PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte um Hilfe beim Barfen eines Junghundes


diva-bianca
06.05.2012, 19:18
guten tag ihr lieben, ich lese mich nun schon seit tagen durchs forum und google ist auch schon heiss gelaufen

ich möchte meine hope (cane corso, 6 monate, 35 kg, 63 cm) nun barfen.habe mich dann auch im barfshop bei uns in mülheim eingedeckt. oel,zusätze fleisch etc. leider war die barfbroschüre für junghunde ausverkauft.so habe ich mich an die emfehlung der verkäuferin und an einen junghundplan gehalten, aber die mengen die man findet sind sooooo unterschiedlich. das geht los mit der berechnung der gesamtmenge,da sagt der eine plan 3% der andere 4% und ein anderer sogar 6%. das ist in futtermenge schon echt krass das geht los bei gesamt 1000gr bis 2400 gr.:schreck:

boh schrecklich, ich will da keine wissenschaft draus machen, die verkäuferin im barf shop sagte das auch.


daher jetzt die frage an euch, hat noch jemand im kopf wie er seinen jungen hund gebarft hat, vielleicht auch noch einen futterplan.
da wäre ich mir sicherer, denn bei euren wauzis hat es ja geklappt und die sind gesund und propper, im netz kann ja jeder was reinstellen, aber stimmt das auch. bekomme das buch leider erst freitag daher wäre mir bis dahin schon mal geholfen von euch infos oder pläne zu bekommen. alle pläne die ich hier im forum gefunden habe sind für erwachsene oder für welpen. also wenn ihr mir helfen könnt dann bitte last euch nicht aufhalten ich freue mich.
liebe grüsse bianca:lach3:

Conny-und-Bruno
06.05.2012, 19:22
Guck mal hier, das Boxerforum hat einen wunderbaren BARF Rechner, einstellbar für alle Alterklassen, Gewichte, Aktivität ect. Daran habe ich mich immer orientiert und bin wunderbar damit zurecht gekommen :ok:
http://www.das-boxerforum.de/barf-rechner.php

Peppi
07.05.2012, 12:51
boh schrecklich, ich will da keine wissenschaft draus machen,

Dann tu es doch nicht! ;)

Zu fett = zu viel Futter

Zu dünn = zu wenig Futter


:unschuldig:

Bonsai
07.05.2012, 23:04
Hmm.. nett gedacht, was ist aber mit dem Ca- Bedarf? Dem ausgewogenen Verhältnis der Öle und Fettsäuren?

Ein klein wenig einlesen würde ich mich schon. :)

Ich persönlich habe es immer so gehandhabt, dass ich mich im Internet über den Nährstoffbedarf des Hundes schlaugemacht habe, bei Bedarf oder Unklarheiten meine TÄ zu Rate gezogen habe und dann im Nährwerterechner einen Plan zusammengestellt habe.
Ich habe dann also sämtliche für mich in Frage kommenden Zutaten in die Suchmaschine geschmissen, aufgeschrieben und dann dazugeschrieben wieviel von welchem Nährwert darin (in 100gr) vorhanden ist. So konnte ich recht flexibel und gelassen an den Plan herangehen und trotzdem sicherstellen, dass mein Hund optimal (zumindest so gut wie möglich) versorgt wird.
Natürlich musste ich mich auch einwenig in die Wechselwirkungen (z.B. zwischem Omega 3 und Omega 6) einlesen, allerdings habe ich das recht 'grob' gemacht und den Mittelweg als Leitfaden genommen.
Rausgekommen ist eine ellenlange Liste mit Zutaten, die mir sagt wieviel wovon worin ist. :ok:

Peppi
08.05.2012, 11:04
Hmm.. nett gedacht

Richtig. Das kommt früher oder später aber von ganz alleine, wenn man den Markt (und das Internet) verstanden hat! Gewisse Voraussetzungen sollten allerdings schon gegeben sein! ;)

Also: Weiterhin fein wiegen was Tante Käthe auf Ihrer Barf-Seite so ausgerechnet hat und sich ab und zu mal fragen, wie es der Hund ins Jahr 2013 geschafft hat!

Oder kurz: SELBER kurz nachgedacht! :lach4:

Cira
09.05.2012, 07:59
Hmm.. nett gedacht, was ist aber mit dem Ca- Bedarf? Dem ausgewogenen Verhältnis der Öle und Fettsäuren?

Ein klein wenig einlesen würde ich mich schon. :)

Ich persönlich habe es immer so gehandhabt, dass ich mich im Internet über den Nährstoffbedarf des Hundes schlaugemacht habe, bei Bedarf oder Unklarheiten meine TÄ zu Rate gezogen habe und dann im Nährwerterechner einen Plan zusammengestellt habe.
Ich habe dann also sämtliche für mich in Frage kommenden Zutaten in die Suchmaschine geschmissen, aufgeschrieben und dann dazugeschrieben wieviel von welchem Nährwert darin (in 100gr) vorhanden ist. So konnte ich recht flexibel und gelassen an den Plan herangehen und trotzdem sicherstellen, dass mein Hund optimal (zumindest so gut wie möglich) versorgt wird.
Natürlich musste ich mich auch einwenig in die Wechselwirkungen (z.B. zwischem Omega 3 und Omega 6) einlesen, allerdings habe ich das recht 'grob' gemacht und den Mittelweg als Leitfaden genommen.
Rausgekommen ist eine ellenlange Liste mit Zutaten, die mir sagt wieviel wovon worin ist. :ok:

Das habe ich am Anfang auch mit meinen Katzen gemacht, ich hatte mir sogar eine Präzisionswaage zugelegt, mit der man kleinste Mengen abwiegen kann, für die zerstampften Vitaminzusätze, usw. :kicher:
Ich habe mit dem Barfen über meine Katzen begonnen und war lange Zeit Mitglied einer Katzemailingliste, wo solche Dinge bis ins kleinste Detail diskutiert wurde.
Das gab mir Anfangs auch Sicherheit, weil ich ja nichts falsch machen wollte.
Geschadet hat es nicht, auch wenn ich heute keine künstlichen Vitamine mehr zusetzen würde, aber genützt hat es jetzt auch nicht mehr, als eine ganz "normale" Ernährung, außer mir, indem es mich beruhigt hat.
Über meine Hunde und die Hundeliste, bin ich dann nach und nach entspannter mit dem Thema geworden und heute mache ich mich garnicht mehr verrückt.
Es ist Nahrung, die muss nicht erst essbar gemacht werden und braucht auch nicht bis in kleinste Deatil ausgerechnet zu werden, wie das Calcium/Phosphor Verhältnis, etc.
Ein grober Überblick sollte wirklich reichen.

Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass der Hund nach wie vor weitgehendst Carnivore ist, eine Ernährung die darauf beruht, am gesündesten für ihn ist und die Mahlzeiten für meinen Hund (und meine Katzen) danach ausrichte.


Ich habe ein paar Grundsätze, die ich beachte und die halte ich pi mal Daumen ein.
Ca. 1/3 Fleisch (2x die Woche fetten Fisch), ca. 1/3 Gemüse, und im Wechsel 3x Wöchentlich ca. 1/3 fleischige Knochen oder Pansen/Blättermagen.
Wird der Kot zu fest und dabei hell (Knochenkot), gibts weniger Knochen.

Im Wechsel gibts verschiedene kaltgepresste Öle und Kräuter, im Sommer frisch, im Winter getrocknet als Kräuter/Algenmix.
Ich gebe täglich noch Hagebutten frisch oder getrocknet hinzu (haben viel Vitamin C), des öfteren gemahlene Nüsse unters Futter und ab und zu etwas Salz hinein oder stattdessen Käsewürfelchen, die gibts dann als Belohnung.
An einem Tag in der Woche gibt es Milchprodukte (Naturjoghurt, Hüttenkäse, Quark) mit Obst und rohen Eiern.

Cira verträgt keine Innereien, deswegen bekommt sie jeden Tag etwas Lebertran.


Ich mische jeden Tag 1kg Fleisch, Gemüse und die anderen Sachen in einer großen Schüssel und davon bekommt sie verteilt auf 2 Mahlzeiten soviel, dass sie ihre Figur behält.
Wird das Geschirr enger, bekommt sie weniger, wirds zu locker, bekommt sie was mehr.

...

diva-bianca
09.05.2012, 10:15
Guck mal hier, das Boxerforum hat einen wunderbaren BARF Rechner, einstellbar für alle Alterklassen, Gewichte, Aktivität ect. Daran habe ich mich immer orientiert und bin wunderbar damit zurecht gekommen :ok:
http://www.das-boxerforum.de/barf-rechner.php

danke :ok:

diva-bianca
09.05.2012, 10:17
Hmm.. nett gedacht, was ist aber mit dem Ca- Bedarf? Dem ausgewogenen Verhältnis der Öle und Fettsäuren?

