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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Futterumstellung!


sina
20.03.2015, 17:04
Seit einiger Zeit hat Paul viel getrunken und musste laufend pieseln. Es war so schlimm dass
er schon nach 2 Stunden die er alleine war ins Haus gepieselt hat, obwohl ich vorher mit
den Hunden einen langen Spaziergang gemacht hatte.
Paul stand immer unter Druck wenn ich kam, schoss an mir vorbei in den Garten und stand
unendlich lange am Baum und ich dachte er läuft total aus.
Beim TA wurde er total auf den Kopf gestellt, alle oB, die Blutwerte waren optimal und der
TA war auch ratlos.
Als eine Möglichkeit kam mir das TF in den Sinn und ich stellte am Dienstag das Futter bei
den Beiden Nasen auf Barf um.
Und es wurde alles schlagartig besser!
Er trinkt normale Mengen, pieselt normal, die Kothäufchen wurden weniger und sind plötzlich
geruchslos!

Wenn Paul jetzt auch noch weniger seine Haare verliert bin ich rundum zufrieden! :ok:

Bensmann
20.03.2015, 18:10
Das mit dem deutlich weniger Trinken haben wir bei Mampfel seit der Umstellung auf BARF auch festgestellt.
Das mit dem Fell wird evtl. erst mal schlimmer bevor es besser werden kann, auch das haben wir bei der Umstellung festgestellt.
Hab einfach Geduld und beobachte...:lach4:
Lieben Gruß vom Mampfelteam

sina
20.03.2015, 21:17
Danke liebes Mampfelteam!:lach4:
Mir ist noch etwas am Verhalten bei Paul aufgefallen. Er ist ja ein hibbeliger Labby, super
lieb aber manchmal auch etwas anstrengend.
Seit der Futterumstellung ist er ruhiger, irgendwie zufriedener geworden. Als er noch TF bekommen hatte war er nach der Fütterung
genau so aufgedreht wie vorher.
Jetzt habe ich das Gefühl wenn er gefressen hat ist er satt und zufrieden. :)

schnuppe
20.03.2015, 21:46
Mich würde interessieren, welches Trockenfutter du vorher verabreicht hast und welche Fleischsorten du fütterst?

Ich barfe auch, füttere allerdings wenig Rind, weil es in Verdacht steht Hunde etwas, mmmh unentspannter (???) zu machen. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, zumindest wurde mir das durch Tierärzte und Wissenschaftler zugetragen. Ich selbst habe keine Änderung erfahren diesbezüglich.

Bensmann
20.03.2015, 21:51
Lustig... auch das haben wir seit der Umstellung auf BARF beim Mampfel festgestellt...:ok: Mampfel ist noch mal cooler geworden als Er eh schon war...:king:

sina
20.03.2015, 23:36
Mich würde interessieren, welches Trockenfutter du vorher verabreicht hast und welche Fleischsorten du fütterst?

Ich barfe auch, füttere allerdings wenig Rind, weil es in Verdacht steht Hunde etwas, mmmh unentspannter (???) zu machen. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, zumindest wurde mir das durch Tierärzte und Wissenschaftler zugetragen. Ich selbst habe keine Änderung erfahren diesbezüglich.

Paul und Calle haben von Markus Mühle das Natur nah bekommen und eigentlich
war ich damit sehr zufrieden. Da Calle einen sehr empfindlichen Magen hat und
das Futter sehr gut vertragen hat bekamen die Nasen es.

Ich bin ja erst seit einer Woche wieder dabei und habe bis jetzt nur Rind gegeben. Auch als
ich vor einigen Jahren gebarft habe gab es hauptsächlich Rind und ich habe keine Veränderung im Wesen meiner Hunde festgestellt!
Bis jetzt bemerke ich nur das Paul entspannter geworden ist.
Kann es sein das Kehlkopf und Schlund gemeint sind? Das bekommen meine überhaupt nicht.
Was füttert ihr denn?

