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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Meniskus-OP


Prya
25.07.2014, 08:01
Hallo,

ich bin hier im Forum noch ganz neu. Ich hab seit Ostern eine Cane Corso Hündin aus dem Tierschutz übernommen. geschätzte 6-7 Jahre alt. Kam aus Ungarn und hat ihr Leben an der Kette verbracht wo man sie dann verhungern liess.
Jetzt geht es der Maus soweit richtig gut wenn ihr Knie nicht wäre.
Verdacht ist ein alter Kreuzbandriss. Wie alt und woher kann man nicht sagen. Tatsache ist aber dass sie jetzt in dem Knie Arthrose hat und lahmt bzw. teilweise auf 3 Füssen hüpft.
Ich fütter ihr Muschelkalkpräparat und Ingwer seit ich sie habe.

So der TA meint, nachdem die Arthrose schon da ist und das Knie auch schon stark versteift ist weil der Körper den Schaden versucht hat zu stabilisieren, dass man jetzt nur den Meniskus entfernen könne. Chancen 50:50 :-(

Hat jemand von euch damit Erfahrungen? Ich will der Maus nichts zumuten was ihr nicht hilft. Sie hat genug mitgemacht und soll ihr Leben jetzt geniessen.
Aber ich hab grosse Angst dass durch die Überbelastung dann das andere Knie irgendwann kaputt geht :-(

Die grosse Frage - was tun :-(
Physiotherapeutin war ich schon und die meinte sie könne ihr nicht helfen, wenn dann müsste man operieren.

Grüße

Emmamama
25.07.2014, 09:46
Hallo und Herzlich Willkommen! :lach4:

Nee, nen Rat oder ne Empfehlung hab ich auch nicht :sorry:

Aber ich habe die Geschichte von Prya mitverfolgt und wollte nur mal sagen, wie toll ich es finde, dass du der Maus jetzt ein sicheres und schönes Zuhause gibst!

:ok::ok::ok:

Prya
25.07.2014, 09:51
huhu

und sie dankt es einem jeden Tag aufs Neue ....
ein unglaublicher Hund mit einem noch viel unglaublicherem Charakter

Scotti
25.07.2014, 09:52
Das finde ich ganz schwach von der Physiotherapeutin.
Natürlich kann sie an dem Knie an sich nichts machen, da aber ein Hund bei Problemen immer mit anderen Gelenken kompensiert, ist sie sicher sehr verspannt und da hilft eine gute Physio unheimlich.

Prya
25.07.2014, 10:04
Jaja die anderen Symptome kann sie lindern, aber ich meinte an dem kaputten Knie kann man mit Physio nichts mehr "reparieren". Und deswegen hatte sie mich erstmal wieder in die Klinik zurück geschickt mit der Frage nach einer OP.

Sie wollte mir nicht das geld aus der Tasche ziehen und mich in der Hoffnung lassen alles wird gut.

Jetzt stehe ich eben vor der Entscheidung, operieren oder ihr einfach ihr restliches Leben so schön zu machen wie möglich..... und dann kann ich wieder zur Physio und schauen wie weit man mit Massagen helfen kann....

artreju
25.07.2014, 10:59
Bei Odin wurde damals die TTA wegen eines Kreuzbandrisses gemacht. Da der Meniskus noch intakt war wurde er nicht entfernt.
Aber leider genau ein Jahr später lahmte er ganz plötzlich aus dem Nichts heraus wieder mit dem gleichen Bein. Da lag der Verdacht nahe, das es der Meniskus war. Er wurde daraufhin wieder operiert und der Meniskus entfernt.
Seither ist Ruhe in dem Bein.

Prya
25.07.2014, 12:17
und wie war die OP? wie lange musstet ihr euren Schnuffel schonen und wie lange hat es gedauert bis alles verheilt war?
Wie lange ist die OP jetzt her?
Ich hab im Netz bisher nämlich nur Horrormeldungen gelesen :-(

Monty
25.07.2014, 13:37
Ich spreche aus eigener Erfahrung bzw. von meinen eigenen Knie, nach mehreren KBR, Arthrosen und unzähligen mehr oder weniger hilfreichen Mittelchen, habe ich den Meniskus entfernen lassen bzw. das ganze Kniegelenk wurde "saniert".
Gebracht hat es nichts. Mal kann ich besser, mal schlechter laufen, mal schmerzt es , mal nicht. Inzwischen läuft ein Rentenantrag und ich frage mich wie die ganzen Fußballer, es machen nach KBR wieder zu spielen. Ich würde es nicht mehr machen, weil keinerlei Besserung eingetreten ist

artreju
25.07.2014, 15:04
Die OP ist jetzt 2 Jahre her - 10 Wochen haben wir die Leine dran gelassen und die Spaziergänge stets langsam gesteigert.

