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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun, wenn ein Hund angeschrien wird?


bello
10.12.2013, 15:35
Hallo ihr Lieben,
hab gestern ein Erlebnis gehab, das mir immer noch nicht aus dem Kopf geht. Ich hab einen Mann auf der Straße gesehen, der sein Fahrrad hinter sich her geschoben hat und einen Hund an der Leine geführt hat. Die Leine hat sich in den Rat verfangen, der Mann fing wie verrückt an zu schreien und den Hund zu beschimpfen. Der Hund hat sich zusammen gezogen, als ob er darauf vorbereitet war geschlagen zu werden. Ich bin mir auch sicher, dass der Hund regelmäßig Prügel abkriegt. Der tat mir so was von Leid. Am liebsten hätte ich ihn mir geschnappt und wäre abgehauen. Ich wusste auch nicht, ob ich den Mann was sagen sollte, hatte die Sorge, dass er seine Wut dann an den Hund ablässt. Wie würdet ihr den in so einer Situation handeln? Bin mir sicher, dass er mir noch mal begegnen wird.

Louis&Coco
10.12.2013, 16:23
Wenn möglich (sicherheitshalber) mit dem Handy filmen und definitiv den Typen anreden was denn sein Problem wäre!

So gut es geht sachlich bleiben, aber ihm zu verstehen geben, dass das nicht in Ordnung ist was er da veranstaltet und er solle sich beruhigen...zeigt er sich uneinsichtig in weiterer Folge fragen ob er denn scharf auf eine Anzeige wegen Tierquälerei wäre...(zwar wegen bloßem Anschreien etwas aus der Luft gegriffen, aber probieren kann man's ja ;))
...eventuell Abstand halten, fall's es sich um einen total Verrückten handelt...:stupid:

Prügelt er seinen Hund ersichtlich in der Öffentlichkeit-filmen und anzeigen! :boese1:



Aber wer weiß schon wie man dann wirklich reagiert...ich für meinen Teil hab blöderweise bei sowas ein etwas loses Mundwerk...;)

bx-junkie
10.12.2013, 16:30
Ich würde immer den Mund aufmachen.
Kleines Beispiel: Ich sitze vergangene Woche mit meiner Hündin beim TA...Frau kommt rein mit einem Border Terrier, der sich ein zweites Loch im Popo freute und völlig von der Rolle war :D
Die Frau, völlig überfordert motzte den Hund an "Sitz Pirat (so hieß der wirklich) ich hab gesagt sitz!" währendessen zog sie wie bescheuert an der Leine um den Hund bei sich zu behalten...die Trusche also ähnlich "entspannt" wie ihr Hund...als das nicht fruchtete schlug sie dem Hund mit der flachen Hand auf dem Hintern...ich noch nix gesagt...das hat aber auch nichts genutzt und sie hielt sich dran den Hund anzublaffen und immer wieder auf den Hintern und der Schulter zu schlagen...das waren keine Klapse sondern sie schlug wirklich feste zu...ich wurde schon leicht sauer hielt mich aber zurück...dann jedoch schlug sie dem Hund auf den Kopf und da war es mit meiner Beherrschung vorbei...ich sagte ihr das sie sofort aufhören solle den Hund zu schlagen, worauf sie schnippisch aber peinlich berührt meinte sie würde ihren Hund nicht schlagen...ich hab dann gesagt was das denn sonst wäre? Ich hab ihr auch angeboten dieselben "Klapse" mal an ihr auszuprobieren um festzustellen wie sie es finden würde, daraufhin sagte sie ich solle mich um meinen Hund kümmern und sie würde sich um ihren kümmern und das ich wohl nicht wüßte wozu man Border Terrier benutzt(?) die brauchen das :hmm:
Ich hab ihr dann nur gesagt das ich es nicht dulde wenn in meiner Gegenwart Tiere geschlagen würden und ich das auch jederzeit kundtun würde...sie meinte dann was ich denn dagegen wohl tun würde...ich hab nur geantwortet "come in and find out" danach war Ruhe...der Hund wurde jedenfalls nicht mehr geschlagen obwohl er noch eine geraume Zeit rumorgelte...
Anderes Beispiel:
Als ich etwa 12 Jahre war, sah ich am Strassenrand einen älteren Mann mit einem Jagdhund an der Leine der mit dem Fahrrad dort stand um die Strasse zu überqueren...ich weiß nicht mehr genau was der Hund "verbrochen" hatte, jedoch schlug dieser Kerl den Hund mit einem Mal mit einer Reitpeitsche auf den Rücken...ich bin hingelaufen und hab den Mann angeschrieen er soll das lassen, dieser bedrohte mich dann mit der Gerte...ich habe geistesgegenwärtig die Gerte gegriffen und hab gesagt sie sollen das lassen hab ich gesagt und bin weggelaufen...was hätte ich tun sollen als 12jährige aber zumindest konnte er nicht mehr mit der Gerte schlagen...es sind mir schon viele Menschen begegnet die ihre Hunde traktiert haben und ich habe immer den Mund aufgemacht...das würde ich übrigens immer machen bei Schwächeren, egal ob Mensch oder Tier und ich habe oft die Erfahrung gemacht das wenn man die Leute direkt darauf anspricht, die meisten peinlich berührt sind und sich anders verhalten...ich hoffe das diese Erkenntnis anhält, sicher wissen kann ich das natürlich nicht...aber gar nichts machen finde ich noch viel schlimmer!

