt.
Erinnern wir uns: Auf Putschi1's Frage antworteten zuerst Monica und CaroBX mit Fragen nach dem genauen Ablauf, dann stellte ich ergänzend den Link zum Schilddrüsenthema mit rein.
Das war als Sowohl-als-auch gedacht und durchaus verständlich formuliert.

Die Vermutung, es würde hier eine Patentlösung angeboten, liegt zur Gänze im Auge des Betrachters.
Es sollte erlaubt sein und bleiben, ein Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, ohne gleich einen Glaubenskrieg zu entfesseln.

Putschi1
25.05.2005, 12:35
Also erst einmal vielen lieben Dank für all Eure Beiträge !
Ich freue mich sehr über jeden Denkanstoß den Ihr mir gegeben habt,ob alters oder gesundheitlich bedingt. Es ist gut sich in solch einer Situation mit Menschen auszutauschen die nicht nur den Kampfhund Klasse 3 in der BX Dogge sehen und mit Kommentaren wie " da hast du es...vonwegen zahm wie ein Lamm...ist eben doch ein Kampfhund...und kein Kampfschmuser"

Nun zum wichtigsten, der Situation am Sonntag.

Freilaufgehege, wir sind allein und ich sitze auf einer Bank und mein Hund hat sich unter diese Bank gelegt und gedöst.

Kleiner Hund samt Besitzer betreten das Gehege und mein Hund begrüßt den kleinen freundlich. Nach allgemeinem beschnuppern legt sich mein Hund frontal zu mir in ca. 3 m Abstand in den Sand und döst wieder.

Besiter des kleinen Hundes setzt sich neben mich und wir unterhalten uns ca. 10 Min. sein Hund liegt nun unter der Bank rollt sich zusammen und schläft.

Mein Hund richtet sich auf einmal langsam auf und kräuselt die Schnute...ich schaue Sie amüsiert an und wie so oft vermute ich das sie "mich" zum spiel auffordern wird und warte darauf das sie mich anbellt.

Stattdessen, stürmt sie an mir vorbei und packt sich den kleinen Hund unter der Bank, unterwirft ihn...und verletzt ihn dabei wie gesagt so, das er genäht werden mußte.

Mag sein das ich bei meiner Unterhaltung irgendetwas nicht mitbekommen habe, was da "virtuell" von dem Hund unter der Bank und mit meinem vor der Bank abgelaufen ist. Aber es war keine Vorankündigung im klassischen Sinne wie knurren zu hören oder aufgestellte Bürste. Der Hund unter der Bank lag immer noch zusammengerollt da.

Selbst als mein Hund den anderen unterworfen hat, ging dieses fast geräuschlos zu....

Sie liegt sonst nie unter dieser Bank und hat auch noch nie Anspruch darauf erhoben...es lagen schon oft andere Hunde unter dieser Bank wenn ich darauf saß...**

Natürlich ist mir klar das ein Hund ein Tier ist und das auch ein Wesenstest keine Garantie dafür ist das sie niemals eine "ganz normale" Auseinandersetzung mit einem anderen Hund hat. Es hat mich einfach nur verunsichert das ich es nicht richtig gedeutet habe als sie die Schnute gekräuselt hat (macht sie immer wenn sie normalerweise spielen will) und das darauffolgnde Verhalten wirklich untypisch für Sie ist.

Die Leute im Park sind immer noch nett zu mir...aber Sie machen nun fast alle einen riesen Bogen um mich...naja...so ist das halt :(
Nur gut das der Besitzer des Verletzten Hundes immer wieder beteuert das es nicht so ein "Angriff" war wie so oft in den Medien dargestellt...
nur wenn die Leute nach dem Warum fragen...hab ich so keine Erklärung dafür...

