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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Therapiehund


lenaschatz
03.06.2012, 14:33
Hallo,
hat einer seinen Hund als Therapiehund ausbilden gelassen bzw. ihr euch? Wenn ja, wo?

:lach4:

meana
03.06.2012, 19:38
Hallo,

ich werde meine Hündin als Schul-/Therapiehund ausbilden lassen und mich direkt mit,wenn sie dazu geeignet ist und Freude daran hat!Habe mir eine Hundeschule in Leipzig gesucht und zudem werde ich Wochenendseminare bei Lydia in Iserlohn machen!Die wurde mir von anderen Schulhundebesitzern wärmstens empfohlen!Bei der Suche nach der geeigneten Ausbildungsstätte muss man aber echt aufpassen.Manche ziehen die Therapiehundeausbildung auf Gedeih und Verderb durch,obwohl es für den Hund überhaupt nicht gut ist und andere zocken auch übelst ab!

LG Diana

lenaschatz
03.06.2012, 19:47
Ja, das hab ich auch schon leider gemerkt. Und was dazu kommt sind die enschen hier in Deutschland nicht so gut drauf zusprechen wenn man sagt man möchte einen sogenannten Kampfhund als Therapiehund ausbilden lassen. Was ölliger unsinn ist. Wie iel kostet das in Leipzig? Und wie lang geht die Ausbildung bei denen bzw wie ist sie aufgeteilt. Ganz genau in welche Richtung ich mit Odin arbeiten möchte weiß ich noch nicht. Ich persönlich arbeite in einem Kindergarten und on daher möchte ich mich mit ihm am liebsten für Kinder ausbilden lassen. Was für eine Rasse ist deine Hündin?

LG Lena

meana
03.06.2012, 20:12
Meine Hündin ist ein Mix!Papa ist OEB-Boxer-Mix und Mama ist Mittelschnauzer-Mix!Wegen ihrem Aussehen (Farbe,Kopf,Ohren...)denken aber viele sie wäre ein Kampfhund!Da sie vom Veterinäramt samt Eltern eingezogen wurde und die es also genau wissen kann ich den Leuten das schnell wieder ausreden!
Preis weiß ich noch nicht,da die Ausbildung in Leipzig meine Freundin macht und wir uns erst einmal nur grob unterhalten haben!Sie hat mir erst einmal Tips gegeben,auf was ich jetzt im Welpenalter achten soll.
Jetzt muss ich erst einmal das Konzept für das Schulamt schreiben und wenn die es genehmigen wollen wir mit der Ausbildung anfangen!
Es wird wohl dahingehen,dass sie als Ruhepol für die Kinder sein soll,die sich gern streicheln lässt,aber auch kleinere Sachen macht,wie Gegenstände bringen,beim Lesen auf dem Boden Seiten umblättern und solche Sachen!Den Rest werden wir dann natürlich noch genauer besprechen. Ihre Hündin macht das schon viele Jahre und danach wollen wir uns richten!Sie ist ausgebildet und bildet schon seit vielen Jahren Therapiehunde aus! Und auf das Seminar in Iserlohn bin ich auch sehr gespannt.Das kostet um die 150 Euro mit Hund und Halter.
Wenn Du im Kindergarten arbeitest wird die Ausbildung ja sicher auch in diese Richtung gehen.
Was ist dein Odin denn für eine Rasse und wo wohnt ihr denn?Wenn dein Kindergartenleiter und das zuständige Amt einverstanden sind hast Du schon viel Glück!

LG Diana

Peppi
04.06.2012, 10:05
Ich möchte ein V kaufen! :D

Suse
04.06.2012, 15:15
Janna war in Schottland Therapiehund (Altenheim & Demenzeinheit). Ausbildung war da aber im Prinzip keine explizit gefordert. Man mußte nur von sich ein Charakterreferenzen bringen, der Hund mußte ein Gesundheitszeugniss und aktuelle Impfungen haben und man mußte in Praxissituationen Tests durchlaufen. Damit hätte man nach Absprache mit der Einrichtung Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und ALtenheime besuchen können und währe auch versichert gewesen. Man mußte nur jede Einrichtung extra anmelden.

