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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gefangen, für immer – Das erbärmliche Leben im Zoo


bx-junkie
24.02.2013, 19:34
Es sind Bilder wie diese, die Gaston Lacombe bekannt gemacht haben. Seit vier Jahren reist der Kanadier durch die Zoos dieser Welt, um deren Bewohner, etwa diesen Weißkopfsaki, zu fotografieren. Das Besondere: Der Fotojournalist scheint die Tiere in einem Moment tiefster Traurigkeit festgehalten zu haben.
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article113747144/Gefangen-fuer-immer-Das-erbaermliche-Leben-im-Zoo.html

Tyson
24.02.2013, 21:37
:hmm: Wenn man sich diese Bilder anschaut wird man auch traurig.
Es gibt ja viele Zoos in denen man sich Mühe gibt und versucht die Tiere "artgerecht" zu halten aber leider ist das kein Ersatz für die Freiheit. Ganz egal ob im Zoo oder im Delphinarium etc.
Auch die Zucht von dort lebenden seltenen Tieren ist in meinen Augen eine dumme Aussage, denn man kann die wenigsten der dort geborenen Tiere wieder auswildern da ja ihre Lebensräume zerstört wurden und so die "Seltenheit" ja erst herauf beschworen wurde.
Als Kind kann man sich daran erfreuen das ging mir so und bestimmt vielen anderen auch aber diese Zeiten sind schon lange vorbei, traurig Manuela

Peppi
25.02.2013, 06:03
zu pauschal.

Gibt auch gute Projekte, Zuchtgemeinschaften gegen Inzucht... (wie überall außer bei den Rassehunden! ;))

Isis78
25.02.2013, 06:31
zu pauschal.

Gibt auch gute Projekte, Zuchtgemeinschaften gegen Inzucht... (wie überall außer bei den Rassehunden! ;))

Zusätzlich Arterhaltungsprogramme, bei denen Tiere durchaus ausgewildert werden (sonst gäbe es keine Goldenen Löwenäffchen in ihrem ursprünglichen Habitat) und auch Rückzuchtsprojekte für z.B. Wisent oder Przewalski.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, durchaus gehören einige Tiere wie Delphine, Schwertwale oder Eisbären nicht in einen Zoo, aber wenn Mensch es nicht bestaunen kann, begreift er auch nicht, dasss es Schützenswert ist!!!

Übrigens sind die Stammväter und Stammmütter der Menschenaffenpopulationen in den meißten europäischen Zoo's als Waisen aus Kriegsgebieten "gerettet" worden. Deren Eltern sind entweder dem Krieg im engsten Sinne, der hungernden Bevölkerung oder gierigen Souvenierjägern zum Opfer gefallen.

Wenn Zoo's keine Besucher mehr haben, leiden in erster Linie die Tiere darunter, weil nämlich keine Kohle da ist, um Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen..

Guayota
25.02.2013, 08:51
...aber wenn Mensch es nicht bestaunen kann, begreift er auch nicht, dasss es Schützenswert ist!!!

So kann man das ausdrücken! :D
Man könnte aber auch sagen:
- Wir können nur wirklich nachhaltig schützen, was wir auch (wissenschaftlich) verstehen
und
- die pädagogische Arbeit in Zoos (Umweltbildung, Tierschutzdiskussionen, Vermittlung von Wissen usw.) gerade bei Kindern ist immens wichtig...und ein Löwe vor Augen ist halt einfach nicht so abstrakt wie ein Fernseh-Löwe.

z.B. der Zoo Frankfurt und die zoologische Gesellschaft Frankfurt (Stichwort "Grzimek") sind ja Vorzeigeprojekte für den Tierschutz, Arterhalt und Einsatz für Biodiversität.
Und Lebensräume können auch von ausgestorbenen Tieren zurückerobert werden - siehe Wolf, Luchs, Wildkatze oder Biber z.B. in Deutschland.
Gerade Raubtiere sind ja oft vom Menschen ausgerottet oder brutal dezimiert worden - sei es durch Bejagung oder z.B. Lebensraumvernichtung...durch Schutzmaßnahmen, ein Umweltbewusstsein auch z.B. bei grossen Industrieen, durch Aufforstung, Vernetzung der Habitate (Wildbrücken, Trittbiotope usw.) hat "die Wildnis" wieder eine viel bessere Chance.

Aber natürlich gibt es auch die dunkle Seite, oft Privatzoos - viel zu kleine Gehege, Verwahrlosung, Wildfänge, Profit usw.
Das geht für mich persönlich dann auch eher in Richtung "Zirkus"...also "Vorführen" der Tiere für Geld.

Mrs. Brightside
25.02.2013, 10:19
Wenn ich mir im Berliner Zoo mal das Eisbärengehege angucke, möchte ich nur noch weinen.:(
Oder die Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen hinter ihren Gläsern..die liegen da völlig apathisch in der Ecke. Das Wolfsgelände ist ein Witz..
Ich will das nicht unterstützen, verstehe aber die Argumente die dafür sprechen. Sollte ich mal Kinder haben, gehe ich mit ihnen auch in den Zoo, werde dann trotzdem meine Moralkeule schwingen..:sorry:

Guayota
25.02.2013, 12:08
Aber auch interessant schon wieder - wenn man die Nutztierhaltung mit in's Boot nimmt. Also die moralisch Ausgeklammerten.

So ne Mutter-Sau träumt wohl von einem Gehege mit artspezifischer "Erlebnislandschaft"... ;)

Das macht es vielerorts nicht besser - schon klar. War auch nur so ein Gedanke gerade.;)

bmk
05.03.2013, 07:51
über den beitrag von unseren renomierten zoos zur erhalteng von arten kam doch letztlich mal ne spannende doku. es gab komischerweise keinerlei beweise für deren wirkungsvolles engagement. nur lippenbekenntnisse!

jetzt mal ehrlich: sollen individuen für die erhaltung ihrer art ein opfer bringen müssen? i don´t think so...

Guayota
05.03.2013, 10:54
über den beitrag von unseren renomierten zoos zur erhalteng von arten kam doch letztlich mal ne spannende doku. es gab komischerweise keinerlei beweise für deren wirkungsvolles engagement. nur lippenbekenntnisse!

Hmmmmm?
http://www.zgf.de/?id=65&language=de

"Lippenbekenntnisse"?^^

bmk
07.03.2013, 21:16
http://www.erwartetuns.de/luge-arterhaltung-zoo-zoos-durchgangslager-fur-todeskandidaten/

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