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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe, ich muss Bindung abbauen


Angel
04.10.2007, 08:13
Hallo zusammen,
nachdem Buffy´s bellen und knurren bei fremden Personen immer schlimmer wurde und ich nicht mehr wusste wie ich dagegen angehen soll hab ich mich an einen Hundetrainer gewandt.
Mein Mann war auch mit, und die Trainer kamen auch zu zweit.
Nachdem Buffy ca. 1,5 Stunden nur beobachtet wurde war das Problem wohl klar, Buffy´s Bindung zu mir ist zu stark, sie selber ist unsicher und ich gebe ihr Sicherheit.
Herausgestellt hat sich das anhand von zwei Situationen.
Sit. 1 - Buffy ist mir aus dem Halsband gerutscht und da hat sie sofort die Rute eingekniffen und geduckt.
Sit. 2 - Hundekontakt, anderer Hund wird angeknurrt und dicke Bürste, dann nimmt mein Mann Buffy an die Leine und ich entferne mich, anderer Hund ist nicht mehr wichtig, kein knurren mehr und Bürste ist auch weg, denn Buffy ist nur noch damit beschäftigt zu schauen wo ich bin.
So, und seit heute Vormittag füttert Männe die Hunde, mindestens zwei von drei Gassigängen mit Buffy wird mein Mann jetzt übernehmen müssen usw.
Buffy muss jetzt lernen das ihr nichts passiert auch wenn Mama nicht dabei ist.
Leute ich glaub meiner Süssen und mir steht eine harte Zeit bevor, aber wenn es der kleinen guttut nehme ich das gerne im Kauf.
Ist doch lustig, alle reden immer davon Bindung zum Hund aufbauen, aber keiner sagt was passieren kann wenn die Bindung zum Hund zu stark ist.
Oder hatte jemand von euch schonmal ein ähnliches Problem und kann mir noch ein paar Tips zur "Entwöhnung" geben?

lieber Gruß
Elke

Drago
04.10.2007, 08:33
Hallo Elke,

ist schon witzig. Das gleiche Verhalten zeigt Drago auch. Nur uns hat man gesagt, dass zu wenig Bindung bzw. Vertrauen da ist. Auf die Idee mit zuviel Bindung wär ich in dem Fall dann ja auch nie gekommen. Aber gut, dass es Hundetrainer gibt.
Wünsch dir viel Erfolg bei eurer Entbindungs-Therapie.
Wir bekommen in ner halben Stunde auch Besuch von einer Hundetrainerin - die liebe Katharina (FDF). Ich freu mich schon sehr, und bin auch ganz gespannt auf unsere Diagnose.

lg Dani :lach3:

Simone
04.10.2007, 09:19
Hallo!

Ich finde die Erklärung der Hundetrainer etwas seltsam. Wenn die Bindung zwischen Euch so gut ist und Du ihr soviel Sicherheit vermitteln kannst, wieso sollte sie dann andere Leute anknurren? Dann hätte sie das doch gar nicht nötig, weil keine Gefahr besteht und sie Dich - als Sicherheitsaspekt - ja auch nicht beschützen muss oder ähnliches.

Pinkdevil
04.10.2007, 09:38
Hallo!

Ich finde die Erklärung der Hundetrainer etwas seltsam. Wenn die Bindung zwischen Euch so gut ist und Du ihr soviel Sicherheit vermitteln kannst, wieso sollte sie dann andere Leute anknurren? Dann hätte sie das doch gar nicht nötig, weil keine Gefahr besteht und sie Dich - als Sicherheitsaspekt - ja auch nicht beschützen muss oder ähnliches.



ich seh das so wie Simone!

denn wenn die Bindung so stark ist das du ihr genug Sicherheit gibst erkennt sie dich als Chef an und geht davon aus das du die Situation regelst und erkennst wenn es "gefährlich" ist/wird oder etwas nicht ok ist

LG Lis

Pinömpel
04.10.2007, 09:55
Öhm, vielleicht vor der Therapie noch ne zweite Meinung einholen...???

Ist zumindest ne exclusive Sichtweise...:traurig2:

Jacci
04.10.2007, 10:30
Öhm, vielleicht vor der Therapie noch ne zweite Meinung einholen...???

Ist zumindest ne exclusive Sichtweise...:traurig2:
Das find ich aber auch...

Grazi
04.10.2007, 11:07
Ich wundere mich grad auch so ein bisschen...

Grüßlies, Grazi

Antje
04.10.2007, 11:42
Mich wundert eigentlich gar nichts mehr....

Sorry...

Simone
04.10.2007, 11:48
Hallo!

