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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : etwas komplizierte Gedanken zum Cane Corso


Irrsinnslein
21.09.2007, 11:45
Aaaalso... als ich auf der Suche nach der richtigen Rasse für mich war, war ich nicht nur auf den Presa Canario gestoßen, sondern auch auf den Cane Corso. Eine tolle Rasse, aber hab da leider auch viel schlechtes gehört. Besonders was Gesundheit betrifft und auch etwas schwieriger Charakter.

Doch darum soll es hier nicht gehen. Ich weiß das Wesen und Gesundheit das wichtigste zu sein hat, doch hier soll es ums Aussehen gehen. Wurde wegen so einer Thematik schon stark angemacht, aber wir sind hier alle erwachsenen und ich denke, man kann da objektiv drüber reden.

Ich mag auch nicht, wenn Hunde durch Zucht in eine Schablone gebresst werden. Kleine Unterschiede sollten nicht so schlimm sein. Doch ich hab viele Fotos von Cane Corsos gesehen und mir ist aufgefallen, dass es da sehr starke Unterschiede gibt. Die einen haben eine viel kürzere Schnauze und sind voll faltig im Gesicht und andere haben gar keine Falten und eine etwas längere Schnauze. Die einen sehen aus wie größere Presa Canarios und andere wie eine ausgeglichene Mischung aus Mastino Napoletano und Deutsche Dogge. Kann man eigentlich als Käufer eines Cane Corso Welpen überhaupt wissen, wie der Welpe später mal aussehen wird? Oder macht man da 'n Ü-Ei draus? Gibt es einen Grund für die doch etwas starken Unterschiede?

Grazi
21.09.2007, 15:37
Gibt es einen Grund für die doch etwas starken Unterschiede? Ja.

Die Rasse wird erst seit relativ kurzer Zeit "nachgezüchtet". In Italien, dem Ursprungsland der Rasse, haben sich mehrere Clubs zeitweise gegenseitig die Köppe eingehauen... gerade wenn es um die Auslegung des Rassestandards ging (Stichwort: Zahnstellung).

Kompetente Richter gibt es nicht allzu viele... profitgierige Züchter dafür umso mehr. Die haben dann gerne mal Boxer, Bullmastiffs und Rottweiler eingekreuzt... was man einigen Hunden nur allzu deutlich ansieht.

Noch dazu geht der Trend (insbesondere in den Staaten) immer mehr zur "Übergröße". Dadurch verändert sich meist auch der ganze Körperbau.

Wenn man seinen Hund nur nach ästhetischen Kriterien aussucht (was man tunlichst unterlassen sollte!), bleibt einem nichts anderes übrig, als sich nicht nur die Eltern des Hundes in spe anzugucken, sondern auch alle anderen Zuchttiere aus dem betreffenden Zwinger.

Grüßlies, Grazi

Irrsinnslein
21.09.2007, 16:17
Einen Hund nur nach ästhetischen Gesichtspunkten auszusuchen ist eines der dümmsten Dinge die man machen kann, finde ich. Der Hund könnte der schönste auf der ganzen Welt sein: wenn der Charakter absolut nicht zu einem passt, kann man mit dem hundischen Begleiter niemals glücklich werden. *meine meinung*

Andrea
21.09.2007, 17:03
Also selbstverständlich suche ich mir einen Hund nach ästhetischen Gesichtspunkten aus. Wenn die Rasse charakterlich zu mir passt, dann entscheidet ganz stark das Aussehen. Wenn mir der BM gefällt, suche ich doch keine BX oder MN aus, obwohl die im Charakter sehr ähnlich sind. Bei einem Hund aus 2. Hand entscheidet auch ganz stark die Optik. Der Hund muss mich ansprechen, Fell, Kopfform, Gebäude. Irgendwas muss ich auch schön finden, oder der Hund ist so schräg oder arm dran, daß es egal ist.

