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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundesuche und Anfragen im Forum


Doc_S
26.02.2012, 10:00
Es werden ja immer wieder Anfragen "Rasse X im Vergleich mit Rasse Y" oder "suche Rasse Z" bzw. "Welcher Molosser passt zu uns" gepostet. Es ist ja schließlich ein Forum. Darum ist es ja generell ok.
Jedoch manchmal frage ich mich nach der wirklichen Intension des Themenerstellers bzw. mir kommt es so vor, als ob sich manche Menschen mehr auf das Netz, die geschönten Rassebeschreibungen und ihre evtl. schon fest stehende Entscheidung stützen bzw. hier nur noch den nötigen Push zu bekommen.
Habe im Bekanntenkreis Leute, welche sich A) einen Jagdhund-Mix zugelegt haben oder B) einen Border aus einer Arbeitslinie oder C) einen Fila und alle, weil es ja Familienhunde sind bzw. ihnen die Hunde "empfohlen" wurden. Und einfach haben es alle nicht. :hmm:
Wie seht ihr das? Würdet ihr "fremden" Menschen eure Rasse relativ unbedarft einfach so weiter empfehlen? Wie steht ihr zu diesen Anfragen? Ist es gewissen Rassen gegenüber fair, so Werbung zu machen (z.B. gewisse Moderassen, wie gerade der CC) und die 2. Seite der Medaille nicht zu erwähnen bzw. diese auszublenden.
Nur mal so meine Gedanken. Wie seht ihr das?

AlHambra
26.02.2012, 10:14
Genau diese Gedanken gingen mir auch schon ein paar Mal durch den Kopf.

Natürlich ist es erst Mal gut und empfehlenswert, von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Meiner Ansicht nach darf das aber nur noch ein Zünglein an der Waage sein und nicht Entscheidungsgeber.

Was ich inzwischen wirklich nervig und auch verwerflich finde, ist das Anpreisen einer ganzen Rasse als "familienfreundlich". :hmm:

Emmamama
26.02.2012, 10:28
Ähnliches treibt mich angesichts der Fragestellungen auch um :hmm:
Wobei ich jedoch die "Empfehlungen" für einzelne Rassen, nach dem Motto: Einmal CC/DC/MAN, immer CC/DC/MAN, ähnlich befremdlich finde - auch von langjährigen Haltern.
Wäre ich auf der Suche nach einem Hund/Molosser würde ich zuerst die gewünschten Charaktereigenschaften/Wesensmerkmale definieren und käme ganz schnell zu der Erkenntnis, dass diese durchaus von verschiedenen Rassen abgedeckt werden: souverän, hohe Reiz-/Toleranzschwelle, eigenständig/-sinnig, hohe Bindungsfähigkeit, Fremden gegenüber distanziert etc., vor allem da mir für die Optik "nur" gross und stabil, kurzhaarig und "Schädel wie ein Fahrradsattel":kicher: wichtig ist, Fellfarbe, Befaltung und Sabberfaktor finde ich eher zweitrangig, Gesundheit deutlich wichtiger.
Tja, und dann würde ich mir aus der infrage kommenden Bandbreite der einzelnen Rassen die einzelnen Tiere, bei mir eh nur Notnasen, anschauen und kucken, wie die Chemie stimmt.
Nachwievor glaube ich nicht dran, dass die in Stein gemeiselten Wesenszüge der einzelnen Rassen Garantien sind, sondern viel eher "Möglichkeiten", die mehr oder weniger stark auftreten können.
Empfehlungen erfahrener Halter finde ich insofern hilfreich, dass von dort Hinweise, Warnungen etc. kommen können, die von Züchtern lieber verschwiegen werden - die wollen ja schliesslich ihre "Ware" verkaufen. :lach4::lach4:

Emmamama
26.02.2012, 10:30
Achso... und bei diesen oben angeführten Überlegungen hätte ich auch gar kein Problem mit einem "Mischling" - so meine Wünsche abgedeckt sind
*shameonme*