Louis&Coco
10.12.2013, 16:47
...ich bin hingelaufen und hab den Mann angeschrieen er soll das lassen, dieser bedrohte mich dann mit der Gerte...ich habe geistesgegenwärtig die Gerte gegriffen und hab gesagt sie sollen das lassen hab ich gesagt und bin weggelaufen...was hätte ich tun sollen als 12jährige aber zumindest konnte er nicht mehr mit der Gerte schlagen...es sind mir schon viele Menschen begegnet die ihre Hunde traktiert haben und ich habe immer den Mund aufgemacht...das würde ich übrigens immer machen bei Schwächeren, egal ob Mensch oder Tier und ich habe oft die Erfahrung gemacht das wenn man die Leute direkt darauf anspricht, die meisten peinlich berührt sind und sich anders verhalten...ich hoffe das diese Erkenntnis anhält, sicher wissen kann ich das natürlich nicht...aber gar nichts machen finde ich noch viel schlimmer!

:ok:

Monty
10.12.2013, 18:15
Mich erinnert es an eine ähnliche Situation, letzte Woche mit dem Nachbarhund...

Der DSH ist auf Grund seines Alters schwerhörig und seine Menschen brüllen ihn die Kommandos zu, statt Handzeichen zu geben, welche er auch kennt und befolgt.

Auf die letzten Meter im Stichweg, der zu den Wohnhäusern führt, wollte der Nachbar (75 rüstige Jahre) dann noch sein Fahrrad mit in die Garage nehmen, um nicht ein zweites Mal laufen zu müssen.

Wegen den Sturmwetter hatte er es sehr eilig und die Leine rutschte Ihn aus seinen kalten, nassen Händen und verfing sich in den Radspeichen. Dabei rutschte ein Teil des Einkaufes der sich noch im Fahrradkorb befand heraus und der Hund fand das superspannend und lustig.

Hingehen, Leine halten, beim Einkäufe aufsammeln helfen und gut ist... Mein Nachbar hat sich sehr gefreut und und über die Hilfe bedankt.

...und Ja... ich weiß das dieser Hund nicht geschlagen wird (auch wenn er manchmal genau wie mein eigener auf Fremde diesen Eindruck erweckt) das macht "freundliches" Handeln einfacher.

Ansonsten finde ich einfach wichtig das Niemand wegschaut, wenn zugeschlagen wird kann man immer noch anders reagieren.

Extrem "drastisch" würde ich nicht eingreifen wollen, eher beschwichtigend. Ich habe einfach zu viele Bedenken, das dies der betroffene Hund hinterher doppelt abbekäme...lieber schleime ich bis zum umfallen, um Vertrauen und Beweise zu bekommen

Scotti
10.12.2013, 18:22
Aber wer weiß schon wie man dann wirklich reagiert...ich für meinen Teil hab blöderweise bei sowas ein etwas loses Mundwerk...;)

Ich leider auch. Hilft dem Hund aber nicht im geringsten, ausser dass Herrchen noch saurer wird und der Hund es ausbaden muss.
Also lieber RUhe bewahren und besonnen an die Sache gehen.

