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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zum Vorgehen einer Verhaltenstherapeutin


Bibo
28.07.2011, 19:17
Hallo,
finde ich super das ihr hier einige Hundeschulen mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt auflistet.
Leider ist in meiner Ecke keine dabei, damit komme ich auch zu einer Frage.
Doch vorher erst mal den Grund für diese Frage.
Ich halte seit langem schon Hunde und habe jetzt hier einen 1 Wochen alten Bulmastiff in die Familie geholt,natürlich geht man zur Hundeschule habe ich mit den Hunden füher auch gemacht.
Das Resultat, eine Verhaltenstherapeutin war hier und hat hier erst mal alles umgeworfen!
Den Hundekorb hinter das Sofa (Grund ein Molosser muß hinter seinem Herrchen liegen), er darf nur in seinem Korb schlafen, nicht etwa irgendwo im Wohnzimmer auf dem Boden.
Sie hat das Tierchen vom 16 - 19 Uhr mit Hundewurst vollgepumpt und versucht ihn so im Korb zu halten.
Resultat.... er hat mir erst mal 2 Tage lang in seinen Korb gepinkelt und war an diesem Tag so überdreht das er garnicht zur Ruhe kam.
Das Tier müsse erst mal lernen nur nonverbal zu lernen.
Ich habe am folgenden Tag alles wieder so gestellt wie ich das für richtig halte und siehe da Ruhe war.
In dieser Schule dürfen sich die Hunde nicht beschnuppern und die Welpen nicht miteinander toben.
Finde ich sehr komisch!!!!
Hat da jemand keine Ahnung von Molossern ????
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben worauf ich im Bezug auf die Hundeschule da am besten achte?
Oder kann und sollte ich mich darauf verlassen was ich in den vergangenen Jahren in den Schulen gelernt habe ( so als Info, meine vorhergehende Hündin hat auf Fingerschnippen ihren Platz, also bei Fuß zB., eingenommen) ?

LG und danke
Thomas

Peppi
30.07.2011, 08:58
Es ist auch nur ein Hund, mach Dich nicht bekloppt und fordere das Geld von der Spezialistin zurück. ;)

Bibo
30.07.2011, 09:27
Hi Peppi,
ich sehe das ja eigentlich auch so, es ist ein Hund, wenn dann aber fast alles was man bisher gelernt hat, also Erziehung, Hundeschule, wie füttern, als falsch dagestellt wird und du von mehreren Hundeschulen unterschiedliche Aussagen hast, weisst eventuell halt nicht ob du bisher was falsch gemacht hast.
Bibo ist nun mal kein Pudel, Dackel oder Schäferhund.
Das wir diese Schule weiterhin besuchen war für mich eh schon unter no go abgelegt.
Ich habe das halt auch in meinem Job, da findet immer jemand was neues das pädagogisch wertvoll ist, dann musst dich auch erstmal sammeln und überlegen ob das was du da gehört oder gesehen hast Sinn macht.
Es gibt halt immer Leute die es [U]theoretisch[U] besser wissen.
Danke


Ach ja Bibo ist natürlich 11 Wochen und nicht 1

Peppi
30.07.2011, 09:46
Ich glaube bei den durchgezüchteten Showrassen sind die Rasseunterschiede einfach nicht mehr so heftig. HuSchu würde ich schon machen, wenn er in die Pupertät kommt.

Ansonsten vernünftig sozialisieren und auch da würde ich nicht übertreiben und den Hund überfordern. Die Molosser gelten als Spätentwickler... also alles easy going. Relaxed und souverän zum Familienoberhaupt werden. Ruhe vorleben und konsequent bleiben... einfach einen größeren Dickschädel haben. ;)

katinka
30.07.2011, 10:20
wir machen seit dem 3. monat huschu. durchgehend bis heute (er ist jetzt 4 jahre alt). incl. begleithund, maulkorb- und leinenbefreiung.
und da würde ich auf alle fälle vor der pubertät anfangen. da könnts nämlich heftig werden.

ansonsten schließe ich mich mr. p's posting an.


der dicke ist bei einem leisen pssssss direkt an meiner seite. absolutes kadavergehorsam wirst du aber sicherlich bei meinem bm nicht erreichen. aber wer will das schon...


wo wohnst du denn?

Peppi
30.07.2011, 12:40
... es fehlte das "spätestens" :D

Je nach Bundesland musst Du ab 6 Monaten eh die Teilnahme einer HSchu nachweisen, sonst hat Dein Hund Maulkorbpflicht.