Ausbidlung hatte Janna einen guten Grundgehorsam und Basics wie "sich überall anfassen lassen" und Nervenstärke. Rasse hat keinen einen Deut interessiert. Man mußte einfach Überzeugen das der Hund characterlich geeignet ist und man selbst kein Idiot.

lenaschatz
04.06.2012, 17:30
ok, glaube hier sind leider nicht alle Menschen so tolerrant. Aber probieren werde ich es.

christlgo
04.06.2012, 17:33
Ich hab mit meiner ersten Hündin die Ausbildung in österreich begonnen. Leider konnten wir nicht abschließen, da eine der Ausbildnerinnen (die nala nicht mal erlebt hatte) keinen Ridgeback ( sie war ein mix) ausbilden wollte. Nach dem sie aber Nala testete, ihren Gehörsam und ihre Gutmütigkeit sah, willigte sie dann doch ein. Dann war es für mich aber zu spät! ich war so sauer, abgelehnt zu werden, bevor man den hund überhaupt erlebt hatte. Hab dann "privat" mit ihr Therapistunden gemacht.
Wünsch dir viel Glück und Spaß bei der Ausbildung!:lach4:

lenaschatz
04.06.2012, 17:36
Dankeschön

Simone
04.06.2012, 19:47
Hallo,

ja, ich habe mit Luna, Lisa und Gustav die Therapiehundeausbildung beim TAT (Tiere als Therapie: www.tierealstherapie.org (http://www.tierealstherapie.org) ) gemacht. Mit den Mädels habe ich auch im Krankenhaus gearbeitet. Mit Luna sehr viel, mit Lisa nur kurz, sie ist leider überraschend und früh gestorben. Mit Gustav habe ich "nur" bis zur Junghundeprüfung gearbeitet, dann war er krankheitsbedingt nicht mehr geeignet und somit auch nicht mehr einsatzfähig.

Das TAT kann ich sehr empfehlen. Mit Luna habe ich die Ausbildung noch in Wien selber gemacht, mittlerweile gibt es aber auch gute deutsche Zweigstellen.

Was möchtest Du denn machen?

Ich habe lange nach einer geeigneten Ausbildungsstelle gesucht. Einige lehnten Luna wegen der Rasse ab, andere Ausbildungsschulen wollten für die Ausbildung einige 1000 Euro. Und wiederum andere liessen eh alle Hunde bestehen... Das TAT setzt Hunde schon sehr lange für therapeutische Arbeit ein, sie forschen in dem Bereich auch sehr viel. Die Ausbildung gliedert sich in 3 Module (meist Donnerstag/Freitag - Sonntag) und kostet für die Praxis und Theoriefortbildung je Modul 200-250 Euro. Das finde ich für den Unterricht und die Qualität des Unterrichts sehr günstig. Am Ende machst Du dann eine theoretische Prüfung und noch eine praktische Prüfung mit Hund. Die Prüfung ist aber sehr schwer und viele Hunde werden nicht zur Prüfung zugelassen. Zudem muss der Hund jährlich zur Nachprüfung. Wenn Dein Hund die Prüfung bestanden hat und Du Mitglied im TAT bist, ist er aber für die therapeutische Arbeit versichert.

heder
05.06.2012, 02:07
Hallo,
wir sind auch dabei, unsere Dicken in Richtung Therapiehund auszubilden (Natürlich auch wir) und im Vorfeld schon einmal an die Schulen zu bringen. Gibt da auch ein ganz interessantes Projekt:
www.hundmachtschule.de

Die Resonanz dazu ist bisher wirklich sehr gut und vor allem kann man etwas für das Image unserer Molosserchen tun:D.

Werde demnächst mal mit Bildern berichten.

Ach so, es sind zwei Bullmastiffs, Hutch und Coppy, die sich hier in die Herzen der KInder einschleichen.
Zur Zeit liegt der Schwerpunkt darin, den KIndern den Umgang mit Hunden näherzubringen, sprich vom Verhalten fremden Hunden gegenüber, als aber auch der Haltung eines Hundes (Fütterung, Erziehung, usw.)

