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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund und Katz


morpheus
20.07.2006, 20:12
Einen schönen guten Abend,

ich hatte bislang recht wenig mit Katzen am Hut, finde in letzter Zeit aber immer mehr Gefallen daran, zumal die Wohnsituation recht katzenfreundlich ist.

Die vierbeinige Hackfresse Morpheus ist zwar mit einer Katze aufgewachsen und ich hab selbst miterlebt wie er sie beim Vorbesitzer im Maul herumgetragen hat, auf unbekannte Katzen reagiert er allerdings sehr heftig. Leider meint er es auch ernst. Meint ihr, es gibt eine Chance, ihn an eine, am besten junge, Katze zu gewöhnen. Ich will allerdings kein unnötiges Risiko eingehen.

Anne
20.07.2006, 21:07
Reagiert er nur "in freier Wildbahn" heftig auf Katzen oder auch, wenn sie im Haus sind?
In diesem Fall würde ich dir raten, geh zum nächsten Tierheim und biete dich als "Katzenmama" an, heißt, sollten die Flaschenkinder haben, nimm die.

Mit jungen Katzen (10-12 Wo) kann es ins Auge gehen. Die sind schlimmer als Hundewelpen, neugierig,kratzig,bissig,aufsässig,garstig und soooo süüüüüüüüß:herz:

Unser Boxer war ein echter Katzenhasser,ich wollte unbedingt Katzen.
Dann tauchte ein Streuner auf, alle meine Bemühungen die beiden zu vergesellschaften schlugen fehl. Als ich aufgegeben hatte und mich nicht mehr darum gekümmert habe kam die Überraschung. Eines Abends ging ich in die Küche,der Kater saß auf dem Stuhl,der Hund stand vor ihm und hat ihn abgeschleckt.Die beiden ehemaligen Streithähne mutierten dann zu eineiigen Zwillingen. Der Kater hat uns sogar bei den Spaziergängen begleitet. Übrigens hat der Hund anschließend jede fremde katze akzeptiert.

morpheus
20.07.2006, 21:17
Reagiert er nur "in freier Wildbahn" heftig auf Katzen oder auch, wenn sie im Haus sind?



In freier Wildbahn reagiert er heftig, ins Haus oder in den Gaten würde mit Sicherheit keine fremde Katze kommen, unbeschadet natürlich. Anderseits bin ich mir sicher, wenn ich ihm eine wenige Wochen alte Katze vor die Nase halten würde, dass er nicht über sie herfallen würde. Aber man ist ja nicht immer daheim und es können sicher Situationen auftreten, die die Katze in Gefahr bringen. Leider ist der Kontakt mit den Vorbesitzern sehr früh abgebrochen, sonst hätte ich da nachgefragt, welches Getier zuerst da war.

Anne
20.07.2006, 21:21
Stefan,

wenn du eine junge Katze nimmst, mußt du sie während eurer Abwesenheit vom Hund trennen.
Kennst du jemanden, der derzeit eine junge Katze hat? Dann mach den ultimativen Test. Natürlich nur unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen, damit der Katze nichts passiert.

morpheus
20.07.2006, 21:30
Nein Anne, im Bekanntenkreis gibt es nur adulte Katzen, aber ich seh es wie du, ich werde es unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen testen müssen. Ich muß aber nichts übereilen, ich leb jetzt bald 40 J. ohne Katzen.

Anne
21.07.2006, 07:54
ich leb jetzt bald 40 J. ohne Katzen.


DAS solltest du schleunigst ändern.Ein Leben ohne Katzen ist kein Leben;)

Denk drüber nach,wenn du dich für eine junge Katze entscheiden solltest, überlege, gleich zwei zu nehmen. Dann wird der Hund nicht so strapaziert,ist kein Artgenosse vorhanden, "spielen" kleine Katzen halt mit Hunden:D

Teste im Bekanntenkreis doch mal aus, wie sich Morpheus im Haus der Leute gegenüber den ausgewachsenen Katzen verhält.

Angua
21.07.2006, 13:51
[B]


DAS solltest du schleunigst ändern.Ein Leben ohne Katzen ist kein Leben;)



Ah, Anne - Du sprichst mir aus der Seele! Allerdings war die Katzensicherheit auch immer das Einzige, was ich bei den ganzen Tierheimhunden als unabdingbar vorausgesetzt habe. Da ging es dann ganz leicht...