*Aldo*
30.07.2011, 13:32
... einfach einen größeren Dickschädel haben. ;)

...das triffts aufn Punkt :D

Bibo
30.07.2011, 13:43
Hi Katinka,
ich wohne in der Nähe von Aurich, bzw. Norden, fast genau mittendrin, bin vor ein paar Jahren aus Mainz hier her gezogen.
Und danke an die anderen Beiträge, das bestärkt mich in meinem Glauben in den letzen fast 20 Jahren doch nicht so viel Fehltritte in der Hundeerziehung begangen zu haben.
Hundeschule ist für mich, so oder so ein Muss, egal ob man ne Fusshupe hält oder einen Molosser.
Dickschädel, ja habe ich von meiner Frau schon zu hören bekommen, dann kann ja nicht so viel schief gehen.

thygugri
30.07.2011, 15:23
Ansonsten vernünftig sozialisieren und auch da würde ich nicht übertreiben und den Hund überfordern. Die Molosser gelten als Spätentwickler... also alles easy going. Relaxed und souverän zum Familienoberhaupt werden. Ruhe vorleben und konsequent bleiben... einfach einen größeren Dickschädel haben. ;)

so kann ichs auch unterschrieben! :ok:

katinka
30.07.2011, 15:30
eher langentwickler, als spätentwickler:kicher:

Scotti
30.07.2011, 16:05
Was Hundeschulen angeht muss man manchmal viele Frösche küssen bevor man den Prinzen findet.
Ich hab mir auch viele angeschaut bis ich endlich die für uns richtige gefunden habe.
Scotti und ich haben dort unheimlich viel Gutes gelernt, ich hab vor allem gelernt den Hund zu lesen und zu motivieren.

Was das Spielen angeht bin ich übrigens der Meinung dass ein Hund in einer Hundeschule nicht unbedingt spielen muss. Mein Hund soll etwas mit mir machen und lernen, ich bin eher für so genannte Spielstunden ausserhalb der Trainingszeit.
Aber das ist sicher Geschmackssache. :)

sina
30.07.2011, 20:09
Mit Biene bin ich auch in die Welpen- und später Junghundegruppe gegangen.
Als ich aber merkte das sie sich langweilte, Biene war und ist ein Streber sagte die Trainerin, sind wir nicht mehr in die HuSchu gegangen.

Täglich machen wir unsere Übungen und Biene lernt neue Dinge kennen.
Sie ist mit Freude dabei und fordert mich auch immer auf.
Zum Spielen hat sie hier genug Freunde, oft mag sie aber lieber alleine durch den Wald düsen!
Ich bin der Meinung das es mehr bringt wenn wir auf unseren Spaziergängen üben als wenn sie lustlos in der HuSchu sitzt...und das zeigt sie sehr deutlich!

Wichtig ist es das man seinem Welpen in kleinen Schritten seine Umwelt zeigt!

Emmamama
02.08.2011, 10:33
Alles schön, alles richtig, was hier geschrieben wurde...
Was mir aber -wie so oft- fehlt: mach das ganz individuell auf deinen Hund zugeschnitten.
Nur du kannst ihn beurteilen, verlass dich auf deinen Bauch, zumal du ja auch Erfahrung hast, und lass dir nicht von irgendwelchen Theoretikern (die Psychotante :kicher:) reinreden.
Eine klare Linie in der Erziehung finde ich ganz wichtig - dann können auch kleine Fehler passieren und werden nicht direkt zur Katastrophe.
Ich würde mit einem unsicheren Hund ganz andere Dinge in einem ganz anderen Tempo machen als mit einem selbstbewussten.

Bibo
03.08.2011, 13:58
Hi,
ja ich habe das alles wieder so in der Mache wie ich das aus der Erfahrung herraus gewohnt bin und es läuft gut.
Er braucht zwar etwas länger bis das eine oder andere sitzt wie ich es von meinen anderen Hunden gewohnt bin, aber das ist ja wie ich hier im Forum schon gelesen habe eben so ne Rasseneigenart und das sehe ich eher nicht als schlimm an.
Und zur Thematik Verhaltenstherapeutin : Beruf kommt von berufen, berufen fühlen sich viele, wirklich berufen sind aber nur wenige.

Es war ne Erfahrung für mich, es ärgert mich nur das der kleine sie auch erleben musste.

Natalie
04.08.2011, 21:35
Ich würde die Dame wegen groben Unfugs anzeigen und das Geld wegen Dummfug zurückverlangen. Unglaublich was sich alles als Verhaltenstherapeutiin etc. ausgibt.
Aber Dein Bauchgefühl scheint ja zu stimmen!!
Schau doch einfach mal im www. Unsere HuSchu ist einem Verband oä. angeschlossen, wie so manche HuSchu in der Auflistung. Vielleicht findest Du ja auf diesem Weg eine passende HuSchiu für Euch :lach4:

