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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ??? Geschlechterkampf ???


Peppi
02.05.2011, 14:17
Hallo "Foris",


ich hätte mal gerne zu diesem Thema so einen "Erfahrungsquerschnitt":

Gibt es, bzw. wie häufig gibt es Ernstkämpfe zwischen Rüde und Hündin, die zusammen in einem Haushalt/Rudel/Verband/Familie leben?

Hat da jemand Erfahrungen? Ist das gar nicht so selten wie man denkt? Macht ein Gentleman im Normalfall einen Rückzieher?


:uebel:t Euch aus! :D

:lach3:

BX-Isabell
02.05.2011, 14:34
Jepp meine Rottis hatten sich manchmal sehr sehr böse in der Wolle.
Mein Rüde hatte sich sehr viel von meiner Hündin gefallen lassen.
Aber wenn es ihm zu viel wurde hat er sie gepackt,und er hat dann 45kg durch die Luft segeln lassen.
Der hat meine Angel einfach gepackt und in die Luft geworfen.
Aber sie hatte ihn vorher schon eine Weile bearbeitet.
Der fehlte die Beishemmung,die kannte immer nur richtig zu hacken.
Ich konnte die Beiden auch kein Fleisch zusammen füttern,da die sich dann richtig an die Kehle gegangen sind.
Wenn man das eine übersah und sie dann eben trennte beim Frischfleisch füttern,dann war es meist ganz gut.
Nachher hat mein Rüde sich um einiges besser mit meiner BX verstanden,da diese nicht die Aggression meiner Rotti Hündin hat.
Das Ganze klingt zwar sehr schlimm,aber das kam vielleicht 1-2 mal im Jahr vor.
Ansonsten ging das mit den Beiden sehr gut.
Ich vermisse alle Beide sehr:traurig:

blue
02.05.2011, 15:49
Hmmm,wir hatten mal einen kleinen Kampf zwischen unserem früheren Bulli-Rüden und der Am.Staff-Dame,kann man eigendllich aber nicht zählen,da der Bulli-Rüde nach und nach alle Hunde im Haus angegangen ist.
Lief aber relativ harmlos,da wir recht schnell zur Stelle waren: Eingerissenes Ohr vom Trennen,ein paar kleine Löcher im Hals/Kopf-Bereich und den Vorderbeinen...

Einen richtig harten Kampf hatten wir bis jetzt nur zwischen Weibern...da aber so richtig !

Isis78
02.05.2011, 16:21
Also bei meinen Rottis war alles wirklich sehr harmonisch, auch mit den Pflegerottis und anderen Pflegehunden gab es nie Probleme. Allerdings waren es immer mehrere Rüden und nur Isis als Hündin.
Zwischen Isis und Hank kommt es schonmal zu Auseinandersetzungen, meißt bedingt durch eine Ressource wie z.B. Spielzeug.
Unter normalen Umständen hat Isis die Oberhand, sie ist wesentlich älter und auch souveräner als der Youngster.
Hat der Wutz aber wieder mal ne blöde Phase, wie im Moment leider ( er ist jetzt knapp 2 Jahre alt ) dann stellt er Isis als Chefin schon in Frage und dann knallt es auch schon mal richtig.
Allerdings kontrolliere ich solche Situationen, und unterbinde wenn es zu heftig wird.
Rocco und die Murmel halten sich dann raus und mit dem Onkel legt Hank sich gar nicht erst an.
Allerdings entspannen die beiden sich sehr schnell wieder und solche Situationen hatten wir im letzten halben Jahr so gut wie gar nicht. Zur Zeit fällt Hank aber wieder in alte Verhaltensmuster zurück, ist zur Zeit wieder unsicher und nervös.
Es lebe die Pubertät :kicher:

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Rüden die älter als die Hündin sind, oft sehr nachsichtig und geduldig mit den Mädels sind.
Umgekehrt erlebe ich häufig, dass die Jungs sich ab und an mal ausprobieren. Hängt aber immer vom Charakter des Youngsters ab.

