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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tierschutz


Mastuin
17.04.2013, 20:58
Bei der Sendung "Hund, Katze, Maus" fiel mir letztens ein Beitrag über deutsche Tierschützer in Rumänien auf, die dem Nervenzusammenbruch nahe über irgendwelchen Hundewelpen knieten und deren unmenschliches Schicksal beweinten.

Um sie herum stand ein Pulk von völlig verwahrlosten, unterernährten Kindern, die auf der Müllhalde, wo die armen Hundebabys gefunden wurden, spielten.

Ist das nicht grotesk?

Peppi
17.04.2013, 21:12
Wenn ein Elend ein andr'es relativiert schon.

Deshalb trenn ich keinen Müll.
Als wenn wir keine größeren Probleme hätten.

Mastuin
17.04.2013, 21:21
Natürlich relativiert das eine Elend das andere! das eine ist das von Menschen - das andere das von Tieren. Es besteht kein Gleichrangigkeitverhältnis.

Problematisch ist es, wenn jemand das tatsächlich in Frage stellt.

Mickey48
17.04.2013, 22:07
Natürlich relativiert das eine Elend das andere! das eine ist das von Menschen - das andere das von Tieren. Es besteht kein Gleichrangigkeitverhältnis.

Problematisch ist es, wenn jemand das tatsächlich in Frage stellt.

Das war eine Siedlung der Sinti oder Roma und die Tierschützer waren von der Herbert-Denk-Stiftung (oder so).
Eigentlich waren sie zur Aufbauhilfe eines teilweise abgebrannten Tierheims in Rumänien, da der Tierheimleiter die Siedlung aber mit Kastrationsaktionen und Futterspenden unterstützt, hat man ein paar Säcke der Spenden für's Tierheim dort abgegeben.
Das ist eine Art Miniserie, die schon seit ein paar Wochen immer am Ende (ca. die letzten 20-30 Minuten) von Hund Katze Maus kommt, diesen Samstag sollte es wieder soweit sein, wenn ich mich nicht irre.

Peppi
18.04.2013, 07:26
Natürlich relativiert das eine Elend das andere! das eine ist das von Menschen - das andere das von Tieren. Es besteht kein Gleichrangigkeitverhältnis.

Problematisch ist es, wenn jemand das tatsächlich in Frage stellt.

Und wer legt diese "Allgemeingültigkeiten" fest?

Was wäre die Lösung gewesen, in einem "dokumentarischen" Beitrag???

"Öhm, Kinder könnt Ihr kurz woanders spielen? Wir machen hier zwar ne Berichterstattung, die im Idealfall die Realität abbildet, aber Ihr wisst schon... das "Gleichrangigkeitsverhältnis" und so! Danke!"

:56:

Mrs. Brightside
18.04.2013, 09:15
Und wer legt diese "Allgemeingültigkeiten" fest?

Was wäre die Lösung gewesen, in einem "dokumentarischen" Beitrag???

"Öhm, Kinder könnt Ihr kurz woanders spielen? Wir machen hier zwar ne Berichterstattung, die im Idealfall die Realität abbildet, aber Ihr wisst schon... das "Gleichrangigkeitsverhältnis" und so! Danke!"

:56:

:schreck::kicher:

Guayota
18.04.2013, 10:44
Das war eine Siedlung der Sinti oder Roma...

Sinti sind Roma!
Es gibt kein "Sinti oder Roma" - das sind alles Roma.
Sinti sind die (hauptsächlich) in Deutschland lebenden Roma - also eine Teilethnie.

Es gibt aber den Begriff "Sinti und Roma" in Deutschland (Selbstbezeichnung), aber nicht "Sinti oder Roma". Entweder/oder ist hier nicht korrekt.

Irgendwie entsetzlich wie wenig wir über diese Menschen wissen, trotz Völkermord während dem Nationalsozialismus.

Zunächstmal ist das schon ein irgendwo vielsagendes Bild, wenn nicht den offenbar notbedürftigen Kindern geholfen wird (wie auch immer), sondern stattdessen unter Tränen Hundewelpen gerettet werden.

Aber keine Ahnung.
Hab das nicht gesehen.

Sanny
18.04.2013, 12:13
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das nicht so sehe, auch wenn ich dafür wahrscheinlich gleich heftig Kritik einstecken muss.

Ich persönlich (spreche ausschließlich für mich) finde aber nicht, dass eine dieser beiden Gruppen, der anderen übergeordnet ist. Für mich herrscht dort Gleichrangigkeit. Sowohl die Straßenhunde, als auch die Kinder sind unverschuldet in dieser furchtbaren Lage. BEIDE Hungern und leiden dort und genauso tun mir beide Gruppen leid! Aber würde dort eine Organisation sein, die den Kindern hilft, würde diese die Hunde ignorieren und erst (oder auch ausschließlich) den Kindern helfen. Umgekehrt war es hier eben mit den Tierschützern. Leider kann man nicht allen helfen. Da muss man sich in den Moment für etwas entscheiden...

Wie Waldi
18.04.2013, 12:20
Wie groß wäre denn der Aufschrei gewesen, wenn die das Hundefutter unter den Straßenkindern verteilt hätten?