GinosFrauchen
04.08.2011, 22:24
Einen erst knapp 3 Monate alten Hund dermaßen zu überfordern finde ich ebenfalls ne Frechheit.
Da fällt mir doch grad wieder die Dame aus dem Wald ein, die von Ihrem Hund ernsthaft erwartete zu ihr zu kommen, obwohl er keine 4 Monate alt war und er müsse in diesem Alter schon auf seinen Namen hören und gefälligst kommen auch wenn viele andere Hunde dort sind..............Wie war das noch mit dem Hirn einschalten.
Also ich bin auch für Geld zurück..............viel Glück dir weiterhin............
Lieben Gruß

Bibo
11.08.2011, 10:07
Danke Euchh allen,
bin wie schon gesagt nach wie vor in meinem Denken bestärkt.
Ich habe jetzt auch eine Hundeschule gefunden mit der ich soweit zufrieden bin, einziger Nachteil, da es eigentlich eine nur für Labrador ist, kann ich mit Bibo nur bleiben bis er 5 Monate alt ist, ( Vereinssatzung halt), habe aber schon einen Tipp für eine Schule wenige Kilometer weiter bekommen zu der wir im Anschluss gehen können.
Beide gehören übrigens zum VHD.
Sobald ich mir die Schule in Hage angesehen habe und sie was taugt, poste ich das natürlich gerne um die weissen Flecken auf der Landkarte punkto Hundeschulen in Ostfriesland etwas kleiner zu machen.
Lieben Gruß

Mickey48
12.08.2011, 01:49
Danke Euchh allen,
bin wie schon gesagt nach wie vor in meinem Denken bestärkt.
Ich habe jetzt auch eine Hundeschule gefunden mit der ich soweit zufrieden bin, einziger Nachteil, da es eigentlich eine nur für Labrador ist, kann ich mit Bibo nur bleiben bis er 5 Monate alt ist, ( Vereinssatzung halt), habe aber schon einen Tipp für eine Schule wenige Kilometer weiter bekommen zu der wir im Anschluss gehen können.
Beide gehören übrigens zum VHD.
Sobald ich mir die Schule in Hage angesehen habe und sie was taugt, poste ich das natürlich gerne um die weissen Flecken auf der Landkarte punkto Hundeschulen in Ostfriesland etwas kleiner zu machen.
Lieben Gruß

Einen Kurs nur mit Labbis sehe ich eher skeptisch entgegen.
Der Hund lernt nur das Verhalten des Labradors, was im Gegensatz zu den meisten anderen Hunderassen oft "distanzlos" rüberkommt und Probleme bereiten könnte.
Wenn ein Labrador den Steriotypischen Blödzeitungleser umschmeißt, ist das ja "halb so schlimm" solange er gelb ist.
Kommt aber ein Hund, der in der Gewichtsklasse höher liegt, phänotypisch den "Bully breeds" nur annähernd ähnlich sieht und dazu noch dunkles Fell hat, hat er schneller Maulkorbzwang als du piep sagen kannst.
Außerdem gibt es genug Hunde mit einer hohen Indiviualdistanz oder einer Aversion gegen aufdringliche oder "junge" Hunde und nicht zögern dieses klarzustellen, was in einer Beißerei enden könnte und zum selben Ergebnis führt.
Wenn du dahingehst, solltest du am Besten ein paar "Nicht-Labbi-Spieltreffen" mit anderen Rassen jeder Größe klarmachen, da mit dein Hund z.B. auch Filas, Schnauzer, Windhunde, Dackel, etc. versteht und rechtzeitig Deeskaltionsmaßnahmen einleiten kann, wenn einer von ihnen einen schlechten Tag hat und dies auch nonverbal mitteilt.

Bibo
26.08.2011, 13:15
Hi,
danke dir für die Anmerkung,da brauche ich mir aber keine Gedanken zu machen.
Das läuft alles normal ab, erst jetzt bekommt mein "Kleiner" Kontakt ohne leine zu den ausgewachsenen Labbis, wobei er von der größe her schon den einen oder anderen überholt hat.Vorher war der umgang ohne Leine nur mit Welpen unterschiedlicher Rassen, bis zum Alter von 5 Monaten darf da erst mal jeder Hund hinkommen, sind also auch Bernersennen usw. vorzufinden.
Die Ausbilder machen da auch keinen Stress im Gegenteil sie sind alle von ihm begeistert und haben es mit Bibo gerne zu tun.
Ich kann also die Redriverfreunde (bzw. Redr. und Labbi) eV. in Berumbur nur empfehlen.
Wegen Bibos größe lernt er jetzt mit den anderen Welpen weiter und spielt unter meiner und der Aufsicht der Ausbilder mit den großen, also alles ganz easy.
Wir haben mittlerweile auch privat mit einem der Ausbilder zu tun und unsere Hunde verstehen sich bestens.
Bibo nutzt seine Größe und seine Kraft halt mittlerweile beim Spielen aus, daher das spielen mit den Großen.
LG
Thomas

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