Ein klein wenig einlesen würde ich mich schon. :)

Ich persönlich habe es immer so gehandhabt, dass ich mich im Internet über den Nährstoffbedarf des Hundes schlaugemacht habe, bei Bedarf oder Unklarheiten meine TÄ zu Rate gezogen habe und dann im Nährwerterechner einen Plan zusammengestellt habe.
Ich habe dann also sämtliche für mich in Frage kommenden Zutaten in die Suchmaschine geschmissen, aufgeschrieben und dann dazugeschrieben wieviel von welchem Nährwert darin (in 100gr) vorhanden ist. So konnte ich recht flexibel und gelassen an den Plan herangehen und trotzdem sicherstellen, dass mein Hund optimal (zumindest so gut wie möglich) versorgt wird.
Natürlich musste ich mich auch einwenig in die Wechselwirkungen (z.B. zwischem Omega 3 und Omega 6) einlesen, allerdings habe ich das recht 'grob' gemacht und den Mittelweg als Leitfaden genommen.
Rausgekommen ist eine ellenlange Liste mit Zutaten, die mir sagt wieviel wovon worin ist. :ok:

danke, hab mir das buch von swanje simon gekauft, werde mich danach richten:lach4:

diva-bianca
09.05.2012, 10:19
Das habe ich am Anfang auch mit meinen Katzen gemacht, ich hatte mir sogar eine Präzisionswaage zugelegt, mit der man kleinste Mengen abwiegen kann, für die zerstampften Vitaminzusätze, usw. :kicher:
Ich habe mit dem Barfen über meine Katzen begonnen und war lange Zeit Mitglied einer Katzemailingliste, wo solche Dinge bis ins kleinste Detail diskutiert wurde.
Das gab mir Anfangs auch Sicherheit, weil ich ja nichts falsch machen wollte.
Geschadet hat es nicht, auch wenn ich heute keine künstlichen Vitamine mehr zusetzen würde, aber genützt hat es jetzt auch nicht mehr, als eine ganz "normale" Ernährung, außer mir, indem es mich beruhigt hat.
Über meine Hunde und die Hundeliste, bin ich dann nach und nach entspannter mit dem Thema geworden und heute mache ich mich garnicht mehr verrückt.
Es ist Nahrung, die muss nicht erst essbar gemacht werden und braucht auch nicht bis in kleinste Deatil ausgerechnet zu werden, wie das Calcium/Phosphor Verhältnis, etc.
Ein grober Überblick sollte wirklich reichen.

Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass der Hund nach wie vor weitgehendst Carnivore ist, eine Ernährung die darauf beruht, am gesündesten für ihn ist und die Mahlzeiten für meinen Hund (und meine Katzen) danach ausrichte.


Ich habe ein paar Grundsätze, die ich beachte und die halte ich pi mal Daumen ein.
Ca. 1/3 Fleisch (2x die Woche fetten Fisch), ca. 1/3 Gemüse, und im Wechsel 3x Wöchentlich ca. 1/3 fleischige Knochen oder Pansen/Blättermagen.
Wird der Kot zu fest und dabei hell (Knochenkot), gibts weniger Knochen.

Im Wechsel gibts verschiedene kaltgepresste Öle und Kräuter, im Sommer frisch, im Winter getrocknet als Kräuter/Algenmix.
Ich gebe täglich noch Hagebutten frisch oder getrocknet hinzu (haben viel Vitamin C), des öfteren gemahlene Nüsse unters Futter und ab und zu etwas Salz hinein oder stattdessen Käsewürfelchen, die gibts dann als Belohnung.
An einem Tag in der Woche gibt es Milchprodukte (Naturjoghurt, Hüttenkäse, Quark) mit Obst und rohen Eiern.

Cira verträgt keine Innereien, deswegen bekommt sie jeden Tag etwas Lebertran.


Ich mische jeden Tag 1kg Fleisch, Gemüse und die anderen Sachen in einer großen Schüssel und davon bekommt sie verteilt auf 2 Mahlzeiten soviel, dass sie ihre Figur behält.
Wird das Geschirr enger, bekommt sie weniger, wirds zu locker, bekommt sie was mehr.

...

vielen dank für deinen ausführlichen bericht, du hast mich genau da bestätigt und unterstützt wo ich es brauchte, habe mir das buch von swanie simon gekauft und sie handhabt es auch so danke nochmal:lach4:

diva-bianca
09.05.2012, 10:23
Richtig. Das kommt früher oder später aber von ganz alleine, wenn man den Markt (und das Internet) verstanden hat! Gewisse Voraussetzungen sollten allerdings schon gegeben sein! ;)

Also: Weiterhin fein wiegen was Tante Käthe auf Ihrer Barf-Seite so ausgerechnet hat und sich ab und zu mal fragen, wie es der Hund ins Jahr 2013 geschafft hat!

Oder kurz: SELBER kurz nachgedacht! :lach4:

danke , hab ich auch verstanden. selber denken kann ich schon und na klar wer lesen kann ist klar im vortei, tue ich auch. ich dachte nur das vielleicht jemand seine eigenen erfahrungen mitteilen würde, damit man sich austauschen kann. das haben ja zum glück auch einige getan. denn dafür ist ein forum doch da, davon lebt ein forum finde ich. lg bianca

Peppi
09.05.2012, 10:37
danke , hab ich auch verstanden. selber denken kann ich schon und na klar wer lesen kann ist klar im vortei, tue ich auch. ich dachte nur das vielleicht jemand seine eigenen erfahrungen mitteilen würde, damit man sich austauschen kann. das haben ja zum glück auch einige getan. denn dafür ist ein forum doch da, davon lebt ein forum finde ich. lg bianca

Vielleicht verstehst Du ja irgendwann was ich gemeint habe! Gibt zuviele solcher Threats um hier weiter zu diskutieren! :lach4:

bx-junkie
09.05.2012, 11:07
http://www.barfers.de/das_brimborium_um_barf.html ;)

Immer kompliziertere Formeln werden zur Nahrungszusammenstellung erfunden und die Fütterung der Hunde wird wieder zur undurchschaubaren Wissenschaft.

Bonsai
09.05.2012, 12:35
ich hatte mir sogar eine Präzisionswaage zugelegt, mit der man kleinste Mengen abwiegen kann, für die zerstampften Vitaminzusätze, usw. :kicher:
[...]
auch wenn ich heute keine künstlichen Vitamine mehr zusetzen würde, aber genützt hat es jetzt auch nicht mehr, als eine ganz "normale" Ernährung, außer mir, indem es mich beruhigt hat.

Whoa, also SO hardcore bin ich nicht, nein. :D
Ich wiege garnichts, gehe eher nach 'Augenmaß' und schätze meißt wieviel in den Napf kommt.
Auch künstliche Zusätze nutze ich garnicht. Genau deshalb habe ich ja meine Liste: sollte ich irgendwann etwas bestimmtes zufüttern müssen weiß ich direkt was sich eignet und was nicht.
Bei mir ist das allerdings auch etwas wichtiger, da Bonnie ja eine CNI hat und ich entsprechend auf die Ernährung achten muss (auch wenn sie derzeit 'nur' TF bekommt, schande auf mein Haupt! :D).
Gebe ich etwas falsches kann es ganz schnell sein, dass sie wieder Vergiftungserscheinungen bekommt und kollabiert, also habe ich da lieber ein Auge drauf.
Wie du schon meintest: Schaden kann es nicht. :lach3:


danke, hab mir das buch von swanje simon gekauft, werde mich danach richten:lach4:

Von der Dame halte ich allerdings recht wenig. Viele ihrer Theorien kann sie nicht belegen und viele ihrer Leitsätze sind 'aus der Luft gegriffen'.. für mich wäre das nichts.

Scotti
09.05.2012, 12:48
Und das Natural Dog Food orientiert sich an der Broschuere. ;)
Ich bin inzwischen ein Freund vom Meyer-Zentek, auch wenn der harte Kost ist.
Gerade beim Welpen ist es nicht so einfach roh zu fuettern, die wenigsten wissen z.B. dass eine zu hohe Calcium Zufuhr eine erhoehte Calcium Ausschuettung zur Folge hat.
Fuer mich ist Hausmannskost die beste Art der Fuetterung (ich hasse inzwischen den Barf Namen, ich lasse mich nicht in ein Schema pressen und gebe auch Gekochtes), aber ein bisschen mit Ahnung und lesen.

