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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bullmastiff Wachhund ?


Xena
07.04.2006, 11:12
Hallo
Ich habe eine Frage . Ich Habe eine 3 Jahre Alte Bullmastiff hündin.
Und ich habe mit ihr Welppen Spiel , Junghund-ausbildung und BH gemacht.Sowie Stadtgänge ,Huptbahnhof,Fusgengerzone, u.s.w. sowie Spaziergänge mit Hunde kontakt (immer Positive Erfharungen ,hatte nie Negative Erlebnise) Und trozdem ist Sie ein Angsthase ,Wach und Schutztrieb gleich null. Nun entlich meine Frage sind eure Bullmastiff auch so. gibt es unterschiede zwischen Männlich und weiblich.:35: :35:

bmk
07.04.2006, 11:42
mein krümi war auch immer so. ich fands ok.

Ingrid
07.04.2006, 12:37
Woopsie war eher damenhaft zurückhaltend, und Platon hätte, wenn ich's ihm denn erlaubt hätte, die Leute samt und sonders niedergeschmust.:herz:

Dafür war die Präsenz eindrucksvoll: Meine Eingangstür hat Glasfenster, und man sieht direkt aufs Hundebett. Der Anblick dürfte so manchem potentiellen Einbrecher schon gereicht haben...:lach2:

Nicht anders wollt' ich's haben.:)

boulette
07.04.2006, 12:58
wir denken auch das ein molosser schon durch sein aussehen ne menge respekt auf andere ausstrahlt,zumindest bei leuten die sich nicht für hunde interessieren!!
wenn der einbrecher natürlich züchter ist dann.............pech

Felix
07.04.2006, 14:22
Mein Bullmastiff, in dem sehr wahrscheinlich ein halber Mastiff steckt, ist ein fairer Wachhund. Er bellt sogar zwei mal (meistens), um einem Fremden seine Präsenz Kundzutun. Ist er allerdings in meiner Nähe interessiert er sich für niemanden und überlässt die Entscheidung wie freundlich jemand begrüßt wird ausschließlich uns. Er reagiert nach dem Motto „wie der Herr so es Geschärr“. Ich bin zufrieden.

Gruß Felix

Simone
07.04.2006, 16:15
Hallo!

Luna ist genauso. Sie war als Junghund recht ängstlich und vorsichtig, als erwachsene Hündin (ab 3-4 Jahre) ausgeglichen und stets freundlich. Sie würde vermutlich jeden Einbrecher ins Haus lassen. Bellen tut sie nur, wenn fremde Hunde zu nahe am Grundstück vorbeigehen.

Lisa hingegen ist auch noch ein großer Schisser (2 Jahre alt), aber sehr wachsam! Sie bekommt sofort mit, wenn sich jemand dem Grundstück nähert und würde vermutlich niemanden Fremdes aufs Grundstück lassen.

Ich glaube auch, dass die Optik abschreckend genug ist. Luna schaut bei Besuch freundlich und wedelt mit dem Schwanz, dennoch sind fremde Leute zunächst immer sehr vorsichtig.

Xena
07.04.2006, 21:37
Ja ich bin auch im großen und ganzen zu Frieden so wie Sie ist . Aber es währe Schöner für mich Persönlichn wenn Sie statt Angst Neugierig darauf zu gehen würde. Die Rasse beschreibung nach müßten Sie ja Wächter und Beschützer sein und sehr mutig. nicht missverstehen ich will keine Bestie aber gegen einen selbstsichern mutigen Hund (Rassebeschreibung) habe ich nichts einzuwenden
Aber ich weiß immer noch nicht ob Bullmastiffrüden anders sind (Wesen):35: :35: :wie:

Jochen
08.04.2006, 00:23
Aber ich weiß immer noch nicht ob Bullmastiffrüden anders sind (Wesen):35: :35: :wie:

Hallo,

Rüden aller Hunderassen sind im Wesen i.d.R. bestimmt anders als Hündinnen. Die "Wachhundeeigenschaft" hängt insbesondere auch damit zusammen, wie "selbstsicher" ein Hund ist. Ich hatte eine Französische Bulldogge, die schlief getrost weiter, wenn jemand auf das Grundstück kam, sie regte sich über nichts auf und teilte mir niemals mit, ob sich jemand, den ich noch nicht begrüßte, auf dem Grundstück war. In diesem Sinne war sie ein "schlechter" Wachhund, dafür war sie niemals aus der Ruhe zu bringen und ein wunderbarer problemloser ruhiger Hausgenosse, vor dem Fremde gehörigen Respekt hatten, da sie den ruhig blickenden und nicht weichenden Hund nicht einschätzen konnten.
Mein Bullmastiff (13 Monate alt) dagegen schaut sich alle Leute vor und auf meinem Grundstück genau an und möchte mit allen "Eindringlingen" spielen. Da er bisher nur gute Erfahrung mit Menschen gemacht hat (ich lasse ihn ganz bewußt und gezielt von jedem der es mag ausgiebig knuddeln), verbellt er diese auch nicht, wenn sie sich "normal" verhalten. Einige "vorlaute" Hunde werden dagegen ohne großes Engagement kurz angebellt und auch hier ist sein Bestreben, mit dem Hund zu spielen. Bisher wurde mein BM etwa von 4 Hunden "angegriffen", immer stellte er sich selbstbewußt groß aufgebaut hin und ließ die anderen kläffenden Hunde kommen, schnappte einer, drehte er den Kopf blitzschnell zur Seite und der Angreifer kniff in die Schulter, stutzte, dass er nicht "ernst" genommen wurde und trollte sich "ungläubig den Kopf schüttelnd"........und mein BM war traurig, dass der Hund nicht mit ihm spielen wollte.
Ungewohnte Geräusche im und um das Haus quittiert er mit einem Stirnrunzeln oder ab und zu mit einem tiefen Bellen oder mit Neugier und sucht nach der Quelle des Geräusches. In meinen Augen ist er der perfekte Wachhund, denn ich merke an seinem Verhalten, ob jemand auf unserem Grundstück ist und erst noch von mir "eingeladen" werden muß. Mehr erwarte ich nicht von meinem "Wachhund", insbesondere möchte ich nicht, dass er in meiner Anwesenheit entscheidet, wie ein "Eindringling" zu "behandeln" ist. Er soll mir halt nur mitteilen, dass da jemand ist und ich entscheide, ob er willkommen ist oder nicht. Familienhunde, die sich (in Deutschland) in Anwesenheit des Hundebesitzers auf Briefträger, Besucher usw. kläffend stürzen sind m.E. oft nur ein Armutszeugnis für den Besitzer (aber das ist wieder ein anderes Thema).
Einen "Wachtrieb" könnte ich meinem BM also bescheinigen, da ich mich selbst beschützen kann (was mein BM ja an meinem Verhalten merkt) und wir noch nie bedroht wurden kam mein BM aber noch nicht in die Verlegenheit, mich beschützen zu müssen. Deshalb kann ich nur ahnen aber nicht mit Sicherheit sagen, ob und wie er mich "beschützen" würde. Bisher jedenfalls konnte er bereits lediglich über seine Optik (70 cm hoch bei 69 kg) Hunde davon abhalten, ihn ernsthaft anzugreifen, vermutlich wird sich auch kein Bösewicht trauen, ungebeten unser Grundstück zu betreten und zu testen, ob er wirklich nur spielen möchte....
Warum Deine Hündin trotz Ausbildung (BH usw.) eine "Angsthäsin" ist, kann am "Wesen" oder an Verknüpfungen liegen, die oft ungewollt ein bestimmtes Verhalten "programmiert" haben. So werden zum Beipiel wesensmäßig ängstliche und zurückhaltende Hunde noch ängstlicher, wenn sie in Angstsituationen vom Hundebesitzer "bemitleidet" und "betütert" statt abgelenkt werden, denn dieses Eingehen auf die Angst bestätigt viele Hunde noch in ihrem Angstverhalten. Überlege doch einmal, wie Du in der Vergangenheit immer reagiert hast, wenn sich Deine Hündin ängstigte, vielleicht kommst Du ja der Ursache auf den Grund und kannst mit entsprechender Ablenkung gegensteuern und so die Angstzustände "therapieren" bzw. Fehler in der Einwirkung auf Deine Hündin abstellen. Denn "normal" ist es m.E. jedenfalls nicht, wenn ein Bullmastiff -egal ob Rüde oder Hündin- so wie von Dir beschieben ängstlich reagiert.

Gruß
Jochen

Xena
08.04.2006, 10:18
Danke für Deine Anregung,aber ich beschwichtige Sie nicht , ich verhalte mich so als wehre nichts geschen . Ich kenne mich einigermassen aus mit verhaltensweisen (2 jahre hunde ausbildung ,Literatur ,Kevin signals,Internetforen hundestamtisch usw. aber da sind alles ander Rassen .
Keine Bullmastiff des wegen bin ich hier weil hier gezielt Molosser (Bullmastiff) Besitzer sind und ihre Persönlichen erfahrungen mitteilen. Und nicht Bücher oder Züchter die nur gutes erzählen.:lach3: :)

Grazi
08.04.2006, 11:07
Ich kenne mich einigermassen aus mit verhaltensweisen (2 jahre hunde ausbildung ,Literatur ,Kevin signals,Internetforen hundestamtisch usw. aber da sind alles ander Rassen . Ähm...dann solltest du aber wissen, dass das calming signals sind. ;)

Aber um zum Thema zurückzukommen: natürlich heisst es immer so schön, ein Rassehund hat die-und-die Eigenschaften. Dummerweise ist aber jeder Hund ein Individuum mit einem ganz eigenen Charakter und kümmert sich nur wenig darum,was in irgendeinem tolle Rassestandard drinsteht. :)

Dein Mädel ist gerade mal so erwachsen... evtl. kommt da noch was an Selbstsicherheit nach. Habe zwar nur eine BM-Mix-Hündin, aber die hat richtige Entwicklungsschübe mitgemacht, an denen man sehr schön beobachten konnte, wie sie auch geistig reifte.

Generell ist es wohl schon so, dass Rüden einen größeren Wach- und Schutztrieb haben... überhaupt territorialer sind. Aber auch da gibt es Ausnahmen.

Grüßlies, Grazi

Xena
08.04.2006, 22:04
Entschuldigung für die Schreibfehler:sorry: :sorry: wahr in eile musste in die Arbeit und wahr spät dran. Aber vielleicht hast Du Recht und Sie wird mit dem Alter reifer und mutiger. Danke trotzdem.:D :D
Ps.: Wer meine Rechtschreibfehler findet darf Sie behalten.

Elke
09.04.2006, 10:03
Jochen, gutes Posting :lach2:

Kirsten BM
10.04.2006, 20:45
Mal eine Frage:
Woher kommt die Annahme, dass Rüden aufmerksamer aufpassen als Hündinnen? Erfahrungswerte oder Literatur???

Mein erster Rüde hat sich 5! Jahre lang auch so verhalten, als würde er einen Eindringling eher "verschmusen" als verschrecken, sich ansonsten so verhalten wie auch Jochen es von seinem Rüden beschreibt;
dann hat er mich eines Besseren belehrt und sich einem Handwerker, der, anstatt vorn an der Tür zu klingeln, gleich hinten in den Garten maschierte (trotz großem BM-Schild am Tor) ganz einfach "in den Weg gestellt".
Nicht gebellt, nicht geknurrt, nur gepustet und wie eine Statue dagestanden.

Der BM ist ein s.g. Spätentwickler und braucht seine Zeit.
Er weiß von allein, wann es gilt, ihm den Wachtrieb "anzuerziehen" halte ich für verkehrt.

Wie Grazi sagt, ist jeder Hund in seinem Wesen einzigartig.

Gerhard
11.04.2006, 09:55
Man sagt unseren Hunden nach, dass sie sehr gut selbst beurteilen können, wann sie eingreifen müssen. Kirsten hat das hervorragend beschrieben. Ich will auch keinen krakelenden Hund am Zaun haben, er muss sich auch nicht unbedingt von jedem anfassen lassen (wäre auch nicht charakteristisch für einen Wachhund). Wir haben bereits viele Hunde gehabt, jeder war anders, also einzigartig in seiner Art und ich finde die Präsenz reicht meistens schon.
Ein kleines Anekdötchen: ein befreundeter Handwerker hatte einen ziemlich großen Mund wenn es um Hunde ging. Und wie er angab, wie er mit dem scharfen Rottweiler seines Onkels fertig geworden ist, und und und. Unser damaliger Rüde, an und für sich ein richtiges Schaf wurde dann auch gleich von ihm ,,eingewiesen", wie weg da und dann wurde er auch mal geschoben. Seine Blicke auf uns sagten: ,,Darf der das"? Wir baten ihn das zu unterlassen. Er tat es nicht, Ende vom Lied war, unser Rüde fing an sich vor ihm aufzubauen, ihn anzurempeln, ihm ganz dicht auf den Fernsen hinterherzugehen, nie hat er geknurrt, nie die Zähne gezeigt aber er hat es geschafft den Mann fix und fertig zu machen. Bei weiteren Aufträgen hieß es dann immer, aber laß bloß nicht den Dicken raus wenn ich da bin, also, da hab ich Respekt vor.

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