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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BX Zerr- und Schüttelspiele


Buffy
07.12.2011, 08:50
ich lese natürlich auch gerade interessiert im "Jagdtrieb" mit, obwohl meine kleine BX noch keine derartige Anzeichen zeigt. Aber man weiß ja nie.

Aber ich habe eine andere Frage. Buffy ist nicht mein 1. Hund, aber mein erster Molosser/BX. Als mein verstorbener Hund noch Welpe war, hat er es auch geliebt diese Zerr- und Schüttelspiele mit mir zu spielen, eigentlich auch fast bis vor seinem Tod. Nur mit einem Ball hat er lieber gespielt.
Habe mir auch nie Gedanken gemacht und diese Spiele mit ihm gespielt. Aber er war ein kleiner Hund, ein Tibet Terrier.

Nun ist eine BX ein anderes Kaliber. Noch ist Buffy ja klein und hat nicht so viel Kraft. Aber ich frage mich schon, ob es gut ist mit ihr solche Spiele zu spielen.
Einerseits möchte ich mit ihr natürlich so "welpennah" wie möglich spielen (auch wenn ich mittlerweile aussehe, als hätte ich Katzen!!) aber andererseits möchte ich natürlich einen sanften, umgänglichen Familienhund (behalten). Habe eine kleine Tochter (fast 8), die gern mit ihr spielt. Aber wie gesagt, NOCH ist Buffy klein und händelbar.
Was wäre euer Rat? Weiterspielen?
Ich lasse sie auch ab und zu "aus" machen, heißt also: was sie gerade im Maul hat, loslassen. Was sie auch meistens sehr brav macht. Sie ist eh eine ganz vorsichtige, beißt nur ganz sanft zu (tut nat. trotzdem weh ;) ) und reagiert sehr gut auf die Stimme.

Danke euch schon mal. LG Buffymama

Peppi
07.12.2011, 10:18
Das ist auch eigentlich nur am Individuum zu entscheiden.

Generell dient das "SPIELEN" ansich, dem LERNEN. Und Ziel solcher Spielereien, ist das Austesten von Grenzen. Wie weit kann ich gehen?

Und diese Grenzen musst DU setzen.

Aber wenn Du merkst dass Dein Hund sich zu sehr reinsteigert und Du das Gefühl hast das Spiel kippt zu sehr in Aggression, wäre ich etwas zurückhaltender und würde das nicht zu einem alltäglichen Ritual machen.

Du kennst doch sicher diese ballverrückten Hunde und die Herrchen die mit strahlenden Augen referieren, wie sehr Hundi doch Bällchen liebt.

Sowas ist meist eher krankhaft. :sorry:

Buffy
07.12.2011, 10:31
danke für deine Antwort Peppi.
Ja, dieser Hunde kenne ich und finde ich merkwürdig.

Bisher steigert sich Buffy da nicht so arg rein. Meistens höre ich dann auch irgendwann auf, weil ich keine Lust mehr habe. Also ich finde das jetzt alles in Allem noch nicht bedenklich.
Ist die Frage, ob man solche Spiele ganz läßt, weil man ja im Grunde später (ich zumindest) keine Chance mehr hat zu gewinnen ;-)
Klar, ich rede jetzt nicht vom Befehl "aus" lassen. Das sollte nat. klappen - aber das Spiel ist ja auch eine gute Möglichkeit das zu üben, oder nicht?!

Peppi
07.12.2011, 10:32
Richtig - Ihr wachst ja gemeinsam!

Auch mal auf den Bauch hören. ;)

Peppi
07.12.2011, 10:37
Richtig - Ihr wachst ja gemeinsam!

Auch mal auf den Bauch hören. ;)

Nachtrag:

Dieses Schütteln wird in einem bestimmten Lebensabschnitt in der Regel auch gegenüber Artgenossen oder anderen Tieren gezeigt. Das würde ich deutlichst unterbinden und ich teile die Meinung nicht, dass Hund dort Erfahrungswerte sammeln muss.

Sowas gibbet einfach nicht...

Sanny
07.12.2011, 10:40
Ich denke auch, dass muss man von Individuum zu Individuum entscheiden.
Meiner ist mir Kräftemäßig weit überlegen, wenn er dann wollen würde. Aber wenn wir Zerrspiele machen, hält er eigl nur gegen. Sowie man selbst etwas zeiht, lässt er los. Und ich hab mit ihm vom Welpenalter an gezergelt. Das hat er irgendwann selber so gemacht. Wenn ich merken würde, er arbeitet gezielt dagegen, würde ich es unterbinden.

Buffy
07.12.2011, 10:41
Nachtrag:

Dieses Schütteln wird in einem bestimmten Lebensabschnitt in der Regel auch gegenüber Artgenossen oder anderen Tieren gezeigt. Das würde ich deutlichst unterbinden und ich teile die Meinung nicht, dass Hund dort Erfahrungswerte sammeln muss.