Allerdings gab es leider bei uns Probleme (Keime) und wir haben da ziemlich lange gebraucht bis es letztendlich komplett vernünftig verheilt war.
Wir haben sehr lange mit Physio unterstützt - die Kosten hierfür hat komplett die AGILA übernommen

Nicol
26.07.2014, 03:26
Otto hatte mit 1,5 J. KBR. Wurde mit TTA operiert. Leider musste der Meniskus mit entfernt werden. Nach schwierigen 2 Jahren mit immer besser werdender Tendenz läuft er jetzt ganz gut. Das Bein ist etwas schlechter bemuskelt und wird ca. nur zu 75% eingesetzt, aber er kann laufen und spielen.
Es ist eine deutliche Verbesserung und ich würde es wieder machen lassen, jedoch würde ich den Hund nicht mehr alleine lassen und darauf bestehen, ihn bis zur OP und sofort danach zu begleiten!

Grazi
29.07.2014, 07:09
Mist... es tut mir sehr leid, dass Prya mit dem Knie so arge Problem hat. :(

Wir haben hier zwar schon insgesamt 7 Kreuzbandrisse operieren lassen, doch waren die Menisken alle soweit in Ordnung und konnten drin bleiben.

Die Erfolgsaussichten wurden bisher übereinstimmend von allen so schlecht eingestuft? Dann wüsste ich wahrscheinlich auch nicht so recht, wie ich mich letztendlich entscheiden würde.

Sitzen Meniskusfragmente aber so schepp, dass sie jede Bewegung arg behindern und schmerzhaft werden lassen (vielleicht mal im CT checken?), dann würde ich es möglicherweise riskieren.

Grünlippmuschel & Co. ist auf jeden Fall gut. Da würde ich aber verschiedene Produkte ausprobieren und schauen, welchen sie am besten verstoffwechselt und womit sie am besten läuft. Da kann es individuelle und gravierende Unterschiede geben.

Außerdem könntest du mal Dexboron forte (kriegst du beim TA) ausprobieren. Das hilft bei uns als Kurztherapie (über einen Monat) immer sehr gut, wenn die Knie bzw. die Arthrosen überall einem Hund zu schaffen machen.

Grüßlies, Grazi

Prya
29.07.2014, 08:00
Moin,

ja das Knie macht ihr zu schaffen. Ich glaube das Problem ist, dass der Bänderris vermutlich eben schon alt ist, und sich das Knie versucht hat selbst zu stabilisieren indem es "steif" geworden ist. Sie hat auch nen ganz dicken harten Knubbel am Knie und man sieht die Arthrose auf den Röntgenbildern.
Meniskus sieht man beim röntgen ja leider nicht. Und die erste Tierztin meinte am CT/MRT (?) könne man es auch nicht genau sehen sondern sie würde empfehlen eine Arthroskopie machen zu lassen. Aber sorry - den ja doch schon älteren Hund in Vollnarkose zu legen und das Knie "nur zum reingucken" mal aufzuschneiden. das tu ich der Maus nicht an!!!

Und damit wäre jede OP mit dem Risiko behaftet erst zu sehen was man vorfindet wenn das Beinchen offen ist :-(

Ich fütter derzeit das Oxazen zu, und meine Hundetrainerin hat mir aber ein anderes Futter empfohlen womit ihre Rottis wieder super laufen.
Das kann ich aber erst ausprobieren, wenn ich mir sicher bin dass sie keine Futterunverträglichkeit hat.
Sie schebbelt sich nämlich die Ohren und rutscht am Popo arg herum. Würmer, Parasiten und Analdrüsen sind ausgeschlossen, und die TÄ dachte an Getreideallergie evtl.

Wobei der letzte TA meinte das sei ein Pilz im Ohr, der sich durch kratzen und schlecken dann an den Stellen einnistet *Augenroller
jetzt kriegt sie noch Ohrentropfen und wenn das erfolgreich ist, stell ich das Allergiefutter auf Gelenkfutter um *seufz

Aber schonmal Danke für den Tip mit dem Dexboron forte. Bin ja froh über alles was ich versuchen kann um es ihr zu erleichtern.
lg

Scotti
29.07.2014, 09:31
Ich fände eine Arthroskopie auch unsinnig, was verspricht man sich davon?
Das Knie ist sicherlich versteift, das macht die Natur von alleine.
Es ist übrigens nicht immer das Getreide (wenn auch sehr häufig), sondern kann auch die Tierart sein, ich würd eine Ausschlussdiät machen und lieber Teufelskralle, Grünlipp, Weihrauch und Blutegel zusätzlich machen.

Prya
29.07.2014, 12:56
huhu

Ausschlussdiät hab ich jetzt ja begonnen durch das Futter. Sie kriegt jetzt nur Pferd und Kartoffel ohne alles weitere. keine anderen Leckerlis. Kauf nur reine Pferdeprodukte (wie getrocknete Pferdelunge etc.)
Aber vielleicht hab ich ja Glück und es war wirklich "nur" ein Pilzbefall.
Mann 3 verschiedene TA und 3 verschiedene Meinungen:(

Das mit den Blutegeln ist gar keine dumme Idee, aber die ziehen nur Entzündungen raus wenn die noch zusätzlich im Knie ist oder?
Kann ich gleich mal meine Physiotante vom Pferd anrufen, die hat das bei der Stute meiner Freundin mal (am Knie) sehr erfolgreich getan.

