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Piet
02.02.2012, 17:38
Hallo ihr Lieben,

brauch mal eure Erfahrungen mit euren Hunden.

Also mein Piet ist nun 2 1/2 Jahre alt und im großen und ganzen sind wir sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Im heimischen Umkreis und auch bei Spaziergängen (an der Leine/Schleppleine) gibt es keine Probleme die uns verzweifeln lassen, aber eines nervt tierisch...er fährt beim Kontakt mit Hunden, aber nicht bei jedem Hund total hoch und lässt dann auch nicht ab.

Da wir im letzten Jahr eine Beisserei mit einem anderen Rüden hatten, bin ich sehr vorsichtig geworden und haben das Schleppleinentraining wieder aufgenommen und nun machen wir bei unserer Hundeschule einen Kurs "Superschlachtruf" teil, damit ich Piet es auch wieder ermöglichen kann frei zu laufen. Das das ein langer Weg sein wird schreckt mich nicht ab, aber seit Gestern bin ich irgendwie demotiviert, denn ich verstehe meinen Hund einfach nicht.

Er war die ganze Stunde über ruhig...halt so wie immer...hat super mitgemacht etc.

Am Ende wollten wir dann ausprobieren, welche Hunde mit einander können, da es eigentlich ein Bestandteil dieses Kurses sein soll. Naja wir sollten es dann mit einem 8-Monate alten Labbi probieren. Also gut...Hund ins Sitz...Hund abgeleint...Piet wartet ordnungsgemäß auf mein OK und dann....totaler Alarm

Nach einem kurzen (echt Kurz...eine Milisekunde) schnuppern machte Piet mit mal den Max und drückte den Labbi unter sich. Der Arme hat richtig geschriehen, aber Piet ließ nicht ab, obwohl der Labbi sich augenscheinlich unterwarf...wir haben die beiden bzw. Piet nur durch Wasser abgelenkt bekommen. Es ist nicht passiert und lt. meiner Hundetrainerin hat Piet die ganze Zeit eine Beishemmung gehabt, aber beruhigen tut mich das nicht.

Ich versteh einfach nicht wieso er so extrem hochfährt. Irgendwie fühlt sich alles wa wir bisher gemacht haben so sinnlos an. Ich möchte es doch meinem Hund ermöglichen mit anderen Kontakt aufzunehmen und so. Mir ist auch klar, dass er nicht zwangsläufig jeden Hund lieben muss, aber das muss doch irgendwie in eine andere/seichtere Bahn gelenkt werden können.

Ich hoffe ihr versteht mich überhaupt, aber in meinem Kopf geht alles drunter und drüber.

Lg Frauchen von der Schlabberbacke

sina
02.02.2012, 20:35
Ich kann Dich gut verstehen denn auch meine Biene, 20 Mo., mag keine anderen Hunde.
Nachdem es eine Beisserei gegeben hat und ich angezeigt wurde bin ich sehr vorsichtig geworden.
Der BM ist ja dafür bekannt das er als erwachsener Hund oft keine anderen Hunde mag.
Ich habe auch nicht das Gefühl das mein BM etwas vermisst wenn sie keinen Kontakt mit anderen Hunden hat.
Sie zeigt absolut kein Interesse, will nicht schnuppern oder spielen.
Um jeden Ärger aus dem Weg zu gehen nehme ich sie grundsätzlich bei Hundebegegnungen an die Leine.
Zur Hundeschule, wissen die von euren Problemen?
In meiner HuSchu lasse ich Biene auch nicht von der Leine und meine Trainerin ist da ganz meiner Meinung.
An Deiner Stelle würde ich das Risiko nicht mehr eingehen.

Suse
03.02.2012, 12:06
Ich weiß in der konkreten Situation auch keinen Rat, dazu müßte man den Hund schonmal gesehen haben. Aber was hat den die Hundeschule gesagt? Wie versucht ihr weiter daran zu arbeiten. Mir würde es vermutlich helfen einen "Plan" vor Augen zu haben.

Zum Thema Verträglichkeit, Hagen ist erwachsen, ist (wenig weniger Hunde in der Gegend) eigentlich nur daheim mit Hunden sozialisiert worden und trotzdem als erwachsener BM sehr verträglich. Er ist dominant und bei kastrierten Rüden manchmal etwas aufdringlich aber nie unverträglich.

Also Hoffnung nicht aufgeben es ist sicher möglich :-D

Sorella
03.02.2012, 12:45
Raiden (Bullmastiff 2,5 jahre)drückte neulich sofort einen unkastrierten geschlechtsreife Rüden in der HuSchu zu Boden mit Beishemmung auch nen Labbi übrigens.Alle anderen Rüden ließ er links liegen, er pickte sich den gezielt raus.
Ich konnte ihn runternehmen, der Labbi machte keine Gegenwehr im Gegenteil.Nach 2 Mal war dann Schluss und ich trennte die Gruppe..