BÖR
26.02.2012, 10:41
ich kann ja nur von den beiden Rassen sprechen, die ich hier habe. Nein, ich würde nie eine Empfehlung geben, da ein Exemplar nicht für eine ganze Rasse sprechen kann. Einen Foxterrier würde ich mir niemals freiwilig aussuchen, denn mit diesen von 0 auf 180 in 1sec. kann ich persönlich nicht so gut umgehen.
Bei den Broholmern haben wir einen Glücksgriff gemacht, denn Bör ist kein bißchen aggresiv oder angriffslustig. Wenn das so wäre, hätte ich bei seinen ca. 65kg ein großes Problem. Es soll aber auch andere Exemplare geben, mit denen die HH nur noch bei Nacht und Nebel raus gehen:hmm: Liegt es an der Erziehung und dem Umgang???
Ich würde jedem raten, der sich für diese Rasse interessiert, sich die Hunde live anzusehen und dann noch mal genau drüber nachzudenken. Die meißten Broholmer-Besitzer sind dafür offen und es gibt auch einen "Tag der offenen Tür", wo man seine Fragen loswerden kann. So haben wir es auch gemacht und würden es, wenn wir uns für eine andere Rasse interessieren würden, auf jeden Fall wieder machen.
Ich fände es echt verantwortungslos, jemandem eine Rasse zu empfehlen, ohne ihn und seine Lebensumstände zu kennen, bzw. ohne auf die Macken ( Krankheiten, unerwünschte Wesensmerkmale usw.) aufmerksam zu machen.

Rocky
26.02.2012, 10:58
..... Würdet ihr "fremden" Menschen eure Rasse relativ unbedarft einfach so weiter empfehlen? Wie steht ihr zu diesen Anfragen? Wie seht ihr das?....

Genau so, wer schon einmal einen Hund hatte oder in seinem Umfeld viel mit Hunden zu tun hat der weiss dass sie irgendwie alle gleich (liebenswürdig)sind.

Ob nun ein dickköpfiger Rehpinscher-Pudel-Chow-chowmix oder ein reinrassiger, halsstarrige BM-Rüde der 70 Kilo Klasse, der einzige Unterschied, den Kleinen packt man mit links ins Körbchen, beim Grossen braucht es hin und wieder einen Tritt (bildlich gesprochen natürlich)

"Famileinfreundlich" mag von mir aus die Nähe der Kita sein, oder ein hübscher Spielplatz, oder eine günstige Wohnung, oder ein ruhiges Wohnquartier oder vieles mehr, bloss nicht Hunderassen generell!

Jule69
26.02.2012, 10:59
.... Nein, ich würde nie eine Empfehlung geben, da ein Exemplar nicht für eine ganze Rasse sprechen kann...........

Ich fände es echt verantwortungslos, jemandem eine Rasse zu empfehlen, ohne ihn und seine Lebensumstände zu kennen, bzw. ohne auf die Macken ( Krankheiten, unerwünschte Wesensmerkmale usw.) aufmerksam zu machen.

:ok: Seh ich genauso und ebenfalls finde ich das "verherrlichen" einer bestimmten Rasse, wie bereits von AlHambra erwähnt extrem verantwortungslos.
Werbung zu machen indem z.B. Bilder von Hunden mit Kleinkindern als Antwort eingestellt werden, ärgern mich ebenfalls.

Abgesehen davon ist mit auch überhaupt nicht daran gelegen meine Rasse noch mehr in Mode zu bringen.

Dega
26.02.2012, 11:01
Wie seht ihr das? Würdet ihr "fremden" Menschen eure Rasse relativ unbedarft einfach so weiter empfehlen? Wie steht ihr zu diesen Anfragen? Ist es gewissen Rassen gegenüber fair, so Werbung zu machen (z.B. gewisse Moderassen, wie gerade der CC) und die 2. Seite der Medaille nicht zu erwähnen bzw. diese auszublenden.
Nur mal so meine Gedanken. Wie seht ihr das?

Zu deiner Frage: nein, das würde ich nicht tun.
Ich versuche es zumindest bei allem, wo ich zu meiner Meinung befragt werde, die Vorzüge und die Nachteile zu schildern, möglichst objektiv, und ich kann immer nur von meinen Erfahrungen ausgehen, die natürlich nicht allumfassend sind.
Tendenzen sind immer nur Tendenzen, auch und gerade bei einer so individuellen Sache wie einem Hundecharakter.

sammy
26.02.2012, 11:22
Ich fände es echt verantwortungslos, jemandem eine Rasse zu empfehlen, ohne ihn und seine Lebensumstände zu kennen, bzw. ohne auf die Macken ( Krankheiten, unerwünschte Wesensmerkmale usw.) aufmerksam zu machen. :ok:
wobei bei vielen Molossern die unerwünschten,gerade die eigentlichen Wesensmerkmale sind.