Grazi
21.09.2007, 17:42
Ich schrieb: "Wenn man seinen Hund nur nach ästhetischen Kriterien aussucht"... ;)

Vor meinem geistigen Auge sehe ich z.B. folgendes (leider durchaus realistisches) Szenario: Hundeneuling blättert im Rasselexikon, jauchzt "Oh, der ist ja schön! So einen will ich haben!" :boese3::boese3::boese3:

Grüßlies, Grazi

Tyson
21.09.2007, 17:55
:traurig3: Da hast Du leider recht Grazi, hier bei uns in der Tierhandlung gibt es auch einen Katalog und Du kannst Dir einen Welpen bestellen, den sie Dir dann "besorgen". Und ich verwette meinen Arm darauf, daß das gut läuft! LEIDER! LG Manuela,Tyson und Frieda

Andrea
21.09.2007, 18:08
wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
In dem Vorwort von dem alten Gerd Hauke Buch steht sinngemäß: Die Familien machen sich über die Attribute des neuen Familienwagens 10 mal mehr Gedanken, als über den Hund; der muß nur niedlich aussehen und Papa beim Gassigehen nicht peinlich sein.

Ingrid
21.09.2007, 19:18
Zu meiner Mastina Gina bin ich gekommen, nachdem ich, fasziniert von Monicas CC-Hündin Laika, eigentlich einen Cane-Corso-Welpen gesucht hatte. Dabei war mir aufgefallen, dass ich beim Durchackern der Stammbäume, so vorhanden, immer auf für meinen Geschmack zuviel Linienzucht stiess - fast hätt' ich's aufgegeben. :traurig2:

Just zu jener Zeit stellte Goofymone (der ich ewig dankbar sein werde) eine gewisse "Käthe" ins Forum - ich kam, ich sah und "Käthe" siegte. :34: Unter dem passenderen Namen Gina (hier verdanke ich die Inspiration all den fantastischen Ginas in diesem Forum, seien sie nun BM's, Presas oder Dogos...) hat sie nun bei mir ihr endgültiges Zuhause gefunden, und ich hab's keinen Tag bereut.:herz:

Hier war Goofymones exzellenter Hundeverstand mir eine unschätzbare Richtlinie: Besser als sie hätte niemand einschätzen können, ob Gina und ich kompatibel sein werden... Es klappte auf Anhieb. :lach2:

Vielleicht wär's auch für Dich keine schlechte Idee, jemanden zu fragen, der einerseits Dich und andererseits eine Menge Hunde aller für Dich interessanten Rassen kennt, und sich auf das wohlfundierte Urteil dieser Person zu stützen... :3D08: So kommst Du am ehesten zu der Hundepersönlichkeit, die am Besten zu Dir passt.

Irrsinnslein
21.09.2007, 20:02
Das klingt wirklich gut. Nur leider habe ich überhaupt keine Freunde.. Schon gar nicht welche, die sich mit Molossern auskennen. :/ Ich weiß, das klingt armselig. Vielleicht ist es das auch. Hab in meinem Leben schon einiges durchgemacht, was ich hier nicht breittreten möchte, auf jeden Fall komme ich mit anderen Menschen nicht so klar und sie nicht mit mir. Ich "ticke" irgendwie anders. Ist ja auch egal.. Ich habe einen Freund, der mich liebt, aber der kennt sich net mit Molossern aus. Wäre sonst echt ein guter Gedanke.

Pinkdevil
21.09.2007, 20:06
wir wollten auch einen Presa Canario haben, ich im inet usw. gesucht usw.

dann auf etliche ausstellungen gefahren aber gerade dort bin ich mit jeder hinfahrt mehr entäuscht wore, teils waren immer die gleichen hunde, dann haben sie mir überhaupt nicht gefallen bzw. bei einem bin ich urlange daneben gestanden und als die Presas drann waren und der mit dem Hund in den Ring ging dachte ich mir ich spinn, ich hätte nie erkannt das der Hund ein Presa ist

auf einer anderen Ausstellung waren 5 Presas davon sind 3 ausgeschieden wegen Agressivität dem Richter und dem eigenem Besitzer gegenüber

damit hatte sich das Thema Presa Canario für mich erledigt
klar sind nicht alle so und eine Ausstellung ist eine Stresssituation für einen Hund aber gerade da kann ich erkennen wie er mit stress umgeht