Ich habe bei unsicheren Hunden öfters erlebt, dass sie bei dem Besitzer an der Leine unfreundlich reagierten, bei einer anderen Person an der Leine jedoch kein aggressives Verhalten mehr zeigten. Das spricht für mich eher dafür, dass der Besitzer gerade nicht die ausreichende Sicherheit dem Hund übermitteln kann.

Und Du schreibst ja:
Hundekontakt, anderer Hund wird angeknurrt und dicke Bürste, dann nimmt mein Mann Buffy an die Leine und ich entferne mich, anderer Hund ist nicht mehr wichtig, kein knurren mehr und Bürste ist auch weg, denn Buffy ist nur noch damit beschäftigt zu schauen wo ich bin.

Klar, Buffy guckt, wo Mama hingeht, aber man könnte auch sagen, bei Deinem Mann hat sie es nicht nötig, andere Hunde anzuknurren (kann ich natürlich nicht wirklich beurteilen, kenne Buffy ja nicht, also nur eine Theorie).

Du schreibst:
Buffy ist mir aus dem Halsband gerutscht und da hat sie sofort die Rute eingekniffen und geduckt
Das zeigt meiner Ansicht nach nur, dass sie ein unsicherer Hund ist und nicht aus Aggressivität oder Dominanz unfreundlich ist, sondern aus Unsicherheit. Ihr sonstiges unfreundliches Verhalten an der Leine spricht auch für ihre Unsicherheit. Du standest doch weiterhin auch ohne Leine bei ihr. Ein Hund, der sehr auf seinen Besitzer fixiert ist und ihn auch als absolute Sicherheit sieht, würde doch in einer solchen Situation zum Besitzer laufen und bräuchte in dessen Nähe auch weiterhin keine Angst zu haben, oder?

Ich würde mir auch eine zweite Meinung einholen. Ich habe leider schon etliche Hundeausbilder kennengelernt und wirklich gut aufgehoben fühlte ich mich sehr selten... leider.

Fussel
04.10.2007, 12:07
Hi,
von Deiner Beschreibung her, hätte ich auch gerade das genaue Gegenteil behauptet.

In meiner Gegenwart knurrt Fussel keine Hunde an, ist absolut verträglich, zieht nicht und hört aufs Wort, da eben Bindung, Vertrauen, Sicherheit und Respekt vorhanden ist. Fussel verlässt sich komlpett auf meine Entscheidungen.

Bei meinem Mann hört Fussel deutlich schlechter und brummt zum Teil auch andere Hunde an - in meiner Gegenwart hat er noch keinen dieser Hunde "angemacht". Auch werden bei meinem Mann Katzen verfolgt, was ich anfangs gar nicht glauben konnte, da wir auch öfters Katzen begegnen, Fussel aber höchstens mal einen Sprung darauf zu macht und sich dann schon freut, wenn die weglaufen - weitere Reaktionen oder Jagdtrieb gab es noch nie bei mir.
Bei meinem Mann ist es eher so, dass Fussel das Kommando übernimmt bzw. immer bereit ist, sich selbst durchzusetzen, da mein Mann ihm da keine Sicherheit gibt, da zu inkonsequent. Die beiden haben aber trotzdem ein sehr freundschaftliches Verhältnis, mein Mann hat sich aber ihm gegenüber noch nie richtig durchsetzen können.

Ich hätte Sit2 so beschrieben, dass Buffy bei Deinem Mann genügend Sicherheit/Respekt hat und eben dann auch entspannter ist.
Sit1 kann ich nicht so richtig einschätzen - tendenziell hätte ich gesagt, dass sie in dem Moment auch unsicher war und Dich nicht einschätzen konnte (evtl Angst vor Bestrafung?) und eben deswegen deduckt hat.

Ich vermute, dass Buffy bei Dir zu wenig Vertrauen, Sicherheit und/oder Respekt hat.

Ich würde auch auf jeden Fall noch einen 2ten Trainer befragen!!

Gruß

Nadine

Dani
04.10.2007, 12:25
Kann mich ebenfalls nicht mit der Erkenntnis Eures Hundetrainers anfreunden sehr seltsame Aussagen bin da auch ganz anderer Meinung so wie eteilweise hier schon erleutert wurde. Ich wurde mich auf jedenfall nicht auf die Beurteilung des sogenannten Hundetrainers verlassen. Holt Euch doch nochmal ne andere Meinung ein. Nicht das Ihr da total in die falsche Richtung arbeitet.

Lieben Gruß Dani :lach3:

Anne
04.10.2007, 17:52
Recht ausgefallene Theorie. Eine zweite Meinung wäre sicherlich angesagt.

