PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel


bx-junkie
18.10.2014, 11:09
Von Ralph Rückert, Tierarzt

Ich gehöre zu einer Generation von Tierärzten, der beigebracht wurde, eher beiläufig und ohne großes Nachdenken alles zu kastrieren, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Für einige Tierarten ist das auch nach wie vor der einzig gangbare Weg. Katzen beiderlei Geschlechts werden nun einmal erst durch die Kastration zu Haustieren. Auch Kaninchen und einige Nager können unkastriert eigentlich nicht artgerecht gehalten werden. Beim Hund waren wir aber bezüglich der Kastration nie in einer echten Zwangslage. Man kann mit entsprechendem Aufwand selbstverständlich intakte Rüden und Hündinnen völlig artgerecht halten. Andere Gründe waren ausschlaggebend: Die Prophylaxe verschiedener Erkrankungen, verhaltensmedizinische Probleme und die generelle Erleichterung der Haltung für den Besitzer. Den Vorteil der Unfruchtbarmachung hat man eher nebenbei mitgenommen. Wir lebten in der Überzeugung, dass wir den Hunden auf jeden Fall etwas Gutes tun. Diesbezüglich wird uns aber nun gerade der Teppich unter den Füßen weggezogen! Wenn Sie es irgendwo laut krachen hören, könnte das der Aufprall unseres kollektiven tiermedizinischen Hinterns auf dem Boden sein.


weiterlesen (http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951)

Marti
18.10.2014, 11:15
Guter Artikel! :ok:

Nicol
18.10.2014, 13:59
Toll, daß sich endlich auch mal ein Tiermediziner traut, entgegen landläufiger Meinung etwas zu veröffentlichen!

Grazi
21.10.2014, 15:41
Super! Das muss ich unbedingt teilen! :ok:

Bin eh angefressen, weil bereits 2 von Matildas Geschwistern (mit 8 und 9 Monaten) kastriert wurden....

Grüßlies, Grazi

Muffin
26.10.2014, 20:30
Das heißt, man sollte eine Hündin nicht kastrieren? Mir wurde das angeraten eine Hündin zu kastrieren um das Zusammenleben vor allem in der Phase der Läufigkeit zu erleichtern.

Scotti
26.10.2014, 21:01
Bei uns ist der Rüde in den gefährlichen Tagen ausser Haus. Sie ist völlig stressfrei, müde, lahmarschig, aber ansonsten völlig normal.
Er ist dann bei Pebbles Bruder. Beide lieben sich und es ist stressfreier für alle.

Ich finde den Bericht gut, dieses unsägliche Kastrieren aus nichtigen Gründen geht mir auf den Keks.
Wenn medizinische Gründe es verlangen ist es eine wichtige OP, aber heute gehört es ja schon beinahe zum guten Ton zu kastrieren damit es stressfreier ist. Finde ich schade.

Peppi
27.10.2014, 06:58
WDR "TSEZ" hat das gestern zur Diskussion bei FB gestellt.
Die Kommentare! :shake:

Meinungen sind ja ok. Aber ich muss doch irgend'ne Grundlage für ne Meinung haben...sobald's um Argumente geht, kommt: "Ist halt meine Meinung" :shake:

Dumme Menschen... :hmm:

Louis&Coco
27.10.2014, 11:04
WDR "TSEZ" hat das gestern zur Diskussion bei FB gestellt.
Die Kommentare! :shake:

Meinungen sind ja ok. Aber ich muss doch irgend'ne Grundlage für ne Meinung haben...sobald's um Argumente geht, kommt: "Ist halt meine Meinung" :shake:

Dumme Menschen... :hmm:

Dachte ich mir schon in dem Moment als die Moderatorin davon anfing und das Thema zur FB-Diskussion freigab...;):hmm:

Immer die ewig gleichen, unendlichen Diskussionen...

majaprime
28.10.2014, 13:04
ich kan es auch gar nicht verstehen das direkt alles und jeder kastriert werden muss! für mich kam das bei meinem mädels gar nicht in frage(auch nicht als der theo, als unkastrierter rüde dazu kam), wie scotti sagte, sie sind dann eben nur lahm und faul :) aber ansonsten eben wie immer. gut, ich lasse sie in der zeit nicht von der leine (da gehe ich lieber auf nummer sicher :P)
meine goldie dame haben wir jetzt nach 2 gesäugeleistentumoren doch kastrieren lassen...es ist jetzt knapp 4 wochen her...wir werden ja sehen ob sich was ändert..bis jetzt ist sie genau wie vorher :D:D
entfernte bekannte von mir haben ihren rüden sogar schon vor dem 6.mon kastrieren lassen, das fand ich dann schon sehr extrem!

Impressum - Datenschutzerklärung