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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übersprungshandlung - Schnappen


AlHambra
20.07.2011, 13:44
Hallo ihr Lieben, ich muss mal wieder eine Frage loswerden, die heute an mich selber gerichtet wurde.
Eine Bekannte hat einen klassischen Leinenpöbelrüden (so übernommen), der schon mehrfach nach ihr geschnappt hat, wenn er in der Leine hing und Rabatz machte und natürlich nicht an den anderen rankam.

Ich habe ja selber mit Samson eine Leinenpöbelphase durchlebt und habe ihr schon diesbezüglich Tipps gegeben, die sie hoffentlich berücksichtigt ;)
Jedenfalls Clickerarbeit haben sie jetzt mal begonnen und das Buch "Alter Angeber" ist von mir weiter gereicht worden :ok:

Ich kann aber zu diesem Schnappen nach dem Bein / Arm der Halterin nicht viel sagen, da wir das so nicht hatten. Samson hat zwar mal in höchster Aufregung den Kopf gedreht und zu mir geblafft, aber dann sofort eine spontane Ansage bekommen und dann war das auch gut.
Ein Biss durch den eigenen Hund ist natürlich ein ordentlicher Schreck.
Ich werte das ebenso als Übersprungshandlung aber es ist natürlich noch mal ein ganz schöner Unterschied zu einem Packen des HH ! :schreck:
Da sie dabei auch schon Verletzungen davongetragen hat (Blaue Flecken, zerrissene Jacke), traut sie sich gar nicht, in dem Moment irgendwie zu agieren, sondern zerrt den Hund einfach weg vom Ort des Geschehens und ist inzwischen reichlich verunsichert.

Ich habe erst mal erklärt, dass mAn der Hund nicht sie persönlich meint, sondern aus Frust und überhöhter Aufregung heraus schnappt, also weil er seine Aggression gg den anderen Hund nicht ausleben kann.

Klar ist, dass sie an dem Leinenproblem arbeiten muss und so wie ich sie verstanden habe auch arbeiten wird.
Ich möchte ihr aber auch einen guten Rat wegen der Schnapperei geben und wende mich daher an euch - vielleicht hat ja jemand Erfahrungen.
Sie selber befürchtet, dass es ein Rangordnungsproblem sei, was ich nicht denke.

Sonne 92
20.07.2011, 13:58
Thema Angstschnappen?

AlHambra
20.07.2011, 16:42
Hm, ist natürlich eine Definitionsfrage, aber bei Angstschnappen denke ich eher an ein Abwehrschnappen innerhalb der Hundekommunikation (also untereinander). Das Verhalten des Hundes meienr Bekannten richtet sich aber gegen sie und geschieht mAn nicht aus Angst sondern ist übersteigerte Aufregung, die sich so ein Ventil sucht.

*kopfkratz*

Kennt sich denn keiner damit aus ?

bx-junkie
20.07.2011, 17:28
Dominique ich denke du liegst ganz richtig mit deiner Vermutung Übersprungshandlung...unsere Not-Bx Nico hat das auch gemacht, allerdings hatte er nicht mich gebissen (bzw. nach mir geschnappt) sondern er hatte sich Pelle ausgesucht, der direkt neben ihm ging.
Da war die Situation, das uns ein Hund entgegenkam, Nico regte sich auf, kam aber nicht an den Rüden ran und drehte blitzschnell den Kopf und schnappte nach Pelle der neben ihm ging (ich hatte beide Rüden an der rechten Seite laufen).
Ich habe dann viel mit ihm alleine geübt, andere Hunde zu ignorieren, hat auch geklappt und danach ist dieses Schnappen nie mehr vorgekommen ;)
Ich denke der Ansatz, erst mal das Leinenpöbeln in den Griff zu bekommen ist richtig, dann erledigt sich das schnappen von alleine.
Da spielt weder Angst noch eine Rangordnung eine Rolle...