Sowas gibbet einfach nicht...


ja? :schreck: Und ist es dann nicht ein Problem für die anderen, meist deutlich unterlegenen Tiere?
Würde es vielleicht nicht dazu kommen, wenn man solche Spiele von anfang an nicht gestattet??

Guayota
07.12.2011, 10:46
Klar, ich rede jetzt nicht vom Befehl "aus" lassen. Das sollte nat. klappen - aber das Spiel ist ja auch eine gute Möglichkeit das zu üben, oder nicht?!

Richtig! ;)
Und nicht nur das. Du kannst auch mit dem Lappen (oder was auch immer du nimmst) schon langsam und spielerisch die Impulskontrolle beginnen. Ihr übt z.B., dass er absitzen und warten soll, während du mit dem Lappen rumwedelst bis zur Freigabe. Das kann man dann steigern - ablegen, sitzen, anschauen, "komm", wenn eine 2. Person mit dem Lappen auffordernd rumwedelt... :) ...später dann...

Buffy
07.12.2011, 10:47
Richtig! ;)
Und nicht nur das. Du kannst auch mit dem Lappen (oder was auch immer du nimmst) schon langsam und spielerisch die Impulskontrolle beginnen. Ihr übt z.B., dass er absitzen und warten soll, während du mit dem Lappen rumwedelst bis zur Freigabe. Das kann man dann steigern - ablegen, sitzen, anschauen, "komm", wenn eine 2. Person mit dem Lappen auffordernd rumwedelt... :) ...später dann...
das klingt sehr gut!
Also lag ich doch nicht so verkehrt, indem ich das Spiel nutze, um Kommandos zu lernen. Muss ich halt drauf achten, dass Buffy es nicht übertreibt.

Buffy
07.12.2011, 10:48
Ich denke auch, dass muss man von Individuum zu Individuum entscheiden.
Meiner ist mir Kräftemäßig weit überlegen, wenn er dann wollen würde. Aber wenn wir Zerrspiele machen, hält er eigl nur gegen. Sowie man selbst etwas zeiht, lässt er los. Und ich hab mit ihm vom Welpenalter an gezergelt. Das hat er irgendwann selber so gemacht. Wenn ich merken würde, er arbeitet gezielt dagegen, würde ich es unterbinden.


danke für den Einblick. Ich achte da dann verschärft drauf.

Peppi
07.12.2011, 10:58
ja? :schreck: Und ist es dann nicht ein Problem für die anderen, meist deutlich unterlegenen Tiere?
Würde es vielleicht nicht dazu kommen, wenn man solche Spiele von anfang an nicht gestattet??

Nein, das ist auch Teil der "Jagdsequenz". Und wie gesagt, idR wird dieses Verhalten irgendwann mal auftreten. Dann gibbet ne eindeutige Ansage, dass das nicht erwünscht ist und fertig.

Impulskontrolle ist aber auf jeden Fall auch ein Supertipp in dem Zusammenhang - auch hinsichtlich Bindung und Frustrationsgrenzen-Training! :ok:

Dega
07.12.2011, 12:29
Richtig! ;)
Und nicht nur das. Du kannst auch mit dem Lappen (oder was auch immer du nimmst) schon langsam und spielerisch die Impulskontrolle beginnen. Ihr übt z.B., dass er absitzen und warten soll, während du mit dem Lappen rumwedelst bis zur Freigabe. Das kann man dann steigern - ablegen, sitzen, anschauen, "komm", wenn eine 2. Person mit dem Lappen auffordernd rumwedelt... :) ...später dann...

Yeah. Das ist unser Lieblingsspiel. Inklusive Spielzeug nen Meter oder zwei vorauswerfen, dann "bei Fuß" daran vorbeigehen und zwei Meter weiter den Hund auffordern, es zu holen. Zu diesem Zweck habe ich eine Beißwurst, an der wir auch ordentlich zergeln (ein paar Sekunden, dann gibt es ein "aus" und eine neue Runde), und wenn meine Trainingswürstchen mal wieder alle sind oder meine BX besser auf das Spiel als auf die Wurst reagiert, bringe ich ihr damit alles bei.
Getopt wird das Ganze, wenn die Reizangel ins Spiel kommt - die nehme ich nicht einfach so, um den Hund müde zu hetzen, sondern genau zu diesem Zweck: Impulskontrolle oder Steadyness.
Ich mache diese Spiele schrecklich, schrecklich gern, und meine Hündin auch. Sie kriegt ihre Beißwurst auch nicht einfach so, sondern die liegt hoch oben im Bücherregal, und weil nur ich da rankomme, ist sie mit mir zu einer untrennbaren Einheit verschmolzen und deshalb super-attraktiv.