Marti
21.03.2015, 07:44
Nach einer Woche kann man noch keine Schlüsse ziehen. Füttere mal 4 bis 5 Wochen, dann kann man mehr sagen.

schnuppe
21.03.2015, 08:19
Kehlkopf und Schlund fütter ich nicht mehr. Ich hatte ne zeitlang zu hohe Jodwerte im Barf-Profil. Und auch wegen der Schilddrüsenhormone habe ich davon Abstand genommen.

Ich fütter viel Pferd, Fisch, auch gekochtes Schweinefleisch, Lamm und
Geflügel. Auch Rind, aber nicht überwiegend. Als ich für Emma eine Verhaltensanalyse machen lassen habe, wurde mir vom Rindfleisch abgeraten.

sina
21.03.2015, 08:52
Eine Frage habe ich.....:lach3:

Nach welchem Barfrechner stellt ihr das Futter zusammen, es gibt viele im Internet aber haben alle unterschiedliche Angaben.

Peppi
21.03.2015, 10:06
Googeled mal Schlund & Schilddrüse zum Thema barfen/Hundefutter...

Ich behaupte daher rührt auch der Zusammenhang mit "Verhaltensänderung durch Rindfleisch"...

Bensmann
21.03.2015, 10:23
Plausibler Einwand von Peppi, aber wenn der T4 Wert der Schilddrüse nach oben gehen würde, müsste der Hund dann nicht praktisch "Hyperaktiv" werden?
Oder führt die Fütterung über einen längeren Zeitraum zum "schrumpfen" der Schilddrüse und abfallen des T4 Wertes, was dann halt zum o. g. "ruhigerem" Verhalten führt?
Ich habe unsere Inhaltsangaben mal geprüft, da ist häufig Schlund- bzw. Hals mit drin, bei Interesse frage ich aber gern noch mal nach und berichte.
Gruß vom Mampfelteam

BÖR
21.03.2015, 10:32
wir barfen jetzt seit Jahren und nicht streng nach Vorschrift und mit dem Rechner in der Hand. Bör´s Blutwerte sind immer gut und ich halte mich halt daran. Er war etwas moppelig, aber das lag nicht am barfen, sondern an meinem Freund, der ihm zuviele Extras zugeschoben hat:hmm: Wir füttern abwechslungreich, 2-3x die Woche Fisch, Rind und Lamm, dazu Gemüse und Beilagen, die bei uns übrig bleiben.

Rinderkehlkopf mit Schlund gibt es am Stück, wenn ich bei meinem Barflieferanten aus der "Frischetheke" kaufe. Die Schilddrüse ist entfernt, auch beim gewolften Fleisch.

Pudding ist sehr empfindlich und vertägt eigentlich nur das Billigfutter vom Discounter, alles andere kotzt sie aus:hmm:

Das war mal wieder was von uns und dem Wikinger:lach3:

Scotti
21.03.2015, 13:03
Das Problem mit Schilddrüsen kommt auch bei Geflügel vor. Stichwort Hühnerhälse
Bei uns führt Rind übrigens bei allen beiden zu Ohrenentzündungen.

Peppi
21.03.2015, 13:42
Plausibler Einwand von Peppi, aber wenn der T4 Wert der Schilddrüse nach oben gehen würde, müsste der Hund dann nicht praktisch "Hyperaktiv" werden?
Oder führt die Fütterung über einen längeren Zeitraum zum "schrumpfen" der Schilddrüse und abfallen des T4 Wertes, was dann halt zum o. g. "ruhigerem" Verhalten führt?
Ich habe unsere Inhaltsangaben mal geprüft, da ist häufig Schlund- bzw. Hals mit drin, bei Interesse frage ich aber gern noch mal nach und berichte.
Gruß vom Mampfelteam

So genau bin ich gar nicht im Thema!

Hab nur irgendwo gelesen, dass die Schilddrüse des Hundes sogar davon Schaden nehmen kann, wenn man zuviel "Schilddrüse" füttert...