Nasti/Roxy
06.10.2007, 18:29
wenn du das befolgst was dein "trainer" dir da geraten hat....das enttäuschst du deinen hund maßlos!!
wenn die bindung so gut ist, ist es deine aufgabe ihr zu zeigen das alles ok ist!du musst es managen, dass sie gar nicht in unangenehme situationen kommt. wenn doch, dann sei da für deinen hund. zeig ihr dass du das jetzt für sie regelst. sie scheint dir ja zu vertrauen..übers netz is sowas schwierig zu beurteilen, aber such dir dringend nen andern trainer, bevor du deinem hund sowas antust:sorry::sorry:

zuviel bindung....so ein schwachsinn:traurig3::boese5:

Konni
06.10.2007, 19:18
Hallo Elke,

und ich verstehe nicht, was sich n Buffys verhalten ändern soll, wenn dein Mann jetzt einige Aufgaben übenehmen soll....

"Problemverhalten" zeigt sie doch nur bei dir.
Und deshalb solltet ihr beide daran "aktiv" arbeiten.

Und sicherlich hast du dir das auch nicht so vorgestellt, dass du jetzt in den Hintergrund treten sollst, oder ?

Jedenfalls würde ich mich weiter umschauen.

Monty
07.10.2007, 06:56
Guten Morgen,

ich habe mir deine Beschreibung jetzt mehrmals durchgelesen und den dazugehörigen Rat des (Pseudo)Trainers

sorry aber ich denke eher du vermittelst den Hund nicht genügend Sicherheit
(Sie kann dich durchaus mehr lieben, als deinen Mann heißt aber nicht automatisch, das sie sich bei dir sicherer fühlt)

Das Verhalten des Hundes ist für mich Unsicherheit und zuviel Bindung? ich schreibe das jetzt mal sehr deutlich, das halte ich einfach für blödsinnig.

Frage da bitte noch nach einemanderen Trainer oder jemanden der sich gut auskennt...

macht ihr beide gemeinsam etwas Hundesport, Training ect.?

cane de presa
07.10.2007, 18:20
Hallo:lach1:
finde die Trainer könnte sehr wohl recht haben...ich kenne das zu Gut..

mehr Sicherheit wird er bei deinem man nicht unbedingt finden, nur er kann dir viel helfen den Hund und dich selbstsicherer zumachen.

Angel
08.10.2007, 12:50
Hallo zusammen,
ich hab mich jetzt etwas länger nicht zu Wort gemeldet, da ich, wie ihr es mir geraten habt noch einige andere Meinungen eingeholt habe.
Ich war jetzt insgesamt bei vier verschiedenen Stellen, was genau bedeutet es haben sich sechs Leute Buffy angeschaut. Von den sechs Leuten sind vier der gleichen Meinung wie die ersten beiden. Buffy´s Bindung zu mir ist zu stark, sie will niemanden an mich heranlassen und wenn ich mich entferne ist sie nur damit beschäftigt zu schauen wo ich bin.
Um nun endgültig Klarheit in die ganze Sache zu bekommen ist mein Mann auch mal alleine mit zu den diversen Trainern gefahren und siehe da Buffy fängt an meinen Mann zu beschützen. Da ist nichts mehr von Unsicherheit, keine eingeklemmte Rute, keine geduckte Haltung, ganz im Gegenteil Buffy stellt sich vor meinen Mann und beschützt ihn.
Nachdem wir dann lange mit den Trainern gesprochen haben hat sich herausgestellt das ich wohl Buffy´s Göttin bin und sie mich als so stark empfindet, das sie bei mir Schutz sucht, aber bei meinem Mann durchaus die Rolle des Beschützers übernimmt.

Für mich war das auch sehr schwer zu verstehen da ich immer dachte das wichtigste ist es eine enge Bindung zum Hund aufzubauen, aber wie man sieht kann man auch dabei übertreiben.
Wer jetzt meint ich würde mein Baby nicht mehr beachten usw. liegt falsch.
Nur das füttern übernimmt weiterhin mein Mann und auch zwei von 3-4 Gassigängen wird mein Mann übernehmen.
Ansonsten werde ich mich wie gewohnt um meine Kleine kümmern und auch weiterhin mit ihr arbeiten (demnächst werden wir mit Fährte und Obedience anfangen).
Wichtig ist für Buffy jetzt das sie auch eine engere Beziehung zu meinem Mann aufbaut und sie merkt das Mama nicht mehr 24 Stunden täglich jederzeit für SIE zur Verfügung steht, denn das war bisher unser Fehler, ich war immer da, ich hab gefüttert, nur ich bin mit ihr Gassi gegangen usw.
Buffy bekommt jetzt eine faltbare Hütte in die Wohnung gestellt und wird jetzt, mit Hilfe eines Kong´s den ich mit Leberwurst füllen werde, lernen sich wenn Besuch kommt in ihre Hütte zurück zu ziehen.

So das war mal der Stand der Dinge bis jetzt, wenn jemand noch Tipps für mich hat...............ich bin ganz Ohr.

lieber Gruß
Elke

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