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first_sadi
21.04.2011, 18:53
Hallo
Ich bin grad beim googeln auf das Forum gestoßen und finde es wirklich aufschlussreich. Deshalb hab ich mich gleich mal registriert :)

Da wir (Frau und 3 Kinder 10,11 und 17 Jahre) im Juli ein neues Haus beziehen und der Wunsch nach einem Hund immer größer wird, wollte ich euch mal um Rat fragen. Wenn schon dann soll es ein Bullmastiff werden. Wir haben allerdings nicht wirklich Erfahrung mit Hunden. Bisher hab ich immer gelesen dass ein Bullmastiff schon ein guter Familienhund wäre. Mir gefallen auch die Charaktereigenschaften (hohe Reizschwelle, charakterstark, familienverbunden usw.)
Jetzt will ich mir aber noch von ausübenden Profis bestätigen lassen ob das tatsächlich so ist.

Könnt ihr mir als Anfänger einen Bullmastiff empfehlen und wenn ja eher einen Rüden oder ein Weibchen? Benötigt der Bullmastiff irgendwelche besonderen Haltungsbedingungen?

Ich freue mich schon auf eure Antworten.

lg
Sadi :lach4:

bullkess
21.04.2011, 20:19
Hallo Sadi,
erst einmal herzlich wilkommen im Forum.
Schön das Du Dich für den BM interessierst.
Ich kann Dir das Buch von Lyn Pratt "Bullmastiffs-Heute-" empfehlen.Es ghört in jeden BM Haushalt,finde ich.
Ansonsten findest Du hier sicher alle möglichen Meinungen Empfehlungen usw.
Diese Forum ist sehr breit gefächert,was die Erfahrungen mit BM`s angeht.
Also viel Spaß hier und schon mal schöne Osterfeiertage :24:.
Es grüßt die Jeannette

fons
21.04.2011, 20:28
Wenn man sich für die Rasse vorab schon interessiert und sich im allgemein über Hundehaltung schlau macht spricht da nichts gegen sich nen BM als Ersthund zu holen.

Simone
21.04.2011, 21:02
Hallo!

Ich denke auch nicht, dass die Ersthundehaltung gegen einen Bullmastiff spricht. Manche haben 30 Jahre Hundeerfahrung und machen alles falsch, andere haben wenige Wochen einen Hund und machen vieles sehr gut. ;)

Am besten schaust Du Dir die Hunde mal an. Vielleicht wohnt ja auch der ein oder andere Bullmastiff hier aus dem Forum in Deiner Nähe? Ich bin von der Rasse völlig begeistert und nach meinem ersten Bullmastiff beim Bullmastiff "hängen geblieben". Ich persönlich fand meine beiden BM-Hündinnen deutlich einfacher bzgl. der Erziehung als meine bisherigen Rüden (verschiedene Rassen, aktuell ein BM). Du solltest von Anfang an eine gute Hundeschule besuchen. Aber auch hier mußt Du gut suchen, denn leider gibt es neben guten Schulen auch ganz furchtbare Hundetrainer, die noch immer über Gewalt arbeiten :schreck:.

Was möchtest Du denn über den BM wissen? Besondere Haltungsbedingungen beim BM? Mhm... wüßte ich jetzt nicht. Wobei Du je nach Bundesland bestimmte Auflagen erfüllen mußt, da in vielen Bundesländern der BM als "Gefährlicher Hund" gilt und auf der Liste steht.

Es gibt auch viele Bücher über den BM, anbei eine Liste dazu:
http://www.bull-mastiff.de/buecher.html

first_sadi
21.04.2011, 21:10
Ich bedanke mich schon jetzt recht herzlich für Eure Antworten. Ein Buch über BM hab ich mir soeben gekauft ;)

Meine bessere Hälfte wär mehr für ein Weibchen, da sie meint eine Sie wäre leichter zu erziehen und wäre auch anhänglicher. Mir würde dagegen eher ein Rüde schon mehr zusagen. Hab da allerdings auch Bedenken dass ich dann einen ständigen Kampf habe, wer denn jetzt wirklich der Hausherr ist.

Hab jetzt schon im Forum gelesen dass sich eine Kastration bei einem Männchen nicht so gut macht. Wie schaut es eigentlich mit der Sterilisation bei einem Weibchen aus? Inwiefern ändert sich da das Verhalten?

Bensmann
21.04.2011, 21:53
Als "Anfängerhunde" würde ich den BM nicht bezeichnen, aber Hundeschule und eine Erziehung (sofern der Molossersturkopf das zulässt!?!?) mit unendlicher Liebe des Halters sollten selbstverständlich sein.
Bitte bei den Molosserrassen keinen "Kadavergehorsam" (wie z. B. beim Schäferhund) erwarten, die Molosser sehen die erteilten Befehle eher als freundliche Aufforderung und kommen denen zu gegebener Zeit nach...:kicher:
Hündinen sind wohl einfacher zu erziehen und anhänglicher als Rüden, zur Kastration vermag ich nichts zu sagen, wichtig ist halt wohl das es nicht zu früh angegangen wird.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Geheimrezept bei unserem kleinen Prinzen unsere grenzenlose Liebe war, alles andere kam von selbst.
Gruß vom Bensmann

Simone
21.04.2011, 22:00
Hab jetzt schon im Forum gelesen dass sich eine Kastration bei einem Männchen nicht so gut macht. Wie schaut es eigentlich mit der Sterilisation bei einem Weibchen aus? Inwiefern ändert sich da das Verhalten?