Peppi
21.03.2015, 13:47
Vielleicht kann sich ja einfach mal jemand "ordentlich" ausbilden lassen!

http://barfberater.de/

;)

Bensmann
21.03.2015, 14:51
Wow... ne Onlineausbildung zum BARF-Berater, na wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht...:king:

schnuppe
21.03.2015, 14:52
Die Schilddrüse sollte eigentlich immer entfernt sein beim Barffleisch. Es geht beim Rindfleisch überwiegend um die hohe Tryptophankonzentration. Tryptophan behindert eine ausreichende Serotoninversorgung, der als Gegenspieler des Cortisols benötigt wird um den eher aggressionsbereiten Hund etwas runter zu fahren. Ich hoffe ich hab das so richtig wieder gegeben. . Ob das wissenschaftlich fundiert ist, weiß ich nicht. Es kommt wohl von Dr. Ganslosser.

Bensmann
21.03.2015, 15:25
Tryptophan behindert eine ausreichende Serotoninversorgung, der als Gegenspieler des Cortisols benötigt wird um den eher aggressionsbereiten Hund etwas runter zu fahren.

Würde aber im Umkehrschluß bedeuten, dass der Hund eher "Aggressiver" wird durch BARF und nicht ruhiger...:35:

schnuppe
21.03.2015, 16:10
Bei Fütterung von Rindfleisch könnte es so sein. Ich denke, wenn man ohnehin tiefenentspannte Hunde hat, wirkt sich das überhaupt nicht aus. Hat man aber eher einen Hund mit einer niedrigeren Reizschwelle könnte es das I - Tüpfelchen sein.

sina
21.03.2015, 16:39
Hmm, mir fällt dabei gerade ein das es noch immer heisst ein Hund der rohes Fleisch bekommt wird bösartig bzw. bissig!:schreck::hmm:

Conti Inca
21.03.2015, 16:53
In dem Buch "Impulskontrolle - Wie Hunde sich beherrschen lernen" steht aber folgendes über Tryptophan:

Wie schon weiter oben im Buch erläutert, wird das Hormon Serotonin, welches eine wichtige Rolle bei Impulskontrollstörungen spielt, aus der Aminosäure L-Tryptophan gebildet. L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, was bedeutet, dass sie nicht vom Körper gebildet werden kann. Sie muss über die Nahrung zugeführt werden. Tryptophan kann die Blut-Hirn-Schranke passieren, was bedeutet, dass es im Gehirn, wo es gebraucht wird, zu Serotonin umgewandelt wird. Serotonin selbst schafft es nicht direkt in das Gehirn hinein, sondern wird vorher im Körper verstoffwechselt. Das Zufüttern von Serotonin ist also nicht sinnvoll.

Also ist es bei impulsiven Hunden wichtig, viel Tryptophan zu füttern. Ich hab mir dazu ein paar Infos zusammen gesucht weil Inca in manchen Situationen sehr impulsiv ist.
Viel Tryptophan ist in Nüssen, Quark, Geflügel und Fisch.
Gesamtproteinmenge eher gering halten.
Wenig Rind, Wild, Innereien.
B-Vitamine

Peppi
21.03.2015, 17:37
http://www.futterplatz.de/Vetripharm_Canipur_relax_forte_150g--hvc038?referer=froogle&gclid=CjwKEAjwrbSoBRDok47Sv6Ci80wSJABFUszToFCcoue4 nxcIfIn7oHrdKgi_N1EMFR6UuxudxBId5RoCwK3w_wcB

... plus Kartoffeln!

Hat die Autorin "neben" Ganßloser empfohlen.


Wir konnten danach gleich wieder auf die Hundewiese! ;)

Peppi
21.03.2015, 17:40
Hmm, mir fällt dabei gerade ein das es noch immer heisst ein Hund der rohes Fleisch bekommt wird bösartig bzw. bissig!:schreck::hmm:

Es heisst er würde "aggressiv".
Und auch das hat sicher einen kleinen Kern, der stimmt.

