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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blöde Leine


Huibuh
18.03.2014, 10:20
Hallo zusammen,

es geht um meinen 11 Monate alten Mastino. Die Leine war noch nie sein bester Freund, aber über die Monate haben wir schon Fortschritte gemacht. Inzwischen sind wir soweit, das er "nur" noch auf Daueranschlag in der Leine liegt. Es ist zum irre werden Oo
Leider reagiert er auch nur mäßig bis garnicht wenn er an der Leine ist. Wie soll ich also positives Verhalten bestärken? Die Leine hängt nie locker durch...
Ohne Leine klappt alles wunderbar, das komplette Gegenteil. Er bleibt auf Kommando an meiner Seite, kommt sofort ran usw.

Ich hab genug vom Dauermuskelkater!Ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen für mich.

Grüße

Nicol
18.03.2014, 11:52
Otto, CC läuft auch besser ohne Leine, wahrscheinlich weil er dann aufmerksamer ist...
Bei Ziehen stehenbleiben und Kommando"Zurück", das hat bei uns gut geholfen. Muß zwar regelnäßig erneuert werden, aber keine Angst, wir kommen inzwischen gut voran!
Wenn es ganz schlimm war, habe ich kleine Kreise gelaufen, bis mir schwindelig war...
Und loben, loben, loben wenn es gut läuft und nicht erst ärgern, wenn es blöd ist!

Peppi
18.03.2014, 11:55
Richtungswechsel.

holgi
18.03.2014, 12:47
vielleicht hilft dir das hier:
http://markertraining.de/an-lockerer-leine-gehen-als-targetaufgabe/

bei meinem cc hat richtungswechsel und auch stehenbleiben, allerdings mit ankündigung und anfänglichem leckerchen und loben danach, wunder gewirkt. ärgern bei fehlschlägen bringt nix, einfach ruhig weitermachen.

Monty
18.03.2014, 13:23
Ich "schwör" auch auf schnellen Richtungswechsel - es hat bei den ein oder anderen Hund aber auch schon geklappt, Geschirr/Halsband zu tauschen oder andere Leine zu nehmen.
Ich weiß nicht wie und warum, aber "das Ziehen" war wie weggezaubert...

Sister Sunshine
18.03.2014, 13:40
ich habs mit "Futterfuß" in den Griff bekommen... Die Leine nehm ich dann in die rechte Hand, links das Leckerlie und das in etwa auf Gürtelhöhe vorm Hund... Nach und nach rutscht dann mal ein Leckerlie für ihn aus meiner Hand wenn er es gut macht. Natürlich wird in der Zeit meine Hand totgelutscht, aber er hat es dadurch begriffen. Anfangs hab ich mir die Leine auch um Bauch gebunden, damit keine Anspannungen zu spüren sind. Man ist ja doch recht verkrampft wenns einfach nicht klappen will und hat eine gewisse Spannung in den Armen.

Peppi
18.03.2014, 13:55
Nachtrag: Beim Richtungswechsel/Stehenbleiben ist es m.E. wichtig, dass auch wirklich "immer" zu machen. Heisst auch bei der Morgen/Abendrunde, wenn Herrchen/Frauchen auch lieber schnell wieder nach Hause will.

Da muss man durch und entsprechend planen. Dauert aber dann auch nicht so lange...

Vom leinenfreien artig sein, würde ich mich nicht blenden lassen. Das kann sehr abrupt zu Ende sein! ;)

Leyana
18.03.2014, 14:34
Richtungswechsel hat bei mir gar nichts geholfen - meinen Hund hat das schlicht überfordert und er hat dann übersprungshandlungen gemacht.

wir haben das wort "langsam" trainiert - das wort überzogen gedehnt ausgesprochen und langsamer geworden bis zum stehen bleiben (wenn der hund nicht langsamer wird). Läuft der hund so in die leine, stehen bleiben und warten bis er sich umdreht oder den zug von der leine nimmt - dann loben und bestätigen (leckerli).