Wieso? Ich hatte bislang 3 unkastrierte und 2 kastrierte Rüden und die Kastrationen haben sich sehr positiv ausgewirkt. Was ist denn - abgesehen von der Operation an sich - so negativ daran? Meinem Gustav hat die Kastration sehr gut getan. Ich denke, dass nicht jeder Hund - egal ob Rüde oder Hündin - grundlos kastriert werden sollte, aber wenn Gründe dafür bestehen: Warum nicht? Gustav hatte einen sehr ausgeprägten Sexualtrieb, der ihm nicht gut tat. Er hat darunter wirklich gelitten, schliesslich konnte er ihn nicht ausleben. Seit der Kastration ist er wesentlich ausgeglichener. Meine Hündinnen wurden beide kastriert, da beide hormonelle Schwierigkeiten hatten. Sie haben sich vom Verhalten her wenig verändert. Ich glaube, dass manche Hündinnen zickiger werden können. Aber da bin ich nicht so ein Fachmann... Bzgl. der Operation an sich ist die Kastration der Hündin auch ein viel größerer Eingriff als beim Rüden. Oder meinst Du wirklich nur die Sterilisation? Die macht vom Verhalten her ja gar keinen Unterschied aus.

Ich habe meine beiden Hündinnen tatsächlich als anhänglicher und leichter erziehbar als die Rüden erlebt. Aber ich weiß, dass dies einige der Forenuser anders erlebt haben. Es kommt wohl ganz auf den Hund an... ;)

*Aldo*
21.04.2011, 23:49
Also wir haben zwar keinen BM, aber einen Mastino Mix aus dem TH rausgeholt im vergangenen Jahr - er ist jetzt geschätzt etwas über 2 Jahre und unkastriert. Aldo ist auch unser erster Hund und wir haben uns im Vorfeld viel informiert. Ich habe hier vieles nachgelesen oder auch nachgefragt und die richtige Hundeschule bzw. Trainerin hat dann den Rest erledigt. Wichtig ist halt, dass Ihr beim Training immer konsequent dran bleibt.

Ich kann Dir zusätzlich noch ganz allgemein das Buch "das andere Ende der Leine" empfehlen. Das hat mir damals unheimlich gut gefallen und nun - mit 1 Jahr Abstand und vieeeelen Erfahrungen mehr - lese ich es erneut, da ich jetzt viele Dinge noch besser nachvollziehen kann.
Viel Spass beim Schlau machen - ein Molosser ist doch wirklich sehr sehr einzigartig und mit keinen anderen Hundefamilien/Rassen zu vergleichen find ich :)

RB1974
22.04.2011, 01:58
Viel Spass beim Schlau machen - ein Molosser ist doch wirklich sehr sehr einzigartig und mit keinen anderen Hundefamilien/Rassen zu vergleichen find ich :)[/QUOTE]
:ok: Richtig!! Die Mischung aus Konsequenz und gutem Training ist nicht leicht. Einen guten Trainer zu finden genauso :rain:.Wir hatten schon einen, der Angst vor unserem "Kälbchen" hatte. Aber nur Geduld, sind treue Seelen, die Arbeit lohnt sich :sorry: !

Cira
22.04.2011, 03:16
Ich würde, wenn ich mir als Ersthund einen Welpen beim Züchter aussuche - neben der Gesundheit, (oder wenn ich als Züchter einen Welpen an unerfahrene Hundehalter abgebe), darauf achten dass der oder die Kleine ein ausgeglichenes, nicht zu sensibeles oder eventuell sogar ängstliches Wesen hat, aber auch nicht zu forsch und "dominant" ist.

Ich würde die Kleinen lange beobachten und von einem Welpen, der den kleinen Chef unter seinen Geschwistern spielt, der beim Raufen und Spielen immer der erste ist und überlegen wirkt, der nie nachgeben will, genauso Abstand nehmen, wie von einem schüchternen und unsicher wirkenden Welpen, auch wenn er noch so hübsch und niedlich ist.

Schaut nach einem Welpen aus dem "Mittelbereich", der einen ausgeglichenen, sicheren, neugierigen und unbefangenen Eindruck macht, der vital ist aber nicht hyperaktiv und auch mal zurückstecken kann.

Seht Euch außerdem die Mutter gut an, wenn möglich auch den Vater.
Wenn ihr Charakter Euch nicht zusagt, solltet ihr von einem ihrer Welpen lieber die Finger lassen.

Kauft nur aus einer Zucht, wo ihr ein gutes Gefühl habt, wo man Euch offen entgegen kommt, Eure Fragen genauso beantwortet, ihr alles ansehen dürft, was mit den Hunden zu tun hat, auch die Elterntiere.
Lieber ein paar Euro mehr investieren.
Wobei das nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal ist, aber wo Welpen billig verschleudert werden, geht es auf keinen Fall mit rechten Dingen zu und das wirkt sich immer nachteilig auf die Welpen aus.
Da er für die nächsten +- 10 Jahre Eure Lebensqualität nicht unerheblich beeinflussen wird, solltet ihr bei seiner Auswahl sorgfältig sein.

Eine gute Zucht ist klein und überschaulich (meiner Meinung nach, sollte sie 5, höchstens 6 Zuchttiere nicht überschreiten), konzentriert sich auf eine Rasse, die Hunde haben alle viel Platz und leben zusammen mit der Familie.
Die Elterntiere sind gesund, auf sämtliche rassetypischen Erbkrankheiten getestet und haben die entsprechenden Belege darüber, die ihr alle einsehen könnt.
Von Züchtern die ihre Hunde in Zwingern oder sonstwie abgesondert von der Familie halten, würde ich Abstand nehmen.


Kauft nicht direkt beim ersten, seht Euch auf jeden Fall mehrere Züchter an.
Denn dann werden einem Unterschiede deutlich.
Nehmt Euch Zeit zu überlegen, auch wenn es schwer fällt.


...