Doc_S
18.04.2013, 12:22
Ist es nicht einfach ein Problem der Überproduktion, äh ungeplanten Vermehrung? :hmm:

Gonzalez
18.04.2013, 13:41
Ist es nicht einfach ein Problem der Überproduktion, äh ungeplanten Vermehrung? :hmm:

Von wem?

Mastuin
18.04.2013, 20:39
Wenn ein hungerndes Kind neben einem hungernden Hund steht und man dennoch dem Tier und nicht der eigenen Spezies hilft, dann sollte auch dem Tierschützer die Perversion seines Tuns und die Schäden seines eigenen Gemüts offenbar werden.

Faltendackelfrauchen
18.04.2013, 21:37
Zitat:
"Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierische. Bertrand Russell, 1872-1970, brit. Philosoph, Pazifist und Nobelpreisträger"

Es ist also pervers zu helfen? Hätten die Tierschützer also gar nicht helfen sollen? Das wäre weniger pervers?

Ich habe den Beitrag nicht gesehen und kann also nicht beurteilen, ob die Kinder "gelitten" haben, Hunger hatten usw. Aber das wäre auf jeden Fall wichtig, um die Situation beurteilen zu können. Deshalb kommentiere ich den Beitrag an sich nicht weiter.

bmk
19.04.2013, 06:18
also ich zweifle kein stück an der gleichrangigkeit und bin viel eher geschockt von solchen aussagen hier.

ein elend über das andere zu erheben und nur der eigenen spezies helfen zu wollen, find ich da eher grotesk.
ich hab großes verständnis für den emotionalen ausbruch der tierschützerin, auch im angesicht der menschlichen probleme dort.

Sanny
19.04.2013, 08:01
Wenn ein hungerndes Kind neben einem hungernden Hund steht und man dennoch dem Tier und nicht der eigenen Spezies hilft, dann sollte auch dem Tierschützer die Perversion seines Tuns und die Schäden seines eigenen Gemüts offenbar werden.

Okay, ich bin offensichtlich pervers und mein Gemüt hat arge Schäden...aber kläre mich bitte auf warum?!

Was stellt die Spezie Mensch über die Spezie Hund? Wie ich in meine vorherigen Post schon geschrieben habe. Sind sie beide in einer sehr schwierigen Situation und kämpfen beide ums überleben.
Sie haben es beide gleich verdient Hilfe zu bekommen!

Lucy
19.04.2013, 09:39
Ausserdem ging es da um eine Dokumentation mit Tieren und Tierschützern und nicht um die Menschen, wie hier schon geschrieben wurde ist es auch so das wenn dort Menschen vor Ort sind um den Menschen zu helfen werden sie wohl kaum vor der Kamera das Baby auf die Seite legen um den Hundewelpen zu helfen.

Ist ja das selbe wie wenn ich eine Dokumentation über Elefanten mache und dann bei Audi in die Werkstadt gehe weil da grade ein R8 zur Reperatur drin steht

Mastuin
19.04.2013, 09:40
Nun, es geht um die Wahl:

Die Tierschützer könnten sich auch dafür entscheiden, den Menschen zu helfen.

In letzter Konsequenz bedeuten die oben geäußerten Meinungen, die Gleichrangigkeit von Mensch und Tier [sic!] propagieren, dass es gerechtfertigt ist, ein Kind verhungern zu lassen, um ein Tier zu retten.

Das aber ist in jeder Rechtsordnung, die ich kenne, vorsätzliche Tötung und wird mindestens mit Freiheitsstrafe, in etlichen Ländern mit der Todesstrafe geahndet.

Davon abgesehen, erklären sich derlei Äußerungen, wenn jemand glaubt, mit einem Tier, das bestenfalls einen IQ von 60 hat auf einer Ebene zu stehen. Ich für meinen Teil halte mich zumindest intellektuell einem Hund für überlegen.

bx-junkie
19.04.2013, 09:53
Nun, es geht um die Wahl:

Die Tierschützer könnten sich auch dafür entscheiden, den Menschen zu helfen.

Woher willst du wissen das dies nicht geschah, nachdem die Kameras aus waren?
Nochmal...es ging um eine tierschutzrelevante Dokumentation und um nichts anderes. Das heißt ja nicht, das die Kameraleute oder das Team die Augen vor dem Elend der Kinder verschlossen haben oder?


In letzter Konsequenz bedeuten die oben geäußerten Meinungen, die Gleichrangigkeit von Mensch und Tier [sic!] propagieren, dass es gerechtfertigt ist, ein Kind verhungern zu lassen, um ein Tier zu retten.

Hä? Wieso das? Das ist doch wohl eher deine Einstellung und nicht die Quintessenz dieser Postings...

bx-junkie
19.04.2013, 09:55
Davon abgesehen, erklären sich derlei Äußerungen, wenn jemand glaubt, mit einem Tier, das bestenfalls einen IQ von 60 hat auf einer Ebene zu stehen. Ich für meinen Teil halte mich zumindest intellektuell einem Hund für überlegen.

Na das ist doch schön für dich :ok: Nur was hat der ach so intelligente Mensch denn aus dem höheren IQ gemacht? Richtig nichts...zumindest nichts gescheites...aber das ist wieder ein anderes Thema.