Eine Antwort werde ich darauf wohl auch nicht bekommen, aber all Eure Beiträge haben mir Mut gemacht das ganze nicht über zu bewerten und eher das Schaf als den vermeindlichen Wolfspelz in meinem Hund zu sehen...und nach möglichen Ursachen zu schauen. - ich fühl mich schon besser -

Ein großes Dankeschön Eure Putschi = Leila & Xhaxhi

Fockenbachmuehle
25.05.2005, 14:00
Erinnern wir uns: Auf Putschi1's Frage antworteten zuerst Monica und CaroBX mit Fragen nach dem genauen Ablauf, dann stellte ich ergänzend den Link zum Schilddrüsenthema mit rein.
Das war als Sowohl-als-auch gedacht und durchaus verständlich formuliert.

Die Vermutung, es würde hier eine Patentlösung angeboten, liegt zur Gänze im Auge des Betrachters.
Es sollte erlaubt sein und bleiben, ein Problem aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten, ohne gleich einen Glaubenskrieg zu entfesseln.

Ich weiss zwar nicht, warum Du direkt so einen Zickenalarm startest, aber bitte.
Asche auf mein Haupt.
Wenn man sich nicht direkt Eurer "ich muss alles begründen Philosophie " anschliessen möchte, ist es wohl besser, in Zukunft nur noch in stiller Bewunderung mitzulesen.

Tanja H.
25.05.2005, 14:09
das find ich völlig aua, zumal mich Frank's Meinung/Idee sehr interessiert hätte.
Und Putschi ist nun so schlau wie vorher.
Gruß Tanja

Grazi
25.05.2005, 14:31
Solange hier nichts über den Ablauf geschrieben wird, ist alles nur Mutmassung und Theorie. Selbst mit Schilderung bleibt es zwangsläufig bei Mutmassungen, da niemand dabei war und evtl. Warnhinweise / eine sich aufbauende Konfrontation beobachtet hat, die den beteiligten Hundehaltern offensichtlich entgangen sind.
Ich bin nur etwas erstaunt, das sofort nach einer krankheitsbedingten "Ausrede" gesucht wird, wenn ein Hund sich erstmalig in seinem Leben mit einem anderen auseinandersetzt. Und ich bin erstaunt, wie man aus simplen Hinweisen und Gedankenanstössen "Ausreden" herauslesen kann. :) Es geht hier sicher niemandem darum, einen Hund in Schutz zu nehmen, nur weil man die Rasse zufälligerweise sympathisch findet. Ausserdem halte ich es für keineswegs normal, dass bei einer schlichten Auseinandersetzung gleich heftige Verletzungen entstehen. Wenn dem so wäre, gäbe es in Freilaufgebieten ständig Hunde, die tierärztlich versorgt werden müssten.

Nochmals: wenn ein Hund urplötzlich völlig untypisches Verhalten an den Tag legt und auf den ersten, zweiten und dritten Blick kein erkennbarer Grund zu finden ist, klärt man am besten ab, ob keine gesundheitlichen Probleme / Beeinträchtigungen vorliegen, die dieses Verhalten ausgelöst haben könnten. Wozu einen Hund mit viel Zeit- und oft auch finanziellem Aufwand verhaltenstherapeutisch therapieren, wenn die Ursache evtl. ganz woanders liegt? Was ist dagegen einzuwenden, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen?

Und sorry...wenn ich (an anderer Stelle) lese, dass Hunde im Alter halt einfach grummelig werden und man sich darüber keine Gedanken zu machen brauche, dann kann ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.

Grüßlies, Grazi

Monika
25.05.2005, 14:45
Und sorry...wenn ich (an anderer Stelle) lese, dass Hunde im Alter halt einfach grummelig werden und man sich darüber keine Gedanken zu machen brauche, dann kann ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.

Grüßlies, Grazi


*wissenskrieg die zweite * du stimmst aber doch zu das hunde im alter, anhänglicher werde, ein erhöhtes schlafbedürfniss haben, der bewegungsdrang nicht mehr sooo groß ist, nicht mehr so verspielt sind usw...? dazu gehört auch das sie lärm, hecktik usw... eher zu meiden versuchen und daraus resultier u.a. auch das sie mal eher/schneller grummeln als "früher". dazu kommen ev. noch alterswehwehchen. warum also soll man sich da gedanken drüber machen und jeden augenaufschlag sezieren?? das find ich persönlich etwas überzogen.

