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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Babesiose, Borreliose ?


Hailee
28.03.2012, 07:13
Gestern abend, 22.30 Uhr, ich war schon im Bett, rief mich mein Mann runter,
Rhino ginge es schlecht. Als ich ihn sah, er war ein Bild des Elends.
Sein Kopf ging auf und ab, als würde er an einem Presslufthammer hängen.
Seine Zunge war trocken und wie Papier und er glühte richtig.
Ich hab ihm zuerst mit etwas Wasser das Maul und die Zunge benetzt und
er war richtig gierig darauf. Dann Fiebermessen, 41,1 C. :schreck:
Stehen konnte er auch nicht richtig.
Die letzten beiden Tage war mir aufgefallen, dass er beim Spaziergang nicht
so richtig mitwollte, aber das ist bei Rhino schon mal drinn, er ist eher von
der faulen Franktion.
Ich hab sofort unserer Tierärztin angerufen und sie sagte, wir sollen sofort
zu ihr in die Praxis kommen, sie hätte diese Woche schon 4 -5 Hunde gehabt
mit diesen Symtomen. Alle hatten dann das Ergebnis Babsioe und Borreliose
zusammen.
Wir also beide Hunde geschnappt und ab in die Praxis. Dort wurde Rhino
dann prophylaxisch gegen Babsiose und Borreliose gespritzt, außerdem Antibiotika. Außerdem wurde gleich Blut abgenommen für ein großes Blutbild.
Heute haben wir jetzt wieder einen Termin um weiter abklären zu können.
Ich bin unserer Tierärztin so dankbar. Es ist schließlich nicht selbstverständlich sich so spät nochmal in die Praxis zu machen. :sorry:
Jetzt hoffen wir erst mal, dass sich nichts mehr weiter ergibt.
Hat jemand Erfahrung mit Babsiose und/oder Borrelios gemacht ?
Und ich weiss, es ist jedes Jahr immer ein Thema, aber wie schützt ihr eure
Hunde effektiv vor Zecken, denn unsere Tierärztin hat gemeint, dieses Jahr
sei sehr extrem ?

bx-junkie
28.03.2012, 07:31
Meines Wissens nach gibt es eine Schutzimpfung gegen Borreliose...frag mal deine TAin danach...und gegen Zecken hilft nicht viel...trotz der ganzen Mittelchen gehen sie auf den Hund und saugen sich fest, auch wenn sie danach absterben nutzt das dem Hund nicht allzuviel...hier haben wir mit Zecken GsD keinerlei Probleme,meine Hunde hatten noch nie welche :35:
Gute Besserung für Rhino!

blue
28.03.2012, 07:38
Einer meiner Bulli-Nachkommen hatte letztes Jahr Babsiose.
Gleiche Bild , wie von dir beschrieben...
Erst Schlappheit,dann hohes Fieber und Schüttelfrost.
Er wurde sofort zum Notdienst gebracht und musste 3 Tage in der Klinik, zum Teil am Tropf, bleiben.
Insgesamt brauchte er fast 3 Monate, um die Krankheit vollständig abzuwehren und zu genesen!

Die Besitzer waren mit ihm in Italien auf Urlaub. Von dort vermutet man die verursachende Zecke,weil in der Schweiz eigendlich kein Risiko-Gebiet war.....


Gute Besserung !

Hailee
28.03.2012, 08:05
Vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Dieses Jahr werden wir aber nicht drumherum kommen, Abwehrmassnahmen gegen
die Zeckenplage zu suchen. Noch nie ne Zecke, kann ich mir gar nicht vorstellen,
ich zupfe jeden Tag mind. 3 pro Hund, z.Zt. eher mehr ab. Ich hab die zwei schon
während des Laufens im Auge, da man die Blutsauger noch am Besten auf dem Fell
sieht, bevor sie sich festbeissen.
Rhino sieht wirklich armselig aus. Jetzt liegt er im Flur und wartet auf den Ausgang,
aber ich lass ihn heute zu Hause, er ist doch noch sehr wackelig.
Ich muss wirklich aufpassen, damit ich ihn nicht zu sehr bemitleide, sonst tanzt er mir später auf der Nase herum.