Lucy
19.04.2013, 10:07
Nun, es geht um die Wahl:

Die Tierschützer könnten sich auch dafür entscheiden, den Menschen zu helfen.

In letzter Konsequenz bedeuten die oben geäußerten Meinungen, die Gleichrangigkeit von Mensch und Tier [sic!] propagieren, dass es gerechtfertigt ist, ein Kind verhungern zu lassen, um ein Tier zu retten.

Das aber ist in jeder Rechtsordnung, die ich kenne, vorsätzliche Tötung und wird mindestens mit Freiheitsstrafe, in etlichen Ländern mit der Todesstrafe geahndet.

Davon abgesehen, erklären sich derlei Äußerungen, wenn jemand glaubt, mit einem Tier, das bestenfalls einen IQ von 60 hat auf einer Ebene zu stehen. Ich für meinen Teil halte mich zumindest intellektuell einem Hund für überlegen.

:schreck: Also mal ganz ehrlich aber was ist den mit Dir los, egal wo du was schreibst, äusserst du die Meinung das das, was mit Hunden zu tun hat schlecht ist.

Du kümmerst dich lieber und wichtigere Sachen wie das Hundegesetz, Tierschützer sollen sich nicht um die Hunde kümmern sondern um die Kinder. Hunde haben nur einen IQ von 60 usw

Frage magst du Hunde eigentlich oder biste hier in einen Hundeforum um deine Wut nur an der Kreatur Hund auszulassen?

Das sind Tierschützer und sie schützen Tiere wie der Name schon sagt also in Gottes Namen werden sie sich auch um die Hunde kümmern.
SOS Kinderdorf nimmt ja auch keine Hundwelpen auf!

Und der Mensch mag denken mehr IQ wie ein Hund zu besitzen aber benutzen tun ihn sehr wenige und wie weit hat uns unser denken gebracht das wir über den Tieren stehen.

Ich frage mich wie weit du in deiner denke gehen würdest zu sagen du stehst über anderen!

Schnuck-Schnuck
19.04.2013, 10:12
Der Intellekt ist wohl auch der einzige Punkt in dem du einem Hund überlegen bist. Macht dich das besser oder stellt dich über eine Art? Man sieht ja wohin uns diese Einstellung geführt hat! Etwas mehr Rücksicht und Demut stünde vielen Menschen gut. Keine Spezies hat diesem Planeten so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie der Mensch. Ich versuche mich vor allem zu verbeugen was lebt! Aber ganz ehrlich, ich genieße eigentlich immer die Gesellschaft von Vierbeinern. Leider kann ich das von meiner eigenen Art nicht sagen.

Peppi
19.04.2013, 11:07
Woher willst du wissen das dies nicht geschah, nachdem die Kameras aus waren?

Ist nicht alles (auch in dem anderen Thema) eher dem spekulativen Bereich zu zuordnen?

bx-junkie
19.04.2013, 11:10
Ist nicht alles (auch in dem anderen Thema) eher dem spekulativen Bereich zu zuordnen?

Ja...wie immer

Isgo
19.04.2013, 11:12
So, ich lese schon die ganze Zeit mit und jetzt kann ich mich leider nicht mehr zurück halten.
Fakt ist, ich habe auch diese Sendung gesehen, ich sehe sie eigentlich jeden Samstag, was da gezeigt wurde ging um Tierschutz, ja sie waren bei den Menschen vor Ort um den Tieren zu helfen, diese Leute hatten jede Menge Hunde dort rumlaufen und in kleinen Verschlägen teilweise zu mehreren eingesperrt.
Ganz stolz präsentierten sie einen Welpen aus ihrem Rottweilerwurf .
Diese Menschen sind arm, kein Zweifel, aber warum züchten sie dann noch Hunde und halten sich so viele?!!!
In meinen Augen haben die Tierschützer sich hier nicht falsch verhalten, denn die Tiere die dort lebten sahen mehr als verwahrlost aus und ich habe kein verhungerndes Kind in diesem Beitrag gesehen, sehr wohl aber halbverhungerte abgemagerte Hunde, ganz abgesehen von dem toten Welpen den sie unter einem Verschlag rauszogen.
Für mich sind Kinder auch das wichtigste auf der Welt, diese Kinder wachsen in sehr ärmlichen Verhältnissen auf wie so viele andere Kinder auf dieser Welt, wo aber soll man anfangen das Leid zu lindern?
Es gibt Menschen die sich der Hilfe am Menschen widmen und genauso gibt es Menschen die sich dem Tierschutz widmen, warum lassen wir sie nicht ihre Arbeit tun,zumal es alles freiwillig und unendgeltlich geschieht, anstatt sie anzuprangern?!!!
Ich selbst habe einen kleinen Hund aus Rumänien und bevor er bei uns einzog taten mir die armen Hunde auch leid, aber seit wir ihn haben und ich sein Schicksal kenne und weiß zu was diese Menschen in diesem Land mit ihren Tieren fähig sind, berührt es mich jedesmal zu tiefst und ich muß immer weinen wenn ich solch eine Sendung sehe, sie werden mit Knüppeln halb tot geschlagen und dann am Wegrand liegen gelassen damit sie elendiglich "verrecken "oder absichtlich mit dem Auto an-oder totgefahren und werden dann auch wie Abfall einfach liegen gelassen. Wer es nicht glaubt der kann gerne mal googeln.
Unserem kleinen Nike wurde mal einfach so die Hüfte mit einem Stock zertrümmert und er mußte so auf der Starße weiterleben bis Tierhelfer ihn retteten und ins dortige Tierheim brachten,da seine Verletzung nicht richtig behandelt wurde ist er ganz schief zusammengewachsen und hat manchesmal beim laufen große Schmerzen die mit dem älter werden noch schlimmer werden,
trotz dem ganzen Leid das er dort erfahren hat, ist er ein ganz toller Hund geworden, seine anfängliche Angst und Scheu hat er ganz abgelgt, er ist ganz lieb und vorsichtig mit Kindern(meinen Enkeln, 4 Jahre und 1,5 Jahre alt) und er ist ein richtiger kleiner Clown geworden der uns immer wieder zum lachen bringt und ich würde ihn nicht wieder hergeben, ich liebe diesen kleinen Kobold so sehr, er hat nur durch seinen starken Willen überlebt und obwohl Menschen ihn zum Krüppel schlugen, ist er uns gegenüber ein ganz toller Freund und Begleiter und hat das Vertrauen in den Menschen nicht verloren.
Was wäre aus ihm ohne die Tierschützer geworden?!!!