Putschi1
25.05.2005, 15:24
Na da hab ich ja einen Stein ins Rollen gebracht...alle Achtung...

:confused:


Es gibt in diesem Fall kein richtig und kein Falsch

Je unterschiedlich die Denkanstöße desto besser denn...keiner von Euch kennt meinen Hund und niemand war dabei und ich habe Euch ja auch nach Eurer Meinung oder Euren Erfahrungen gefragt :-) Mir ist ja auch klar das das alles gut gemeinte Ideen und Ratschläge sind.

Wer weiß vielleicht war es eine einmalige ganz normale Alltagsfliege (hoffentlich) und wenn nicht ist es vielleicht wirklich ratsam zu checken ob ein gesundheitlicher Aspekt dahinter steckt.(hab ich vorher nicht drüber nachgedacht) Ich hab Euch ja nun geschildert wie es war.

Ich werde Euch auf jeden Fall wissen lassen wie es weiter geht und...freue mich über jeden Tip oder eigene erlebte Geschichte ;)


Eure Putschi

Grazi
25.05.2005, 16:42
du stimmst aber doch zu das hunde im alter, anhänglicher werde, ein erhöhtes schlafbedürfniss haben, der bewegungsdrang nicht mehr sooo groß ist, nicht mehr so verspielt sind usw...? dazu gehört auch das sie lärm, hecktik usw... eher zu meiden versuchen und daraus resultier u.a. auch das sie mal eher/schneller grummeln als "früher". dazu kommen ev. noch alterswehwehchen. Nö, dem kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen. :) Deine Beschreibung mag zwar auf viele Hunde zutreffen, aber da der Alterungsprozess individuell unterschiedlich ist und auch das Naturell des einzelnen Hundes eine entscheidende Rolle spielt, gibt es durchaus auch andere Verhaltensweisen. Ich kenne z.B. eher Hunde, die im Alter keineswegs anhänglicher werden, sondern eher "unabhängiger"...wohl auch um ihre Ruhe zu haben. Von solchen Kandidaten hört man dann auch eher selten ein "Grummeln", da sie sich ihrer körperlichen Schwäche (schmerzende Knochen, schlechteres Hör- / Sehvermögen usw.) bewusst sind und von daher einer ernsthaften Auseinandersetzung aus dem Weg gehen.
warum also soll man sich da gedanken drüber machen und jeden augenaufschlag sezieren?? das find ich persönlich etwas überzogen.Sicher wäre das überzogen, aber hier geht es darum, dass ein anderer Hund so stark verletzt wurde, dass die Wunde(n) genäht werden mussten. Darüber würde ich mir schon ziemliche Gedanken machen.

Grüßlies, Grazi

Jochen
25.05.2005, 16:42
Nach allgemeinem beschnuppern legt sich mein Hund frontal zu mir in ca. 3 m Abstand in den Sand und döst wieder.

Besitzer des kleinen Hundes setzt sich neben mich und wir unterhalten uns ca. 10 Min. sein Hund liegt nun unter der Bank rollt sich zusammen und schläft.



Könnte es sein, dass Dein Hund (sie "döst" wieder schriebst Du) nicht mitbekommen hat, wie sich der andere Hund unter der Bank zusammengerollt und geschlafen hat? Könnte es daher sein, dass Dein Hund beim Aufwachen überrascht war, dass unter der Bank nun "plötzlich" der andere Hund lag und Dein Hund nur mitteilen wollte, dass sich der andere Hund nicht ohne ihre "Genehmigung" einfach dorthin legen durfte?

Putschi1
25.05.2005, 16:58
Hallo Jochen,

ja das könnte sein, Sie ist zwar nicht von der eifersüchtigen Sorte, aber vielleicht hat es Sie doch gestört das mir dieser Fremde Hund "näher" war vom Radius als Sie....