Nicol
10.12.2013, 18:53
Mund aufmachen finde ich wirklich gut!
Vor kurzem wurde mein Mann von einer Frau beschimpft! Er hatte eine Erziehungstirade mit dem an der Leine ziehenden, unkonzentrierten CC im Menschengemenge: Otto ist ein Sensibelchen und machte sich beim Schimpfekriegen ganz klein, hat keine Schläge o.ä. bekommen, sondern mein Mann ist dem armen Hund versehentlich auf die Pfote getreten, was der Arme mit Riesengeheul kommentierte.
Das alles ergab das Bild eines mißhandelten Hundes und von der Frau angestachelt stand in Nullkommanix eine Traube von Tierschützern bei dem Opfer. Da gab es nix zu diskutieren, sondern wir mußten unser Heil in der Flucht suchen...
Also grundsätzlich würde ich auch immer dem Opfer beistehen...

bmk
10.12.2013, 21:15
immer den mund aufmachen. auch wenn es manchmal nach hinten los geht.


hab mal an der bahnhaltestelle einen typen total zur sau gemacht, nachem der seine freundin da vermöbelt hat. ende vom lied: seine freundin hat mich zusätzlich beschimpft, ich solle mich aus deren angelegenheiten halten.

hab auch mal im karstadt eine mutter angezeigt. die hat ihrem sohn volle kanne eine geklatscht. die hat sich nicht mal geschämt und fand es stand ihr zu ihr kind zu schlagen.
solche leute sind bei mir an der falschen adresse. da werd ich fuchtig.

Aileen
11.12.2013, 12:49
Krasse Geschichten.

Also ich würde auch meinen Mund nach einer gewissen Zeit aufmachen. Wenn es jetzt nur mal ein Rucken an der Leine ist, okay. Den Hund zu beschimpfen und mit ihm zu reden, nimmt er eh nicht zu 100% wahr, denn er versteht einen nicht. Aber wenn es "härter" wird, dann würde ich auch einschreiten. Also sobald es körperlich wird.

Aber den Spruch "come in and find out" *gröhl* Den muss ich mir merken.

TaMa
11.12.2013, 13:42
Immer was sagen...selbst meine kleine Tochter ( elf ) macht das..

Ich hatte mal das Erlebnis...Ging damals mit meiner "alten Hundin" spazieren...HH mit grossen Terrier kamen mir entgeben..Irgendwas war gewesen, da tritt der Typ seinen Hund voll in den Bauch..Sorry, ich bin da voll ausgetickt..Gefragt was das werden soll und ob ich das gleiche mit ihm mal machen soll. Der hat sich leider nicht auf das Gespräch eingelassen, sondern ist gleich losgerannt..:hmm:

Und meine kleine hat auch einmal einen Mann gesehen der seinen Hund schlägt..
Die hat dann voll geschrien..Hey man schlägt keine Tiere und noch lauter rief sie dann "Sie Tierquäler"..

Rocky
11.12.2013, 17:12
... also ich hab den Rocky auch nicht wenige Male laut angemotzt, ihm ging das am A..... vorbei, mir hat es gut getan ;)

Peppi
11.12.2013, 18:53
... also ich hab den Rocky auch nicht wenige Male laut angemotzt, ihm ging das am A..... vorbei, mir hat es gut getan ;)

Wir bilden immer einen Stuhlkreis und diskutieren Meinungsverschiedenheiten bei einem Schluck Vanilletee, aus henkellosen Steingut-Tassen. :unschuldig:

Rocky
11.12.2013, 22:03
Wir bilden immer einen Stuhlkreis und diskutieren Meinungsverschiedenheiten bei einem Schluck Vanilletee, aus henkellosen Steingut-Tassen. :unschuldig:

Jetzt habe ich ein aber schlechtes Gewissen Peppi :kicher: Ich habe meinem störrischen Bock nicht nur einmal einen tüchtigen Klaps auf den Allerwertsten gehauen und immerhin, das hat er blitzschnell verstanden :D

bello
12.12.2013, 14:20
Der Mann hat den Hund nicht vor mir geschlagen, aber an der Reaktion von den Hund konnte man erkennen, dass der geschlagen wird. Manchmal werde ich bei meinen auch laut, er guckt mich dann nur verwundert an und ignoriert mich dann wieder :-D Der Hund zog sich aber zusammen, presste sich ganz an Boden, zog die Ohren ein und fing an zu zittern. Das Bild geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Ich denke auch nicht, dass der Typ sich auf ein ruhiges Gespräch einlassen wird, ehr wird er mich genauso anbrüllen. Werde es aber trotzdem versuchen. Mit den Aufnahmen finde ich auch eine gute Idee. Diese können dann an den Tierschutzverein geschickt werden.