Gerade Hunde sind hochsoziale Wesen und zu keiner Hinterlist fähig und töten nicht einfach so zum Spaß(wenn sie richtig erzogen werden)warum sollen sie weniger eine Lobbi besitzen als ein Mensch?!!!



Solange man selbst sich nicht an irgendeiner Hilfe beteiligt, sollte man die Menschen die es tun, ob für Menschen oder Tiere,achten und respektieren und ihre Arbeit würdigen, anstatt zu versuchen diese zu schmälern und beifallheischend einfach mal so an zuprangern.

Das ist meine Meinung!!!!!

zantoboy
19.04.2013, 11:18
ich versuche mich vor allem zu verbeugen was lebt! Aber ganz ehrlich, ich genieße eigentlich immer die gesellschaft von vierbeinern. Leider kann ich das von meiner eigenen art nicht sagen.


:08:

Wie Waldi
19.04.2013, 13:05
Ich glaube er hat bei einigen den richtigen Knopf gefunden.

Guayota
19.04.2013, 14:51
Vielleicht haben diese "sogenannten" Tierschützer ja nur die Nahrung der hungerleidenden Kinder sozusagen mit Nährstoffen angereichert? Also doch Unicef, nur getarnt? :35:

:kicher::kicher:

http://www.youtube.com/watch?v=HJHef5eOWiM

:sorry::sorry::sorry:

Faltendackelfrauchen
19.04.2013, 16:38
Davon abgesehen, erklären sich derlei Äußerungen, wenn jemand glaubt, mit einem Tier, das bestenfalls einen IQ von 60 hat auf einer Ebene zu stehen. Ich für meinen Teil halte mich zumindest intellektuell einem Hund für überlegen.

Aha!! Und Menschen mit einem niedrigen IQ sind also weniger wert als Menschen mit einem hohen??? Interessantes und höchst fragwürdiges Gedankengut....

Wie kommt man eigentlich dazu, den Wert eines Lebewesens an dessen IQ zu messen? Wie kommt man überhaupt dazu, einem Lebewesen einen Wert zuzumessen und gegeneinander aufzurechnen???

Mastuin
19.04.2013, 22:18
Neben allerlei Polemik, finden sich hier auch etliche bemerkenswerte Beiträge, die zu befürchten waren.

Ich versuche es dennoch argumentativ von einer anderen Warte aus: warum geht es den Hunden in Ländern wie Rumänien so schlecht?

Weil es den Menschen schlecht geht!

Irgendjemand hat jüngst Maslow bemüht. Also ist es auch im Sinne des Tierschutzes, wenn den Menschen ein adäquates Lebensniveau geschaffen werden könnte, dann hätten die auch die gleiche Zeit wie manche Vorredner, sich um das Wohl ihrer Haustiere zu kümmern.

Schnuck-Schnuck
19.04.2013, 22:31
Blödsinn! Armut hat doch nichts damit zu tun weniger empathisch zu sein. Alter Schwede, du stellst hier Thesen auf :eek:

Angua
19.04.2013, 22:33
Aaah - die Quote-Funktion will nicht. Also dann so:

Lucy schrieb:
:schreck: Also mal ganz ehrlich aber was ist den mit Dir los, egal wo du was schreibst, äusserst du die Meinung das das, was mit Hunden zu tun hat schlecht ist.

(...)

Frage magst du Hunde eigentlich oder biste hier in einen Hundeforum um deine Wut nur an der Kreatur Hund auszulassen?


Lucy, Du hast es erfasst. Er/sie will provozieren, sonst nichts. In einem Hundeforum hat Mastuin soviel zu suchen wie ich beim Kaffeekränzchen der Kreuzstichstickerinnen.