P.S. ich befürchte so im Nachhinein, die TÄ wollte die Arthroskopie nur weil dann ein anderer TA die Ahnung haben muss die ihr selber fehlt:(:hmm:

Scotti
29.07.2014, 13:01
Blutegel ziehen Entzündungen raus, sind aber auch an sich schmerzlindernd.
Ich habe damit meinen Spondylose und HD geplagten Scotti behandelt, es hat ihm immer sehr geholfen.
Frag mal bei der Physio nach, die Viecher sind echt klasse.

Prya
29.07.2014, 13:18
Mach ich - danke nochmal für den Tip
Dexboron forte hab ich soeben bestellt :)

Scotti
29.07.2014, 13:28
Sag der Physio bitte dass du Dexboron gibst.

Prya
29.07.2014, 13:30
klar mach ich aber wieso? Stört das die Blutegel? ;-)

Scotti
29.07.2014, 13:33
Weil das alleine durch die Weidenrinde schon blutverdünnend wirkt.

SabineK
01.08.2014, 15:30
Alles Gute wünsche ich euch :-)

Prya
26.08.2014, 14:15
huhu

wollte nur mal einen Bericht erstatten.
Hab mich gegen eine OP entschieden weil ich der Maus das alles nicht zumuten will mit den Erfolgsaussichten.
Hab aber mittlerweile eine GA machen lassen.
Sie humpelt immer noch leicht, aber sie hat wieder deutlich mehr Spaß und Freude beim spazieren gehen. Also ausser es regnet wie heute morgen :kicher:

Sie hüpft und springt sogar im Garten mit dem Tennisball wie ein Flummi. Aber ich mach natürlich erstmal langsam und bremse sie. Der Schaden ist ja leider nicht behoben.

Zusätzlich kriegt sie halt weiterhin ihre hundert Pülverchen. Die TA die die GA gemacht hat ist auf homöopathische Naturheilkunde spezialisiert und hat mir noch einiges empfohlen.

Aber es ist so schön zu sehen, dass es ihr besser geht.

LG

Lucy
27.08.2014, 07:37
Hey,

ihr habt ne Goldakkupunktur machen lassen?
Wenn ja wo, wie lange ist es hier, wie ist es abgelaufen usw usw usw.

Bin nämlich auch am überlegen wegen Diego

Danke

Prya
27.08.2014, 07:51
Ja mir wurde eine Tierärztin empfohlen von der Physiotherapeutin die ich für mein Pferd immer hatte, als ich mich nach Blutegeln erkundigt hatte (das hatte die mal erfolgreich bei dem Pferd einer Freundin gemacht)

Die TÄ heisst Brunner und kommt aus Heilsbronn ( bei Ansbach)

Machen lassen hab ich das vor 2 Wochen. Sie hat zuerst ne Neuratherapie gemacht um zu sehen ob das an den Punkten anschlägt und nachdem ich begeistert war wie gut sie läuft, hab ich denn die GA machen lassen.

Preislich gibt es sich mit einer Miniskus-OP nichts. Und die Maus hat danach eben keine OP-Wund-Schmerzen. Nur ein paar kahl rasierte Stellen :-)

Sie lief vom ersten Tag an besser, wenn auch wie gesagt nicht völlig humeplfrei, aber so doch sichtlich schmerzfreier. Nachdem das Knie bereits derart mit Arthorse versteift ist, wird das vermutlich auch nie wieder ganz weg gehen, aber wenn ich seh wie sie gestern wieder durch den Wald geflitzt ist wie ne Bekloppte :D dann bin ich nur glücklich zu sehen wieviel Lebensfreude sie wieder gewonnen hat.

Gedauert hat das ganze 2 Std, in denen ich wie auf Kohlen in Heilsbronn in einem Kaffee sass und auf den Anruf gewartet hab dass ich wieder kommen kann.
Und dann konnte ich neben der Maus sitzen und warten bis sie wieder ganz aufgewacht ist. Was mir sehr wichtig war, weil ich ihr nicht das Gefühl geben wollte dass sie aus der Narkose aufwacht und sich allein gelassen fühlt.

Lucy
27.08.2014, 11:23
Sehr gut danke, ist ja auch nicht weit von mir weg und ich sollte mal langsam überlegen wie es mit Diego weiter geht!
Also sie hat er die Akupunktur normal gemacht und dann geschaut ob es hilft?

Prya
27.08.2014, 11:58
Nee bei der Neuraltherapie wird ein Lokalanästhetikums in den Akupunkturpunkt gespritzt. http://www.pro-cane.de/Neuraltherapie/neuraltherapie.html

Und sie meinte wenn das hilft, dann schlägt meist auch die GA an.

Grazi
28.08.2014, 21:34
Das klingt doch gar nicht mal schlecht! ;):ok:

Grüßlies, Grazi

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