Peppi
28.03.2012, 08:17
Natürlich haben wir hier Zecken - ohne Ende. Aber die Meldung: "Dieses Jahr besonders heftig" ist schon ein Dauerbrenner, seit wir Hunde haben.

Die Impfung ist meines Wissens nicht 100% sicher, weil sich der Erreger (?) verändert?

Ich weiss es leider nicht genau, aber wir wollten uns schonmal schützen, ging nur halt nicht zu 100%.

Alles gute dem Zeckentaxi! :)

bx-junkie
28.03.2012, 08:58
Noch nie ne Zecke, kann ich mir gar nicht vorstellen,


Ist aber so ;) Selbst wenn wir mit den Hunden im Wald waren (was wirklich nur alle sieben Pfingsten mal vorkommt-zu voll da-) haben sie keine...warum weshalb wieso, keine Ahnung...ist mir aber auch wurscht, Hauptsache die Viecher bleiben uns vom Leib :D
P.S. Ich nutze auch keinerlei Mittelchen etc. daran kann es also auch nicht liegen..

Ich hoffe dein Stinker erholt sich schnell und vollständig wieder...wenn es Babesiose ist, dagegen kann man nicht impfen...nur Borreliose...aber das was Peppi sagt, das die Impfung nicht besonders schützen soll, hab ich auch schon gehört...

Sanny
28.03.2012, 09:09
Ich habe mal gehört oder gelesen, dass die Erreger erst nach 12-24 Stunden von der Zecke auf den Hund übertragen werden. Ob das so stimmt :35:

Aber ich such Sanny in der Zeckensaison einfach nach jedem Feld-, Wald- und Wiesenspaziergang zu Hause gleich komplett ab. Ansonsten alle paar Tage mal. Habe immer nur noch so ganz kleine rausgeholt, zum Vollsaugen hatten sie bisher nie Zeit :kicher: Damit hoffe ich das Risiko zu minimieren, falls obige Aussage stimmen sollte.

Die Chemiekeulen gegen Zecken möchte ich Sanyn nicht zunehmen und bei diesen Hausmittelchen...naja:lach3:

Peppi
28.03.2012, 09:11
Ist aber so ;) Selbst wenn wir mit den Hunden im Wald waren (was wirklich nur alle sieben Pfingsten mal vorkommt-zu voll da-) haben sie keine...warum weshalb wieso, keine Ahnung...

Die fallen ja auch nicht von Bäumen!

Hailee
28.03.2012, 10:02
Wir haben hier schon immer Zecken gehabt und da gab es echt schon Tag, da hab
ich pro Hund bis zu 10 Zecken aus dem Fell geholt, direkt nach dem Spaziergang. Das
hat mich auch nicht so erschreckt, nach fast 30 Jahren Hundehaltung ist's normal.
Was jetzt aber so erschreckend ist, ist das die Aggresivität der Zecken so zugenommen
hat. Selbst die TAin ist erstaunt, 5 Hunde (mit Rhino 6) in einer Woche mit akkuten Beschwerden, alle mit Babsiose und Borreliose zusammen infiziert.
Letztes Jahr hieß es noch, die Auwaldzecke, die Babsiose verursacht, ist bei uns nicht so verbreitet, sondern hauptsächlich in Österreich.
Jetzt die Anhäufing der Infizierten ist schon etwas beängstigend.

bx-junkie
28.03.2012, 11:05
Die fallen ja auch nicht von Bäumen!

Schlaumeier...das weiß ich selber :p Aber im Gras neben den Wegen hocken die, so denn welche da sind...und im Wald eher als bei uns im Feld. Das hab ich damit ausdrücken wollen.

Scotti
28.03.2012, 11:15
Ich habe mal gehört oder gelesen, dass die Erreger erst nach 12-24 Stunden von der Zecke auf den Hund übertragen werden. Ob das so stimmt :35:


Nein, es stimmt nicht. Zecken uebertragen auch schon in den ersten Minuten Erreger, da sie sich ab und an durchspuehlen und somit die Erreger in das Wirtstier pumpen. Sie selber sind dann quasi Erregerfrei.

Ach ja, man dreht Zecken im Uebrigen nicht raus, da an ihrem Saugrohr spitze Fortsaetze haben die man, wenn man dreht, nochmal schoen in der Wunde rumdreht und die Verletzung noch groesser macht.
Man zieht sie raus, eventuell, wenn notwendig unter leichtem hin und herwackeln.