Lasst den Troll doch am ausgestreckten Arm verhungern. Füttert ihn nicht weiter, dann kriecht er irgendwann in seine Höhle zurück.

Mickey48
20.04.2013, 17:34
Für die, die es interessiert:

Heute geht es weiter mit der Reihe.
Einfach mal so ab 18:45 auf VOX schalten.

Guayota
21.04.2013, 11:04
Zitat:
"Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierische. Bertrand Russell, 1872-1970, brit. Philosoph, Pazifist und Nobelpreisträger"

Es ist also pervers zu helfen? Hätten die Tierschützer also gar nicht helfen sollen? Das wäre weniger pervers?

Ich habe den Beitrag nicht gesehen und kann also nicht beurteilen, ob die Kinder "gelitten" haben, Hunger hatten usw. Aber das wäre auf jeden Fall wichtig, um die Situation beurteilen zu können. Deshalb kommentiere ich den Beitrag an sich nicht weiter.

Wie gesagt, ich hab's auch nicht gesehen.
Aber für mich persönlich wäre so ein Bild, also Tierschützer aus reichen Ländern retten Welpen auf Müllhalde wo Kinder spielen/leben/hungern(?) eben einfach AUSDRUCK dafür, dass in dem Falle eben nicht den Kindern geholfen wurde - und im Falle der Roma ist das doppel-sinnbildlich, weil sich fast niemand in Europa um diese Menschen schert - im Gegenteil. Roma leben am untersten Rand der Gesellschaft in ganz Europa und welches Bild könnte das "schöner" (symbolischer) darstellen als verwahrloste Kinder auf einer Müllkippe?
Darüber nachzudenken und das zu hinterfragen heißt aus MEINER Sicht nicht, die Tierhilfe einzustellen...sondern eben evt. sofort die "Menschenhilfe" zu starten, je nach Situation und wie sich das eben darstellt.
Und weil das offenbar nicht der Fall ist (jedenfalls sind dort ja anscheinend Kinder auf einer Müllkippe) kann so ein Bild schon ein starkes Symbol sein, auch für Prioritäten usw.

Mastuin hat sich freilich leider um Kopf und Kragen geredet und das entspricht auch überhaupt nicht meiner Meinung und überhaupt kann ich auch nur den Kopf schütteln.

bmk
21.04.2013, 12:08
ich stehe ernsthaft diesen vierbeinern näher. ich hab n problem mit diversen auswüchsen menschlicher "kultur" und finde teilweise auch arme menschen nicht unterstützenswert.
in dortmund haben wir eine grosse welle an armutsflüchtlingen und ich bin null bereit einem grossen teil von denen hilfreich zur seite zu stehen.
wenn ich mit bräuchen von sitten mancher menschen konfrontiert werde, vergeht mir jegliche form des mitleids. da unterstütz ich doch lieber das eine oder andere tierchen und gerate in keinen gewissenskonflikt.

Jamiesfam
21.04.2013, 12:20
Wahrscheinlich werd ich mir mit dem Post mehr schaden als sonstwas aber ich lass es einfach mal drauf ankommen. Ich frage mich wirklich was teilweise Menschen dazu bewegt solche seltsamen Ansichten zu entwickeln. Ich will mich auch nicht als Moralische Instanz aufspielen, aber meine Vermutung ist das es euch schlicht und ergreifend viel zu gut geht und ihr alle ein viel zu großes Maß an Egoismus entwickelt habt. Anders kann ich mir nicht erklären wie man sowenig Respekt vor Menschlichem und Tierischem Leben haben kann. In diesem Sinne wünschte ich so einigen von euch z.B. meinen Lebenslauf oder vieler anderer. Klar kann man nicht immer perfekt sein (bin selber sehr weit davon weg) aber frage mich wie man so wenig respekt haben kann. Statt zu sagen "******** ich weiß auch nicht wie man dort helfen kann, natürlich gehört mensch und tier dort geholfen" diskutiert ihr hier quasi rum wer von beiden eher leid "verdient" hat... Sorry für die Moralische Keule aber wie gesagt finde das ihr hier teilweise echt nen knall habt und euch wohl der Erfahrungshorizont fehlt...

bmk
21.04.2013, 12:42
am ende bleibt es jedem selber überlassen wem er helfen mag und wem eben nicht. man fragt sich im leben oft, wann die "eigene schuld" beginnt und wann man seinen lebenslauf noch seiner herkunft schuldet.
ich bezieh mich jetzt nicht auf mangelernährung, ich bezieh mich auf das einschlagen von "falschen lebenswegen". ich bekomm bei letzterem nämlich gern eine "selbst schuld" einstellung.

Hola
21.04.2013, 12:57
Ich kann Deine (BMK) Einstellung voll verstehen, aber das wird nur Leuten so gehen die das dann ausbaden dürfen. So wie in deinem und in meinem Job. Jeder der sein Tag im Büro verbringt kann ja schön drüber faseln, die stehen ja nicht an der vordersten Front!
Und wenn ich als Mensch keine perspektiven und kein Geld habe dann kann ich halt keine Kinder in die Weltsetzen, Hunden wird dieses weitblick wohl fehlen dürfen.