Momentan bin ich etwas verunsichert, ich möchte nicht das noch ein weiterer Hund verletzt wird. Dadurch das die meisten nun auch etwas angst um Ihre kleineren Hunde haben ist es auch nicht mehr so einfach Situationen zu beobachten und einzuschätzen. Ich kann ja schlecht verlangen das die anderen Hundebesitzer Ihre kleinen Hunde als Versuchsobjekte zur Verfügung stellen...die meisten verlassen das Gehege wenn ich komme :-(

Meine Angespanntheit überträgt sich bestimmt auch auf Sie, jeder spricht mich auf den Vorfall an...und fragt mich nach dem warum....was mich wieder darin bestärkt das alle Sie seit 6 Jahren als ruhigen gemütlichen Vertreter kennen der sich nicht streitet geschweige denn einen anderen verletzt.

Die Zeit wird es zeigen...und ich muß mich entspannen und ein gutesAuge auf meinen Wau haben damit soetwas nicht noch einmal geschieht.

Wir alle lieben unsere Tiere und keiner möchte das sein Tier verletzt wird. Sicherlich muß man damit rechnen. Aber es fühlt sich in der Praxis anders an als in der Theorie.

Ciao meine Süße will in den Park :-)

Fockenbachmuehle
25.05.2005, 18:08
Selbst mit Schilderung bleibt es zwangsläufig bei Mutmassungen, da niemand dabei war und evtl. Warnhinweise / eine sich aufbauende Konfrontation beobachtet hat, die den beteiligten Hundehaltern offensichtlich entgangen sind.
Was zum Zeitpunkt meines Eintrags in keinster Weise ersichtlich war.
Ausserdem halte ich es für keineswegs normal, dass bei einer schlichten Auseinandersetzung gleich heftige Verletzungen entstehen. Wenn dem so wäre, gäbe es in Freilaufgebieten ständig Hunde, die tierärztlich versorgt werden müssten.
Es ist völlig normal, das wenn ein grosser Hund einen kleinen Hund angeht, korrigiert oder was auch immer, der kleine Hund in der Relation schlechter da steht.

Nochmals: wenn ein Hund urplötzlich völlig untypisches Verhalten an den Tag legt und auf den ersten, zweiten und dritten Blick kein erkennbarer Grund zu finden ist, klärt man am besten ab, ob keine gesundheitlichen Probleme / Beeinträchtigungen vorliegen, die dieses Verhalten ausgelöst haben könnten. Wozu einen Hund mit viel Zeit- und oft auch finanziellem Aufwand verhaltenstherapeutisch therapieren, wenn die Ursache evtl. ganz woanders liegt? Was ist dagegen einzuwenden, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen?

Aggression ist keineswegs untypisch, sondern ein völlig arttypisches Kommunikationsmittel.
Im übrigen hast Du oben noch erwähnt, das niemand den Vorfall beobachtet hat. Ergo kannst Du nicht wissen, ob es "urplötzlich" war.
Zum zweiten wird hier sofort von Therapie und finanziellem Aufwand gesprochen. Kann mich nicht erinnern, diesen Vorschlag gelesen zu haben.

Ich kenne Eure Hunde nicht, aber irgendwie scheint es den wenigsten bewusst zu sein, das ein Hund nun mal Zähne hat und diese auch durchaus einsetzen kann.
Aber macht, was Ihr wollt.

Monika
25.05.2005, 18:58
Ich kenne z.B. eher Hunde, die im Alter keineswegs anhänglicher werden, sondern eher "unabhängiger"...wohl auch um ihre Ruhe zu haben. Von solchen Kandidaten hört man dann auch eher selten ein "Grummeln", da sie sich ihrer körperlichen Schwäche (schmerzende Knochen, schlechteres Hör- / Sehvermögen usw.) bewusst sind und von daher einer ernsthaften Auseinandersetzung aus dem Weg gehen.
einer ernsthaften auseinandersetzung?? also ich spreche von der mensch/hund beziehung und da ist mir noch keiner untergekommen der "unabhängiger" dem menschen gegenüber gewesen/worden ist eben ganz im gegenteil.


