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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Impfschmerz?


Nicol
02.04.2016, 20:40
OK, Fredda ist zwar kein Molosser, aber vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen?!
Gestern nachmittag wurde die kleine Ratte geeimpft.
Seit gestern Abend hat sie Schmerzen beim Hochnehmen...
Heute Morgen habe ich ihr Metacam gegeben.
Nun will sie sich nicht mehr anfassen lassen, verkriecht sich und läßt sofort ihr gefürchtetes Welpengeschrei vernehmen, wenn man sie berühren könnte!
Fieber hat sie nicht, Verdickung an der Einstichstelle ist auch nicht festzustellen.
Ist so eine systemische Reaktion "normal" für Zwerge?
Bei der Erstimpfung hatte sie auch Schmerzen, die jedoch kaum auffielen, da sie wegen geringer Muskulatur scheinbar ohnehin "Muskelkaterschmerzen" hatte!?
Mir tut ihr Geschrei in der Seele weh! Ich glaube, sie ist kein Jammerlappen. Die Kastra hatte sie weggesteckt, als wenn nix gewesen wäre!
Ist diese Reaktion schon Grund genug, von einer jährlichen Impfung abzusehen?

Grazi
03.04.2016, 04:59
Oh Mann... das ist ja übel und toppt bei weitem das, was wir gerade bei Matilda erlebt haben, die ja im Vergleich zu eurer Fredda richtig groß ist. :(

Hat das Mäuselchen denn schon beim Setzen der Impfung aufgeschrieen? Kann der TA einen Nerv getroffen haben? Normalerweise sollte das nicht passieren, da die Impfung ja nur dicht unter die Haut gesetzt wird...

Wir hatten übrigens auch gerade eine Impfreaktion:

Matilda ist ebenfalls am Freitag (nachmittags) geimpft worden. Obwohl sie keine Schwellung an der Einstichstelle und auch kein Fieber hatte, zitterte sie abends, war sehr ruhig und sie schien Schmerzen zu haben. Wir sind dann recht zeitig ins Bett, weil sie sich einfach nur ankuscheln wollte....nun begann sie seltsam zu atmen und zu schnorcheln, ohne aber wirklich Atemnot zu haben. Das hat sich glücklicherweise nach einem Stündchen gelegt.

Gestern morgen war sie noch etwas ruhiger, doch hat sich das im Laufe des Tages gelegt und als ich am späten Nachmittag von der Arbeit kam, war sie wieder normal.

Nachdem ich deinen Post gelesen habe, habe ich mal gegoogelt und bin auf einen Artikel von einem TA gestoßen, der mir bereits öfter durch sehr informative und kritische Blogeinträge aufgefallen ist. Er klärt u.a. auch über Impfungen auf und schreibt bei der Leptospirose-Impfung:

Die Schutzwirkung erreicht nicht mal annähernd das Niveau, das wir von den gegen Viren gerichteten Impfungen kennen Dazu kommt, dass die Lepto-Impfstoffe als relativ "bissig" gelten und speziell bei Zwergrassen ein gewisses Potential für unerwünschte Nebenwirkungen der gemeineren Art haben.

-> http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19443

Leider führt er diese Nebenwirkungen nicht näher aus.

Dann habe ich noch das hier gefunden (blaue Hervorhebung stammt von mir):

Die meisten Hunde stecken Impfungen einigermaßen gut weg, auch wenn sie viel zu oft geimpft werden. Manche aber erleiden Nebenwirkungen. Besonders betroffen sind Welpen und kleine Hunderassen, sie haben ein höheres Risiko als ausgewachsene Hunde und größere Rassen. Die Nebenwirkungen können mild und vorübergehend sein: Fieber, Mattigkeit, Appetitverlust, (Gelenk-) Schmerzen u.ä.. Sie können aber auch gravierender sein, etwa wenn allergische Impfreaktionen auftreten mit Kopfschwellung, juckenden Quaddeln auf der Haut, Atemnot, Durchfall, Erbrechen u.ä.. In schweren Fällen kann eine allergische Impfreaktion (anaphylaktischer Schock) den Tod zur Folge haben, wenn der Hund nicht unverzüglich dagegen behandelt wird. Sehr gravierend und sogar manchmal tödlich sind impfbedingte Autoimmunerkrankungen wie Thrombozytopenie und autoimmunhämolytische Anämie, die allerdings sehr selten sind.

-> http://www.agtiere.de/index.php?id=240

Unsere TA hatte darauf hingewiesen, dass selbst die erweiterte L4-Impfung bei weitem nicht alle Leptospiren abdeckt und wir uns daher überlegen sollten, ob wir die nötige Boosterimpfung in vier Wochen überhaupt machen lassen...abhängig davon wie "gefährdet" unsere Hunde sind. Da Simba tatsächlich jede Pfütze mitnimmt, ist bei ihm das Risiko erhöht, so dass wir es bei ihm machen lassen.

Bei Matilda bin ich nun verunsichert und werde das Thema mit unserer TA besprechen. Incl. der Impfreaktion....