Habe das vor ein paar Jahren schon einmal mit meinem damaligen Rottweiler gemacht. Leider konnte ich aber mit Ihm nicht mehr weiterarbeiten, da er gesundheitliche Problemem bekommen hatte.

Sein Nachfolger wahr leider dafür nicht geeignet.

Jule69
05.06.2012, 10:25
Hallo,
wir sind auch dabei, unsere Dicken in Richtung Therapiehund auszubilden (Natürlich auch wir) und im Vorfeld schon einmal an die Schulen zu bringen. Gibt da auch ein ganz interessantes Projekt:
www.hundmachtschule.de (http://www.hundmachtschule.de)

Die Resonanz dazu ist bisher wirklich sehr gut und vor allem kann man etwas für das Image unserer Molosserchen tun:D.

Werde demnächst mal mit Bildern berichten.

Ach so, es sind zwei Bullmastiffs, Hutch und Coppy, die sich hier in die Herzen der KInder einschleichen.
Zur Zeit liegt der Schwerpunkt darin, den KIndern den Umgang mit Hunden näherzubringen, sprich vom Verhalten fremden Hunden gegenüber, als aber auch der Haltung eines Hundes (Fütterung, Erziehung, usw.)

Wie funktioniert das :hmm:? Also soviel ich weiß ist Hutch ja auch noch nicht soooweit mit der Erziehung und steckt selber noch in den Kinderschuhen und Coppy ist doch gerade erst 4 Wochen bei ihren neuen Besitzern. Dennoch gehen sie schon ohne jegliche Qualifikation in Schulen? Ich dachte es setzt für Hund und Halter (im Team) schon eine gewisse Ausbildung voraus :hmm:.

Reine Neugierde, kein Vorwurf ;).
Mein Großmoßmops würde es lieben im Mittelpunkt zu stehen und sich begrabbeln zu lassen. Für ihn sind Hände (neben Futter :D) das Größte.

Simone
05.06.2012, 11:20
Ich dachte es setzt für Hund und Halter (im Team) schon eine gewisse Ausbildung voraus :hmm:.



Nein, leider nicht. Ich glaube nicht, dass der Begriff Therapiehund geschützt ist. Somit kann theoretisch jeder seinen Hund so nennen und mit ihm arbeiten. Auch die Schulen, die die Ausbildung zum Therapiehund anbieten sind total verschieden. Manche bieten eine wirklich gute und auch schwierige Ausbildung an. Dort geht es nicht um das Finanzielle, sondern um das Team. Hier zeigt sich aber, dass natürlich nicht alle Hundeteams geeignet sind. Dann gibt es Schulen, die sehr teuer sind und wo meiner Meinung nach das Geld im Vordergrund steht. Ich glaube nicht, dass hier viele Hunde ausgemustert werden...

Ich empfehle allerdings sehr, mit dem Hund eine Ausbildung zu machen und sich eine gute Schule zu suchen.

Interessantes zu dem Thema gibt es hier: http://www.esaat.org/ Hier gibt es auch einige Schulen, die empfohlen werden.

heder
13.06.2012, 12:12
Hallo,

erst einmal, wie Simone schon richtig erwähnt, es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung für sogenannte Therapiehunde.
Aber auch ich würde empfehlen, wenn man langfristig vorhatt, mit Kranken oder behinderten Menschen zu arbeiten, hier eine entsprechende Ausbildung an einer renommierten Schule zu machen.

So, nun aber mal zu dem Projekt, das ich gerade am laufen habe:

Hunde an die Schule ist eigentlich nix neues, sondern wird schon seit einigen Jahren an verschiedenen Orten praktiziert.
Unterscheiden in meiner Arbeit, tut sich lediglich die Hunderasse, mit welcher ich an die Schulen gehe. Erstmals bin ich mit Rottweilern gestartet, was eine sehr gute und positive Resonanz gebracht hatt, jetzt wird es mit Hutch (BM), weitergeführt werden.