@Stefan, Annes Vorschlag ist der einzig richtige. Minimiez klappt meist, aber rechne mit Schlafentzug - Flaschenkinder sind anspruchsvoll (aber es macht viel Spass!). Sofern Ihr nicht eine ältere Mieze findet, die Morpheus entweder völlig einwickelt, oder aber ihn das Fürchten lehrt.
Wir hatten aber leider auch schon den Fall, dass ein Doggenrüde in die Vermittlung kam, weil er zwar wunderbar mit den älteren Katzen klarkam, das Quietschen der Babies aber mit Beute verwechselte und zwei getötet hat. Also mach es wie Anne sagt - ausprobieren! Und im Anfang nicht allein lassen.

Wenn Ihr nicht so verflixt weit weg wärt... hier warten vier kleine Musketiere auf Spass, Spiel und Spannung...

Ihr kriegt das bestimmt hin. Vielleicht den Probelauf gesichert? Halti oder Maulkorb? Nuuuuuur, damit nix passiert?
Viel Erfolg wünscht
Astrid und der kleine Zoo im Wald

Conner
21.07.2006, 15:54
Meine Erfahrung mit Katz und Hund war so :

BX-Rüde, 4 Jahre, nur Katzen von weitem gesehen. Spurtete stets los - und bekam natürlich nie eine. Nachbarskatze wurde immer total angebellt.

Als er dann 4 war haben wir einen 4 Monate alten Streuner-Kater von der Katzenhilfe geholt weil ich nicht mehr ohne diese Wahnsinns-Tiger leben wollte - hatte eigentlich immer Hund und Katz aber zeitweise war die Wohnlage für Freigänger nix.

Kater abgeholt. Dieser war sehr freundlich und selbstsicher, in Anbetracht des Elefanten allerdings doch etwas ängstlich. 1 Woche lief Hund ständig hinter Kater her (dieser hatte aber immer Möglichkeiten alles von oben zu betrachten) und ich versuchte immer Hund davon abzuhalten. Klappte nicht. Habe dann ungeschwenkt und immer gesagt "wo ist die feine Katze....." nach einer Woche stand Hund nicht mal mehr auf.

Kater suchte immer Körperkontakt zum Hund, dieser tat immer als würde sich ein gefährliches Monster nähern und ergriff die Flucht.

Alles PRIMA !

LG
Annette

PS. BX leider tot. Jetzt lebt Peppino mit Sugar und Paul. Paul MA ist genau wie Conner im Umgang mit Kater. Sugar BB jagt ihn, tut ihm aber nichts.
Unser Kater meint alle Riesen-Hunde sind immer nett - hoffe er glaubt das nicht draußen bei fremden Hunden.......

Damals:

morpheus
21.07.2006, 17:46
Später oder im Laufe des WE kommt evtl. mein Nachbar mit Katze vorbei, obwohl er nicht sehr überzeugt wirkte...wenn er sich nicht traut, muß eben meine Tierärztin dran glauben. Ich bin allerdings selbst recht skeptisch.

Anne
21.07.2006, 19:18
Stefan,

geh DU mit Morpheus zum Nachbarn. Nachbarskatze könnte bei euch im Haus völlig panisch reagieren. Wenn die Angst bekommt,anfängt zu kreischen,kratzt,beißt, der Besitzer sie nicht mehr halten kann, die Katze bei euch im Haus abhaut, ist das Ding gelaufen.Es klappt auch nicht,wenn er sie im Trasportkäfig bringt. Darin fühlen sich die meisten Katzen unwohl und es endet vermutlich mit fauchen und Hektik.
Es ist besser den Test auf neutralem Boden (für Morpheus) zu machen.
Ansonsten warte entweder bis ein Streuner vor der Tür sitzt der unbedingt ins Haus will. Dann klären Hund und Katze das alleine (Erfahrung,bei uns ziehen regelmäßig "wilde" Katzen ein), oder Flaschenkind oder Versuch mit 8 Wochen alter Mieze.Dann würde ich dir aber wirklich zu zwei Exemplaren raten.
Ist für alle Nichtkatzen nervenschonender.:D

morpheus
21.07.2006, 19:23
Klingt plausibel Anne, vermutlich besuch ich dann besser meine Tierärztin, die ist da sicher etwas versierter als mein Nachbar.