ich in meiner großen enttäuschung beim Molosserring gestanden und plötzlich seh ich einen gestromten Bullmastiff!
ich hin, der Hund wirft sich vor mir auf den boden zum bauchi kraulen und es war um mich geschehen :herz:
mit der Besitzerin habe ich urlange gesprochen, plötzlich drückt sie mir die leine in die Hand, sie muss aufs wc, ich habe mich auf dem boden liegen hinter dem hund herziehend an der leine hängen sehen
nichts war er war total beschäftigt mit sich von mir und meinem Freund streicheln lassen das alles egal war
natürlich habe ich vergessen zu fragen woher der Hund ist


ich dann alles nach Bullmastiff durchforstet

auf gut glück zu einem Züchter gefahren zum gucken, dort stellt sich heraus das der Hund von der ausstellung von diesem Züchter ist...
der Papi davon hat mir gleich noch bessa gefallen, aber da ich da eher skeptisch bin haben wir uns zum vergleich auch noch einen anderen Züchter angeguckt, hatte auch wunderschöne hund aber der 1. war mir sympathischeer und hey der Rüde ist ein Traum
ich beschlossen von diesem Rüden will ich einen Welpen


noch weiter will ich jetzt lieber nicht ausholen aber es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben!!!!!


LG Lis

Jacci
21.09.2007, 20:19
Als ich damals meine CC-Kaukasenmixdame bekam, hab ich mich sehr intensiv mit dem CC befasst. Kaukasen kannte ich, aber die CC´s waren total neu für mich. Ich hab mich immer mehr in die Rasse verliebt, hab mir Hunde angeschaut, dann die Homepages von deutschen Züchtern - da war ich das erste Mal enttäuscht. Die Hunde, die es dort zu sehen gab, gefielen mir überhaupt nicht und passten nicht in meine Vorstellung von einem CC. Auch hörte ich recht widersrüchliche Aussagen, was die Zucht betraf; auf Ausstellungen fand ich auch nichts, was mich vom Hocker riss. Ich bin dann an der polnischen Ostseeküste fündig geworden, hab mich auf Anhieb in Shafir verliebt, obwohl er kleiner und schlanker war, als seine Geschwister. Allerdings war er schon vergeben. Der Käufer sprang dann aber ab, weil der Welpe ihm zu schmal war. Heute heißt der kleine spacke Hund Rommel und ist für mich der schönste CC der Welt.

Irrsinnslein
21.09.2007, 20:58
@Pinkdevil das klingt ja voll schön :) Ich hab gehört Bull-Mastiffs sind voll dominant und dickköpfig und verwüsten dir die Wohnung, wenn sie ihrer Ansicht nach nicht richtig ausgelastet sind..


Langsam glaub ich es ist wirklich Glückssache den richtigen Hund zu finden. Überall gibt es solche und solche, ob nun Aussehen, Gesundheit oder Wesen.. So ein entspannter Hund, der sich gerne knuddeln lässt anstatt andere Hunde anzuknurren und an der Leine zu zerren. Entspannt und gutmütig, so ist der richtige Hund^^

Cane Corso sollen ja nur ne Lebenserwartung von sechs Jahren haben, wegen ihrer Größe.. Wie alt ist denn Rommel? Und wie stehts um seine Gesundheit?

Jacci
21.09.2007, 21:20
Cane Corso sollen ja nur ne Lebenserwartung von sechs Jahren haben, wegen ihrer Größe.. Wie alt ist denn Rommel? Und wie stehts um seine Gesundheit?

Also das hab ich bisher nur von Doggen gehört... :schreck:
Rommel wird im November 3 und erfreut sich allerbester Gesundheit.

Simba
22.09.2007, 05:55
Jeder braucht Freunde und du auch.:lach3:
Das klingt wirklich gut. Nur leider habe ich überhaupt keine Freunde.. Schon gar nicht welche, die sich mit Molossern auskennen. :/ Ich weiß, das klingt armselig. Vielleicht ist es das auch. Hab in meinem Leben schon einiges durchgemacht, was ich hier nicht breittreten möchte, auf jeden Fall komme ich mit anderen Menschen nicht so klar und sie nicht mit mir. Ich "ticke" irgendwie anders. Ist ja auch egal.. Ich habe einen Freund, der mich liebt, aber der kennt sich net mit Molossern aus. Wäre sonst echt ein guter Gedanke.