Lieber zu hart,zu ehrlich und abschreckend die "Nachteile"verdeutlichen,als jemanden zu überzeugen der später einen Problemhund hat.

Hab das hier irgendwo schonmal geschrieben:"Der Molosser" ist nicht grundsätzlich ein gutmütiger,einfacher,liebenswerter,ruhiger Familienhund.
"Der Molosser" ist ein treuer,eigenständiger Begleiter,Beschützer und Wächter.
Er gehört nur in rassespezifisch gut informierte verantwortungsbewußte Hände.Alles Andere kann sehr gefährlich werden.

n`türlich nur meine Meinung

Gruß
sammy

Nessie
26.02.2012, 12:22
Ich zähle auch nicht zu den Menschen, die für ihre Rasse(n) Werbung machen. Wenn ich auf der Straße angesprochen werde, dann erzähle ich aus meinen Erfahrungen mit diesen Rassen, erzähle aber auch das negative. Ich finde es nur fair den Leuten gegenüber, die sich für die Rasse X interessieren. Schließlich sollte man sich sehr gut bewusst sein, was man sich ins Haus holt. Und ob man dem gewachsen ist, geschweige diese Rasse auch wirklich in sein Leben passt. Vor allem jetzt wo ich schon einige Jahre Molosser Halterin bin, habe ich immer mehr das Gefühl, dass sie in Mode kommen. Und das tut keiner Rasse gut, wie wir alle wissen.

leavinblues
26.02.2012, 12:45
Da ich ausschließlich Molosser aus dem Tierheim oder ältere Tiere ,oder gehandicapte Tiere vom Züchter habe , ist die Glorifizierung zu Familienhunden für mich nicht ganz nach zuvollziehen. Man sollte immer auch den "Zuchtgrund" der einzelnen Rassen mit einbeziehen. Und ein BM oder ein MA entwickeln einfach ein Schutzverhalten Und was man nie vergessen sollte, ein Hund dieser Größe benötigt ein gewissen finanzielles Polster und einen gewissen Zeitaufwand was manchmal oft zu wenig beachtet wird.

adju54
26.02.2012, 14:30
Ich habe im laufe meines Lebens schon viele Hunde verschiedenster Rassen gehabt und ich muß sagen es waren alles Familienhunde.Was ich damit sagen will es kommt nicht auf die Rasse an sondern auf die chemie zwischen Mensch und Hund.

Gruß aus M/V:lach4:

bmk
26.02.2012, 16:38
ich denk auch, dass es die rasse nicht sein kann. bin auch mit diversen hunden verschiedener rassen groß geworden: die waren alle top. lieb, nie erzogen aber haben auch nicht all zu viel mist veranstaltet.

kommt eben auf haltung und beziehung an.

Tatjana
26.02.2012, 17:18
genau so, wer schon einmal einen hund hatte oder in seinem umfeld viel mit hunden zu tun hat der weiss dass sie irgendwie alle gleich (liebenswürdig)sind.

Ob nun ein dickköpfiger rehpinscher-pudel-chow-chowmix oder ein reinrassiger, halsstarrige bm-rüde der 70 kilo klasse, der einzige unterschied, den kleinen packt man mit links ins körbchen, beim grossen braucht es hin und wieder einen tritt (bildlich gesprochen natürlich)

"famileinfreundlich" mag von mir aus die nähe der kita sein, oder ein hübscher spielplatz, oder eine günstige wohnung, oder ein ruhiges wohnquartier oder vieles mehr, bloss nicht hunderassen generell!