Sicher wäre das überzogen, aber hier geht es darum, dass ein anderer Hund so stark verletzt wurde, dass die Wunde(n) genäht werden mussten. Darüber würde ich mir schon ziemliche Gedanken machen.
ich nicht, den ich weis nicht wie tief/schwer die wunde war und manchmal braucht es nicht viel sondern nur dumm laufen. aber mir ist es im grunde eher egal, ich für meinen teil weis das ich hunde habe ;)


Grüßlies, Grazi


.......................

Anne
25.05.2005, 19:33
wie putschi schreibt,sagte ihr TA,es wäre KEINE schwere verletzung,offensichtlich ein hautriss.ein großer hund hätte vermutlich nur eine kleine,oberflächliche schramme oder nichts abbekommen.
da ich nun schon recht viele alte hunde hatte und zurzeit auch eine 11-jährige hündin habe,muß ich dir ,grazi, nach meinen erfahrungen widersprechen.seh/hörleistung der hunde hunde lassen nach,da sind dann auch einige zipperchen und manchmal werden die schon mürrisch gegenüber ihren artgenossen.keiner meiner alten hunde hat sich je zurückgezogen.
knurren,abwehrschnappen,aggression sind völlig normale verhaltensweisen der hunde.das alles hat nichts mit alter,krankheit oder verhaltensstörung zu tun.
in diesem fall ist es sch.... gelaufen,der kleine hund wurde verletzt.sollte nicht passieren,kommt leider vor.als besitzer eines großen hundes muß ich daran denken.
ich habe große und einen kleinen hund,so ein eigentlich harmloser zwischenfall kann für kleine hund durchaus tödlich enden.nicht,weil der große hund bösartig oder gefährlich ist,sondern nur wegen des größenunterschiedes.
aus diesem grund habe ich z.b. kein verständnis für besitzer großer hunde,die sich über die "kleinen,kläffenden hackenbeißer" aufregen und ihre hunde ableinen,damit der "große" die kläffende fußhupe mal beutelt.(das bezieht sich jetzt nicht auf diesen vorfall!!!!!!!!!)
putschi,
verständlicherweise bist du geschockt und verunsichert.du weißt jetzt,dass es situationen gibt,in denen sich dein hund nicht wie eine knutschkugel verhält.sei vorausschauend und kalkuliere ein,dass dein hund sich wie ein hund verhält.

Simone
25.05.2005, 21:45
Hallo!

Ich würde die Situation nun erst einmal auch nicht überbewerten, sondern Deine Hündin gut beobachten. Falls gesundheitliche Aspekte eine Rollen spielen würden, dann würdest Du ja auch weiterhin auffälliges Verhalten feststellen. Grundsätzlich halte ich aber eine Beisserei unter Hunden (bis zum gewissen Maße) auch für völlig normal. Meine beiden hatten sich neulich auch einmal (kurz) in der Wolle und Luna hatte einige Schrammen. Zwei Minuten später saßen sie aber schon wieder total friedlich nebeneinander im Auto. Der Einzige, dem die Sache offensichtlich Stress gemacht hatte, war ich.... Deine Hündin ist schon 9 Jahre alt, da ist ihre Toleranzschwelle vielleicht auch ein wenig niedriger als früher. Wir bekommen ja auch bei weitem nicht all die Kommunikation mit, die Hunde untereinander haben. Luna hat z.B. Lisa neulich auch angeknurrt. Für mich ohne jeden erkenntlichen Grund. Aber irgendwas wird wohl gewesen sein. Ich denke, dass unsere Damen in ihrem fortgeschrittenen Alter sich nicht mehr alles bieten lassen.

