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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zugelaufener Mastiffmischling als Familienhund geeignet?


vrenifossi
14.05.2013, 22:14
Hallo Mastifffreunde,
ich bin neu hier im Forum und an der Schwelle ein Mastiffbesitzer zu werden und brauche deshalb den Rat/Hilfe von erfahrenen Mastiffbesitzern. Also wir (meine Frau, unser Sohn 6 unsere Tochter 3 1/2 und ich) leben seit einigen Jahren in Südchile. Wir haben ein Häuschen auf einem 5000m² Grundstück ausserhalb der Stadt (kleiner geht es per Gesetz ausserhalb von Städten nicht...). Da wir eigentlich fast jeden Monat mindestens eine Woche im Feld arbeiten (wir sind Biologen) waren Hunde für uns erst einmal ausgeschlossen, obwohl wir immer welche wollten. Da uns aber bereits beim Bau unseres Hauses Hunde zugelaufen sind (in Chile gibt es Unmengen ausgesetzter Hunde) haben wir mit unseren Nachbarn eine Art Dog-sharing angefangen. Die Hunde sind auf beiden Grundstücken zu Hause und bekommen von beiden Parteien Futter. Da die Hunde aber meist bei uns sind, weil bei uns mehr los ist füttern die Nachbarn deutlich mehr damit die Nachbarn auch noch als Familie wahrgenommen wird. Erst waren es 2 kleinere romenadenmischungen, dann kam ein dritter (Jack-Russel-Verschnitt) dazu. Alles Weibchen, alle inzwischen sterilisiert. Obwohl wir wenig Zeit investieren konnten waren die Hunde relativ leicht mit dem Wichtigsten zu erziehen: Warten auf das Kommando beim Fressen, herkommen, aufhören zu bellen, nicht Autos verfolgen. Für mehr haben wir einfach nicht die Zeit.
Die Hunde sind reine Gartenhunde mit Hundehütte, das Haus ist für Vierbeiner tabu. Unser Grundstück ist für Hunde offen, dies zu ändern wäre ein permanenter und grösserer Aufwand und spätestens bei den Nachbarn fänden sie sowieso immer einen Ausgang. Allerdings streunen sie eh sehr wenig, sie begleiten unsere Kinder bei ihren täglichen Ausflügen und das scheint als Auslauf meist zu reichen. Auch wenn die Hunde nicht wirklich furchteinflössend sind, so bewähren sie sich doch als "Besuchsanzeiger" wenn wir da sind durch ihr Bellen.
Seit heute rennt ein neuer Rüde auf unserem Grundstück herum. Unsere Hunde haben ihn gleich akzeptiert/ignoriert (sonst werden fremde Hunde verbellt), wahrscheinlich weil er noch recht jung ist. Für mich sieht er aus als sei einiges an Mastiff drin, aber zur Expertenbeurteilung hänge ich noch 2 Bilder an. Obwohl er schon jetzt recht gross ist, hat er noch riesige Pfoten und ist in der Hüfte höher als vorne, was uns vermuten lässt, dass er noch ordentlich wächst. Er ist sehr bemüht sich bei uns einzuschmeicheln (sehr anhänglich) und sucht offenbar ein "Rudel".
Grundsätzlich wäre uns ein "echter" Wachhund schon recht, v.A. für die Zeiten in denen wir nicht da sind, Diebstahl ist hier leider nicht ganz selten.
Ich hab mir mal die Charakterbeschreibungen von Mastiffs angeschaut und da bin ich auf gemischte aber oft warnende Beschreibungen gestossen.
Dass er die Familie, Haus und Hof liebt und verteidigt und wenig bellt ist schön, aber wie sieht es mit Besuch aus? V.A. Kinderbesuch? Wie kann man Mastiffs beibringen Besuch zu akzeptieren? Den Lieferanten? Den Taxifahrer? Wie sicher kann man sich sein, dass er nicht seine Meinung ändert und Leute erst reinlässt (z.B. bei unserer Anwesenheit) um sie dann als Eindringling anzusehen wenn wir gerade nicht dabei sind? Mancher Besuch kommt auch mit Hunden? Wie funktioniert das? Wie unbedenklich ist es wenn die Kinder ihn mit den anderen Hunden auf ihren Streifzügen mitnehmen bei denen auch anderen Menschen und Hunden begegnet werden kann?
Die Kinder würden den Hund gerne behalten (klar!) aber wir sind uns sehr unsicher. Unsere drei Hundemädels sind an Kinderliebheit kaum zu überbieten (was die sich alles gefallen lassen! und wir haben noch nie das leiseste Knurren gehört). Deshalb glauben unsere Kinder jetzt, dass alle Hunde so seien (da hilft auch nicht, wenn die Eltern gegenteiliges sagen)...
Also nochmal zusammenfassend: Wir haben ein grosses, offenes Grundstück fast auf dem Land, mittel- bis wenig Zeit zum Erziehen, sind regelmässig wochen- bis monatelang weg (und können die Hunde nicht mitnehmen), die Nachbarn füttern die Hunde, aber erziehen praktisch nicht, wir haben 2 kleine, sehr wilde Kinder, die fast täglich mit den Hunden in der Gegend rumziehen. Ist euerer Meinung nach eine Mastffmischung als 4. Hund für uns geeignet/handhabbar oder ist die Gefahr von Problemen zu gross und wir sollten lieber versuchen einen anderen Besitzer zu finden?
Wir sollten uns möglichst bald entscheiden, denn mit jedem Tag wird es schwieriger sich wieder von dem Hund zu trennen (sowohl von Hundeseite als auch von Kinderseite her).
Für hilfreiche und differenzierte Kommentare und Gedanken wären wir sehr dankbar.
Grüsse,
Fossi