:08:

Tyson
26.02.2012, 18:26
:08:

:ok: Du hast genau das gemacht, was ich auch gerade machen wollte, denn ich sehe das genauso, LG Manuela :lach4:

Tatjana
26.02.2012, 19:17
@ Manuela
zwei d.....,ein Gedanke ;):lach4:
Ist aber wirklich so,ich habe hier einen klaeffenden Chow Chow und 4 ganz ausgeglichene Chihuahuas,sind halt alles nur Hunde.:D

Grazi
27.02.2012, 07:32
Wie seht ihr das? Würdet ihr "fremden" Menschen eure Rasse relativ unbedarft einfach so weiter empfehlen? Nein. Gerade beim Cane Corso weise ich immer darauf hin, dass die Hunde oft nicht ganz einfach sind.

Da ich in der Molosser-Vermittlungshilfe tätig bin, sehe ich ja nun leider auch, wieviele Cani Corsi (und Mixe) unbedacht angeschafft werden und dann wieder weg müssen. Viele wollen einen Molosser, der optisch was her macht.... und da bietet sich der CC an, der nur in zwei Bundesländern auf der Liste steht. :hmm:

Grüßlies, Grazi

Suse
27.02.2012, 08:53
Ich würde mit einem klaren jein antworten. :D

Es gibt keine Familienhunde Rasse oder besonders kinderliebe Tiere.

Aber es gibt Rassen von denen ich Freunden abraten würde.

Also Rassen wo es schwierig oder aufwendig ist gesunde Tiere zu bekommen (z.B Deutsche Dogge), oder Rassen die meiner Meinung nach nicht die nötige Geduld haben um mit Kindenr zu leben (z.B ursprüngliche Terrier) oder Hunde die vielleicht einfach nicht zum fragenden passen (kein Dalmatiner zu Couchpotatoes).

Natürlich hat kennt jeder einen faulen Pointer oder gutmütigen Patterdale Terrier, aber in meinen AUgen macht es mehr SInn eine Rasse auszuwählen (sofern es denn ein Rassehund sein soll) die characterlich in ungefähr die richtige Richtung geht.

Doc_S
27.02.2012, 09:50
Ich finde es sehr oft grenzwertig, wie manche Rassen als perfekt für "Forums-Neulinge" angepriesen werden, welche sich hier zusätzliche Infos erhoffen und sehr oft einfach nur die positiven Seiten belegt bekommen, gestützt auf eine oft optische Vorauswahl.
Gerade bei den Hunden > 40 Kilo finde ich dies vor allem den Hunden gegenüber nicht fair und ich denke, manchmal tuts auch eine Nummer kleiner oder vielleicht auch ein Labbi oder wegen mir auch ein Labradoodel. ;)
Aber, wie es Peppi (in einer anderen Art und Weise schön beschrieben)

...
Schwi..., Schwa..., Schwanzersatz! :lach4:

geschrieben hat, denke ich, daß diese Aussage auch bei dieser Thematik passt.
Ich will jetzt nicht auf elitäre Rassen und das ganze Drumrumgelaber abzielen, aber ich denke, daß viele Rassen eben nicht der pauschalisierte Familienhund sind, sondern daß im innerne bei den Molossern eben doch vielleicht der eigenständige Wächter und Schützer schlummert, der auch mal in der innerartlichen Unverträglichkeit seine Macken zeigt.

Jule69
27.02.2012, 09:57
Ich würde mit einem klaren jein antworten. :D

Es gibt keine Familienhunde Rasse oder besonders kinderliebe Tiere.



Aber du warst es doch, die den BM auf eben eine solche Anfrage als zu 100% kinderfreundlich angepriesen hat :35: inkl. Fotos.

Peppi
27.02.2012, 10:12
geschrieben hat, denke ich, daß diese Aussage auch bei dieser Thematik passt.
Ich will jetzt nicht auf elitäre Rassen und das ganze Drumrumgelaber abzielen, aber ich denke, daß viele Rassen eben nicht der pauschalisierte Familienhund sind, sondern daß im innerne bei den Molossern eben doch vielleicht der eigenständige Wächter und Schützer schlummert, der auch mal in der innerartlichen Unverträglichkeit seine Macken zeigt.

Also in dem konkreten Fall (und sicher einiegen anderen auch) denke ich, dass Hopfen und Malz verloren ist.

Wenn jemand schreibt, "ich liebe die Hunde wie sie sind, deshalb säbel ich ihnen Körperteile ab..."