Peppi
09.05.2012, 12:49
:ok:

kairos
10.05.2012, 07:03
Ich denke, dass viele Leute im Moment barfen, weil ein regelrechter Boom darauf läuft. Finde dies nicht verwerflich, wenn man sich damit auseinandersetzt und sich wirklich in dieses Thema einliest. :ok:
Leider ist es vielfach so, dass dann solche Auswüchse wie: Waage, Buch XY, Rechner XZ etc. etc. daraus werden. Aussagen wie: Zusatz xxx und Pülverchen zzz etc. etc. müssen da unbedingt rein:schreck:. Erstens machen sich diese Leute das Leben und somit die Ernährung ihres Hundes um vieles zu schwer und zweitens schrecken sie andere, die sich nicht vorstellen können für eine Mahlzeit so viel Zeit zu investieren, von einer wirklich guten Idee ab!:(
Die wenigsten, die ihren Hund mit Barf auf Grammbasis ernähren, machen das auch nur ansatzweise bei sich selbst...
In meinen Augen ist einfach etwas gesunder Menschenverstand gefragt, dazu eine gute Beobachtungsgabe und etwas Mut um Dinge aus zu probieren. Nicht einschüchtern lassen von anderen und keine Scheu zeigen seine Einstellung dazu zu nennen.

Auch die Barf- Rechner und Berechnungsgrundlagen sind mit absoluter Vorsicht zu geniessen! Wenn ich da die Werte meines Hundes eingebe, dann müsste ich ihm mindestens eine Futtermenge von 1.4kg pro Tag verfüttern (mit wenig körperlicher Betätigung) oder 1.8kg mit normaler Betätigung. Er bekommt im Moment aber eine Gesamtmenge von nur knapp einem Kilo (72cm 70kg und noch am wachsen...!) mehr, dann nimmt er sichtlich zu. Es ist wie beim Menschen auch; Die Organismen der Hunde verwerten schlicht und ergreifend nicht alle gleich und um eine wissenschaftlich fundierte Tabelle mit Formeln zu nutzen, darf man nicht Grundlagen aus einer subjektiven Einstellung als Eingabe dazu benutzen.:sorry: (Wer entscheidet denn ob der Hund nun eine normale Betätigung hat? Was der eine als Normal bezeichnet, ist beim anderen schon eine hohe Betätigung...:hmm:)
Und ja ich weiss: so einfach wie beim Trofu wird das Barfen dann nicht gemacht... (man bekommt keinen Messbecher mitgeliefert und auch keine Tabelle aufgedruckt, wo mann ablesen kann wieviel man denn füttern muss.
Also Fazit: Ausnahmsweise auf Peppi hören und mit Verstand und Beobachtungsgabe and die Aufgabe herangehen!:ok:
Nur weil er polemisiert heisst das noch lange nicht, dass er nicht recht hat!

BÖR
10.05.2012, 07:27
mich würde echt mal interessieren, ob diejenigen, die das Barf so pingelig genau, oder sagen wir mal exakt berechnet, verfüttern, mit ihrer eigenen Ernährung genauso umgehen.

Ich versuche meinen Hund gesund zu ernähren, ist ja logisch, aber bei mir darf es auch schon mal was "Ungesundes" sein und ich weiß auch nicht genau, ob ich nun genug Omega3 bzw. Omega6 ( nur als Beispiel:)) intus habe. Meine Blutwerte sind in Ordnung und das reicht mir.

So ähnlich sehe ich das bei meinen Hunden auch. Ich sehe doch wie mein Hund aussieht und Mangel bzw. Ungleichgewicht wird zwar vom Körper eine gewisse Zeit kompensiert, aber ich glaube, daß man nicht so viel falsch machen kann, wenn man ausgewogen füttert.

Bonsai
10.05.2012, 11:29
Das glaube ich schon.
Fakt ist aber: man wird nie wissen, ob eine wirklich exakte Fütterung den Hund hätte vor etwas bewahren können.
Hätte Omas alter Bauernhofhund nicht täglich Brot und vergorene Milch bekommen wären ihm vielleicht nicht sämtliche Zähne ausgefallen. Vielleicht aber doch.
Teilweise geht man mit der Frischfütterung dem Prinzip von Schrödingers Katze nach. :kicher:
Und: ich ernähre mich bewusst. Ich weiß was wo drin ist und entscheide dann, was ich essen will. Ob es dann mal ein Burger ist oder der frische Balsamico- Salat bleibt im Endeffekt mir überlassen, aber immerhin weiß ich was ich da in mich rein stopfe und kann entsprechend meine Bewegung, mein restliches Essen etc anpassen.
Mein Hund kann das nicht.

BÖR
10.05.2012, 12:39
das ist mir ein bißchen wischi waschi:sorry:
Ich kann nicht das eine Extrem mit dem anderen vergleichen. Ich spreche von ausgewogener Ernährung, die nicht auf´s Milligramm und den Milliliter berechnet ist.

die Frage wurde mir im Übrigen immer noch nicht beantwortet.

Mich würde echt interessieren, ob es Leute gibt, die mit Feinwaage und mlMeßbecher ihr Essen zubereiten, bzw. schon in jungen Jahren Prophylaxe für diverse Alterungserscheinungen betreiben. Ich meine damit Nahrungsmittel zur Verhinderung von Arthrose, Herzkreislauf-Erkrankungen, Makuladegeneration usw. Literatur und immer neue Erkenntnisse darüber gibt es ja in Mengen:hmm:

Peppi
10.05.2012, 12:58
Ich kann nicht das eine Extrem mit dem anderen vergleichen.

Aber das ist der Trend! :hmm:

Ich geh mir jetzt 535g Pizza holen! :lach4:

kairos
10.05.2012, 12:59
das ist mir ein bißchen wischi waschi:sorry:
Ich kann nicht das eine Extrem mit dem anderen vergleichen. Ich spreche von ausgewogener Ernährung, die nicht auf´s Milligramm und den Milliliter berechnet ist.

die Frage wurde mir im Übrigen immer noch nicht beantwortet.

Mich würde echt interessieren, ob es Leute gibt, die mit Feinwaage und mlMeßbecher ihr Essen zubereiten, bzw. schon in jungen Jahren Prophylaxe für diverse Alterungserscheinungen betreiben. Ich meine damit Nahrungsmittel zur Verhinderung von Arthrose, Herzkreislauf-Erkrankungen, Makuladegeneration usw. Literatur und immer neue Erkenntnisse darüber gibt es ja in Mengen:hmm:

:ok::04: Genau was ich auch denke! und meiner Meinung nach auch Peppi...

Jule69
10.05.2012, 13:40
das ist mir ein bißchen wischi waschi:sorry:
Ich kann nicht das eine Extrem mit dem anderen vergleichen. Ich spreche von ausgewogener Ernährung, die nicht auf´s Milligramm und den Milliliter berechnet ist.

die Frage wurde mir im Übrigen immer noch nicht beantwortet.

Mich würde echt interessieren, ob es Leute gibt, die mit Feinwaage und mlMeßbecher ihr Essen zubereiten, bzw. schon in jungen Jahren Prophylaxe für diverse Alterungserscheinungen betreiben. Ich meine damit Nahrungsmittel zur Verhinderung von Arthrose, Herzkreislauf-Erkrankungen, Makuladegeneration usw. Literatur und immer neue Erkenntnisse darüber gibt es ja in Mengen:hmm:

Ist das nicht einfach ein Verhalten derer, die noch Unsicher sind? Und einfach aus dem Bedürfnis heraus geboren es "richtig" zu machen? Sollte man es nicht einfach nur mit einem Augenzwinkern quittieren? Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand der mit der Materie vertraut ist, immer noch die Feinwaage rausholt und so ein Brimborium veranstaltet :hmm:. Genausowenig macht man sich wohl irgendwann Gedanken darüber welchen Namen "das Kind" trägt.
Es geht doch (mir zumindest) in erster Linie darum, die Hunde von dem FeFu-Fraß zu verschonen. :lach4:

Peppi
10.05.2012, 13:47
@Jule: Aber ist das nicht auch bezeichnend für einen Trend in der Hundehaltung? Keiner traut sich mehr etwas zu entscheiden? Alles ist geprägt von der Angst etwas falsch zu machen, weiter oben kommt sogar die Frage, was wäre wenn Omma Hilde den Schäfer nicht nur mit Brotkanten gefüttert hätte (obgleich die Lebenserwartung der Hunde gesunken ist und eigentlich alles für Omma Hilde spräche).

Jeder ist auf der Suche nach der Bedienungsanleitung für den Hund.

Ich finde das nimmt mittlerweile beängstigende Formen an...


Natürlich hat man als Neuling Angst. Ich mache auch weniger den Neulingen einen Vorwurf, als den Leuten die großzügig mit Tipps um sich werfen, obgleich sie selber noch im gleichen Stadium stecken.

