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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Oskar hat mich zum fressen gern


die Hoschis
13.09.2006, 08:59
hallo ihr alle, wir stecken immer noch in der hochsaison und so war ich schon ewigkeiten nicht mehr online. unser kleiner ist nun seit 6 monaten bei uns und ich kann euch sagen er hält uns ganz schön in trapp. zur erinnerung wir leben in der türkei und am 5 märz brachte mir mein mann einen halbverhungerten mastino aus istanbul mit. wir wußten nichts über seine vergangenheit und haben den schritt gewagt. nun, nach anfänglichen schwierigkeiten habe ich mich bei ihm durchgesetzt (er vergötterte männer). dank euerer tips bin ich einen riesen schritt weiter gekommen, obwohl....(dazu gleich).

oskar hatte alles was man sich vorstellen kann, parasiten, bakterien, allergien. teilweise sahen wir den tierarzt mehr als sonst wen. das schlimme war/ist, dass eine sache geheilt war, aber dann irgendwo was anderes hinzu kam. er bekam cremes, tabletten, spritzen, naja eben volles programm. zum glück nahm er alles mit gelassenheit hin, bis....

da wir oskar immer mit an unsere tauchschule nehmen, hat er permanenten kontakt zu menschen (was er nicht kannte). natürlich hatten wir große probleme am anfang, so attakierte er einige gäste, obwohl ich dazu sagen muß es waren meist türken. frauen die ihn direkt ansprachen oder anfassten wollte er besteigen.

er ist aufjedenfall viel ruhiger und gelassener geworden, nur jetzt kommt mein problem, er hat nun schon zweimal mich in die hand gebissen. mein mann sagte beim zweiten mal, dass er wenn es nochmal passiert er ihn einschläfern lassen will. ich kann nur dazu sagen, NUR ÜBER MEINE LEICHE!!!!!!!! :boese5:

beim ersten mal war es beim einstieg ins auto. er rutschte ab und viel hin (wir haben einen hohen jeep). ich wollte ihm helfen und ihn reinheben und da packte er zu. er mußte an diesem tag daheim bleiben und am nachmittag hatte er eigentlich einen op termin. der rechte ellebogen sollte operiert werden, denn seine liegeschwielen sind so dick und entzündet das der arzt meint es wäre besser diese schwielen weg zu schneiden. die op wurde natürlich nicht durchgeführt. die hüfte sollte erst geröngt werden, denn er kam kaum hoch und konnte schlecht laufen. er bekam cortison und schmerztabletten. letzen freitag wurde er geröngt und es stellte sich heraus das er zum glück keine hd hat und auch die ellebogen sind gut :herz: , nur hat er ein muskelanriss an der rechten hüfte (keine ahnung wie er sich das geholt hat). da er beim röntgen knock out gelegt wurde, war er zuhause angekommen immer noch im trahn und so legten wir ihn in den garten und ich wollte ihn trösten, tja und da packte er wieder zu.

mensch es war doch meine schuld und nach 6 monaten kann man doch noch nicht von ihm wunder erwarten. was sagt ihr dazu???? ich muß ehrlich sagen das ich blind vor liebe bin und ziemlich engstirnig wenn es um oskar geht.

habt ihr einen rat, tips etc.. durch seine aktionen sagen nun alle er ist unberechenbar und eine gefahr (bullshit sage ich).


habt ihr auch einen rat wegen der entzündeten schwielen??

ganz lieben gruß
nicole

Angua
13.09.2006, 16:34
Liebe Nicole,

ich bin sicher nicht der Experte für Erziehungsfragen, aber was Du so beschreibst, hört sich nach Abwehr an. Dass ein Hund im Narkoserest zuschnappt, wenn man sich über ihn beugt, ist mir auch schon passiert (auch meine Schuld, die Lippe hat vom Jack Russell einen schicken Schmiss). Kann es sein, dass er sich auch beim Abrutschen vom Jeep weh getan hat und deshalb zugepackt hat? Wäre meine Vermutung.

Würde mich nicht wundern, wenn Oskar schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht hat. Dass er aber die Ladies gleich amourös attackiert, spricht (für mich) eher dafür, dass er ein kleiner dominanter Macho sein will.

Die Meinungen über Kastration sind im Forum sehr geteilt - meine sind alle kastriert (Rüden und Hündinnen gemischt, außerdem kamen sie fast alle kastriert aus den verschiedenen Tierheimen). Vielleicht, ganz vielleicht würde es bei Oskar ja auch ein bisschen was zum Guten verändern. Möglich wäre es.

Lass Dich nicht von Deinem Umfeld verrückt machen. Evtl. bleibt Oskar ja lieber bei Hochbetrieb mal ein paar Stunden zu Hause, bis Ihr das im Griff habt?

Du kriegst das ganz sicher hin.

@ich muß ehrlich sagen das ich blind vor liebe bin und ziemlich engstirnig wenn es um oskar geht.
Oh.... das kann ich so gut nachvollziehen - ich sehe meinen Benno wieder auferstanden, und schon laufen wieder die Tränchen...

Ganz liebe Grüße vom kleinen Zoo im Wald und
Astrid

Anne
13.09.2006, 22:08
Hallo Nicole,

der zweite Beißvorfall war das Resultat deiner eigenen Dämlichkeit (sorry für diese Direktheit).
Der erste Vorfall ist schon ein anderes Kaliber.
Versucht er noch immer Frauen zu besteigen?
Attackiert er noch immer männliche Besucher?

Durch eine Kastration können sich evtl. testosterongesteuerte Verhaltensweisen ändern, alles andere wird bleiben. Er ist nicht mehr jung, daher befürchte ich wird sich nicht viel verändern.