Einen Rüden zu kastrieren macht dann Sinn, wenn er von seinen Hormonen so beherrscht wird, dass er beinahe nur noch sexualorientiert handelt und aufgrunddessen auch nur wenig bis gar nicht ansprechbar ist.

Alles andere ist Erziehungssache und hängt natürlich auch vom Charakter des Hundes ab, der sich aber sich durch Kastration, außer in sexueller Hinsicht, nicht beeinflussen lassen wird.

Bei Hündinnen soll es anders sein, sie sollen, wenn sie ein unsicheres Wesen besitzen, von einer Kastration durchaus häufig profitieren und sicherer werden.



Im Übrigen, gibt es auch immer wieder liebe und nette Bullmastiffs im Tierschutz, die ein Zuhause suchen, auch junge Hunde.
Der Vorteil dabei ist, bei einem ausgewachsenem Hund hat sich der Charakter schon entfaltet und man kann gut erkennen, was für einen Gefährten man vor sich hat.

Das wäre doch vllt. auch eine Überlegung wert. :)

...

Hola
22.04.2011, 07:49
Vielleicht noch was zu den Vorrausetzungen - ein Haus oder Wohnung im EG ohne Treppen wäre von Vorteil. Wenn er Gesund und jung ist mag das schon gehen aber trage mal nen alten ider kranken Hund ne treppe hoch....
Ansonten haben die anderen dich ja schon gut mit tipps versorgt!

bullkess
22.04.2011, 08:19
Einen guten Morgen,
meiner Meinung nach ist die Erziehung eines Hundes nicht vom Geschlecht abhängig.Wichtig sind Konsequenz und Zuneigung ab dem Zeitpunkt wo bei Euch ein neus Familienmitglied einzieht.
Je früher man anfängt mit der Erziehung um so entspannter ist das Zusammenleben miteinander.
Viel Glück bei der Suche :ok:.
Einen schönen Feiertag für Euch und Eure Hunde :lach3:.
Es grüßt die Jeannette

*Aldo*
22.04.2011, 08:22
:ok: Richtig!! Die Mischung aus Konsequenz und gutem Training ist nicht leicht. Einen guten Trainer zu finden genauso :rain:.Wir hatten schon einen, der Angst vor unserem "Kälbchen" hatte. Aber nur Geduld, sind treue Seelen, die Arbeit lohnt sich :sorry: !

Haha - das ist auch super! Wir hatten zum Glück direkt bei der 2. Trainerin einen Volltreffer. Die hatte sich direkt in unsere Knutschkugel verliebt.

sina
22.04.2011, 08:26
Ein BM ist etwas ganz besonderes!:ok:
Aber wenn Du überhaupt keine Hundeerfahrung hast weiss ich nicht ob er der richtige Hund für Dich ist.
Wie schon geschrieben haben die Molosser ihr eigenes Wesen, ich habe 3 davon und staune oft noch über sie.
Nachdem ich immer Rüden hatte habe ich jetzt ein Mädel dazu und muss sagen sie ist sehr liebevoll aber hat ihren eigenen Kopf.:D
Mit Härte wirst Du nichts erreichen, viel Liebe und Konsequenz braucht ein BM.

*Aldo*
22.04.2011, 08:29
Im Übrigen, gibt es auch immer wieder liebe und nette Bullmastiffs im Tierschutz, die ein Zuhause suchen, auch junge Hunde.
Der Vorteil dabei ist, bei einem ausgewachsenem Hund hat sich der Charakter schon entfaltet und man kann gut erkennen, was für einen Gefährten man vor sich hat.

Das wäre doch vllt. auch eine Überlegung wert. :)

...

Das finde ich auch eine super Alternative (nicht zuletzt, weil wir es ja auch so gemacht haben - wenn auch überhaupt nicht geplant :D). Das Schöne bei Hunden ist ja auch, dass Ihr zu jedem Zeitpunkt mit dem Training beginnen könnt und der Hund sich in welchem Alter auch immer darauf einstellen kann.

first_sadi
22.04.2011, 14:37
Ich danke Euch für die vielen Tipps. Letzten Endes habt ihr uns doch sehr bestärkt uns einen BM ins neue Heim zu holen. Wir werden wohl in nächster Zeit einige Züchter abklappern und schauen dass wir kurz nach Einzug ins neue Haus schon ein neues Familienmitglied haben werden.

Jule69
22.04.2011, 20:35
Hallöchen erst mal und sorry wenn ich hier dem einen oder anderen widerspreche aber ich finde der BM ist definitiv kein Anfängerhund. Ich habe immer Hunde gehabt und keiner hat mich so fasziniert wie der BM, aber auch kein anderer Hund hat mich vor so viele Herausforderungen gestellt. Auch sollte man nicht ausser acht lassen, das diese Bären einiges an Gewicht mitbringen. meine Jungs bringen stolze 68/71 kg auf die Waage. Damit schickt man nicht mal eben ein Kind auf die Straße. Leider offenbarst du nicht von wo ihr kommt. Wir wohnen in NRW und hier gibt es einige Auflagen zu erfüllen. Hier fällt der BM unter §10, ist Maulkorb und Leinenpflichtig, man braucht den großen Sachkundenachweis, eine amtliche Haltergenehmigung etc. Zum Beispiel mussten wir nachweisen, das unser Grundstück auf 2 Meter Höhe ausbruchsicher eingezäunt ist. Auch wenn du den Wt abgelegt hast und er Maulkorb- und Leinenbefreit ist, ist die Genehmigung Personenbezogen. Mindestalter 18J. Bist du sicher das das deine Kinder begeistert?
Es gibt also einiges zu bedenken. Wenn du dir sicher bist, das er trotzdem der richtige Hund ist kann ich auch nur noch sagen: "What a wonderful Dog"

katinka
22.04.2011, 20:40
bitte erst beim amt nachfragen, in nrw z.b. bestehen einige auflagen, die zu erfüllen sind. der bm gehört hier zu den anlagehunden und hat maulkorb- und leinenpflicht, wenn diesen nicht entsprochen wird.