Und wenn man den Leuten sagt: "Komm mal runter, bevor Dein Hund verhungert, wird es Dir sicher auffallen", dann ist man der Buhmann!

Das ist doch Banane. :sorry:

Cira
10.05.2012, 14:47
Ist das nicht einfach ein Verhalten derer, die noch Unsicher sind? Und einfach aus dem Bedürfnis heraus geboren es "richtig" zu machen? Sollte man es nicht einfach nur mit einem Augenzwinkern quittieren? Ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand der mit der Materie vertraut ist, immer noch die Feinwaage rausholt und so ein Brimborium veranstaltet :hmm:. Genausowenig macht man sich wohl irgendwann Gedanken darüber welchen Namen "das Kind" trägt.
Es geht doch (mir zumindest) in erster Linie darum, die Hunde von dem FeFu-Fraß zu verschonen. :lach4:

Genau.
Bei mir war es zumindest so und ich habe auch miterlebt, wie sich viele in den Listen oder auch privat weiterentwickelt haben.

Erstmal wird einem ja von der Futtermittelindustrie vorgebetet, wie schwierig es ist Hunde und Katzen selbst zu ernähren und auch heute höre ich das noch, wenn ich mich mit jemanden darüber unterhalte.
Gestern noch von meiner Nachbarin, die auch warnend meinte, dass man damit soviel falsch machen könne.
Man hat es den Menschen eben auch sehr viele Jahre lang erfolgreich eingeredet.

Wenn man sich dann schon "zutraut" das Futter selber herzustellen, weil man mitbekommt, dass viele andere es auch erfolgreich tun, will man auf keinen Fall Fehler machen, die die Tiere hinterher ausbaden müssen und deswegen sind viele Anfangs eben sehr sehr genau. Viel genauer, als mit ihrer eigenen Ernährung.

Ich finde es aber auch gar nichts schlecht, wenn man sich, statt die FF-Tüte aufzureißen, mal richtig mit der Ernährung seines Tieres beschäftigt, die Sicherheit kommt dann langsam von ganz allein und dann wird man meist auch viel entspannter.

@Bonsai
Das war auch zur Anfangszeit, als ich begonnen habe meine Katzen roh zu ernähren.
Es ist manchmal recht schwierig für Katzen das Futter ausgewogen zusammenzustellen, da viele von ihnen mäkelig sind und ihr Futter sehr schnell ablehnen, wenn man ihnen Kräuter etc. darunter mischt.
Ich weiß nicht, wie oft es im Müll gelandet ist, bzw. der Hund sich gefreut hat, weil sie wieder mal irgendwas ablehnt haben. :hmm:
Wobei sie das rohe Fleisch pur sehr gern gefressen haben.
In der Gewöhnungszeit gab es dann halt ein Vitamipräparat dazu, weil es MIR damit besser ging. ^^

...

BÖR
10.05.2012, 14:50
@ Jule
obwohl ich schon seit mehr als einem Jahr barfe, bin ich dennoch Anfänger, weil ich ja bis vor Kurzem Komplettbarf gefüttert habe.

Mein Freund hat gestern Pansen aus dem Tiefkühler geholt, obwohl heute eigentlich der Kehlkopf dran wäre. Muß ich mir jetzt Sorgen machen?;):kicher:

BÖR
10.05.2012, 14:57
@Cira

bei Katzen und den Miniportionen sehe ich auch ein, daß man eine Waage braucht bis man die Mengen so aus dem Handgelenk schüttelt.
Aber bei einen 60kg Hund kommt es doch nicht auf´s Gramm geschweige denn auf´s Milligramm an.

@ Peppi

das ist das Problem, wenn man alles richtig machen will und sich informiert. Je mehr man sich schlau macht, desto mehr Gewitter im Kopf:hmm:

Peppi
10.05.2012, 15:01
Mein Freund hat gestern Pansen aus dem Tiefkühler geholt, obwohl heute eigentlich der Kehlkopf dran wäre. Muß ich mir jetzt Sorgen machen?;):kicher:

:schreck:

Cira
10.05.2012, 15:33
@Cira

bei Katzen und den Miniportionen sehe ich auch ein, daß man eine Waage braucht bis man die Mengen so aus dem Handgelenk schüttelt.
Aber bei einen 60kg Hund kommt es doch nicht auf´s Gramm geschweige denn auf´s Milligramm an.


Nö, kommt es wirklich nicht.
Cira kriegt ja auch nach Augenmaß und auch mal was nicht so gesundes, soweit sie es verträgt.
Aber wenn es jemandem die nötige Sicherheit bei der Ernährung seines Hundes gibt, kann ich das tolerieren.
Ich muss dann i.d.R. innerlich grinsen und an mich denken.
Das gibt sich eh irgendwann von allein (meistens).
Und schaden tuts ja auch nicht.
Ich finds schlimmer, sich gar keine Gedanken zu machen und planlos irgendein FF zu füttern.

...

Bonsai
10.05.2012, 16:02
Keiner traut sich mehr etwas zu entscheiden?

Woraus leitest du das ab? In keinem Beitrag hier fand ich auch nur einen Ansatz für diese Frage.
Ich finde, es ist vielmehr so, dass sich viele anderen Einstellungen gegenüber öffnen, Fragen stellen und Meinungen austauschen um sich und die Haltung/ den Umgang zu verbessern.

Alles ist geprägt von der Angst etwas falsch zu machen, weiter oben kommt sogar die Frage, was wäre wenn Omma Hilde den Schäfer nicht nur mit Brotkanten gefüttert hätte (obgleich die Lebenserwartung der Hunde gesunken ist und eigentlich alles für Omma Hilde spräche).

Und? Ist die Frage unberechtigt?
Davon abgesehen ist doch sicher klar, dass der Satz nicht unbedingt eine Frage darstellen sollte, sondern eher eine Verdeutlichung womit man es bei der Fütterung allgemein zutun hat: etwas Ungewissem, von dem man nicht vorhersagen kann, was sie bringen wird und was nicht.

Jeder ist auf der Suche nach der Bedienungsanleitung für den Hund.

Ich interpretiere das vollkommen anders. 'Jeder ist auf der Suche nach dem für ihn ansprechendsten Umgang mit dem Hund'.

Und wenn man den Leuten sagt: "Komm mal runter, bevor Dein Hund verhungert, wird es Dir sicher auffallen", dann ist man der Buhmann!

Dramaqueen. Niemand hat etwas dergleichen behauptet oder angedeutet.. :kicher:

Bei mir war es zumindest so und ich habe auch miterlebt, wie sich viele in den Listen oder auch privat weiterentwickelt haben..

Warum ist es eine 'Weiterentwicklung', wenn man aufhört genau zusammenzustellen, was der Hund braucht?


Bei aller Liebe: ich verstehe nicht, warum man das genaue Zusammenstellen so arg verurteilt.
Solange ich niemanden zu etwas zwinge oder unter Druck setze, indem ich sage 'du, du, du, dein Hund krepiert dir noch weg!!' kann ich doch so füttern wie ich will oder?
Mittlerweile wird mindestens genauso ein Brimborium um das Brimborium gemacht, wie das Brimborium selbst.
Warum?
Ist es schlimm alles auszurechnen?
Nein.
Tut es jemandem weh?
Nein.
Verunsichert es jemanden?
Vielleicht. Aber wenn man sich wirklich für die Ernährung intressiert wird man damit leben können sich eine Nacht hinzusetzen und sämtlichen Bedarf auszurechnen, oder nicht?
Ist es heuchlerisch sich selbst nicht so optimal zu versorgen wie den Hund?
Nein. Für mich selbst treffe ich die Entscheidungen, der Hund kann sich nicht selbst ernähren und entscheiden.
Ich finde es klasse wenn man sich gründlich damit auseinandersetzt und ich bedaure mit meiner Einstellung der 'Buhmann' sein zu müssen. :kicher:

Peppi
10.05.2012, 16:05
ich verstehe nicht, warum man das genaue Zusammenstellen so arg verurteilt.

Soweit waren wir schon! :kicher:


:feminist:

BÖR
10.05.2012, 16:45
@Bonsai
auch wenn du auf mich nicht eingegangen bist;)

ich verurteile nicht und ich werte nicht. Ich wundere mich nur...

du sagst ja selber, daß man es nicht beurteilen kann, weil was wäre wenn und vielleicht und überhaupt.:hmm:

Beispiel meine Kater waren etwa gleich alt und haben das gleiche Trofu bekommen ( Barf kannte man damals noch nicht so)
Der eine ist 14J. geworden und dann waren die Nieren platt, der andere ist 20J. geworden und hatte einen Schlaganfall. So, das ist jetzt keine randomisierte Doppelblindstudie, aber zeigt mir, daß es nicht nur auf die Ernährung ankommt.