Dabei zählt in erster Linie, den Kindern, als auch den Erwachsenen, den vernünftigen Umgang mit fremden, als auch bekannten Hunden zu vermitteln.
Zusätzlich gibt es ein wenig Aufklärung über die Verantwortung und Verpflichtung, die man auf sich nimmt, wenn man sich einen eigenen Hund anschaffen möchte.
Und vor allem liegt mir daran, das schlechte Image, das sich leider gerade bei großen Hunden immer wieder bestätigt, zu entkräftigen.

Hutch dient hierbei als Unterstützung, die Kinder dürfen Ihn knuddeln, sehen, wie man arbeitet, etc.
Ich sehe also an dieser Stelle noch keine Notwendigkeit für eine Therapiehunde Ausbildung, die sich ja auch aus verschiedenen Gesichtpunkten immer wieder anders darstellt.

Monty
13.06.2012, 14:50
Erst einmal vorraus geschickt. Es gibt keine gesetzl, Definierung des Begriffs "Behindertenhund" - der eine versteht darunter einen Hund der Besuchsdienst in Schulen, Kindergärten oder Altenheimen macht. Der Nächste meint einen Hund , der dem Menschen mit Handicap im Alltag unterstützt.

Dazwischen liegen "Welten" beim Aufgabenbereich und der Ausbildung des Hundes.

Grundsätzlich ist jeder ausgeglichene Hund geeignet. Kleinere kann man gut auf Betten z.B. im Altenheim setzten und größere Hunde sind z.B. für einen Rollstuhlfahrer einfacher zu erreichen usw.

Meine Kollegin bildet bei uns im Forbildungsinstitut aus. Speziell für mehrfach behinderte Menschen. Die Hunde lernen zuerst einmal die Bewegungsabläufe z.B. eines spastisch gelähmten Menschen, beim Gehen kennen oder andere Besonderheiten.

Dann wird meist sehr speziell nach dem Potential des Hundes weiter gearbeitet. Hauptaubildungsmerkmal ist aber auf Hund und Klient zu achten, damit keiner der beiden überfordert wird.

Ich setze euch den Link her, vielleicht hat jemand Interesse:
http://lebenshilfe-bayern.de/?id=231

Wir haben hier im Wohnpflegeheim, einen jungen Heilerziehungspfleger, der den Hund seiner Oma, nach deren Tod bei sich aufgenommen hat.
Ein kniehoher Mix mittleren Alters. Der Hund darf mit zur Arbeit auf die Gruppe und in die Zimmer, der Bewohner. Klappt "ohne" Ausbildung (des Hundes)super :D. Pädagogische Vorbildung beim zweibeinigen Personal/Besucher halte ich fast für wichtiger...;)

Da die Ausbildungen so unterschiedlich sind, ist leider auch (noch) keine anerkannt, wie z.B. beim Blindenhund und es besteht selten Hundesteuerfreiheit. Die Lebenshilfe vergibt nach erfolgreicher Ausbildung ein Zertifikat, welches fast überall anerkannt wird.

ups ganz vergessen...ich mache teilweise die Anmeldungen, es gibt keinerlei Vorurteile gegen Listenhunde. Im Gegenteil APBT, Bullterrier und Co sind herzlichst willkommen. Ich weiß doch wie menschenfreundlich die sind. Ich mache nur sehr deutlich und nervend klar das ein 60kg Energiebündel vielleicht hier oder dort besser aufgehoben ist, als am zuerst ins Auge gefassten Einsatzort.

Die Kosten der Ausbildung bei der Lebenshilfe, werden teilweise vom Arbeitsamt getragen (z.B. Umschulung) oder vom Arbeitgeber (bei vorhandenen geigneten Beruf z.B. Altenpfleger, Lehrkraft, Heilpädagoge, Erzieher) - wenn nicht können sie (da die Lebenshilfe als Ausbilder anerkannt ist von der Steuer als Fortbildung abgesetzt werden)

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