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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tumor in der Nase


Pit
09.09.2017, 13:53
Hallo zusammen.

Unser junger Dobi, ca. 15 Monate, sorgt uns.

Seine Nieren filtern nicht korrekt (Eiweiss, Bilirubin und Urobilinogen sind verstärkt im Urin vorhanden).
Blutcheck alles ok.
Die Ultraschalluntersuchung am Donnerstag war zumindest organisch unauffällig. Weitere Tests folgen.

Gestern, Freitag, untersuchten wir per Endoskopie seine Nase.
Seit einigen Tagen läuft eitriger und mit Blut vermengte Ausfluss aus dem rechten Nasenloch.
Die Endoskopie ergab einen recht grossen Tumor, ca. 4 cm nach Naseneingang - schon einige Zentimeter gross.

Ende kommender Woche gibt´s das histologische Ergebnis.

Die TK Hofheim scheint spezialisiert zu sein, wobei eine Heilung bei bösartigem Krebs fast ausgeschlossen ist.
Therapiert wird Nasenkrebs per Bestrahlung, operiert wird scheinbar in der Nase eher nicht.

Hat jemand Erfahrung mit Tumoren in der Nase?

Wir sind auf alles vorbereitet.

Grüsse von Pit.

Das Maychen
09.09.2017, 15:23
Erst einmal ganz feste Daumen gedrückt das sich alles als gutartig herausstellt :ok:
Leider habe ich noch nie gehört das eine Strahlen/Chemotherapie wirklich langfristig Erfolg oder vollständige Heilung brachte :-(
Es ist sehr anstrengend und die Nebenwirkungen stark.
Das muss halt jeder selbst mit sich vereinbaren, ob und wie weit man sein Ego und Wunsch über das Wohlergehen seines Tieres stellt.

Ich hoffe ganz doll, das euch diese Entscheidung erspart bleibt

Amélie-Malu
09.09.2017, 15:52
Wir drücken auch alle Daumen. Ich habe damit keine Erfahrung, deshalb kann ich Dir nichts weiter zu schreiben.

VG Amelie-Malu

Pit
09.09.2017, 15:52
Danke Dir für Deine offenen Worte.:ok:
Chemo bzw. auch eine Strahlentherapie schliessen wir aus.
Die durchschnittliche Überlebenszeit beträgt mit Therapie wenige Monate.
Falls der Tumor bösartig ist, entscheiden wir (so wie bei Dobi Hugo im letzten Jahr auch) immer zum Wohle des Hundes.
Danke auch fürs Daumendrücken, wobei ich nach dem Durchforsten jeder Menge Seiten wenig Hoffnung habe.
Grüsse von,
Pit.

Louis&Coco
09.09.2017, 16:43
Oh das sind ja besorgniserregende Nachrichten...:( Und das bei einem so jungen Hund...

Ich wünsche euch, dass es ein gutartiges Gewächs ist und drücke euch die Daumen! :knuddel:

Die Nachbarshündin hatte auch einen Nasentumor, der aber zu spät entdeckt bzw. diagnostiziert wurde...man konnt nichts mehr tun. Sie hatte dann schon eine Nase wie ein Bullterrier. Nach einem halben Jahr sowas musste sie erlöst werden...

baanicwu
09.09.2017, 18:02
Es tut mir sehr leid!
Ich drücke die Daumen mit!

Nicol
10.09.2017, 05:31
Oh je, auch wir drücken die Daumen!
und nein, zum Glück keinerlei mit Tumoren in der Nase!

Scotti
10.09.2017, 08:17
Ich hoffe alles stellt sich als harmlos heraus.

Faltendackelfrauchen
10.09.2017, 10:14
Ich drücke dem Dobi die Daumen, dass es ein gutartiger Tumor ist.

Nachdem hier generalisiert gegen Chemo und Strahlentherpie gesprochen wird, möchte ich kurz von meinen Erfahrungen damit berichten. Allerdings war es ein ganz anderer Tumor und nicht an so einer schwierigen Stelle wie der Nase.

Nur so generell mal ein Erfahrungsbericht zu den Themen.

Ca. 6 Monate nach übernahme hat mein damaliger Mastinomixrüde innerhalb einer Woche eine Beule am Handgelenk bekommen. Die wurde wegoperiert, so gut es ging, da es in den Knorpel hineinging, war eine vollständige Entfernung nicht möglich. Es handelt sich um einen seltenen bösartigen Tumor, von dem wenig bekannt war, auch nicht, wie er auf Krebstherapien anspricht. Ich habe mich dafür entschieden. Kalrchen wurde 4 mal in Narkose bestrahlt (in Hofheim), eine sog. paliative Bestrahlung. Danach bekam er eine Tablettenchemo. Die Bestrahlung hat natürlich die Haut auch angegriffen, aber Karlchen machte das wenig aus. Auch habe ich keine Nebenwirkung der Tablettenchemo erkennen können. Karlchen hat noch 3,5 Jahre gelebt und ist an einem Herzproblem gestorben. Der Krebs kam nicht wieder, sein Handgelenk hatte halt lediglich Narben und ein weißes Band (die Haare wurden weiß). Auch solche positiven Berichte gibt es.

