PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NOTFALL! DC Hatchi (Rüde, *01/2012) in Maintal


Grazi
02.08.2014, 07:17
NOTFALL!

Hatchi

http://i238.photobucket.com/albums/ff265/Grazi_07/tierschutz/10580239_636495583114744_3099646535042059273_n.jpg (http://s238.photobucket.com/user/Grazi_07/media/tierschutz/10580239_636495583114744_3099646535042059273_n.jpg .html)

Dogo Canario, (noch) unkastrierter Rüde, gechipt und entwurmt, 2,5 Jahre alt.
Standort: 63477 Maintal

Die Umstände, warum der junge Rüde zum Notfell wird, könnten wohl dramatischer nicht sein.

Hatchis Besitzer sind aller Wahrscheinlichkeit nach ermordet worden und nun trauert die Tochter nicht nur um ihre Eltern, sondern auch um die Hunde ihrer Eltern. Die junge Frau ist nicht in der Lage, die Dogo Canarios zu sich zu nehmen, da sie bereits die Verantwortung für die beiden kleineren Hunde und die Pferde der Eltern übernommen hat.

Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als die Hunde in guten und verantwortungsbewussten Händen zu wissen.

Die Vermittlungshelferin schreibt:

Der gestromte Hatchi sucht umständehalber ein neues, kompetentes Zuhause. Er hat bislang problemlos mit einem weiteren Dogo Canario-Rüden und zwei Dogo Canario-Hündinnen zusammengelebt und ist den Umgang mit Pferden und auch mit Kindern gewohnt.

Bei meinem Besuch zeigte sich Hatchi sehr erfreut über ihn bekannte Menschen (in diesem Fall Bezugspersonen, die sich seit geraumer Zeit um ihn kümmern). Mich als fremde Person fand er zunächst reichlich uninteressant.

Mit meinen Rüden habe ich Hatchi nicht laufen lassen: Zum einen war seine Halterin verständlicherweise sehr aufgeregt und sie erzählte, dass ihr während ihrer Schwangerschaft niemand zu nahe kommen durfte, weil Hatchi es nicht zugelassen hatte. Zum anderen war der junge Rüde selber ein wenig gestresst.

Als seine Gefährtin Taiga (siehe obiges Foto) mit meinen beiden Rüden unterwegs war, saß er interessiert am Zaun und hat das Ganze entspannt beobachtet.

Mit den beiden kleineren Rüden, die ebenfalls beim Treffen dabei waren, zeigte er sich sehr entspannt. Allerdings sind ihm diese von Geburt an bekannt und die Hunde mussten nun umständehalber getrennt werden.

Fremde Hunde auf Distanz wurden aufmerksam von ihm beobachtet, Hatchi blieb auf Ansage seiner Halterin aber in unmittelbarer Nähe. Auch nahm die hohe Frequenz an Passanten und Radfahrern interessiert, aber gelassen hin. Nicht zu halten war er allerdings, als es Richtung Main ging: Hatchi liebt Wasser ;) und ist ein ausgesprochen guter Schwimmer.

Als fremde Person habe ich Hatchi eine Weile im Umgang mit den beiden jungen Frauen und den drei Hunden beobachtet. Als ich ihn ansprach, kam er interessiert zum Schnüffeln und nahm vorsichtig ein Leckerchen an. Hatchi zeigte sich mir gegenüber dann ziemlich distanzlos (das ist jedoch nicht negativ gemeint). Keine Ahnung warum, aber der junge Rüde hat mich fast inhaliert, selbst wenn ich in Bewegung blieb, klebte er weiterhin an mir. Ihn körpersprachlich zu blockieren, beeindruckte ihn nicht im mindesten, eine klare verbale Ansage meinerseits brachte dann aber den gewünschten Effekt.

Beide Frauen berichteten mir, dass sein körperlich aufdringliches Verhalten immer gefördert wurde, weil fast jeder das als sehr niedlich fand. Ein Verhalten wie bei mir kannten sie bislang nicht von ihm.