AlHambra
20.07.2011, 17:32
Danke, ich sehe das genau so... Wenn die beiden die ersten Fortschritte bezüglich Leinentheater machen, könnte es wirklich so ganz nebenbei ;) verschwinden. Ist einfach "ungünstig", dass sie daher etwas Schiss vor dem Hund hat und natürlich ihrerseits nervös reagiert, wenn sie einem anderen Hund begegnen, nicht grade Idealbedingungen, wenn man solche Situationen grade betont locker absolvieren sollte :hmm:
Aber ich erklär ihr in jedem Fall, dass das nichts mit ihr selbst und irgend einer Rangordnung zu tun hat (so einen Quatsch - meine Meinung - hatte ihr ein Hundetrainer am Telefon nämlich verzapft :sorry:)

Lee-Anne
20.07.2011, 19:37
Ich habe zwar, zum Glück, keine persönlichen Erfahrungen mit Übersprungshandlungen, könnte mir in dem Fall allerdings vorstellen, dass ein Maulkorb-Training vorab ganz gut wäre, falls wieder so eine Situation auftaucht, was ja wahrscheinlich ist. Dann muss sie keinen Schiss mehr haben vor ihrem eigenen Hund und kann sich auf das eigentliche Thema konzentrieren.

Denn, wenn ich wüsste, dass mein Hund mich packt sobald er andere sieht, wäre es bei mir mit der Lockerheit auch gleich Geschichte.

Mit Rangordnung hat das, meiner Meinung nach, allerdings auch nichts zu tun. Es gibt einfach so überdrehte Exemplare, die dann gerne mal da hin schnappen, was sie halt erwischen. Wäre er an einem Baum festgebunden, würde er wahrscheinlich nach dem Baum oder einem Ast schnappen und ich denke, der kommt in seiner Rangordnung nicht wirklich nicht vor ;-)

Monty
21.07.2011, 04:34
Ich tippe auch auf Übersprungshaltung, ich würde mit der Futtertube arbeiten, lecken beruhigt den Hund.

susanneth
21.07.2011, 12:09
Oh je, genau das war auch unser Problem, macht die Sache mit der gelassenheit noch schwieriger wenn man noch auf sich selber achten muss, meine Blödbacke hat auch lieber meine Terriertröte drangenommen und dann erst mich. da wir sonst keine rangordnungsprobleme haben weder beim fressen noch sonstwo glaub ich da auch nicht dran, noch dazu ist meiner in diesem Bereich sowieso nicht sonderlich motiviert und hat keine Probleme mit Unterordnung.
Ein etwas anspruchsvolleres Buch in dem Bereich wäre "James O`Hear, Das Aggressionsverhalten der Hunde"
bei uns war es ganz klar so wie hier empfohlen, kriegst Du die Leinenaggression in den Griff, klappt der Rest, kann dauern aber geht, die von Renate empfohlene Huschu (leider in Krefeld) soll da mit einer schnelleren neuen Methode arbeiten.
Wenn der Maulkorb zu heftig ist, reicht ev. auch die Maulschlaufe, bei uns jedenfalls.

*Aldo*
22.07.2011, 22:22
Ich kenn das als "umadressieren" - Aldo hat das manchmal (zum Glück ist das ja mittlerweile alles viel besser und kontrollierter an der Leine) auch gemacht. Er hat zwar nicht geschnappt, aber wenn dann z.B. etwas weiter einfach ein Mensch oder anderer Hund stand/ging/lief/saß oder was auch immer, wurde der eben angeblafft.

Auch bei uns ist es, seit wir Leinenbegegnungen durch Training gut hinbekommen, nicht mehr vorgekommen.

Jule69
23.07.2011, 17:59
@ susanneth
:schreck: meinst du wirklich eine Maulschlaufe? :schreck:
Ich finde die Dinger sollten verboten werden!!! Sie behindern die Atmung, das wiederum führt u.a. zu noch mehr Stress :sorry:.

Wenn es sein muss, würde ich mich für einen gescheiten Maulkorb entscheiden, bei dem freies Atmen gewährleistet ist und auch Leckerchen durchgesteckt werden können. Das ist wesentlich weniger heftig.
Im Notfall passt da auch noch locker ein Halti drunter, um besser Einfluss nehmen zu können und den Hund aus der Situation raus nehmen zu können.

Wenn es noch nicht sooo schlimm ist würde ich mal versuchen, Alternativverhalten anzubieten, z.B. Quietschspielzeug + Superleckerchen.
Wenn Begegnungen absehbar sind, rechtzeitig mit viel Tamtam und gequietsche ablenken und bei Erfolg Superleckerchen hinterher.
Positive Verknüpfung schaffen und so gegenkonditionieren.
Allerdings ist gutes Timing das A und O! Sonst kann das in die Bux gehen und man bestätigt Fehlverhalten.
Von Rappeldose und co würde ich abraten, wenn man sich nicht wirklich gut damit auskennt. Sonst ist der Hund nachher noch gestörter als ohnehin schon.