Jamiesfam
21.04.2013, 13:14
Was für ne vorderste Front ? Also was gibt dir das Gefühl an einer Front zu stehen und wie sieht diese in Günzburg und Umgebung aus ? Bitte um aufklärung.

Hola
21.04.2013, 13:20
Ich bin Rettungsassistentin und sehe täglich die Selbstverschuldeten verkrachten Existenzen.
Da hält sich mein Mitleid massiv in Grenzen und ja man stumpft ab, vielleicht sogar schon zu arg.
Und so wird es vielen Berufsgruppen gehen die immer wieder damit konfrontiert werden.

Das mit den hungernden Kindern in armen Ländern ist wieder ein anderes Thema.

Jamiesfam
21.04.2013, 13:30
Wie machst du dieses Selbstverschulden fest ? Ich mein klar hab ich auch nicht das Allwissen gefressen, aber wenn ich z.B. daran denke wie perspektivlos es hier zugehen kann (habe aber meine Kindheit und Jugend in einer anderen Gegend als Günzburg verbracht) dann finde ich es halt recht einfach von Leuten gesagt die nicht mittendrin in "dem" Leben sind.
Ich will deine Sicht der Dinge nicht abwerten, aber du bist halt eher Beobachterin als Mittendrin, du gehst abends nach Hause und kannst den ganzen ******* den du Tagsüber mitmachst abstreifen. Noch dazu das du es dir ja ausgesucht hast durch die Berufswahl. Naja auf jedenfall bin ich halt erschrocken wie man so eine gleichgültigkeit entwickeln kann vor allem jungen Menschen gegenüber.
Natürlich trägt man ab einem Gewissen alter die Verantwortung für sein Handeln, aber es ist nunmal verdammt schwer einen Positiven Weg zu gehen wenn um dich rum nur negativität herrscht. Ist generell ein schwieriges Thema, von dem ich aber überzeugt bin das gleichgültigkeit das letzte Mittel ist. Aso und das mit dem Bürojob liegt wohl so fern wie irgendmöglich.

Hola
21.04.2013, 13:41
Dieses Selbstverschulden mach ich zb. am Alkohol oder Drogenkonsum fest.
Und zu sagen das man aus sich selbst nichts machen kann nur weil die Eltern nix aus sich gemacht haben ist für mich eine faule Ausrede. Wenn Dein Umfeld negativ ist dann wird es irgendwann Zeit es zu verlassen und sich selbst am ***** zu packen. Es gibt auch genügend Jobs bei denen man nicht allzuviel können muß und wer Gesund ist und Arbeiten will der findet auch was. Dieses sich auf faule Ausreden und dem Staat ausruhen hab ich so dicke.....

Mein Beruf hab ich mir logischerweise selber ausgesucht, soll allerdings nicht heißen das die Einsätze bei den verkrachten Existenzen gerechtfertigt sind aber die AOK zahlt ja alles....und während wir uns mit unserem Stammalki rum ärgern passiert weiß gott was wo man uns dringender brauchen würde.....

P.S. Günzburg ist ein riesen Dreckloch und ich hab meine Kindheit und Jugend GsD hier auch nicht verbracht und mir tut es für meinen Sohn leid das er hier aufwächst.

Jamiesfam
21.04.2013, 14:08
In vielen Punkten geb ich dir recht, z.B. das ein Mensch der sich mit Drogen kaputt macht und dem Staat auf der Tasche liegt usw keine Hilfe verdient hat. Und trotzdem gibts genug Fälle die ohne Selbstverschulden am Ende sind und das ohne Drogen und Schmarotzen, die diese "jeder ist seines eigenen Glückes schmied und jeder der in Problemen steckt hat dies selbst zu verantworten" Parolen nichtmehr hören können. Kann aber auch einfach sein das man in FFM nicht soviel Elend sieht wie in Günzenburg und ich deswegegen komplett falsch liege.

Hola
21.04.2013, 14:14
Die Verteilung des elends wird annähernd überall gleich sein, es ist die Frage wie nah man da ran kommt, konfrontiert und sich damit rumärgern muss, daher erwähnte ich ja den Bürojob....

Jamiesfam
21.04.2013, 15:05
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Mickey48
21.04.2013, 22:59
Was möchtest du denn mit dem obrigen Bild darstellen/verdeutlichen?:)
Wirklich erkennen kann ich momentan nichts, das könnte eine Hand und ein seitliches Gesicht im Kaputzenpulli sein, allerdings auch ein nach rechts oben guckender Tukan vor der aufgehenden Sonne.:35:
Bitte um Aufklärung!:lach4:

Bonsai
21.04.2013, 23:06
Guckst du hier: http://meanderingvoice.files.wordpress.com/2012/11/facepalm_picard_1-500x328.jpg
Das soll Captain Picard aus Star Trek darstellen, der sich beschämt 'facepalmt'.

Mickey48
22.04.2013, 00:09
Guckst du hier: http://meanderingvoice.files.wordpress.com/2012/11/facepalm_picard_1-500x328.jpg
Das soll Captain Picard aus Star Trek darstellen, der sich beschämt 'facepalmt'.

:idee:Dankeschön!

