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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Broholmer "Mentalbeschreibung"


BÖR
22.05.2011, 19:06
Bör hatte heute seine Mentalbeschreibung, nicht zu verwechseln mit dem Wesenstest. Er ist ein typischer Vertreter seiner Rasse und hat mit Bravour bestanden. Naja, die Langeweileprüfung, wie ich sie genannt habe, hat er dann genutzt um sein großes Geschäft zu verrichten.:kicher: Ansonsten wurden uns noch einmal seine Stärken und Schwächen vor Augen gehalten. Er hat sich sehr an seinem Herrchen orientiert und war einfach klasse:ok:

Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Hunde reagiert haben, von total cool bis etwas bange. Aber alles im Rahmen und in keiner Weise aggressiv.

Hola
22.05.2011, 19:14
Kannst du das etwas genauer erklären, Mentalbeschreibung sagt mir gar nix!
Aber schön wenn er sich gut gemacht hat!

BÖR
22.05.2011, 19:22
es geht darum die "Wesensfestigkeit" zu testen. Wie verhält er sich in unbekannten Situation, wenn er unsicher ist, wie ist sein Jagdverhalten. Es war z.B in Ordnung, daß er zwei Gespenster angebrummt und angebellt hat und auf Distanz geblieben ist. Als Herrchen dann mit einem Gespenst geredet hat, hat dann doch die Neugier gesiegt und er ist freundlich drauf zu gegangen:)

Scotti
22.05.2011, 19:22
Börchen ist soooo cool. :ok::ok:

Hola
22.05.2011, 19:32
Achso, solche Sachen waren bei unserem WT inbegriffen. Habt ihr einen WT auch gemacht? Wenn ja was beinhaltet der dann bei euch?
Bei uns waren solche Sachen alle im WT vertreten!

BÖR
22.05.2011, 19:51
nein, Wesenstest brauchen wir nicht, aber diese Mentalbeschreibung ist Pflicht für die Zuchtzulassung.
Jetzt fehlen noch die HD/ED Auswertung und eine dt. und eine dänische Ausstellung mit guter Bewertung.

Guayota
22.05.2011, 20:01
Gratuliere! :ok:
Habt ihr das gefilmt?
Würde mich echt sehr interessieren ! :)

BÖR
22.05.2011, 20:04
ist nicht erlaubt, auch die Handys mussten aus sein:hmm:
war aber so ähnlich wie der link den du??? gepostest hattest; die Rottis in Schweden.

Guayota
22.05.2011, 20:06
Schade.
Wieso denn?

BÖR
22.05.2011, 20:18
keine Ahnung! Ich war viel zu aufgeregt um nachzufragen:schreck:
wahrscheinlich, damit das vorher nicht geübt werden kann. Es hat dann einen soooooo geheimnisvollen touch:D Jedenfalls hat diese Oberprüferin unseren Hund sehr genau eingeschätzt.

sina
22.05.2011, 22:21
Gut gemacht Bör :ok: und Gespenster sind auch sooo doof!:D

Diggimon
23.05.2011, 09:05
Klasse gemacht :king::ok:
Wußte doch das Börli das schafft :D

Grazi
24.05.2011, 12:40
http://i238.photobucket.com/albums/ff265/Grazi_07/gifs/Unknown.gif

Grüßlies, Grazi

christlgo
25.05.2011, 20:13
Super, wir gratulieren!
liebe Grüße Christina und Pumba:lach4::lach4:

Folkvangar
26.05.2011, 12:10
Bei einer dänischen Wesensbeschreibung geht es nicht um "gut" oder "schlecht".
Es gibt keine Noten und keine Beurteilung.
Es geht nicht um schaffen oder nicht schaffen. Bestehen oder durchfallen ist auch nicht möglich!

Der Sinn dieser Beschreibung liegt im genauen Wortsinn: beschreiben.
Als Hundehalter kann man u.U. viel über seinen Hund lernen und erfahren.
Zumal die Teamleiter sehr gut ausgebildet und erfahren sind zum Thema Hundeverhalten.

Fotos, Handy und Filmen sind übrigens nicht erlaubt, weil es ablenkt, nervös machen kann und im übrigen nicht nötig ist. Schließlich geht es vor allem um eine entspannte Atmosphäre für Hund und Halter!

Peppi
26.05.2011, 12:12
Ist das diese Geschichte, wo der Hundehalter auch kaum direkten Einfluss auf seinen Hund nimmt?

Folkvangar
26.05.2011, 12:18
Gewünscht bei einer Mentalbeschreibung ist tatsächlich möglichst wenig Einfluss vom Hundehalter.
Bei der "Wiederherstellung" ist aber die Bindung des Hundes zum Halter von Bedeutung. Schließlich überwindet ein Hund seine Vorsicht mit Hilfe von Menschen, denen er vertraut eher als ganz alleine.

Peppi
26.05.2011, 12:20
Ah, das hab ich auch schon aus bei anderen Rassen im skandinavischen Raum gehört.