...da kommt man mit Argumenten nicht weit und ich würde sowas auch in einem Forum für Hundefreunde nicht dulden. :hmm:

bx-junkie
27.02.2012, 10:26
Also in dem konkreten Fall (und sicher einiegen anderen auch) denke ich, dass Hopfen und Malz verloren ist.

Wenn jemand schreibt, "ich liebe die Hunde wie sie sind, deshalb säbel ich ihnen Körperteile ab..."

...da kommt man mit Argumenten nicht weit und ich würde sowas auch in einem Forum für Hundefreunde nicht dulden. :hmm:

:ok: Ein bißchen gaga ist das schon, und ich denke sie merkt den Widerspruch in ihrer Aussage auch nicht..

Simone
27.02.2012, 10:27
Wie seht ihr das? Würdet ihr "fremden" Menschen eure Rasse relativ unbedarft einfach so weiter empfehlen?


Ich denke nicht, dass man eine Rasse grundsätzlich empfehlen oder von ihr abraten kann. Ich finde es wichtig, dass man die Interessenten auf typische Charakteristika hinweist, sowohl bzgl. postiver wie auch negativer Dinge. Wichtig finde ich z.B., wie sportlich/agil oder lernbegierig ein Hund ist. Es gibt kaum etwas schlimmeres als einen unausgelasteten Hund... Und das ist meiner Meinung nach ein häufiges Problem. Ich denke, dass etliche Border Collie Besitzer wie auch CC Besitzer total überfordert sind und sich die Rassen einfacher vorgestellt haben...

Doc_S
27.02.2012, 10:59
Ich denke nicht, dass man eine Rasse grundsätzlich empfehlen oder von ihr abraten kann. Ich finde es wichtig, dass man die Interessenten auf typische Charakteristika hinweist, sowohl bzgl. postiver wie auch negativer Dinge. Wichtig finde ich z.B., wie sportlich/agil oder lernbegierig ein Hund ist. Es gibt kaum etwas schlimmeres als einen unausgelasteten Hund... Und das ist meiner Meinung nach ein häufiges Problem. Ich denke, dass etliche Border Collie Besitzer wie auch CC Besitzer total überfordert sind und sich die Rassen einfacher vorgestellt haben...

Das sehe ich genauso, deswegen habe ich ja mal hier so angefragt. Ich lese round about 95% positives in diesen Anfragen, und die 5% über die "kernigen Eigenschaften" gehen in der Erstbetrachtung verloren.
Finde es ein grundsätzliches Problem in der Hundehaltung bzw. Anschaffung.
Und Auslastung ist nicht gleich Auslastung. Ich kenne diverse Molosser und Mixe, die ursprünglich gehalten werden, ohne Such-, Klicker- und andere Bespaßungsspielchen. Die sind klar in der Birne, wurden ordentlich erzogen und sind im Wirkungskreis des Halters ok.
Das Problem ist mit unter, daß viele Menschen nicht den Bedürfnissen der Hunde Herr werden (können), auch als Folge der Fehlinformationen. Dies spiegeln die Vermittlungen und diverse Forenthemen wieder. Und im Großen und Ganzen ist ein molossoider Hund nicht der beste Reit-, Jogg- oder sonst was Sport- Begleiter. Spezialisten und Ausnahmen gibt es natürlich.
Bezüglich Hundeerziehung und einfacher vorstellen:
Sind wir da nicht alle schon mal eines beserern belehrt worden, daß nicht alles nach Schama F läuft?
Aber ich weiß, worauf ich mich einlasse.

cane de presa
27.02.2012, 13:54
Ich bin Doc S meinung.
dazu kommt das ich gerne Anfragen, Hinterfrage. Auf meine Art. Nur so merke ich ob jemand überhaupt fähig ist
Fähig ist, mit dieser rasse, in Reallive in unserer Gesellschaft umzugehen weiss.