Simone
23.07.2011, 20:18
Falls es eine Übersprungshandlung wäre, könnte man den Hund vielleicht dazu bekommen, dass er in einer solchen Situation in einen Beissring (o.ä.) beißt, der an seinem Halsband hängt. Das hat mal dem Border Collie einer Freundin sehr geholfen, der beim Spaziergang diverse Fahrradfahrer etc. hüten wollte und der es nicht geschafft hat, ruhig zu bleiben und nichts zu tun. ;) Er hatte dann am Halsband so ein Spielzeug hängen, was er sich in diesen Situationen dann immer geschnappt hat.

AlHambra
24.07.2011, 11:18
Ich hab ihr jetzt geraten, wenn es zu brenzlig wird, nicht stehen zu bleiben und den anderen Hund vorbei gehen zu lassen, sondern sich mit dem Hund zu entfernen und ihn so aus der Situation aktiv heraus zu nehmen.
Wir haben es übrigens am Anfang unserer Arbeitsohase kontra leinenpöbeln genau so gemacht, wenn ich dem Hund anmekrte, dass er sich sehr aufregen würde (war ja nicht immer gleich !), hab ich laut und deutlich "Kehrt" gesagt und bin wirklich betont in die andere Richtung gegangen, ganz schnell ist samson dann regelrecht erleichtert auf "kehrt" gefolgt (er pöbelte ja aus Unsicherheit) und dann habe ich immer mit Leckerchen belohnt, wenn er ruhig und ohne Glotzen mitkam. Das ginge natürlich auch mit einem Ring oder Spielzeug, besonders wenn er ja ein Aufregungsventil braucht und sie anfangs noch unsicher ist, wer weiss wie er in seiner Aufregung nach einem Keks schnappt ? :schreck:

susanneth
24.07.2011, 13:46
@Jule, kein Nylonmaulkorb:schreck:, Maulschlaufe ist einstellbar! und kann auch als Halti benutzt werden, bei uns war das immer sehr weit eingestellt.
Bei uns hat auch rumsäuseln und Leckerli für jeden Hund geholfen, jetzt kriegt er auch noch seinen Futterdummy zum tragen wenn ich das Gefühl habe er könnte wieder wegkippen, er dreht dann den Kopf ab statt weiter zu fixieren und sich auf zu bauen. Funtioniert mittlerweile sogar bei den Anfängen des zurückpöbbelns.

Peppi
24.07.2011, 13:49
Bei uns hat auch rumsäuseln und Leckerli für jeden Hund geholfen, jetzt kriegt er auch noch seinen Futterdummy zum tragen wenn ich das Gefühl habe er könnte wieder wegkippen

Dominiques Vorschlag macht lerntechnisch mehr Sinn. Richtiges Verhalten mit Leckerchen Belohnen ist sicher korrekt, aber - zumindest so wie Du schreibst - lenkst Du nur ab.

Das ist m.E. nicht zielführend.

AlHambra
24.07.2011, 14:38
Meiner Trainerin nannte das "Alternative anbieten", also ich biete ihm an, durch Rückwärtsgehen aus der (für ihn bedrohlichen)Situation rauszukommen, belohne dabei sein Ruhigbleiben. Ich hatte den Eindruck, dass er dadurch mit der Zeit Vertrauen in meine Beurteilung (Ne, da gehen wir jetzt mal nicht lang) bekommen hat, gleichzeitig lernte, dass ruhig bleiben richtig ist. Nach und nach konnten wir uns dann mehr trauen.

Parallel dazu haben wir auch "Schau" eingeübt und mittlerweile schaut er oft schon von vorne rein zu mir hoch und bleibt dann cool, wenn ein ehemaliger Pöbelkandidat sich nähert. Rückwärts gehen müssen wir nicht mehr. :ok:

Das war wirklich richtig viel Arbeit und ich hoffe, meine Bekannte schafft es auch. Bei ihr ist es einfach noch mal schlimmer, wegen diesem Schnappen und ihrer Angst vor ihrem eigenen Hund. :(

Jule69
24.07.2011, 18:38
@Peppi, das simmt so nicht ganz. Gerade bei Hunden die zu solchen Übersprungshandlungen neigen und schon so in ihrem Verhalten gefangen sind, kann es Sinn machen, sie erstmal durch hohe Reize (Ablenkung) aus der Situation raus zu holen.
Den Hund erstmal aus der Situation rauszuholen, muss immer der erste Schritt sein. Das geht aber nunmal auf verschiedenen Wegen. Körperlich und/oder mental.
Man muss eben nicht nur die Menschen dort abholen wo sie stehen, sondern auch die Hunde ;).

