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Grazi
01.09.2015, 17:36
Nächste Woche ist es soweit und es sind noch einige Plätze frei!

Wolfswinkeler Hundetage 2015
Soziale Strukturen in Rudeln und Hundegruppen

Es gibt immer häufiger Haushalte in denen nicht nur ein Hund lebt, sondern zwei oder mehrere. Das bringt nicht nur Freude, sondern stellt Halter auch vor neue Probleme. Wie kann sich eine belastbare Beziehungsstruktur entwickeln? Auf der Suche nach einfachen Antworten rudelt es allenthalben in der Hundeszene. Leitwolf hier, Rudelordnung da. Doch was ist eigentlich ein echtes Rudel, was ist eine Gruppe und wo steht der Mensch bei allem? Was kann genetisch vererbt werden? Gibt es tatsächlich so etwas wie vererbbare Stellungen im „Rudel“? Was ist durch wissenschaftliche Beobachtung überhaupt abgedeckt?

Zu diesen Fragen hat die Gesellschaft für Haustierforschung wieder Fachreferenten aus Forschung und Praxis mit spannenden Beiträgen eingeladen.

Auf Wunsch gib es eine Teilnahmebescheinigung, auf der das Thema der Veranstaltung und alle Referenten vermerkt sind.

Freitag 11. September

18 Uhr Beginn

Dr. Udo Gansloßer
Biologe. Dr. Udo Gansloßer ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhundeartige. Sein Thema:
"Wissenschaftliche Anmerkungen zum Thema der angeblich angeborenen Rudelstellung"

Dr. Karin Nicodem
Agrarwissenschaftlerin. Dr. Karin Nicodem gründete 1990 ein Tierheim, später kam ein großer Hundetreff dazu. Sie ist Inhaberin einer Tierpension sowie einer Hundeschule, ist seit langer Zeit im Tierschutz tätig und züchtet Magyar Vizsla. Besonders beschäftigt sie sich mit der Genetik und der Verhaltenskunde von Hunden und Wölfen.
Ihr Thema:
„Der Hund und sein Verhalten - alles ererbt?"

Samstag, 12. September

9 Uhr Beginn

Dr. Straubinger
Geschäftsführung der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung
Begrüßung

Kerstin Raupach
Dipl. Biologin mit dem Schwerpunkt: Neurobiologie. Sie ist als Hundeerziehungsberaterin tätig, "Natural Dogmanship" - Instruktorin sowie Bildungsreferentin mit dem Schwerpunkt: Frühförderung im Kindergarten
Johanna Lentz
B.A. Pädagogin. Johanna Lentz ist Hundeerziehungsberaterin und "Natural Dogmanship" - Instruktorin. Sie ist Pädagogin (Bachelor of Arts) und absolviert zurzeit ihren Master-Abschluss. Ihre Schwerpunkte sind die Erwachsenenbildung und die rehabilitationswissenschaftliche Gerontologie. Sie ist Fachkraft für Tiergestützte Therapie, Beratung und Pädagogik.
Ihr gemeinsames Thema:
"Beziehungsstrukturen und Kommunikation in Hundegruppen genetisch fixiert oder erlernt?"

Dr. Karin Nicodem
(siehe oben.)
"Ein Hund ist gut - sind zwei oder mehr Hunde besser?
Vor und Nachteile der Mehrhundehaltung“

Dr. Frank G. Wörner
Biologe. Wörner war mehrere Jahre lang Wissenschaftlicher Leiter der "Trumler-Station". Er ist aktives Mitglied der "Gesellschaft zum Schutz der Wölfe" und publizierte zahlreiche Artikel über verschiedene zoologische Themen, insbesondere über Hunde, Wölfe und deren wilde Verwandte. Sein Thema:
"Wolfsmanagement in Rheinland-Pfalz"

12 Uhr Pause

Dr. Silke Plagmann
Biologin. Sie hat in der Haustierkunde des Zoologischen Instituts der Universität Kiel eine Dissertation zum Thema „Kooperation bei Wölfen und Haushunden“ abgeschlossen. Dabei war ein Schwerpunkt der Einfluss des Sozialverhaltens auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Sie arbeitet heute als Zoobiologin im Tierpark Gettdorf. Ihr Thema:
"Soziale Strukturen beim Hund"

Stephan Kirchhoff
Staatlich anerkannten Tierpfleger mit langjähriger Berufserfahrung, der auch lange Zeit in der Leitung eines Tierheims tätig war. Er arbeitete für eineinhalb Jahre in Italien am Tuscany Dog Projekt als stellvertretender Projektleiter gemeinsam mit Günther Bloch. Als Fotograf und Buchautor hat er das Leben der Straßenhunde in Europa fotografisch dokumentiert. Heute betreibt er eine Hundeschule in Achim. Sein Thema:
„Straßenhunde und ihr System"

Moderation:
Dr. Frank G. Wörner

Sonntag, 13. September

10 Uhr

Eine Hundewanderung (Treffpunkt Zur Alten Mühle) oder alternativ eine Führung auf der Trumler-Station.