Hunde haben nämlich auch "Vorlieben" und sowas wie "Geschmack". Und wenn ihnen eine "Resource" gefällt, verteidigen EINIGE Exemplare auch den vermeindlichen "Jackpot".

Aggression ist nur ein Wort, welches in Zusammenhang mit Hunden nicht unbedingt etwas Negatives aussagt...

Conti Inca
21.03.2015, 17:46
http://www.futterplatz.de/Vetripharm_Canipur_relax_forte_150g--hvc038?referer=froogle&gclid=CjwKEAjwrbSoBRDok47Sv6Ci80wSJABFUszToFCcoue4 nxcIfIn7oHrdKgi_N1EMFR6UuxudxBId5RoCwK3w_wcB

... plus Kartoffeln!

Hat die Autorin "neben" Ganßloser empfohlen.


Wir konnten danach gleich wieder auf die Hundewiese! ;)

Also hat das bei euch geholfen?
Was hattet ihr für Probleme?

Bensmann
21.03.2015, 18:09
Wir konnten danach gleich wieder auf die Hundewiese!
:kicher:

Peppi
22.03.2015, 13:46
Also hat das bei euch geholfen?
Was hattet ihr für Probleme?

Nein. Hat es nicht.

Der Dicke mag keine anderen Hunde, ist etwas unsicher bei der Kontaktaufnahme und wir hätten vielleicht seinerzeit regelmäßig die Junghundegruppe besuchen sollen. "Verträglich" wäre er glaub ich dadurch auch nicht geworden, aber vielleicht etwas "zivilisierter/kultivierter" in seiner "Argumentation" anderen Vierbeinern gegenüber... ;-)

Conti Inca
22.03.2015, 14:25
Nein. Hat es nicht.

Der Dicke mag keine anderen Hunde, ist etwas unsicher bei der Kontaktaufnahme und wir hätten vielleicht seinerzeit regelmäßig die Junghundegruppe besuchen sollen. "Verträglich" wäre er glaub ich dadurch auch nicht geworden, aber vielleicht etwas "zivilisierter/kultivierter" in seiner "Argumentation" anderen Vierbeinern gegenüber... ;-)

Ah ok. ;)

sina
06.04.2015, 19:06
Nun barfe ich schon einige Zeit, das Verhalten der Hunde hat sich nicht negativ verändert
und Paul's Trink- und Pieselverhalten hat sich merklich verbessert!

Dafür haben beide jetzt Schuppen bekommen, Paul mehr als Calle, es sind ganz feine Punkte.
Sie können doch nicht beide allergisch reagieren, sie bekommen das selbe Futter nur in anderen Portionen...oder doch?

Scotti
06.04.2015, 20:23
Gib mal mehr Öl dazu. Leinöl z.B. oder Fischöl.

sina
06.04.2015, 22:38
Vielen Dank Scotti, werde ich machen! :lach4:

Bensmann
07.04.2015, 14:53
Ich habe noch mal bei unserer Futterexpertin und in der TK nachgefragt, ich versuche es mal mit gefährlichen Halbwissen weiter zu geben...;)

Fakt ist wohl, dass das Füttern von Schilddrüsengewebe durchaus Einfluß auf den Hormonhaushalt und die Schilddrüse des Hundes hat.
Allerdings unterscheidet das auch die Qualität von den diversen BARF Anbietern und es ist wichtig, dass die Herstellung/Qualität überzeugen und nicht der Preis.

Ein guter Lieferant/Hersteller entfernt das Schilddrüsengewebe wohl weitestgehend vor der weiteren Verarbeitung (was aber nicht bei allen so sein soll, weil es halt aufwendiger ist und damit auch Geld kostet!).

Geringe Mengen vom Schilddrüsengewebe sollen aber auch gesundheitlich nichts bewegendes im gesunden Hund auslösen, natürlich nur wenn er nicht ausschließlich mit dem entsprechenden Fleisch gefüttert wird.

Gruß vom Bensmann

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