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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alano x Berner Sennenhund LUIS, *Mai 2009, Allgäu


Angua
22.10.2013, 20:52
Luis

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Alano x Berner Sennenhund, kastrierter Rüde, geboren am 12. Mai 2009, ca. 38 kg
Standort: Allgäu, Nähe Sonthofen (noch bei den Haltern)

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Die Besitzerin schreibt:

Umständhalber muss ich schweren Herzens meinen geliebten Luis abgeben – ich habe Ende August ein Baby bekommen. Leider hat Luis seitdem immens Stress und ich merke, dass ich den Anforderungen der beiden auf Dauer nicht angemessen gerecht werden kann. Daher suche ich für Luis einen sehr guten Platz. Eines gleich vorab: ich werde ihn nicht “unbesehen” abgeben – d.h. nur ein sehr guter Platz kommt in Frage, ich möchte die Menschen, bei denen Luis zukünftig leben wird, gerne vorher kennenlernen. In jedem Fall will ich vermeiden, dass Luis weitergereicht wird oder letzlich ins Tierheim kommt. Das würde ich mir niemals verzeihen!

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Luis lebt seit seiner 10. Lebenswoche bei mir.

Die Grundkommandos beherrscht Luis sicher, er geht ohne Ablenkung sehr gut bei Fuß. Bei höherer Ablenkung muss das Kommando immer wieder mal wiederholt werden. Dann sind aber auch größere Menschenmengen (Stadt) kein Problem.

Mit anderen Hunden hat er grundsätzlich kein Problem, jedoch bellt er ab und zu bei Begegnungen ungehalten los – um sich dann hinter meinen Beinen zu verstecken… Manchmal sind Rüden, die größer sind als er selbt, ein Thema. Hier gab es aber bisher auch keine Übergriffe, nur sehr massives Verbellen und “Rumgezicke”. Hündinnen findet er prinzipiell gut, Begegnungen sind völlig problemlos. Vor sehr kleinen Hunden hat Luis große Angst :mrgreen: .

Katzen sind immer wieder Thema – sobald diese weglaufen, will er sie jagen. Sitzende Katzen sind inzwischen kein Problem mehr.

Generell habe ich mit Luis bei “Stressoren” bisher nach dem Prinzip gearbeitet, den Auslöser zu benennen und ihn für ruhiges Verhalten (anschauen, setzen, Ruhe bewahren….) konsequent zu belohnen.

Sehr schwierig ist es nach wie vor mit Gleitschirmfliegern (werden massiv verbellt!) und Hunden an Fahrrädern (völlige Ausraster!), sowie Hunden, die aus vorbeifahrenden Autos bellen.

Luis ist offenbar mit Houdini verwandt – er schält sich blitzschnell aus Geschirren aller Art, aus Halsbändern sowieso. Einzig das Halti akzeptiert er sehr gut. Zur Sucharbeit oder auf Skitouren ist er auch am Geschirr gut zu führen. Im Alltag nutze ich lieber das Halti oder eine Kombination Geschirr-Halti.

Da Luis sehr schnell lernt, beherrscht er inzwischen eine Vielzahl kleiner Tricks, auch mit “Geschicklichkeitsspielen” aller Art kann man ihn gut beschäftigen. Apportieren von Stöcken wird immer sicherer. Nach einer langen Zeit großer Ängstlichkeit vor Wasser schwimmt Luis nun mit menschlicher Begleitung sicher und freudig mittlere Strecken in stehenden Gewässern. Schnee ist sein Element! Im Winter erfreut er sich an langen Wanderungen, kann trotz seiner Masse auch bei kleineren Skitouren gut mithalten. Hitze hingegen meidet er. Spaziergänge werden dann auch für den Menschen zu Qual, da wirft er sich einfach hin und bleibt stur liegen ;) (40kg Anker).

Luis ist sehr menschenbezogen, neigt dazu, sich anzulehnen, und will viel Schmusen und Streicheln. Oft ist er sich seiner Größe, Masse und Kraft nicht bewusst, würde netten Menschen gerne auf den Schoß kriechen bzw. drückt diese einfach um. An Besitzern von anderen Hunden und an Besuchern im Haus springt er gern hoch – diese Unart kommt immer schubweise durch. Wochenlang ist Ruhe, dann wird wieder jemand angesprungen….

Obwohl recht eigenständig und eigensinnig in seinem Verhalten, kann Luis es schwer ertragen, wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. (z.B. wenn Besuch da ist). Er neigt dann zum Quietschen, Winseln, Bellen und Bedrängen. Konsequentes Ignorieren führt zwar recht schnell zu Ruhe, jedoch schafft er es auch immer wieder, dass sich Menschen dann voll auf ihn einlassen – mit jedem Erfolgserlebnis wird er wieder hartnäckiger im Bedrängen.