Meine Frage war aber, ob es Leute gibt, die ihr Essen auch so aufdröseln und genau berechnen. Ich habe da echtes Interesse dran und will auch da nicht verurteilen und werten:lach3:

Peppi
10.05.2012, 16:51
Mein Kater wiegt die Mäuse, bevor er sie vertilgt! Und natürlich nur Mäuse, die selber auf Ihre Ernährung achten!

Bonsai
10.05.2012, 17:07
auch wenn du auf mich nicht eingegangen bist;)

Das bin ich schon vor zwei Seiten.. ;)

Und: ich ernähre mich bewusst. Ich weiß was wo drin ist und entscheide dann, was ich essen will. Ob es dann mal ein Burger ist oder der frische Balsamico- Salat bleibt im Endeffekt mir überlassen, aber immerhin weiß ich was ich da in mich rein stopfe und kann entsprechend meine Bewegung, mein restliches Essen etc anpassen.

Cira
10.05.2012, 19:25
Warum ist es eine 'Weiterentwicklung', wenn man aufhört genau zusammenzustellen, was der Hund braucht?

Ich meinte mit "Weiterentwicklung" dass man i.d.R. mit der Zeit lockerer wird, weil einem mit zunehmenden Wissen (wenn man sich damit beschäftigt) klar wird, wie wenig Sinn die ganze Rechnerei macht.


Bei aller Liebe: ich verstehe nicht, warum man das genaue Zusammenstellen so arg verurteilt.
Solange ich niemanden zu etwas zwinge oder unter Druck setze, indem ich sage 'du, du, du, dein Hund krepiert dir noch weg!!' kann ich doch so füttern wie ich will oder?
Mittlerweile wird mindestens genauso ein Brimborium um das Brimborium gemacht, wie das Brimborium selbst.
Warum?
Ist es schlimm alles auszurechnen?
Nein.


Ich verurteile es ja nicht, ich schmunzel nur ein wenig drüber, weil ich es übertrieben finde und weil es mich an meine erste Rohfütterzeit erinnert, also schmunzel ich zum Teil auch über mich selbst.
Dass Du es so handhabst, dafür habe ich vollstes Verständnis, das schrieb ich doch auch.
Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass niemand exakt den genauen Bedarf eines Hundes kennt, dass ist noch nie genau ermittelt worden und wird es auch nicht werden, weil es unmöglich ist.

Man kann die Ernährung nicht an Gramm und Microgramm festmachen, sie beruht auf Beobachtungen, Erfahrungen und Vermutungen im einem weitgesteckten Rahmen.
Auch die Angaben auf den Fertigfutterpackungen sind reine Schätzungen, die darauf zurückführen.
Von daher ist jede Rechnerei diesbezüglich zum Scheitern verurteilt, allein schon allein deshalb weil der Bedarf eines jedem Individuum anders ist und dazu auch noch schwankt.
Hinzu kommt, dass sämtliche Inhaltsstoffe der Nahrungsmittel, die man füttert ebenfalls schwanken.
Von daher ist gar nichts anderes, als ein grober Überblick möglich.


Tut es jemandem weh?
Nein.
Verunsichert es jemanden?
Vielleicht. Aber wenn man sich wirklich für die Ernährung intressiert wird man damit leben können sich eine Nacht hinzusetzen und sämtlichen Bedarf auszurechnen, oder nicht?
Ist es heuchlerisch sich selbst nicht so optimal zu versorgen wie den Hund?
Nein. Für mich selbst treffe ich die Entscheidungen, der Hund kann sich nicht selbst ernähren und entscheiden.
Ich finde es klasse wenn man sich gründlich damit auseinandersetzt und ich bedaure mit meiner Einstellung der 'Buhmann' sein zu müssen. :kicher:

Bist Du nicht.
Mach ruhig, wenns Dich beruhigt. :)

...

Bonsai
10.05.2012, 20:31
Ich meinte mit "Weiterentwicklung" dass man i.d.R. mit der Zeit lockerer wird, weil einem mit zunehmenden Wissen (wenn man sich damit beschäftigt) klar wird, wie wenig Sinn die ganze Rechnerei macht.

Kannst du das weiter ausführen? Was genau macht deiner Meinung nach wenig Sinn und warum?

Man kann die Ernährung nicht an Gramm und Microgramm festmachen, sie beruht auf Beobachtungen, Erfahrungen und Vermutungen im einem weitgesteckten Rahmen.

Was ja hier zumindest niemand tut.

Von daher ist gar nichts anderes, als ein grober Überblick möglich.

Welcher aber immernoch genauer ist als so manches Fertigfutter oder 'malebensorohfüttern'. Und deshalb auch wichtig für mich und meinen Hund.
Würde ich Bonnie in akuten Phasen etwas geben, wovon sie nicht zuviel bekommen darf, dann würde sie in kürzester Zeit eingehen.
Ich habe mit meiner TÄ mittels des großen Blutbildes und der Urinproben einen groben Bedarf ausrechnen lassen, mir erklären lassen worauf er sich stützt und richte mich nach dem aktuellsten.
Bei Leelah brauche ich diesen Aufwand nicht. Die frisst alles, immer und verträgt es auch. Bei Leelah reicht mir der Durchschnittsbedarf, den ich dann nach Optik und Wohlbefinden des Hundes anpasse.
Da ist alles etwas lockerer, etwas 'weiter gestrickt'. Dennoch halte ich die Tabelle für etwas Sinnvolles und (für mich) Wichtiges.

Cira
10.05.2012, 22:37
Kannst du das weiter ausführen? Was genau macht deiner Meinung nach wenig Sinn und warum?

Die Gründe dafür habe ich doch ausführlich weiter unten aufgeführt.^^
Oder was war noch unklar?


Was ja hier zumindest niemand tut.

Hatte sich für mich jetzt schon so angehört.
Wenn nicht, worüber reden wir denn dann hier die ganze Zeit? :)


Welcher aber immernoch genauer ist als so manches Fertigfutter oder 'malebensorohfüttern'.

Nein, warum sollte der genauer sein. Wie kommst Du darauf?
Irgendworan orientiert sich die Futtermittelindustrie mit ihren Werten und Tabellen doch auch, woran sonst, als an einem gewissen Bedarf des Tieres?

Es geht mir auch gar nicht darum "mal eben so" völlig ohne Sinn und Verstand roh zu füttern.
Einen groben Überblick sollte man meiner Meinung nach schon im Auge haben.

Für mich ist der Hund auch kein Müllschlucker oder Vertilger von Resten der Menschen, sondern immer noch Carnivore, das schrieb ich weiter oben ja auch bereits.


Und deshalb auch wichtig für mich und meinen Hund.
Würde ich Bonnie in akuten Phasen etwas geben, wovon sie nicht zuviel bekommen darf, dann würde sie in kürzester Zeit eingehen.
Ich habe mit meiner TÄ mittels des großen Blutbildes und der Urinproben einen groben Bedarf ausrechnen lassen, mir erklären lassen worauf er sich stützt und richte mich nach dem aktuellsten.


Es ist natürlich etwas Anderes, wenn man einen Hund hat der krank ist und/oder gewisse Dinge nicht verträgt, da bleibt einem nichts anderes übrig, als die Ernährung anzupassen.
Ich ging aber jetzt davon aus, dass wir allgemein vom gesunden Hund ausgehen.
Nicht von kranken oder welchen die bestimmte Nahrungskomponenten nicht oder nur schlecht vertragen und die aufgrunddessen besonders ernährt werden müssen.



Bei Leelah brauche ich diesen Aufwand nicht. Die frisst alles, immer und verträgt es auch. Bei Leelah reicht mir der Durchschnittsbedarf, den ich dann nach Optik und Wohlbefinden des Hundes anpasse.
Da ist alles etwas lockerer, etwas 'weiter gestrickt'.

;)


Dennoch halte ich die Tabelle für etwas Sinnvolles und (für mich) Wichtiges.

Und ich habe schon ein paar Mal geschrieben, dass ich das respektiere, es (für mich) aber so nicht mehr in Frage kommt, weil es (für mich) keinen Sinn mehr macht.
Also entspann Dich wieder, ich will Dir nichts. :lach4:

...

Bonsai
10.05.2012, 23:21
Eigentlich bin ich recht entspannt. :lach3:
Ich finde es nur sehr intressant. :)

Nein, warum sollte der genauer sein. Wie kommst Du darauf?

Weil er sich genau nach dem Bedarf meines Hundes richtet.
Und den haben 'wir' ja mittels einiger Tests erfahren. Die Futtermittelindustrie richtet sich nach dem Standart, der aber, wie du schon sagtest, nur den Durchschnitt angibt und nicht auf jeden Hund zutrifft.
Daher macht es mMn schon Sinn sich da hinter zu klemmen. Also.. es ist aufjedenfall nicht sinnlos. ;)
Und daher meine Frage.

