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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blöde Situation mit Radfahrer


Febecca
07.08.2013, 15:28
Huhu,

wir haben einen 14 Wochen alten CC Mix, soweit klappt es gut mit seiner Erziehung. Jetzt gibt es aber eine Sache und da würde ich gerne eure Meinungen zu hören.

Also, von Anfang an war es so das er beim Spazieren gehen etwas ängstlich auf bewegliche Dinge reagierte (Autos, Busse, Fahrradfahrer....). Da wir leider nicht wissen wer sein Züchter ist wissen wir auch nicht was er bis dahin kennenlernen durfte und gehen davon aus das die Sozialisierung was so etwas angeht nicht wirklich stattgefunden hat.

Wir haben jetzt aber schon gute Erfolge gehabt was Autos, Busse, Radfahrer und Jogger angeht. Wenn wir spazieren waren und z.B. ein Jogger zu sehen war haben wir ihn ran gerufen und ihn sitz machen lassen und wenn der Jogger vorbei war hat er Leckerchen bekommen. Er ist sogar so, dass er von weiten einen Jogger sieht, zu uns rennt, ins Sitz geht und sich aufs Leckerchen freut.


An Strassen sind wir immer wieder her gelaufen und durch unsere Ruhe hatte er auch schnell keine Probleme mehr damit.

Jetzt ist folgendes passiert: Wir waren im Feld und er sah einen Radfahrer und kam zu uns und machte sitz. Der Jugendliche gab richtig gas da er einen Berg runter fuhr und wir waren in der Kuhle wo danach der Weg wieder eine Steigung hatte, soweit alles kein Problem. Doch kurz bevor er an uns vorbei donnerte verlor er seine Cappy und geht schlitternder weise mit quitschenden Bremsen in die Eisen und rast zurück zur Cappy und dann wieder nah an uns vorbei. Am liebsten hätte ich ihn dafür vom Rad geholt, weil er grinsend ganz provokant, ganz nah an uns vorbei raste.
Django schmiss sich vor Angst auf den Boden und zitterte, als der Radfahrer weg fuhr rannte er quickend und jammernd in einen Dornenbusch und verkroch sich dort.

Ich wollte in der Situation nicht noch panisch hinter ihm her rennen um die Situation noch schlimmer zu machen und hab mich am Weg hingehockt und als er dann hervorschaute rief ich ihn zu mir worauf er angekrochen kam und mir erstmal einen puren Durchfallhaufen vor die Schuhe setzte.

Dann sind wir wieder zurück Richtung Auto gelaufen weil das der weitere Weg war. Django blieb die ganze Zeit hinter uns und drehte sich ständig panisch um und hatte die Rute zwischen den Beinen. Wir sind normal weiter gegangen um etwas beruhigender auf ihn einzuwirken, so nach dem Motto war ja halb so wild.

Seit dem ist er wieder Radfahrern skeptisch gegenüber. Jetzt meine Frage, kennt ihr das auch und wie reagiert ihr in sollchen Situationen? Und wie arbeitet ihr daran?

Sorry, dass es so lang geworden ist, wollte aber die Situation möglichst genau schildern.

So Long

Febecca

bmk
07.08.2013, 15:44
ich hätte dem bengel nen stein an den kopf geworfen....wie unmöglich kann man sich aufführen???

naja, jetzt hilft halt wieder normalität reinbekommen. angst nicht verstärken, selbst cool bleiben und gelassenheit ausstrahlen. wird wohl etwas dauern, wird sich aber mit der zahl der radfahrer-begegnungen wieder geben.

coffee
08.08.2013, 10:08
der hund ist 14 wochen alt - da würde ich mir überhaupt keinen kopf machen! ganz normal dass junge angst vor irgendwas haben...

ich würde mit ihm (wie mit jedem jungen hund) so oft wie möglich durch die innenstadt spazieren gehen, in läden rein, in cafés setzen, bus fahren, etc.

und bei kontakten mit radfahrern müsst IHR euch völlig normal verhalten! nicht gespannt drauf warten was der hund macht, nicht beruhigen, am besten gar nicht beachten und weitergehen. Der Hund merkt sonst daß ihr nervös und angespannt seid und bringt das mit dem Radfahrer in Verbindung.

gruß
daniel

Rocky
08.08.2013, 11:00
... in der Lernphase wird mit vielen Ängsten zu tun haben und lernen müsse diese zu Bewältigen.

Dümmer wäre gewesen, hätte er den Lümmel vom Rad geholt ;) Verknüpfe Radfahrer wie die Jogger auf gute Erfahrungen und das Problem sollte sich erledigt haben :lach3:

Nicol
08.08.2013, 12:06
Es wird immer wieder solche Situationen geben: Neue Sachen werden mißtrauisch beäugt und Dank unserer Gelassenheit als Ok abgetan: mit drei Jahren findet Otto immer noch "gefährliche" Dinge, die vorher noch nie da waren:-)!
Neulich war es ein unschuldiger Pflug auf einem Ackker, eine Schiebkarre mit oben bis Heu, ein quietschendes Fahrrad, eine Gießkanne(stehen bei mir zu Hause massenweise rum?!) usw....
Im Dunkeln sind diese Sachen dann deutlich gefärlicher und werden erstmal angebellt...
So lernt er immer noch dazu, so wie wir auch!

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