Kannte ich so auch noch nicht...sonst mag er jeden

christlgo
03.02.2012, 15:46
Vielleicht hat sich die Situation aber auch ein wenig aufgeheizt! Beide sitzen, werden abgeleint, noch ein bisschen warten und dann... los!!!!! Weißt du was ich meine? Auch die besitzer haben wahrscheinlich gespannt geschaut was nun passiert...

Ich putschte meinen immer selbst hoch, weil ich nicht cool bleiben konnte. ich geh mit pumba nun bereits abgeleint noch ein zwei kreise, atme tief durch und lass ihn erst weg, wenn er nichts fixiert und sich auch nicht steif macht, dann ist sein fokus nicht so geballt auf den "gegner". es funzt, bin zwar auch nicht immer cool dabei, abr ich red´s mir zumindest ein.
Mein mann regt sich in solchen situationen überhaupt nicht auf.und was macht der hund? gleiche reaktion, viel weniger machohaft, als bei mir.:hmm:

Allerdings hat pumba bisher immer sehr ordentliches verhalten gezeigt, schon den einen oder anderen "frischling" rolliert, aber immer zu recht und nie übertrieben. und alles unter kniehöhe wird verschont von seinem tadel!

Peppi
03.02.2012, 16:08
Ich würde die Hundeschule wechseln! :hmm:

susanneth
03.02.2012, 19:24
das hab ich auch grad gedacht:D

Anne
03.02.2012, 19:36
Dito:D

Ronja
03.02.2012, 20:58
Mir gefällt es nicht was da in Deiner Hundeschule passiert ist und ich kenne diese handhabung nicht. Bist Du in einer molossererfahrenen Huschu?
Welche Hunde miteinander können wird dort ausgetestet? Bestandteil des Kurses? Einen 2,5 Jahren BM mit einem 8 monaten Labbi einfach mal so?
Er war zwar die ganze Stunde über ruhig und hat super mitgemacht, vielleicht war er aber auch frustriert und es hat sich was angestaut...dies ist nicht leicht zu erkennen, gibt es aber und kommt vor.
Ich hab mal gelesen das so ein Verhalten gerne mal nach der Übungsstunde passiert...quasi Dampf ablassen.

Es ist schwer Dir hierzu genaues zu sagen, dass kann keiner. Es kann verschiedenes sein, sein Verhalten kann auch mit der Beisserei letztes jahr zusammen hängen und Deiner dadurch entstandenen Unsicherheit?
Vielleicht hat der 8 monate Labbi aber auch eine Reaktion gezeigt die keiner von Euch mit bekommen hat, die Dein Bub aber dazu veranlasst hat so zu reagieren...was natürlich keine Entschuldigung ist und nicht sein darf!
Was christlgo geschrieben hat kann auch sein, dieses sitzen, warten, fixieren, ableinen und dann los Attake.
Würde ich dies mit meinem Mädel bei einem fremden Hund so machen, würde sie auch sofort drauf gehen, für sie wäre dies eine Aufforderung.

Er fährt beim Kontakt mit Hunden, aber nicht bei jedem Hund total hoch und lässt dann auch nicht ab...dies passiert während er an der Leine ist?

Wie lange seit Ihr schon in der Hundeschule?

Echt schwer was dazu zu sagen oder Tipps zu geben, habe mit meinem Mädel in der Vergangenheit auch einige unschöne Situationen durch, die mich auch total überrascht hatten, mit denen ich nie gerechnet hätte.
Gebissen hat sie aber noch nie.
Ich konnte aber gsd immer schnell reagieren und habe ihr sehr deutlich klar gemacht das ich dies auf keinen Fall dulde.

Was sie z.B. bei fremden, meist älteren Hunden gar nicht ab haben kann, ist diese sofortige Konfrontation. Sie muss den anderen Hund erstmal kennen lernen und deshalb gehen wir mit fremden Hunden, sofern wir diese öfters treffen werden, erstmal zusammen an der Leine spazieren. So kann ich ihr Verhalten beobachten und habe mich noch nie getäuscht, wenn ich sie dann von der Leine gemacht habe.
Ich denke sie ist auch etwas unsicher, obwohl sie unsicher überhaupt nicht rüber kommt.
Ich habe es halt akzeptiert das sie so ist und ich sie halt nicht gleich bei fremden Hunden von der Leine lassen kann.
Bei pubertierenden Hündinnen und teils Kastraten muss ich auch vorsichtig sein. Und mit einigen Hunden wird es halt nie klappen, kommt auch vor.
Aber solange sie an der Leine ist, verhält sie sich auch bei Hunden die sie nicht mag ruhig. Wenn zwar nicht immer sofort, dann aber nach einer Ansage.