Peppi
12.12.2013, 14:45
Der Mann hat den Hund nicht vor mir geschlagen, aber an der Reaktion von den Hund konnte man erkennen, dass der geschlagen wird.

Nein, kann man nicht!

Scotti
12.12.2013, 15:15
Nein, kann man nicht!

Sehe ich auch so.
Wenn ich Scotti mal anblaffe oder schnelle Bewegungen auf ihn zu mache und er nicht damit rechnet, geht er total in die Knie und schaut als wenn ich ihn jeden Tag verdresche.
Tu ich nicht, habe ich auch noch nie.
Das ist ein Reflex.

Mrs. Brightside
12.12.2013, 15:18
Ich oute mich auch (oder ich bin die Einzige?) als Frau fürs Grobe.
Ich habe Madam auch schon unsanft vom Sofa/Bett befördern müssen, in Zeiten des Größenwahns. :mad:
Als sie nach mir schnappte/bei Kloppereien mit anderen Hunden, habe ich sie mir gepackt und kurz am Boden fixiert.
Draußen an der Leine rempelte ich sie an, wenn sie rumstänkerte.
Wenn sie Wild sah und lossprintete, flog auch schon die Leine.
Es kam aus dem Bauch und fühlte sich auch nicht falsch an. :sorry:
Körperlich werde ich natürlich nur in diesen Fällen, bei allem anderen reicht meine Stimme/Abbruchsignal.
Kann man jetzt kontrovers betrachten..ich stehe dazu.

Bei dem Thema Gewalt wird gut und gerne die psychische Gewalt vergessen (Isolation, Futterentzug), die für mich aber nicht weniger schlimm ist, wie die physische. Ist aber nur meine Meinung.:sorry:

bx-junkie
12.12.2013, 15:28
Ich oute mich auch (oder ich bin die Einzige?) als Frau fürs Grobe.
Ich habe Madam auch schon unsanft vom Sofa/Bett befördern müssen, in Zeiten des Größenwahns. :mad:
Als sie nach mir schnappte/bei Kloppereien mit anderen Hunden, habe ich sie mir gepackt und kurz am Boden fixiert.
Draußen an der Leine rempelte ich sie an, wenn sie rumstänkerte.
Wenn sie Wild sah und lossprintete, flog auch schon die Leine.
Es kam aus dem Bauch und fühlte sich auch nicht falsch an. :sorry:
Körperlich werde ich natürlich nur in diesen Fällen, bei allem anderen reicht meine Stimme/Abbruchsignal.
Kann man jetzt kontrovers betrachten..ich stehe dazu.

Bei dem Thema Gewalt wird gut und gerne die psychische Gewalt vergessen (Isolation, Futterentzug), die für mich aber nicht weniger schlimm ist, wie die physische. Ist aber nur meine Meinung.:sorry:

Sehe ich genauso und ja auch ich habe das schon gemacht, allerdings nicht wie blöd dem Hund auf den Kopf geschlagen (wie in meinem Beispiel) noch mit einer Gerte, Leine etc.
Und Peppi hat recht, man kann nicht aus Beschwichtigungsversuchen des Hundes herleiten, das dieser auch geprügelt wird...Vanity macht das genauso, wird nicht geprügelt und bringt mich damit oft in Verlegenheit :D

Rocky
12.12.2013, 15:39
... eine fliegende Leine, ein kräftiges Zupacken, ein Wegstossen sind Erziehungsmethoden welche zwar im krassen Gegensatz zu Peppis Vanilletee stehen ;) sich aber bei dosierter Anwendung durchaus als wirkungsvoll entpuppen. Oft reicht dann künftig nur ein geflüstertes Wort und der Liebling spurt.

Unter einem Hund schlagen verstehe ich längeres zuschlagen mit Hand, Stock oder Leine bis das Tier Schmerzen hat! Diese Art von Strafe, ebenfalls wie über längere Zeit dauernder Futter- und/oder Zuwendungsentzung versteht der Hund nicht und das ist dann wirklich Tierquälerei und hat überhaupt nichts mit Erziehung zu tun. In diesem Falle muss man sich Fragen, bin ich wirklich willens und fähig mein Tier zu erziehen?