Kosten Seminar Wolfswinkeler Hundetage

Gebühr: 120 €
Für teilnehmende Partner: 110 €
Für GfH Mitglieder: 90 €
Studenten, Azubis, Rentner, Arbeitslose: 80 €
Studenten, Azubis, Rentner, Arbeitslose (für GfH Mitglieder): 60 €

Grazi
01.09.2015, 17:38
Noch Plätze frei bei den Wolfswinkeler Hundetagen

Obwohl das Thema eine Reihe von Hundehaltern, Trainern und Züchtern auf den Nägel brennt, haben sich bisher deutlich weniger Teilnehmer zu den Wolfswinkeler Hundetagen angemeldet als in den Jahren zuvor. Es sind daher noch Plätze frei und Anmeldungen sind noch bis kurz vor dem Seminar möglich. Bei der Veranstaltung, die vom 11. bis 13. September in Wissen stattfinden geht es schwerpunktmäßig um Probleme bei der Haltung eines Zweithundes oder einer Hundegruppe.

Auf den Hundeplätzen findet der Umstand, dass es in einigen Haushalten oftmals mehr als einen Hund gibt, oftmals wenig Berücksichtigung. Das klassische Training geht eigentlich immer von dem einen Hundehalter im Umgang mit seinem einzigen Hund aus. So etwas wie eine Gebrauchshundprüfung mit mehreren Hunden gleichzeitig, gibt es gar nicht. Viele Halter haben mit ihrem Hund ein harmonisches Auskommen, kommt dann aber noch ein Hund dazu, oder leben vielleicht mehrere Hunde im Haushalt, fangen oft die Probleme an. Auch Inhaber von Hundepensionen, haben nicht selten Probleme, Gruppen zusammenzustellen und die Schar ihrer Gäste zu managen. Auf dem Büchermarkt gibt es eine Flut von Büchern zu Hundeerziehung, aber herzlich wenig, wenn es um Mehrhundehaltung geht.

Für die Gesellschaft für Haustierforschung (GfH) war das der Grund, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. In dem Seminar sollen verschiedene Fragen aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet und Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Diese beginnen bereits schon mit irreführenden Begrifflichkeiten. Was ist eigentlich ein echtes Rudel, was ist eine Gruppe und ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund mit dem Rudelbegriff überhaupt zu erklären? Gibt es vererbte Veranlagungen, die die Rolle der Gruppenmitglieder auf ewig festlegen? Was ist erlernt und trainiert und was ist genetisch bedingt?

Aktueller Anlass für das Thema war ursprünglich der große Rummel um die sogenannte „vererbte Rudelstellung“, der insbesondere bei Haltern mehrerer Tiere grassierte. Die soziale Stellung sei dieser These zu Folge bereits schon unmittelbar nach der Geburt bei jedem Welpen erkennbar, wobei es verschiedene immer wiederkehrende Grundtypen gebe. Die vererbte Rudelstellung“ hat auch in den Medien eine breite Resonanz gefunden und wurde von einigen Redaktionen völlig unkritisch transportiert. Zudem wurde ein lukratives Geschäftsmodell aufgebaut, das auf dieser Pseudowissenschaft beruhte.

Mittlerweile haben namhafte Wissenschaftler kritisch Stellung bezogen. Die Gesellschaft für Haustierforschung möchte es in ihrer Veranstaltung nicht bei einem kritischen Resümee belassen, sondern das Thema weiterentwickeln. Dabei soll der Kernpunkt, nämlich die Probleme bei der Mehrhundehaltung, in den Mittelpunkt rücken. Es sollen das soziale Miteinander in Rudeln und Hundegruppen auf der Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse beleuchtet werden. Die Teilnehmer bekommen in den Referaten einen kompakten Überblick über den derzeitigen Stand der Wissenschaft.

Grazi
01.09.2015, 17:39
http://i238.photobucket.com/albums/ff265/Grazi_07/diverses/cache_2452651265.jpg (http://s238.photobucket.com/user/Grazi_07/media/diverses/cache_2452651265.jpg.html)

Grazi
01.09.2015, 17:41
Ich werde - wie eigentlich jedes Jahr - mit Vega dabei sein und den Büchertisch beaufsichtigen. ;)

Für meine Oma (12,5 Jahre) wird das sicherlich ihr letztes Seminar sein.
Aber ich denke, dass ich ihr das immer noch "zumuten" kann.

Grüßlies, Grazi

Louis&Coco
01.09.2015, 21:23
Ach Mensch...wenn es nicht so weit weg wäre...:( Mehr als 7 Stunden sind mir einfach zuviel...

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