AlHambra
02.05.2011, 16:57
Meine Erfahrungen mit zwei gemischten Rudeln:

1. CollieHuskyHündin mit Dobirüde, sie älter, dominant - keinerlei Reibereien, der Bub hätte trotz körperlicher Überlegenheit nichts gewagt ! ;)

2. Derzeit Aisha (12) mit Samson (22 Monate) - grundsätzlich nur extrem selten leichte Reibungsmomente (in Form von Blickduellen), dies nur bei besonders tollen Ressourcen (Kalbsknochen), dabei gewinnt immer der das Blickduell, der das Teil bereits hat, Knurren oä hab ich noch nie gehört, Kämpfe gab sowieso noch nie. Ansonsten kann ich nur sagen, dass beide einfach nicht zu Dominanz neigen und Streit total aus dem Weg gehen.
Füttern geht nebeneinander, zusammen liegen auch gelegentlich.

Grazi
07.05.2011, 20:51
Ernstkämpfe hatten wir glücklicherweise noch nie. Und wir hatten bisher auch nur genau einen Kommentkampf (zwischen Mortisha und Simba).... der mich zugegebenermaßen heftigst erschrocken hat, weil ich so etwas bisher noch nicht mal zwischen den Hündinnen hatte. ;)

Mein Bub ist hier der Jüngste und war daher tatsächlich hin und wieder etwas aufmüpfig. Zumindest der kleineren Hündin und dann der neu hinzugekommenen Hündin gegenüber. Vegas Autorität hat er hingegen noch nie angezweifelt.

Die aufmüpfigen Phasen haben wir mit sehr wenig "Aufwand" und richtiger Lenkung schnell in den Griff bekommen.

Wenn der Simbel nun zu heftig mit Mortisha spielt, sage ich "Leg' dich hin und
lass' dich beissen" ...und der niedliche Dummbrösel tut das sogar! Gestern habe ich fast die Krise bekommen, als er sich brav hinschmiss, sich von Mortisha durchwalken ließ und diese ihm nicht nur die Lefzen langzog und an der Kehle packte, sondern schließlich sogar in die dünne Haut in der Leiste biss! :schreck:

Ich habe die kleine Kröte dann doch mal von ihm runtergepflückt. :hmm: Gutmütigkeit hin oder her... ich möchte nicht, dass ein Raufspiel kippt, nur weil es plötzlich doch zu sehr weh tut.

Aber wie gesagt: ich habe das Glück, einen sehr toleranten Rüden zu haben, der sich von Hündinnen, vor allem seinen eigenen, (fast) alles sagen lässt.

Grüßlies, Grazi

Rocky
07.05.2011, 21:30
Sira, schmächtiges Rotti-Mix-Mädchen ein halbes Jahr älter, oft zu Besuch, manchmal auch Feriengast. Rocky ein sehr dominanter kräftig gebauter BM.

Er zieht alle Register von Unartigkeiten, sie schaut zu, knurrt oder bellt und er verdrückt sich.

Sie auf der einen Couch, er muss unbedingt auf den besetzten Platz, sie zieht die Lefzen hoch, er kuscht und trollt sich zutiefst beleidigt.

Sie will immer kuscheln, er drückt sich drum herum, möchte auch, sie hebt den Kopf, Kommando ruhig und zu Rocky komm, beide haben den Kopf auf dem Schoss und verdrehen die Augen.

Beim Futter wird die Reihenfolge ganz streng eingehalten, erst Rocky füttern dann raus, dann Sira füttern und dann auf's Plätzchen. Beide raus geht nicht, sie würden herumtollen und das ist ja bekannterweise ein Magendrehungsrisiko.