Den Streuner vor der Tür will ich aber auf keinen Fall haben, ich bin mir ziemlich sicher, wie das ausgeht.

Conner
21.07.2006, 20:09
Glaube solche Tests und Experimente werden nicht klappen. Katze holen und mit nach Hause bringen. Dann merkt auch Hund das das Ernst ist und kein Test. Denke nicht das er sie kaputt beißt oder ? Du kennst Deinen Hund am besten. Notfalls kannst Du eingreifen und Katzen sind BLITZSCHNELL. Ein paar Tage Zeit braucht das ganze auch. Meine Nicht-Einmischen ist da am besten.

Wenn nach ein 8 - 14 Tagen keine Freundschaft oder mindestens Dulden des anderen entstanden ist mußt Du jemand für die Katze suchen.

Das wäre meine Empfehlung - Augen zu und durch !

LG
Annette

morpheus
21.07.2006, 20:16
Denke nicht das er sie kaputt beißt oder ? Du kennst Deinen Hund am besten. Notfalls kannst Du eingreifen und Katzen sind BLITZSCHNELL.
LG
Annette

Doch, die Befürchtung hab ich, wenn es ihm ernst genug ist. Dann ist auch das Eingreifen bei so ungleichen Gegnern schwierig.

Anne
21.07.2006, 20:18
Stefan, besuch jemanden der ne katze hat. geh dort ganz locker hin,setzt euch auf ne Tasse Kaffe zusammen und achtet nicht auf die Katze.Ganz locker,ganz cool.Wie Annette schreibt, möglichst nicht versuchen zu vermitteln, die Katze für den Hund nicht wichtig machen.
Annette,
ich habe nur gebrauchte Katzen, Streuner oder Flaschenkinder.
Bei eingen "gebrauchten" hat es Monate gedauert, bis sie Vertrauen zu den Hunden gefaßt hatten.8-14 Tage sind zu wenig,auch wenn es sich um einen Katzenwelpen handelt.

Conner
21.07.2006, 21:00
So ist halt meine Erfahrung bei der Kombination ältere Katze/Welpe oder eben älterer Hund/Katzenbaby. Wobei 4 Monate bei unserem Kater schon ganz gut war. Habe auch immerwieder die Erfahrung gemacht, daß ein großer Unterschied zwischen der eigenen Katze und fremden Katzen ist. Meine Hunde kannten IHREN Kater immer ganz genau.

Würde allerdings auch lieber kein Risiko eingehen, der Katze Flucht- und Deckungsmöglichkeiten bieten (unter dem Schrank, auf dem Schrank etc.). Manchmal ist man aber auch erstaunt über den eigenen Hund.

Viel Erfolg - mein Kater kommt gerade vom 1. Abendrundgang zurück; das ist schon etwas tolles !

LG
Annette

Grazi
22.07.2006, 05:13
Vega jagt Katzen und würde sie mit ziemlicher Sicherheit killen, bekäme sie sie zu greifen. Sie hat in unserem Garten bereits 2x erwachsene Katzen fast erwischt. Das war wirklich haarscharf. :schreck:

Wenn ich ihr über ihr Verhalten beim TA im Wartezimmer nachdenke (leichtes fiependes Interesse), beim Anblick unseres neuen - jetzt 14 Wochen jungen- Nachbarkaters (Grollen ohne Ausklinken) und darüber, wie sie sich gegenüber der Katze meiner Eltern verhält (solange die Katze in der -offenen- Transportbox sitzt, wird gewinselt und gefiept, ist die Katze jedoch draussen und befindet sich in ihrem eigenen Revier, flippt Vega aus), gehe ich davon aus, sie nicht mit einer erwachsenen Katze vergesellschaften zu können. Testversuche mit fremden Katzen würden bei ihr auch nichts bringen. Ich bin mir aber sicher, dass sie einem Katzenjungen nichts tun würde, das ich ihr einfach vorsetze und mit einem Tabu belege. Sobald sie versteht und akzeptiert, dass der Neuankömmling nun zum "Rudel" gehört, ist er sicher. Auf diese Weise habe ich auch schon ihre Welpenaggressivität ausgehebelt.