Aber wie gesagt, an der Nase ist es halt nochmal was ganz anderes. Ich würde allerdings den Onkologen in Hofheim schon zutrauen, dass sie gut beurteilen können, ob es eine vorgeschlagene Therapie Sinn macht. Das, obwohl ich generell Tierärzten skeptisch gegenüber stehe...

Ich drücke für den jungen Dobi die Daumen (nicht zu fassen, dass so ein junger Hund schon solche Erkrankungen hat....)

Pit
10.09.2017, 14:02
Vielen Dank Euch allen!

Conti Inca
11.09.2017, 09:34
Ich drück euch auch die Daumen!
Meine Freundin hat auch einen jungen Dobi, der ihr sehr viele Sorgen bereitet. :(

Muffin
11.09.2017, 13:38
Ich kann leider auch nicht weiterhelfen, aber ich hoffe das die Therapie anspringt und ihr noch viele glückliche Jahre miteinander habt!

Grazi
13.09.2017, 17:32
Das darf ja wohl nicht wahr sein. :(

Ich habe nur aus zweiter Hand "Erfahrungen" mit solchen Tumoren... gerade bei Katzen hat man oft Plattenepithelkarzinome, die meist inoperabel und noch dazu sehr aggressiv sind.

Vor ein paar Wochen habe ich einen Vorbesuch bei Interessenten gemacht: deren kürzlich verstorbene OEB-Hündin war generell ein kleiner Pechvogel. Dann lief ständig die Nase, man vermutete (weil Allergikerin) Heuschnupfen, doch nichts brachte etwas. Erst ein CT in Hofheim zeigte einen inoperablen Nasentumor. Die Maus wurde gerade mal 4 Jahre alt. *seufz*

Ich kann nur hoffen, dass sich eure schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheiten und man noch etwas tun kann. Informiert euch gut über alle Behandlungsmöglichkeiten und entscheidet dann, ob und was ihr noch versucht. Dass das Wohl eures Lieblings an erster Stelle steht, ist klar. Und ihr werdet die richtige Entscheidung treffen!

Wünsche euch ganz viel Glück und Kraft!

Seufzend, Grazi

Pit
15.09.2017, 13:39
Oleeeeoleoleoleeee :).

Diagnose:
hochgradige diffuse chronische lymphoplasmazelluläre Rhinitis mit geringer Beteiligung von eosinophilen Granulozyten und mittelgradiger follikulärer Hyperplasie.
Kommentar:
eine chronische Rhinitis liegt vor.
Aufgrund der Beteiligung von eosinophilen Granulozyten ist eine zugrunde liegende Hypersensitivitätsreaktion möglich.
Kein eindeutiger Hinweis auf eine bakterielle Infektion.
Die follikuläre Hyperplasie ist wahrscheinlich im Rahmen eines immunologischen Abwehrgeschehens entstanden.

Puuuh, nochmal Glück gehabt:ok:.

Wir geben nun einmal tgl. Prednisolon 20 mg und tröpfeln 2 mal tgl. Nasalium ins rechte Nasenloch.

Ich dank´Euch für´s Daumendrücken - hat geholfen:lach4:.

Viele Grüsse von,

Pit.

Scotti
15.09.2017, 13:52
Whoop-whoop. Klasse!!

baanicwu
15.09.2017, 17:26
Von der Diagnose habe ich nicht mal die Hälfte verstanden :schreck:

Trotzdem SUPER!

Amélie-Malu
15.09.2017, 17:38
Das freut mich für Euch. Ich wünsche noch viele schöne Jahre.

VG Amélie-Malu

Elaia
15.09.2017, 19:39
Rhinitis kenn ich - Schnupfen nennt man das auch^^
Das ist ne tolle Diagnose im Gegensatz zur befürchteten Alternative ... Trotzdem gute Besserung für den Dobijungen :)

Conti Inca
16.09.2017, 05:46
Hey super!!! :D

Das Maychen
16.09.2017, 07:01
Puh, dicker Stein vom Herzen gefallen. Super :ok:

Grazi
16.09.2017, 08:32
:36: Hip Hip Hurra! :36:

Sich freuend, Grazi

Louis&Coco
16.09.2017, 09:59
Oh das sind ja mal hervorragende Nachrichten! :ok: Alles Gute weiterhin!

Maren&Bruno
16.09.2017, 11:57
Das sind tolle Nachrichten- wie man sich doch plötzlich über einen Schnupfen freuen kann.
Weiter gute Besserung!

Pit
16.09.2017, 13:13
:ok:, danke Euch allen.
Unklar bleibt, wie dieses "Etwas" entstanden ist und ob Cortison alleine genügt, dass sich alles zurückbildet.
Ich würde das gerne mit einem Antibiotikum flankieren und frag das Montag beim Doc mal nach.
Heute wird gefeiert:prost:

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