Ingrid
22.09.2007, 08:29
Hmmm... Lass es mich so formulieren: Weil ich jedem Menschen in der ruhigen Gewissheit begegne, dass er grundsätzlich das Potential zu einem Freund hat, bin ich überzeugt, dass auch Gina sich an mir orientiert und sich demzufolge freundlich und souverän verhält, ohne dass ich sie erst extra dazu auffordern muss. :blume:

Damit will ich sagen: Der Hund spricht quasi aus, was sein Mensch nur gedacht bzw. gefühlt hat, und die Reaktion der Leute wird nicht ausbleiben. Es ist naheliegend, anzunehmen, dass Dein Verhältnis zu den Menschen dadurch eher noch stärkeren Spannungen ausgesetzt wird. :31:

Nur freundliches bis liebevoll-witziges Frauchenverhalten ist geeignet, das für ein gutes Einvernehmen unverzichtbare Gegensteuer zu geben, wenn der Hund so gross und stark ist, dass er durch seine rein physische Präsenz viele Menschen bereits mit Verunsicherung reagieren lässt.:schreck:

Fühlst Du Dich in der Lage, das zu leisten?

Falls ja, dann steht Deine Molosser-Adoption unter einem guten Stern. :13:
Sonst wäre was Kleineres vielleicht geeigneter... :35:

Rocky
22.09.2007, 09:49
..... hat Ingrid nun die etwas komplizierte Antwort geliefert :lach2:

Hallo Irrsinnslein

Die Antwort trifft aber den Nagel auf den Kopf und wenn du dich noch einmal gründlich hinerfragst, wirst du bestimmt die richtige Entscheidung treffen.

Freundlicher Gruss
Beat

Simone
22.09.2007, 10:59
Hallo!

Ich hab gehört Bull-Mastiffs sind voll dominant und dickköpfig und verwüsten dir die Wohnung, wenn sie ihrer Ansicht nach nicht richtig ausgelastet sind..


Von wem hast Du denn solchen Unsinn gehört? :boese3:

Ich denke, dass alle Molosser keine Anfängerhunde sind und egal ob dominant, ängstlich oder ausgeglichen eine gute und konsequente Erziehung benötigen. Es ist einfach ein Unterschied, ob ein Molosser nicht erzogen ist oder ein kleiner Hund, bzw. auch eine andere positiv angesehene Hunderasse. Bullmastiffs können stur sein und sie sind sicher nicht so arbeitsfreudig und lernfreudig wie die klassischen Arbeitshunde (Bordercollie, Schäferhund etc.), aber ich befürchte, dass das bei den anderen Molossern ähnlich ist. Ein unausgelasteter und unzufriedener Hund jeglicher Rasse kann Unsinn anstellen. Das ist sicher keine BM typische Verhaltensweise. Derjendige, der Dir diese Rassenangaben gemacht hat, scheint die Rasse BM in keinster Weise zu kennen.

Was erwartest und wünschst Du Dir denn von Deinem Hund? Schreib doch einfach mal auf, was Du von Deinem Hund erwartest, was Du mit ihm machen möchtest und wieviel Erfahrung Du mit Hunden hast.

Schön finde ich persönlich viele Hunderassen, vom Charakter her paßt bislang der BM am besten zu mir und meinem Leben. Aber das ist manchmal ja auch etwas, was man erst herausfinden muss.

Irrsinnslein
22.09.2007, 11:23
Ich bin der Meinung, dass ich konsequent und souverän mit einem Hund umgehen kann. Ja, Menschen sind so eine Sache.. Es ist ja nicht so, dass ich alle Menschen grundsätzlich nicht mag, sondern das ich unsicher bei menschlichen Kontakten bin. Vor sehr dominanten Menschen habe ich sogar ein wenig Angst. Ich weiß oft nicht, wie ich mich bei anderen Menschen verhalten soll. Arbeite aber mit Hilfe meines Psychodocs daran. Ich bin ein freundlicher, netter Mensch und vom Inneren her, würde ich gerne mit jedem Menschen Gut Freund sein. Bei der Umsetzung hapert das noch, weil ich etwas schüchtern bin und anderes denke, als die anderen. Hab mal gelesen, dass ein Hund hilft ein sichereres Auftreten zu haben. Also sozusagen igendwie Mut macht, nur durch die Präsenz des Tieres. Damit ist nicht gemeint, dass ich ein Molosser möchte, weil der angeblich so "gefährlich" aussieht (finde die sehen eher knuffig aus^^), es hat wirklich was mit meinen persönlichen Vorlieben zu tun. Und mit irgendwelchen überzüchteten und degenerierten kleinen Modehündchen kann ich nu gar nix anfangen. Mein Vater hat ein ShiTzu. Ein griesgrämiger kleiner Teufel..