Verkehrsmittel aller Art kennt er, hat kein Problem damit, nur Mitlaufen am Fahrrad wurde noch nie getestet. Er fährt gerne im Auto, Bus oder Zug mit und fliegt sogar im Helikopter…

Tierarztbesuche sind immer wieder großer Stress – er nimmt dort Kekse und Leckerli, lässt sich jedoch nicht gern anfassen.

Luis hat mit ca. 13 Wochen in Österreich mit der Lawinenhundausbildung begonnen. Leider konnte er die A-Prüfung in Vorarlberg nicht abschliessen, da ich aus beruflichen Gründen vorher das Land verlassen musste. In Deutschland gibt es für uns keine Möglichkeit, im Lawinenhundebereich offiziell weiter zu trainieren. Dennoch ist Luis in der Flächensuche recht gut. Er löst sich zügig von mir, wenn er sein Kommando bekommt, findet auch schnell die Zielperson, hat aber immer mal wieder Schwierigkeiten, diese auf längere Zeit klar anzuzeigen (neigt dann zum Weglaufen/Spielen/Bedrängen…)

Da Luis UNBEDINGT eine geistige Auslastung braucht, mache ich zu Hause mit ihm viele “Nasenspiele” (Suchen von Leckerli, seine Nachmittagsportion Futter muss er sich grundsätzlich erarbeiten!). Vor einiger Zeit haben wir locker mit ZOS angefangen (inzwischen findet er 3 Gegenstände in der Wohnung sicher, draußen ist es noch sehr schwer für ihn). Außerdem betreiben wir hobbymäßig Mantrailing, was ihm viel Freude bereitet. Inzwischen kann er auch hier die Suchmodi “Fläche” und “Trail” gut unterscheiden, prescht beim Trailen nicht mehr so vorwärts, sondern ist dann an der Leine gut zu halten.

Ohne geistige Auslastung kommt er schnell auf “blöde Ideen”. Er lernt sehr schnell, besonders durch Beobachten. So kann er z.B. Schubladen und Türen aller Art öffnen (auch die Waschmaschine!!) und “bedient” sich dann gerne.

In vermeintlich unbeobachteten Momenten versucht er immer wieder, Essbares zu klauen, macht dann auch nicht vor Tisch, Küche und Schränken halt. Sobald er hier einmal Erfolg hat, wird wieder vehement getestet. Es dauert dann immer eine Weile, bis er sich wieder an die geltenden Regeln halten kann (Küchenverbot, Platz während der Essenszeiten usw…)

Ressourcen zu verteidigen ist sein großes Thema. Es ist schwer, ihm Dinge abzunehmen, die er einmal für sich beansprucht hat. Dafür braucht es viel Konsequenz, und Luis brummelt und knurrt dann schon auch mal massiv. Bisher gab es aber noch keine Übergriffe.

Luis braucht eine möglichst konsequente und hundeerfahrene neue Familie, die bereit ist, mit ihm zu arbeiten und weitere Erziehungsarbeit zu leisten. DIe Beschäftigung darf nicht zu kurz kommen, dann ist Luis der liebste und verschmusteste beste Freund, den man haben kann.

Es bricht mir das Herz, ihn abgeben zu müssen, aber wenn ich ihn in guten Händen weiss, kann ich über die Trennung hinweg kommen.

Der Erstkontakt erfolgt über die Molosser-Vermittlungshilfe. Interessenten erhalten eine Selbstauskunft, die nach der Rücksendung zwecks weiterer Kontaktaufnahme umgehend an die Besitzerin weitergeleitet wird.

Angua
27.10.2013, 18:33
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Grazi
16.11.2013, 05:17
Und noch ein Foto:

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Grazi
26.12.2013, 20:20
Luis bräuchte das Halti eigentlich gar nicht. Da er jedoch (wenn ihm z.B. eine läufige Hündin unterkommt) aus jedem Halsband und jedem vermeintlich ausbruchsicheren Geschirr schlüpft und seine Halterin solche Situationen mit Kinderwagen komplett vermeiden möchte, trägt Luis das Halti vorsichtshalber an Straßen.

Die meiste Zeit läuft Luis allerdings frei im Gelände, da er gut abrufbar ist.

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Grazi
26.12.2013, 20:24
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Angua
12.03.2014, 16:14
Update 12. März 2014:

Luis wurde über die Halterin vermittelt, die auch selber die Vorkontrolle durchgeführt hat.

Er wird zwar erst Ende der Woche umziehen, aber wir wurden gebeten, Luis jetzt schon als vermittelt zu markieren.

Bitte zu den Vermittlungserfolgen verschieben - danke.

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