LHG NRW - ein neues Gesetz muss her

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Markus
08.03.2011, 07:23
Hallo,

auf dieser Seite geht es um das Thema „LHG NRW - ein neues Gesetz muss her” und alles was damit zu tun hat.
Sollte sich in den Beiträgen auf dieser Seite nicht das Richtige finden lassen, frag doch einfach eben direkt hier im Forum nach.

Mit vielen tausenden registrierten Mitgliedern lässt eine passende Antwort ganz bestimmt nicht lange auf sich warten!

Schöne Grüße,
Markus

Grazi
08.03.2011, 07:23
Über einen TS-Verteiler (mit Bitte um Weiterverbreitung) reinbekommen:

Liebe Tierschützer und Hundefreunde,

wie manche es wissen, bin ich seit Ende 2010 Tierschutzbeauftragter (genauer Titel Mitarbeiter für Tierschutz bei der Abgeordneten Hamide Akbayir) meiner Partei im Landtag NRW.

Und genau deswegen benötige ich Eure massive Hilfe.

Ich habe vor, dass das Landeshundegesetz NRW völlig verändert wird hin zu einem Hundehaltergesetz. Was heißt, dass z.B. die Rasselisten wegfallen würden. Was auch heißt, dass der Fokus des Gesetzes nicht mehr auf den Hund sondern auf den HalterIn gerichtet ist. Was, so sehe ich das, im Einklang steht mit Wissenschaftlern wie Feddersen-Petersen, Prof. Hackbart, Dr. Eichelberg, Günter Bloch, RA Weidemann u.v.a. Also eine Art Hundeführerschein.

Um hier aber in den anderen Landtagsfraktionen ein Umdenken und Neudenken anzustoßen. möchte ich, dass meine Landtagsfraktion eine Expertenanhörung veranstaltet, um dann mit den Ergebnissen und unter Mithilfe von Experten ein neues Gesetz zu erarbeiten. Wie dieses neue Gesetz dann aussehen könnte, steht in keiner Weise fest. Nur eins – die Rasselisten müssen abgeschafft werden und eventuelle Prüfungen müssen auf wissenschaftlicher Grundlage basieren. Meine Vorstellung z.B. wäre, dass nicht der Hund geprüft wird, sondern der Halter und eventuell dann in der Praxis das Hund/Halter Team, losgelöst von der Hunderasse. Was dann auch z.B. heißen würde, dass die Kommunen die so genannte „Kampfhundsteuer“ wieder einstampfen müssen.

Was Euch sicher nicht wundern wird, schlägt mir aus Teilen der Fraktion Ablehnung entgegen. Und hier setzt meine Bitte um Hilfe an.

Druck von unten, wie es so schön heißt, ist ungemein wichtig. Und daher möchte ich Euch bitten, massenweise Briefe und/oder Emails an die Fraktion und/oder die zuständige Abgeordnete zu schreiben. Und das bitte bis Anfang April, weil ich dann das entscheidende Gespräch in der Fraktion habe.

Hier ein Textvorschlag, der von Euch wie auch immer natürlich geändert werden kann. Mir wäre es nur lieb, wenn ich Nachricht bekommen könnte von denen, die Schreiben versandt haben.

Näheres kann ich erklären und wegen des Schreibens Tipps geben. Bitte wendet Euch an mich unter hunde@medien-loewisch.de oder telefonisch 0221/133782

Die Schreiben sollten gehen an:

Als Brief: DIE LINKE. Fraktion im Landtag Nordrhein-Westfalen , Platz des Landtags 1 , 40221 Düsseldorf , Tel.: 0211-884-46189

Als Email: judith.demba@landtag.nrw.de

-das ist die Fraktionsgeschäftsführerin

und

hamide.akbayir@landtag.nrw.de

-das ist die zuständige Abgeordnete.


Und hier der Textvorschlag:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das seit 2003 geltende Landeshundegesetz NRW mit seiner Rasseliste ist von seinem Grundsatz her unhaltbar, wissenschaftlich wie in der Praxis. Das wird Ihnen jeder, der damit befasst ist, bestätigen können.

Wir, die im Tierschutz aktiven Menschen, sehen uns seit viele Jahren von den Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne enttäuscht, denn den schönen Worten, das Gesetz zu ändern, ist null Komma nichts gefolgt.

Daher setzen wir hier stark auf eine Initiative der Linken im Landtag NRW.

Ihr für den Tierschutz zuständiger Mitarbeiter Peter Löwisch ist in dieser Frage ein Fachmann, den wir seit vielen Jahren schätzen. Uns ist zu Ohren gekommen, dass er als Basis für eine Gesetzesinitiative Ihrer Fraktion eine Expertenanhörung angeregt hat. Wir unterstützen das aufs dringlichste. Denn wir brauchen kein Hundegesetz mit Rasselisten sondern ein Hundehaltergesetz, in dem die Hundehalter eine Art Hundeführerschein machen müssen. Denn nur so ist der Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden gewährleistet. Hunde sind nun einmal nicht per Rasse oder per Geburt gefährlich, sondern nur per Halter.