Ich hoffe sehr das meine (noch vorhandenen) sozialen Defizite den Wunsch nach einem Molosser nicht im Weg stehen. Meine Krankheiten haben mir schon genug weggenommen... Ich wünschte ich könnte mir einen Molosser für 'ne Woche oder so "ausleihen", um zu sehen, ob die soziale Unsicherheit sich tatsächlich so negativ auf den Vierbeiner auswirkt. Bei meinem Praktikum im Tierheim, da waren auch zwei Molosser, ist sowas nicht vorgekommen, aber ich hatte auch nicht die Zeit mich so intensiv mit den beiden Hübschen zu beschäftigen.. Vielleicht habe ich aber auch schon genug Fortschritte in der Therapie gemacht, wenn es so weit, dass ich mir einen Hund zulege, dass sich das Thema von selbst erledigt. Ich weiß nicht. Bin grad etwas verunsichert ._.

Irrsinnslein
22.09.2007, 11:50
@Simone

Ich möchte einen ausgeglichenen, aufgeschlossenen und freundlichen Hund mit Lernbereitschaft. Ne Schlaftablette sollte es genauso wenig sein, wie ein hysterisch aufgedrehter Typ. Ich möchte mit dem Hund durch die Natur wandern, die Berge erklimmen (wohnen im Harz), auf Wiesen spielen und ihn halt überall hin mitnehmen können, wo er sich dann souverän verhält. Würde gerne in die Hundeschule gehen und die Begleithundeprüfung ablegen und austesten, welcher Hundesport dem Tier liegt. Discdogging oder Dogdance oder Fährtenarbeit, Flyball, Zughundesport oder was auch immer. Bin da eher flexibel. Es sollte auf jeden Fall dem Hund Spaß machen.

Was die Erfahrung betrifft: Ich bin mit einem Hund aufgewachsen (ShiTzu), meine Oma hatte immer einen Hund (zuerst Königspudel, dann Dackel, jetzt ShiTzu), kannte viele Leute mit Hunden (die meisten davon waren große und kleine Mischlinge, dann noch ein Neufundländer und ein Golden Retriver), hab 6Wochen im Tierheim mit den Hunden gearbeitet und sonst mir so einiges angelesen. Den Rest gedenke ich in der Hundeschule zu lernen, die ich dann natürlich besuchen möchte.

Ingrid
22.09.2007, 12:09
Meine Gina habe ich im letzten Oktober als hektisches Nervenbündel übernommen. Sie ist ein Hund mit den besten Anlagen, aber sie war damals seelisch nicht sonderlich stabil, und jedes Quentchen Ruhe, das sie heute hat, habe ich ihr vorgelebt. Ich, der Mensch, musste und muss ihr, dem Hund, Halt geben.

Dass das umgekehrt funktionieren kann, daran habe ich starke Zweifel. Meines Erachtens passt sich immer der Hund dem Menschen an - wo das Gegenteil der Fall ist, regiert zum Schluss der Hund, und das heisst es gelten hundliche und keine menschlichen Gesetze.:boese3:
Mit einer sonst von Menschen beherrschten Welt ist ein solches Hund-Mensch-Gespann nicht kompatibel zu kriegen - die Schwierigkeiten sind abzusehen. Letztendlich bezahlt der Hund die Zeche dafür, dass ihm eine Aufgabe aufgebürdet wurde, die ihm nicht zukommt.:01:

Vorschlag zur Güte:
Besuch' doch die beiden Hübschen weiterhin im Tierheim, und nimm Dir die Zeit, Dich eingehender mit ihnen zu befassen. :hund::hund: Sicher freuen sich die Tierheimleute über jede Hilfe bei der Betreuung oder dem Spazierengehen, und Du hast die Möglichkeit, nicht nur einmal, sondern mit einer gewissen Regelmässigkeit zu gucken, wie es sich anfühlt, einen Molosser zu führen.:16:
In einen eigenen Hund wirst Du nämlich eines mit Sicherheit investieren müssen: Zeit. Die darf Dir nicht zu schade sein...