Gründe wie: aus Mitleid,als status,als kinder nanny,wir haben endlich ein Garten usw usw ist mir vorrangig egal. Aber wenn er schon meine Kritik,oder aus dem forum nicht umzugehen weiss. Hallte ich ihn solange für,nicht fähig...

warscheinlich schreibe ich meist nur wenn jemand bei einem Thema glaubt,es geht Richtig nur in eine Richtung.

z.B peppi: der Tenor.kupieren ist es verboten.Punkt. klappe zu,Affe tot...

oder wegen dieser Überflutung der "Laissez-fairen" im täglichen leben.
Kenne einige die verlassen das haus nicht ohne halti,futtertasche,spielzeug usw usw . einige gehen sogar nur Nachts raus ;)
da hör ich nur blablabla wenn sie erzähln."Meiner will jedes Tier Töten","Ich könnte ihn niemals halten bla bla bla" und danach erzählen sie was von,aber ist eine ganz Tolle rasse die zu unrecht auf der Kampfhundeliste stehen.Das sind nämlich immer Kriminelle die echte Kampfhunde habe bla bla bla.....

und von tatrigen omas,kinderwagen schubser mit einem unkontrolierten,nicht leinenführigen,meist nichtmal Angeleinten.Sag ich lieber nur. Ich gehe ungerne zur Vollenstunde oder irgendwo spazieren wo die Hunde flaniermeile ist. Vorallem nicht wenn die Sonntag die sonne mal rauskommt,Und alle um punkt 12 uhr herumgeistern ;)

Ich mache das nicht zum Schutz meinerhunde.
Erst vor 1 woche wurde shiva von 2 angegriffen.Ich konnte meine bändigen und ihre hunde dann "hundartig" gemassregelt ;) Die besitzer waren wie immer. Faszinierterschrocken wütend das ihre hunde sowas gemacht haben.Und dann plötzlich noch mit der leine ihre hunde prügeln. Und danach:"Hier meine adresse wir haben eine Versicherung wenn was passiert ist."

was ich mir denke?
hätte ich nicht reagiert würden erst deine zu Hackfleisch und irgendwann meine im Sondermüll landen....Vielen Dank ihr Blindgänger mit TT Augenbinde äm Halsband (Tierschutz Teneriffa )

Sorella
27.02.2012, 14:18
Das es sich hier ja um ein Forum handelt und es in einem Forum primär darum geht sich Auszutauschen, was natürlich auch Erfahrungen beinhaltet un diverse Fragen zu der Hunderasse die man besitzt.

Allderdings übernehmen wir keine Haftung für das Gesagte, warum auch.
Wenn mich draußen auf der Hundewiese jemand zu meinem Bulmastiff fragt:"Einen tollen Hund haben Sie da, ich habe schon viel von denen gehört sind die wirklich so"..dann frage ich doch nicht expeziet nach was alles schon an Bullmastiff-Wissen da ist und was dieser Hund ursprünglich Rassetypisch zu tun hatte.Von wegen:Als der Bullmastiff ist eigendlich kein friedsammer Hund mit Artgenossen, er ist territorial, und lassen sie ihn nie alleine mit Besuch und sorgen sie dafür das kein Fremder das Grundstück betritt sonst..."
Das ergibt sich sicher so im Gespräch, und ich wäge die Person schon ab,und merke ob es hintergrundwissen im Allgemeinen gibt.

Nein ich bin Stolz auf meinen Hund, aber ich rede nur mit Menschen über diese Rasse, bei denen sich das Gepsräch auch lohnt.
Wenn irgendwelche Leute auf mich zukommen und ich das leuchten in den Augen der Männer sehe und das Motiv der "....verlängerung" offensichtlich ist,sage ich nie um was für eine Rasse es sich handelt, meistens sage ich ein Mix aus dem Heim.Die Aufmerksamkeit auf die Rasse sollte bei vernünftigen Menschen bleiben.


Wenn ich gefragt werde wie er sich mit Kindern verhält, sage ich nur das es eine Frage der Prägung ist sowie der Erziehung von hund und !!! Kinder, der Bullmastiff an sich aber schon über eine Hohe Toleranzgrenze verfügt was die Sache vereinfacht.