@AlHambra. Bei uns hat es sehr gut mit Volte laufen geklappt. Bei den ersten Anzeichen eine Volte laufen, das lenkt ab und bringt Aufmerksamkeit. Um die Aufmerksamkeit zu halten/steigern gleichzeitig ein "schau hier" und evtl. Quietsch. Dann sofort aus der Bewegung wieder zügig (mit Distanz) in die Begegnung. So bleibt keine Zeit für erneutes Aufbauen. Dann sofort mit Leckerchen oder Spielzeug bestätigen. Das schafft Bindung und Vertrauen. In der Regel erwartet der Hund schon bald, das man agiert.
Funktioniert beim Pferd wie beim Hund gleichermaßen.
Evtl. mit Halti unterstützen?
Bei einem Hund, wie bei dem von dir beschriebenen macht es sicher Sinn, anfangs mehre Alternativen anzubieten.
Gibt nunmal leider kein Patentrezept, muss man sich rantasten. Viel Erfolg!:lach4:

@Susanneth :sorry: dann bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon....:schreck:.

sina
24.07.2011, 21:38
Als ich die Probleme mit Biene und Heinrich hatte habe ich ihr auch einen Mauli gegeben, um für mich wieder Sicherheit zu bekommen.

Zwei Häuser weiter von mir sind immer kleine Hackenbeisser im Garten und rasen an den Zaum wenn jemand vorbei kommt.:boese1:
Ich habe Biene von Anfang an beigebracht, wenn wir da vorbei gehen, soll sie mich ansehen.
Das macht sie jetzt von ganz alleine sobald wir in die Nähe des Hauses kommen, sind wir vorbei gibt es einen dicken Lob und Leckerchen.:ok:

AlHambra
25.07.2011, 09:22
Eine Art Volte laufen haben wir auch gemacht, allerdings war es bei uns nur ein grösserer Bogen oder ein Zickzack.
Das "Schau" haben wir auch nicht als Ablenkung genutzt, sondern es ist nur eine Art Unterbrechung für Samson, also ein "Schau und..." denn direkt danach, also wenn er geschaut hat und so die Fixier / Abwartesituation kurz unterbrochen hat, kommt sofort ein Befehl von mir, also entweder "Fuss" und Bogen gehen oder "Kehrt".
Ich halte auch nichts davon, den Hund massiv abzulenken, ich unterbreche lieber und arbeite dann mit einer Alternative weiter. Meiner nimmt das sehr dankbar an, hat aber auch einige Wochen gedauert...

Guter Nebeneffekt des Bogenlaufens ist bei uns, dass er jetzt alles von alleine macht - von Vorne kommt zB ein Hund, den er jetzt nicht kontaktiern möchte, er bleibt kurz stehen, Blick zu mir - ich gehe eine wenig zur Seite (1 Meter reicht) und er geht seinerseits rechts neben mir einen etwas grösseren Bogen und weicht der Begegnung aus.

Jule69
25.07.2011, 09:59
@ Alhambra, im Gunde gebe ich dir recht. Aber ich befürchte das es bei einem Hund, der zu Übersprungshandlungen neigt, nicht ausreicht um sein Verhalten zu unterbrechen.

Muss man halt ausprobieren, womit man letzendlich durchkommt.
Ich habe ja selber zwei schwergewichtige Expöbler und bei jedem musste ich das individuell handhaben. Bei einem von den beiden ging es eine zeitlang auch nur über Maulkorbtraining. Bei dem anderen lief es ähnlich wie bei dir. Heute brauchen wir nichts mehr.

Bei dieser hohen Ablenkung geht es ja auch nur darum,dem Hund zu ver mitteln: das was du als bedrohlich und stressig empfindest, daraus machen wir einfach was schönes. Eine positive Verknüpfung schaffen.

Es gibt eben viele Wege, man muss nur den richtigen finden :lach4:

Peppi
25.07.2011, 10:34
@Peppi, das simmt so nicht ganz. Gerade bei Hunden die zu solchen Übersprungshandlungen neigen und schon so in ihrem Verhalten gefangen sind, kann es Sinn machen, sie erstmal durch hohe Reize (Ablenkung) aus der Situation raus zu holen.