So kommst Du ziemlich bald dahinter, wie sehr Hunde, jeder von ihnen, das Produkt der sie umgebenden Verhältnisse sind, auf die sie, jeder seiner individuellen Persönlichkeit entsprechend, reagieren. (Um ein griesgrämiger Teufel zu sein, braucht man kein Shi-Tzu zu sein. Das kriegt auch jedes Meerschweinchen hin, wenn es nur genug geplagt wird...)
Gleichzeitig siehst Du, wie dieser oder jener Hund auf Dich persönlich reagiert, d.h. welchen Einfluss Du auf ihn ausübst. :tier03:
Könnte sein, dass durch dieses kleine Stück "Feldforschung" die Lage gleich viel klarer wird... :)

Nachtrag: Da ist mir wer zuvorgekommen... :) Die Tierheimarbeit gab's schon...

Anne
22.09.2007, 12:17
Du stellst sehr hohe Ansprüche an deinen zukünftigen Hund. Bist du im Gegenzug fähig, die Ansprüche und Anforderungen eines Hundes zu erfüllen?
Wohlbemerkt, ich frage nicht, ob du glaubst es zu können, ich meine ob du dazu fähig bist.
Du möchtest den perfekten Hund, den gibt es nicht. Der Hund wird das, was du aus ihm machst.Daher kann dir keiner zu einer bestimmten Rasse raten.
Deine Fragen zum Presa schließen dich als zukünftigen Presa-Besitzer schon aus.
Du möchtest einen Hund als Therapie für deine Probleme, das wird nichts. Vermutlich wirst du deine Ängste,Unsicherheiten auf den Hund übertragen.
Ganz ehrlich, als Hundehalterin ( für jeden Hund)bist du derzeit noch ungeignet. Arbeite weiter an DIR, bemühe dich, DEIN Leben in den Griff zu bekommen, erst dann denke über die Anschaffung eines Hundes nach (aber vermutlich brauchst du dann keinen mehr).
Als Hundehalter bist zu gezwungen mit Menschen zu kommuniziern, wenn du eine Hundeschule besuchen willst, mußt du dich mit fremden Menschen auseindersetzen. Soll das deine Therapie sein? Was wird mit dem Hund, wenn das nicht klappt? Du bist noch so jung, es gibt sicherlich andere Möglichleiten und Wege, deine Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

leavinblues
22.09.2007, 12:56
Nachdem ich alles gelesen haben was deine Anforderungen an deine-/n zukünfigten Mitbewohner sind kann ich Anne nur voll zustimmen.

Irrsinnslein
22.09.2007, 13:05
da die beiden Hübschen aus dem Tierheim 300km entfernt sind, ist das eher nicht machbar. Damals hab ich noch in Mecklenburg gewohnt, wo ich das Praktikum im Tierheim gemacht habe. Jetzt bin ich in Niedersachsen und das Tierheim hier lässt nur Leute die Mitglieder sind mit den Hunden Gassi gehen. Was ich echt nicht verstehe. Die Hunde würden sich sicher über mehr Beschäftigung freuen... In dem Tierheim, wo ich Praktikum gemacht hatte, konnte jeder mit den Hundis spazieren gehen.

Außerdem wollte ich noch sagen, dass ich nicht meinte, dass es die Aufgabe des Hundes ist, positiv auf den Menschen zu wirken, sondern dass sie das einfach tun. Ich würde mir nie ein Hund nur wegen dieser Eigenschaf zulegen, sondern um ein treuen Begleiter zu haben...

Und auch wenn die Worte sicherlich ihre Berechtigung haben, finde ich es doch unfair, wenn psychisch Kranke keinen Hund haben dürften. Es gibt sogar Therapiehunde in psychiatrischen Kliniken und die sind völlig relaxt. Das ich einige Probleme habe heißt nicht, dass es einem Hund bei mir gleich schlecht gehen würde... Irgendwelchen Cholerikern oder Säufern wird n Hund in die Hand gedrückt und jemand wie ich (ich halte mich schon für verantwortungsbewusst) wird davon aberaten, nur weil man im Leben halt einige Probleme hat. Das finde ich nicht richtig.