Übrigens haben wir Zerrspiele im Welpenalter sogar vom TA "verordnet" gekriegt: meine Hündin hatte ziemliche Probleme mit dem Zahnwechsel und hatte Milch- und bleibende Zähne zeitweise gleichzeitig, so dass sie so ein zweireihiges Gebiss hatte wie ein Haifisch (Kampfhund halt ;) ). Durch das Zerren sind die Milchzähne dann leichter ausgefallen. Die Alternative wäre gewesen, den Hund in Narkose zu legen und die Milchzähne zu ziehen.

Wenn ich aber merken würde, dass der Hund gegen mich arbeitet und nicht mehr mit mir spielt, dann würde ich das aufhören.

Aber den "alltagstauglichen" Gehorsam kriege ich dadurch nicht in sie rein ... es sind kleine Enklaven, Refugien, für ein, zwei Mal am Tag und für den Hundeplatz (da hat sie das komischerweise sofort generalisiert). Für die Beißwurst macht sie mir alles, was ich will (fuß, sitz, platz, bleib, aus, hier ... - alles einfach, und zwar zügig und sofort) - aber das auf irgendwelche spannenden Alltagssituationen zu übertragen, das schaffe ich nicht. Ich glaube, man überschätzt den geistigen Nährwert solcher Spiele auch schnell. Wenn man meine Hündin zum Beispiel an der Reizangel sieht, dann denkt man WOW! Was für eine Selbstkontrolle! Und wenn man sie im Alltag sieht, dann denkt man "na ja ...". Aber die Reizangel ist wie ein Tanz nach einer bestimmten Choreographie, die wir beide gut kennen. Aber durchs Leben tanzt man ja nicht, sondern man geht :kicher:

Sorella
08.12.2011, 12:48
Ich denke auch, dass muss man von Individuum zu Individuum entscheiden.
Meiner ist mir Kräftemäßig weit überlegen, wenn er dann wollen würde. Aber wenn wir Zerrspiele machen, hält er eigl nur gegen. Sowie man selbst etwas zeiht, lässt er los. Und ich hab mit ihm vom Welpenalter an gezergelt. Das hat er irgendwann selber so gemacht. Wenn ich merken würde, er arbeitet gezielt dagegen, würde ich es unterbinden.

So sieht es bei uns auch aus.
Wichtig ist dein Bauchgefühl/Verstand.Tausend Meinungen was man sollte oder leiber doch nicht etc.
Wird der Hund gezielt rabiat, sofort ne Konsequenz...Abbruch oder was auch immer.Es sollte nie ein körperliches Ding werden., zwischen Hund und Halter,wenn du weißt was ich meine.Auch mit anderen Hunde dulde ich keine Zerrspiele...das kann schnell umschwenken wenn die Hunde schon älter sind.

Meine kleine Hündin liebt übrigends auch das Ballspielen...ich lasse sie aber nur gelegendlich und kontrolliert.Sie könnte aber ein Balljunkie sein...mit Wurfmaschine und allem drum und dran,das gibts bei mir aber nicht.Da habe ich sie auf Suchspiele gut umgeleitet.Da ist sie genauso angagiert, aber nicht zwanghaft.

Sorella
08.12.2011, 12:52
Richtig! ;)
Und nicht nur das. Du kannst auch mit dem Lappen (oder was auch immer du nimmst) schon langsam und spielerisch die Impulskontrolle beginnen. Ihr übt z.B., dass er absitzen und warten soll, während du mit dem Lappen rumwedelst bis zur Freigabe. Das kann man dann steigern - ablegen, sitzen, anschauen, "komm", wenn eine 2. Person mit dem Lappen auffordernd rumwedelt... :) ...später dann...

So habe ich die Frustrationstoleranz geübt.Bei Raiden mit Futter und bei meiner Maus mit Personen

Meiner Meinung nach ist so ein Training unumgänglich..

Buffy
09.12.2011, 08:55
danke für eure Antworten - bin auf jeden Fall schlauer.

Na ja, mit Absitzen usw. ... dazu ist sie einfach noch zu klein. Wir üben ja gerade erst mal am Befehl "sitz".
habe sie aber bisschen beobachtet beim Zerr- und (eher) Schüttelspiel: sie ist da nicht sehr engagiert und auch beim Ball draußen nicht. Das beruhigt mich, dass sie auch schon auf ein "Aus" reagiert (sprich, bei uns heißt "aus", dass was sie eben im Maul hat, loszulassen), klappt super.
Buffy scheint zum Glück ne ganz Sensible zu sein, die sich dann doch lieber auf den Rücken wälzt und am Bauch geschmust werden will ....:kicher:

bx-junkie
09.12.2011, 08:57
Buffy scheint zum Glück ne ganz Sensible zu sein, die sich dann doch lieber auf den Rücken wälzt und am Bauch geschmust werden will ....:kicher:

So sind die meisten Bordeauxdoggen ;)

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