katinka
22.04.2011, 20:41
Hallöchen erst mal und sorry wenn ich hier dem einen oder anderen widerspreche aber ich finde der BM ist definitiv kein Anfängerhund. Ich habe immer Hunde gehabt und keiner hat mich so fasziniert wie der BM, aber auch kein anderer Hund hat mich vor so viele Herausforderungen gestellt. Auch sollte man nicht ausser acht lassen, das diese Bären einiges an Gewicht mitbringen. meine Jungs bringen stolze 68/71 kg auf die Waage. Damit schickt man nicht mal eben ein Kind auf die Straße. Leider offenbarst du nicht von wo ihr kommt. Wir wohnen in NRW und hier gibt es einige Auflagen zu erfüllen. Hier fällt der BM unter §10, ist Maulkorb und Leinenpflichtig, man braucht den großen Sachkundenachweis, eine amtliche Haltergenehmigung etc. Zum Beispiel mussten wir nachweisen, das unser Grundstück auf 2 Meter Höhe ausbruchsicher eingezäunt ist. Auch wenn du den Wt abgelegt hast und er Maulkorb- und Leinenbefreit ist, ist die Genehmigung Personenbezogen. Mindestalter 18J. Bist du sicher das das deine Kinder begeistert?
Es gibt also einiges zu bedenken. Wenn du dir sicher bist, das er trotzdem der richtige Hund ist kann ich auch nur noch sagen: "What a wonderful Dog"


ganz meine meinung:lach3:

Mila
22.04.2011, 22:34
@ Sadi: Du bist alleinerziehende Mutter dreier Kinder, richtig?! Was dir bewusst sein sollte, egal ob Bullmastiff oder eine andere Hunderasse, ist: Hundeerziehung ist nicht irgendwann beendet, sondern es muss genügend Lust, Zeit und Geduld deinerseits vorhanden zu sein, einen Hund tagtäglich (!) zu erziehen und regelmäßig neue Probleme (große wie kleine) zu lösen! Aus den Erfahrungen von 2 Jahren Boxerhaltung kann ich sagen: es gibt immer was zu tun. Hat man eine Sache geübt, fällt auf, dass etwas anderes nicht mehr so funktioniert wie man das gern hätte, und dann arbeitet man daran, usw..

Eine Frage noch: der Bullmastiff wäre dann DEINE Aufgabe, DEIN Hobby, oder das der ganzen Familie? Das sollte auf jeden Fall vorher geklärt sein, und auch, wer den Hund erzieht. Wenn jeder so ein bisschen am Hund herumerzieht, sind meiner Meinung nach früher od. später Probleme vorprogrammiert, weil der Hund verwirrt ist. Und warum wollte ihr "wenn schon, dann einen Bullmastiff"? Nur wegen der Familientauglichkeit, oder warum sonst? Und lassen sich die gewünschten Eigenschaften vllt. auch bei einer Rasse wiederfinden, die nicht ganz so groß bzw. schwer wird?
Ich selbst möchte auch irgendwann einen BM haben, hätte mir aber als Ersthund ein so großes und massiges Exemplar nicht zugetraut. Denn gerade am Anfang macht man Fehler, weiß nicht immer sofort wie man in bestimmten Situationen reagieren soll etc., und bei der Kraft eines BM kann das natürlich irgendwann man blöd laufen, spätestens dann wenn der BM stärker ist als man selbst und seinen eigenen Willen durchsetzen will.

Egal für welche Rasse oder für welchen Mix du dich entscheidest:
informiere dich vorher so genau wie möglich über moderne und gute Hundeerziehung, lies das Buch "Die Welt in seinem Kopf" (Animal Learn Verlag), sprich mit Leuten die einen BM haben und fahre eventuell hin um dir Menschen und Hunde anzugucken, und lass dich von Züchtern nicht blenden sondern informiere dich auch über gute und schlechte Züchter und woran du diese jeweils erkennst...

Mickey48
24.04.2011, 15:22
Kurzes OffTopic:
Wie sollte man die hier getane Aussage der "Bullmastiffdame" im Video auffassen?

http://videos.dogster.com/choosing-a-breed-dog-391421303

Mila
24.04.2011, 18:30
Bezüglich "Er will eigentlich nur schlafen und fressen und ist zu jedem lieb?" ... naja, ich weiß nicht, ich würde jedem gesunden Hund den Drang nach körperlicher und geistiger Bewegung/Auslastung unterstellen! Aber wer sich selbst nicht gern bewegt und dann einen Hund hat, dem reines Beobachten und Wachen notfalls auch recht, der kann sich natürlich einiges zurecht interpretieren.
Wobei es natürlich sicher Rassen gibt, die mehr Bewegung wollen und brauchen als der BM, aber man sollte keinen BM kaufen damit man einen ruhigen Hund hat der keine Ansprüche stellt. Die Rechnung wird auf keinen Fall aufgehen!

Peppi
25.04.2011, 08:03
Für mich sind stand Wissen 2011 sicherlich andere Rassen geeignetere "Ersthunde".

sina
25.04.2011, 08:51
Für mich sind stand Wissen 2011 sicherlich andere Rassen geeignetere "Ersthunde".

