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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NOTFALL! CC Létchien (Rüde, Ü11/2011) bei Luzern/Schweiz


Grazi
27.10.2014, 16:57
NOTFALL!

Lètchien (früher Ulysse)

http://i238.photobucket.com/albums/ff265/Grazi_07/tierschutz/ulysse10-home2c.jpg (http://s238.photobucket.com/user/Grazi_07/media/tierschutz/ulysse10-home2c.jpg.html)

Cane Corso, Rüde, 2,5 Jahre alt.
Standort: noch bei den Haltern in der Nähe von Luzern (Schweiz)

Lètchien (ehemals Ulysse) benötigt dringendst eine neue Familie! Er verliert leider aufgrund seiner molossertypischen Eigenschaften sein Zuhause.

Cane Corso Ulysse 02

Im April wurde Ulysse zusammen mit den beiden schwergewichtigen Labradoren Tommy und Belle (beide bereits vermittelt) im Tierheim Colmar/Elsass abgegeben: ihr Besitzer war leider verstorben und die Witwe wollte die Hunde in keinem Fall behalten. :(

Leider waren zu diesem Zeitpunkt alle Zwinger belegt, so dass sich die drei einen Zwinger teilen mussten. So war es auch noch eng für die drei Hunde und durch die Klappe nach draussen trauten sie sich nicht…. Das Trio war unendlich traurig. Wie sollten sie auch all das Unfassbare, das ihnen innerhalb kurzer Zeit widerfahren war, verstehen?

Bericht einer Gassigängerin (April 2014):

Ein schwarzer Riese mit tieftraurigen Augen sah mich durch die Gitterstäbe an. Um ihn herum wuselten freudig Tommy und Belle. Ich trat ein und wurde von den beiden Labbis sofort begrüßt. Ulysse stand einfach nur da.

Ich leinte ihn an und verliess mit ihm das SPA. Er lief hinter mir her und schien nichts um sich herum wirklich wahrzunehmen. Er schnupperte nicht großartig am Boden, sondern trottete einfach nur hinter mir her. Immer wieder trafen sich unsere Blicke.. er schaute traurig und auf eine Weise, die ich nicht beschreiben kann, auch irgendwie …verletzt!

Ich ging in die Hocke und rief ihn zu mir. Er kam und genoss zusehends immer mehr meine Streicheleinheiten.

Den ganzen Spaziergang über war Ulysse total brav, zog nicht ein einziges Mal an der Leine. Fußgänger oder Fahrradfahrer interessierten ihn nicht im geringsten. Nur wenn er andere Hunde sah, wurde er nervös und begann, je nach dem wie die anderen Hunde reagierten, zu bellen. Doch selbst dann zog er nicht an der Leine. Mit etwas Training ist dieses „Problem“ mit Sicherheit schnell aus der Welt.

Ich habe Ulysse als sehr zärtlichen und traurigen Hund kennengelernt. Er ist absolut lieb und reagiert auf Lautstärke und Stress im ersten Moment eher schüchtern. Grundgehorsam ist definitiv vorhanden und gerade das “Brave an der Leine laufen” beherrscht er perfekt.

Ein Traum von einem Hund! Ich bin mir sicher, dass seine neuen Besitzer die reinste Freude an dem ausgeglichenen, schwarzen Riesen haben werden! Nun müssen nur schnellstens seine traurigen Augen wieder zum Leuchten gebracht werden und das geht nur mit einem neuen, liebevollen Zuhause!

Im Mai 2014 konnte Ulysse in die Schweiz umziehen und wurde in Lètchien umgetauft. Doch im Oktober 2014 kapitulierte die neue Familie und bat darum, den Burschen wieder in die Vermittlung zu nehmen.

Die Halterin schreibt:

Létchien lebte sich sehr schnell in seinem neuen Zuhause ein, wurde zunehmend sicherer, verspielter und neugieriger. Zu Beginn kannte er kein einziges Kommando, aber bereits nach kurzer Zeit konnte der gelehrige und sensible Rüde “Sitz, warten und komm”.

Im Haus ist Létchien ein ganz Lieber, er hat natürlich mit seinen drei Jahren noch allerlei Flausen im Kopf und testete auch hier die Grenzen aus. Er hat dort unsere Regeln jedoch schnell begriffen.

Mit unserer Hündin hat er sich von Anfang an gut verstanden und inzwischen spielen sie toll miteinander. Im Umgang mit ihr ist er sehr sanft und rücksichtsvoll.
Mit unserem Kater mussten wir zu Beginn klarstellen, dass dieser auch hier wohnt, aber dann war dies im Haus kein Thema mehr.

Lètchien fährt gerne Auto, spielt mit Ausdauer Ball, man kann ihn überall anfassen und auch Tierarztbesuche meistert er mit Bravour.

Mit zunehmender Sicherheit reagierte er außerhalb auf alles was sich bewegte und bei Begegnung mit Hunden begann er, diese zu verbellen und an der Leine zu zerren. Aufgrund unserer eigenen zunehmenden Unsicherheit in diesen Situationen im Umgang mit ihm haben wir einen Hundetrainer zu Rate gezogen. Bereits nach einigen Minuten unter seiner souveräner Führung ging Létchien mit ihm an lockerer Leine an angebundenen Hunden vorbei und ließ sich im Freilauf sofort korrigieren.

Da wir uns selbst in diesen Maße nicht verändern können und diesen autoritären und souveränen Führungsstil nicht für uns umsetzen können, haben wir uns entschieden, Létchien wieder abzugeben, auch wenn es uns sehr sehr schwer fällt, da wir ihn im Grunde sehr gerne haben.

Die Situation mit ihm ist für uns alle nicht ideal und wir denken, er braucht jemanden, der ihn richtig zu führen weiss und ihm vermitteln kann, dass er nicht der Chef sein und alles regeln muss.

Wir hoffen inständig, dass sich schnellstmöglich jemand findet, zu dem der liebe Létchien passt.

Grazi
04.11.2014, 06:52
Der Junge ist reserviert! Wir drücken die Daumen, dass es klappt. :ok:

Grüßlies, Grazi

Grazi
30.11.2014, 11:31
Vermittelt! :lach4:

Grüßlies, Grazi

petra
01.12.2014, 17:43
Vermittelt! :lach4:

Grüßlies, Grazi

Hurra!! Hoffentlich KEINE traurigen Augen mehr.Viel Glück!

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