Alles in allem ein Herz und eine Seele. Zusammen kuscheln taten sie nie, albern schon, aber zusammen auf einer Decke schlafen nie. Sie hatten beide ihre Zeit und sind nicht mehr, sich an sie erinnern ist aber immer wieder lustig, verbunden halt mit etwas Wehmut und Vermissen.

sina
07.05.2011, 21:58
Heute hab ich wieder mit einem Lächeln Calle und Biene beobachtet.;)

Biene 5x so groß wie Calle wirft sich auf den Boden und wuselt vor Calle.
Dieser zieht ihr die Lefzen lang.
Wenn sie aufsteht und er nicht ran kommt stellt er sich auf die Hinterbeine und springt hoch um an die Lefzen oder Ohren zu kommen. :D

Naja, von den Problemen mit Heinrich und Biene hab ich ja schon ausführlich berichtet.
Heute sind sie das 1. Mal wieder zusammen im Haus gelaufen ohne das Biene ihn "fressen" wollte.
Ich geb die Hoffnung nicht auf das es wieder harmonisch wird und denke das ich bei der Erziehung doch viele Fehler gemacht habe.

Simone
07.05.2011, 22:03
Ich habe mit zwei verschieden geschlechtlichen Hunden gute Erfahrungen im eigenen Haushalt gemacht. Hier lebten Oso (Bernhardiner) und Luna (BM) zusammen, was sehr gut lief. Oso war aber grundsätzlich sehr tolerant bei Hündinnen. Zudem war er ein selbstbewußter und dominanter Rüde, während Luna insb. in jungen Jahren unsicher und ängstlich war (im Alter bzw. ab ca. 4 Jahre wurde sie dann doch recht souverän). Das Problem war bei den beiden mur, dass sie eifersüchtig bei anderen Hunden reagierten. Oso mochte es nicht so besonders gerne, wenn Luna einen anderen Rüden toll fand und Luna sah es ungerne, wenn Oso eine Hündin spannend fand... Dann richtete sich der Ärger aber auf den fremden Hund und nie auf den heimischen Partner. Oso undLuna kamen wirklich toll miteinander aus und es gab nie Ärger.

Meine Mädels Luna und Lisa hingegen (BMs) hatten sich 2 Mal in der Wolle (beides blöde Situationen). Sonst kamen sie aber gut miteinander aus.

Conner
08.05.2011, 07:39
Sugar und Paul. In den letzten Jahren war Paul Chefe. Wobei dieses absolut situativ ist. Wennn es z.B. um Futter geht paßt er auch auf, denn er weiß sie würde ernst machen und das will er auch nicht.

Seit Kastration stellt sich hier ein bißchen etwas um. Sugar geht ihm nicht mehr so respektvoll aus dem Weg und er benimmt sich auch manchmal als wäre er 7 Monate alt.

Aber nach über 6 Jahren zusammenleben bringt auch diese Umstellung keine großen Auseinandersetzungen mehr. Anfangs wurde schonmal heftig gerauft, aber nie mit großen Blessuren.

Ich glaube gegengeschlechtlich gestaltet sich einfacher.

zantoboy
08.05.2011, 08:30
Ich hatte - Gott sei Dank - nie Probleme mit meinen Hunden.

Die erste Kombi war mein Boxerrüde (unkastriert) und mein Bullmastiffrüde (unkastriert). Im Alter von 10 Jahren haben wir meinem Boxer den Bullmastiif als Welpe dazugeholt. Keiner ging einen Schritt ohne den anderen. Machtkämpfe Fehlanzeige. Gut 1 Jahr war ihnen miteinander vergönnt. Selbst als Zanto (mein BM) im Flegelalter war, hat er nie gerempelt, gepöbelt oder seine Kraft gegenüber meinem alten Boxer demonstriert.

Die zweite Kombi ist mein Bobtail (kastrierter Rüde, 7 Jahre alt) und unsere BX (Hündin, kastriert, 5,5 Jahre alt). Die beiden lieben sich heiß und innig. Kein Gezeter, kein Gepöbel. Diese Kombi hat aber bei Spaziergängen eindeutig einen Nachteil: Beide mögen keine gleichgeschlechtlichen Hunde, so dass ich sie immer heranrufen muss wenn andere Hunde kommen und ich sie nicht in Kontakt zu anderen Hunden lassen kann wenn ich gemeinsam mit beiden unterwegs bin.

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