Was ich damit sagen will: Besuche bei fremden Katzen können Aufschluß darüber geben, ob ein Hund prinzipiell katzenfreundlich und entspannt ist. Oder darüber, ob er angeleint halbwegs ruhig bleibt. Über sein tatsächliches Verhalten einer Katze im eigenen Revier muss das aber nichts aussagen. Er kann schließlich ziemlich genau unterscheiden, ob die Katze fremd ist oder ob sie dem menschlichen Chef sehr wichtig ist.

Stefan, du kennst deinen Hund am besten und wirst einschätzen müssen, ob eine reelle Chance besteht, dass er deine "Befehlsgewalt" so ernst nimmt, dass er eine Katze unbehelligt lässt. Lässt Morpheus sich auch nur "zähneknirschend" auf eine friedliche Koexistenz ein, können Hund und Katze gut "zusammenwachsen".

Auf die Schnelligkeit einer Katze würde ich mich nie verlassen, vor allem nicht bei einem Jungtier. Aufgrund ihrer Unerfahrenheit und daraus resultierenden Fehleinschätzungen bringen die sich gerne mal in Situationen / Positionen, in denen eine Flucht unmöglich ist. Ist unserem Nachbarskater schon 2x passiert, als er in unseren Garten gestiefelt ist. Bei dem einen Mal ist er nur an Demona geraten, die ich abrufen konnte. Beim zweiten Mal ist Vega auf ihn aufmerksam geworden und sie hätte den ganzen Brennholzstapel abgeräumt, um den Kater umzubringen, der dahinter eingekeilt war. Sie war auch nicht mehr ansprechbar und musste quasi mit Gewalt von dort weggezerrt werden. :(

Grüßlies, Grazi

morpheus
22.07.2006, 16:13
Soderle, hatte mich wie angedroht unter Schilderung meiner Mission zu meiner Tierärtzin zum Kaffeetrinken eingeladen (wir kennen uns auch privat). Die beiden zickigen Mischlingshündinnen haben ihn nicht weiter interessiert, so dass er ziemlich schnell recht entspannt wirkte. Nachdem wir ein bisserl geplauscht haben, hat sie ihre friedlichste Katze an einem Geschirr zur Tür hineingeführt. Dann war es schlagartig vorbei mit der pazifistischen Stimmung. Er hat sie max. 2 Sekunden fixiert, dann tief brummend die Lefzen geliftet und ging dann sofort nach vorne. Ich hatte ihn an einer Meterleine fixiert, aber es war doch mit einem gewissen Kraftaufwand verbunden, ihn zu halten. Er war in einer Trieblage, in der ich verbal keinen Einfluß mehr auf ihn gehabt hätte. Die Katze war natürlich längst wieder in Sicherheit, aber es hat gedauert, bis er wieder einigermaßen runtergefahren war. Na ja, letztlich ist das eingetroffen, was ich ähnlich auch erwartet hatte. Ich werde dann wohl noch eine Zeit ohne Katze bleiben. Da die Reaktion so heftig war, werd ich auch keine Versuch mit einem Katzenbaby starten. Alternativ blieben Pferd, Huhn oder Gänse, die sind ihm gleichgültig.:)

Conner
22.07.2006, 19:23
Schade Stefan ! Aber manche Hunde sind eben Katzen-geiler als andere. Hat wohl auch mit Rasse und Ursprung zu tun denke ich. Im BB sind ja auch mal Terrier reingezüchtet worden und meiner Sugar könnte ich wohl auch schwerlich eine "neue" Katze vorsetzen. Hier war zuerst Kater und dann kamen die Hunde. Bei den Ur-Molossern ist das wohl anders - jedenfalls bei denen die ich hatte.

Also wird es jetzt ein Haus-Huhn ?
Sei nicht traurig, war einen Versuch wert.
LG
Annette

Anne
22.07.2006, 19:47
Schade Stefan, war aber doch gut, dass du den ultimativen Test gemacht hast. Dann schafft euch halt Zwerghühner an, die sind auch putzig, werden ganz zahm und legen noch Eier:lach2:

Katzen kommen dann halt später.

morpheus
22.07.2006, 21:03
Anne und Annette, in der Tat schade, aber dafür eindeutig. Trotz allem hoffe ich, dass noch viel Zeit bis zur Katze bleibt. Über das Federvieh mach ich mir vorerst noch keine Gedanken...Danke für die Tipps.

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