Man muss immer schaun, aber man kann die Vorsicht auch übertreiben, wir sind ja nicht hier um die Welt zu retten...die Züchter haben uns die Hunde ja auch näher gebracht, wie soll man sich sonst austauschen wenn keiner antwortet und alle nur sagen..."schau sie dir an"!Da habe ich vielleicht einen Einblick in eine Stunde des Hundelebens auf irgendeiner Austellung und bei dem Züchter zuhause.Situationen die nicht alltäglich sind für den Hund.Natürlich sollte man das unbedingt tun, aber vorab kann man doch mit Haltern sprechen, das habe ich ja auch getan, ahbe aber keinen Dorftölpel dazu befragt oder einen Vorstadtcowboy mit Rasierklingen unter den Achseln sondern Menschen die mir sympatisch und kompetent erschienen.Deren aussagen fallen für mich ins Gewicht und natürlcih Fachliteratur und jede Menge eigene Erfahrungen mit den Hunden vor Ort oder bei anderen Besitzern, Züchtern etc

Suse
27.02.2012, 15:59
Aber du warst es doch, die den BM auf eben eine solche Anfrage als zu 100% kinderfreundlich angepriesen hat :35: inkl. Fotos.

ja und vor den Bildern stand das:

Ich weiß gar nicht warum ich den Bullmastiff so bewerbe, alle hier vorgeschlagenen Rassen sind klasse wenn sie von einem guten Züchter kommen. Die Sozialisierung ist das wichtigste nicht die Rasse wie Peppi schon gesagt hat.

Aber zum Thema Bullmastiff und Kinder:



Ich dachte das war genug Hinweis, und das eingut sozialisierter Bullmastiff generell als Familienhund und taugt das bestreite ich ja gar nicht.

kairos
28.02.2012, 06:50
Ich denke, dass man durchaus die Rasse- typischen Wesensmerkmale beschreiben und sogar bewerben darf. Leider bleibt es nicht dabei und vielmals wird über den eigenen Hund eine Generalaussage zur Rasse gemacht. Wenn Hunde unerfahrene Leute nach einer Rasse und deren Eigenschaften machen, finde ich es absolut richtig die Frage zu beantworten. Jedoch muss man auch darauf hinweisen (und dies wehement), dass die Hunde nur durch eine gute Sozialisierung und Erziehung zu dem werden, was sie später sind.

Bei manchen Usern hier hab ich mich auch schon gefragt, was denn eigentlich die Frage soll: "Welche Hunderasse passt zu mir". Ich denke es legen es die meisten darauf an, dass sie Zuspruch erhalten zu einer molossoiden Rasse, da sie hier ja im Molosserforum sind....:sorry:
In meinen Augen ist jemand der die Frage so äussert noch nicht bereit sich einen Hund anzuschaffen und ihn danach auch artgerecht zu halten.:boese1:

Wer alldings nach Eigenheiten einer Rasse fragt um sich zu orientieren und zu informieren, der tut meines Erachtens genau das Richtige. Genau das haben wir doch hoffentlich alle mal gemacht, bevor wir uns einen Hund angeschafft haben!:lach4:

heder
14.05.2012, 08:09
Es ist doch leider häufig mit den Hunden, wie mit nem Autokauf:

das Modell gefällt mir, das muss ich haben!
Und nach ein paar Tagen merkt man dann,das es vielleicht doch nicht so passt!

Ich bin der Meinung, das es doch am wichtigsten ist, das ich überhaupt mal in der Lage bin, einen Hund zu halten, mit allen Konsequenzen.
Wichtige Faktoren sind dann auch Character, Größe,etc.., passt das überhaupt zu mir?

habe auch schon sehr häufig die Erfahrung gemacht, das es z.b. bei unserem BM nur noch zwei Fraktionen gibt:

Die, die mit leuchtenden Augen direkt auf das Tier zugehen, oh wie Süß, oh wie toll, blablabla......

Und die jenigen, die sofort die Strassen Seite wechseln und eine sehr argwöhnig beobachten.

Generell jemanden eine Rasse empfehlen, Nein, aber über die Eigenschaften erzählen kann man ja, aber nur aus der eigenen Erfahrung raus.

Ich kann doch keinen Hund einer Rasse pauschalisieren, jeder ist ein eigenständiges Individuum, mit vielleicht ein paar gleichen Grundzügen.

Wenn ich mir einen Hund zulegen möchte, muss ich mich informieren, auch am lebenden Tier, um zu sehen, ob und inwiefern ich dieses Zusammen Leben auch erfüllen kann.

Aber prinzipiell jemanden eine spezielle Rasse zu empfehlen, NEIN

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