Meiner ist immer noch so ein ochs an der leine, aber mittlerweile klappts auch mit durchhängender leine. Vergiss nicht: dein hund ist grad in dem alter, in dem er alles erforschen will/muss - da ist es für den besitzer umso wichtiger/schwieriger, das spannendste zu bleiben ;)

Odin83
18.03.2014, 23:53
Hallo zusammen,

es geht um meinen 11 Monate alten Mastino. Die Leine war noch nie sein bester Freund, aber über die Monate haben wir schon Fortschritte gemacht. Inzwischen sind wir soweit, das er "nur" noch auf Daueranschlag in der Leine liegt. Es ist zum irre werden Oo
Leider reagiert er auch nur mäßig bis garnicht wenn er an der Leine ist. Wie soll ich also positives Verhalten bestärken? Die Leine hängt nie locker durch...
Ohne Leine klappt alles wunderbar, das komplette Gegenteil. Er bleibt auf Kommando an meiner Seite, kommt sofort ran usw.

Ich hab genug vom Dauermuskelkater!Ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen für mich.

Grüße

Probier es mal mit einem Klicker. Hat bei mir super funktioniert. Habe das auch so bei der BH gemacht. Erst den Hund auf den Klicker konditioniern. Und dann mit Kommando Fuß wenn der Hund neben dir läuft und dabei zu dir hochschaut kommt der Klick und dann das Futter. Wenn der Hund zieht läufst du in ihn rein, wechselst die Richtung oder du kannst ihn auch zwicken. Das setzt aber Vorraus das du die nächsten Monate immer den Klicker dabei hast. Meine Hunde dürfen am Halsband nicht ziehen dafür habe ich das Geschirr...

Kannst dich hier ja mal durchlesen
http://www.teamcanin.com/tc_data/pdf/presse/HUNDEWELT_09_2010.pdf

Peppi
19.03.2014, 07:10
Ist doch auch NUR ne FORM von Belohnung... :35:

Das Problem ist doch im Moment ein Anderes: Der Hund kommt gar nicht in die Situation belohnt zu werden.

Nun muss man diese herbei führen um überhaupt positiv bestärken zu können.

Monty
19.03.2014, 07:14
Statt Klicker kann auch ein Markerwort verwendet werden oder ein Zungenschnalzer, schmatzer...(Immer das selbe Wort/Geräusch, welches sehr neutral ausgesprochen wird.

z.B. so http://www.hundeausbildung-boeker.de/clicker.html

als Markerwort ist aber nicht so toll (wie hier im Link) ein im Sprachgebrauch gängiges Wort wie gut, fein oder ja zu verwenden...das wird vom Mensch meist nicht immer im selben Tonfall verwendet. Ein Wort, das für dich selbst nicht anderweitig oft benützt wird ist sinnvoller z.B. Bingo

Ich persönlich bin ein Klickermuffel. Ich verschussel die immer, jedenfalls sind sie nicht da wo die Dinger sein sollen. Selbst Klicker zum umhängen habe ich verloren. Bingo klappte sehr gut.

Das hat sich eben mit Peppis Beitrag überschnitten und das ist richtig. Der Hund muss die Chance haben sich richtig zu verhalten. Das fordert dich und deine Aufmerksamkeit.

holgi
19.03.2014, 12:02
genau das hat die trainerin (möchte jetzt keine namen nennen, aber hier ist sie bekannt und anscheinend auch geschätzt) mir auch gesagt, zwar nicht weil die klicker sich gern verstecken, sondern um so wenig techn. hilfsmittel wie möglich einzusetzen

sina
19.03.2014, 20:40
Mit meinem Labby habe ich auch an der Leine zu kämpfen.
Es dauert auch eine Weile bis er ansprechbar ist und zu mir schaut.
Sage ich langgezogen feeeeeeiiiin so geht er einige Schritte ruhig.
Gebe ich ihm aber einLeckerchen so denkt er das jetzt alles gut ist und zieht wieder los.
Bin ich mit ihm an einem ihm unbekannten Ort zieht er sehr und sucht angespannt einen Platz an dem er sein Geschäft machen kann.
Obwohl wir vorher gerade bei uns einen Spaziergang gemacht haben ist er so aufgeregt das er sich auf nichts konzentrieren kann.
Ich glaube das jeder Hund anders reagiert wenn er an der Leine ist, man muss ruhig bleiben und alles ausprobieren.

Peppi
20.03.2014, 07:29
Belohnung bedeutet ja auch nicht zwangsläufig Leckerchen, sondern sollte auf die Situation abgestimmt sein.

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