Zum Einstieg sehe ich das auch so, aber bei Susanneth las es sich so, als ob Ablenkung zur Dauerstrategie geworden sei.

Jule69
25.07.2011, 13:05
@Peppi, nein eine Dauerlösung darf das sicherlich nicht sein. Es kann wohl für niemanden das Ziel sein, dauerbespaßend durch die Gegend zu laufen ;). Bei den meisten Hunden lässt sich das auch relativ schnell wieder reduzieren. Es geht ja wie gesagt nur darum Schema X erstmal zu durchbrechen. Dann kann man anfangen darauf aufzubauen.

Vielleicht hat sich Susanneth nur unglücklich ausgedrückt :hmm:.

AlHambra
25.07.2011, 17:39
Ist jedenfalls gut zu hören, dass man da nicht alleine dasteht ! Habe meiner Bekannten von dem Feedback berichtet und sie übt schon fleissig.

Ich denke, wenn sie den derzeitigen Kreislauf erst ein mal durchbrochen hat, wird es wirklich aufwärts gehen und dann sollte es auch kein Schnappen mehr geben.

susanneth
26.07.2011, 11:06
Mir geht es darum das fixieren und aufbauen zu unterbrechen, wir haben das Problem auch nur noch auf dem engen graden bürgersteig im Park haben wir Platz um einen angemessenen Bogen zu laufen o. der Weg ist breit genug, mittlerweile geht es da auch ohne Leine mit Fuss gehen.
Auf dem Bürgersteig sehe ich nur zu dass es nicht eskaliert, auch mit umdrehen oder anschauen und Leckerlies, es gibt da aber immer noch Kandidaten wo es nicht klappt (mit dem anschauen). An den kleinen Pöblern kann er aber inzwischen auch ohne alles vorbei. Selbst bei einigen Grossen (den erschnupperten Mädels:p) muss er nicht immer "antworten".
Letztes Jahr war da bei ihm noch kein Unterschied, da wurde Alarm gemacht aus einer Entfernung bei der nicht erkennbr war ob Männlein o. Weiblein.

AlHambra
26.07.2011, 11:54
O ja, die schmalen Bürgersteige - sind bei uns auch noch immer ein Thema.... Meiner ist da auch echt Tagesform-abhängig, mal geht er vorbei, dann pöbelt er schon vorher, mal kann auch ein fremder Rüde an der Leine einfach besxchnuppert und passiert werden, mal nicht. :hmm:

Auf engen Bürgersteigen muss ich auch noch mit "schau" arbeiten, sonst wird's tendenzielle eher laut. Aber ich denke, auch das legt sich mit der Zeit :o

Peppi
26.07.2011, 16:00
Aber das weggucken ist das Gleiche Problem... das kann am Ende nicht die Lösung sein. Ziel muss sein: "Klappe halten!"

AlHambra
26.07.2011, 16:48
Exakt, aber mit dem Schau kann man eben üben, an jemandem vorbeizugehen ohne Gebrül - dabei sammelt der Hund ja positive Erfahrungen (ich pöbel nicht und ES PASSIERT MIR AUCH NICHTS). Jedenfalls bei meinem, der aus Unsicherheit pöbelt, hat das gut gewirkt und - bis auf die ganz nahen Objekte - passieren wir inzwischen andre Hunde an der leine ohne THeater / Glotzen aber eben auch ohne "Schau".

susanneth
28.07.2011, 08:52
Vor allem baut sich durch das fixieren auch der Kontrahent auf, durch einmal abwenden siehts dagegen wie eine beschwichtigung aus, so das der gegenüber auch etwas abbaut.
Das aushalten übe ich lieber da wo Platz ist:D aber das muss natürlich auch sein, da hast du schon recht. Mittlerweile kann ich auch streng werden ohne das alles eskaliert aber es bleibt noch eine Gradwanderung zu beobachten wann was geht, im Park bleibt er aber eigentlich immer im noch erreichbaren (d.h. merkt nochwas;) Modus.

Guayota
29.07.2011, 11:46
Sie kann, als erste "Sofortmassnahme", mal versuchen, dem Hund vor so einer Situation ein Lieblingsspielzeug (Ball oder sowas) in's Maul zu stecken - irgendetwas, das ihm wichtig ist und ihn etwas beruhigt. Ein Maulkorb kann, auch bei bester Gewöhnung, für manche Hunde ein zusätzlicher Stressfaktor sein.
Und die konditionierte Entspannung ausprobieren...

Ansonsten schliesse ich mich den anderen an.

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