Lunas Verhalten hat sich im Laufe der Jahre auch gegenüber anderen Hunden verändert. Sie ist nun älter geworden, ist nicht mehr so fit wie damals, nicht mehr so verspielt. Sie ist zickiger geworden, knurrt früher und möchte oft in Ruhe gelassen werden. Sie hat nichts dagegen, wenn andere Hunde dabei sind, aber ihr Individualradius ist größer geworden, d.h. sie möchte, dass anderen Hunde ihr nicht zu nahe kommen. Wenn sie z.B. schläft, möchte sie in Ruhe gelassen werden. Früher war ihr egal, wenn sie lag und ein Hund kam angelaufen und schnüffelte an ihr. Heute will sie das nicht mehr. Aber das steht ihr ja auch zu, oder? Auffällig bei ihr ist zudem, dass es abhängig von ihrer Tagesform ist. Sie hat ja Phasen, in denen es ihr körperlich schlecht geht. Dann will sie kaum einen fremden Hund in ihrer Nähe haben und knurrt frühzeitig. Wenn sie sich fit fühlt, freut sie sich über Hundekontakte und geht offen auf andere Hunde zu.

Unsere Hunde sind ja auch nur Lebewesen, haben ihre Macken und ihre Launen.... ;)

Grundsätzlich halte ich es dennoch für wichtig, dass man bei einem Hund, der plötzlich ein anderen Verhalten zeigt, an eine mögliche Erkrankung denkt! Ich habe dies selber mit meinem damaligen Tom erlebt. Er war immer ein sehr ängstlicher und schwieriger Hund, dennoch wurde er plötzlich zunehmend aggressiv. Zunächst gegenüber Hunden, dann auch bei fremden Menschen. Der arme Kerl war sehr krank, hatte starke Schmerzen. Er hat nie geweint oder nicht gefressen oder gehumpelt. Er hat nur sein Verhalten verändert. Seine gesamte Wirbelsäule war im Eimer und er mußte vor seinem 2. Lebensjahr eingeschläfert werden.

Gruß, Simone

Grazi
26.05.2005, 08:19
Was zum Zeitpunkt meines Eintrags in keinster Weise ersichtlich war. Das hat mit dem Zeitpunkt deines Eintrags nichts zu tun. Niemand aus diesem Forum war dabei. Daher bleibt es zwangsläufig bei Mutmassungen und wilden Spekulationen.

Es ist völlig normal, das wenn ein grosser Hund einen kleinen Hund angeht, korrigiert oder was auch immer, der kleine Hund in der Relation schlechter da steht.
Aggression ist keineswegs untypisch, sondern ein völlig arttypisches Kommunikationsmittel. Damit erzählst du mir nichts Neues. :)

Im übrigen hast Du oben noch erwähnt, das niemand den Vorfall beobachtet hat. Ergo kannst Du nicht wissen, ob es "urplötzlich" war. Das habe ich aus Putschis erstem Beitrag rausgelesen: Hund, 9 Jahre alt, vorher noch nie "gebissen", hat sich aus nicht erkennbarem Grund einen anderen geschnappt und Halter ist vollkommen erschüttert. Dieses Verhalten war also für diesen Hund völlig untypisch.
Ich kenne Eure Hunde nicht, aber irgendwie scheint es den wenigsten bewusst zu sein, das ein Hund nun mal Zähne hat und diese auch durchaus einsetzen kann.
Aber macht, was Ihr wollt. Warum so zickig? :) Ich verstehe nicht so recht, warum du darauf beharrst, dass es verkehrt / überzogen ist, auch gesundheitliche Aspekte in Betracht zu ziehen. Ich bin durchaus schon in der Situation gewesen, dass meine Hunde sich gekloppt haben und das ist bei entsprechenden Grössenunterschieden beileibe keine witzige Situation, die man herunterspielen oder auf die leichte Schulter nehmen sollte. Dementsprechend ernst nehme ich die "Ursachenforschung" und versuche eben, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ist daran etwas auszusetzen?