Und ich glaube auf Seite 1 schrieb ich das hier:

Ich wiege garnichts, gehe eher nach 'Augenmaß' und schätze meißt wieviel in den Napf kommt.

:peace:

Mickey48
10.05.2012, 23:36
Ich geh mir jetzt 535g Pizza holen! :lach4:
Aber pass auf, dass die 58,036g Gemüse gedünstet und und die 43,137g Fleisch in fettarmen Schellfisch umgetauscht werden, sonst bringst du deinen Nährstoffhaushalt toooootaaaal durcheinander.;)

Jule69
11.05.2012, 00:14
@Jule: Aber ist das nicht auch bezeichnend für einen Trend in der Hundehaltung? Keiner traut sich mehr etwas zu entscheiden? Alles ist geprägt von der Angst etwas falsch zu machen, weiter oben kommt sogar die Frage, was wäre wenn Omma Hilde den Schäfer nicht nur mit Brotkanten gefüttert hätte (obgleich die Lebenserwartung der Hunde gesunken ist und eigentlich alles für Omma Hilde spräche).

Jeder ist auf der Suche nach der Bedienungsanleitung für den Hund.

Ich finde das nimmt mittlerweile beängstigende Formen an...

Ja, das ist beängstigend, aber liegt es nicht auch daran, das man den Leuten ständig suggeriert, das sie etwas falsch machen bzw ihnen vorgibt wie genau man sich wann zu verhalten hat :hmm:.
Jeder hält sich irgendwie nur noch an das was in irgendeiner Bedienungsanleitung ;) geschrieben steht und jeder nimmt die (Bedienungs-)anleitung die ihm am gelegensten kommt. Dann bemüht man sich die Dinge 1:1 umzusetzen und wenn es nicht funzt dann liest man das nächste Buch und stellt plötzlich alles wieder in Frage. Das die Menschen verunsichert werden bleibt doch gar nicht aus. Das ist doch bei der Erziehung und der Ernährung das Gleiche. Alles muss nach Plan laufen, ob nun Futterplan oder Erziehungslehrplan. Wer da nicht ein gesundes Selbstvertrauen oder die nötige Erfahrung hat wird doch zwangsläufig kirre und Probleme sind vorprogrammiert. Warum sollte ein Hund sich an jemandem orientieren, der offenbar selbst nicht weiß wo rechts und links ist :hmm:.

Sich mit den Dingen zu befassen ist ja berechtigt, sinnvoll und ok, aber ich hab´s ja an anderer Stelle auch schon mal erwähnt, man sollte nicht einfach vollkommen seinen (gesunden?) Hunde- und Menschenverstand ausschalten, sich einfach mal etwas mehr auf seinen Bauch verlassen.
Irgendwie gibt jeder die Verantwortung nur noch ab :hmm:.

Das Feedback meiner Hunde ist doch für mich der sicherste Indikator und vermittelt mir 1000mal mehr, als es sonstwer könnte :hmm:.
Manchmal frag ich mich, warum die Leute eher bereit sind an das zu glauben was sie gehört, gelesen oder sonstwo aufgeschnappt haben, als an das was ihre Hunde ihnen "sagen"?


Natürlich hat man als Neuling Angst. Ich mache auch weniger den Neulingen einen Vorwurf, als den Leuten die großzügig mit Tipps um sich werfen, obgleich sie selber noch im gleichen Stadium stecken.

Und wenn man den Leuten sagt: "Komm mal runter, bevor Dein Hund verhungert, wird es Dir sicher auffallen", dann ist man der Buhmann!

Das ist doch Banane. :sorry:

Da gebe ich dir recht, aber es ist vielleicht einfach manchmal das "wie" man das den Leuten sagt und wenn jemand meint er muss den Bedarf seines Hundes Grammgenau ausrechnen, dann sollte man es vielleicht einfach gelassen und mit etwas Humor sehen :hmm:. Demjenigen gibt es ein gutes Gefühl es so zu handhaben und dem Hund schadet es genausowenig wie das Hühnerfrikasse das wir (also die Hunde und ich) heute gemeinsam gegessen haben ;) und früher oder später entwickelt m.E.n jeder die nötige Sicherheit und gibt das rechnen dran und sollte es nicht so sein, tut´s doch auch keinem weh.

Ein klitzekleines bisschen mehr Toleranz würde so manchem gut zu Gesicht stehen :D
und Buhmann sein ist doch auch gar nicht sooo schlimm, solange ein kleiner Teil der Message vielleicht angekommen und hängengeblieben ist ;).

Wer ja auch ziemlich dämlich für so ein (Diskussions-)Forum, wenn alle immer einer Meinung wären :p.

kairos
11.05.2012, 13:56
Ich kopier hier nicht den ganzen Beitrag von Jule69 ein, aber ich kann mich diesem wirklich voll und ganz nur anschliessen...!

Deshalb::04::lach2::lach2:

Cira
12.05.2012, 14:32
Eigentlich bin ich recht entspannt. :lach3:
Ich finde es nur sehr intressant. :)

Okay, prima. :)

Ich habe bei meinen Hunden und Katzen auch ab und zu mal zur Kontrolle ein großes Blutbild anfertigen lassen, vor allem am Anfang, die waren immer im guten Rahmen.
Deswegen genügt es mir inzwischen genügt sie zu beobachten, was sie vertragen und was nicht, wie sie aussehen und ob es ihnen gutgeht.

...

Suse
16.05.2012, 08:00
...Allerdings sollte Dir bewusst sein, dass niemand exakt den genauen Bedarf eines Hundes kennt, dass ist noch nie genau ermittelt worden und wird es auch nicht werden, weil es unmöglich ist.

Da mußte ich schmunzeln,
der Bedarf von Hunden und Katzen ist sehr, sehr genau bekannt. Es gibt riesige Futtermittelfirmen die selbst forschen und die Universitäten weltweit. Natürlich gibt es individuelle Unterscheide aber auch darüberist viel bekannt.

Das Hunde und Katzenfutter den nicht immer entspricht liegt an wirtschaftlichen Gründen (bessere Qualität kostet eben mal Geld) und Verbraucherwünschen (z.B. Fischmehl und Hefezellwände) will kein Verbraucher haben.

Peppi
16.05.2012, 09:38
Da mußte ich schmunzeln,
der Bedarf von Hunden und Katzen ist sehr, sehr genau bekannt. Es gibt riesige Futtermittelfirmen die selbst forschen und die Universitäten weltweit. Natürlich gibt es individuelle Unterscheide aber auch darüberist viel bekannt.

Die Industrie zahlt die Unis, dass die entsprechende Nachweise erbringen! Stoffwechsel, Energiehaushalt, etc. werden nie pauschal erforscht werden können, weil sie individuell sind!


Ein Schulkollege von mir hat nach seinem Studienabschluss einen Forschungsauftrag von Masterfoods erhalten. Darin ging es darum, den Nachweis zu erbringen, dass Schokolade gegen Krebs hilft.

Nur um sich mal bildlich vorstellen zu können, wie rum das in der Forschung manchmal läuft...;)

Suse
16.05.2012, 15:49
Die Industrie zahlt die Unis, dass die entsprechende Nachweise erbringen! Stoffwechsel, Energiehaushalt, etc. werden nie pauschal erforscht werden können, weil sie individuell sind!

Ein Schulkollege von mir hat nach seinem Studienabschluss einen Forschungsauftrag von Masterfoods erhalten. Darin ging es darum, den Nachweis zu erbringen, dass Schokolade gegen Krebs hilft.

Nur um sich mal bildlich vorstellen zu können, wie rum das in der Forschung manchmal läuft...;)

Du weißt schon was ich beruflich jetzt mache, oder? :boese1:

Klar zahlt die Industrie schon mal eine Studie und die kommt dann für das eigene Produkt gut raus. Aber dann würden die Unis ja nur an kommerziellen Produkten forschen. Sachen wie MOS (Hefezellwände) gibt es aber von vielen Herstellern das heißt wenn die Unis daran arbeiten ist es nicht im Interesse genau einer Firma.

Stoffwechsel unterscheidet sich individuell aber Hühner können Milchzucker nie verstoffwechseln und junge Hunde immer. Also gibt es vieles was man erforschen kann.

Klar wird es immer Hunde geben die eher ansetzen als andere bei gleicher Futtermenge, aber generell ist der hund sehr, sehr gut erforscht.

Die Proteinmengen im Hundefutter sehen sie meisten als zu hoch, aber leider kaufen wohl viele Hunde und Katzenfutter über das Etikett und fordern diese Werte.