:ok:
Gerade als alleinstehende Mutter mit 3 Kindern ist die "Arbeit" mit einem BM fast kaum machbar.
Verstehe es bitte nicht falsch, auch ich habe mein Traummädel aber ich habe 24 Std. am Tag Zeit mich um meine Bande zu kümmern.
Noch nie hat mich ein Hund so gefordert!
Vom 1. Tag an habe ich mit Biene geübt und mache es immer noch mehrmals täglich auf den Spaziergängen und Zuhause!:ok:
Sie fordert Beschäftigung und brauch auch immer ihre Kopfarbeit.
Zweimal am Tag gehe ich ca. 1 Std. durch Wald und Feld, ohne Leine und Mauli.
Mit 10 Monaten ist sie soweit das sie weder Jogger, Reiter noch Rehen oder Füchsen hinterher läuft.
Sie ist abrufbar, leinensicher, hält bei stresssituationen Blickkontakt und geht trotzdem locker an der Leine.
Das alles hat sehr viel liebevolle Arbeit und sehr viel Zeit gekostet.
Traust Du Dir das alles zu und kannst Du soviel Zeit ermöglichen?
Kindern kannst Du einen jungen BM nicht anvertrauen.
Ich denke das entweder der BM oder die Kinder auf der Strecke bleiben werden denn wenn auch überall steht der BM ist ein Familienhund und braucht nicht sehr viel Bewegung...hmmm ich sehe es anders.
Er muss und sollte nicht am Rad laufen aber er braucht seine Bewegung und Abwechselung.
Gehe ich mit Biene zB. öfter den gleichen Weg bleibt sie einfach stehen und hat keine Lust mehr oder trottelt gelangweilt hinter mir her.:D
Fahre ich aber in die Stadt oder sonstwo hin, gehe andere Wege ist sie begeistert dabei.
Ich schleppe die Maus nun überall mit hin.:kicher:
Keiner meiner anderen Hunde (Labbi und Retriever) waren auf ihre Art so arbeitsintensiv!

Ich würde mir wirklich einen leichteren, etwas älteren und kleineren Hund nehmen mit dem Deine Kinder auch auf die Strasse können.
Ausserdem überdenke wie bei Dir die Auflagen für den BM sind!

Hola
25.04.2011, 09:20
Wie kommt ihr eigentlich immer auf allein erziehend?
Da wird doch eindeutig im zweiten oder dritten Post die bessere Hälfte erwähnt!

bullkess
25.04.2011, 11:13
@Sina,
die Erziehung wie Du sie hier auflistest gilt meines Achtens für jeden Hund,egal welcher Rasse.
Sicher gibt es Hunde die mehr oder weniger Training brauchen,die es schneller oder langsamer begreifen.
Aber frühzeitige Erziehung ist die Grundlage im Zusammenleben mit Mensch und Hund :ok:.
Es grüßt die Jeannette

first_sadi
25.04.2011, 14:26
Es tut mir leid wenn ich mich anfangs nicht klar vorgestellt habe. Hiermit will ich das nachholen. Bei unserer Familie handelt es sich nicht um eine allein Erziehende Mutter mit drei Kinder.
Wir sind Mann, Frau und drei Kinder :-)
Wohnort ist in Niederösterreich und die Gartenfläche unseres neuen Hauses beträgt knapp über 3.000 qm. Auf den BM sind wir gekommen, da er uns optisch am Besten gefällt und die Wesenszüge (von Wikipedia und sonstigen Onlineseiten) uns am meisten angesprochen haben.

BX-Isabell
25.04.2011, 14:53
Bedenkt aber auch das Sabbern...
Das ist schon extrem,meine BX ist da richtig harmlos dagegen.:lach4:

Cira
25.04.2011, 15:05
Ich bin alleinerziehende Mutter von 3 Söhnen, habe es immer geschafft meine Hunde vernünftig zu erziehen und meine Kinder trotzdem nicht vernachlässigt.
Selbstverständich ist das machbar, das ist alles eine Frage des Willens und der Organisation.

Ob ein Bullmastiff allerdings in Anfängerhände gehört, kann ich nicht beurteilen, ich hatte noch keinen.
Unseren Hund (Boerboel) würde ich nicht gern in unerfahrenen Händen sehen. Auch wenn ich sie sehr lieb und für mich als leicht zu erziehen finde, wäre das sicher nicht der Fall, wenn man sie nicht richtig anfassen und mit ihr umgehen würde.

Vllt. kommt es aber darauf an wie weit man bereit ist sich mit dem Thema zu beschäftigen und auseinander zu setzen.
Manche Anfänger eignen sich in kurzer Zeit mehr an, als mancher HH in 20 Jahren.

Deswegen finde ich es überaus wichtig, wenn man sich einen solchen Hund holt, dass man schon bei der Züchter- u. Welpenauswahl äußerst sorgfältig ist, dass man bereit ist solange dazu zu lernen, wie man den Hund hat, dass man den Hund absolut sorgfältig prägt und sozialisiert (was immens viel Zeit kostet), sich mit dem Tier einen guten Trainer sucht, der sich mit der Rasse auskennt und einen bei der sorgsamen Erziehung unterstützt, den Willen Probleme nicht schleifen zu lassen, sondern sich damit auseinander zu setzen und zu lösen.
Und dass man wirklich konsequent bei der Erziehung ist, es aber nicht mit Härte verwechselt.

Ein solcher Hund kann ein toller Gefährte sein, aber bei falscher Behandlung oder Unlust ihn vernünftig zu erziehen oder ihm von Anfang an gründlich die Welt zu zeigen, mit allem was dazugehört, auch zu einer unkontrollierbaren Waffe werden.

...

sina
25.04.2011, 21:58
@ Jeannette

Natürlich braucht jeder Hund eine gute Erziehung, ich glaube das weiss jeder HH.
Aber Du weisst sicher selber das ein BM und überhaupt die Molosser nicht mit "normalen" Hunden zu vergleichen sind.
Sie haben ihren eigenen Kopf und denken mit.
Wendet man Gewalt an wie es auf vielen HuPl der Fall ist kann es nach hinten los gehen.
Ich habe nur versucht zu beschreiben das man immer weiter arbeiten muß auch wenn der Hund die Komandos aus dem FF kennt.

leavinblues
26.04.2011, 08:00
Muß ich leider widersprechen, Sabberliste würde ich zuerst den BX, dann Mastiff und dann Bullmastiff. Aber bei allen lag und liegt immer ein Handtuch griffbereit rum. Bei der FilamIx Hündin ist Sabbern eher ein Fremdwort. servus

leavinblues
26.04.2011, 12:02
Muß ich leider widersprechen, Sabberliste würde ich zuerst den BX, dann Mastiff und dann Bullmastiff. Aber bei allen lag und liegt immer ein Handtuch griffbereit rum. Bei der FilamIx Hündin ist Sabbern eher ein Fremdwort. servus

:ok:
Unser lieber Gustl ist ab und zu eine Ausnahme:lach4:

Rocky
26.04.2011, 14:01
Ein Hund ist ein Hund und Kinder sind Kinder, beide zusammen sind ein echt tolles Team.

Die Verletzungsgefahr (überrennen, kratzen) birgt beim BM einfach von seiner Grösse und Kraft her für Kinder ein höheres Risiko. Bullmastiffrüden können im wilden Spiel mit Kindern auch schnell mal grob werden! Da ihr den Hund nicht mit Kindern alleine lässt, ist das aber kein Problem! Es ergeben sich automatisch viele Situationen wo spielerisch Erziehungsmassnahmen und Verhaltensregeln eingebracht werden können - für beide, Kinder und Hund.

Das Sabbern hält sich in Grenzen wenn der Hund konsequent von den Süssigkeiten der Kinder ferngehalten wird.

Bullmastiff
26.04.2011, 18:42
Bullmastiffrüden können im wilden Spiel mit Kindern auch schnell mal grob werden!

Naja, betrifft bei uns eher die Hündin. Hier ist der Rüde der wesentlich sanftere.

Cira
27.04.2011, 04:57
Natürlich braucht jeder Hund eine gute Erziehung, ich glaube das weiss jeder HH.
Aber Du weisst sicher selber das ein BM und überhaupt die Molosser nicht mit "normalen" Hunden zu vergleichen sind.
Sie haben ihren eigenen Kopf und denken mit.


Was aber sind "normale" Hunde?
Ich würde vllt. lieber nach der Größe der Hunde differenzieren, auch wenn es da wieder Ausnahmen gibt, heißt es gibt auch kleinere Hunde(rassen), die große Probleme machen können, wenn sie in unsachgemäße Hände geraten.

Man hat es selber schon oft genug erlebt, gehört oder gelesen.
Beißstatistiken werden nicht von Molossern angeführt, soweit ich weiß.
Wobei ihre Kraft und die Aufgabe, wofür sie gezüchtet wurden, trotzdem nicht unterschätzt werden sollte.

Man muss sich absolut bewusst machen, wieviel Engagement und Zeit es erfordert, damit ein Hund stets umweltkompatibel, kontrollierbar, unbedenklich bleibt und nicht zur Gefahr werden kann.
Ein großer Garten ist nicht genug, sondern nur eine nette Ergänzung.

Im Gegenteil, ein Hund der den Großteil seines Lebens im Garten gehalten wird, kennt seine Umwelt nicht genug, was ihn dementsprechend gefährlich macht, wenn er dann doch mit ihr in Berührung kommt.
Neben einem guten Grundgehorsam muss immer auch daran gearbeitet werden ihn sozial zu erhalten, was nur durch häufige und immer wiederkehrende positive Erfahrungen von Kleinauf machbar ist.
Versäumt man dies bekommt man einen unsicheren, ängstlichen Hund, der in bestimmten Situationen nichtmehr zu kontrollieren sein kann, weil sie ihn überfordern.

Ich möchte nicht wissen, wieviel BM, andere Molosser, überhaupt Hunde ihr Leben im Garten oder Hinterhof fristen, weil Ihre Erziehung und Sozialisierung fehlgelaufen ist und ihre Halter außerhalb des eigenen Zaunes nicht mit ihnen klarkommen, viele auch innerhalb nicht.

Ich weiß gar nicht, haben BM eigentlich ein besonders rassetypisches Misstrauen gegen Fremde/s oder sind sie eher aufgeschlossen und freundlich (bei fachgemäßer Prägung) solchem gegenüber?

Einen so großen Hund zu erziehen ist auf jeden Fall eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, der man gewachsen sein sollte, damit hinterher niemand darunter leiden muss, weder man selbst, noch andere Menschen, noch der Hund selber oder andere Hunde und Tiere.

...

bx-junkie
27.04.2011, 05:58
Muß ich leider widersprechen, Sabberliste würde ich zuerst den BX, dann Mastiff und dann Bullmastiff. Aber bei allen lag und liegt immer ein Handtuch griffbereit rum. Bei der FilamIx Hündin ist Sabbern eher ein Fremdwort. servus

Mal davon abgesehen das es die BX heißt *klugscheiss* stimme ich dir 100% zu...gibt zwar auch da Ausnahmen, aber eine BX sabbert schlimmer als ein BM :kicher:

connyw212
27.04.2011, 07:51
also mein bacon sabbert mega viel, wenn er sich schüttelt rennen alle in deckung;), und so schnell bin ich nicht immer das ich ihm die schnute abputze kann!!!

der bullmastiff ist echt eine tolle rasse,man muß sich aber wirklich bewußt sein
wie groß und vor allem schwer er wird,und man darf die "sturheit" nicht unterschätzen (ist eben kein hund der sich schon ein loch in den bauch freut wenn er angesprochen wird!!)!!

und es ist wirklich kein spaß wenn er ma an der leine oder sonst wo nen rasta kriegt:schreck:!! zum glück hatte ich das nur 2x in der hundeschule und da haben wir direkt entsprechend dran gearbeitet!!!
bacon is sehr verschmust total sensibel und hat ne unendliche geduld,
er ist kein aufpasser (also unser nicht, mag da andere vertreter seiner rasse geben..)!!
lg conny

Emmamama
27.04.2011, 08:41
Ich lese hier schon seit Tagen mit...

Grundsätzlich meine ich, dass es weniger eine Frage der bisherigen Erfahrung mit Hunden ist, einen Molosser, hier BM, zu halten, als vielmehr eine Frage der Persönlichkeit.
Man muss sich halt darüber klar sein, dass er andere Wesenszüge als andere Hunderassen hat und dann kann man auch mit seinem Molosser "wachsen". Es gibt Leuts die halte ich auch nach dem 20. Hund für molosserungeeignet.

Aber wenn man noch keine Hundeerfahrung hat, gibt es einige Dinge, die man wissen sollte und auf die man sich einstellen sollte.
Wie schon angesprochen, das Sabber- und Dreckproblem: da braucht Mensch schon eine hohe Toleranzschwelle oder einen gerne ausgelebten Putztrieb :D
Und, wie Sina angesprochen hat, die ständige Bereitschaft mit dem Hund zu arbeiten - der is nicht irgendwann "fertig".
Ausserdem muss man wissen, das grade bei einem solchen grossen Hund Krankheit und Verletzungen ganz schnell ganz teuer wird.

Und jetzt kommt der Punkt, der mich schon seit Tagen stutzig macht...
In den zwei Jahren, in denen ich hier im Forum mitlese, hat sich mir immer mehr erschlossen, dass ausgerechnet Bullmastiffs ziemlich unberechenbare Überaschungspakete sind.
Das fängt mit der Wahl eines "seriösen" Züchters an, die es so gut wie gar nicht zu geben scheint - mit Grauen denke ich an den Threat vor etwa einem Jahr, als ein rel. junger BM eingeschläfert wurde (ich glaube, er hiess Kyle, finde aber den Threat nicht...), weil die unerfahrenen Halter die Empfehlungen des Züchters befolgt haben und ihn nicht mehr handeln konnten- Stichwort Deprivatonsschäden!

Und auch wenn man an einen gelangt, der die Welpen in der Prägephase erfolgreich sozialisiert, scheinen doch Krankheiten eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Da sollte man sich bereits im Vorfeld darüber klar sein, was da so an Kosten für Untersuchungen, Krankheiten und Verletzungen kommen kann und sich fragen, ob man nicht nur Nerv, Zeit und Kraft dafür hat, sondern es sich auch finanziell leisten kann. Der Gegenwert eines Mittelklassewagens ist da schnell erreicht :(

Ähnliches wie für den Züchter gilt auch für die Wahl der so häufig empfohlenen "guten, molossererfahrenen Hundeschule".
Bei den vielen die ich kenne, ist keine einzige in akzeptabler Nähe dabei, denen ich einen Molosser anvertrauen würde, was man aber, wenn unerfahren, erst hinterher weiss und zehn verschieden Trainer mit jeweils verschiedenen Methoden scheinen mir eher schädlich als nützlich zu sein, was sich bei einem Hund in dieser Gewichtsklasse nicht so einfach ausgleichen lässt, wie z.B. einem French Bully.

Für mich kommt immer wieder ein Molosser in Frage und ich würde auch niemals jemanden einen ausreden wollen, aber grade bei einem BM würde ich schon gaaaaanz genau hinkucken, um mir unliebsame Überraschungen zu ersparen, denn Hundehaltung kann verdammt einsam machen :schreck:

jawoll
27.04.2011, 08:57
Wenn ich mir jetzt einen Hund aussuchen wollte, dann würde ich ziemlich wahrscheinlich ins Tierheim fahren und mir dort einen aussuchen.
Da ich heute etwa 30 Jahre Hundehalter-Sein hinter mir habe, würde ich aufgrund diesen Wissens bevorzugt ein etwas älteres Modell ;) nehmen.
Grade als Anfänger. Und grade mit Kindern.

Zum Garten sei gesagt:
Es entsteht immer der Eindruck, man müsse Haus- und Hofbesitzer sein, wenn man einen großen Hund halten möchte. Ich habe schon einige Leute gehört, die meinten, sie würden ihre Welpen niemals jemandem anvertrauen, der "nur in nem Hochhaus wohnt".
Meine Erfahrung ist allerdings, dass der Hochhaushund viel öfter draußen unterwegs ist, als einige seiner Kollegen mit Garten. Im Hochhaus (überhaupt Wohnung) kann man es sich wohl nicht erlauben, einfach mal schnell die Tür aufzumachen und 5 Minuten zu warten… :)
Also ist der Garten sicherlich ein nettes Beiwerk und vielleicht auch Luxus. Aber halten und führen kann man große Hunde auch als Nicht-Hausbesitzer.

Zu Kindern sei gesagt:
Mein Hund war vor Frau und Kindern da. Trotzdem war er immer gute Spielkamerad. Für alle drei. Ich hatte viel Mühe, die krabbelnden kleinen Dinger aus seinem Fell und seinen Lefzen zu pflücken. Niemals hatte ich das Gefühl, der Hund sei unvorsichtig oder grob. Und selbst wenn: Auch Kinder dürfen lernen, dass man vorsichtig sein darf. :)

Mein Resümee:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Rassebedingt keinen Anfängerhund gibt. Es gibt in jeder Rasse unterschiedliche Charackterköppe. Wenn man den passenden für sich und seine Familie findet, ist es wurscht ob groß oder klein.
Hat man selber zu wenig Ahnung, nimmt man sich eine Person des Vertrauens mit ins Tierheim und spricht auch die Leute vor Ort an.
Aber grundsätzlich ist die Entscheidung, die von Herzen kommt, meist die richtige.

Ach ja: Meiner hat sich mich ausgesucht. - Wie immer er das geschafft hat...

Doc_S
27.04.2011, 09:25
Vielleicht sollte man einfach mal den ursprünglichen Verwendungszweck dieser Rasse in die Diskussion mit einbeziehen.
Wildhüter hatten sie in England als Schutz für sich, für Leib und Leben (Wilddiebstahl/ Wilderei wurde mit der Todesstrafe geahndet!?). Und warum haben die Südafrikaner diese Hunde zum Schutz der Diamantminen importiert?
Bestimmt nicht, weil sie eine hohe Reizschwelle haben, familienverbunden sind und als sabbernde Sofakuschler unbestechlich sind!? ;)
-nur mal so am Rande-

Peppi
27.04.2011, 09:50
Das geht in die richtige Richtung und deshalb muss ich auch Cira an einer Stelle widersprechen, was "normale" Hunde angeht, bzw. dass eine Trennung nach Größe ausreicht.

Es gibt zwei Hundetypen: Die einen arbeiten eng mit Menschen zusammen und haben einen selektionsbedingten "Will2Please" und die anderen sind Hunde, die eher alleine zu arbeiten hatten und eben auch SELBST ZU ENTSCHEIDEN. Die haben "von Natur aus" einen niedriegeren Will2Please, der umgangsprachlich dann als Dickkopf oder Sturheit interpretiert wird. "So sind unsere süssen Molosser - diese Sturköppe!"

Natürlich verschwimmen die Grenzen auch innerhalb der Rassen und diese Grenzen sind auch keine Garantie nicht hier und da mal ein anderes Individuum anzutreffen - vor allem vor dem Hintergrund, dass die ursprüngliche Selektion bei den hier behandelten Molossern kaum noch stattfindet.

Und man muss das auch nicht in eine Ecke mit Rasselisten schieben. Trotzdem darf man im Sinne der Hunde, die "Anlagen" nicht wegreden und jeden Molosser zur schmusenden Sabberbacke abstempeln.

Grazi
27.04.2011, 09:59
@Heike/Emmamama: :08:

Grüßlies, Grazi

Mila
27.04.2011, 10:26
Am besten schaust Du Dir die Hunde mal an. Vielleicht wohnt ja auch der ein oder andere Bullmastiff hier aus dem Forum in Deiner Nähe?

Aus meiner Sicht der beste Tipp!
Ich möchte auch irgendwann einen BM haben, informiere mich seit Monaten, speichere alles was ich so aufschnappe, habe Kontakt zu BM-Haltern aufgenommen und werde so hin und wieder auf dem Laufenden gehalten, auch was Sorgen und Probleme angeht... habe Kontakt zu einer Züchterin aufgenommen, die für mich in Frage kommen würde, und und und. Wenn es denn soweit wäre, dass ein BM bei mir einziehen sollte, würde ich tatsächlich auch Leute mit BM besuchen und ausfragen, und mir die jeweiligen Hunde angucken und überlegen, ob ich mir das wirklich zutraue.
Ich persönlich finde mittlerweile auch, dass man charakterlich zu seinem Hund passen sollte bzw. sich gut ergänzen. Ich persönlich war z.B. sehr ungeduldig, und musste durch meine Boxerhündin Geduld lernen, weil ich ansonsten kein Stück weiter gekommen wäre. Und ich denke das gilt für den BM genauso... als nervenschwacher Halter oder mit dem Anspruch, dass der Hund binnen einer Sekunde reagiert, wird man wahrscheinlich nicht glücklich. Ich merke das sogar bei meiner Boxerhündin... manchmal überlegt sie bzw. muss eine Entscheidung treffen. Meinem Freund dauert das manchmal zu lange. Ich habe gelernt ein paar Sekunden zu warten und mich umso mehr zu freuen, wenn meine Hündin die -aus meiner Sicht- richtige Entscheidung getroffen hat, z.B. zu mir zu kommen obwohl auf der Wiese ein Ball liegt (Belohnung fürs Kommen ist dann, den Ball holen zu dürfen).

Man sollte sich auf jeden Fall bestmöglich im VORFELD mit Hundeerziehung befassen, und sich überlegen was man wie machen will.

Eine gute Hundeschule zu finden ist schwer, da gebe ich Emmamama total Recht! Am besten also auch das vorher klären... und irgendwie lösen.

sina
27.04.2011, 21:27
Genau das wollte ich auch sagen, die Molosser denken und entscheiden mit.

Ich finde es auch sehr wichtig den BM schon vom Welpenalter an überall mit hin zu nehmen.
Biene hab ich zB. mit 10 Wochen mit nach Hamburg in ein EKZ genommen.
Im Parkhaus standen Einkaufswagen und mit einer Decke drin wurde er schnell zum Bullymobil!:D
Vor einigen Tagen waren wir wieder im EKZ und sind schön mit einem gläseren Aufzug gefahren.
Das fand sie toll und alles wurde ausgiebig beschnuppert, keine Anzeichen von Angst oder Unsicherheit.:ok:
Bei Saturn hat sie mir den Weg gebahnt...komisch, viele Leute sind zur Seite gegangen!:D:D
Das schöne ist, Biene zeigt mir das sie soviel lernen und erkunden möchte!:lach3:

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