Grüßlies, Grazi

Ingrid
26.05.2005, 08:46
Warum so zickig? :) Na ja, es kommt halt auch bei Menschen vor, dass einer an einem Tag einfach Reissnägel gefrühstückt hat... ;) Ich verstehe nicht so recht, warum du darauf beharrst, dass es verkehrt / überzogen ist, auch gesundheitliche Aspekte in Betracht zu ziehen. ... Dementsprechend ernst nehme ich die "Ursachenforschung" und versuche eben, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ist daran etwas auszusetzen?Find' ich auch normal und richtig so. :) (Ich lerne immer viel aus Franks kompetenten Beiträgen und fänd's ewig schade, wenn wir nun aufgrund einer solchen Bagatelle drauf verzichten müssten.)

Grazi
27.05.2005, 19:31
also ich spreche von der mensch/hund beziehung und da ist mir noch keiner untergekommen der "unabhängiger" dem menschen gegenüber gewesen/worden ist eben ganz im gegenteil. Ich glaube, wir reden langsam aneinander vorbei. Ich dachte, es ginge primär um die Beziehung zwischen Artgenossen... :D Aber davon einmal abgesehen kenne ich tatsächlich Hundesenioren, die ihren Menschen nicht ständig am Bein kleben. Mit einer habe ich bis vor kurzem noch zusammenleben dürfen. Violetta hat man kaum noch gesehen / gehört.. sie war zwar immer dabei und hat sich auch oft lautstark eingebracht, aber sie war halt sehr still und hat sich eher zurückgezoegen. Wobei ich sagen muss, dass sie auch früher immer sehr "eigenständig" war und von Kuscheln, Kontaktliegen oder dergleichen sehr wenig hielt. Ein wibbeliger Terrier halt und das absolute Gegenteil von meinen Molosser-Mixen. :)
ich nicht, den ich weis nicht wie tief/schwer die wunde war und manchmal braucht es nicht viel sondern nur dumm laufen. aber mir ist es im grunde eher egal, ich für meinen teil weis das ich hunde habe. Stell dir vor: ich weiss das sogar auch. ;) Trotzdem mache ich mir Gedanken über jede vermeidbare Verletzung, wobei ich mir auch nicht gleich ans Bein pinkle, wenn mein eigener Hund mit Schrammen und Ratschern nach Hause kommt. Bei Vega z.B. war das in ihrer Junghundzeit fast an der Tagesordnung... ist halt Pech, wenn man null Unterwolle hat und man wild spielt. Btw: Auch das "dumm gelaufen" kenne ich... und mache mir dann doch arge Vorwürfe. Nur mal so als Bsp: War mit einer Freundin unterwegs, die eine Pflegehündin bei hatte. Bei meinem (sozial unsicheren) Döggelchen bin ich extrem vorsichtig. Ich habe sie erst nach gut 45 Min. gemeinsamen und absolut entspannten Spaziergangs abgeleint. Die fremde Hündin zeigte ganz klar an, dass sie meine weitaus größere Hündin als ranghöher akzeptierte. Also no prob. Die Mädels liefen dicht aneinander vorbei, schnupperten gemeinsam an interessant duftenden Grasbüscheln usw. Als die fremde Hündin irgendwann mit meinem Welpen rumhopsen wollte, wollte Demona auch mitspielen und hüpfte hinterher. Die fremde Hündin erschrak...und flüchtete. In diesem Moment kippte die Situation. Demi hetzte ihr nach, packte sie im vollen Lauf und begrub sie komplett unter sich. 65 kg Kampfgewicht gegen knapp 15 kg. Horror! Leztendlich war zwar ausser drei relativ kleinen Wunden nicht viel passiert, aber der Biss war sehr knapp an der Halsschlagader vorbeigegangen. Dumm gelaufen...aber es hätte die Hündin fast ihr Leben gekostet. Und das hätte ich mir nie und nimmer verziehen.

Grüßlies, Grazi