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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Grund für Beissvorfälle?


chrieso
05.10.2011, 03:38
hallo freunde.

oft wird hier über beissattacken von hunden gesprochen.
es kommen dann oft die standartsprüche wie : "das gefährliche ende hält die leine" oder "ein hund ist nur so gefährlich wie sein besitzer" usw....

teilweise wol auch sinnvoll und nachvollziehbar. aber mich würde doch interessieren was dann der ausschlag gebende grund ist das ein hund beisst .

was geht im hund vor bevor er sich auf einen menschen stürzt? wie kann man vorbeugen usw?

freue mich über eure meinung.

*Aldo*
05.10.2011, 07:50
Das sind sicherlich viele Faktoren. Genau wird man das ja nie sagen können. Vielleicht sowas in der Art:
- das Unvermögen der Leute Ihre Hunde zu lesen und damit vielleicht Warnungen, die der Hund *vorher* schon aussendet zu übersehen
- Kinder und Hunde werden allein gelassen - Kinder können die Situationen erst recht nicht einschätzen (das ist schließlich auch Aufgabe der Erwachsenen!).
- gesundheitliche Prädispositionen beim Hund: Schmerzen bis hin zum Hirntumor, die ihn aggressiv werden lassen (vielleicht mit einer Mischung aus: Kinder lassen ihn dann nicht in Ruhe o.ä.)
- schlechte Sozialisierung (???)
- eine Mischung aus allen genannten Punkten

Es bleibt immer ein unberechenbarer Faktor bestehen, wenn man einen Hund hat. Ich könnte für unseren Dicken nieeeee die Hand ins Feuer legen, dass er immer so lieb bleibt, also bin ich in verschiedenen Situationen einfach wachsam. Vorallem jetzt wo wir jeden Tag unseren Sohn erwarten habe ich mich damit natürlich viel auseinander gesetzt.

Aldo ist sehr kinderlieb, aber bei Babys auch immer total aufgeregt. Und ich finde selbst, wenn er super relaxed bleibt (ich bleibe jetzt auch mal bewusst beim Beispiel "Beissvorfälle mit Kindern", denn die sind es ja schon primär), muss es nicht sein, dass er es erträgt, wenn Junior überall an ihm herumzummelt und auf ihm herum klettert. Aldo ist ja kein überdimensionaler Teddy, sondern eben auch ein Lebewesen. Und ich denke den Unterschied können auch Kinder lernen und es bleibt unsere Aufgabe Hund und Kind voreinander zu "schützen" - naja wenn mans jetzt so ausdrücken mag ;)
Und zum Abschluß - wie mein Papa letztes Jahr "so schön" gesagt hat: "Mit nem Hund bisse immer in Gottes Hand" - na dann: Amen!

Achso und: das sind hier just my 2 cents und totale Mutmaßungen!! Ich lasse mich da gern hier und da eines Besseren belehren ;)

bx-junkie
05.10.2011, 08:10
@Aldo
:ok: :ok:

AlHambra
05.10.2011, 08:11
Meine Meinung: DEN Grund gibt es nicht.
Es gibt zu viele Rassen, Aufzucht- und Sozialisationsbedingungen, Haltungsbedingungen, Charaktäre bei Hund + Mensch und schliesslich Situationen, die dazu führen, dass ein Hund beisst.

Und: Biss ist nicht gleich Biss !

chrieso
05.10.2011, 08:15
Und: Biss ist nicht gleich Biss !

stimmt... gehen wir mal vom schlimmsten aller fälle aus .. das ein kind tot gebissen wird z.b.

*Aldo*
05.10.2011, 08:19
Meine Meinung: DEN Grund gibt es nicht.
Es gibt zu viele Rassen, Aufzucht- und Sozialisationsbedingungen, Haltungsbedingungen, Charaktäre bei Hund + Mensch und schliesslich Situationen, die dazu führen, dass ein Hund beisst.

Und: Biss ist nicht gleich Biss !

Richtig, das ist eben das "Problem" bei solchen Fällen, weshalb man einfach von Fall zu Fall auf die Umstände schauen muss. Und ich glaube selbst dann wird man nie alle aufklären können.

Anja
05.10.2011, 09:11
Das warum-wieso-weshalb wird man wohl nie zu 100% klären können.

Ich kenn 3 Fälle aus meinem Bekanntenkreis:

Ein entfernter Bekannter hatte eine Staff-hündin, jahrelang unauffällig bis zum Tag X da hat sie sich die 3jährige Tochter von ihm geschnappt.
Das Mädchen wurde mit Hubschrauber ins Krh. gebracht und durch eine Operation gerettet. -Bis heute sind die Umstände nicht geklärt-

Der Hund einer Freundin, lag mit ihrer Nichte aufn Bett...Freundin war im selbem Raum. Hund steht auf, dreht sich um und beisst dem Mädel 2x ins Gesicht ( gsd relativ glimpflich ausgegangen)
-keinerlei Voranzeichen, kein Gebrumme nix.

Und vor vielen Jahren, wurd eine Bekannte von ihrem eigenen Hund beim Betreten der Wohnung angefallen.
Nachdem der Rüde eingeschläfert wurde, haben sie bei einer Obduktion einen Gehirntumor festgestellt

Cira
08.10.2011, 09:53
Ausschlaggebender Grund ist für mich in 99% menschliches Fehlverhalten.
Die Gründe dafür sind wiederrum verschieden, hängen aber oft zusammen.

Falsche, fehlende o. nicht genügende Prägung, Sozialisierung und Erziehung des Hundes.
Unfähigkeit den eigenen Hund zu lesen und daraus resultierende mangelndes Einschätzungsvermögen des Tieres/der Situation.
Mangelndes Verantwortungsgefühl, fehlende Gewissenhaftigkeit bis zum Leichtsinn.
Mangelndes Wissen über rassebedingtes, geschlechtsbedingtes und hundebedingtes Verhalten des eigenen Tieres.

Da kommt sicher noch einiges dazu, was mir auf Anhieb jetzt nicht einfällt.

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