Ich hoffe, eurer Kleinen geht es heute wieder gut und sie ist schmerzfrei. Ich würde an deiner Stelle gleich morgen mit dem TA sprechen und mir mal anhören, wie er das Ganze einschätzt.

Grüßlies, Grazi

Scotti
03.04.2016, 07:14
Ohje, das klingt ja schlimm.
Ich bin inzwischen so weit dass ich auf eine gültige TW Impfung achte und auf eine Grundimmu von SHP.
Lepto und Zwingerhusten kommt mir nicht mehr in den Hund, bei so eine Reaktion die ja nun schon zum 2. Mal aufgetreten ist, würde ich auf keinen Fall jährlich impfen.

Nicol
03.04.2016, 09:02
Danke. Eine Überlegung wert!
Heute scheint es ihr besser zu gehen....
Ihre Kuschelversuche komme ich nur begrenzt nach, da ich sie nicht hochnehmen mag....
Rescue Tropfen (blöd, dass ich nicht gleich darauf gekommen bin!) haben heute wohl Besserung gebracht!

Peppe
03.04.2016, 09:18
Unsere Tierärztin impft die verschiedene Impfungen nicht auf einmal, wir gehen dann zwei Wochen später nochmal zum impfen.
Als ich das letzte mal geimpft wurde tat mir mein Arm auch fast eine Woche weh, das war eine vierfach Impfung.

BÖR
03.04.2016, 14:25
erst einmal gute Besserung für die Kleine:)

Ich erinnere mich an meine letzte Tetanusimpfung...ich konnte drei Tage meinen Arm kaum heben, so schlimme Schmerzen hatte ich danach.

Vielleicht ist das bei Tieren ja ähnlich

paggy
04.04.2016, 22:32
Ohje, das klingt ja schlimm.
Ich bin inzwischen so weit dass ich auf eine gültige TW Impfung achte und auf eine Grundimmu von SHP.
Lepto und Zwingerhusten kommt mir nicht mehr in den Hund.....
Genau nach diesem Schema impfen wir auch. Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber mich dahingehend so weit informiert das ich hinter dieser Entscheidung stehen kann.

Viele Grüße

Grazi
20.05.2017, 14:08
Oh...ich hatte damals ja nicht mehr geschrieben, was unsere TA zu der Impfreaktion meinte!

Da die Impfung bei Matilda wieder anstand, war ich ein bissel bang, als ich die Kleine gestern in die Praxis brachte...

Die TA hatte die Impfreaktion im letzten Jahr brav in die Akte geschrieben und hat im Nachhinein bestätigt, dass damals einige Hunde heftigere Impfreaktionen hatten. Dies war auch zu erwarten gewesen, weil damals wohl ein neuer Impfstoff verwendet worden war, auf den das Immunsystem reagiert hat. Bei einer erneuten Impfung dürfte aber nichts mehr passieren.

Und tatsächlich hat Matilda die Impfung (Leptospirose und Zwingerhusten) bestens weggesteckt!

Komplett darauf verzichten sollte man wohl besser nicht, weil Leptospirose wohl ziemlich auf dem Vormarsch und mittlerweile eine der häufigsten Infektionskrankheiten ist. :hmm:

Grüßlies, Grazi

Nicol
20.05.2017, 22:35
Wie nehmen kommende Woche die Impfung wieder in Angriff. Keine Kombination, sondern jede Impfung seperat, in der Hoffnung, dass sie es besser verträgt....

Grazi
21.05.2017, 05:29
Daumen werden gedrückt! :ok:

Grüßlies, Grazi

ananda
21.05.2017, 05:53
Daumen gedrückt, dass es dieses Mal weniger Nebenwirkungen gibt.

Bolle muss nächste Woche auch wieder geimpft werden, die letzte Impfe hat er sehr gut vertragen, ich hatte gefragt ob wir die splitten sollen, aber unsere TÄ hat gemeint, dass das bei einem Welpen in Bolles Größe meist nicht nötig sei.

Bei den kleinen Rassen trennt sie die Impfungen generell.

Was ich ja gar nicht wusste, die Impfdosis ist für alle Hunde gleich, ob Mini-Yorkie oder Dogge.

Alles Liebe
Dagmar

Grazi
06.06.2017, 11:45
Was ich ja gar nicht wusste, die Impfdosis ist für alle Hunde gleich, ob Mini-Yorkie oder Dogge. Yep... da bin ich auch irgendwann drüber gestolpert und war ganz erstaunt! Aber ich bin ja auch medizinischer Laie....

Grüßlies, Grazi

Nicol
04.07.2017, 11:06
Gestern habe ich mich endlich getraut, nach überstandener Blasenentzündung und Blasensteine bei ihr und unseren familiären Trauerfall sind wir zum Impfen gewesen. Leptospirose und Zwingerhusten waren dran. Diesmal scheint es nicht so schlimm zu sein.
Da sie mit mir viel im Wald unterwegs ist, werden wir nächstes Jahr Antikörper für Staupe bestimmen und davon die notwendige Impfung abhängig machen.

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