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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : +++ Frustrationsgrenzentrainingstipps +++


Peppi
07.09.2011, 09:04
Nein, dass soll kein Begriff für's Glücksrad sein, sondern ich suche Tipps und eventuell Übungen, wie man die Frustrationsgrenze des Hundes etwas trainieren und/oder ausbauen kann.


Und wenn jemand über Stressvermeidung bei Hunden philosophieren möchte, wäre es fein, wenn er dazu ein eigenes Thema eröffnen könnte. Hier geht es nicht darum "ob" oder "warum", sondern lediglich um das "wie".


Ich danke für das Verständnis :ok:



Freue mich auf rege Beteiligung. :lach4:

Sorella
07.09.2011, 09:10
Ich könnte, weiß allerdings nicht ob du Interesse hast , meine Tipps zu hören.

gretel
07.09.2011, 09:30
ich wäre auch sehr interessiert! also bitte alles posten was euch an ideen einfällt
danke!:lach3:

Sorella
07.09.2011, 10:13
Es kommt natürlich immer drauf an, was genau diesen Frust bei euren Hunden auslösst.
Meine Hündin ist wie ein Flummi (beschreibt sehr gut ihren geistigen wie auch körperlichen Zustand, sie hat Feuer im Hintern und ist hippelig(8 Jahre))

Wenn sie z.B einen Ball in meiner Hand sah, fing sie an wie verückt hin und her zu laufen, teilweise quitschte sie auch und dann begann sie zu zittern, so aufgeregt war sie.

Trainiert habe ich dieses, in dem ich erstmal Bälle überall habe rumliegen lassen, habe sie dann immer mal wieder aufgehoben, gewartet bis meine Chaissie es bemerkte und dann habe ich sie wieder unspektakulär fallen lassen.Sie schaute nur verdutzt und machte weiter mit dem was sie gerade tat.
Dann habe ich sie auf dem Rasen abgelegt und denn Ball vor Ihr liegen lassen, sie zittertete wieder am ganzen Körper und dann ging es ins quitschen und fiepsen über.Ball wurde von mir hin und her gerollt....dauert auch schon mal 30 min oder länger dauern, denn erst wenn sie komplett ruhig und entspannt ist, durfte sie ihn haben.

Egal was eure Hunde so erregt und dann frustriert.In kleinen Schritten eine Rutine reinbringen und so das es kein Zeichen z.B zum Gassi gehen,mehr für sie darstellt.
Leine in die Handnehmen und im nächsten Raum wieder hinlegen ohne mit dem Hund zu reden oder ihn anzuschaun.Jedes Mal wenn man durch den Flur geht.Jacke anziehen etc.

Immer wieder Hund ablegen und erst wenn er völlig entspannt ist, und ich meine völlig (wenn z.B.der Kopf auf dem Boden liegt), das Spiel eröffnen, aus dem Auto hüpfen.
Er muss lernen, das er früh genug bescheidt bekommt, wann etwas los geht und er solange entspannt sein kann.

Leckerlie vor die Nase halten und nein sagen, wenn er danach schnappen möchte...hat er den zusammenhang verstanden und wendet den Blick ab, kann er es bekommen.

Glaubt mir meine Hündin war echt unerträglich, jetzt ist es soweit in Ordnung, ich bremse sie sofort wieder aus, und ja es kann dauern

Bonsai
07.09.2011, 20:04
Da gibt es (wie natürlich immer in der Hundeerziehung! ;)) Unterschiede und verschiedene Wege.
Es kommt immer darauf an, warum der Hund unter Frust leidet. Welche Art Frust? Überforderung? Impulskontrolle? Durchsetzungswille?
Dann kommt es noch auf die Hund- Halter Kombination an.
Nicht jeder Hund springt auf alles an und nicht jeder Halter kann alles korrekt anwenden.

Allgemein fällt mir grade ein:

Desensibilisierung
Gegenkonditionierung
Alternativverhalten
Entspannungssignal


Noch was vergessen? :crazy:


PS: ich möchte dringend von dem 'Training' abraten, bei dem der Hund seinen Frust von jetzt auf gleich einstellen soll (Impulskontrolle bei einem Jagdtriebigen Hund. Das ist vollkommen hoch gegriffen und kann [das tut es dann meißtens auch] ganz schnell nach Hinten losgehen.).

kairos
08.09.2011, 06:11
Bin gerade dabei meinem Kleinen einige Macken auszutreiben...
So zum Beispiel hatte er sich angewöhnt, dass er sobald die Leine los war, er auch schon einen Satz vorwärts machte und weg war - ohne Kommando:(
Also hab ich angefangen beim Ableinen das Halsband zu halten und hab, wenn er los wollte gesagt, er solle warten. Beim ruhigen Augenkontakt hab ich ihn dann mit dem Kommando "Frei" aus der Warteposition los gelassen. Natürlich hat er das Kommando nicht bekommen, wenn er mich unter Spannung des Halsbandes angeschaut hat, sonder nur wenn er auch entspannt war.:)
Jetzt erweitere ich das Training auch bei Übungen für das Obedience:
Nicht mehr lösen mit Spielzeug, sondern - Loben - Augenkontakt - Frei Kommando - und dann spielen.
Solche Übungen bringen dann doch eher "schnell" einen Erfolg, da es ja etwas ist, dass er unbedingt will und somit ist auch die Aufmerksamkeit dann schnell erhöht.
Die Kunst liegt wohl darin bei anderen Übungen ihn davon zu überzeugen, dass er jetzt etwas unbedingt will, auch wenn es grundsätzlich etwas spannenderes geben würde für ihn. Ja das kann dann wohl dauern...:hmm:
Viel Erfolg allen!:ok:
LG Kairos

Antje
09.09.2011, 15:42
Vielleicht konkretisierst du die Thematik mal etwas genauer.
Mäx hat (hatte) ja auch eine sehr niedrige bis keine Frusttoleranz. Bei uns ist Alternativverhalten ein großes Thema...

Peppi
09.09.2011, 15:49
Ich hatte es beabsichtigt etwas allgemeiner gehalten und nicht weiter kommentiert, weil mich interessiert hat, was die Halter so dazu sagen.

susanneth
09.09.2011, 16:56
Wir haben uns auch mal durch das Frustationsprogramm meiner Trainerin gekämpft, der Unterschied war nur, dass er kein Erfolgserlebniss bekam, sondern seinen Frust bis zum Ende aushalten sollte.
Ich selber arbeite jetzt mehr an der Impulskontrolle, einige Trainer sind dagegen, da sie meinen, dass der Hund noch triebiger wird, ich dagegen denke, dass ich sein Temprament nicht grundsätzlich ändern kann daher versuche ich damit zu arbeiten, d.h. ich erhöhe langsam die Reize bis an die Grenze bei der er noch ansprechbar/gehorsam bleibt.

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