Peppi
28.03.2012, 11:30
Schlaumeier...das weiß ich selber :p Aber im Gras neben den Wegen hocken die, so denn welche da sind...und im Wald eher als bei uns im Feld. Das hab ich damit ausdrücken wollen.

Achso, sorry. Bezog sich auf das was Du geschrieben hast. Was Du meintest wusste ich nicht! :p

bx-junkie
28.03.2012, 11:38
Achso, sorry. Bezog sich auf das was Du geschrieben hast. Was Du meintest wusste ich nicht! :p

Wo hab ich geschrieben das sie von Bäumen fallen? :hmm: War doch wohl eher deine Interpretation, gell? :p

Doc_S
28.03.2012, 11:53
Dachte immer, die meisten Zecken gibt es auf der Wiese.
Habe mal einen Bericht gesehen, dort wurden Zecken ,wie im Link zu sehen gefangen. Einfach ein Bettlaken durch die Wiese ziehen, dies wird dann Flächenmäßig hochgerechnet und außerdem noch die Gefährlichkeit errechnet.
Wissenschaftler suchen Helfer: Wer will Zecken sammeln?
http://www.hna.de/nachrichten/kreis-waldeck-frankenberg/korbach/wissenschafler-suchen-helfer-will-zecken-sammeln-nordhessisches-forschungsprojekt-909899.html

Peppi
28.03.2012, 12:00
Wo hab ich geschrieben das sie von Bäumen fallen? :hmm: War doch wohl eher deine Interpretation, gell? :p

Ja, Du hast Recht.

Blöd von mir bei Deinen Ausführungen zum Wald an Bäume zu denken! :hmm:

Du wolltest einfach nur Off-Topic erzählen, dass Ihr selten im Wald seit, weil es da immer so voll ist.

Danke die Geschichte! :kicher:


Mein Großvater hat übrigens...

Sanny
28.03.2012, 12:13
Nein, es stimmt nicht. Zecken uebertragen auch schon in den ersten Minuten Erreger, da sie sich ab und an durchspuehlen und somit die Erreger in das Wirtstier pumpen. Sie selber sind dann quasi Erregerfrei.

Ach ja, man dreht Zecken im Uebrigen nicht raus, da an ihrem Saugrohr spitze Fortsaetze haben die man, wenn man dreht, nochmal schoen in der Wunde rumdreht und die Verletzung noch groesser macht.
Man zieht sie raus, eventuell, wenn notwendig unter leichtem hin und herwackeln.

Hier muss ich sagen, habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich drehe die Zecken immer heraus. Bisher war am nächsten, spätestens 2 Tage nach dem Biss nichts mehr zu sehen. Beim Ziehen besteht zusätzlich noch immer die Gefahr, wenn die Zeckenzange nicht tief genug angesetzt ist, auf den Körper der Zecke zu drücken. Dies begünsitigt natürlich den Erregerübertrag. Aber muss natürlich jeder selber wissen, wie er Zecken entfernt.

Und ansonsten habe ich mal kurz gegooglet. Du hast Recht, es können sofort Erreger übertragen werden. Aber jetzt weiß ich, wie es zu dieser Aussage kam, die ich mir gemerkt hatte.

Generell sollte man eine Zecke so schnell wie möglich entfernen, denn je länger der Saugvorgang dauert, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern. Bis es zu einer Infektion mit Borreliose-Bakterien kommt, vergehen im Schnitt 12-24 Stunden. Die Übertragung von FSME-Erregern beginnt dagegen direkt nach dem Zeckenstich, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befindet.

Quelle: Zecken.de (http://www.zecken.de/schuetzen-sie-sich/entfernen-von-zecken/)

Scotti
28.03.2012, 12:29
Hier muss ich sagen, habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich drehe die Zecken immer heraus. Bisher war am nächsten, spätestens 2 Tage nach dem Biss nichts mehr zu sehen. Beim Ziehen besteht zusätzlich noch immer die Gefahr, wenn die Zeckenzange nicht tief genug angesetzt ist, auf den Körper der Zecke zu drücken. Dies begünsitigt natürlich den Erregerübertrag. Aber muss natürlich jeder selber wissen, wie er Zecken entfernt.