Klingt interessant! :ok:

Folkvangar
26.05.2011, 12:23
In Skandinavien ist es für viele Rassen üblich eine Mentalbeschreibung bei der Zuchtplanung aktiv einzusetzen.
Für viele Rassen ist es sogar eine Zuchtvoraussetzung.

BÖR
26.05.2011, 12:23
@Folkvangar

es geht schon darum, ob er ein typischer Vertreter seiner Rasse ist und das ist er ja. Torben sagte, er wäre perfekt gewesen, nur Elmo (Bör´s Bruder) war noch perfekter:D Für mch war es noch einmal die Bestätigung, daß ich meinen Hund sehr gut einzuschätzen weiß. Das ist für mich das Wichtigste.

@Peppi
man nimmt keinen Einfluß auf den Hund, im Sinne von Befehlen geben, sondern läuft mit lockerer Leine die "Aufgaben" ab. Sollte der Hund sich zu weit entfernen, wenn man die Leine loslassen soll, ruft man ihn natürlich zurück.:kicher:

Peppi
26.05.2011, 12:24
In Skandinavien ist es für viele Rassen üblich eine Mentalbeschreibung bei der Zuchtplanung aktiv einzusetzen.
Für viele Rassen ist es sogar eine Zuchtvoraussetzung.

Jep. Finde ich nicht verkehrt. Schließt einige Lücken im Zusammenhang mit Ausbildungsmethoden.

Folkvangar
26.05.2011, 12:48
Hallo Andrea,

ich bin froh, dass du so zufrieden mit Bör bist.
Er hat sich wie ein junger, gesunder und normaler Hund präsentiert.

Bei einer Mentalbeschreibung geht es allerdings nicht darum ob er ein perfekter Vertreter der Broholmer ist.
Es geht viel mehr darum sein Wesen zu beschreiben und bei einem möglichen Zuchteinsatz den richtigen Partner zu finden.

Das er bei euch ein typischer Molosser (Broholmer) wird, daran zweifle ich nicht. Sein Wesen und euer Umgang mit ihm sind doch tolle Voraussetzungen, oder?

Folkvangar
26.05.2011, 12:49
@Peppi,

wie meinst du das:
Schließt einige Lücken im Zusammenhang mit Ausbildungsmethoden

Peppi
26.05.2011, 12:53
Ich kenne es von anderen Hundezuchtshows, das vor der Zuchtzulassung eine "Wesensüberprüfung" verpflichtend ist.

Diese wird meist vor den Showläufen durchgeführt und lässt m.E. überhaupt keine Rückschlüsse auf Wesen/Charakter der Tiere zu. Viele davon, gehörten meiner Ansicht nach, nicht in die Zucht. Diese sogenannten "Wesensbeurteilungen" gaben lediglich ein Bild über den "Gehorsam" (das wird auch von selbsternannten Profis häufig mit dem Wesen verwechselt).

Was die Skandinavier da eingeführt haben, fand ich schon als ich es zum erstem Mal gelesen habe, weitaus sinnvoller.

Und ich freue mich, wenn das langsam auch zu uns herüber "schwappt". :ok:

BÖR
26.05.2011, 13:00
das war mir schon klar, daß die Mentalbeschreibung bei der Partnerwahl eine Rolle spielt. :D
Torben hat mir immer wieder gesagt, daß er ein typischer Vertreter seiner Rasse ist, aber das ist doch sowieso klar, daß ihm "seine Babys" besonders am Herzen liegen.;) Ich glaube auch, daß er, sofern Bör alle Voraussetzungen erfüllt, er sich sehr freuen würde, wenn unser Dicker für kleine Broholmer sorgen wird.

Du warst doch bestimmt auch stolz auf Dein bildschönes Ziehkind aus Österreich.:ok:

Folkvangar
26.05.2011, 13:14
@Peppi,

ja, ich glaube ich weiß was du meinst.
es gibt einige Zuchthundevereine, die haben einen "Wesenstest" erarbeitet.
RR, GSS, Retriever, Hovawarts und noch einige andere mehr.

In Skandinavien hat man das Thema anders aufgerollt:
Beispiel Dänemark - dort hat man im nationalen Hundeverband (DKK) einen "Übungsparcours" erstellt und für einzelne Rassen ein Profil erarbeitet.
Jede Rasse hat also ein eigenes Profil. Die einzelnen Hunde werden jedoch ohne Bewertung beschrieben.

Führung durch den Halter ist unerwünscht, schließlich kann man das nicht in der Zucht einsetzen... :)

Tatsächlich schienen allerdings viele Menschen nicht verstehen zu können, dass es nur um das Wesen des Hundes geht. Für einen Züchter ist es völlig unbedeutend, ob ein Hund gut gehorcht oder sich durch konditioniertes Verhalten durch einen Übungsparcours leiten lässt.
Da auch die Mentalität der Elterntiere vererbt wird, und besonders ängstliche und unsichere Hündinnen ihr Wesen auf die Welpen prägen, ist der Umgang des DKK und der anderen skandinavischen Länder sinnvoll.

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