Hatchi hat ein paar Tage bei der besten Freundin der Halterin verbringen dürfen (eine seiner Bezugspersonen). Dort hat er sich innerhalb der Wohnung einwandfrei und außerordentlich brav verhalten. Auch mit dem kleinen Sohn gab es keinerlei Probleme. Wenn Hatchi aufdringlich wurde und z.B. auf die Couch robben wollte, konnte er ohne weiteres wieder von selbiger runter geschoben werden.

Dazu muss deutlich gesagt werden: Hatchi kennt diese Person von Welpenalter an!

Neue Halter sollten sich Zeit lassen, bevor sie ihm so etwas erlauben, da Hatchi ziemlich selbstbewusst ist und der junge Rüde Zeit braucht, um anzukommen und sich neu zu orientieren.

Hatchi ist der Grundgehorsam nicht fremd, allerdings lässt er sich mit allem Zeit. Aber er ist noch sehr jung und zeigt definitiv Ausbaupotenzial. Auch für mich führte er Signale bereitwillig, aber mit Ruhe aus. Zu seiner Leinenführigkeit kann ich nichts sagen, da er die ganze Zeit unangeleint war.

Hatchi lebte bislang auf einer Pferderanch, auch er hatte einen Job, der den ursprünglichen Aufgaben seiner Rasse sehr nahe kommt! Nämlich auf das Grundstück, die Pferde und seine Menschen aufzupassen. Es wäre großartig, wenn Hatchi in seinem neuen Zuhause gefördert werden würde. Jemand der Spaß hat, mit ihm zu arbeiten, mit ihm schwimmen zu gehen und vielleicht auch eine weitere Aufgabe findet, die Hatchi Spaß machen würde, wäre ideal.

Wir sind der Meinung, dass ein Haus mit Garten und Familie genau das Richtige für ihn ist. Eine Zwingerhaltung oder reine Außenhaltung kommt definitiv nicht in Frage.

Kinder in der neuen Familie halten wir für kein Problem, wenn Eltern verantwortungsbewusst schulen und den Kindern Grenzen zum Schutze des Hundes setzen. Durch die Pferderanch des verstorbenen Ehepaars ist auch Hatchi Kinder und Kleinstkinder gewohnt.

Auch ein Zusammenleben mit einer souveränen Hündin ist vorstellbar und wahrscheinlich unproblematisch. Hatchi hatte als jüngster Rüde im seinen derzeitigen Zuhause nicht wirklich die Möglichkeit sich zu entwickeln. Deshalb ist eine Vermittlung als Einzelhund vorstellbar, wenn Interessenten sich darüber im klaren sind, dass Hatchi noch viel von der Welt entdecken und gefördert werden muss.

Auch bei Hatchi wäre es wünschenswert, wenn sich Interessenten Zeit zum Kennenlernen nehmen.

Hatchi ist ein kräftiger junger Rüde, der in den richtigen Händen sicherlich sein positives Potenzial entfalten kann. Wenn man ihm Zeit gibt und als Halter die nötige Ruhe und Souveränität hat, wird aus diesem Rohdiamanten ein echtes Juwel!

Hatchi wird zu den tierschutzüblichen Bedingungen vermittelt: Bislang ist er intakt, von einer Kastration habe ich abgeraten. Um ihn unfruchtbar zu machen, damit niemand Schindluder mit ihm betreibt, wird aber eine Sterilisationsauflage erhoben. Hatchi wird mit Vertrag und gegen Schutzgebühr von 300 € vermittelt. Diese wird benötigt um die Kreuzband-OP des schon vermittelten Dogo Canario-Rüden zu finanzieren.

Grazi
23.08.2014, 06:52
Hatchi ist zum Probewohnen ausgezogen. Wir drücken die Daumen, dass der Platz wirklich passt und nichts mehr schief läuft! :ok:

Grüßlies, Grazi

Isis78
03.09.2014, 17:24
Bitte verschieben, Hatchi hat das Probewohnen mit Bravour gemeistert.
Er fühlt sich dort ausgesprochen wohl, benimmt sich im Haus sehr brav.

Heute haben er und seine neue Familie mir einen Besuch abgestattet. Auf mich macht er einen wesentlich entspannteren Eindruck, er kann endlich zur Ruhe kommen. Die Orientierung an seine neue Familie ist schon erstaunlich gut, an den kleinen Defiziten die er hat, wird gearbeitet.

Impressum - Datenschutzerklärung