Und nur weil einer so 'nen Job hatte, oder ein paar Dutzend in der Amerikanischen Tabakindustrie heißt das nicht die ganze Branche ist böse. Das wäre ja so als würde man sagen alle Molosser beißen. :kicher:

Peppi
16.05.2012, 16:15
Du weißt schon was ich beruflich jetzt mache, oder? :boese1:

Klar zahlt die Industrie schon mal eine Studie und die kommt dann für das eigene Produkt gut raus. Aber dann würden die Unis ja nur an kommerziellen Produkten forschen. Sachen wie MOS (Hefezellwände) gibt es aber von vielen Herstellern das heißt wenn die Unis daran arbeiten ist es nicht im Interesse genau einer Firma.

Stoffwechsel unterscheidet sich individuell aber Hühner können Milchzucker nie verstoffwechseln und junge Hunde immer. Also gibt es vieles was man erforschen kann.

Klar wird es immer Hunde geben die eher ansetzen als andere bei gleicher Futtermenge, aber generell ist der hund sehr, sehr gut erforscht.

Die Proteinmengen im Hundefutter sehen sie meisten als zu hoch, aber leider kaufen wohl viele Hunde und Katzenfutter über das Etikett und fordern diese Werte.

Und nur weil einer so 'nen Job hatte, oder ein paar Dutzend in der Amerikanischen Tabakindustrie heißt das nicht die ganze Branche ist böse. Das wäre ja so als würde man sagen alle Molosser beißen. :kicher:

Da hast Du recht, aber ich hatte "Bedarf" im Kontext als Hinweis auf individuelle "Verwertung" verstanden.

Zur Gangart der Unis: Der Staat vergibt aber nicht regelmäßig Forschungsaufträge, so daß "private" Fördergelder zwingend notwendig sind... und die Motivation kann man sich ja meistens an 5 Fingern abzählen! ;)

Als nächstes "Katzen würden Mäuse kaufen".

Die erste Version wurde zurück gezogen. Gründe sind Dir ja sicherlich bekannt.

Ich hab die "zensierte" Version. Die ist immer noch voller heftiger Schuldzuweisungen gegen die Arbeitsweise von Futterindustrie und allem was damit zusammenhängt. Eben auch die Unis und Hochschulen.

Frage: Wenn das nicht stimmt, warum mussten diese Hinweise nicht auch nachträglich aus dem Buch genommen werden?

Ich hab meine eigene Theorie und ein Blick auf unser Spezialkatzenfutter (gem. Tierarzt) bestärkt mich in meiner Annahme!

Bitte nicht persönlich nehmen! :sorry:

Bonsai
16.05.2012, 16:26
Frage: Wenn das nicht stimmt, warum mussten diese Hinweise nicht auch nachträglich aus dem Buch genommen werden?

Vielleicht genau weil sie nicht stimmen?
Hab das Buch nicht gelesen und mich nicht näher mit der Futtermittelindustrie befasst, allerdings wäre das jetzt so meine erste logische Schlussfolgerung.

Cira
16.05.2012, 16:34
Moment.
WENN sie nicht stimmen, wäre es Verleumdung.
Würden die Firmen das so stehen lassen?

...

Peppi
16.05.2012, 16:44
Richtig. So ist es ja mit den anderen Stellen passiert, die nicht nachweisbar waren.

jawoll
16.05.2012, 18:42
Mich bewegt immer die Frage, warum wir uns einreden (lassen), unser Hund müsse zu _jeder_ Mahlzeit _alle_ Vitamine, Nährstoffe, Ballaststoffe und was weiß ich haben?

Also ganz ehrlich: Ich hab drei Kinder. Und ich hab wirklich, wirklich Null Plan, wie viele Vitamine und Nährstoffe ich denen am Tag gebe. - Meine Frau auch nicht. Wir versuchen, gesund zu leben, wenn damit gemeint ist, viel an Obst und Gemüse zu essen. Aber das wars auch schon.
Ich kenne auch kein Lebewesen auf diesem Planeten, was sich strikt nach irgend nem ausgerechneten Plan ernährt.

Komisch, dass viele denken, der Hund würde etwas vermissen, wenn er nicht ständig seine Trockenfutterration mit den ach so wichtigen Vitaminen und sonstigen Inhaltsstoffen bekommt.
Komisch, dass ich selber lange Zeit so gedacht hab. -- Bis mir obiges bewusst wurde: Ich ernähre weder meine Kinder, noch gar mich selber so. Aber vielleicht übersehe ich ja etwas? :sorry:

Bonsai
16.05.2012, 18:52
Eventuell die Tatsache, dass du selbst entscheiden kannst wie du dich ernährst, der Hund allerdings nicht?
Vielleicht auch die tatsache, dass menschen deutlich älter werden als Hunde und damit nicht so arg auf eine genaue Ernährung achten müssen?
Oder vielleicht auch die Tatsache, dass der Mensch das Verdauungssystem eines Allesfressers hat, der Hund allerdings nur das Verdauungssystem eines Fleischfressers, was sich grundlegend unterscheidet?
Menschen mit Hunden zu vergleichen halte ich für suboptimal. :)

jawoll
16.05.2012, 19:10
Dem letzten Satz stimme ich zu. Dennoch ist es nicht falsch zu sagen, dass sich kein Lebewesen so ernährt, wie oben beschrieben.

Zum ersten Satz ist aus meiner Sich zu sagen, dass ich genau aus diesem Grund kein Trockenfutter mehr gebe. Denn ich gäbe die Verantwortung für die Ernährung meines Hundes an andere ab.

Scotti
16.05.2012, 19:32
Eventuell die Tatsache, dass du selbst entscheiden kannst wie du dich ernährst, der Hund allerdings nicht?
Vielleicht auch die tatsache, dass menschen deutlich älter werden als Hunde und damit nicht so arg auf eine genaue Ernährung achten müssen?
Oder vielleicht auch die Tatsache, dass der Mensch das Verdauungssystem eines Allesfressers hat, der Hund allerdings nur das Verdauungssystem eines Fleischfressers, was sich grundlegend unterscheidet?
Menschen mit Hunden zu vergleichen halte ich für suboptimal. :)

Vor allem werden Hunde wesentlich schneller erwachsen, das macht das Welpenfuettern so schwierig, ganz besonders bei schnellwuechsigen Rassen.

Peppi
17.05.2012, 10:10
Das ist unschlüssig die Industrie zu verteufeln, weil es sie viel zu kurz gibt, als das die Verdauung des Hundes sich drauf einstellen konnte und andererseits die Geschichte Mensch/Hund zu ignorieren. Hunde wurden mit menschlichen Abfällen gefüttert, seit urlanger Zeit. Und sie haben ganz sicher nicht jeden Tag feinste Fleischmahlzeiten abgegriffen!

Suse
18.05.2012, 19:43
Und wieviel im Hundefutter kommt aus der Industrie 1-2%? Der Rest ist Getreide aus der Landwirtschaft, Fleisch, Gemüse, Mineralstoffe.

Ich finde Barf klasse, hätte aber nicht den Nerv alles zusammenzurechnen. Ich kenne die Industrie gut und bin mir sicher das sie in aller Regel versucht sinnvolles Futter zu machen.

Zum Thema der Hund braucht jeden Tag alle Vitamine völliger Schwachsinn. Einige klar täglich, andere speichert Man/ Hund auch bis zu einem Jahr. Mein menschlicher Nachwuchs ist auch mal einen Tag nur Fleisch und Obst, dann wieder mal einen nur Gemüse. Macht mir gar keine Sorgen.

jawoll
18.05.2012, 23:10
Ich finde Barf klasse, hätte aber nicht den Nerv alles zusammenzurechnen. Ich kenne die Industrie gut und bin mir sicher das sie in aller Regel versucht sinnvolles Futter zu machen.


Darum geht es ja: Nicht rechnen, gesunder Menschenverstand. :)
Der zweite Teil...Ich kann mir nicht helfen. Wenn ich auf die Rückseite der Hundefutter schaue, erhalte ich eigentlich eher den Eindruck, die Industrie versucht Geld zu verdienen. Ob es sinnvolles Futter ist, oder nicht, scheint mir eher zweitrangig.

Und ja. Natürlich gibt es immer die rühmlichen Ausnahmen. - Die kosten dann auch entsprechend.

Bonsai
18.05.2012, 23:44
Und ja. Natürlich gibt es immer die rühmlichen Ausnahmen. - Die kosten dann auch entsprechend.