Und ansonsten habe ich mal kurz gegooglet. Du hast Recht, es können sofort Erreger übertragen werden. Aber jetzt weiß ich, wie es zu dieser Aussage kam, die ich mir gemerkt hatte.



Quelle: Zecken.de (http://www.zecken.de/schuetzen-sie-sich/entfernen-von-zecken/)

Man muss die Zecke hintern dem Schild am Kopf packen, sollte die Haut so sehr geschwollen sein dass das nicht geht, kann man zur Not auch ein Antiallergikum geben.
Wenn man auf den Koerper drueckt, ist es egal ob man dreht oder zieht, die Zecke macht den Mund auf und laesst alles rauslaufen.
Meine Aussage zum Entfernen bezieht sich darauf wie es am besten gemacht wird, da es so anatomisch korrekt ist. Natuerlich bekommt man die Zecke auch durch Drehen raus, richtig ist es aber nicht.;). Groessere Wunde= groessere Eingangspforte fuer Erreger wie Bakterien. ;)
Natuerlich steigt die Wahrscheinlichkeit der Uebertragung mit der Dauer des Saugaktes, sie ist aber auch in den ersten Minuten moeglich, egal welche Erreger. FSME verstecken sich nicht in einer Ecke und warten ein paar Stunden ab. ;)
Die Zecke reinigt sich selber(kotzt und saugt sauberes Blut ein), daher spritzt sie die Erreger rein.

bx-junkie
28.03.2012, 15:55
Ja, Du hast Recht.

Blöd von mir bei Deinen Ausführungen zum Wald an Bäume zu denken! :hmm:

Du wolltest einfach nur Off-Topic erzählen, dass Ihr selten im Wald seit, weil es da immer so voll ist.

Danke die Geschichte! :kicher:


Mein Großvater hat übrigens...

Ja Peppi..ich mag dich auch :airkiss:

Tyson
28.03.2012, 20:44
Ich denke mir mal das Du die Babesiose (Hundemalaria) meinst. Meine Hündin ist daran gestorben, weil man sie zuerst auf Grippe behandelt hat. Als dann meine TÄ wieder da war und die richtige Diagnose stellte, sollte sie mit einem Medikament das es nur in Frankreich gibt, nicht in Deutschland behandelt werden, aber es war leider zu spät, sie starb dann in der Nacht vor der Behandlung,man kann nur sehr aufpassen, daß man einen guten Zeckenschutz hat, LG Manuela

Conner
29.03.2012, 06:34
Ich bin auch vom Niederrhein, aber meine haben schon Zecken. Wir nehmen seit Jahren Scalibor Halsbänder und sobald die dran sind finde ich keine Zecke mehr. Meine BX hatte
Borreliose durch Zeckenübertragung - an der Rasse kann es also nicht liegen :-)

Hailee
29.03.2012, 06:57
Ich denke mir mal das Du die Babesiose (Hundemalaria) meinst. Meine Hündin ist daran gestorben, weil man sie zuerst auf Grippe behandelt hat. Als dann meine TÄ wieder da war und die richtige Diagnose stellte, sollte sie mit einem Medikament das es nur in Frankreich gibt, nicht in Deutschland behandelt werden, aber es war leider zu spät, sie starb dann in der Nacht vor der Behandlung,man kann nur sehr aufpassen, daß man einen guten Zeckenschutz hat, LG Manuela

Ja, du hast recht Babesiose ;), morgen werden die Blutwerte da sein.
Ich bin sehr froh, dass wir noch in der gleichen Nacht zu der TAin fahren konnten und sie sofort reagiert hat. Rhino geht es den Umständen entsprechend wieder besser. Er ist immer noch sehr schlapp aber bei der
gestrigen Untersuchung war die TAin sehr zufrieden mit ihm.
Sie hat uns jetzt advantix mitgegeben und meinte, sie nehme das auch für
ihren Hund und das würde sehr gut funktionieren.
Hoffentlich. Es trübt die Spaziergänge schon sehr, wenn du immer Angst
haben musst, dass sich wieder einer was einfängt.

Grazi
09.04.2012, 08:44
Wie geht es deinem Kleinen denn mittlerweile? Und was sagt der Befund?

Daumendrückend, Grazi

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