Mrs. Brightside macht/e das wie ich. Hunde wollen ganz klare Linien, nur höchst seltene Exemplare kommen mit der Stuhlkreis-Diskussionsrunde zu Gange :D

Bello du hast eine Situation gesehen, einen Hund zusammenschreien ist ja nicht schön, dass er geschlagen wird, hast du aber selber hinein interpretiert, nun, hoffen wir es nicht. Hunde sind ja auch nicht blöd, die machen gerne mal auf "geschlagener Hund", listig gell ;)

Peppi
12.12.2013, 15:50
Diese Art von Strafe, ebenfalls wie über längere Zeit dauernder Futter- und/oder Zuwendungsentzung versteht der Hund nicht und das ist dann wirklich Tierquälerei und hat überhaupt nichts mit Erziehung zu tun.

Das heisst in der "modernen" Hundepädagogik "ignorieren"! ;)


Sehe ich genauso wie Du. Vermenschlichung die Schaden anrichtet.

Mrs. Brightside
12.12.2013, 15:59
Ich bin also kein Unmensch, Gott sei dank.;)

Im übrigen verkleinert sich Bertha auch ungemein (Rute fast am Bauch), wenn ich mal motzen muss, die tut so, als würde ich sie masakrieren wollen..:schreck:
Sieht schon ziemlich komisch aus, wenn so nen Kalb zur Mimose wird.:kicher:

Dega
12.12.2013, 16:54
Dem Delchen seine Vorgängerin durfte man nicht einmal zu enthusiastisch loben, wenn man laut und quietschend "feeeiiiiiiin" gerufen hat, kam die gar nicht wieder zu sich und hat auch übelst beschwichtigt. Ihr durfte man nur säuseln, sonst hat sie ausgesehen, als würde sie täglich drei Male geprügelt.
Das war ein supersensibler Hund.

Dem Delchen dagegen ist vieles einfach nur Wumpe, die kann das ab, wenn sie mal angeschrien wird.

Ich seh solche Beschwichtigungssignale nicht mal negativ, es sieht für Außenstehende zwar mitunter befremdlich aus, ist für nenHund aber auch nur eine Strategie wie ne andere, mit seiner Welt möglichst konfliktfrei zurechtzukommen.

Auf jedenFall gebe ich Peppi Recht: nein, daran erkennt man nicht, ob ein Hund geschlagen wird oder nicht.

Monty
12.12.2013, 18:15
Der Mann hat den Hund nicht vor mir geschlagen, aber an der Reaktion von den Hund konnte man erkennen, dass der geschlagen wird. Manchmal werde ich bei meinen auch laut, er guckt mich dann nur verwundert an und ignoriert mich dann wieder :-D Der Hund zog sich aber zusammen, presste sich ganz an Boden, zog die Ohren ein und fing an zu zittern.

Dann würdest du bei fast allen meinen Hunden bei einer Begegnung den Eindruck gewinnen, ich würde meine Hunde schlagen...du irrst dich, wenn du nicht siehst wie "es" passiert, kannst du es nicht annehmern und schon überhaupt nicht bewiesen (solange der Hund nicht verletzt ist)

Aileen
12.12.2013, 19:05
In diesem Fall finde ich das kein "outen".
Ein Freund von mir hat einen englischen Bulli. Der ist rotz frech und faul.
Ich sollte eine Zeit lang mit ihm Gassi gehen, denn der HH ist Soldat.
Yoda durfte immer aufm Sofa liegen, wenn ich ihn runterholen wollte, schnappte er auch nach mir, da zog ich ihn auch mit voller Kraft weg - der hat aber auch paar Kilos.

Der HH selber fixiert ihn auch am Boden, wenn der Bulli zuschnappen will. Sehe das auch als Erziehung, aber mit einer Gerte zuschlagen......? Nee nee.

Ich habe auch schon öfter eine Leine geschmissen (und auch mal getroffen), wenn unser Schäferhund hinter Wild her wollte bzw los ist. Ich sehe das auch als "normal".

Oder wie oft tritt man den Hunden, wenn diese immer und immer wieder doof in der Gegend stehen, auf die Pfoten - großer Schrei vor Schreck und das wars dann wieder. Macht man ja auch nicht mit Absicht.

Peppi
13.12.2013, 07:36
Welche Gerte???