Grazi
14.09.2006, 06:37
Hmmm, ich würde wohl auch den ersten Biss nicht ganz so streng bewerten, wenn ich davon ausgehe, dass der Hund eh schon Schmerzen hatte (entzündete Liegeschwielen) und sich evtl. beim Sturz aus dem Wagen noch zusätzlich weh getan hat.

Viel mehr Gedanken würde ich mir tatsächlich über sein restliches Verhalten machen. Es ist zwar gut und schön, dass du den Hund liebst und zu ihm hälst, doch solltest du dabei nicht vergessen, dass es sich um einen großen, starken Hund handelt, von dem eine gewisse Gefahr ausgehen kann. Und ich habe den Eindruck, dass du a) die Vorfälle in der Tauchschule nicht ernst genug nimmst und b) Oskar mit dem ständigen Mitschleppen überfordert hast.

Grüßlies, Grazi

Anne
14.09.2006, 09:59
Hmmmmmmmm,

http://www.molosserforum.de/showthread.php?t=2066

wenn ich mir das durchlese, fällt mir auf, er hat damals geknurrt und geschnappt. Jetzt beißt er.
Frage: Bei dem Autovorfall, hat er da vor dem Biß gewarnt,geknurrt?

Und ich habe den Eindruck, dass du a) die Vorfälle in der Tauchschule nicht ernst genug nimmst und b) Oskar mit dem ständigen Mitschleppen überfordert hast.

Dem stimme ich zu,außerdem halte ich es bei dem Gesamtverhalten des Hundes für recht risikoreich, den Hund mit in die Tauchschule zu nehmen.

Ich weiß nicht, wie oft ich es diesem Forum schon geschrieben habe:

Ändere dein Verhalten, dann ändert sich das Verhalten deines Hundes.

die Hoschis
15.09.2006, 17:10
hallo ihr,
ich gebe euch recht das ich wirklich mega dumm war mit der zweiten bissattacke. bei der ersten hatte er vorab geknurrt, nur wollte ich eben meinen willen durchsetzen, da er ja schon früher mich öfter angeknurrt hat wenn er ins auto sollte oder bei sonst was.
es stellte sich auch heraus das er große schmerzen hatte und wohl nicht mehr weiter wußte als mich in die hand zu packen.
oskar hat nicht viel menschliche wärme bekommen und muß erst das 100 % vertrauen lernen.
meint ihr er sollte nach 6 monaten dieses schon haben?
er hat sich in den 6 monaten schon um 180° gedreht, er ist anhänglicher, liebevoller, gehorsamer (naja noch nicht so ganz) und sehr menschenbezogen geworden.
da ich nicht möchte das er 7 tage die woche 10 std am tag alleine ist, bleibt uns keine andere wahl als ihn mit zur arbeit zu nehmen. ich denke er lernt dort menschen kennen die ihn respektieren und ihm freundlich gesinnt sind, d.h. er ist bei uns und einfach mit dabei und das gefällt ihm ja auch.
natürlich ist er ein kleiner macho und deshalb möchte ich ihn auch im winter kastrieren lassen.
gebt mir doch mal bitte einen tip wegen der liegeschwielen. dadurch das er die letzten jahre nur auf stein gelegen hat und es auch hier sehr heiß ist, meidet er teppiche, decken, etc.. der arzt möchte ja auch die überschüssige haut wegschneiden, was sagt ihr dazu?
oskar ist wirklich nicht bösartig oder unberechenbar.
gruß nicole

Monika
15.09.2006, 19:47
gebt mir doch mal bitte einen tip wegen der liegeschwielen. dadurch das er die letzten jahre nur auf stein gelegen hat und es auch hier sehr heiß ist, meidet er teppiche, decken, etc.. der arzt möchte ja auch die überschüssige haut wegschneiden, was sagt ihr dazu?

gruß nicole

ich würds nicht machen lassen. liegeschwielen kommen ja an den meistbelastetsten körperstellen beim hund, das wird nicht zuheilen und die probleme werden nicht beseitigt. selbst wenn eine nach der anderen gemacht wird, wird er bei jeder op die andere noch mehr "belasten" und somit ist es für die katz *nur meine meinung* wenn die entzündet sind, das hatte auch schon mal ein hund von mir, der hatte aber sarcoptis, wenn da löcher rein gehen und blut und eiter rauskommt, würd ich ihn mal auf sarcoptis milben testen lassen ( bluttest) weitere stellen bei meinem waren hautfalte links und rechts beim kopf und zwischen den zehen.

selbst wen er nach 6 monaten noch nicht 100% vertrauen hat, beißen braucht er nicht. ich würd ihm mal eine gscheite kleben, das ihm die lichter ausgehen. was machst den wenn wirklich mal ne wirklich brenzlige situation kommt und du kanns ihn nicht anfassen weil du angst haben mußt das er beißt? richtest du dich nach dem hund? der hund ist seit 6 monaten nicht mehr der arme hund! er hat einen guten platz bei dir somit gehts ihm seit 6 monaten gut, vielleicht zu gut *wenns dem esel zu gut geht, geht er aufs eis*! ein weises und wahres sprichwort.

Anne
15.09.2006, 20:32
Also ich würde die Liegeschwielen auch nicht operieren lassen.Wenn da Blut/Eiter rauskommt, spüle die Beulen. Sollte das nichts helfen, wie Monika schrieb, auf Räude Untersuchen lassen. Fällt Räude als Ursache weg, bliebe zu überlegen dem Hund mal Antibiotika zu geben, aber nur dann, wenn wirklich eine schlimme Entzündung vorliegt.
Nicole, hätte jemand ein wirksames Mittel gegen Liegebeulen, wäre er/sie schon Millionär:lach2:

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