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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herdenschutzhunde wachen über Pinguine


Gonzalez
10.03.2011, 13:39
http://www.stern.de/wissen/natur/australien-hirtenhund-beschuetzt-pinguine-650607.html

Manche Sachen müssen erst mal probiert werden, allerdings ist es doch verwunderlich das es manchmal so lange dauert bis "Mensch" auf die einfachsten Ideen kommt.

In der Türkei z.B. sollen Wölfe geschützt werden vorm Abschuß durch Herdenbesitzer, dies wird allerdings nicht mit hohem techn. aufwand versucht, nein der Kangal solls regeln und er regelt es auch.

Während in Europa Antiwolfzäune und ähnliches "ausprobiert" werden zieht man in der Türkei eine Karte die wohl bekannt ist.

Den Herdenschutzhund, so einfach, so günstig, aber eventuell ist genau das der knackpunkt, vielleicht haben die Politiker die sich f. die Ansiedelung des Wolfes stark machen und damit einhergehend f. die benötigten "Antiwolf-Technik" gerade Aktien von der firma im Depo liegen die solche Artikel vertreibt.

Schily und seine Biopassfirmen lassen grüssen ;-)

Peppi
10.03.2011, 14:55
In der letzten Diskussion dazu hab ich gelesen, dass der Tourismus beim Einsatz von HSH wohl eine Rolle spielt, der hier und da nicht so glücklich sein dürfte wenn der HSH den Wanderer Begleiter Yorki als Bedrohung der Herde ansieht.

Und manche Regionen leben leider vom Tourismus...

Gonzalez
10.03.2011, 15:06
In der letzten Diskussion dazu hab ich gelesen, dass der Tourismus beim Einsatz von HSH wohl eine Rolle spielt, der hier und da nicht so glücklich sein dürfte wenn der HSH den Wanderer Begleiter Yorki als Bedrohung der Herde ansieht.

Und manche Regionen leben leider vom Tourismus...

Gehen HSH denn immer zum direkten Angriff über, dass würde ja im Ergebnis keinen Untersch. machen ob der Wolf erschossen wird o. vom HSH "erledigt".

Ich dachte die Herde wird geschützt indem mögl. Feinde verjagd werden, würde Sinn machen, denn wenn die HSH immer die "Angreifer" solange verfolgen bis es zum Kampf kommt kann in der zwischenzeit die Herde von anderen dezimiert werden.

Ich denke es wird ein "Schutzbereich" definiert, indem die HSH alles verjagen was gefährlich ist.

Wenn der Yorki natürlich nicht angeleint ist bzw. nicht hört und in die Herde rennt, dann gibt's ein Problem. Allerdings sind wir da iweder beim Verhalten bestimmter HH und deren Hunden.

Gonzalez
10.03.2011, 15:07
Aber das Beispiel mit den Pinguinen ist doch klasse finde ich.

Peppi
10.03.2011, 15:09
Keine Ahnung ob ein HSH wie eine Maschine funktioniert.

Hatte das Arguement nur kürzlich in der Diskussion gehört.


Hätte aber selber auch keine Lust mit meinem (angeleinten!) Schulle plötzlich im Wanderurlaub einem freilaufenden HSH auf der Alm zu begegnen.

Gonzalez
10.03.2011, 16:52
http://de.wikipedia.org/wiki/Herdenschutzhund

"Grundsätzlich wird alles Fremde innerhalb seines Territoriums zurückhaltend und misstrauisch betrachtet und bei dem geringsten Anflug einer Gefahr für sein Rudel verjagt, wobei die Strategie dieser Hunde eher in der defensiven Abwehr liegt"

+

"Weder heute noch damals war es im Interesse eines Hirten, dass sein Herdenschutzhund jedem vermeintlichen Feind hinterher jagt und seine Energie nicht sinnvoll einteilt. Viel mehr beobachtet der gut geführte Herdenschutzhund den „Feind“ aus sicherer Distanz, präsentiert sich diesem und macht sich deutlich bemerkbar. In der Regel platziert er sich zwischen seiner Herde und dem Feind. Zumeist macht er seinen Hirten dann auf die Situation aufmerksam, da dieser oft an einem entfernten anderen Ende der Herde befindlich die Situation auch nicht selbst einsehen kann."

Wie gesagt, wenn der Yorki des HH eine antiautoritäre Erziehung genossen hat und glaubt mit den Schafen spielen zu müssen kann es zu "Mißverständnissen" kommen.

Nur wer ist dann wieder Schuld, der HSH o. der HH des Yorkis.

Doc_S
10.03.2011, 16:57
Keine Ahnung ob ein HSH wie eine Maschine funktioniert.

Hatte das Arguement nur kürzlich in der Diskussion gehört.


Hätte aber selber auch keine Lust mit meinem (angeleinten!) Schulle plötzlich im Wanderurlaub einem freilaufenden HSH auf der Alm zu begegnen.

Ein HSH ist ein Tier und keine Maschine. Und er funktioniert, so wie er die letzten Jahrhunderte funktioniert hat: Herde schützen. ;)
Wo ein HSH ist, sind auch mehr. Und das wird definitiv unangenehm für jeden "Eindringling", ob Mensch oder Tier.
In Süddeutschland, muß glaube ich in der Ulmer Gegend sein, gibt es noch einen Schäfer, welcher HSH'ler einsetzt.
Aber die Idee mit den Maremmen-Abruzzen find ich cool. Die Pinguine haben wirklich gute Bodyguards. :ok:

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