Den Satz möchte ich mal aufgreifen.
Mich kostet Barf nämlich erheblich mehr als TF! Klar, bestellt man bei Tierhotel und Co kommen zu den normalen Kosten noch die Versandkosten, die nicht zu verachten sind. Dazu kommt, dass ich mittlerweile oft das Gefühl habe, dass die Gewolften 'Würste' sehr stark gestreckt sind. Huhn am Stück brauche ich z.B. 700gr. für Bonnie. Gewolft komme ich auf etwa 1kg.. :schreck:
Deshalb weiche ich mittlerweile auf Fleisch aus der TK aus, welches man im Supermarkt bekommt.
Leider ist da die Auswahl nicht so groß..

Mickey48
18.05.2012, 23:49
Das mit der TK haben wir auch ab und zu gemacht, dann ist es auch OK.
Wenn man es aber öfter macht, spart man im Notfall die Kosten für Breitbandantibiotika.
Bei Welpen würde ich kein Supermarktfleisch nehmen, je nach Preisklasse sind die teilweise mit Wachstumshormonen nur so vollgepumpt.
Frag doch mal den nächsten Metzger oder landwirt mit hausschlachtung, da bekommst du so manches Stück für lau, da es in der lebensmittelindustrie als "Abfall" gewertet wird.

Bonsai
19.05.2012, 01:27
Wo finde ich denn sowas in Berlin?
Habe bisher noch keinen Metzger in meiner Gegend gefunden, erst recht keinen, der die Tiere selbst zerlegt. :(

Mickey48
19.05.2012, 01:32
Wo bist du denn in Berlin?
Kannst du das umliegende Stückchen Brandenburg erreichen?
Dort sollte sich etwas finden lassen.

Suse
19.05.2012, 12:51
Darum geht es ja: Nicht rechnen, gesunder Menschenverstand. :)
Der zweite Teil...Ich kann mir nicht helfen. Wenn ich auf die Rückseite der Hundefutter schaue, erhalte ich eigentlich eher den Eindruck, die Industrie versucht Geld zu verdienen. Ob es sinnvolles Futter ist, oder nicht, scheint mir eher zweitrangig.

Und ja. Natürlich gibt es immer die rühmlichen Ausnahmen. - Die kosten dann auch entsprechend.

Bei Vitaminen un Protein reicht mir das Mitdenken; beim Kalzium:Phosphor Verhältniss würde ich aber rechnen wollen. Auf jeden Fall solange der Hund noch wächst weil man mit einem falschen Verhältniss schon Schaden anrichten kann.

Wir hätten da zwei Säcke mitteltueren Futters im Keller. Kommt aus Bayern und enthält nur Calcium und ich glaube Trockenhefe aus der "bösen" Industrie.

Suse
19.05.2012, 12:58
Das mit der TK haben wir auch ab und zu gemacht, dann ist es auch OK.
Wenn man es aber öfter macht, spart man im Notfall die Kosten für Breitbandantibiotika.
Bei Welpen würde ich kein Supermarktfleisch nehmen, je nach Preisklasse sind die teilweise mit Wachstumshormonen nur so vollgepumpt.

Kaufst du dein Fleisch in Amerika? Wachstumshormone gibt es in Europa höchstens (auchillegal) aml bei Showtierchen. In der Nahrungskette ist es kein Thema. Auch Antibiotische Leistungsförderer sind in Europa verboten, die aktuelle Bericht erstattung zum Thema all Hühner bekommen Antibiotika wurde auch zurückgezogen. Also das Fleisch ist besser als du fürchtest.

Ist ein bischen wie das Thema Kampfhunde - 10 000 Hühnchenproben ohne Beanstandung macht eben keine so gute Presse wie eine mit Problemen.

Etwas im Ernst wenn man Geflügel wegen Medikamenten meiden will würde ich von Pute Abstand nehmen, wie mehr behandelt als jedes Huhn.

Mickey48
19.05.2012, 13:21
Ich sprach von Geflügel zu Discouinterpreisen, das wird auch hierzulande ganz legal "gedopt".
Mir tut es immer leid, wenn man ganz legal in Deutschland Dollybuster Geflügel rumlaufen sieht.
Natürlich ist nicht jeder Betrieb so, aber bei Discounterpreisen "gewinnt" man fast immer.

Suse
19.05.2012, 20:24
Ich sprach von Geflügel zu Discouinterpreisen, das wird auch hierzulande ganz legal "gedopt".
Mir tut es immer leid, wenn man ganz legal in Deutschland Dollybuster Geflügel rumlaufen sieht.
Natürlich ist nicht jeder Betrieb so, aber bei Discounterpreisen "gewinnt" man fast immer.

Nein, die Dolly Buster Hühner machen das auf Grund ihrer Genetik, bis an den Punkt wo einige nicht mehr laufen können :traurig:

Hormone sind nicht legal und zumindest in den letzten 10 Jahren hat es auch keinen einzigen bestätigten verdacht bei Tieren in der Nahrungskette gegeben.

Es ist viel im Argen bei der Industriellen Tierproduktion aber zumindest die Futtermittel sind viel besser als ihr Ruf.

Peppi
20.05.2012, 07:35
http://www.biothemen.de/Tier/gefluegel/leistung.html

Cira
20.05.2012, 18:18
Nein, die Dolly Buster Hühner machen das auf Grund ihrer Genetik, bis an den Punkt wo einige nicht mehr laufen können :traurig:

Hormone sind nicht legal und zumindest in den letzten 10 Jahren hat es auch keinen einzigen bestätigten verdacht bei Tieren in der Nahrungskette gegeben.

Es ist viel im Argen bei der Industriellen Tierproduktion aber zumindest die Futtermittel sind viel besser als ihr Ruf.

Arbeitest Du in der PR-Abteilung eines Konzerns?

...

Suse
21.05.2012, 12:43
Definition Leistunsförderer war fast komplett ( es gibt noch andere) was die Seite vergessen hat zu erwähnen sind das diese Antibiotika europaweit illegal sind. Hormonelle Sachen werden gar nicht erst erwähnt oder das probiotika auch in vielen Biolabels zugelassen sind.

@ Cira, nein ich bin aber in der Branche. Vermutlich nehme ich es zu persönlich wenn über Tierfutter geflucht wird. Es hat einen unglaublich schlechten Ruf obwohl es strenger kontrolliert wird als viele Lebensmittel. Kritische Konsumenten sind gut, aber auf Basis der Fakten halt.

Suse
21.05.2012, 12:45
Definition Leistunsförderer war fast komplett ( es gibt noch andere) was die Seite vergessen hat zu erwähnen sind das diese Antibiotika europaweit illegal sind. Hormonelle Sachen werden gar nicht erst erwähnt oder das probiotika auch in vielen Biolabels zugelassen sind.

@ Cira, nein ich bin aber in der Branche. Vermutlich nehme ich es zu persönlich wenn über Tierfutter geflucht wird. Es hat einen unglaublich schlechten Ruf obwohl es strenger kontrolliert wird als viele Lebensmittel. Kritische Konsumenten sind gut, aber auf Basis der Fakten halt.

Peppi
21.05.2012, 13:03
Definition Leistunsförderer war fast komplett ( es gibt noch andere) was die Seite vergessen hat zu erwähnen sind das diese Antibiotika europaweit illegal sind. Hormonelle Sachen werden gar nicht erst erwähnt oder das probiotika auch in vielen Biolabels zugelassen sind.

Da steht doch auch irgendwo, dass Hormone verboten sind... also eigentlich, Dir beipflichtend! ;)


Aber laut aktueller Untersuchung (gestern im Radio) wohl erschreckend viele Antibiotika Resistenzen im Industriefleisch, insbesondere wohl bei Schweinen! :(

Suse
21.05.2012, 14:14
Da steht doch auch irgendwo, dass Hormone verboten sind... also eigentlich, Dir beipflichtend! ;)


Aber laut aktueller Untersuchung (gestern im Radio) wohl erschreckend viele Antibiotika Resistenzen im Industriefleisch, insbesondere wohl bei Schweinen! :(

Tierhalter (und Deutsche) kommen in Holland daher meist auf die Isolierstation...
Die Resistenzen waren der Hauptgrund warum antibiotische Leistungsförderer verboten wurden.

Peppi
21.05.2012, 14:21
Tierhalter (und Deutsche) kommen in Holland daher meist auf die Isolierstation...

Da war ich noch nie, wenn ich nach Holland gehfahren bin! :D

bx-junkie
21.05.2012, 14:54
Da war ich noch nie, wenn ich nach Holland gehfahren bin! :D

:kicher: Ich auch nicht :35:

jawoll
21.05.2012, 18:46
Hö? Ihr habt's nur nicht gemerkt. *kicher*
:)

Suse
23.05.2012, 07:28
Vorgestern war der NDR auch bei dem Thema antibiotikaresistenzen in der Landwirtschaft. Eigentlich ganz gut recherchiert, das Thema der MRSA bei Landwirten kam auch auf.

Impressum - Datenschutzerklärung