Irrsinnslein
22.09.2007, 13:51
Ich kann wirklich nicht glauben, was ihr mir hier unterstellt. Da muss ich kotzen. Der Hund ist nicht meine Therapie, sondern mein Freund. So war es zumindest gedacht. Hübsch, wie ihr aus allen meinen Worten euch immer das schlechteste heraussucht. Für mich ist das keine konstruktive Unterhaltung. Ich hab schon gesagt, dass ich mit meinem Psychodoc dran arbeite und das ich mir noch keinen Hund zulegen werde, sondern erst wenn die Umstände dafür stimmen. Krank, was ihr hier von mir haltet, ohne malein paar Minuten darüber nachzudenken, was ich da schreibe. Nein, immer die schimmstmögliche Bedeutung raussuchen. Ihr seid ja auch alle DIE perfekten und all zu weisen Hundehalter. Diese Diskussion mit euch zu führen, bin ich überdrüssig. So langsam kommt ihr mir vor, wie in gewissen anderen Hundeforen, die ich nicht nennen möchte, wo ich schon früher mal angemeldet war. Die denken sie hätten sie Weisheit mit Löffeln gefressen, nur weil sie länger angemeldet sind und in Besitz eines Hundes sind, der nicht vom Ordnungsamt eingezogen werden sollte. Ich denke ich werde mich in Zukunft lieber mit realen Menschen über diese Thematiken unterhalten (das ich keine Freunde hab, heißt nicht das ich völlig isoliert bin). Vielleicht auch mit meinem Psychodoc. Das werden vielleicht konstruktivere Gespräche. Ich weiß ihr meint es sicher nur gut, aber so kommt es nicht an und ihr kennt mich und meine genauen Verhaltensweisen nicht. Und deswegen können wohl auch keine reellen Ergebnisse daraus resultieren.. Ich werde mir den Kauf eines Hundes gut überlegen und wie gesagt liegt das alles auch noch in der Zukunft.

Anne
22.09.2007, 15:48
Therapiehunde durchlaufen eine spezielle Ausbildung.

Ich denke ich werde mich in Zukunft lieber mit realen Menschen über diese Thematiken unterhalten

Das ist der richtige Weg.
In der Anonymität der virtuellen Welt wirst du die Lösungen für deine Probleme nicht finden. Die mußt du in der realen Welt suchen und wirst sie dort auch finden.
Ich wünsche dir für einen weiteren Lebensweg alles Gute und viel Glück und hoffe, du wirst in absehbarer Zeit in der Lage sein, dir den Wusch nach einem eigenen Hund zu erfüllen.

Ingrid
22.09.2007, 17:14
Sollte ich in meiner Bestrebung, möglichst konstruktiv auf das Geschriebene einzugehen, abwertend rübergekommen sein, dann bitte ich um Entschuldigung. Es lag nicht in meiner Absicht.:3D01:

Mehr als sein Bestes kann halt keiner tun, und falls das im konkreten Fall nicht genügt, gibt's ja vielleicht wirklich einen geeigneteren Ansprechpartner.

Irrsinnslein
22.09.2007, 17:16
Danke Anne - mehr weiß ich dazu nicht zu zu sagen^^" Werde mir auf jeden Fall Mühe geben.

Simone
22.09.2007, 17:55
Hallo!

Ich denke, dass Du die Worte hier im Forum zu negativ aufgefaßt hast und sie nicht so wie von Dir verstanden gemeint waren. Wichtig ist aber, dass man Dir bei Deiner Frage hier einen ehrlichen Rat gibt und Dir nicht nur das schreibt, was Du vielleicht gerne lesen möchtest.