Wir haben letztens auch einen 8 monate Labbi (Rüden) kennen gelernt der sehr wild ist, was meine (jetzt 5 Jahre alt) am Anfang nicht so mag.
Sie macht dann auch bei Rüden keinen Unterschied und würde drauf gehen.
Wir sind dann an der Leine zweimal ein kurzes Stück zusammen gegangen, die Hunde durften sich beschnüffeln bis es mir ersichtich war das es gut gehen würde.
Die beiden lieben sich jetzt und der Labbi darf jetzt auch wild sein.
Wenn sie einmal einen Hund mag, der sich ihr gegenüber auch nett verhält, dann klappt es für immer und er darf sich dann auch viel erlauben.

Bei einem anderen älteren Labbirüden mit dem sie sich immer verstanden hat und den sie mal begrüßt hat indem sie ihm seine lefzen leckte und der dabei plötzlich gegen sie ging, ist es seitdem vorbei. Seitdem ist es aus, wir haben es jetzt zweimal wieder probiert aber es scheint das sie es ihm sehr übel genommen hat, beide male ging sie auf ihn sofort drauf und wurde böse. Ich konnte sie abrufen und es ist auch nichts passiert, es geht aber eben jetzt nicht mehr und so lassen wir es.
Ich muss meinem Hund diesen Stress ja nicht geben und auf Teufel komm raus Harmonie erzwingen. Ist zwar schade aber ist halt so.

Ich glaube nicht das Dein Bub Dir Grund zur Beunruhigung gibt, Hunde verändern sich aber auch.
Er sollte aber wenigstens an der Leine sich vernünftig verhalten.
Du solltest Dir vielleicht eine andere Hundeschule suchen, wenn möglich molossererfahren.

:lach3:

Piet
04.02.2012, 09:27
Vielen Dank erst einmal für eure Antworten.


Hundeschulwechsel: Ich kann eure Antwort diebezüglich verstehen, denn ihr urteilt auf Grund meiner Beschreibungen...hätte ich auch nicht anders gemacht, aber ich weiß was ich an HS habe, denn sie hat und schon bei einigen Sachen geholfen. Und davon mal ganz abgesehen gibt es bei uns im Umkreis keine HS und schon gar keine mit Erfahrungen im Umgang mit Molossern. Ich bin halt zuzätzlich auf Bücher, Foren etc. angewiesen. Ist ja nicht schlimm, aber man brauch auch manchmal denkanstöße für eine neue Richtung.

Wir sind bereits seit der Welpenzeit in dieser Hundeschule und auch immer sehr zufrieden gewesen. Wir wissen, das Piet ein sensibler Hund ist und auch auf kleinste Reize reagiert, aber so etwa habe ich bei ihm echt nocht nicht gesehen und war halt sehr geschockt. Im Umgang mit anderen Hunden macht er definitiv unterschiede. Allerdings darf man sich vom ersten Schein nicht täuschen lassen. Das habe ich schon kapiert bei ihm.

@ Ronja: An der Leine hat Piet keinen Kontakt mit anderen Hunden.

Kennt sich hier eigentlich jemand mit Entspannungsignalen aus? Ich fand dies sehr interessant und frage mich natürlich, ob man diese so gebrauchen kann, dass sie einem von Nutzen in solchen Situationen sein können.

Was sagt ihr eigentlich zum Thema Kastration in diesem Fall? Mir wurde von einem anderén Hundebesitzer ans Herz gelegt mal über eine Kastration nachzudenken, wenn er so kras reagiert. Ich selber seh da nicht den Sinn und die Antwort auf dieses Problem drin, aber vielleicht kennt sich ja jemánd von euch noch besser damit aus.

So ich hoffe ich hab jetzt nichts vergessen und bedanke mich noch einmal bei euch.

Bibs
04.02.2012, 10:26
Kennt sich hier eigentlich jemand mit Entspannungsignalen aus? Ich fand dies sehr interessant und frage mich natürlich, ob man diese so gebrauchen kann, dass sie einem von Nutzen in solchen Situationen sein können.
.

Zu diesem Thema kann Dir das vielleicht weiter helfen ;)
http://www.molosserforum.de/erziehung/9897-konditionierte-entspannung.html

Peppi
04.02.2012, 10:31
Im Folgenden, eine Buchempfehlung. Sollte man trotzallem nicht ganz unreflektiert lesen (insbesondere die Abneigung des Autors gegen den Klicker), aber die "Kernaussage" finde ich absolut wichtig und zielführend, bzw. "erleuchtend".

http://www.amazon.de/Hunde-brauchen-klare-Grenzen-Freundschaft/dp/3440106349/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1328351352&sr=8-1

;)

Piet
04.02.2012, 17:55
Beide Sachen sehr interessant...Danke

Werde mir das alles in Ruhe zu gemüte ziehen und das Buch ist auch schon besorgt

Vielen Dank...werd euch auf den láufenden halten

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