Wie Waldi
15.05.2013, 16:38
Von uns hier kann wohl keiner Eure Lebenbedinungen nachvollziehen. Ich denke aber, dass ein Mastiff (Mix) sich da schon wohlfühlen kann, wenn er in eurer Abwesenheit zu euren Nachbarn gehen kann. Sollte er (was ja nicht anzunehmen ist) aber aus einer reinen Wohnungs-Familienhaltung kommen, würde ich davon abraten und ihm ein entsprechendes Zuhause suchen. Ich hatte mal einen Mastiff, der aus Zwingerhaltung (GB) kam und vorübergehend in ein bestehendes Rudel aufgenommen wurde, bevor er zu mir kam. Er hat sich im Rudel eher an den Rüden orientiert als an den Menschen. Obwohl er rein vom Schmusen her eher die Menschen bevorzugt hat.
Kurzum: ich denke es kann funktionieren.

Zu Kindern umherstreunen und Wachhund auf unkontrolliertem Gelände kann ich dir nichts sagen.

Besuch wird i.d.R. akzeptiert, wenn Chef ihn akzeptiert. Nach einigen Besuchen ist ein relativ gefahrloses Betreten dann auch für Fremde auch ohne direkte Aufsicht möglich (meine Erfahrung Zuhause bei mir und bei anderen Mastiffbesitzern).

Was war noch?

Hola
15.05.2013, 16:56
Im Allgemeinen stimm ich WW zu,genaueres kann man von hier aus nicht sagen.

Die Sache mit den Kindern ist mir etwas bange, nicht das der Hund nicht kinderlieb wäre aber unbeaufsichtigt mit rum streunen, das könnt mal ins Auge gehen ( wobei ich eure Lebenssituation dort nicht kenne) ich meine nur wenn der große Hund mal in zb. eine Beisserei kommt und die Kinder versuchen dazwischen zu gehen o.ä.
Das sind nur Denkanstösse von einem MA Halter dem sein Hund ab und zu andere Hunde nicht leiden kann und da würd ich meine Kinder weit fern halten.....
ansonsten, probieren geht über studieren.....

Renate + Jorden
15.05.2013, 17:31
Obwohl ich gerne meinen Senf dazu gebe, hier bin ich auch an meiner Grenze. Denn das sind nicht die Lebensumstände die mit unseren hier zu vergleichen sind. Es ist ein sehr junger Mastiff oder MA Mischling, er ist jetzt auf der Suche nach einem Zuhause, egal warum er seines verloren hat. Wie er aber tickt, was wirklich in ihm steckt, kann wohl keiner sagen. Von daher wäre mein Rat, nehmt ihn auf und versucht ihm eine Familie zu sein, auch wenn Ihr bis jetzt nichts mit Familienhundehaltung im Sinn hattet. Wenn Ihr nicht im Haus seit, habt Ihr evtl. einen " Farmer auf dem Hof " der Euer Anwesen im Auge hat? Ihr lasst doch diese kleinen Kinder nicht alleine zurück. Versucht ihm ein kontrolliertes Leben zu bieten, oder sucht ihm eine Familie die das kann. Ein Hund in der Grösse, sich selbst überlassen und Situationen ausgesetzt die keiner einschätzen kann, wer soll da orakeln.
LG
Renate
( Die zwar in Not geratene MA´s vermittelt, aber Ihr seit da ein wenig weit entfernt um zu helfen )

vrenifossi
15.05.2013, 19:44
Hallo,
erst einmal danke an alle die sich Gedanken gemacht haben. Das ist uns schon klar, dass hier keine klaren und einfachen Entscheidungen zu fällen sind, wenn es anders wäre hätte ich mich nicht an ein Forum gewandt. Auch, dass unsere Lebensumstände nicht so einfach nachvollziehbar sind, deshalb hab ich ja auch ein bisschen beschrieben. Da ist viel "Bauchentscheidung" nötig und die können eben erfahrene Mastiffbesitzer besser als wir, die wir nur "Internetwissen" über Mastiffs haben.
Die Bedenken von HOLA hatten wir auch, dass es wahrscheinlich nicht so gut ist wenn der Mastiff mit den Kindern rumzieht. Die kleinen Hundemädels folgen inzwischen auch den Kindern ganz gut und wenn sich bei einer Hundekeilerei (gabs erst 2 Mal bei den Hundemädels) die Kinder weggehen, folgen sie auch gleich. Aber ein selbstbewusster Mastiff? Und wie gut das geht den Mastiff zu hause zu lassen wenn alle Spass beim Ausflug haben ist auch ne Frage. Wie gesagt, dass Grundstück dauerhaft Ausbruchssicher zu machen (unsere Hunde graben wie die Maulwürfe) ist kaum zu schaffen und Anbinden finden wir nicht so toll. Eure kommentare zum Besuchsverhalten beruhigen mich dagegen etwas. Klar, weiss man nie genau wie ein spezieller Hund tickt, aber es gibt ja doch ziemlich viele rassespezifische typische Verhaltensmuster. An euren Kommentaren merke ich, dass das Wort Familienhund in Deutschland anders gehandhabt wird als hier. Hier gilt es schon als Familienhund, wenn man sich überhaupt mit dem Hund abgibt und ihn auch mal streichelt. Ich glaube nach deutscher Definition wäre das was wir haben Hofhunde. Darum bleiben uns auch die ganzen Strassenhunde (wir haben schon etliche vermitteln müssen), weil es für die was ganz ungewohnt tolles ist auch mal von einem Menschen gestreichelt oder gelobt zu werden...Die Kleinste von uns nimmt immer noch Reissaus wenn man in ihrer Nähe Steine oder einen Stock aufhebt (drum funktioniert hier Stöckchen werfen auch nicht).
Insgesamt immer noch eine schwere Entscheidung. Ich denke wir schauen uns mal nach einem Interessenten um und wenn wir ein gutes Zuhause finden (gut heisst hier, dass er genug Futter und keine Schläge bekommt) werden wir ihn denke ich abgeben. Falls nicht, dann werden wir versuchen das beste aus der Situation mit neuem Hund zu machen.
Nochmal danke und wenn euch noch was einfällt bitte schreiben.
Grüsse,
Fossi

1Pony
16.05.2013, 06:41
Oooh, komm zu mir, kleiner Drops! Wir haben zwar nur 2500qm, aber das geht auch noch als kleine Spielwiese durch :D

Rocky
23.05.2013, 21:34
... nicht jeden Tag zu.

Hallo Fossi, wir haben liebe Freunde in Santiago, die wohnen ausserhalb der Stadt, haben für mitteleuropäische Verhältnisse auch ein x Quadratkilometer grosse Grundstück und Familienhunde.

Der Begriff "Chilenischer Familienhund" ist tatsächlich nicht ganz gleich zu setzen wie "Europäischer Familienhund", ich würde aber sagen, den Hunden in Chile welche bei Familien wohnen geht es wirklich hundemässig gut :D

Ich würde das Kerlchen nehmen, er scheint ein gutes Wesen zu haben. Du musst ihn einfach ein bisschen mehr erziehen als das in der Regel bei euch landestypisch gehandhabt wird. Ein guter Wächter, und er wird ein guter Wächter sein, ist bestimmt nicht das Schlechteste, vor allem nicht für die Kinder.

Gebt ihm seine Chance :)

Monty
24.05.2013, 05:23
Für mich lesen sich eure "Bedingungen/Vorraussetzungen traumhaft (gerade für chilenische Straßenhunde) und mich erinnert deine Schilderung an meine eigene Kindheit und Jugend. Meine Geschwister und ich waren nur mit Hunden unterwegs. Zur Beruhigung meiner Mutter, hat mein Vater stark darauf geachtet, uns Kindern Verhaltensregeln für den Umgang mit Hunden zu vermitteln.

Meist haben wir uns nicht daran gehalten, aber trotzden glücklich überlebt...ich würde es wagen

Rocky
24.05.2013, 17:03
Meist haben wir uns nicht daran gehalten, aber trotzden glücklich überlebt...ich würde es wagen

Ich wurde als Kind dreimal ziemlich arg gebissen, irgendwann hab ich dann die Regeln auch kapiert und von da an war alles claro.

Chilenische Kinder sind näher am Leben als die Euro-TV-Soap-IPhone-Kids und dürften hündisch/menschliche Verhaltensregeln schnell kapieren, na ja, und sonst gibt es halt wie bei mir ein paar Nähte und das war's dann ;)

Monty
24.05.2013, 18:45
Ich wurde nie gebissen...als ich ins Teeniealter kam, dafür der ein oder andere, welcher versuchte mit meiner Schwester oder mir anzubandeln, bzw. uns näherzukommen, ziemlich oft. Der damalige Familienhund war ziemlich "eifersüchtig" und im Nachhinein weiß ich jetzt warum ich auch mit 13 Jahren schon zu allen Partys durfte, wenn ich den Hund mit nahm...

Donata
25.05.2013, 12:38
Vrenifossi: interessante Fragestellung. Ich habe seit bald 10 Jahren Mastiffs, wobei mir im Februar mein Mädchen gestorben ist. Als Familienhund, als im-Haus-lebe-Hund, als ständiger Begleiter - gar kein Problem. Auch Besuch etc. ist kein Problem, gesetzt der Hund hatte die Zeit zu lernen, wie er sich zu verhalten hat. Deine beiden Fotos: ich denke schon, dass der Hund noch recht jung ist, glaube aber nicht, dass da viel Mastiff drin ist. Um es kurz zu machen: Der Mastiff ist ein sehr selbstsicherer und selbstbewusster Hund, VORAUSGESETZT er hat ein Heim und klare Aufgaben und klare Grenzen. Der "Kleine", den Du schilderst: ich teile Deine Meinung, dass er ein Rudel sucht und er wird es dankbar annehmen und dafür "arbeiten". Vorausgesetzt, es findet ein Mindestmass an Erziehung und Klärung mit ihm statt. Ich halte das Projekt für machbar, würde aber schon vorsehen, ihm - zumal Du durchaus für ihn Arbeit (Wachen) hast - auch den Zugang zum Haus zu gestatten. Wenn das partout nicht sein soll: Du hast offenbar ja ein dog sharing, will sagen: die zweite Partei - Nachbarn - sollte am selben Strang ziehen. Mastiff-gemäss wäre dann aber ohnehin, dass er "seine" Familie hat - auf den Nachbarn kommt es also nicht so wahnsinnig stark an. Sehr viel mehr fällt mir im Moment nicht dazu ein.
Grundsätzlich: unser Grundstück ist sehr sehr viel grösser als 5000 m2 und wir haben "Zwischenzäune", da das Ganze einzuzäunen gar nicht möglich ist. So sind um das Haus herum und einiges mehr (bei uns in Hecken) Zäune. Möglicherweise wäre also eine Art von Zwischen-Einzäunung auch ein Weg für Dich?
Lieferanten: bei uns war die Sache glasklar und musste nicht erzogen werden: sie werden ignoriert, solange ich da bin. Bin ich nicht da, kommt niemand in den Innenzaun-Bereich. Besucher: Hund ignoriert sie völlig. Möchte nicht kennengelernt werden. Ist aber sehr gerne bei geselligen Terminen dabei - sieht zu und, wenn gelacht und gegessen und gesessen wird, zieht er fürs nächste Mal seine Schlüsse. Für mich ein sehr guter "Ratgeber" nebenbei: wenn er/sie etwa grummelten (sehr leise), dann wusste ich die Finger von diesen Leuten zu lassen. Klingt komisch, ist aber Fakt und oft bewahrheitet, bis ich eben endlich lernte auf den Hund zu hören.
Kinder und Mastiff: gar kein Problem bei verständigen Kindern, die auch den Hund respektieren. Besuchende Kinder: dto. Ich habe allerdings niemals Kinder und Mastiff zusammen gelassen, einfach der schieren Masse wegen (mein Bub wiegt 111 kg, mein Mädchen wog 89 kg). Beim Wedeln fliegt da schon mal eine Vase vom Tisch.

Resumee: Die sehr individuellen Lebens- und Wohnverhältnisse sind in meinen Augen ein gutes Konzept auch für einen "Mastiff", sofern ihm sein Teil Heimat und vor allem sein "Herr" oder "Frau" klar zugeordnet sind. Deshalb, wenn Dein und Ehemanns Bauchgefühl, aber auch die Bereitschaft in den Kerl zu investieren, vorhanden sind, sehe ich keine Probleme. Worauf ich aber immer wieder abhebe: ein Mastiff ist ein starker Kerl - in jeder Beziehung und er braucht "starke Leute" - keine Brüller, keine Trainierer, keine nach aussen demonstrierte Dominanz, die im Grunde nur eine Cholerik ist oder die einen "grossen" Hund für die eigene Kleinheit braucht. Mir persönlich waren die "Molosser"-Besitzer mit Bauch, eher gedrungen und dafür laut, immer ein Graus. Deshalb waren wir auch nie "organisiert".
Wachhund: ich habe meinen Mastiff nie als solchen gesehen, allerdings wer ihn sieht, geht davon aus, er sei einer. Meine haben niemals Gelegenheit gehabt, sich ? auszuprobieren, denn, wenn es darum geht, "zuzupacken", mache ich das. Ich gehe für meine Hunde davon aus, dass ein ernsthaft böser Angreifer über sie obsiegen würde, denn sie haben keinen Antrieb und kennen keine Gewalt. Wozu ich Euch eigentlich spontan raten würde, wäre ein Mallinois, aber nun ist der kleine Kerl einmal da und ich würde - selbst ich, die ewig Zauderliche - der Sache eine Chance geben. Mein Rat ist etwas ungenau, ich weiss, aber vielleicht ein Mosaiksteinchen.

Mastiff"mischling": ja, ich denke er ist ein Mischling, Pfoten sind sehr klein (Foto nicht so deutlich?) Kopf ist sehr schmal etc.: was nun noch in ihm steckt -was die Amerikaner, unnachahmlich Heinz57, nennen - weiss ich nicht.
Ich glaube aber sicher, dass Hund seine Dankbarkeit direkt umsetzen wird und ihr Freude an ihm haben könnt. Voraussetzungen, m.E., habe ich oben beschrieben.
Was ich noch anmerken möchte: der Körperbau den Du beschreibst: er benötigt gfs. jetzt noch zusätzliche Nahrung oder Hilfen für den Knochenbau? Möglicherweise liesse sich das online organisieren? Wie steht es mit Impfungen Piroplasmose z.B.? Ich denke, in den "südlichen Gefilden" sind ein paar Vorkehrungen notwendig, aber das weisst Du sicher auch selbst.
Ich würde mich freuen, zu hören, wie die Sache ihren Fortgang nimmt.

Guayota
26.05.2013, 09:17
Hallo,
ich würde ihm einen grossen Zwinger bauen, in den man ihn auch mal "reinscheuchen" kann wenn er im Weg ist, wenn er jemandem Angst macht, er mal ne wilde/launische Phase haben sollte oder wenn er nicht mit den Kindern mitgehen soll usw.

Ansonsten würde ich garnichts groß ändern, bissl mehr aufpassen würde ich auf den Riesen...die "eignen" sich doch oft garnicht als Streuner. ;)

Halte uns mal auf dem Laufenden - finde das sehr spannend! :)

Guayota
26.05.2013, 09:29
Ach und: Ich an eurer Stelle würde ihn beizeiten kastrieren lassen, gerade wenn das Weibsvolk bei euch "nur" sterilisiert ist . ;):D

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