Es gibt sogar Therapiehunde in psychiatrischen Kliniken und die sind völlig relaxt

Da hast Du völlig recht, auch Luna war mit mir oft in der Psychiatrie und hat den Patienten sehr geholfen. Für Luna war das aber eine harte Arbeit und gerade bei einer solchen Arbeit ist es sehr wichtig, dass der Halter dem Hund gegenüber in jeder Situation Ruhe, Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlt. Die Stimmung des Menschen überträgt sich sehr leicht auf den Hund, da der Hund viel feinere Antennen für die Stimmungslage hat, als der Mensch selber. Du kannst Deinem Hund keine Sicherheit "vorspielen", er merkt gleich, wenn Du unsicher bist.

Natürlich schliesst Deine Krankheit und Deiner Unsicherheit Dich nicht grundsätzlich als Hundehalter aus, aber Du solltest bei der Wahl Deines Hunde noch viel mehr darauf achten, als jemand anderes es tun sollte. Bist Du denn stabil genug, so dass bei Dir auch sicher kein Krankenhausaufenthalt notwendig wird? Das wäre eine wichtige Vorraussetzung. Zudem solltest Du jemanden haben, der den Hund auch betreut, wenn es Dir mal nicht so gut geht. Aber abgesehen von den Fragen, würde ich bei Deiner Vorgeschichte (ohne zu wissen, welche Diagnose Du nun hast) tatsächlich von einem Molosser abraten. Molosser sind einfach keine Anfängerhunde, sie sind bzgl. der Erziehung schwieriger zu händeln und das Umfeld reagiert auf nicht erwünschtem Verhalten wesentlich schlimmer als bei anderen Rassen. Warum - wenn Du unbedingt momentan einen Hund haben möchtest - kommt denn für Dich keine kleinere Hunderasse in Frage, die von der Erziehung, dem Sozialverhalten etc. als einfacher beschrieben wird? Grundsätzlich finde ich die Idee am besten, zunächst in einem Tierheim Hunde auszuführen und dort Erfahrungen zu sammeln und zu schauen, wie Du mit dem Hund zurecht kommst. Oder Du suchst Dir einen Pflegehund, den Du regelmäßig ausführen und betreuen kannst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Besserung.

Ingrid
22.09.2007, 17:58
:08: *unterschreib*

Angel
23.09.2007, 10:37
Dann erzähle ich mal wie ich zu meinem CC gekommen bin.
Es war 2003, und mein Mann und ich beschlossen einem "Anlagehund" aus dem TH ein Zuhause zu geben.
Also ab in TH-Essen (eines der grössten im Ruhrgebiet)schon bei unserem ersten Besuch ist uns Odin aufgefallen, damals war er laut TH noch ein Mastino-Mix.
Wir haben uns noch andere Hunde angeschaut, aber je mehr wir überlegt haben desto klarer wurde es muss Odin sein.
Wir haben Odin dann zu uns genommen und ich wollte natürlich wissen was ist das nun für ein Mix, also hab ich das netz durchforstet, in verschiedenen Foren Bilder von Odin gezeigt und auf einmal bekam ich den Tipp es könnte ein CANE CORSO drin stecken.
Jetzt ging es erst richtig los, ICH die sich seit ihrem 8. Lebensjahr intensiv mit Hunden beschäftigt, wusste noch nicht mal das es diese Rasse überhaupt gab:traurig3:
Also wieder gegooglet, Züchter angeschrieben, Fotos verschickt und dann im Sommer letzten Jahres die Gewissheit, Odin ist ein reinrassiger Cane Corso, am 17.4.2007 in Italien geboren und heißt eigentlich Merlin und hier nochmal mein Dank an Susanne Strnad aus Alicante, die das alles für mich herausgefunden hat.
Und jetzt zu Odin, er ist der absolute Traumhund der seine Familie mehr liebt als sein Leben. Leider ist seine Unverträglichkeit anderen Hunden gegenüber genau so groß wie die liebe zu seiner Familie.
Da war auch noch die frage zur Lebenserwartung eines CC, Odin wird nächsten April 8 Jahre alt und erfreut sich allerbester Gesundheit, wurde vor 3 Monaten noch beim TA kontrolliert.
Ihr seht also ich bin zu meinem CC gekommen wie die Jungfrau zum Kind, ich wusste nicht das es diese Rasse gibt und wollte auch eigentlich nur einem Anlagehund ein neues Zuhause geben, allerdings würde ich mir jederzeit wieder einen CC anschaffen.
lieber Gruß
Elke

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