Zur Menschenhilfe:
Mir fiel gerade wider ein, es wurde erwähnt, dass das Dorf dort von einem Verein für Menschenhilfe betreut wird.
Beispielsweise wurden gerade Toiletten installiert und an die Kanalisation angeschlossen und zur Überückung "Dixi-Klos" (die ganz nebenbei gezeigt wurden) auf eigene Kosten angemietet.
Es kümmert sich also Jemand um beide Parteien, aber da es in dem Beitrag um die Hunde ging, wurde eben mehr auf diese eingegangen.

Guayota
22.04.2013, 10:03
Ich find's grossartig, dass die dort jetzt für die Kids Toiletten an den Müllhalden einrichten!;)

Nein, ehrlich. Die Tatsache, dass dort überhaupt Kinder auf der Müllhalde sind ist der Punkt. Und es kommt auch in meinen Augen nicht sooo sehr direkt auf eine "Organisation" an, sondern auf unsere "europäisch Gesellschaft".

Und jedem jobfrustrierten Wolhstandsvegetarier mit deshalb vielleicht zumindest ansatzweise latent rechten Gedankengängen wünsche ich für's nächste Leben mal als Roma in Rumänien oder Albanien wiedergeboren zu werden. In einem der sog. "Roma-Ghettos". Wenn ihr dann mit 6 in keine Schule dort gehen dürft, weil kein Schwein euch haben will, weil ihr keine Papiere habt und sog. Zigeuner seid mit allen Stigmata - ich möchte dann gerne mal sehen wie ihr euch mit der geforderten Selbstverständlichkeit am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht ohne Bildung, ohne Mittel, ohne Geld, ohne was zu Fressen (sorry) auf dem Teller ausser vielleicht mal ner dürren Katze und den ausgespuckten Resten der anderen, ohne Heimat...ach "Heimat", zumindest einen Ort, wo man toleriert wird.

Ausserdem rate ich dringend eine Umschulung an - Bürojob z.B., oder aktiver Tierschutz...bloß nix mit Menschen.;)

Ich weiß echt nicht, ich kennen Menschen die arbeiten seid 25 Jahren und mehr mit Flüchtlingen - die verzweifeln eher (also "auch") an unserem System als an den "kulturfremden Sitten" oder an ihrer eigenen Intoleranz.

Jamiesfam
22.04.2013, 10:17
:ok: @ Guayota

:sorry: Danke gibt doch noch Menschen die über 1qm hinausschauen können

Isis78
22.04.2013, 10:24
Ich find's grossartig, dass die dort jetzt für die Kids Toiletten an den Müllhalden einrichten!;)

Nein, ehrlich. Die Tatsache, dass dort überhaupt Kinder auf der Müllhalde sind ist der Punkt. Und es kommt auch in meinen Augen nicht sooo sehr direkt auf eine "Organisation" an, sondern auf unsere "europäisch Gesellschaft".

Und jedem jobfrustrierten Wolhstandsvegetarier mit deshalb vielleicht zumindest ansatzweise latent rechten Gedankengängen wünsche ich für's nächste Leben mal als Roma in Rumänien oder Albanien wiedergeboren zu werden. In einem der sog. "Roma-Ghettos". Wenn ihr dann mit 6 in keine Schule dort gehen dürft, weil kein Schwein euch haben will, weil ihr keine Papiere habt und sog. Zigeuner seid mit allen Stigmata - ich möchte dann gerne mal sehen wie ihr euch mit der geforderten Selbstverständlichkeit am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht ohne Bildung, ohne Mittel, ohne Geld, ohne was zu Fressen (sorry) auf dem Teller ausser vielleicht mal ner dürren Katze und den ausgespuckten Resten der
anderen, ohne Heimat...ach "Heimat", zumindest einen Ort, wo man toleriert wird.

Ausserdem rate ich dringend eine Umschulung an - Bürojob z.B., oder aktiver Tierschutz...bloß nix mit Menschen.;)

Ich weiß echt nicht, ich kennen Menschen die arbeiten seid 25 Jahren und mehr mit Flüchtlingen - die verzweifeln eher (also "auch") an unserem System als an den "kulturfremden Sitten" oder an ihrer eigenen Intoleranz.

Danke, danke, danke!!!:ok:

Mastuin
22.04.2013, 16:40
Na also. Vielen Dank.

bmk
23.04.2013, 16:52
tjaja, das gutmenschentum greift wohl wieder verstärkt um sich und deklariert dann auch noch kritische ansichten mit dem "rechtsstempel". bravo, die keule zieht immer.

ich betreue regelmäßig flüchtlinge, mädchen aus miserablen verhältnisse, kriegserfahrungen und traumata inklusive. die waren alle bisher zauberhaft- keine frage. die kommen momentan verstärkt aus syrien und sind mir herzlich willkommen.

es gibt anerkannte fluchtgründe, die haben die roma aus rumänien nicht.