Daher möchten wir Sie bitten, unserem Wunsch möglichst bald zu entsprechen.

Mit freundlichen Grüßen
____________________

Ich rechne mit Eurer Hife, denn in NRW muss endlich was passieren. Die anderen Parteien werden einen Teufel tun, hier eine Initiative zu ergreiffen, sie werden sich eventuell eben nur einer Gesetzesinitiative meiner Partei anschliessen.

Ich freue mich auf Eure Hilfe.
Peter und Naomi

---------------------------------------------------------------------
Peter-Chr. Löwisch
Journalist (DJU)
Eintrachtstr. 72-78
D-50668 Köln
Tel.: 0221/133782 o. 0172/4579183
www.medien-loewisch.de

Nadine
20.03.2012, 17:29
Hallo!
Danke für den Beitrag!

LG Nadine
Peppi
20.03.2012, 17:29
Soka Run haben in Ihrem FB Profil eine Korrespondenz veröffentlicht, die wenig Hoffnung macht.

https://www.facebook.com/SokaRunNRW/posts/412587955433806

Ich will's nicht ungefragt hier reinkopieren, also sind die Facebooker im Vorteil!


LG

Herbstgold
27.03.2012, 13:26
Steter Tropfen höhlt den Stein!

Natürlich ist es enervierend immer und immer wieder die gleichen nichtssagenden Antworten zu hören, aber nichts desto trotz können wir doch nicht einfach resignieren.

Zudem muß man mittlerweile doch auch offen zugeben, dass hier deutlich auch monetäre Interessen zu vertreten sind. Denn über die Rasselisten wird die in mittlerweile doch sehr vielen Gemeinden erhobene Kamphundesteuer legitimiert und diese ist - im Gegensatz zu den ja ach so gefährlichen Hunden - hochwillkommen.

Ich für meinen Teil werde also auch da wieder schreiben. Wir sind so viele, die mit ihren Hunden davon betroffen sind, also bitte - gehen wir mit unserem Protest den Verantwortlichen dieser "Sachunkunde (ich bleib jezt mal freundlich bevor hier wieder nur Sternchen stehen) genau so auf den Nerv, wie die uns mit den Listen auf die Nerven gehen!

Schön ist in solchen Schreiben übrigens auch immer wieder der Zusatz, dass wir schließlich auch Wähler sind. In Anbetracht der Tatsache, dass man m. E. in unserer derzeitigen politschen Landschaft eh nur zwischen Pest und Cholera wählen kann, könnte eine politische für oder gegen Entscheidung bei dem Thema Rasseliste durchaus "kreuzchenentscheidend" sein. Das sollte man schon deutlich klar stellen ;)

Peppi
27.03.2012, 13:40
Wir sind so viele, die mit ihren Hunden davon betroffen sind

das glaube ich mittlerweile nicht mehr. Wir sind eine kleine Minderheit, die niemanden wirklich interessiert. :(

Herbstgold
28.03.2012, 11:30
WIR interessieren UNS! Und wir interessieren uns für UNSERE Hunde! Wie bei allem anderen im Leben gilt auch hier: was einem wichtig ist, muß man selber machen, bzw. sich auch selbst drum kümmern.

Bedauerlicherweise zeigt die Zermürbungstaktik Erfolg, aber jeder kennt doch die nette Geschichte:

"Ganz Gallien war von den Römern besetzt! Ganz Gallien?" ;)

Peppi
28.03.2012, 11:37
WIR interessieren UNS! Und wir interessieren uns für UNSERE Hunde! Wie bei allem anderen im Leben gilt auch hier: was einem wichtig ist, muß man selber machen, bzw. sich auch selbst drum kümmern.

Bedauerlicherweise zeigt die Zermürbungstaktik Erfolg, aber jeder kennt doch die nette Geschichte:

"Ganz Gallien war von den Römern besetzt! Ganz Gallien?" ;)


Da hab ich auch 8 Jahre dran geglaubt...;)


Hunde werden langfristig komplett aus dem Stadtbild verdrängt werden.

Und damit man sich nicht den Zorn aller zuzieht, wird die Gruppe in kleine Sektionen eingeteilt, die man dann einfacher behandeln kann.

Solidarität existiert unter Hundehaltern nicht.

bx-junkie
28.03.2012, 12:07
Da hab ich auch 8 Jahre dran geglaubt...;)


Hunde werden langfristig komplett aus dem Stadtbild verdrängt werden.

Und damit man sich nicht den Zorn aller zuzieht, wird die Gruppe in kleine Sektionen eingeteilt, die man dann einfacher behandeln kann.

Solidarität existiert unter Hundehaltern nicht.

:ok: