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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : John Bradshaw: Hundeverstand


Dega
14.01.2013, 11:12
Kennt jemand das? :35:
http://www.amazon.de/Hundeverstand-ebook/dp/B009XCD0LW/ref=tmm_kin_title_0

Ich bin zufällig darüber gestolpert, habe mir mal die Leseprobe gezogen und ein bisschen rumgelesen, was andere davon halten - die Rezensionen sind durchweg positiv, auch in den Foren.
Bin mal gespannt! :lach4:

Guayota
15.01.2013, 12:29
Hast du's dir bestellt?

Erzähl dann mal - klingt wirklich sehr gut

Dega
15.01.2013, 17:38
ja, ich hab's bestellt, aber im Moment habe ich ganz genau null Zeit zum Lesen. Immer mal zwischendurch ein paar Seiten, aber mehr ist nicht drin zur Zeit :( könnte also länger dauern, bis ich was dazu sagen kann ...

kangalronja
15.01.2013, 17:55
Finde auch es klingt sehr interessant und habe es mir vorgemerkt für nächsten Monat :) Diesen Monat hab ich 3,2,1 meins sei Dank schon 13 Bücher teils zum Schnäppchenpreis ergattert...so lassen sich die 3 Wochen Resturlaub bis zum Jobwechsel aushalten ;)

Bin schon gespannt auf dein Urteil :)

Dega
17.01.2013, 06:59
kurzer Zwischenbericht nach etwa 1/3 Lektüre:
Bisher gefällt mir das Buch richtig gut.
Vom Stil her ist es nicht dröge, eher "unwissenschaftlich" und demzufolge verdaulich.
Außerdem sehr modern - man merkt, dass es erst kürzlich verfasst wurde und die Referenzen, die der Autor heranzieht, entsprechen mehr oder weniger dem Ist-Zustand der heutigen Literatur bzw Forschung, allerdings in erster Linie aus dem englisch-amerikanischen Sprachraum, also ohne Bloch, Fed-Pet etc.
Er beginnt mit der Domestizierung der Wölfe und wie und wann das vermutlich vor sich ging, er belegt anschließend, wieso es nicht taugt, das wölfische Sozial- und Rudelverhalten auf den Hund zu übertragen und aus welchen Gründen das Dominanzmodell nicht greift. Das alles in einer Ausführlichkeit, die ich bisher in dieser Form noch nicht gesehen habe (aber ich habe ein kurzes Gedächtnis).
Im nächsten Kapitel beschäftigt er sich mit den einzelnen Trainingsmethoden und -ansätzen, von CM bis zu Ian Dunbar, und da bin ich jetzt gerade, weiter weiß ich also nicht. :lach4:
Danach folgen noch mehrere Kapitel, die von den Überschriften her vermuten lassen, dass er erläutert, wie Hunde "ticken" und/oder mit dem Menschen interagieren.
Natürlich ist es auch einseitig und natürlich bewegt er sich in dem gleichen Fahrwasser wie die Autoren, die die Dominanztheorie bekannterweise ablehnen, aber es enthält auch Belege, die ich nicht kannte und es fasst den heutigen Stand der Hundeforschung gut zusammen - so mein vorläufiger Eindruck.

kangalronja
17.01.2013, 13:38
:ok: hört sich gut an. Vielen Dank für deinen Bericht :lach4:

Dega
25.01.2013, 21:37
Ich bin jetzt so gut wie durch mit dem Buch und es ist auf alle Fälle lesenswert! Finde ich. :lach4:

Ich hab auch viele der Diskussionspunkte wiedergefunden, die hier im Forum im "theoretischen Teil" in letzter Zeit besprochen wurden, zum Beispiel Verhalten: Genetik vs. Aufzucht/Prägung (also "rassetypisch" vs. individuelles Verhalten) oder Probleme in der Zucht (Inzuchtproblematik, Erbkrankheiten, Verhaltensrepertoire einzelner Rassen etc) und sogar "Vermenschlichung" bzw die Frage, zu welcher Art Gefühle Hunde fähig sind. Das sind jetzt nur ein paar willkürliche Beispiele, insgesamt ist es breiter gefächert.
Man glaubt auch gar nicht, zu wie vielen Themen bereits Studien und Versuche durchgeführt wurden.

Es ist kein Trainigsbuch mit Gebrauchsanweisungen für Gehorsamsübungen und es ist auch kein Buch mit tausend tollen Hochglanzfotos von Hunden drin, sondern es enthält lediglich einige Zeichnungen und Schemata, die etwas illustrieren sollen, ist also sehr textlastig. Dabei aber so geschrieben, dass auch schwierigere Zusammenhänge klar und verständlich formuliert werden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es über kurz oder lang ein Referenzbuch in der Hundeszene sein wird, eins von den paar wenigen, die man gelesen haben sollte.

kangalronja
26.01.2013, 00:09
Danke Dega :lach3:
Wird nächste Woche bestellt :D

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