Guayota
24.04.2013, 10:34
tjaja, das gutmenschentum greift wohl wieder verstärkt um sich und deklariert dann auch noch kritische ansichten mit dem "rechtsstempel". bravo, die keule zieht immer.

bmk,
wer eine Gruppe, Ethnie, Minderheit "markiert", eingrenzt, herabwürdigt und mit einem "Problem" assoziert, der diskriminiert.
Diskriminierung - also die gruppenspezifische "Ungleichheit", "Ausgrenzung", "Herabwürdigung" und eine (gesellschaftliche) Ideologie, die auf dieser Ungleichheit aufbaut, nennt man "rechts".

ich hab n problem mit diversen auswüchsen menschlicher "kultur" und finde teilweise auch arme menschen nicht unterstützenswert.

in dortmund haben wir eine grosse welle an armutsflüchtlingen und ich bin null bereit einem grossen teil von denen hilfreich zur seite zu stehen.

wenn ich mit bräuchen von sitten mancher menschen konfrontiert werde, vergeht mir jegliche form des mitleids.

"Jegliche Form des Mitleids"...:uebel:

es gibt anerkannte fluchtgründe, die haben die roma aus rumänien nicht.

Seit wann braucht man als EU-Bürger einen "anerkannten Fluchtgrund", um sich in einem anderen EU Land aufzuhalten? Genießt man als EU Bürger keine Freizügigkeit mehr? Oder sind wir jetzt schon wieder bei ungleichen Rechten ? Ja, sind wir.

"Roma-Lager" in Frankreich...wie hießen die "früher" in D? "Zigeunerlager"?
http://images.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-04/fs-roma-camp-lille/01-Reuters-%28mecom%29-00016016382771-HighRes.jpg
Quelle: Reuters

Rocky
24.04.2013, 16:35
... und für manche von uns scheint sie Sonne sogar Tag und Nacht.

Wer den Hunden in Rumänien helfen möchte der soll das tun, wer den Menschen im Rumänien helfen möchte der soll das auch tun. Es gibt für mich in dieser Frage kein falsch oder richtig oder links oder rechts.

Tatsache ist, dort wo es den Menschen schlecht geht, geht es den Tieren auch schlecht. Auf die Frage, geht es Tieren gut, wo es den Menschen gut geht, darauf möchte ich lieber keine Antwort!

Am Beispiel Hunde ist Asien für mich seit fast 30 Jahren ein nie endender Alptraum. Das fängt bei den putzigen Pudelwelpen an, welche man zusammen mit flauschigen Küken bunt gefärbt am Strassenrand verhökert. Daneben liegen Strassenhunde in der Gosse, wo man vor lauter Geschwüren kaum noch das Fell sieht. Hunde werden geschlagen oder absichtlich angefahren und nicht zuletzt sind ganze Kommandos unterwegs um die Kochtöpfe zu füllen. Wer meint das ist der Gipfel des Grauens dem sei gesagt, auf Hundeintensivfarmen (habe ich noch nie persönlich gesehen) werden die für den Grossmarkt gezüchtet, geschlachtet und pfannenfertig verpackt!

Es war hier mal ein Thread über erbärmliche Zoos, ich wollte nichts dazu sagen. Nur so viel, diesen Februar besuchten wir den Zoo in Mandalay (Myanmar). Nach einer Stunde habe ich mir in der Hotelbar ein paar kräftige Vergessens-Drinks spendiert und mehr gibt es nicht mehr dazu zu sagen.

Ich verurteile die Menschen nicht, ich schaue weg. Wer diese Länder bereist und die Menschen kennen lernt der weiss, sie sind nicht schlechter oder besser als wir. Warum es so viel Menschen- und Tierelend gibt auf dieser Welt, ich weiss es nicht.

Wegschauen ist natürlich keine Lösung, alleine die Welt retten zu wollen leider auch nicht. Jede/r kann in seinem Umfeld, mit seinen beschränkten Mitteln immer und immer wieder versuchen ein bisschen Menschen- und Tierelend zu lindern.

Scotti
24.04.2013, 16:37
Wer meint das ist der Gipfel des Grauens dem sei gesagt, auf Hundeintensivfarmen (habe ich noch nie persönlich gesehen) werden die für den Grossmarkt gezüchtet, geschlachtet und pfannenfertig verpackt!



Das gibt es hier auch, nur heissen die Tiere nicht Hunde, sondern Rinder, Schweine, Huehner, Puten usw.

Rocky
24.04.2013, 16:56
Das gibt es hier auch, nur heissen die Tiere nicht Hunde, sondern Rinder, Schweine, Huehner, Puten usw.

Du hast recht und denen geht es bei der Aufzucht auch oft dreckig, darum mochte ich schon gar keine Antwort auf die Frage "wo es den Menschen gut geht...."

Guayota
25.04.2013, 11:34
Mir fiel in dem Zusammenhang wieder das Cover der "Weltwoche" in der Schweiz ein. Wie wurde das eigentlich aufgenommen bei euch?
Das ist ein Roma-Kind, glaube aus einem Ghetto im Kosovo

http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos88120120412weltwoche-jpg/6498076/3-format43.JPG
Quelle: Tagesspiegel

coffee
08.07.2013, 08:47
Ich habe den Bericht nicht gesehen, aber ich glaube es ist naiv zu glauben, Menschen in Ländern, in denen viele nicht regelmäßig genug zu essen haben, keine Schulbildung genießen durften und sich und ihren Familien einem täglichen Kampf ums Überleben ausgesetzt sehen, den Tier- und Naturschutzgedanken näher bringen zu können...

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