Monty
13.12.2013, 07:39
Reitgerte? btw. Es ist der Halter schuld, wenn er es nicht schafft seinen Bulli zu motivieren! Man sollte auch abklären, ob nicht körperliche Ursachen vorliegen, wenn ein Hund sich nicht bewegen mag.

Sanny
13.12.2013, 07:39
Ich kann mich nur anschließen. Meiner kann den "geprügelten" Hund auch perfekt! Bei seiner Familie ist er ein Sensibelchen sondergleichen. Ein lauteres oder strengeres Wort und eine Welt bricht für ihn zusammen. Man muss auch dazu sagen, dass er ein kleiner Streber ist, wodurch das auch nur ganz ganz selten vorkommt :kicher: Umso schlimmer dann aber für ihn.

Interessanter Weise können ihn Fremde anbrüllen (hatten wir schon mehrmals :hmm:) und er zuckt nicht mal. Eher kommt ein Knurren. Nur halb so laut ne Ansage von mir und er liegt auf dem Boden. Ohne das er auch nur einmal eine runterbekommen hat.

Es ist nicht immer alles so wie es scheint ;)

Louis&Coco
13.12.2013, 11:12
Hallo ihr Lieben,
hab gestern ein Erlebnis gehab, das mir immer noch nicht aus dem Kopf geht. Ich hab einen Mann auf der Straße gesehen, der sein Fahrrad hinter sich her geschoben hat und einen Hund an der Leine geführt hat. Die Leine hat sich in den Rat verfangen, der Mann fing wie verrückt an zu schreien und den Hund zu beschimpfen. Der Hund hat sich zusammen gezogen, als ob er darauf vorbereitet war geschlagen zu werden. Ich bin mir auch sicher, dass der Hund regelmäßig Prügel abkriegt. Der tat mir so was von Leid. Am liebsten hätte ich ihn mir geschnappt und wäre abgehauen. Ich wusste auch nicht, ob ich den Mann was sagen sollte, hatte die Sorge, dass er seine Wut dann an den Hund ablässt. Wie würdet ihr den in so einer Situation handeln? Bin mir sicher, dass er mir noch mal begegnen wird.

Meine Zuckerschnecke wird auch nicht mit Wattebäuschen beworfen, denn ich bevorzuge den "goldenen Mittelweg", allerdings ist DAS OBEN genannte kein Grund den Hund wie blöde anzuschreien und deshalb würde ich lieber einmal zuviel jemanden, der grundlos in Rage ist, versuchen runter zu bekommen, als einmal zu wenig!
Entweder ist derjenige -wie Claudia schon schrieb- peinlich berührt und lässt vom Hund ab oder seine Wut richtet sich auf den "Einmischer" und er lässt sie -meist verbal- Richtung denjenigen ab...so oder so hat der Hund, der sich ja in so einem Fall nicht auskennt was los ist, dann wenigstens Ruhe...:35:

Was anderes wäre es wenn der Hund wie blöde einen anderen Hund anpöbelt, voll in die Leine springt und somit die Rad-Verfang-Situation auslöst. Aber aus dem Nichts heraus, weil er selbst zu blöde ist Hund und Rad in den Griff zu bekommen, braucht der den Hund doch nicht anschreien-der Wauzi kennt sich ja null aus was das jetzt soll!

Und wie gesagt-wenn er ihn wirklich einmal schlagen sollte (nein damit meine ich keinen Klaps oder "Anrempler", sondern ich hab da eher so Bilder wie die von dem armen Bulli auf FB, welcher als Boxsack verwendet wurde im Kopf :traurig:), dann MUSS man als Tierfreund ganz klar etwas unternehmen! :boese1:




Nebenbei:
"Alpha-Wurf" und am Boden fixieren sieht sogar Baumann als Starkzwang an-soviel ich mich erinnere sagte er damals beim "Tiergerechter Zwang in der Hundeausbildung"-Seminar der Alpha-Wurf sei eine der letzten Methoden, die er bei einem vermeindlich hoffnungslosen Fall anwenden würde...
Baumann arbeitet oft mit Euthanasie-Fällen und verwendet unter anderem auch andere Starkzwang-Methoden.
Auch wenn die meisten ohnehin keinen richtigen Alpha-Wurf machen, sollte man m.M.n. schon wissen was man da tut und was es in einem Hund unter Umständen auslösen kann...:schreck:

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